-
Abgashäube, insbesondere für ein Gas-Heizgerät
-
Die Erfindung betrifft eine Abgashaube, insbesondere für ein Gas-Heizgerät,
mit einer Abgassammelkammer und einem Gegenstromkanal zwischen einer Abzugs öffnung
und einer Ausgleichsöffnung, wobei die Abgassammelkammer mit dem Gegenstromkanal
verbunden ist.
-
Solche Abgashauben werden üblicherweise bei Gaskessel-Heizgeräten
eingesetzt. Sie nehmen in der Abgassammelkammer die Abgase des Brenners auf und
leiten diese durch die Abzugsöffnung in den Kamin. Zur Sicherung der Abgasströmung
auch dann, wenn im Kamin sich ein Überdruck aufbaut, ist der Strömungskanal mit
der Ausgleichsöff nung vorgesehen, welche in den Aufstellungsraum des Geräts miindet.
Die Abgashaube kann auf das Gerät aufge-@@@@@ @@@@, @@@@ einen Teil desseiben bilden.
-
Es sind auch Abgasklappen üblich, welche thermisch oder
mechanisch
gesteuert sind. Solche Abgasklappen sollen eine Auskühlung des Aufstellungsraumes
bzw des Kessels über den Kamin vermindern, wenn-das Gerät abgeschaltet ist. Die
geringsten Auskühlungsverluste ergeben sich dann, wenn sowohl vor der die Strömungssicherung
bildenden Abgashaube als, auch hinter dieser eine Abgasklappe vorgesehen ist. Denn
dann ist einerseits die Auskühlung des Kessels und andererseits die Auskühlung des
Raumes verhindert.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abgashaube der eingangs. genannten'Art
vorzuschlagen, die hinsichtlich der Abgasführung verbessert ist, sowie zu einer
Erhöhung des Wirkungsgrades der Heizungsanlage führt.
-
Erfindungsgemäß ist obige Aufgabe bei einer Abgashaube der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, daß-ein Staublech die Abgaskammer oben teilweise abdeckt
und einen Wandungsteil'des Gegenstromkanals bildet, und daß ein Leitblech zwischen
dem von dem Staublech nicht verdeckten Teil der Abgaskammer und der Ausgleichsöffnung
quer zur Strömungsrichtung des Gegenstromkanals angeordnet ist.
-
Im Falle des normalen Abzugs der Abgase durch den Kamin drosselt dabei
das Staublech die Strömungsgeschwindigkeit und lenkt die Abgase um. Es ist damit
eine Verbesserung des .Wirkungsgrades möglich. Das Leitblech bzw.
-
die Leitbleche verhindern, daß die-Abgase eher zur Ausgleichsöffnung
gelangen, als zur Abzugsöffnung.
-
Im Falle- eines Überdrucks im Kamin zieht der hierdurch
hervorgerufene
Luftzug (Gegenstrom) titer das Staublech zur Ausgleichsöffnung, so daß keine Gefahr'besteht,.daß
die Brennerflamme erlischt. Außerdem wird durch die Leitbleche eine Sog erzeugt,
der auch die Abgase der Brennerflamme zur Ausgleichsöffnung zieht. Eine Erhöhung
des CO-Gehalts der Abgase ist dadurch vermieden.
-
In Weiterbitdung der Erfindung ist das Staublech an einer Welle gelagert
und vor die Abzugsöffnung klappba v aoridtnet ist eine Abzugsklappe geschaffen,
die bei abgeschaltetem Brenner eine Auskühlung des Aufstellungsraumes oder des Kessels
infolge des Kaminzuges verhindert. Trotz dieser Maßnahme kann jedoch der aufgeheizte
Kessel Wärme an den Aufstellungsraum infolge der normalen Wärmekonvek-tion abgeben.
Um auch die.s zu verhindern ist in weiterer Ausgestaltung der Erfindung eine Klappe
vorgesehen, die in einer Sperrstellung die Abgaskammer gegenüber dem Gegenstromkanal
abdeckt. Vorzugsweise sind das Staublech und.
-
die Klappe an der gleichen Welle angeordnet.
-
Zur Verbesserung der Sogwirkung der Leitbleche im Falle eines Gegenstroms
sind die Leitbleche vorzugsweise schräg gestellt.
-
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung von Ausführungsbeispielen.
-
In der Zeichnung zeigen: Figur 1 eine Abgashaube mit starrem Staublech
in perspektivischer Ansicht, teilweise geschnitten,
Figur 2 eine
Abgashaube mit klappbarem Staublech im Schnitt längs der Linie II-II nach Figur
3, Figur 3 die Abgashaube nach Figur 2 im Schnitt längs der Linie III-III, Figur
4 die Abgashaube nach Figur 2 und 3 mit in den Gegenstromkanal geklapptem Staublech
in perspektivischer Ansicht, teilweise geschnitten, Figur 5 die Abgashaube nach
Figur 4 mit vor die Abzugsöffnung geklapptem Staublech und Figur 6 die Abgashaube
mit der Stellung des Leitblechs nach Figur 5 mit einem Restquerschnitt im Staublech.
-
Über einen Brennerraum eines nicht näher dargestellten Gasheizgeräts
ist die in den Figuren dargestellte Abgashaube so aufgesetzt, daß die Brennerabgase
in eine Abgassammelkammer 1 gelangen. Die Seitenwände der Abgassammelkammer 1 sind
mit 2, 3, 4 und 5 bezeichnet. Es ist eine von einem Rohrstutzen 6 gebildete Abzugs
öffnung 7 vorgesehen, welche an einen Kamin anzuschließen ist. Dem Aufstellungsraum
zugewandt ist eine Ausgleichsöffnung 8.
-
Zwischen den Öffnungen 7 und 8 ist ein Gegenstromkanal 9(Fig.3) von
Wandungen 10, 11, 12 und 13 gebil.det.
-
Oben ist die Abgassammelkammer 1 unterhalb der Abzugsöffnung 7 von
einem Staublech 14 teilweise abgedeckt, wobei beidseitig neben dem Staublech 14
Durchtritte 16 und 15 (Fig. 2 und 3) frei gehalten sind, durch die Abgas aus der
Abgassammelkammer 1 in die Abzugsöffnung 7 und im Gegenstromfall in den Gegenstronkanal
9 strömen kann. Das Staublech 14 ist etwa so breit wie der Durchmesser des Rohrstutzens
6. Die Durchtritte 15 und 16 sind in Richtung zur Ausgleichsöffnung 8 hin mittels
Leitblechen 17 und 18 begrenzt. Die Leitbleche 17 und 18 erstrekken sich nahezu
über die Höhe des Gegenstromkanals 9 und sind so schräg gestellt, daß sich im Gegenstromfall
ein Sog in der Abgassammelkammer 1 aufbaut.
-
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 1 ist das Staublech Teil eines
Einsatzbleches 19, welches in den Gegenstromkanal 9 eingesetzt ist. Die Leitbleche
17 und 18 sind durch Schnitte und Abwinklung dieses Einsatzbleches 19 gebildet.
-
Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 2 bis 6 ist das Staublech
14 an einer von einem nicht näher dargestellten Motor oder aber von einem 2-Wege-Magnet
angetriebenen Welle 20 befestigt. Nur die Leitbleche 17 und 18 sind Teil 202 des
Einsatzbleches 19. An der Welle (list außerdem eine Klappe 21 befestigt, welche
so groß ausgelegt ist, daß sie die Abgassammelkammer 1 gegenüber dem Gegenstromkanal
9 absperren kann.
-
Die Funktionsweise der beschriebenen Abgashaube ist etwa folgende:
Solange der Brenner arbeitet und im Kamin der reguläre
Unterdruck
herrscht,. ziehen die Abgase aus der Abgassammelkammer 1 durch die Durchtritte 15
und 16., in die Abzugsöffnung 7. Das Staublech 14 verri.ngert dabei die Strömungsgeschwindigkeit
der Abgase, indem es den rauchgasseitigen Widerstand erhöht..Die Rauchgase werden
vom Staublech 14 umgelenkt. Dies trägt zu einer Verbesserung des Wirkungsgrades
des Gasheizgeräts bei. Infolge der Leitbleche 17 und 18 sind die Rauchgase daran
gehindert, direkt zur Ausgleichsöffnung.8 zu streichen bevor sie voll unter die
Zugwirkung des Kamins gelangen.
-
Wenn unter besonderen Umgebungsbedingungen sich im Kamin ein ueberdruck
gegenüber dem -Aufstellungsraum des Geräts aufbaut, stellt sich ein von der Abzugs.öffnung
7 zur Ausgleichsöffnung 8 gerichteter Gegenstrom ein. Durch diesen Gegenstrom kann
die Brennerflamme nicht zum Erldschen gebracht werden, da dieser Gegenstrom infolge
des Staublechs 14 nicht direkt in die Abgassammelkammer 1 gelangen kann. Der Gegenstrom
führt infolge der schräggestellten Leitbleche 17 und 18 vielmehr dazu, daß sich
in der Abgassammelkammer 1 ein gewisser Unterdruck aufbaut, so daß auch in diesem
Falle der Brenner mit einer geringen Kohlenoxidentwicklung(beispielsweise weniger
als 0,1 Vol %) weiterbrennen kann.
-
Beim Ausführungsbeispiol nach Figur 1 ist eine Abkühlung des Aufstellungsraumes
und des Kessels des Geräts, dann wenn der Brenner abgeschaltet ist, nicht vermieden.
Beim Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 bis 6 wird mit dem Abschalten des Brenners
die Welle 20 motorisch so betätigt
daß das Staublech 14 von der
in don Figuren 2 bis 4 dar-' gestellten Stellung in die in den Figuren 5 und 6 dargestellten
Stellung klappt. In dieser Stellung verdeckt das Staublech 14 die Abzugsöffnung
7. Gleichzeitig v.erso schwenkt sich die Klappe 21 aus der in den Figuren 2 bis
4 gezeigten Stellung in die in den Figuren 5 und 6 gezeigten Stellung, daß die Klappe
21 die Abgassammelkammer 1, gegenüber dem Gegenstromkanal 9 schließt. Es ist dann
-bei abgeschaltetem Brenner - zum einen verhindert, daß der Kaminzug zur Abkühlung
des Aufstellungsraumes oder des Kessels des Geräts führen kann. Zum anderen ist
durch die Klappe 21 vermieden, daß der aufgeheizte Kessel infolge der Konvektion
Wärme an den Aufstellungsraum abgeben kann.
-
Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 6 ist in dem Staublech 14 eine
einstellbare Blende 22 vorgesehen. Diese liegt dann, wenn der Brenner abgeschaltet
ist, vor der.
-
Abzugsöffnung 7. Es läßt sich so eine Belüftung und damit eine Austrocknung
des Kamins während der Aus-Zeiten des Kessels erreichen.
-
Insgesamt ist dadurch die Erfindung erreicht, daß auch unter ungünstigen
Druckverhältnissen im Kamin, wie Stau oder Gegenstrom, die Verbrennung des Gases
aufrechterhalten wird, ohne daß ein CO-Wert kleiner als 0,1 Vol o/o im Aufstellungsraum
überschritten wird. Bei Unterdruck im Kamin treten Abgase nicht über die Ausgleichsöffnung
8 in den Aufstellungsraum. Eine Steigerung des'feuerungstechnischen Wirkungsgrades
ist durch die Senkung der Abgastemperatur und des Co2-Wertes des Abgases infolge
der
Umlenkung und Drosselung des, Abgasstromes durch das Staublech 14 erreicht. Im Falle
der klappbaren Ausbildung des Staubleches 14 bzw. der Klappe 21 ist darüber hinaus
eine Verbesserung des Gesamtwirkungsgrades durch Reduzierung der AbkühlungsverLuste
gegeben.
-
Im Rahmen der Erfindung liegen auch Ausführungsbeispiele, bei denen
die Merkmale der Ansprüche einzeln oder in Kombination angewandt werden.
-
Mit dem Abschalten des Brenners kann die Wel-le 20 auch soweit'betätigt
werden, daß das Staublech 14 von der in den Figuren 2 - 4 dargestellten Ausgangsstellung
in eine Zwischensiellung zwischen der Ausgangsstellung und der in den Figuren 5
und 6 dargestellten Stellung bewegt wird.
-
-Dies ist dann von Vorteil,. wenn der Kessel mit einer Teil'-leistung
betrieben wird, wobei in diesem Falle ein völliges Öffnen der Durchtritte 15 und
16 zu einem starken Abfall des Wirkungsgrades führen würde.
-
Eine Verkleinerung der Durchtrittsöffnungen läßt sich auch dadurch
erreichen, daß das z.B. in Fig. 4 gezeigte Einsatzblech 19. in Richtung Abzugsöffnung
7 verschoben wird.
-
Durch eine am Einsatzblech 19 und eine am Gehäuse vorgesehene Markierung
läßt sich vom Installateur ein einfacher, der Heizleistung des Gerätes entsprechender
Öffnungsquerschnitt einstellen.