DE2919656C2 - - Google Patents
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Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur
kontinuierlichen Herstellung einer Flüssigkeit mit
vorgegebenem Gehalt an Kohlendioxid, insbesondere zur
Herstellung eines Getränkes, mit mindestens einem Injek
tor, dessen Treibdüse mit einer Zuleitung für die
Flüssigkeit, dessen Unterdruckkammer mit einer Zulei
tung für das Kohlendioxidgas und dessen Mischrohr über
eine Sammelleitung mit dem Vorratstank verbunden sind.
Eine derartige Einrichtung ist beispielsweise in der
DE-OS 15 17 502 beschrieben.
Es sind weiterhin Vorrichtungen zur kontinuierlichen
Bestimmung des Kohlendioxidgehaltes einer durch eine
Leitung strömenden Flüssigkeit bekannt. Derartige Vor
richtungen sind beispielsweise in DE-OS 24 35 493 und
DE-OS 26 34 971 beschrieben.
Will man eine solche Vorrichtung zur Regelung der Ein
leitung von Kohlendioxidgas in eine Flüssigkeit verwen
den, so treten eine Reihe von nicht leicht zu lösenden
Problemen auf.
Grundsätzlich soll der Kohlendioxidgehalt, beispielswei
se eines Getränkes, das von einem Vorratstank aus einem
Füller zugeführt wird, einen vorgegebenen Wert besitzen,
der nur innerhalb bestimmter, möglichst enger Grenzen
schwanken darf.
Nimmt man nun die für eine Regelung der Kohlendioxidgas
zufuhr am Injektor notwendige Bestimmung des Kohlen
dioxidgehaltes im Vorratstank oder gar in der vom Vor
ratstank zum Füller führenden Leitung vor, so liegt
jeweils zwischen der Meßstelle und der Regelstelle,
selbst wenn man versucht, mit nicht zu großen Leitungs
wegen zu arbeiten, eine außerordentlich große Flüssig
keitsmenge. Dies macht eine genaue Regelung praktisch
unmöglich bzw. erzwingt eine hohe Regelträgheit. Auch
ist die Flüssigkeit zwischen der Regelstelle und der
Meßstelle unter Umständen weiterer Beeinflussungen im
Hinblick auf den Kohlendioxidgehalt ausgesetzt.
Will man diesen Nachteil vermeiden, dadurch daß man mit
der Meßstelle wesentlich näher an die Regelstelle heran
geht und beispielsweise die Bestimmung des Kohlendioxid
gehaltes bereits in der vom Injektor zum Vorratsbehälter
führenden Sammelleitung vornimmt, so tritt die Schwie
rigkeit auf, daß dort unter Umständen das Kohlendioxid
gas noch gar nicht von der Flüssigkeit aufgenommen ist,
d. h. daß der sich im Vorratstank einstellende Gleichge
wichtszustand noch nicht erreicht ist. Man legt also in
diesem Falle der Regelung einen Meßwert zugrunde, der
noch gar nicht dem Endzustand entspricht, da die
Flüssigkeit auf dem Wege von der Meßstelle zum Vorrats
tank und dort selbst weiteren, den entgültigen Kohlen
dioxidgehalt bestimmenden Einwirkungen ausgesetzt ist.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe bestand
darin, eine eingangs erwähnte und im Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 angegebene Einrichtung so auszubilden,
daß einerseits zwischen Meßstelle und Regelstelle nur
eine relativ geringe Flüssigkeitsmenge transportiert
wird, andererseits aber die Flüssigkeit, deren Kohlen
dioxidgehalt zur Durchführung der Regelung bestimmt
wird, den gleichen Kohlendioxidgehalt hat, wie die im
Vorratstank befindliche Flüssigkeit.
Die Lösung dieser Aufgabe geschieht erfindungsgemäß mit
den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 ange
gebenen Merkmalen.
Vorteilhafte Ausführungsformen der erfindungsgemäßen
Einrichtung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
So ist es beispielsweise besonders vorteilhaft, wenn die
pro Zeiteinheit über die Probenableitung abgezweigte
Flüssigkeitsmenge, die dem Probenbehälter zugeführt
wird, wesentlich kleiner ist, als die pro Zeiteinheit
dem Vorratstank zugeführte Flüssigkeitsmenge. Ein Durch
strömverhältnis von etwa 1 : 50 bis 1 : 100 hat sich
hier als sehr zweckmäßig erwiesen.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Einrichtung ist gemäß den Merkmalen
der Unteransprüche 4 und 5 der Probenbehälter außerhalb
des Vorratstankes angeordnet, und die Probenzuleitung
ist unmittelbar hinter dem Injektor an die Sammelleitung
angeschlossen. Es ist aber auch grundsätzlich möglich,
den Probenbehälter im Vorratstank selbst anzuordnen,
wobei aber die Probenzuleitung nicht an den Vorratstank
selbst, sondern an die Sammelleitung angeschlossen ist.
Im Probenbehälter erfolgt eine schnelle Klärung der
Flüssigkeit bzw. eine völlige Aufnahme des Kohlendioxid
gehaltes in der zu messenden Probe, wobei durch die
Druckausgleichsleitung dafür gesorgt wird, daß im Pro
benbehälter die gleichen Druckverhältnisse herrschen wie
im Vorratstank und somit die zu messende Probe dem
gleichen Druckgleichgewicht unterworfen ist wie die
Flüssigkeit im Vorratstank.
Es hat sich gezeigt, daß mit der erfindungsgemäßen
Einrichtung eine hervorragende Regelung der Einleitung
des Kohlendioxidgases in die Flüssigkeit möglich ist. An
einem praktischen Ausführungsbeispiel angestellte Ver
suche ergaben, daß mit der erfindungsgemäßen Einrichtung
Schwankungsbreiten von ±0,07 bis 0,08 Vol. CO2/Vol.
Flüssigkeit erreichbar sind.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung ein Ausführungs
beispiel für die erfindungsgemäße Einrichtung näher
erläutert.
In der Zeichnung ist schematisch eine Einrichtung zur
Einleitung von Kohlendioxidgas in eine Flüssigkeit
dargestellt. Zur Verdeutlichung der erfindungsgemäßen
Einrichtung sind die Teile der Gesamteinrichtung, die
die erfindungsgemäße Einrichtung darstellen, mit etwas
stärkeren Linien ausgezogen als die übrigen Teile der
Einrichtung.
Die Einleitung des Kohlendioxidgases in die Flüssigkeit
geschieht durch ein oder mehrere Injektoren 1, die an
sich bekannt sind und deren genauer Aufbau in der Zeich
nung nicht dargestellt ist. Es können grundsätzlich
mehrere Injektoren 1 parallel zueinander geschaltet
sein. Die nicht dargestellte Treibdüse jedes Injektors 1
ist mit einer Flüssigkeitszuleitung 2 verbunden, wobei
die Flüssigkeit über eine Pumpe 3 zugeführt wird.
Die nicht dargestellte Unterdruckkammer jedes Injektors
1 ist an eine Leitung 4 angeschlossen, über welche
Kohlendioxidgas von einer nicht dargestellten Kohlen
dioxidgas-Quelle zugeführt wird. In die Leitung 4 sind
Magnetventile 23 und 26 eingeschaltet, die bei einer
Unterbrechung der Flüssigkeitszufuhr auch die Zufuhr an
Kohlendioxidgas absperren. Weiterhin ist jedem Injektor
eine Rückschlagklappe 25 vorgeschaltet.
Das nicht dargestellte Mischrohr jedes Injektors 1 ist
mit einer Sammelleitung 5 verbunden, die in einen Vor
ratstank 6 führt, wobei durch eine besondere Ausbildung
der Ausströmöffnung 5 a der Sammelleitung 5 im Vorrats
tank 6 dafür gesorgt ist, daß die Flüssigkeit in ruhiger
und gleichmäßiger Verteilung im Vorratstank ausströmen
kann.
Vom Vorratstank 6 führt eine Leitung 7 zu einer nicht
dargestellten Abfüllvorrichtung.
Von der Sammelleitung 5 zweigt unmittelbar im Anschluß
an die Injektoren 1 eine Probenzuleitung 9 ab, welche zu
einem Probenbehälter 8 führt, in dessen Innenraum sie
einmündet. Der Probenbehälter 8 ist als zylindrischer
Tubus ausgebildet und ist in der Gesamtvorrichtung mit
vertikal stehender Achse angeordnet. An seiner Oberseite
mündet eine Druckausgleichsleitung 10 ein, welche mit
dem Innenraum des Vorratstanks 6 an dessen Oberseite
verbunden ist, so daß die Gasräume des Probenbehälters 8
und des Vorratstanks 6 oberhalb der jeweiligen Flüssig
keitsspiegel miteinander verbunden sind.
An der Unterseite des Probenbehältes 8 mündet eine
Probenableitung 11 aus, welche zur Sammelleitung 5
zurückgeführt wird. Zwischen der Abzweigungsstelle der
Probenzuleitung 9 und der Einmündungsstelle der Proben
ableitung 11 in die Sammelleitung 5 befindet sich in der
Sammelleitung eine venturidüsenartige Verengung 12,
durch welche das Abströmen der gewünschten Teilmenge der
Flüssigkeit in die Probenzuleitung 9 sichergestellt ist.
Im Bypass zur Probenableitung 11 liegt eine Vorrichtung
15 zur kontinuierlichen Bestimmung des Kohlendioxidge
haltes einer Flüssigkeit, die hier nicht näher darge
stellt ist.
Der Vorrichtung 15 wird ein Teil der aus dem Pro
benbehälter 8 abströmenden Probenflüssigkeit über eine
Leitung 13 zugeführt, und die Flüssigkeit wird über eine
weitere Leitung 14 wieder in die Probenableitung 11
zurückgeführt. In der Probenableitung 11 ist zwischen
den Anschlußstellen der Leitungen 13 und 14 eine ventu
ridüsenartige Verengung 11 a angeordnet. Der durch die
Vorrichtung 15 bestimmte Kohlendioxidgehalt wird mittels
einer Rechen- und Anzeigevorrichtung 16 ermittelt und
einem Regler 17 zugeführt, durch den ein in die Leitung
4 zur Zuführung des Kohlendioxidgehaltes eingeschaltetes
Dosierventil betätigt wird. Die Übermittlung der Signale
von der Vorrichtung 15 über die Vorrichtung 16 zum
Regler 17 kann je nach den verwendeten Vorrichtungen auf
elektrischem oder auf pneumatischem Wege erfolgen.
Im Probenbehälter 8 sind in verschiedenen Höhen Füll
standsanzeigegerät 19, 20, 21 angeordnet. Das unterste
der Füllstandsanzeigegeräte 19 schaltet bei zu geringem
Flüssigkeitsstand die Vorrichtung 15 ab und verhindert
so ein Trockenlaufen dieser Vorrichtung. Die Füllstands
anzeigegeräte 20 und 21 wirken auf ein Druckausgleichs
ventil 22 und regulieren das Flüssigkeitsniveau inner
halb des Probenbehälters 8.
Von der Vorrichtung 15 zur Bestimmung des Kohlendioxid
gehaltes der vom Probenbehälter 8 abgegebenen Flüssig
keit aus, wird über das Dosierventil 18 die Einleitung
des Kohlendioxidgases, welches über die Leitung 4 zuge
führt wird, in die Injektoren 1 geregelt. Damit beim
Ein- und Abschalten der Einrichtung bzw. nach einer
Unterbrechung der Kohlendioxidgas-Zufuhr in der Einlei
tung des Kohlendioxidgases nicht eine plötzliche Druck
spitze auftritt, welche durch das Ansprechen der Rege
lung zu Regelschwingungen führen kann, ist in die Lei
tung 4 vor das Dosierventil 18 noch ein Puffertank 24
zum Abfangen derartiger Druckspitzen eingeschaltet.
Claims (10)
1. Einrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer
Flüssigkeit mit vorgegebenem Gehalt in Kohlendioxid,
insbesondere zur Herstellung eines Getränkes, mit minde
stens einem Injektor, dessen Treibdüse mit einer Zulei
tung für die Flüssigkeit, dessen Unterdruckkammer mit
einer Zuleitung für das Kohlendioxidgas und dessen
Mischrohr über eine Sammelleitung mit einem Vorratstank
verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß von der
Sammelleitung (5) eine Probenzuleitung (9) in einen
Probenbehälter (8) geführt ist, daß der Probenbehälter
in seinem oberen Bereich über eine Druckausgleichs
leitung (10) mit dem oberen Bereich des Vorratstanks (6)
verbunden ist, daß der Probenbehälter in seinem
unteren Bereich über eine Probenableitung (11) mit der
Sammelleitung verbunden ist, daß in der Sammellei
tung zwischen der Abzweigstelle der Probenzuleitung
und der Einmündungsstelle der Probenableitung
eine venturidüsenartige Verengung (12) vorgesehen ist,
daß eine Vorrichtung (15) zur kontinuierlichen Be
stimmung des Kohlendioxidgehaltes der Flüssigkeit im By
pass an die Probenableitung angeschlossen ist, und
daß diese Vorrichtung über eine Regelvorrichtung
(17) mit einem Dosierventil (18) verbunden ist, das in
der Zuleitung (4) für das Kohlendioxidgas zu dem Injek
tor (1) angeordnet ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt der Probenzuleitung (9) klein gegen
den Querschnitt der Sammelleitung (5) ist.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der Inhalt des Probenbehälters
(8) klein gegen den Inhalt des Vorratstanks (6) ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Probenbehälter (8) außerhalb des
Vorrtstanks (6) angeordnet ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Probenzuleitung (9) unmittelbar
hinter dem Injektor (1) bzw. den Injektoren an die
Sammelleitung (5) angeschlossen ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Probenbehälter (8) als zy
lindrischer Tubus ausgebildet ist, der mit vertikal
stehender Achse angeordnet ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckausgleichsleitung (10) an der Oberseite des
Tubus (8) und die Probenableitung (1) an der Unterseite
des Tubus (8) angeschlossen ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß im Probenbehälter (8) ein Füll
standsanzeiger (19) angeordnet ist, der mit der Vorrich
tung (15) zur Bestimmung des Kohlendioxidgehaltes zu
deren Abschaltung bei Trockenlauf verbunden ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß im Probenbehälter (8) weitere Füllstandsanzeiger
(20, 21) zur Flüssigkeitsniveauregelung angeordnet sind.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß in der Leitung (4) zwischen
der Kohlendioxidgas-Quelle und dem Dosierventil (18) ein
Puffertank (24) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19792919656 DE2919656A1 (de) | 1979-05-16 | 1979-05-16 | Einrichtung zur kontinuierlichen regelung der einleitung von kohlendiosidgas in eine fluessigkeit, insbesondere ein getraenk |
Publications (2)
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ID=6070812
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Country Status (1)
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1979
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| Publication number | Publication date |
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