DE3047670C2 - "Verfahren und Vorrichtung zur Aufgabe eines Fluids auf einen sich drehenden Hohlkörper" - Google Patents
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Aufgabe eines Fluids, z. B. eines flüssigen Übenuigmittels
von einem feststehenden Zuführungsteil in Form einer kegelmantelförmigen Flüssigkeitslamelle auf die
Innenkontur eines sich drehenden Hohlkörpers, z. B. einer Sprühglocke, wobei das Fluid dort beschleunigt
und zum Rand der Sprühglocke geführt wird.
Eins Vorrichtung der gattungsbildenden Art ist in der FR-PS 13 00 555 beschrieben, bei der die Drehachse der
Sprühglocke als Hohlwelle ausgeführt ist. die nur teilweise in die Sprühglocke hineinragt und durch die
zentrisch zur Drsllachse das Fluid über eine Düse auf ein Prallplattensystem aufgespritzt wird, das die homogene
Verteilung des Fluids auf die Innenkontur der Sprühglocke bewirken soll. Der Prallkörper führt dazu,
daß durch Rückströmung innerhalb der Sprühglocke mit Fluid beladene Luft die Oberseite des Prallkörpers
treffen kann, hier zu Ablagerungen führt, die dann zu Unregelmäßigkeiten und zu Lufteinschlüssen in der
aufzubringenden Lackschicht führen können.
In der Praxis ist es weiterhin bekannt, das Fluid mit Hilfe eines Rohres exzentrisch zur Drehachse der
Sprühglocke in die Sprühglocke einzubringen und von dort auf die Innenkontur radial oder tangential
aufzuspritzen. Bei einer solchen Einrichtung ist nipht sichergestellt, daß alle vom Fluid benetzten Flächen
auch permanent vom Fluid überströmt werden und so eine selbsttätige Reinigung erfolgen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Verfahrensweise gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches
dahingehend zu verbessern, daß sichergestellt wird, daß das Fluid den Hohlraum der Sprühglocke
nicht ausfüllt, sondern homogen auf der Innenfläche der Sprühglocke verteilt wird und daß an der Übergabestelle
vom Fluid auf die Innenseite der Sprühglocke keine Teile vorhanden sind, die durch den Fluidstrom nicht
ständig um- und überspült werden, so daß beim Wechsel des Fluids eine selbsttätige Reinigung erfolgt.
Zur Lösung dieser der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe wird eine Verfahrensweise vorgeschlagen, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß dem Fluid in dem feststehenden Teil eine Drallströmung erteilt wird, die in
dem Fluid bei und nach Verlassen des feststehenden Teiles eine kegelmanteiformige Flüssigkeitslamelle
schafft, die in eine konische Übergabefläche der Sprühglocke geführt wird.
Weitere vorteilhafte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Unteransprüchen
2 und 3 erfaßt.
Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß den Ansprüchen
1 bis 3. wobei die Sprühglocke als glockenförmiger rotationssymmetrischer Hohlkörper mit einem zylindrischen
Endteil ausgebildet ist. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kennzeichnet sich durch eine feststehende
Hohlkegeldüse zur Erzeugung der kegelmantelförmigen Flüssigkeitslamelle und eine der Mündung der
Hohlkegeldüse im Abstand gegenüberliegende hohlkegelstumpfförmige Übergabefläche in der umlaufenden
Sprühglocke, wobei sich die kegelstumpfförmige Übergabefläche zur Hohlkegeldüse hin verjüngt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen einer solchen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen 6 bis 9 erfaßt.
Die erfindiingsgemäße Lösung besteht somit darin, daß dem Hohlkörper, d. h. also der Sprühglocke, die
Flüssigkeit, d. h. das Fluid, mit Hilfe einer hohlkegelmantelförmigen
Lamelle zentrisch zur Drehachse übergeben wird, wobei die hohlkegelmantelförmige Lamelle
durch eine plötzlich nicht mehr geführte Drallströmung
erzeugt, die. bevor sie nach einer bestimmbaren Wegstrecke in Tropfen zerfällt, von der Innenkontur
des sich drehenden Hohlkörpers, d. h. der Sprühglocke und der darin vorgesehenen hohlkegelstumpfförmigen
Übergabefläche erfaßt und übernommen wird. Die kegelmantelförmige Flüssigkeitslamelle und damit die
Übergabestelle ist so stabil, daß alle benetzten Stellen ständig überströmt werden. Beim Wechsel von einer
Flüssigkeit auf eine ander«;, die, da sie aus vorbestimmten Gründen unverträglich miteinander sind, sich nicht
vermischen du; fen, wird eine spezielle und spezifisch leichtere Reinigungsflüssigkeit eingesetzt oder der
Druckgradient an der Lamelle geändert, so daß dadurch die Auftreffstelle der kegelmantelförmigen Flüssigkeitslamelle geändert wird. Die dabei entstehende kegelmantelförmige
Flüssigkeitslamelle hat einen größeren Öffnungswinkel und überstreicht somit dann auch
Zonen, die von der vorhergehenden Flüssigkeitslamelle nicht benetzt wurden, so daß immer sichergestellt wird,
daß auch die Übergangsstellen einwandfrei z. B. gereinigt werden können.
Die gleichmäßig und rotationssymmetrisch der Hohikegeiinnenkontur übergebene kegeimanieiförmige
Flüssigkeitsiamelle wird von dieser beschleunigt und über die dabei entstehenden Fliehkräfte von der
Aufgabestelle weggefördert. Die Beschleunigung kann dabei durch Reibung oder durch Normalkräfte, die auf
die in Flüssigkeitsfäden zerlegte Lamelle wirken, erreicht werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert.
Die Zeichnung zeigt bei 1 eine Spriihglocke, die einen
glockenförmigen rotationssymmetrischen Hohlkörper 2 aufweist sowie ein zylindrisches Endteil 3, wobei diese
Sprühglocke mit einer Umlaufgeschwindigkeit von 30 000 bis 40 000 UpM angetrieben wird.
Der zylindrische Endteil der Sprühglocke 1 ist hohl ausgebildet und in einem so geschaffenen, in der
Zeichnung mit 4 bezeichneten Hohlraum ist eine als Dralldüse 5 ausgebildete Hohlkegeldüse angeordnet, die
feststehend ausgebildet ist und der Zuführung des zu versprühenden Fluids dient. Der Übergang vom
glockenförmigen Teil 2 zum Hohlraum 4 durch die Wandung der Sprühglocke erfolgt über eine hohlkegelstumpfförmige
Übergabefläche S, in der Rillen angeordnet sind, die parallel zur Erzeugenden verlaufen. Die
Mündung der hohlkegelstumpfförmigen Übergabefläche 6 liegt im Abstand von der Mündung der Dralldüse
5.
Bei 7 ist eine die Wandung des zylindrischen Teiles radial durchquerende Bohrung bezeichnet, die bei dem
Umlauf der Sprühglocke 1 in dem Raum 4 einen Unterdruck erzeugt.
Gleichzeitig ist bei 8 eine in den Raum 4 mündende Luftzuführungsdüse erkennbar, die mit Regeleinrichtun- ■
gen (in der Zeichnung nicht dargestellt) ausgerüstet ist. durch die eine regulierte Zuführung von Luft in den
Raum 4 möglich wird, so daß dadurch die Einstellung des Unterdruckes im Raum möglich wird.
Bei 10 ist eine Abdichtung der Dralldüse 5 gegenüber r
dem Zuleitungsrohr erkennbar.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung und die Arbeitsweise des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist wie folgt:
In der Dralldüse wird der Flüssigkeit, beispielsweise
einem Lack, ein Drall aufgeprägt, der an der Kante der Dralldüse 5 plötzlich nicht mehr geführt wird, so daß das
Fluid in eine kegelmantelförmige Lamelle aufgespalten wird. Diese kegelmantelförmige Flüssigkeitslamelle
besitzt eine Geschwindigkeitskomponente in axialer Richtung, und zwar derart, daß sie sich in den drehenden
Hohlkörper, d. h. die hohlkegelslumpfförmige Übergabefläche
6, hineinbewegt. Die Übergabefläche des rotierenden Hohlkörpers ist so gestaltet, daß sie die
kegelmantelförmige Flüssigkeitslamelle ohne wesentliche Unstetigkeitsstelle übernimmt.
Um die kegelmantelförmige Flüssigkeitslamelle nun nicht über ihre Flüssigkeitsreibung auf die Drehzahl
beschleunigen zu müssen, ist die hohlkegelstumpfförmige Übergabefläche mit den Rillen 6 versehen, in die die
Flüssigkeitslamelle eingelegt wird u:id damit sich selbst in einzelne Stromfäden verteilt Auf diese Stromfäden
wirkt nun die Beschleunigungskraft als Normalkraft, so daß eine schlupffreie Beschleunig» ;g der Flüssigkeit
sichergestellt ist. An der Kante ii verladen die
einzelnen Stromfäden die hohlkegelstumpfförmige . Übergabefläche, um dann in der Innenkontur des
Hohlkörpers gleichmäßig verteilt zu werden und diese Innenfläche zu beladen.
Aus der Zeichnung ist zu ersehen, daß die Übergabestelle des Fluids in der hohlkegelstumpfförmi-■
gen Übergabefläche 6 durch die Linie L bestimmt wird. Diese Linie L liegt räumlich tiefer in tier Übergabefläche
als die Linie 5, die die Übergabestelle des Spülmittels darstellt. Die Winkel der kegelmantelförmigen
Flüssigkeitslamelle werden durch die speziellen Fluidparameter bestimmt.
Wenn diese Möglichkeit jedoch zu einer sicheren Trennung der beiden Auftreffstellen nicht ausreicht, so
läßt sich der Kegelwinkel auch durch die Steuerung des Druckes auf der Rückseite der kegelmantelförmigen
Lamelle verändern. Dies wird dadurch e/reiclvt, daß
über die Ventilatorbohrung 7 ständig aus dem die Außenseite der gebildeten kegelmantelförmigen Flüssigk.itslamelle
umgebenden Halbraum 4 Luft abgepumpt wird. Über eine Dosierung der Zuluft über die
Ringspaltdüse 8 läßt sich der Außendruck der kegelmantelförmigen Flüssigkeitslamelle definieren.
Der Innendruck dieser kegelmantelförmigen Flüssigkeitslamelle besitzt Atmosphärendruck, und hierdurch
ist die Einregelung des Kegelwinkels möglich.
Zusammenfassung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur Übergabe eines Fluids von einem feststehenden Zuführungsteil auf ein umlaufend angetriebenes
Arbeitsteil, beispielsweise eine Sprühglocke, durch Erzeugung einer über eine bestimmbare Wegstreckenlänge
stabil, kegelmantelförmige F!:jssigkeitslamelle,
deren Kegelwinkel in Abhängigkeit spezieller Fluidparameter bestimmbar ist, so daß unterschiedliche
Auftreffstellen dr.r Flüssigkeitsismelle an dem Übergabeteil
der Sprühglocke in Abhängigkeit des jeweiligen Fluids wählbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Verfahren zur Aufgabe eines Fluids, z. B. eines flüssigen Überzugmittels von einem feststehenden
Zufühfungsteil in Form einer kegelmantelförmigen Flüssigkeitslamelle auf die Inne.ikontur eines sich
drehenden Hohlkörpers, z. B. einer Sprühglocke, wobei das Fluid dort beschleunigt und zum Rand der
Sprühglocke geführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Fluid in dem feststehenden ι Teil eine Drallströmung erteilt wird, die in dem Fluid
bei und nach Verlassen des feststehenden Teiles die kegelmantelförmige Flüssigkeitslamelle schafft, die
in eine konische Übergabefläche der Sprühglocke geführt wird. ι
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Außenseite der kegelmantelförmigen
Flüssigkeitslamelle ein Unterdruck eingestellt wird, während auf der Innenseite der kegelmantelförmigen
Flüssigkeitslamelle Atmosphärendruck zur ; Einwirkung gebracht wird.
3. Verfahren nach Ansprach 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die kegelmanteiformige
Flüssigkeitslamelle erzeugende Fluid mit einem regelbaren Druck in die Hohlkegeldüse geführt wird. ;
4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, wobei die Sprühglocke (1) als
glockenförmiger rotationssymmetrischer Hohlkörper (2) mit einem zylindrischen Endteil (3) ausgebildet
ist, gekennzeichnet durch eine feststehende Hohlkegeldüse (5) zur Erzeugung der kegelmantelförmigen
PVüssigkeitslamelle und eine der Mündung der Hohlkegeldüse (5) im Abstand gegenüberliegende,
hohlkegelstump(förmig,-<: Übergabefläche (6) in
der umlaufenden Spiühglocke (1), wobei sich die kegelstumpfförmige Obergab.fläche (6) zur Hohlkegeldüse
(5) hin verjüngt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlkegeldüse (5) in dem
zylindrischen Endteil (3) angeordnet ist, wobei die hohlkegelstumpfförmige Übergabefläche (6) zwischen
dem kegelförmigen Sprühglockenteil (2) und dem zylindrischen Teil (3) ausgeformt ist.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Innenseite der hohlkegelstumpfförmigen Übergabefläche (6) parallel zur Erzeugenden
verlaufende Rillen (9) ausgearbeitet sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine oder mehrere in dem zylindrischen Teil (3) de.· Sprühglocke (1) angeordnete, die Wandung durchquerende,
radial verlaufende Bohrungen (7).
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
Luftzuführungsöffnungen (8) zum Innenraum (4) des zylindrischen Teiles (3) der Sprühglocke (1) und
Mittel zur Regelung des Druckes der zugeführten Luft durch diese Luftzuführungsöffnungen.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umlaufgeschwindigkeit der Sprühglokke(l)bei 15 000 UpM und höher liegt.
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| ATE10444T1 (de) | 1984-12-15 |
| AT384560B (de) | 1987-12-10 |
| ZA818572B (en) | 1983-01-26 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
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Owner name: BASF LACKE + FARBEN AG, 4400 MUENSTER, DE |
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Ipc: B05B 3/08 |
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