DE2923102A1 - Verfahren zum verdichten von giessereiformsand und formmaschine zur durchfuehrung des verfahrens - Google Patents
Verfahren zum verdichten von giessereiformsand und formmaschine zur durchfuehrung des verfahrensInfo
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Description
DR. ING. HANS LICHTI ■ DIPL."ING. HEINER LICHTI
DIPL.-PHYS. DR. KLAUS LEUTWEIN 9 Q 9 ^ 1 D 9
PATENTANWÄLTE £ 3 £ O I U 4,
D-7500 KARLSRUHE 41 (G ROTZI N GEN) · DUR LAG H E R STR. 31 (HOCHHAUS)
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ARENCO-BMD Maschinenfabrik GmbH
Pfinztalstraße 90 D-7500 Karlsruhe 41
Pfinztalstraße 90 D-7500 Karlsruhe 41
Verfahren zum Verdichten von Gießerei form sand
und Formmaschine zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verdichten von Gießereiformsand
in Formkasten, indem Überschußsand von oben in den mit Formsand gefüllten Formkasten gepreßt wird, sowie eine Formmaschine zur Durchführung
des Verfahrens-
Zum Verdichten von Gießereiformsand gibt es eine ganze R&h3 bekannter
Verfahren. Alle Verfahren zielen auf eine bestmögliche Verdichtung des
Formsandes ab, um beim späteren Abgießen der Form einen einwandfreien Guß zu erhalten. Die Probleme beim Verdichten liegen einerseits in dem
relativ großen Hohlraumvolumen des Formsandes bei lockerer Schüttung , andererseits in der schlechten Gleitfähigkeit der Sandpartikel.
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Bei dem bekannten Vakuumpressen wird der Formsand während des Pressens einem Unterdruck unterworfen, der dafür sorgen soll, daß
die in der Formsand-Schüttung erhaltene Luft schneller und vollständig
entweicht. Dieses Verfahren führt nur bei bindemittelfreiem Formsand
zu befriedigenden Ergebnissen. Daneben sind Verfahren bekannt, bei denen zusätzlich zum Pressen eine mechanische Rüttelbewegung in
den Formsand eingetragen wird. Dies geschieht dadurch, daß der Formsand
vor dem Pressen vorgerüttelt, ggfs. aber auch noch während des Pressens gerüttelt wird. Die Rütteibewegung wird durch Aufprall des
Preßtischs auf einen Amboß erzeugt, wobei eine starke Schlagverzögerung entsteht. Mit diesem Verfahren wird zwar eine sehr gute
Verdichtung erreicht, jedoch ist es mit einer erheblichen Lärmentwicklung
verbunden, so daß man den Umweltschutzbedingungen kaum mehr gerecht
werden kann.
Schließlich sind sog. Schießverfahren bekannt, bei denen der Formsand
unter Überdruck schlagartig in den Formkasten geschossen wird, um vor allem im Bereich des Modells eine gute Vorverdichtung zu erhalten.
Zusätzlich erfolgt dann in aller Regel noch ein Preßvorgang. Diese Schieß verfahren haben sich gut bewährt, bringen dann aber Probleme
mit sich, wenn es sich um verwickelte Modelle handelt. Hier hat man dadurch versucht Abhilfe zu schaffen, daß die obere Preßpaitte,
gegen die die Form mittels des Preßtischs bewegt wird, als Profilplatte
ausgebildet wird, wobei das Profil der Modellkontur angepaßt ist.
Auch ist es bekannt, ein sog. Vielstempel-Preßhaupt zu verwenden, bei
dem also die Preßplatte durch eine Vielzahl von Stempeln ersetzt ist.
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In beiden Fällen wird der Zweck verfolgt, über die gesamte Tiefe des
Formsandes in Abhängigkeit von der Modellkontur eine möglichst gleichmäßige
Verdichtung zu erzeugen. Damit ist zwar einigermaßen sichergestellt, daß der Formsand auch in kleine und verwickelte Hohlräume
eindringt, insgesamt jedoch ist der Verdichtungsgrad unbefriedigend.
Ausgehend von einem Verfahren, bei dem der Formsand in dem Formkasten
von oben her verdichtet wird, nachdem er gegebenenfalls durch
Einschießen vorverdichtet worden ist, liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und eine Formmaschine zu schaffen, die einerseits eine konturenscharfe Abformung auch verwickelter und hoher Modelle
gestatten, andererseits eine nur geringe Geräuschentwicklung mit sich bringen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung in verfahrenstechnischer Hinsicht
dadurch gelöst, daß vor dem Pressen von oben der Formsand in dem Formkasten von unten vorverdichtet wird, wobei die Menge des Überschußsandes
so bemessen wird, daß nach Abschluß des Pressens von unten noch ein Überstand an Formsand über dem Formkasten vorhanden ist, der
beim abschließenden Pressen von oben zumindest teilweise in den Formkasten
hinein verdichtet wird.
Es ist zwar ein Verfahren bekannt, bei dem der Formsand statt von oben
von unten her verdichtet wird. Dabei mu3 aber der Überschuß sand, der
sich in einem unterhalb des Formkastens angeordneten Füllrahmen befindet, sehr genau dosiert werden, daß cWe Preßplatte mit der Oberkante
des Formkastens abschließt. Die Menge des Überschußsandes muß so'
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bemessen werden, daß nach dem Pressen die Teilebene der Form mit der Unterkante des Formkastens bündig abschließt. Bei zu geringer
Menge an Überschuß sand ist die Form zu weich, bei zu großer Menge
wird sie überpreßt.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird zunächst der Vorteil erreicht,
daß während des Pressens von unten der Formsand im Bereich des Modell.s vorverdichtet, dort also für eine konturenscharfe Abformung gesorgt
wird. Beim anschließenden Pressen von oben erfolgt die Endversichtung
des Form sandes oberhalb des Modells, so daß die Form nach
Abschluß beider Preßvorgänge einen guten und einheitlichen Verdichtungsgrad
aufweist. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren läßt sich trotz des Preßvorgangs von unten überraschenderweise der bei diesem bekannten Preßverfahren
vorhandene Nachteil der Über- oder Unterpressung der Form vermeiden,
da der Überschußsand für das Pressen von unten nicht genau dosiert werden, vielmehr nur sichergestellt werden muß, daß für die zweite Verfahrensstufe,
das Pressen von oben, noch ausreichend Überschußsand vorhanden ist. Beim Pressen von oben kommt es dann nicht mehr darauf an,
ob nach dem Pressen noch ein Überstand an Formsand vorhanden oder aber die Formsandoberfläche unterhalb der Oberkante des Formkastens liu-yt.
Zur Durchführung des Verfahrens geht die Erfindung aus von einer Formmaschine mit einem vertikal beweglichen Preßtisch, einer mit diesem
verbundenen Modellplatte, einem das Modell umgebenden Formkasten mit
einem oberen Füllrahmen und einer feststehenden Preßplatte, gegen welche d ie Form mittels des Preßtischs unter Einbringen der Preßplatte in den
oberen Füll rahmen bewegt wird. Gegebenenfalls kann diese Formmaschine
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zusätzlich eine Schießeinrichtung zum Einschießen des Formsandes aufweisen.
Stattdessen oder zusätzlich zur Schießeinrichtung kann die Formmaschine
auch eine Vakuumeinrichtung besitzen, mittels der der Formhohlraum vor und während des Schießens oder vor und während des Pressens
evakuiert wird. Eine solche Formmaschine zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß
a) zwischen dem Preßtisch und dem Formkasten ein unterer Füllrahmen
angeordnet ist, dessen lichter Querschnitt wenig größer ist als der Umriß der Modellplatte,
b) in der Füllstellung bei geschlossener Form der obere Füllrahmen
gegenüber der Preßplatte und der untere Füllrahmen gegenüber der Modellplatte in einer solchen Lage angeordnet sind, daß
der von Preßplatte, Modellplatte, dem Formkasten und den
beiden Füllrahmen umschlossene Hohlraum dem benötigten Sandvolumen entspricht, »
c) nach dem Füllen des Hohlraums mit Formsand der Preßtisch die Modellplatte
dd) zunächst bei blockiertem oberen Füllrahmen bis zum bündigen Abschluß der Teilebene des Modells mit der Unterkante des Formkastens
unter Verdrängen des Formsandes aus dem unteren Füllrahmen
in den Formkasten nach oben bewegt,
ee) anschließend bei deblockiertem oberen Füllrahmen unter Mitnahme
des unteren Füllrahmens, des Formkasten und des oberen Füllrahmens gegen die Preßplatte verschiebt, wobei der Formsand
Fü I !rahmen
aus dem oberen/in den Formkasten verdrängt wird und
aus dem oberen/in den Formkasten verdrängt wird und
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f) abschließend die fertige Form von den beiden Füllrahmen getrennt
und aus der Formmaschine entfernt wird.
Die Merkmale a) und b) sorgen dafür, daß die Modellplatte in den unteren
Füllrahmen eindringen kann, um einerseits das für den erforderlichen Überschußsand
notwendige Hohlraumvolumen bereitstellen zu können, andererseits
diesen Überschußsand aus dem unteren Füllrahmen in den Formkasten während des Preßvorgangs verdrängen zu können. Das Merkmal c) ermöglicht in Verbindung
mit Merkmal dd) das Verdrängen des Formsandes aus dem unteren Füllrahmen soweit, bis der Formsand mit der Unterkante des Formkastens
bündig abschließt. Der Formkasten kann also nach dem Entformen mit herkömmlichen
Fördereinrichtungen bewegt werden. In Verbindung mit Merkmal ee) wird die Möglichkeit geschaffen, auch den Formsand aus dem oberen
Füllrahmen in den Formkasten hinein zu verdichten, indem die aus Modellplatte, unterem Füllrahmen, Formkasten und oberen Füllrahmen bestehende
Einheit gegenüber der Preßplatte verschoben wird, die dabei in den oberen Füllrahmen eindringt. Das eingefüllte Sandvolumen wird vorzugsweise so bemessen,
daß nach dem abschließenden Preßvorgang von oben der Formsand auch bündig mit der Oberkante des Formkastens abschließt. Dies ist aber
nicht zwingend notwendig, da ein eventueller Überstand ohne Schwierigkeiten abgestreift werden kann und ein eventuell unterhalb der Oberkante des Formkastens
liegendes Sandniveau nicht schädlich ist. Mit dieser Vorrichtung lassen sich auch verwickelte, insbesondere auch sehr hohe Modelle einwandfrei
abformen und ein gleichmäßiger Verdichtungsgrad über die gesamte Formkastenhöhe
erreichen.
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Gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der obere Füllrahmen
gegenüber der Preßplatte mittels eines Antriebs einstellbar und während des Füllens und des Pressens von unten blockierbar. Ebenso ist der untere Füllrahmen
gegenüber der Modellplatte bzw. dem Preßtisch mittels eines Antriebs einstellbar und während des Füllens blockierbar, während er beim
Pressen sowohl von unten als auch von oben in Anlage an der Unterkante des Formkastens gehalten ist. Als Antriebe zum Einstellen des oberen und
unteren Füllrahmens können Hydraulik- oder Pneumatik-Zylinder dienen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der untere Füllrahmen
an der Modellplatte oder an dem Preßtisch mittels Klemmeinrichtungen gehalten, deren Klemmkraft Weiner ist als die Preßkraft. In diesem Fall dient
der vorgenannte Antrieb nur zum Positionieren des unteren Füllrahmens in der Füllstellung , wobei dieses Positionieren gegebenenfalls vordem Schließen
der Form geschehen kann. Hat der Füllrahmen seine Position gegenüber der
Modellplatte erreicht, so wird die Klemmeinrichtung wirksam, die ihn in
dieser Position bis zum Erreichen der Füllstellung und während des Füllens
hält. Während des Pressens von unten, bei dem die Modellplatte tiefer in
den unteren Füllrahmen eindringt, rutscht die Klemmeinrichtung durch . Die Haltekraft ist jedoch so bemessen, daß der Kontakt zur Unterkante des
Formkastens erhalten bleibt.
In einer vorteilhaften Ausbildung kann jede Klemmeinrichtung aus einer
an der Unterseite des unteren Füllrahmens angeordneten Stange und diese umgreifenden, an der Modellplatte oder am Preßtisch angeordneten, hydraulisch
,pneumatisch oder magnetisch betriebenen Klemmbacken bestehen,
deren Haltekraft, wie gesagt, geringer als die Preßkraft, jedoch größer als das Gewicht von Formkasten und unterem Füllrahmen ist.
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Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist an der Modellplatte oder am Preßtisch ein Mitnehmer angeordnet, der nach Abschluß
des Pressens von unten zur Anlage am Füllrahmen kommt. In dem Augenblick,
wo der Mitnehmer den Füllrahmen erreicht, wird dieser und der Formkasten
sowie der obere Füllrahmen gegen dessen deblockierte Antriebe mitgenommen. Dieser Mitnehmer ist so eingestellt, daß er zugleich als Begrenzer für die Endstellung
der Modellplatte gegenüber dem Formkasten dient, also den bündigen Abschluß der Teilebene des Modells mit der Unterkante des Formkastens sicherstellt.
Wird das erfindungsgemäße Prinzip an einer Formmaschine verwirklicht, bei
der der Formsand durch Einschießen eingefüllt und zugleich vorverdichtet wird, so sind, wie an sich bekannt Maßnahmen vorgesehen, damit die im Formhohlraum
enthaltene Luft und auch die Schießluft nach außen entweichen kann. Eine solche Formmaschine zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß der obere
und/oder der untere Füllrahmen hohl ausgebildet sind, ihre Innenwandungen mit
Durchtrittsöffnungen für die Luft und ihre Außenwandung mit wenigstens einer Abluftöffnung versehen sind. Vorzugsweise sind hierfür Verschleißplatten mit
Düsenöffnungen vorgesehen, um beim Entlüften so wenig Formsand als möglich durch die Öffnungen durchtreten zu lassen.
Nachstehend ist die Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben, die einen
Ausschnitt einer Formmaschine unter Beschränkung auf die hier wesentlichen Teile in mehreren Arbeitsphasen (Figuren 1 bis 5) wiedergibt.
Die in der Zeichnung gezeigte Formmaschine ist eine kombinierte Schieß-Preßformmaschine,
die einen ortsfesten Schußkasten 1 in einem Maschinengehäuse 2 und eine an der Unterseite des Schußkastens 1 angeordnete
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Schieß- und Preßplatte 3 aufweist. Ferner besitzt die Maschine einen heb-
und senkbaren Preßtisch 4, der beispielsweise von einem Hubkolben angetrieben ist. Die Schieß- und Preßplatte 3 weist nicht näher gezeigte Durchtrittsöffnungen
auf, durch die der Formsand aus dem Schußkasten 1 schlagartig in den Formhohlraum eingeschossen werden kann.
An dem Maschinengehäuse 2 sind Hydraulikzylinder 5 angeordnet, die einen
oberen Fül!rahmen 6 tragen.
Auf dem Preßtisch 4 ist die Modellplatte 7 mit dem Modell 8 befestigt.
In der Zeichnung ist -lediglich zur Verdeutlichung der möglichen Arbeitshöhe
der Formmaschine - ein konvex-konkaves Modell angedeutet. In Wirlichkeit
wird aber stets nur eines dieser Modelle vorgesehen. Die Modellplatte 7 sitzt also in Wirklichkeit unmittelbar auf dem Maschinentisch. Im übrigen wird
die komplette Model !einrichtung von der Seite her, beispielsweise mittels
einer Rollenbahn 9 in die Formmaschine eingefahren. Der Modellplatte 7 bzw. dem Preßtisch 4 ist ein unterer Füllrahmen 10 zugeordnet, der mittels einer
Klemmeinrichtung 11 an dem Preßtisch 4 bzw. der Modellplatte 7 gehalten ist. Zum Positionieren des unteren Füllrahmens 10 dient der schematisch
angedeutete Hubkolben 12.
Ebenso wie die Modelleinrichtung wird auch der Formkasten 13 von der
Seite her in die Formmaschine eingefahren, beispielsweise auf der Rollenbahr.
14. Der Formkasten 13 weist, ebenso wie die Model !einrichtung Zentrier stife
15 auf, die in die Modellplatte 7 eingreifen.
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-in
In Figur 1 ist die Ausgangsstellung beim Formkastenwechsel oder auch
beim Modellwechsel gezeigt, während Figur 5 die Stellung nach Abschluß
des Verdichtungsvorgangs und vordem Einfahren eines neuen Formkastens
wiedergibt.
Der obere Füllrahmen 6 und der untere Füllrahmen 10 sind hohl ausgebildet
und an ihrer Innenwandung mit Durchtrittsöffnungen 16 bzw. 17 (Figur 5)
versehen, durch v/elche die im Formhohlraum enthaltene Luft, wie auch die
Schießluft in den hohlen Füllrahmen eindringen kann. Ferner weisen oberer
und unterer Füllrahmen Abluftöffnungen 18, 19 auf, durch welche die Luft
nach außen treten, vorzugsweise in eine Abluftleitung überströmen kann. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht jede Klemmeinrichtung aus
einer an der Unterseite des unteren Füllrahmens 10 angeordneten Stange 20, die in Klemmbacken 21 geführt und von diesen gehalten ist. Schließlich ist
am Preßtisch 4 ein einstellbarer Mitnehmer 22 angeordnet, der, wie noch
später gezeigt wird, mit der Unterkante des*unteren Füllrahmens zusammenwirkt.
Nachfolgend wird die Betriebsweise der Formmaschine beschrieben:
Aus der in Figur 1 gezeigten Ausgangsstellung wird der untere Füllrahmen
mittels des HydraulikkoIbens zunächst in Position gebracht, d. h. in eine
solche Stellung, bei der er die Modellplatte 7 nach oben überragt (s. Figur 5).
In dieser Position wird der untere Füllrahmen 10 durch die Klemmeinrichtung 11,
deren Klemmbacken geschlossen sind, gehalten. Ebenso wird der Füllrahmen
6 mittels der Hydraulikzylinder 5 in eine die Schieß- lind Preßplatte
nach unten überragende Stellung gebracht (Figuren 1 und 5) .
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Aus dieser Bereitschaftstellung (Figur 5) fährt der Preßtisch nach
oben, bis der untere Füllrahmen 10 mit seiner Oberkante an die Unterkante des Formkastens 13 anstößt und diesen von der Rollenbahn 14 abhebt. Dabei
ändert sich die Relativlage zwischen Modellplatte 7 bzw. Preßtisch 4
einerseits und unterem Füllrahmen 10 andererseits nicht. Es wird schließlich
die in Figur 2 gezeigte Füllstellung erreicht, in der zwischen der Schieß- und Preßplatte 3, der Modellplatte 7, den beiden Füllrahmen 6 und 10 und dem
Formkasten 13 ein solches Volumen luftdicht eingeschlossen wird, welches dem notwendigen Sandvolumen entspricht.
Aus der in Figur 2 gezeigten Füllstellung bewegt sich dann der Preßtisch
zusammen mit der Modellplatte weiter nach oben, wobei die Stange 20 der
Klemmeinrichtung durch die Klemmbacken 21 durchrutscht. Die Modellplatte 7 mit dem Modell 8 durchwandert dabei den unteren Füllrahmen soweit,
bis die Oberkante der Modellplatte, die mit der Teilebene des Modells zusammenfällt,
bündig mit der Unterkante des Formkastens 13 abschließt. Bei diesem Preßvorgang von unten wird der Formsand, wie in Figur 3 angedeutet,
im modellnahen Bereich verdichtet. Während dieser ersten Preßstufe ist der obere Füllrahmen 6 mittels der Hydraulikzylinder 5 blockiert,
behält also seine Relativlage zur Schieß- und Preßplatte 3 bei. Ferner wird der Formkasten während dieser Arbeitsphase vom unteren Füllrahmen 10 mittels
der Klemmeinrichtung 11 abgestützt.
Sobald die Teilebene des Modells mit der Unterkante des Formkastens
bündig ist (Figur 3) gelangt der einstellbare Mitnehmer 22 mit der Unterkante
des Füllrahmens in Kontakt. Dadurch kann sich die Modellplatte bzw. der
Preßtisch relativ zum unteren Füllrahmen 10 nicht mehr verschieben, vielmehr wird dieser zusammen mit dem Formkasten 13 mitgenommen. Zuvor
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sind die Hydydraulikzylinder deblockiert worden, so daß nun auch der obere
Füllrahmen die Hubbewegung des Preßtischs 4 mitmacht und die Schieß- und Preßplatte 3 tiefer in den oberen Füllrahmen 6 eindringen kann und dabei
den dort enthaltenen Formsand in den Formkasten 13 hinein verdichtet. Es wird schließlich die in Figur 4 gezeigte Endstellung erreicht, in der auch
die Oberseite des Formsandes etwa mit der Oberkante des Formkastens 13 abschließt und der Formsand insbesondere auch im oberen Bereich ausreichend
verdichtet ist. Danach fährt der Preßtisch 4 mit Modelleinrichtung und unterem
Füllrahmen 10 nach unten, bis der untere Füllrahmen sich an dem Hubkolben abstützt und stehen bleibt, während die Modellplatte und der Preßtisch weiter
nach unten bewegt werden, bis wieder die Bereitschaftstellung (Figur 5)
ist
erreicht. Bei dieser Abwärtsbewegung wird auch der obere Füllrahmen 6 mittels der Hubzylinder 5 nachgeführt, um wieder seine Ausgangsposition zu erreichen. Schließlich fährt auch der Formkasten bei dieser Abwärtsbewegung mit nach unten, bis er wieder Kontakt mit der Rollenbahn 14 erhält und aus der Formmaschine abgeschoben werden kann. Nach Einfahren eins neuen Formkastens, gegebenenfalls auch nach einem in der Position gemäß Figur 1 vorzunehmenden Modellwechsel, ist die Formmaschine für den nächsten Arbeitsgang bereit.
erreicht. Bei dieser Abwärtsbewegung wird auch der obere Füllrahmen 6 mittels der Hubzylinder 5 nachgeführt, um wieder seine Ausgangsposition zu erreichen. Schließlich fährt auch der Formkasten bei dieser Abwärtsbewegung mit nach unten, bis er wieder Kontakt mit der Rollenbahn 14 erhält und aus der Formmaschine abgeschoben werden kann. Nach Einfahren eins neuen Formkastens, gegebenenfalls auch nach einem in der Position gemäß Figur 1 vorzunehmenden Modellwechsel, ist die Formmaschine für den nächsten Arbeitsgang bereit.
Claims (9)
1. Verfahren zum Verdichten von Gießerei form sand in Formkasten,
indem Überschußsand von oben in den mit Formsand gefüllten Formkasten gepreßt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Pressen von oben der Formsand in dem Formkasten von unten verdichtet wird, wobei die Menge des Lberschußsandes so bemessen wird, daß nach Abschluß des Pressens von unten noch ein Überstand an Formsand über dem Formkasten vorhanden ist, der beim abschließenden Pressen von oben zumindest teilweise in den Formkasten hinein verdichtet wird.
dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Pressen von oben der Formsand in dem Formkasten von unten verdichtet wird, wobei die Menge des Lberschußsandes so bemessen wird, daß nach Abschluß des Pressens von unten noch ein Überstand an Formsand über dem Formkasten vorhanden ist, der beim abschließenden Pressen von oben zumindest teilweise in den Formkasten hinein verdichtet wird.
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2. Formmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit
einem vertikal beweglichen Preßtisch, einer mit diesem verbundenen
Modellplatte, einem das Modell umgebenden Formkasten mit einem oberen Füllrahmen und einer feststehenden Preßplatte, gegen welche die
Form mittels des Preßtischs unter Eindringen der Preßplatte in den oberen Füll rahmen bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
a) zwischen dem Preßtisch (4) und dem Formkasten (13) ein unterer Fül I-rahmen
(10) angeordnet ist, dessen lichter Querschnitt wenig größer ist als der Umriß der Modellplatte (7) ,
b) in der Füllstellung (Figur 2) bei geschlossener Form der obere FülI —
rahmen (6) gegenüber der Preßplatte (3) und der untere Füllrahmen (10)
gegenüber der Modellplatte (7) in einer solchen Lage angeordnet sind, daß der von Preßplatte (3), Modellplatte (7), dem Formkasten (13) und
den beiden Füllrahmen (6, 10) umschlossene Hohlraum dem benötigten Sandvolumen entspricht,
c) nach dem Füllen des Hohlraums mit Formsand der Preßtisch (4) die
Modellplatte (7)
dd) zunächst bei blockiertem oberen Füllrahmen (6) bis zum bündigen Abschluß
der Teilebene des Modells (2) mit der Unterkante des Formkastens (13) unter Verdrängen des Formsandes aus dem unteren Fül I rahmen
(10) in den Formkasten (13) nach oben bewegt,
ee) anschließend bei deblockiertem oberem FülIrahmen (6) unter Mitnahme
des unteren Füllrahmens (10), des Formkastens (13) und des oberen Füllrahmens (6) gegen die Preßplatte (3) verschiebt, wobei der Formsand
aus dem oberen Füllrahmen (6) in den Formkasten (13) verdrängt wird, und
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f) abschließend die fertige Form von den beiden FühlIrahmen (6, 10)
getrennt und aus der Formmaschine entfernt wird.
3. Formmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der obere
Füllrahmen (6) gegenüber der Preßplatte (3) mittels eines Antriebs (5) einstellbar und während des Füllen (Figur 2) und des Pressens von unten
(Figur 3) blockiert ist.
4. Formmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der untere
Füllrahmen (10) gegenüber der Modellplatte (7) bzw. dem Preßtisch (4) mittels eines Antriebs (12) einstellbar und während des Füllens (Figur 2)
blockierbar ist, während er beim Pressen von unten (Figur 3) und von oben (Figur 4) in Anlage an der Unterkante des Formkastens (13) gehalten
ist.
5. Formmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß als
Antriebe (5, 12) zum Einstellen des oberen und unteren Füllrahmens (6, 10)
Hydraulik- oder Pneumatik-Zylinder dienen.
6. Formmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
untere Füllrahmen (10) an der Modellplatte (7) oder dem Preßtisch (4) mittels Klemmeinrichtungen (11) gehalten ist, deren Klemmkraft kleiner
ist als die Preßkraft.
7. Formmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jede Klemmeinrichtung
(11) aus einer an der Unterseite des unteren Füllrahmens (10) angeordnete Stange (20) und diese umgreifenden, an der Modellplatte (7)
oder am Preßtisch (4) angeordneten, hydraulisch, pneumatisch oder
magnetisch betriebenen Klemmbacken (21) besteht.
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8. Formmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Modellplatte (7) oder am Preßtisch (11) ein Mitnehmer (22) angeordnet ist, der nach Abschluß des Pressens von
unten (Figur 3)zur Anlage am unteren Fülliahmen (10) kommt und diesen sowie den Formkasten (13) und den oberen Füll rahmen (6) mitnimmt
und zugleich als Begrenzer für die Endstellung der Modellplatte (7) gegenüber dem Formkasten (13) dient.
9. Formmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Formsand
durch Einschießen eingefüllt und zugleich vorverdichtet wird und die im Formhohlraum enthaltene Luft nach außen entweicht, dadurch gekennzeichnet,
daß der obere und/oder der untere Füll rahmen (6 und/ oder 10) hohl ausgebildet sind, ihre Innenwandungen mit Durchtrittsöffnungen
(16, 17) für die Luft und ihre Außenwandung mit wenigstens einer Abluftöffnung (18, 19) versehen sind.
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Priority Applications (6)
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