DE3034981C2 - - Google Patents
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- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/52—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for wires; for strips ; for rods of unlimited length
- C21D9/54—Furnaces for treating strips or wire
- C21D9/56—Continuous furnaces for strip or wire
- C21D9/561—Continuous furnaces for strip or wire with a controlled atmosphere or vacuum
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren der im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 bezeichneten Art.
Ein derartiges Verfahren ist nach der DE-OS 26 01 443 bekannt. Es
dient der Verbesserung der mechanischen Eigenschaftswerte der
Bleche.
Weiterhin ist die kontinuierliche Wärmebehandlung gewalzter Metallbleche
nach dem Aufsatz von D. L. Somers und C. A. Turner, "Compact
Furnace Anneals Strip" in "The Iron AGE", 26 Februar 1959, bekannt.
Dabei unterliegen die Bleche der Einwirkung der Ofenatmosphäre. Das
endgültige Oberflächenaussehen erlangen die Bleche durch ein sich
anschließendes Nachwalzen.
Alle auf das Warmwalzen folgenden Arbeitsgänge dienen
zur Herstellung der Endoberfläche des Blechs. So kann
beispielsweise eine schlechte Spülung nach dem Beizen
auf der Oberfläche eine spätere Verunreinigung bewirkende
Fremdkörper hinterlassen. Weiterhin ist die
Wahl des Walzöls von außerordentlicher Wichtigkeit in
dem Masse als das Öl bei nicht richtig eingestellter
Glühbehandlung nicht von der Oberfläche entfernt werden
kann.
Seitens mehrerer Verfasser wurde ausreichend nachgewiesen,
daß die Reinheit einer Blechoberfläche und insbesondere
die Menge des hier angesiedelten Kohlenstoffs
ein wesentlicher Parameter für die Beurteilung der Eignung
dieses Blechs zur Phosphatierung und seiner Beständigkeit
gegen Salznebelkorrosion nach dem Anstrich
bzw. Lackieren. Diese Sauberkeit läßt sich auf unterschiedliche
Weise kontrollieren, beispielsweise durch
den sogenannten "Scotch Tape Test", bei dem eine durchsichtige
Klebefolie auf die Blechoberfläche geklebt und
von dieser wieder abgerissen wird, wobei sich eventuelle
Ablagerungen auf dem Blech mit ablösen. Es wird der
Grad der Absorption von durch die Klebefolie hindurchgeleitetem
Licht gemessen und so die Menge der auf der
Blechoberfläche befindlichen Ablagerungen quantifiziert.
Dieses Verfahren ist zur Messung der Menge von Oberflächenablagerungen
jeder Art wie Staub, Kohlenstoffspuren,
Spänen usw. geeignet.
Ein anderes, ebenfalls stark verbreitetes Verfahren zur
Oberflächenprüfung besteht in der quantitativen Bestimmung
des in der Stahloberflächen anstehenden Gesamtkohlenstoffs.
Zu diesem Zweck wird die Blechoberfläche
mittels Tampons aus anorganischem Material einer
Waschbehandlung mit Chlorwasserstoffsäure unterzogen
und anschließend unter Messung der freigesetzten
CO₂-Menge mit Sauerstoff "gebrannt". Auf diese Weise
läßt sich die in unterschiedlicher
Form an der Stahloberfläche befindliche gesamte Kohlenstoffmenge
in mg/m² messen. Zur Standardisierung der
Prüfungen kann der Chlorwasserstoffwäsche eine Druckentfettung
zur Entfernung eventueller Schutzöle und
Überführung des Blechs in denjenigen Zustand vorgeschaltet
sein, in dem es sich nach erfolgter Verformung und vor
der Phosphatierung und der abschließenden Lackierung
befindet. Es handelt sich hier um den bekannten sogenannten
"Ford Test".
Zu den weiteren Vorrichtungen für die Analysierung von
Stahloberflächen gehören der Ionen-Mikroanalysator, das
Auger-Spektrometer usw. Mittels dieser Vorrichtungen
lassen sich alle an der Oberfläche vorhandenen chemischen
Elemente erfassen und bezüglich ihres Gehalts in der
Tiefe bestimmen.
Diese Verfahren ermöglichen die Feststellung eventueller
anderer Verunreinigungselemente als Eisen, die aus den
jeweiligen Behandlungsbädern (Wäsche, Beize, Spülung,
Entfettung) stammen bzw. andererseits im Stahl selbst
anstehen können.
Wie an anderer Stelle bereits ausgeführt, ist es sehr
wohl bekannt, daß an der Stahloberfläche befindlicher
Kohlenstoff die Beständigkeit des gestrichenen Blechs
gegen Salznebelkorrosion beeinträchtigt. Dieser
Kohlenstoff stammt zum größten Teil aus dem Walzöl.
Gemäß derzeitiger Praxis wird das Walzöl nach dem
Walzen nicht von der Blechoberfläche entfernt, aber
im Zuge der Glühbehandlung im Haubenofen (Haubenglühe)
verdampft. Mißt man jedoch die Oberflächenkohlenstoffmenge
nach einer solchen Glühbehandlung, so stellt
man eine nicht zu vernachlässigende Verunreinigung
fest, die zu ungünstigen Phosphatierungs- und Anstrichergebnissen
(Empfindlichkeit gegen Salznebel) führen.
Ein nicht unerheblicher Fortschritt wird erreicht,
wenn das Produkt einer kontinuierlichen Glühbehandlung
im Anschluß an eine Entfettung, beispielsweise im
Wege der Elektrolyse in einer Natronorthosilikatlösung,
unterzogen wird.
In einer einfachen kontinuierlichen Glühbehandlung erfolgt
die Aufheizung nämlich in ener N₂/H₂-Atmosphäre
und kann das Öl nicht verdampfen, weil die Erhitzung
zu schnell vonstatten geht. Demgegenüber ist bei einer
Reihe bekannter Prozesse dem kontinuierlichen Glühen
eine zumeist in einer alkalischen Umgebung ablaufende
Entfettung vorgeschaltet. Da das Öl vor Eintritt in
den Ofen entfernt wird, ist die Oberflächenreinheit
deutlich besser, vor allem was den an der Oberfläche
befindlichen Gesamtkohlenstoff anbetrifft, der beispielsweise
in der Größenordnung von 1 mg/m² gegenüber
8 mg/m² bei einem sehr sauber aus einem feststehenden
Ofen kommenden Blech liegt. Zwar wird nach Aussage einiger
Verfasser durch Verringerung der Oberflächenkohlenstoffmenge
wie vorerwähnt eine bessere Haftung der Anstrichfarbe
erreicht, doch bleibt immer noch festzustellen,
daß diese Verbesserung gering ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, bei den genannten Blechen
das Phosphatierungs- und Anstrichsverhalten sowie die Beständigkeit
gegenüber atmosphärischer, vor allem Salznebel-Korrosion
und Ätzgrübchenbildung während des Lagers zu verbessern.
Seitens der Anmelderin wurde für Autokarosseriebleche, die einer
doppelten Phosphatierungsbehandlung unterzogen und mit Anstrich
versehen werden, eine kontinuierliche Glühbehandlung mit Erhitzen
in offener Flamme entwickelt, wie sie oft beim kontinuierlichen
Verzinken von Bandstahl benutzt wird. Es ist bekannt, daß diese Art
des Erhitzens zum Zwecke der Oberflächenvorbereitung für das Verzinken,
das im wesentlichen die völlige Freiheit von Sauerstoff in
der Oberfläche bei Eintritt in das Zinkbad voraussetzt, gut geeignet
ist. Je nach Ofenart wirkt diese Art der Erhitzung mehr oder
weniger oxydierend, wobei der beim Durchtritt durch den Ofen gebildete
etwaige Sauerstoff durch den Wasserstoff der Gasatmosphäre
während der nachfolgenden Prozeßphasen des Glühens/Verzinkens reduziert
werden muß.
Das erfindungsgemäße Verfahren basiert auf der überraschenden Feststellung,
daß nichtentfettete Bänder, d. h. Bänder, bei denen das
Walzöl im Flammofen einfach verbrannt oder verdampft wird, in ihrem
Phosphatierungs- und Anstrichverhalten deutlich besser sind als die
nach alkalischer Entfettung geglühten Bänder. In Fortführung dieser
Arbeiten konnte die Anmelderin beobachten, daß bei sorgfältiger
Verbrennungsregelung ein superreines, sauerstoff-freies und nach
Phosphatierung und Anstrich besonders salznebelbeständiges Bandmaterial
hergestellt werden kann.
Die genannte Aufgabe wird bei dem gattungsgemäßen Verfahren
dadurch gelöst, daß die mindestens noch einen Teil des Walzöls mitführenden
Bleche derart erwärmt werden, daß sie sich wenigstens
anfänglich in einem Flammofen befinden.
Bei Abkühlung in einem wäßrigen Medium, welches eine Temperatur
von mehr als 75°C aufweist, erfolgt die Erhitzung des Bleches besonders
zweckmäßig in einem Flammofen mit unvollständiger Verbrennung.
Es sei darauf hingewiesen, daß in dieser Beschreibung der Begriff
"wäßriges Medium" nicht im ausschließlichen Sinne ein Bad aus reinem
Wasser bezeichnet, sondern auch jedes wäßrige Medium, gesättigt
oder nicht, mit in Lösung oder Suspension befindlichen Bestandteilen
zu welchem Zweck auch immer. Das wäßrige Medium kann
ein ruhendes Bad, eine Wasserabschreckstrecke, mittels Spritzdüsen
erzeugter Wassernebel oder vorteilhaft auch eine Kombination von
zwei oder drei dieser Medien sein, und zwar in beliebiger Reihenfolge.
Die Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens läßt sich weiterhin
je nach Bedarf auch verschiedenartigen zu behandelnden Produkten
anpassen.
So lassen sich in bestimmten Fällen die unerwarteten Wirkungen
der Behandlung des nichtentfetteten Blechs im
Flammofen noch weiter verbessern. Besonders was die
Festigkeitseigenschaften anbetrifft, kann das Blech
eine Kohlenstoffabscheidungsphase bei einer Temperatur
zwischen 200°C und 500°C im Anschluß an die schnelle
Abkühlung durchlaufen.
Außer dieser bereits wesentlichen erstgenannten Verbesserung
der Oberflächenqualität von Blechen bietet die
vorliegende Erfindung noch einen weiteren Vorteil.
Bekanntlich ergibt sich beim Erhitzen eines Stahls in
einer oxydierenden Umgebung (selbst mit geringer oxydierender
Wirkung) eine Wanderung bestimmter Elemente im
Stahl wie beispielsweise Mangan, Chrom, Phosphor usw.,
die stärker oxydierfähig sind als Eisen, in Richtung
Oberfläche. Hierdurch wird im Oberflächenbereich des
Stahls eine Anreicherung an bestimmten Elemente erzielt,
ja selbst solcher Elemente, die nur in geringen Mengen
im Stahl vorhanden sind. So kann ein Weichstahl mit 0,3%
Mangan nach dem Haubenglühen in der äußersten Oberflächen-
oder Randzone einen Mangangehalt in der Größenordnung
von 15% aufweisen, und dies sogar dann, wenn die Glühbehandlung
unter einer N₂/H₂-Schutzatmosphäre mit niedrigem
Taupunkt und geringem O₂-Gehalt erfolgte. Die
H₂O- und O₂-Restgehalte des Gases reichen aus, um das
Mangan an die Oberfläche zu ziehen, wobei die sehr lange
Zeit (mehrere Stunden) und die hohe Temperatur (700°C)
eine ausgeprägte Erscheinung dieses Phänomens ermöglichen.
Im Prinzip ist bei einer kontinuierlichen Glühbehandlung
die Verweilzeit bei hoher Temperatur deutlich kürzer
(einige Minuten), so daß die Verunreinigung der Oberflächenzone
mit aus dem Gesamtvolumen kommenden Elementen
klar geringer sein müßte.
Die Anmelderin hat jedoch festgestellt, daß eine Verringerung
der Elementenanreicherung in der Oberflächenzone
nur bei Nichtdurchführung einer alkalischen Entfettung
erreichbar ist, da durch eine solche Entfettung
eine Silizium-Restschicht auf der Oberfläche verbleibt,
die ein Oxydationspotential schafft, welches letztendlich
für die Ausseigerung der im Volumen vorhandenen
Legierelemente verantwortlich zeichnet.
Aus der Zeichnung ist klar ersichtlich, daß der nach seiner
alkalischen Entfettung einer kontinuierlichen Glühbehandlung
unterzogene Stahl an seiner Oberfläche eine nicht
zu vernachlässigende Mangankonzentration aufweist, während
der kontinuierlich in einem Flammofen ohne vorherige Entfettung
kontinuierlich geglühte Stahl eine nur geringe
Zunahme der Mn-Gehalte verzeichnet.
Dieses Diagramm (in dem die Elektronenzahl NCN auf der
Ordinate und die Energiezuführ EV auf der Abszisse dargestellt
sind) zeigt die normalisierten Spektren der
Fotoelektronen (ESCA) in der äußersten Oberflächenzone
für zwei kontinuierlich geglühlte Weichstähle, und zwar
einmal mit alkalischer Entfettung vor dem Glühen (Stahl A)
und zum anderen mit Entfettung in einem Flammofen gemäß
dem erfindungsgemäßen Verfahren (Stahl B).
Die Anmelderin hat eine überraschende Auswirkung der Verringerung
dieser Anreicherung festgestellt. Tatsächlich
wiesen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelten
Bleche eine wesentliche höhere Festigkeit gegen
atmosphärische Korrosion und Ätzgrübchenbildung während
der Lagerung auf. Eine derartige Verbesserung ist sehr
bedeutend, wenn man weiß, wie viele an den Kunden versandbreite
Bleche infolge Grübchenkorrosion verworfen
bzw. nicht abgenommen werden.
Eine besondere ausführungsmäßige Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Verfahrens bewirkt eine weitergehende
Verbesserung der Oberflächenqualität. Sie beinhaltet
eine Behandlung unter Einwirkung von Säure während oder
nach dem Aufheizen. Durch eine solche Behandlung kann
praktisch jede Spur einer Oberflächenverunreinigung durch
Restkohlenstoff, Walzöl oder Restkonzentration an
Elementen aus dem Stahlvolumen beseitigt werden.
Diese Behandlung wird zweckmäßigerweise im Anschluß an
eine oxydierende Glühphase wie Abschreckung in einem
Wasserbad, Einwirkung eines oxydierenden Gases auf
begrenzte Dauer usw. durchgeführt. Die Beseitigung der
aus dieser Phase resultierenden leichten Oxydschicht
ermöglicht die Erzielung stets gleichbleibender Ober
flächenverunreinigungsgrade.
Als Säure findet mit Vorteil eine organische, insbesondere
Ameisensäure oder eine Säure auf deren Basis, Verwendung.
Sie läßt sich vorteilhaft nach der schnellen
Abkühlung oder der Schlußabkühlung verwendet.
Nachfolgende wird das Ergebnis der Erfindung veranschaulicht,
wobei das Blech in ein Wasserbad von Siedetemperatur eingetaucht
wurde.
Aus Tabelle 1 ist ersichtlich, daß die nach der Abschreckung
bereits sehr gering verunreinigte Stahloberfläche
(die somit auch vor der Abschreckung vorliegt,
weil diese in destilliertem Wasser durchgeführt
wurde) durch die Beizbehandlung noch deutlich
verbessert wird. In diesem Beispiel wird die in der
äußersten Oberflächenzone anstehende Gesamtkohlenstoffmenge
nach dem Ford-Testverfahren bestimmt.
Probe | |
C ges in mg/m² Oberfläche | |
Glühbehandlung in offener Flamme + Abschreckung in siedendem Wasser | |
0,4 | |
dito + Beizen und Spülen | 0,2 |
Tabelle II betrifft einen Stahl, der im Sommer 48 Stunden
lang unter Dach der Luft ausgesetzt wurde. Die erste
Probe (A) war dabei einer kontinuierlichen Behandlung in
Form einer alkalischen Entfettung, einer Erhitzung auf
700°C in einem konventionellen Strahlrohrofen mit
N₂/H₂-Atmosphäre, einem einminütigen Einwirkenlassen
dieser Temperatur, einer Kühlung durch Aufblasen (Aufdüsen)
von Schutzgas bis auf 500°C, einer langsamen Abkühlung
auf die Dauer von 3 Minuten auf eine Temperatur
zwischen 500 und 400°C, und einer abschließenden Abkühlung
bis auf Umgebungstemperatur durch Aufblasen
von Schutzgas, unterzogen worden. Die zweite Probe (B)
erfuhr eine ähnliche Behandlung, wobei jedoch die erste
Abkühlung durch eine Wasserabschreckung und eine Wiedererwärmung
auf 450°C ersetzt wurde.
Die drei weiteren Proben (C), (D) und (E) wurden nach
dem erfindungsgemäßen Verfahren behandelt, nämlich durch:
Erwärmen des nichtentfetteten Blechs in einem vertikalen
Flammofen (wobei die Verbrennung so reguliert wurde,
daß infolge ungenügender Verbrennungsluftzufuhr reduzierende
Gase erzeugt wurden), schnelle Abkühlung,
Überalterungsbehandlung bei 450°C auf die Dauer einer
Minute und Endabkühlung bei Umgebungstemperatur. Die
schnelle Abkühlung wurde auf dreierlei verschiedene Arten
durchgeführt:
- a) Düsenkühlung unter Schutzgas (Probe C) (Oxydation sehr gering)
- b) Wasserbehandlung (Probe D) (Oxydation gering und unregelmäßig)
- c) Eintauchen in ein Wasserbad mit etwa Siedetemperatur (Probe E) (homogene Oxydation von 100 bis 600 A Dicke)
Die Proben wurden sodann gebeizt, beispielsweise durch
Eintauchen in ein Ameisensäurebad in der Konzentration
von 1 g/l auf die Dauer von 5 Sekunden im Wege eines
anderweitig von der Anmelderin beanspruchten Verfahrens.
Nach dem vorerwähnten Test wurde die Korrosionsfestigkeit
in der Skala 0 (sehr gute Festigkeit) bis 10 (schlechte
Korrosionsbeständigkeit) anschließend bewertet. Die
Ergebnisse sind wie folgt:
Für das erfindungsgemäße Verfahren sind der Flammofen und
das nicht entfettete Einsetzen stets von Vorteil. Dieser
vergrößert sich mit der Einführung einer oxydierenden
Phase bei der Behandlung, wobei sich für das entstehende
Oxydieren Dicken von 10 bis 60 nm ergibt.
Claims (8)
1. Verfahren zur kontinuierlichen Wärmebehandlung von gewalzten
Blechen durch Erhitzung bis auf eine oberhalb des Rekristallisationspunktes
des Metalls liegende Temperatur und schnelle Abkühlung
mit einer Phase des Einbringens in ein wäßriges Medium,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mindestens noch einen Teil des Walzöls mitführenden
Bleche derart erwärmt werden, daß sie sich wenigstens
anfänglich in einem Flammofen befinden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das wäßrige Medium eine Temperatur
von oberhalb 75°C aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Erwärmung im Flammofen mit unvollständiger Verbrennung
durchgeführt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß im Anschluß an die schnelle Abkühlung
das Blech eine Phase der Kohlenstoffausscheidung bei
einer Temperatur zwischen 200°C und 500°C durchläuft.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Blech im Verlauf seiner schnellen
Abkühlung oder nach der endgültigen Abkühlung einer
sauren Lösung ausgesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
die Behandlung in der sauren Lösung nach einer oxydierenden
Behandlungsphase vorgenommen wird.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet,
daß eine organische Säure verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
als organische Säure Ameisensäure oder eine Säure auf
der Basis von Ameisensäure verwendet wird.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß als wäßriges Medium ein ruhendes Bad,
eine Wasserabschreckstrecke, mittels Spritzdüsen
erzeugter Wassernebel oder eine Kombination von zwei
oder drei dieser Medien in beliebiger Reihenfolge
verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Also Published As
Publication number | Publication date |
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