DE2910996B2 - Einrichtungen zur Entgasung von Abfällen - Google Patents
Einrichtungen zur Entgasung von AbfällenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Entgasung von Abfallen, bei der die Restverbrennung des
»Pyrolysekokies« in einer Wirbelschichtfeuerung erfolgt
nach Patentanmeldung P 28 55 510.4-24, durch deren Feuerung Rohre geführt sind, wobei dem in
aufeinanderfolgenden optimierten Verfahrensschritten erst getrocknet dann entgast und schließlich der
»Pyrolysekoks« in einer Wirbelschichtfeuerung ggf. als Reaktor für eine Gasumwandlung bei erhöhter Temperatur
benutzt wird.
Werden die Schwelgase direkt durch diese Wirbelschichtfeuerung hindurchgeführt, so werden sie in
jedem Falle durch die Verbrennungsabgase des Pyrolsekokses »verdünnt«. Bei einer Verbrennung des
Pyrolysekokses mit Luft wird das"chwelgas mindestens
durch Stickstoff und Kohlendioxyd verdünnt, bei der Verbrennung des Pyrolysekokses ö Tch teuren Sauerstoff
tritt immer noch eine Verdünnung durch Kohlendioxyd auf und die Kosten für die Sauerstofferzeugung
belasten die Wirtschaftlichkeit der Anlage.
Die Aufgabe besteht in einer Verbesserung der bekannten Verfahren, so, daß keine Verdünnung der
Schwelgase durch Verbrennungsabgase in der Gasumwandlungsstufe mehr erfolgt
Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung durci»
eine indirekte Gasumwandlung in von außen, - z. B. durch die Wirbelschichtfeuerung hindurchgeführte, —
beheizte Rohre, die mit einer gasdurchlässigen Füllmasse gefüllt sind und durch die die Schwelgase ohne
jeglichen Luft- oder Sauerstoffzutritt hindurchgeleitet werden. Diese Füllmasse in den von außen beheizten
Rohren kann Kies, Splitt, MetaHschrot, kleine Metallkugeln oder ein anderes anorganisches Schüttgut sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Füllmasse gleichzeitig eine katalytische Wirkung auf das Schwelgas
ausübt, beispielsweise im Hinblik auf eine möglichst vollständige Aromatisierung der Kohlenwasserstoff-Verbindungen.
Der Vorteil der Erfindung ist vor allem in dem wesentlich verbesserten Wärmeübergang auf das zu
behandelnde Schwelgas durch die Füllmasse in den Rohren zu sehen.
Bei bekannten Einrichtungen zur thermischen Zersetzung oder Umwandlung von Stoffen in von außen
beheizten Rohren, die beispielsweise durch eine Wirbelschichtfeuerung geführt werden, müssen sehr
lange Rohrschlangen verwendet werden, wenn ein ausreichender Wärmeübergang insbesondere auf ein
gasförmiges Behandlungsgut erzielt werden soll.
Purch die Füllmasse wird das die von außen beheizten Rohre durchströmende Gas in der Strömungsgeschwindigkeit
stark verzögert und dabei verwirbelt, während die vorzugsweise wärmeleitende
Füllmasse gleichzeitig zu einer Vervielfachung der Wärmeübertragungsflächen auf das Gas beiträgt
Selbstverständlich ist es ein doppelter Vorteil, wenn die Füllmasse gleichzeitig eine katalytische Wirkung auf
das thermisch umzuwandelnde Gas ausübt,
ίο Die Beheizung der mit einer Füllmasse gefüllten und
von dem zu behandelnden Gas durchströmten Rohre muß nicht unbedingt durch eine Wirbelschichtfeuerung
geschehen, sie kann auch von außen durch heiße Gase beaufschlagt werden, beispielsweise durch die Heizgase
für die Entgasungsdreh trommel zur Ausübung des Verfahrens gemäß Stammpatent (Stammpatentanmelciung).
Die Figuren beschreiben diese Einrichtungen in rein schematischen Querschnitten.
F i g. 1 zeigt den schematischen Querschnitt durch einen Wirbelschichtreaktor.
Fig.2 zeigt den schematischen Querschnitt durch
eine Entgasungsdrehtrommel mit auBeniiegendem Gaswandler
für das Schwelgas.
In F i g. 1 wird der Wirbelschichtofen 1 aus einem Gehäuse 2 mit einem gasdurchlässigen Boden 3 und
einer Luftzuführung 4 gebildet, in dem der Pyrolysekoks
5 in einer Wirbelschicht verbrennt Die; Gas-Sammelrohre
6 für die Zu- und Ableitung des zu behandelnden Schwelgases werden durch mehrere, mit einer Füllmasse
7 gefüllte Verbindungsrohre 8 miteinander verbunden, die durch die Wirbelschicht des Pyrolysekokses 5
hindurchgeführt sind.
In Fig.2 sind die Verbindungsrohre 8 mit der Füllmasse 7 zwischen den Gas-Sammelrohren 6 etwa
halbkreisförmig hängend praktisch konzentrisch außerhalb einer Entgasungsdrehtrommel 9 angeordnet die,
wie rein schematisch dargestellt, am Außenumfang von unten liegenden Brennern 10, beispielsweise Gas- oder
ölbrennern, beheizt wird.
Aus diesen, durchaus nicht fur alle möglichen
Ausführungsgestaltungen sprechenden Beispiele ist ersichtlich, mit welch einfachen Mitteln die indirekte
Gasumwandiung bei erhöhten Temperaturen durch die
<5 Erfindung erreicht wird. Würden die Schwelgase
einfach durch von außen beheizte Rohre geführt, so müßten sehr lange Rohrschlangen verwendet werden,
um einigermaßen sicher zu gewährleisten, daß die die Rohrschlangen durchströmenden Gase wirklich auf die
Wandtemperatur der Rohre aufgeheizt werden.
Durch die in den Verbindungsrohren 8 liegende Füllmasse 7 wird eine sehr langsame Strömungsgeschwindigkeit
durch die mit Kies, Splitt, Schrot, Kügelchen od. dgl. gefüllten Rohre erzielt, der erhöhte
Strömungswiderstand wird durch eine entsprechend große Anzahl von Verbindungsrohren 8 mit der
Füllmasse 7 ausgeglichen. Wenn die Füllmasse 7 insbesondere aus kleinen Metallteilchen besteht, die
eine gute Wärmeleitung haben und die Temperatur der von außen beheizten Rohre annehmen, so ist eine rasche
Aufheizung des langsam durch die Füllmasse hindurchströmenden Gases gewährleistet. Durch die langsame,
turbulente Strömung der Gase durch die Füllmasse ist außerdem eine gewisse Behandlungszeit gewährleistet.
Soll die Behandlungszeit kürzer sein, wird eine grobkörnigere Füllmasse verwendet, muß dagegen eine
längere Behandlungszeit für die Gase in Kauf genommen werden, so muß eine feinkörnigere Füllmas-
se verwendet werden, und es müssen entsprechend eine
größere Anzahl von parallel geschalteten Verbindungsrohren
8 zwischen den Gas-Sammelrohren 6 angeordnet werden.
Durch die Wahl der Füllmasse und die Strömungsgeschwindigkeit
des Schwelgases durch die von außen beheizten Rohre in Abhängigkeit von der gewählten
Druckdifferenz zwischen dem Gas-Sammelrohr für die Einführung des Schwelgase? und dem Gas-Sammelrohr
für die Ableitung des behandelten Schwelgases kann man sich nach -mpirischen Versuchen leicht an die
optimalen Bedingungen für- die Gasumwandlung herantasten und diese dann im laufenden Betrieb einhalten.
Eine Verkokung oder Verklebung der Füllmasse ist bei den im allgemeinen herrschenden Temperaturen i>
zwischen 600 und 8000C nicht zu befürchten. Allenfalls
ist es möglich, daß die Füllmasse gewissermaßen als »Schüttschichtfilter« für mitgerissenen Flugstaub wirkt
und daß hierdurch der Strömungswiderstand für das zu behandelnde Gas erhöht wird.
Neben der Anordnung geeigneter Staubfilter vor der Gasumwandlung könnte die Reinigung der mit kiesförtriger
Füllmasse gefüllten, von außen beheizten Rohre dadurch geschehen, da3 in einer Art Rückspülvorgang
mit entgegengesetzter Strömungsrichtung bei der Anwendung pulsierender Druckstöße, wie bei der
Abreinigunp von Filtern allgemein bekannt und übliclr, die Füllmasse wieder von Flugstaub befreit wird.
Diese Rückspülung sollte vorzugsweise mit Schwelgas bestehen, welches in einen Sammelbehälter für
unbehandeltes Schwelgas unmittelbar hinter der Entgasungsdrehtrommel od. dgl. zurückgeleitet wird.
Es könnte auch von Zeit zu Zeit die Strömungsrichtung
der Verbindungsrohre zwischen den Gas-Sammelrohren gewechselt werden.
Auf jeden Fall sind die durch Flugstaub möglicherweise
auftretenden Probleme aus der Fiitenechnik allgemein bekannt und können durch verschiedene
Methoden, wie hier schon angedeutet, bewältigt werden. Diese »Flugstaubprobleme« werden jedoch bei
weitem durch die erheblichen Vorteile einer einfachen und wirksamen Anlage wettgemacht, die es erlaubt, die
Schwelgase ohne jegliche Gasbeimischung oder Gas-Verdünnun? indirekt thermisch nachzubehamleln, so,
daß auch eine gewisse Behandlungszr':. bei weitgehend
gleichmäßiger Behandiungsternperatur erhielt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche;1, Einrichtung zur Entgasung von Abfällen bei der die Restverbrennung des Pyrolysekokses in einer Wirbelschichtfeuerung erfolgt nach Patentanmeldung P 28 55 5)0,4-24, durch deren Feuerung Rohre geführt sind, dadurch gekennzeichnet, daß diese Rohre mit einer gasdurchlässigen Füllmasse, z. B, Kies, Splitt, MetaHschrot, kleinen Metallkugeln oder anderen anorganischen Schüttgütern gefüllt und von Schwelgasen durchströmt sind.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Füllmasse eine katalytische Wirkung auf das Schwelgas ausübt
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Applications Claiming Priority (2)
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| DE19792910996 DE2910996B2 (de) | 1978-12-22 | 1979-03-21 | Einrichtungen zur Entgasung von Abfällen |
Publications (2)
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1979
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