DE3043925A1 - Fenster rundumspalt - Google Patents

Fenster rundumspalt

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DE3043925A1
DE3043925A1 DE19803043925 DE3043925A DE3043925A1 DE 3043925 A1 DE3043925 A1 DE 3043925A1 DE 19803043925 DE19803043925 DE 19803043925 DE 3043925 A DE3043925 A DE 3043925A DE 3043925 A1 DE3043925 A1 DE 3043925A1
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Aug Winkhaus GmbH and Co KG
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Description

  • Fenster
  • Rundumspalt Zusatz zu DBP . ... ... (deutsche Patentanmeldung P 30 41 399.1) Beschreibung Die Erfindung betrifft ein Fenster oder dergleichen, umfassend einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen, wobei an wenigstens einem Teil der Flügelrahmenschenkel -vorzugsweise im Falzbereich - Treibstangenmittel angeordnet sind, um Fensterfunktionen zu vermitteln, z.B. Drehbereitschaft, Schließverriegelung, wobei weiter diese Treibstangenmittel durch Handbetätigungsmittel in Längsrichtung des jeweiligen Flügelschenkels bewegbar sind, welche nacheinander in verschiedene Funktionsstellungen einstellbar sind und wobei der Flügelrahmen unter Vermittlung der Treibstangenmittel durch Feststellmittel in einer Spaltöffnungssteliung gegen vollständiges Schließen und weitergehendes öffnen sicherbar ist.
  • Ein solches Fenster ist bereits in der Hauptanmeldung P ..3Q.41.Q2esl der Anmelderin vom 3. November 1980 vorgeschlagen worden.
  • Nach der Aufgabenstellung der Hauptanmeldung soll ein Fenster angegeben werden, bei dem in einer Einstellung des Flügels ein verhältnismäßig kleiner Öffnungsspalt zur Verfügung steht, der ausreicht, um in einem Raum über längere Zeit hinweg die ausreichende Belüftung zu gewährleisten, andererseits aber die Auskühlung dieses Raums, insbesondere bei kaltem Wetter und im Winter verhindert, wobei weiterhin sichergestellt werden soll, daß eine gewünschte Größe des Öffnungsspalts unabhängig von Kräften auf den Flügel, z.B. Windkräften erhalten bleibt.
  • Die vorliegende Erfindung schafft ausgehend'von der Zielvorstellung der Hauptanmeldung weitere Lösungsmittel zur Verwirklichung dieser Zielvorstellung.
  • Für den Fall einer Fensterausgestaltung, - bei welcher ein erster Schenkel des Flügelrahmens am zugehörigen Schenkel des Blendrahmens vermittels einer Mehrzahl von Drehlagerbaugruppen um eine Drehachse drehbar gelagert ist, - bei der ferner der Flügelrahmen. vermittels einer Mehrzahl von gegenüber der Drehachse beabstandeten Schließverriegelungsbaugruppen in seiner Schließstellung mit dem Blendrahmen verriegelbar ist, und - bei der ferner jede dieser Schließverriegelungsbaugruppen eine Paarung, bestehend aus einem Verriegelungskloben und einer Klobenverrastung, aufweist, von denen ein Paarungselement am Blendrahmen angeordnet und das andere Paarungselement am Flügelrahmen durch die jeweilige Treibstange verstellbar angeordnet ist, wird vorgeschlaqen, daß die folgenden Merkmale in Kombination erfüllt sind: a) die Drehlagerbaugruppen weisen flügenrahmenseitige Drehlagerteile auf, welche vermittels der dem ersten Flügelrahmenschenkel zugehörigen Treibstange im wesentlichen senkrecht zur Flügelebene gegenüber dem Flügelrahmen zwischen einer Schließstellung und einer Spaltöffnungsstellung verstellbar sind; b) die Klobenverrastungen weisen neben einer der Schleßstellung des Flügelrahmens entsprechenden Schließverrastungsstelle und einer der Öffnungsbereitschaft des Flügelrahmens entsprechenden Offnungsstelle eine der Spaltöffnung des Flügelrahmens entsprechende Spaltöffnungsverrastungsstelle auf; c) die die flügelrahmenseitigen Lagerteile und die die Schließverriegelungsbaugrunen steuernden Treibstangen sind in ihrer Bewegung derart synchronisiert, daß bei Einstellung der Verriegelungskloben in die Spaltöffnungsverrastungsstellen der Klobenverrastungen die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile sich in ihrer Spaltöffnungsstellung befinden,und daß bei Einstellung der V.erriegelungskloben auf die öffnung stellen und/oder auf die SchlieBverrastunss stellen der Klobenverrastungen die flügelrahmenseltigen Drehlagerteile sich in ihrer Schließstellung befinden.
  • Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagenen Maßnahmen wird es möglich, in der Spaltöffnungsstellung einen Rundumspalt zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen zur Lüftung bereitzustellen. Dies ist von Vorteil, weil trotz des verhältnismäßig geringen Gesamtöffnungsquerschnitts in der Spaltöffnungsstellung eine verhältnismäßig rasche Belüftung aller Teile eines zu belüftenden Raums erzielt wird; der Rundumspalt bietet nämlich für die Luftzirkulation Spaltbereiche an, in denen erwärmte Raumluft aus dem Raum in das Freie austreten kann (obere Spaltbereiche) und andererseits Spaltbereiche, in denen Frischluft aus der Umgebung in den Raum eindringen kann (untere Spaltbereiche).
  • Es hat sich gezeigt, daß Zuglufterscheinungen bei der erfindungsgemäßen Gestaltung des Fensters mit einem Rundumspalt besonders zuverlässig vermieden werden können, indem auf einer großen Gesamtlänge des Rundumspalts in jeder Längeneinheit des Runiumspalts nur ein verhältnismäßic kleiner Luftdurchtrittsqunrschnitt zur Verfügung steht.
  • Auch im Hinblick auf Schallschutz erweist sich diese Ausführungsform als günstig.
  • Die Spaltöffnungsweite - ausgedrückt als der maximale Abstand zwischen zusammengehörigen, zur Fensterebene parallelen Anschlagflächen des Flügelrahmens und des Blendrahmens - kann annähernd gleich oder kleiner sein, als die senkrecht zur Fensterebene gemessene Tiefe des die Treibstangenmittel aufnehmenden Falzbereichs.
  • Anders ausgedrückt, kann die maximale Spaltöffnungsweite - wiederum gemessen als der Abstand zwischen zusammengehörigen, zur Fensterebene parallelen Anschlagflächen des Flügelrahmens und des Blendrahmens - kleiner sein als 20 mm, vorzugsweise kleiner als 15 mm.
  • Im Hinblick auf eine Konstanthaltung der Spaltweite über den gesamten Rundumspalt, auch bei etwaiger Verwindung des Flügelrahmens ist es von Vorteil, wenn die Schließverriegelungsbaugruppen an den der Drehachse gegenüberliegenden Schenkeln des Blend- und des Flügelrahmens angeordnet sind. Auf diese Weise lassen sich die Schließverriegelungsbaugruppen und die Drehlagerbaugruppen, die für die Einhaltung einer vorgegebenen Spaltöffnungsweite verantwortlich sind, annähernd gleichmäßig über den Umfang des Rundumspaltsverteilen, sodaß die Spaltöffnungsweiten an jeder Stelle des Rundumspalts annähernd gleich groß sein können.
  • Bei dieser bevorzugten Ausführungsform bietet sich eine Anordnung der Treibstangenmittel an, bei der der Flügelrahmen je eine Treibstange an dem ersten Schenkel und an dem gegenüberliegenden Schenkel aufweist und diese Treibstangen durch eine weitere Treibstange an einem zu dem ersten Schenkel senkrechten Schenkel des Flügelrahmen und durch Eckumlenkungen miteinander zur gemeinsamen Bewegung verbunden und durch einen gemeinsamen Handbetätigungsgriff zwischen den Funktionsstellungen: Schließverriegelungsstellung -Drehbereitschaftsstellung - Spaltöffnungsstellung verstellbar sind.
  • Eine bevorzugte Reihenfolge der Funktionsstellungen der Treibstangenmitteliist: Schließverriegelung - Drehöffnungsbereitschaftsstellung - Spaltöffnungsstellung.
  • Die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile können in Schlittenführungen an dem Flügelr hmen senkrecht zur Flügelrahmenebene geführt sein; dabeirkgnnen zur Bewegung dieser Drehlagerteile längs der Schlittenführungen durch die zugehörige Treibstange Kulissen - Kulissenfolgerpaarungen vorgesehen sein Bevorzugt sind dabei die Kulissen an den flügel rahms eitigen Drehlagerteilen und die Kulissenfolger an der zugehörigen Treibstange; angebracht. Diese Ausführungsform ist im Hinblick auf minimalen Raumbedarf erwünscht. Die Kulissenfolger können dabei einfache Rundbolzen sein, welche an der Treibstange in üblicher Weise befestigt sein können.
  • Und nun zurück zu den Schließverriegelungsbaugruppen: deren Verriegelungskloben können an den zugehörigen Treibstangen angebracht sein, während die Klobenverrastungen an dem Blendrahmen angebracht sein können; dies ist wiederum im Hinblick auf geringen Raumbedarf erwünscht und gestattet wiederum die Ausgestaltung der Treibstangen mit einfachen Verriegelungskloben, wie sie beispielsweise vom Drehkippfensterbau her bekannt sind.
  • Um Montagefehler und Versetzungen im Betrieb ausgleichen zu können, ist es erwünscht, daß die Verriegelungskloben und/oder die Klobenverrastungen in Längsrichtung der zugehörigen Treibstange justierbar und feststellbar an dem sie jeweils tragenden Teil angebracht sind.
  • Damit kann die oben erwähnte Synchronisierung, wenn sie nicht vorliegt oder verlorengegangen ist, jederzeit wieder hergestellt werden.
  • Die Klobenverrastungen können von einstückig ,zusammenhängenden Schließblechen gebildet sein. Dabei können die Schließbleche im wesentlichen c-förmige Gestalt besitzen, wobei die Kehlungen des c die Schließverrastungsstelle bzw. die Spaltöffnungsverrastungsstelle bilden und die öffnung des c die Öffnungsstelle bildet, durch welche der Verriegelungskloben aus dem Schließblech bei Drehöffnung des Fensters austreten kann.
  • Der Erfindungsvorschlag ist insbesondere bei Fenstern anwendbar, die zur Drehöffnung um eine vertikale Achse bestimmt sind, und die dann erfindungsgemäß neben der Stellung der vollständigen Drehöffnung auch ein- Spaltöffnung mit einem Rundumspalt gestatten.
  • Grundsätzlich wäre die Erfindung freilich auch anwendbar auf Fenster, welche um eine horizontale Drehachse gekippt werden können, beispielsweise bis zu einem Spalt mit einer Öffnungsweite zwischen dem oberen Blendrahmenschenkel und dem oberen Flügelrahmenschenkel von etwa 1o cm und welche erfindungsgemäß zusätzlich auf eine kleine Spaltöffnungsweite mit einem'Rundumspalt einstellbar sind. In diesem Fall ist natürlich zur Begrenzung der Kippöffnung eine Ausstellvorrichtung, z.B. eine Ausstellschere zwischen dem oberen Flügelrahmenschenkel und dem oberen Blendrahmenschenkel erforderlich.
  • Im IIinblick auf die notwendige Synchronisierung der Treibstangen ist es erwünscht, daß ein einziger Handbetätigungsgriff vorgesehen ist, etwa an dem der Drehachse gegenüberliegenden Flügelrahmenschenkel.
  • Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und stellen dar: Figur 1: eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Fensters in Drehöffnungsstellung; Figur 2: einen flügelrahmenseitigen Drehlagerteil in Verbindung mit der zugehörigen Treibstange; Figur 3: in verschiedenen Stellungen einen Verriegelungskloben zusammen mit der zugehörigen Klobenverrastung; Figur 4: in verschiedenen Stellungen eine Schlittenplatte einer Schlittenführung für einen flügelrahmenseitigen Drehlaoerteil mit der zugehörigen Kulissen - Kulissenfolger -Paarung.
  • In Figur 1 ist ein Blendrahmen ganz allgemein mit 1o und ein Flügelrahmen ganz allgemein mit 12 bezeichnet. Der Flügelrahmen 12 ist vermittels von zwei Drehlagerbaugruppen 14 an dem Blendrahmen 1o um eine vertikale Drehachse 16 drehbar gelagert. Der Flügelrahmen 12 ist in seiner Schließstellung an dem Blendrahmen 1o verriegelbar mit Hilfe von Schließverriegelungsbaugruppen 18 , von denen in Figur 1 lediglich die Klobenverrastungen 20 erkennbar sind. Die Klobenverrastungen 20 sind zum Eingriff mit an dem Flügelrahmenschenkel 22 angebrachten und in dessen Längsrichtung verschiebbaren Verriegelungskloben bestimmt, die in Figur 1 nicht dargestellt sind. Die Verriegelungskloben sind durch Treibstangenmittel (ebenfalls nicht dargestellt) von einem Handbetätigungsgriff 24 aus verstellbar, welche an dem vertikalen Flügelrahmenschenkel 22 angebracht sind.
  • Die Treibstangenmittel sind in den Falzumfangsflächen 2 des Flügelrahmenschenkels 22 und der weiteren Flügelrahmenschenkel 28, 30 verlegt. Die Sichtfläche des Blendrahmens lo ist mit 32 bezeichnet, die Anschlagfläche des Flügelrahmenüberschlags 34 ist mit 36 bezeichnet.
  • In der Schließstellung liegt der Flügelrahmenüberschlag 34 mit seiner Anschlagfläche 36 an der Sichtfläche 32 des Blendrahmens 1o an. Weiterhin liegt in dieser Schließstellung der Flügelrahmen 12 mit einer Anschlag fläche 38 an einer Anschlagfläche 40 des Blendrahmen 1o an.
  • In Figur 2 erkennt man von der unteren Drehlagerbaugruppe 14 den flügelrahmenseitigen Drehlagerteil 42 welcher aus einer Scharnierhülse 44 und einer mit der Scharnierhülse 44 vernieteten Schlittenplatte 46 besteht. Ferner erkennt man in Figur 2 die dem Flügelrahmenschenkel 28 zugehörige Treibstange 48 , welche durch eine Stulpschiene 50 geführt und verdeckt am Flügelrahmenschenkel 28 angebracht ist. Die Treibstange 48 ist über eine Eckumlenkung 52 und über eine Treibstange 54 längs des unteren Flügelrahmenschenkels 30 mit einer Treibstange an dem Flügelrahmenschenkel 22 verbunden. Die hierzu erforderliche weitere Eckumlenkung an der Ecke zwischen den Flügeirahmenschenkeln 22, 30 ist ähnlich aufgebaut wie die Eckumlenkung 52 und braucht deshalb nicht näher dargestellt zu werden.
  • Auch die Treibstange 54 ist durch einen abgewinkelten Teil der Stulpschiene 50 abgedeckt und gegebenenfalls durch eine weitere nicht eingezeichnete Stulpschiene.
  • Die Schlittenplatte 46 ist in einer Schlittenführung 56 senkrecht zur Ebene des Flügelrahmens 12, verschiebbar geführt. Die Schlittenführung 56 ist an der Stulpschiene 50 befestigt und wird beim Einbau der aus Stulpschiene 50 und Treibstange 48 bestehenden Baugruppe mit dieser am Flügelrahmenschenkel 28 befestigt.
  • Zur Verschiebung der Schlittenplatte 46 in der Schlittenführung 56 dient eine Paarung von einer Kulisse 58 in der Schlittenplatte 46 und einem Kulissenfolger oo,-welcher an der Treibstange 48 befestigt ist und ein Langloch 62 der Stulpschiene 50 sowie ein entsprechendes Langloch der Schlittenführung 56 durchsetzt und in die Kulisse 58 eingreift.
  • Die- Kulisse 58 besteht aus zwei gegeneinander. geneigten Abschnitten 58a, 58b , von denen der Kulissenabschnitt 58a im wesentlichen parallel zu der Treibstange 48 ist. Wenn der Kulissenfolger 60 sich im Bereich des Kulissenabschnitts 58a befindet, so befindet sich die Schlittenplatte 46 und damit das gesamte flügelrahmenseitige Drehlagerteil 42 in einer als Schließstellung zu bezeichnenden Stellung gegenüber dem Flügelrahmen 12 das ist diejenige Stellung, die das flügelrahmenseitige Drehlagerteil 42 gegenüber dem Flügelrahmen 12 in der Schließverriegelungsstellung einnimmt. Die entsprechende Einstellung des Kulissenfolgers 60 gegenüber der Kulisse 58 ist in Figur 4a dargestellt.
  • Wenn die Treibstange 48 aus der Stellung gemäß Figur 2 in Pfeilrichtung .62 nach oben verschoben wird, so wird die Stellung gemäß Figur 4b erreicht, in welcher der Flügelrahmen 12 - in der Figur 2 repräsentiert durch die Schlittenführung 5 - gegenüber dem flügelrahmenseitigen Drehlagerteil 42 in Richtung des Pfeiles 64 gemäß Figur 2 ein klein wenig verschoben ist, sodaß insgesamt der Flügelrahmen 12 mit seinen Anschlagflächen 36, 38 ein klein wenig von der Sichfläche 32 bzw. der Anschlagfläche 4c des Blendrahmens abgehoben ist. Durch diese geringfügige Abhebung wird das Drehöffnen des Flügelrahmens 12 gemäß Figur 1 in die in Figur 1 gezeichnete Drehöffnungsstellung erleichtert. Wenn der Kulissenfolger 60 aus der Stellung gemäß Figur 4b in Pfeilrichtung 62 der Figur 2 weiter nach oben verschoben wird,so gelangt der Kulissenfolger 60 ,wie aus Figur 4c ersichtlich, in den oberen Endbereich des Kulissenabschnitts 58b.
  • Damit ist der Flügelrahmen 12 - in Figur 2 wieder repräsentiert durch die Schlittenführung 56 - weiter in Pfeilrichtung 64 der Figur 2 gegenüber dem flügelrahmenseitigen Drehlagerteil 42 verschoben, sodaß in Figur 1 die Anschlagfläche 36 des Flügelrahmenschenkels 28 von der Sichtfläche 32 des Blendrahmensschenkels 29 um einen Öffnungsspalt abgehoben ist,, welcher dem Hub h gemäß Figuren 4a und 4c entspricht.
  • In Figur 3 sind die verschiedenen Stellungen eines Verriegelungskloben 21 dargestellt, welcher von einer an dem Flügelrahmenschenkel 22 in dessen Falzumfangsfläche verlegten, nicht dargestellten Treibstange getragen und in Längsrichtung des Flügelrahmenschenkels 22 beweglich ist. Dabei entspricht die Einstellung der Figur 3a der Stellung des flügelrahmenseitigen Drehlagerteils 42 gemäß Figur 4a; die Einstellung gemäß Figur 3b entspricht der Einstellung des flügelrahmenseitigen Drehlagerteils 42 gemäß Figur 4b und die Einstellung gemäß Figur 3c entspricht der Einstellung des flügelrahmenseitigen Drehlagerteils 42 gemäß Figur 4c.
  • In Figur 3a befindet sich der Verrieq,elunaskloben 21 im Eingriff mit einer Schließverriegelungsstelle 66 der Schließklobenverrastung 20, sodaß der Flüqelrahmen 12 entsprechend dem Zustand auf der Seite der Drehlagerbaugruppen 14 mit der Anschlagfläche 36 des Uberschlags 34 gegen die Sichtfläche 32 auch im Bereich der Schließverriegelungsbaugruppen 18 angedrückt ist.
  • In der Stellung gemäß Figur 3b befindet sich der Verriegelungskloben 21 in Flucht mit einer Öffnung 68 der Schließklobenverrastung 20; gleichzeitg ist der Flügelrahmen 12 durch den Eingriff des Verriegelungskloben 21 mit der Schräge 69 ein klein wenig von dem Blendrahmen 1o abgehoben, entsprechend dem Zustand der Drehlagerbaugruppen 14 entsprechend Figur 4b.
  • Dies bedeutet, daß der Flügelrahmen 12, bei dem Ubergang von der Schließverriegelungsstellung der Figuren 3a und 4a in die Drehbereitschaftsstellung der Figuren 3b und 4b zwangsläufig ein wenig von dem Blendrahmen 1o abgehoben wird, was das Öffnen erleichtet, beispielsweise wenn eine Verklemmung zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen vorliegt oder zwischengeschaltete Dichtungsmittel verklebt sind.
  • Der Flügelrahmen kann in der Drehbereitschaftsstellung gemäß den Figuren 3b und 4b in die Drehöffnungsstellung gemäß Figur 1 gebracht werden, in der der Verriegelungskloben 21 durch die Öffnung 68 aus der Klobenverrastung 20 ausgetreten ist.
  • In der Stellung des Verriegelungskloben 21 gemäß Figur 3c ist der Flügelrahmen 12. von dem Blendrahmen 1o weiter abgehoben durch den Eingriff des Verriegelungskloben 21 mit der Schräge 69 , sodaß der Flügelrahmen 12 auch im Bereich seines Schenkels 22 von dem Blendrahmen 1o abgehoben ist. Das Maß der Abhebung ist in den Figuren 3a und 3c ebenfalls mit h bezeichnet; es entspricht dem auch in Figuren 4a und 4c eingezeichneten Maß h. Demnach ist auf der Seite der Schließverriegelungsbaugruppen 18 der Flügelrahmen 12 um das. gleihe'Maß vom Blendrahmen 1o abgehoben; wie auf der Seite der Drehlagerbaugruppen 14 ; dies bedeutet, daß über den ganzen Umfang des Flügelrahmens 12 dieser von dem Blendrahmen 1o, um einen Öffnungsspalt von der Größe h abgehoben ist. Der Öffnungspalt h entspricht dem Abstand zwischen der Sichtfläche 32 des Blendrahmens 1o und der Anschlagfläche 36 des Flügelrahmenüberschlags 34 und auch dem Abstand zwischen den Anschlagflächen 40 und 38 des Blendrahmens 1o bzw. des Flügelrahmens 12.
  • In der Figur 2 ist die Stellung des Handbetätigungsgriffs 24 eingezeichnet, welche der dargestellten Position des Kulissenfolgers 60 entspricht,-ebenso sind zu den Figurenpaarungen 3a, 4a; 3b, 4b; und 3c,4c die zugehörigen Schaltstellungen des Handbetätigungsgriffs 24 eingezeichnet.
  • Es ist erkennbar, daß der Flügelrahmen 12 zwangsläufig von der Schließverriegelungsstellung entsprechend den Figuren 3a und 4a in die Spaltöffnungsstellung der Figuren 3c und 4c unter Durchlaufen der öffnungsbereitschaftsstellung gemäß Figur 3b ,4b übergeführt werden kann, wobei sich der Flügelrahmen 12 zwangsläufig in die Spaltöffnungsstellung mit rundumlaufenden Öffnungsspalt bewegt.
  • Der Flügelrahmen ist in dieser Spaltöffnungsstellung gegen unbeabsichtigtes Schließen etwa durch Winddruck dadurch gesichert, daß sich der Verriegelungskloben 21 in der Spaltöffnungsverrastungsstelle 70 der Schließklobenverrastung 20 befindet und sich andererseits der Kulissenfolger 60 im Eingriff. mit dem Kulissenabschnitt 58b befindet.
  • Es ist auch die Verwendung eines Zwei-Handbeschlags denkbar, so daß die Schließverriegelungsbaugruppen und die flügelseitigen Drehlagerteile unabhängig voneinander betätigt werden können, so daß der Spalt nach Belieben an verschiedenen Vertikalschenkelpaaren gebildet werden kann.

Claims (14)

  1. Patentansprüche 1. Fenster oder dergleichen, umfassend einen Blendrahmen und einen Flügelrahmen, wobei an wenigstens einem Teil der Flügelrahmenschenkel - vorzugsweise im Falzbereich - Treibstangenmittel angeordnet sind, um Fensterfunktionen zu vermitteln, z.B. Drehbereitschaft, Schließverriegelung, wobei weiter diese Treibs tangenmittel durch Handbetä",tigungsmittel in Längsrichtung des jeweiligen Flügelschenkels bewegbar sind, welche nacheinander in verschiedene Funktionsstellungen einstellbar sind, und wobei der Flügelrahmen unter Vermittlung der Treibstangenmittel in einer Spaltöffnungsstellung gegen tollständiges Schließen und wditergehendes öffnen sicherbar ist nach dem deutschen Patent P 30 41 399.1 P 30 41 399.1 , deutsche Patentanmeldung P 30 41 399.1 dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß im Falle einer Ausgestaltung, bei welcher ein erster Schenkel (28) des Flügelrahmens (12) am zugehörigen Schenkel (29) des Blendrahmens (10) vermittels einer Mehrzahl von Drehlagerbaugruppen (14) um eine Drehachse '(16) drehbar gelagert ist und ferner der Flügelrahmen (12) vermittels einer Mehrzahl von gegenüber der Drehachse (16) beabstandeten Schließverriegelungsbaugruppen (18) in seiner Schließstellung mit dem Blendrahmen (10) verriegelbar ist und jede dieser Schließverriegelungsbaugruppen (18) eine Paarung bestehend aus einem Verriegelungskloben (21) und einer Klobenverrastung (20) aufweist, von denen ein Paarungslement (20) am Blendrahmen (1o) angeordnet und das andere Paarungselement (21) am Flügelrahmen (12) durch die jeweilige Treibstange verstellbar angeordnet ist, die folgenden Merkmale in Kombination erfüllt sind: a) die Drehlagerbaugruppen (14) weisen flügelrahmenseitige Drehlagerteile (42) auf, welche vermittels der dem ersten Flügelrahmenschenkel (28) zugehörigen Treibstange (48) im wesentlichen senkrecht zur Flügelrahmenebene gegenüber dem Flügelrahmen (12) zwischen einer Schließstellung (Fig. 4a) und einer Spaltöffnungsstellung (Fig. 4c) verstellbar sind; b) die Klobenverrastungen (20) weisen neben einer der Schließstellung des Flügelrahmens (12) entsprechenden Schließverrastungsstelle (66) und gegebenenfalls einer der öffnungsbereitschaft des Flügelrahmens (12) entsprechenden öffnungsstelle (68) linse der Spaltöffnung des Flügelrahmens (12) entsprechende Spaltöffnungsverrastungsstelle (70) auf; und gegebenenfalls c) die die flügelrahmenseitigen Lagerteile (42) und die die Schließverriegelungsbaugruppen (18) steuernden Treibstangen (48) sind in ihrer Bewegung derart synchronisiert, daß bei Einstellung der Verriegelungskloben (21) in die Spaltöffnungsverrastungsstellen (70) der Klobenverrastungen (20) die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile (42) sich in ihrer Spaltöffnungsstellung (Fig. 4c) befinden, und dabei Einstellung der Verriegelungskloben (21) auf die öffnungsstellen (68) und/oder auf die SchließverrastungsstelSn (66) der Klobenverrastungen (20) die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile (42) sich in ihrer Schließstellung (Fig. 4a) befinden.
  2. 2. Fenster nach Anspruch 1 dadurch g e k e n nz e i c h n e t, daß die Spaltöffnungsweite (h) - ausgedrückt als der maximale Abstand zwischen zusammengehörigen, zur Fensterebene parallelen Anschlagflächen (36,38 bzw. 32,40) des Flügelrahmens (12) und des Blendrahmens (1o) - annähernd gleich oder kleiner ist als die senkrecht zur Fensterebene gemessene Tiefe des die Treibstangenmittel aufnehmenden Falzbereichs (26).
  3. 3. Fenster nach einem der Ansprüche 1 und 2 dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß'die maximale Spaltöffnungsweite (h)-ausgedrückt als der Abstand zwischen zusammengehörigen, zur Fensterebene parallelen Anschlagflächen (36,38 bzw. 32,40) des Flügelrahmens (12) und des Blendrahmens (1o) - kleiner. ist alE 20 mm, vorzugsweise kleiner als 15 mm.
  4. 4. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 3 dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Schließverriegelungsbaugruppen (18) an den der Drehachse (16) gegenüberliegenden Schenkeln (22) des Blend- und Flügelrahmens (10,12) angeordnet sind.
  5. 5. Fenster nach Anspruch 4 dadurch g e k e n n -z e i c h n e t, daß der Flügelrahmen (12) je eine Treibstange (48) an dem ersten Schenkel (28) und an dem gegenüberliegenden Schenkel (22) aufweist, und. daß diese Treibstangen (48) durch eine weitere Treibstange (54) an einem zu dem ersten Schenkel (28 senkrechten Schenkel (30) des Flügelrahmens (12) und durch Eckumlenkungen (52) miteinander zur gemeinsamen Bewegung verbunden und durch einen gemeinsamen Handbetätigungsgriff (24) zwischen den Funktionsstellungen: Schließverriegelungsstellung (Fig. 3a, 4a) - Drehbereitschaftsstellung (Fig. 3b 4b) - Spaltöffnungsstellung (Fig. 3c, 4c) verstellbar sind.
  6. 6. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 5 g e k e n nz e i c h n e t durch die nachstehende Reihenfolge der Funktionsstellungen der Treibstangenmittel: Schließverriegelung (Fig. 3a,4a) - Drehöffnungsbereitschaftsstellung (Fig. 3b,4b) - Spaltöffnungsstellung (Fig. 3c, 4c).
  7. 7. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 6 dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die flügelrahmenseitigen Drehlagerteile (42) in Schlittenführungen (56) an dem Flügelrahmen (12) senkrecht zur Flügelrahmenebene geführt sind,und daß zur Bewegung dieser Drehlagerteile (42) längs der Schlittenführungen (56) durch die zugehörige Treibstange (48) Kulissen - Kulissenfolgerpaarungen (58,60) vorgesehen sind.
  8. 8. Fenster nach Anspruch 7 dadurch g e k e n nz e i c h n e t, daß die Kulissen (58) an den flügelrahmenseitigen Drehlagerteilen (42) und die Kulissenfolger (60) an der zugehörigen Treibstange (48) angebracht sind.
  9. 9. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 8 dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Verriegelungskloben (21) an der zugehörigen Treibstange und die Klobenverrastungen (20) an dem Blendrahmen (1o) angebracht sind.
  10. 10. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 9 dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Verriegelungskloben (21) und /oder Klobenverrastungen (20) in Längsrichtung der zugehörigen Treibstange justierbar und feststellbar an dem sie jeweils tragenden Teil angebracht sind.
  11. 11. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 1o dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Klobenverrastungen (21) von einstückig zusammenhängenden Schließblechen (20) gebildet sind.
  12. 12. Fenster nach Anspruch 11 dadurch g e k e n nz e i c h n e t, daß die Schließbleche (20) im wesentlichen c-förmige Gestalt besitzen, wobei die Kehlungen des c die Schließverrastungsstelle (66) bzw. die Spaltöffnungsverrastungsstelle (70) bilden und die Öffnung (68) des c die Öffnungsstelle bildet.
  13. 1 3. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 12 dadurch g e k e n n z e i c h n c t, daß die Drehachse (16) vertikal ist.
  14. 14. Fenster nach einem der Ansprüche 1 - 13 dadurch g e k e n n z e i c h n e t, daß die Handbetätigungsmittel (24) an dem der Drehachse (16) gegenüber liegenden Flügelrahmenschenkel (22) angeordnet sind.
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