DE3026994C2 - Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel, insbesondere bei Kraftfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel, insbesondere bei KraftfahrzeugenInfo
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-
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel,
insbesondere bei Kraftfahrzeugen, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Art.
Bei einer bekannten Vorrichtung zum Ölwechsel bei Motoren, Getrieben od. dgl. ist am Ende der Ablaßleitung
eine Säugpumpe angeordnet, deren Ablaßsuiizen
in einem Altölbehälter mündet. An der Fülleitung ist
4) eine Druckpumpe angeschlossen, deren Einlaßstutzen in
ein Frischöl-Rcscrvoir eintaucht. In jeder der beiden Flüssigkeitsleitungen ist unmittelbar vor dem gemeinsamen
Anschlußstutzen jeweils ein Rückschlagventil angeordnet, das nur eine Strömungsrichtung des
ίο ölstroms zuläßt, wobei die .Strömungsrichtungen in der
Füll- und der Ablaßleitung einander entgegengesetzt gerichtet sind. An dem Anschlußstutzen ist eine Sonde
angeschlossen, die in an Motoren oder Getriebegehäusen vorhandenen Ölmeßöffnungen eingesetzt werden
v, kann.
Diese bekannte Vorrichtung eignet sich lediglich zu dem angegebenen Zweck des Ölwechsels in Motoren
und Getrieben, in welchen ein entlüfteter, druckloser Vorratsbehälter entleert bzw. gefüllt werden muß. Sie
wi ist jedoch nicht brauchbar, wenn /.. B. beim Füllvorgang
sich ein Gegendruck aufbaut oder Flüssigkeit unter Überwindung eines Gegendruckes in ein System
eingefüllt werden muß. Hier würde der erforderliche Öldruck ein Öffnen des Rückschlagventils in der
Ablaßleitung und damit ein sofortiges Abströmen der über die Fülleitung zugeführten Flüssigkeit durch die
Ablaßleitung verursachen.
Eine ebenfalls bekannte Vorrichtung der eingangs
genannten Art, die insbesondere als Schmierölwechselvorrichtung
für Krafifahrzeugmotoren Verwendung findet, weist einen Anschlußstutzen zum fahrzeugseitigen
Anschließen in Form einer Peilstabführungsrohr-Sonde auf, an welcher eine ölabsaug- und eine
ölzufuhrleitung angeschlossen sind. Eui 3/2-Wegeventil
ist mit seinem einen Arbeitsanschluß mit dem Ein- und Auslaß der Sonde und mit seinen beiden anderen
Arbeitsanschlüssen einerseits mit der ölabsaugleLung
und andere: seits mit der ölzufuhrleitung verbunden.
Das 3/2-Wegeventil ist als hydraulisch gesteuertes Umschaltventil mit Federrückstellung ausgebildet Um
eine eichgerechte Füllung zu gewährleisten, wird bei dieser Vorrichtung nach Zuführen der vorbestimmten
Frischölmenge und Wiederabsperren der ölzufuhrleitung
mittels einer Luftzufuhrleitung Luft in die Ventilkammer eingelassen, um so das hier noch
vorhandene Frischöl, das zwar von dem Flüssigkeitsmengenmesser gemessen, aber noch nicht dem Motor
zugeführt worden ist, in den Motor abfließen zu lassen. Diese Luftzufuhrleitung endet frei in dem Ein- und
Auslaß der Sonde und muß mindestens mit einem Luftdruckimpuls beaufschlagt werden.
Auch diese bekannte Vorrichtung eignet sich lediglich zum Zwecke des Ölwechsels in Motoren, in welchen ein
entlüfteter, druckloser Vorratsbehälter entleert bzw. gefüllt werden muß. Sie ist nicht brauchbar, wenn z. B.
beim Füllvorgang sich ein Gegendruck aufbaut oder Flüssigkeit unter Überwindung eines Gegendrucks in
ein System eingefüllt werden muß, wie dies be;m Spannen von Druckspeichern in Hydrauliksystemen
von Nutzfahrzeugen, z. B. bei Stabilisierungseinrichtungen von Gelenkbussen, erforderlich ist. In diesem Fall
würde nicht nur der beim Füllvorgang sich aufbauende Gegendruck ein Entleeren der Ventilkammer mit Hilfe
der Luftzufuhrleitung verhindern, sondern auch nach Beendigung des Füllvorgangs ein Abfließen des
Frischöls über die Luftzufuhrleitung auftreten. Außerdem wird nach Beendigung des Füllvorgangs mit
Reduzieren des Fülldrucks das Umschaltventil automatisch in seine Grundstellung zurückgeführt, in welcher
die Ölabsaugleitung mit dem Ein- und Auslaß der Sonde verbunden ist, wodurch sich das unter Druck stehende
gefüllte Hydrauliksystem über die Absaugleitung entleeren könnte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel der eingangs
genannten Art derart zu verbessern, daß auch bei einem unter Druck stehenden Hydrauliksystem, wie Druckspeichern
in Stabilisierungseinrichtungen von Gelenkbussen, ein Flüssigkeitswechsel und ein Flüssigkeitsnachfüllen
auf einfache und schnelle Art und mit eichgenauer Abgabe von Frischflüssigkeit möglich ist
Diese Aufgabe ist bei einer Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung
erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichnungsteil des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat den Vorteil, daß bei Beendigung oder Unterbrechung des Füllvorgangs
das 3/2-Wegeventil nicht automatisch in die Ruhestellung zurückgeht, in welcher eine Verbindung zu
der Ablaßleitung besteht, sondern erst dann, wenn das Speichervolumen wieder vergrößert wird und die
Steuerflüssigkeit vom Steueranschluß des Ventils abfließen kann. Auf diese Weise kann ein Nachfüllen,
auch schrittweise, ohne ständiges Umschalten des, 3/2-Wegeventils erfolgen. Ein Abfließen von Frischflüssigkeit
über die Ablaßleitung ist sicher verhindert. Erst
ein bewußtes Veranlassen der Ventilumsteuerung durch
Wiedervergrößerung des Speichervciumens stellt eine Verbindung zwischen dem AnschJuBstutzen und der
Ablaßleitung zum erneuten Ablassen der Flüssigkeit her. Die FüliflQssigkeit übernimmt gleichzeitig die
Funktion der Umsteuerung des 3/2-Wegeventils, wobei gleichzeitig sichergestellt ist, daß kein Flüssigkeitsanteü,
der den Flüssigkeitsmengenmesser durchströmt hat, verloren gehen kann, so daß ein absolut eichgerechtes
Auffüllen mit Flüssigkeit durch den Füllvorgang gewährleistet ist. Sowohl der Füllvorgang als auch der
Ablaßvorgang kann mit beliebigem Druck erfolgen, ohne daß z. B. beim Nachfüllen der Flüssigkeit ein
Abfließen dieser über die Ablaßleitung zu befürchten wäre. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind
Fülldrücke von 12 bar und mehr möglich.
Vorteilhaft ist dabei die Ausgestaltung der Erfindung
gemäß Anspruch 2. Durch diese Maßnahme wird die aus dem Ablaßventil ausströmende Flüssigkeitsmenge dem
Flüssigkeitsreservoir wieder zugeführt und geht nicht verloren.
Vorteilhaft ist vor allem auch die Ausgestaltung der
Erfindung gemäß Anspruch 3. Hierbei ergibt sich ein kompaktes und für die Handhabung vorteilhaft
ausgebildetes Anschlußstück zum fahrzeugseitigen Anschließen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, das
lediglich über zwei flexible Schläuche mit dem fest oder fahrbar installierten Teil der Vorrichtung verbunden ist.
Zugleich läßt sich von diesem festen oder fahrbar installierten Teil der Vorrichtung der Füllvorgang und
der Ablaßvorgang steuern, ohne daß außer diesen beiden flexiblen Schläuchen zum Zuführen und Ablassen
der Flüssigkeit noch weitere Leitungen, insbesondere Steuerleitungen zum Betätigen des 3/2-Wegeventiles,
zu dem Anschlußstück erforderlich sind.
Zu einer kompakten Bauform und konstruktiv einfachen und fertigungstechnisch günstigen Gestaltung
des Anschlußstückes trägt vor allem auch die Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 4 sowie die
weiteren Ausgestaltungen der Erfindung nach den Ansprüchen 5—9 bei.
Besonders vorteilhaft läßt sich die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel bei Hydrauliksystemen
ohne eigenen Flüssigkeits-Druckerzeuger, wie sie insbesondere in Nutzfahrzeugen, wie Omnibussen
od. dgl., zu finden sind, verwenden.
Die Erfindung ist anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine perspektivische Ansicht einer fahrbar ausgebildeten Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel,
F i g. 2 eine schematische Darstellung des Aufbaus der Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen Längsschnitt eines 3/2-Wegeventils der
Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel gemäß Fig. 1 und
2.
Die in F i g. 1 gegenständlich und in F i g. 2 im Aufbau schematisch dargestellte Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel, insbesondere bei Kraftfahrzeugen, findet
insbesondere Verwendung zum Ablassen und Nachfüllen von Flüssigkeit, wie Hydrauliköl, in Hydrauliksystemen
von Nutzfahrzeugen, die keinen eigenen Hydrauliköl Druckerzeuger aufweisen und bei welchen vorzugsweise
das Auffüllen mit Flüssigkeit zum Spannen von Druckspeichern mit einem recht hohen Fülldruck
von beispielsweise bis zu 12 bar erfolgen muß. Zudem ist es äußerst wichtig, daß die Nachfüllung mit Flüssigkeit
eichgerecht erfolgt, d. h., daß nach Beendigung des
Füllvorgangs und nach Abkuppeln der Vorrichtung von dem Fahrzeug nicht weniger Flüssigkeit in dem
Hydrauliksystem enthalten ist als der geeichte Flüssigkeitsmengenmesser anzeigt. Solche Hydrauliksysteme
finden sich z. B. in Stabilisierungseinrichtungen bei Gelenkbussen.
Die Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel weist zwei separate Flüssigkeitsleitungen 10,11 zum Ablassen bzw.
Auffüllen von Flüssigkeit und wenigstens einen beiden Flüssigkeitsleitungen gemeinsamen Anschlußstutzen 12
zum fahrzeugseitigen Anschließen dieser auf. Die Ablaßleitung 10 mündet in einem Sammelbehälter 13
zum Auffangen der abgelassenen Altflüssigkeit, während die Fülleitung 11 mit einem Flüssigkeitsreservoir
14 in einem mit Frischflüssigkeit gefüllten Vorratsbehälter 15 in Verbindung steht. In der Fülleitung 11 sind eine
Flüssigkeitspumpe 16 und ein dieser in Strömungsrichtung der Flüssigkeit nachgeordneter Flüssigkeitsmengenmesser
17 angeordnet. Zwischen Flüssigkeitspumpe 16 und Flüssigkeitsmengenmesser 17 ist ein Vordruckventil
70 angeordnet, das erst bei einem Druck öffnet, der größer als der maximale Fülldruck das Fahrzeug-Hydrauliksystem
ist.
Dem Anschlußstutzen 12 ist unmittelbar ein 3/2-Wegeventil
23 vorgeschaltet (F i g. 2). Der Arbeitsanschluß 18 ist dabei mit dem A.nschlußstutzen 12, der
Arbeitsanschluß 19 über einen flexiblen Schlauch 21 mit der Ablaßleitung 10 und der Arbeitsanschluß 20 über
einen flexiblen Schlauch 22 mit der Fülleitung 11 verbunden, so daß in der in F i g. 2 dargestellten
Ruhestellung des 3/2-Wegeventils 23 die Ablaßleitung 10 und in der Arbeitsstellung des 3/2-Wegeventils 23 die
Fülleitung 11 mit dem Arbeitsiinschluß 18 und damit mit
dem Anschlußstutzen 12 verbunden sind. In der Ablaßleitung 10 ist ein manuell oder pneumatisch
betätigbares Ablaßventil 35 angeordnet.
Das 3/2-Wegeventil 23 ist ein hydraulisch gesteuertes
Ventil mit Federrückstellung. Mit seinem Steueranschluß 24 ist ein Flüssigkeitsspeicher 25 verbunden,
dessen Speichervolumen dem zum Umsteuern des 3/2-Wegeventils 23 erforderlichen Steuerflüssigkeitsvolumen
entspricht und von einem Minimum, hier Null, während des Füllvorgangs auf den maximalen Wert
nach Beendigung des ^üllvorgangs und umgekehrt von dem maximalen Wert vor Beginn des Füllvorgangs auf
Null mit Beginn des Füllvorgangs änderbar ist. Der Flüssigkeitsspeicher 25 weist einen Zylinder 26 und
einen darin axial verschieblich geführten Verschiebekolben 27 auf. Dieser Verschiebekolben 27 unterteilt den
Zylinder 26 in zwei Kammern 28 und 29. Die erste Kammer 28, die das Speichervolumen zur Verfügung
stellt, ist mit dem Steueranschluß 24 des 3/2-Wegeventils
23 verbunden, während die andere Kammer 29 an der Fülleitung 11, und zwar auf der Eingangsseite des
Flüssigkeitsmengenmessers 17, und an einem weiteren Ablaßventil 32, das z. B. manuell oder pneumatisch
betätigt werden kann, angeschlossen ist Die Verbindung zwischen dem Steueranschluß 24 des 3/2-Wegeventils
23 und dem Flüssigkeitsspeicher 25 auf der Ausgangsseite des Flüssigkeitsmengenmessers 17 ist im
Anschlußpunkt 30 an der Fülleitung 11 angeschlossen. Zusätzlich ist zwischen diesem Anschlußpunkt 30 und
dem mit dem Anschlußstutzen 12 verbundenen Arbeitsanschluß 18 des 3/2-Wegeventils 23 ein Rückschlagventil
31 angeordnet. Das Rückschlagventil 31 sichert das für den als Ringkolben-Mengenzähler ausgebildeten
Flüssigkeitszähler 17 maximale Druckgefälle und verhindert zu Beginn der öl'^rderung, daß durch
Restdruck im Fahrzeug Altöl zurückgedrücki: wird. Der Aufbau dieses Rückschlagventils 31 und der des
3/2-Wegeventils 23 werden weiter unten noch ausführlich beschrieben. Der Ausgang des vorstehend erwähnten
Ablaßventils 32 ist über einen Ablaßstutzen 33 in den Vorratsbehälter 15 geführt, so daß über das
Ablaßventil 32 ausströmende Flüssigkeit dem Flüssigkeitsreservoir 14 wieder zugeführt wird. Auf dem
Anschlußstutzen 12 ist wenigstens ein Kupplungsstekker 34 einer an sich bekannten hydraulischen Schnellkupplung
aufgesetzt, dessen Gegenstück 36 fahrzeugseitig montiert ist. Solche Kupplungsstecker 34 enthalten
jeweils ein Sperrventil, das beim Lösen der Schnellkupplung wirksam wird und ein Ausströmen von
Flüssigkeit aus dem Anschlußstutzen 12 verhindert. Wie in F i g. 2 schematisch dargestellt, ist das 3/2-Wegeveritil
23, das Rückschlagventil 31 und der Anschlußstutzen 12 mit Kupplungsstecker 34 baulich zu einem Anschlußstück
37 vereinigt, das lediglich über die beiden flexiblen Schläuche 21 und 22 mit dem übrigen Teil 38 (in F i g. 2
strichpunktiert umrissen) verbunden ist. Dieser übrige Teil 38 der Vorrichtung, der den Sammelbehälter 13, den
Vorratsbehälter 15, die beiden Flüssigkeitsleitungen 10, 11, Flüssigkeitspumpe 16, Flüssigkeitsmengenmesser 17,
Flüssigkeitsspeicher 25, Ablaßventil 32 und ein in F i g. 1 zu sehendes Steuerpult 39 zum Steuern des Ablaß-
und/oder Füllvorgangs umfaßt, ist auf einen fahrbaren Wagen 40 fest installiert.
Zur Erzielung eines kompakten und leicht zu handhabenden Anschlußstückes 37 ist das Rückschlagventil
31 nicht als selbständiges Ventil ausgebildet, sondern als Bestandteil des 3/2-Wegeventils 23 in dieses
integriert. Damit ergibt sich gleichzeitig auch ein kompaktes, leichtes und fertigungstechnisch günstiges
3/2-Wegeventil 23, dessen konstruktiver Aufbau aus F i g. 3 ersichtlich ist.
Das 3/2-Wegeventil 23 ist ein Kolbenventil mit einem
Steuerkolben 41, der im Innern des Ventilgehäuses 42 axial verschieblich geführt ist. Das Ventilgehäuse 42
weist eine Ventilkammer 43 auf, die mit dem Arbeitsanschluß 20 in Verbindung steht. Die Kammer 43
verengt sich zum Arbeitsanschluß 18 hin zu einem zylindrischen Hohlraum 44, in welchem der Steuerkolben
41 gleitet. Der Steuerkolben 41 trägt einen Dichtungsring 45, der flüssigkeitsdicht an der Innenwand
46 des Hohlraumes 44 anliegt. In Abstand von der Ventilkammer 43 in Richtung auf den Arbeitsanschluß
18 hin versetzt ist in der Innenwand 46 ein Ringkanal 47 eingeformt, der einerseits über einen Kanal 48 mit dem
so Arbeitsanschluß 19 und andererseits über eine Lochbuchse 67 mit dem Hohlraum 44 in Verbindung steht.
Der Steuerkolben 41 trägt an seinem in die Ventilkammer 43 hineinragenden Ende einen nach außen
abstehenden Ringflansch 49, auf dem stirnsieitig eine
Verschlußplatte 50 befestigt ist. Der Zwischenraum zwischen der Außenwand von Ringflansch 49 und
Verschlußplatte 50 einerseits und der Innenwand der Ventilkammer 43 andererseits ist mittels eines am
Ringflansch 49 und/oder an der Verschlußplatte 50 gehaltenen Dichtungsringes 52 flüssigkeitsdicht abgedeckt.
Eine in jeweils einer Ringnut 53 im Ventilgehäuse 42 gehaltene zylindrische Schraubendruckfeder 54
stützt sich einerseits im Ventilgehäuse 42, am Grund der Ringnut 53, und andererseits am Ringflansch 49 ab und
bewirkt die Rückstellung des Steuerkolbens 41 in die Ausgangsstellung, in welcher der Arbeitsanschluß 19
über den Kanal 48, dem Ringkanal 47 und dem Hohlraum 44 mit dem Arbeitsanschluß 18 verbunden ist.
Der Steuerkolben 41 weist eine axiale Durchgangsbohrung 55 auf, die auf der zum Arbeitsanschluß 18 hin
weisenden Stirnseite einen Ventilsitz 56 trägt, während sie an der in der Ventilkammer 43 endenden Stirnseite
mit der Verschlußplatte 50 abgeschlossen ist. Die Verschlußplatte 50 weist jedoch den Durchtritt von
Flüssigkeit aus der Ventilkammer 43 in die Durchgangsbohrung 55 ermöglichende öffnungen 57 auf, die
kreisförmig, um eine Zentralöffnung 58 in der Verschlußplatte 50 angeordnet sind. In der Durchgangsbohrung 55 ist ein Ventilglied 59 verschieblich
angeordnet, das mit einem Verschlußteil 60 mit Schließdruck auf dem Ventilsitz 56 aufliegt. Zur
vollständigen Abdichtung trägt der Verschlußteil 60 einen Dichtungsring 61. Der Schließdruck wird vor.
einer Rückstellfeder 62 erzeugt, die sich einerseits an der Verschlußplatte 50 und andererseits an einem durch
die Zentralöffnung 58 in der Verschlußplatte 50 hindurchragenden Stößel 62 des Ventilgliedes 59
abstützt. Der von der Rückstellfeder 62 aufgebrachte Schließdruck des Ventilgliedes 59 ist größer als die
Rückstellkraft der Rückstellfeder 53 für den Steuerkolben 41, so daß das von dem Ventilsitz 56 und dem
Ventilglied 59 gebildete Rückschlagventil 31 erst bei einem Flüssigkeitsdruck öffnet, der größer ist als der zur
Verstellung des Steuerkolbens 41 erforderliche Flüssigkeitsdruck. Dabei bildet die freie Stirnseite der
Verschlußplatte 50 die von Flüssigkeit beaufschlagte Betätigungsfläche 63 des Steuerkolbens 41, so daß die in
F i g. 2 getrennt dargestellten Arbeitsanschluß 20 und Steueranschluß 24 hier zusammenfallen. Das Rückschlagventil
31 wird durch Beaufschlagung seiner Betätigungsfläche 64 bei entsprechendem Druck in der
Ventilkammer 43 bzw. in dem Hohlraum 55 geöffnet, wobei durch in dem Ventilglied 59 eingelassene Taschen
66 ein Durchlaß durch die Ventilgliedführung 69 geschaffen ist, und schließt bei Wegfall oder Reduzierung
des Druckes selbsttätig, wobei ein auf die zu dem Arbeitsanschluß 18 hin gerichtete Betätigungsfläche 65
des Ventilgliedes 59 wirkender Flüssigkeitsdruck die Schließwirkung unterstützt.
Die Wirkungsweise der vorstehend beschriebenen Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel läßt sich am
einfachsten anhand des in F i g. 2 skizzierten schematischen Aufbaus verdeutlichen. Die auf dem Wagen 40
fest installierte Vorrichtung wird an das Fahrzeug herangeschoben. Das Anschlußstück 37, das über die
flexiblen Schläuche 21 und 22 mit dem Teil 38 der Vorrichtung stets verbunden ist, wird von dem Wagen
38 abgenommen und der Kupplungsstecker 34 wird mit dem fahrzc-dgscitigen Gegenstück 36 der Schnellkupplung
verbunden. Da das 3/2-Wegeventil 23 in seiner in F i g. 2 dargestellten Ruhestellung steht, ist das fahrzeugseitige
Hydrauliksystem über die Schnellkupplung mit der Ablaßleitung 10 verbunden. Die in dem
Hydrauliksystem unter Druck stehende Flüssigkeit wird über die Ablaßleitung 10 selbsttätig in den Sammelbehälter
13 abfließen, sobald das Ablaßventil 35 geöffnet wird.
Soll nunmehr das Hydrauliksystem wieder mit Flüssigkeit gefüllt werden, so ist die Flüssigkeitspumpe
16 einzuschalten. Der von der Flüssigkeitspumpe 16 in der Fülleitung 11 erzeugte Flüssigkeitsdruck bewirkt bei
zunächst geschlossenem Vordruckventil 70 ein Verschieben des Verschiebekolbens 27 im Zylinder 26 aus
seiner in F i g. 2 dargestellten Stellung soweit, bis das Volumen der Kammer 28 sein Minimum erreicht hat.
Die Kammer 28 und die zu dem Steueranschluß 24 führende Verbindungsleitung ist mit Flüssigkeit gefüllt.
Durch das Verschieben des Verschiebekolbens 27 wird ein vorgegebenes Flüssigkeitsvolumen verdrängt, als
dessen Folge der Steuerkolben 41 des 3/2-Wegeventils 23 in die Arbeitsstellung überführt wird, in welcher der
Arbeitsanschluß 20 über das Rückschlagventil 31 mit
ίο dem Arbeitsanschluß 18 verbunden ist. Steigt nunmehr
der Druck in der Flüssigkeitsleitung 11 weiter an, so öffnet sowohl das Vordruckventil 70 als auch das
Rückschlagventil 31 und Flüssigkeit wird aus dem Flüssigkeitsreservoir 14 im Vorratsbehälter 15 über den
Fliissigkeitsmengenmesser 17 in das fahrzeugseitige Hydrauliksystem gefördert.
Wird die vorgegebene Flüssigkeitsfüllmenge an dem Flüssigkeitsmesser 17 angezeigt, so wird durch Stillsetzen
der Flüssigkeitspumpe 16 der Füllvorgang beendet.
Das 3/2-Wegeventil 23 verbleibt zunächst in seiner Arbeitsstellung, da wegen dem in dem Leitungsabschnitt
zwischen dem Steueranschluß 24 und dem Ausgang des Flüssigkeitsmengenmessers 17 vorhandenen Flüssigkeitsvolumen
die Rückstellfeder 53 den Steuerkolben 41 nicht in seine Ruhestellung zurückführen kann. Soll
nunmehr das 3/2-Wegeventil 23 wieder umgesteuert werden, so ist das Ablaßventil 32 zu öffnen. Damit fließt
Flüssigkeit aus der Kammer 29 des Zylinders 26 ab, und der Druck der Rückstellfeder 53 reicht nunmehr aus,
unter Verdrängung einer entsprechenden Flüssigkeitsmenge den Steuerkolben 41 aus seiner in F i g. 3
dargestellten Lage in seine Ruhestellung zurückzustellen. Die dabei von dem Steuerkolben 41 verdrängte
Flüssigkeitsmenge verschiebt den Verschiebekolben 27 in seine in F i g. 2 gezeigte Stellung. Das zum Umsteuern
des 3/2-Wegeventils 23 erforderliche Flüssigkeitsvolumen wird nunmehr vollständig von der Kammer 28 des
Zylinders 26 aufgenommen. Das 3/2-Wegeventil 23 steht nunmehr in seiner in F i g. 2 dargestellten Ruhe-
oder Grundstellung, in welcher wiederum die Ablaßleitung 10 über den Arbeitsanschluß 19 und den
Arbeitsanschluß 18 mit dem Anschlußstutzen 12 verbunden ist. Hervorzuheben ist, daß bei diesem
Umsteuervorgang des 3/2-Wegeventils 23 keine Flüssigkeitsmenge verlorengeht, die bereits von dem
Flüssigkeitsmengenmesser 17 beim Füll Vorgang erfaßt worden ist. Die Verbindungsleitungen auf der Ausgangsseite
des Flüssigkeitsmengenzählers bilden in der Ruhestellung des 3/2-Wegeventils 23 ein hermetisch
abgeschlossenes System, das stets mit der gleichen Flüssigkeitsmenge gefüllt ist, von der beim Umsteuern
des 3/2-Wegeventils 23 keinerlei Anteil verlc-engeht.
Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung ist damit ein absolut eichgerechtes Füllen des fahrzeugseitigen
Hydrauliksystems gewährleistet Die von dem Flüssigkeitsmengenmesser 17 erfaßte Flüssigkeitsmenge fließt
auch vollständig in das Hydrauliksystem ab. Zweckmäßig ist es, die Betätigung des Ablaßventils 32 mit einer
gleichzeitigen Betätigung des Ablaßventils 35 in der Ablaßleitung 10 zu verbinden, so daß bei einer
gewollten Entleerung des Hydrauliksystems des Fahrzeugs nach einer vorausgegangenen Füllung das
3/2-Wegeventil mit öffnen des Ablaßventils 35 in der
Ablaßleitung 10 automatisch umgesteuert wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel, insbesondere bei Kraftfahrzeugen, mit zwei separaten
Flüssigkeitsleitungen zum Ablassen bzw. Auffüllen von Flüssigkeit, mit einem beiden Flüssigkeitsleitungen
gemeinsamen Anschlußstutzen zum fahrzeugseitigen Anschließen der Flüssigkeitsleitungen, mit
einem in der Fülleitung angeordneten Flüssigkeitsmengenmesser und einem dem Anschlußstutzen
vorgeschalteten, als hydraulisch gesteuertes Ventil mit Federrückstellung ausgebildeten 3/2-Wegeventil,
dessen einer Arbeitsanschiuß mit dem Anschlußstutzen und dessen beide anderen Arbeitsanschlüsse
mit der Ablaß- bzw. Fülleitung derart verbunden sind, daß in der Ventil-Ruhestellung die Ablaß- und
in der Ventil-Arbeitsstellung die Fülleitung mit dem Anschlußstutzen verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Steueranschluß (24) des 3/2-Wegeventiles (23) ein Flüssigkeitsspeicher
(25) angeschlossen ist, der aus einem Zylinder (26) mit darin angeordneten, den Zylinder in zwei
Kammern (28, 29) unterteilenden Verschiebekolben (27) besteht, dessen eine, das Speichervolumen
aufnehmende Kammer (28) an der Ausgangsseite des Flüssigkeitsmengenmessers (17) an die Fülleitung
(11) angeschlossen ist, daß zwischen diesem Anschlußpunkt (30) und dem mit dem Anschlußstutzen
(12) verbundenen Arbeitsanschluß (18) des 3/2-Wegeventiis (23) ein Rückschlagventil (31)
angeordnet ist und daß die andere Kammer (29) des Zylinders (26) einerseits mit der Fülleilung (11) an
der Eingangsseite des Flüssigkeitsmengenmessers vor einem dort angeordneten Vordruckventil (70)
und andererseits mit einem Ablaßventil (32) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein an dem Ausgang des Ablaßventils
(32) angeschlossener Ablaßstutzen (33) in einem Flüssigkeitsreservoir (14) frei endet und vorzugsweise
daß an dem Anschlußstutzen (12) mindestens ein Kupplungsstecker (34) einer an sich bekannten
Flüssigkeits-Schnellkupplung (35) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dau das 3/2-Wegeventil (23), das Rückschlagventil (31) und der Anschlußstutzen (12)
baulich zu einem Anschlußstück (37) vereinigt sind, das über nur zwei flexible Schläuche (21, 22) mit den
beiden Flüssigkeitsleitungen (10, 11) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1—3, dadurch gekennzeichnet, daß das 3/2-Wegeventil
(23) als Kolbenventil ausgebildet ist, dessen Steuerkolben (41) zu dem mit dem Anschlußstutzen (12)
verbundenen Arbeitsanschluß (18) hin eine Bohrung (55) mit Ventilsitz (56) und ein mit Schließdruck auf
diesem aufliegendes Ventilglied (59) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilglied (59) einerseits eine zu
dem mit dem Anschlußstutzen (12) verbundenen Arbeitsanschluß (18) weisende Betätigungsfläche
(65) und andererseits eine von dem mit der Fülleitung (11) verbundenen Steuer- und Arbeitsanschluß
her beaufschlagbare Betätigungsfläche (64) aufweist und daß der Schließdruck größer bemessen
ist als der zur Betätigung des Steuerkolbens (41) erforderliche Flüssigkeitsdruck.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das VcrHlgMed (59) im Innern
des Steuerkolbens (41) angeordnet und in der axial durchgehenden Bohrung (55) geführt ist. daß der
Ventilsitz (56) an dem stirnseitigen Ende des Steuerkolbens (41) angeordnet ist, das zu dem mit
dem Anschlußstutzen (12) verbundenen Arbeitsanschluß (18) hin weist, und daß das andere stirnseitige
Ende des Steuerkolbens (41) mit einer Verschlußplatte (50) abgeschlossen ist, die den Flüssigkeitszutritt
zu der Bohrung (55) ermöglichende öffnungen
(57) aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der Verschlußplatte (50)
abgeschlossene Ende des Steuerkolbens (41) in eine Ventilkammer (43) hineinragt, die mit dem mit der
Fülieitung (11) verbundenen Arbeitsanschluß (20) in Verbindung steht, und daß zumindest die Verschlußplatte
(50) randseitig an der Kammerinnenwand (51), vorzugsweise über einen Dichtring (52), dichtend
anliegt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließdruck des Ventilglieds
(59) von der Rückstellkraft einer Rückstellfeder (62) erzeugt ist, die sich einerseits an der
Verschlußplatte (50) und andererseits an dem Ventilglied (59) abstützt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß in Abstand von der Ventilkammer
(43) ein Ringkanal (47) angeordnet ist. der mit dem mit der Ablaßleitung (10) verbundenen
ω Arbeitsanschluß (19) in Verbindung steht und mit
dem mit dem Anschlußstutzen (12) verbundenen Arbeitsanschluß (19) über eine Lochbuchse (67)
verbindbar ist.
Priority Applications (2)
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| DE19803026994 DE3026994C2 (de) | 1980-07-17 | 1980-07-17 | Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel, insbesondere bei Kraftfahrzeugen |
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803026994 DE3026994C2 (de) | 1980-07-17 | 1980-07-17 | Vorrichtung zum Flüssigkeitswechsel, insbesondere bei Kraftfahrzeugen |
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ID=6107360
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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