DE2813555A1 - Verfahren zum haushaltsmaessigen herstellen von bruehkaffee - Google Patents

Verfahren zum haushaltsmaessigen herstellen von bruehkaffee

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DE2813555A1 DE19782813555 DE2813555A DE2813555A1 DE 2813555 A1 DE2813555 A1 DE 2813555A1 DE 19782813555 DE19782813555 DE 19782813555 DE 2813555 A DE2813555 A DE 2813555A DE 2813555 A1 DE2813555 A1 DE 2813555A1
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    • A47JKITCHEN EQUIPMENT; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; APPARATUS FOR MAKING BEVERAGES
    • A47J31/00Apparatus for making beverages
    • A47J31/002Apparatus for making beverages following a specific operational sequence, e.g. for improving the taste of the extraction product
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A23FCOFFEE; TEA; THEIR SUBSTITUTES; MANUFACTURE, PREPARATION, OR INFUSION THEREOF
    • A23F5/00Coffee; Coffee substitutes; Preparations thereof
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    • A47J31/32Coffee-making apparatus in which hot water is passed through the filter under pressure, i.e. in which the coffee grounds are extracted under pressure with hot water under air pressure

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Description

5298
DR.-ING. R. DÖRING DIPL.-PHYS. DR. J. FRICKE
BRAUNSCHWEIG MÜNCHEN
Alexander Kückens
Schillerstraße 22
2067 Reinfeld/Holst. "Verfahren zum haushaltsmäßigen Herstellen von Brühkaffee"
Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
Es sind verschiedene Aufbrühmethoden bekannt, um die Aromen und die geschmackhaltigen Stoffe aus zermahlenen Kaffeebohnen zu extrahieren. Bei der üblichen Haushaltsmethode wird drucklos gearbeitet, das Kaffeemehl in einen Filter eingefüllt und das kochende Wasser durch das Kaffeemehl und den Filter in ein Auffanggefäß geleitet. In gewerblichen Betrieben ist eine Brühmethode unter Anwendung von Druck üblich. Während bei der drucklosen Filtermethode die Ausbeute des Kaffeemehls bei maximal 20$ liegt, erhält man bei der Brühmethode unter Druck eine deutlich höhere Ausbeute, die z.B. höher als 30$ liegen kann. Die mit erhöhtem Druck arbeitende Brühmethode, wie sie insbesondere bei den Espresso-Kaffeemaschinen verwendet wird, arbeitet bei relativ hohen Temperaturen, bei denen sich infolge der Erhitzung des Wassers auch ein entsprechend hoher Dampfdruck einstellt,
L v.J
909840/0285
Bei diesen Methoden werden Filter nicht angewendet , sondern Gefäße mit feinporigem Siebboden, durch den die Flüssigkeit mit Hilfe des hohen Dampfdruckes ausgepreßt wird.
Bei der Filtermethode laugt das heiße Wasser das Kaffeemehl nur unter dem statischen Eigendruck aus. Dieses Verfahren ergibt jedoch eine wesentlich bessere Kaffeequalität als die unter erhöhtem Druck arbeitenden Verfahren. Dies beruht im wesentlichen darauf, daß die bei erhöhtem Druck arbeitenden Verfahren auch auf die Anwendung hoher Wassertemperaturen angewiesen sind. Bei hohen Temperaturen und entsprechend hohem Dampfdruck ergeben sich jedoch bekanntermaßen Denaturierungserscheinungen, die den Kaffeegeschmack erheblich beeinträchtigen.
Untersuchungen haben gezeigt, daß die optimale Brühtemperatur
bei etwa 85 C liegt. Höhere Temperaturen fördern bestimmte Oxidationserscheinungen, die ebenfalls geschmackliche Beeinträchtigungen verursachen.
Bei der haushaltsmäßigen Herstellung von Kaffee ergibt sich somit, daß man auch bei der Filtermethode wählen kann zwischen der Anwendung kochenden Wassers, die zu eineuhöheren Ausbeute, jedoch verbunden mit entsprechenden Qualitätsbeeinträchtigungenji führt, und der Anwendung von Wassertemperaturen deutlich unter ! der Kochtemperatur, was zu einer besseren Kaffeequalität, ver- j
bunden mit einer geringeren Ausbeute, führt. j
909840/0265
Es ist Aufgabe der Erfindung, bei der haushaltmäßigen Herstellung von Kaffee die aufgezeigten Schwierigkeiten zu vermeiden und auf billige Weise die Erzeugung eines Kaffees von hoher Qualität, verbunden mit hoher Ausbeutendes Kaffeemehls, au ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Maßnahme nach dem Kennzeichen des Anspruches 1 gelöst.
Wesentlich hierbei ist, daß bei der haushaltsmäßigen Herstellung des Kaffees die Trennung der Flüssigkeit von dem Kaffeesatz nicht durch Einsatz eines Filters und unter Einwirkung des eigenen statischen Druckes der Flüssigkeit erfolgt, sondern nach einer wählbaren Kontaktzeit zwischen Flüssigkeit und Kaffeemehl die Flüssigkeit unter einem erhöhten Druck ausgetrieben oder ausgepreßt wird. Entscheidend ist dabei aber, daß das Auspressen der Flüssigkeit nicht in Verbindung mit einer erhöhten Temperatur, sondern praktisch auf kaltem Wege erfolgt. Das Auspressen kann beispielsweise auf mechanischem Wege mit einer kolbenartigen Begrenzungswand der Kontaktzone erfolgen. Als Antriebsmittel für den Kolben eignet sich besonders ein inertes Gas. Besonders einfach gestaltet sich jedoch das Verfahren, wenn in die geschlossene und nur einseitig durch eine feinporige Siebfläche begrenzte Kontaktzone das inerte Gas unter gegenüber dem Umgebungsdruck erhöhtem Druck eingeleitet wird und durch direktes Einwirken auf die Flüssigkeit diese durch die Siebfläche auspreßt.
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Die Verwendung eines inerten Gases hat zusätzlich den Vorteil, daß die Gefahr der Entstehung von Oxidationsvorgangen mit deren den Geschmack beeinträchtigenden Folgen zusätzlich unterbunden wird. Als inertes Gas bietet sich besonders Kohlendioxidgas an, das bereits in vielen Haushalten in Flüssiggasflaschen für Heimsiphons zur Verfügung steht. Es kommen aber auch zunehmend Heimautomaten zur Herstellung von Kohlendioxidgas enthaltenden Getränken nach dem Postmix-Verfahren zur Anwendung, bei denen ebenfalls Kohlendioxidgas aus einer Flüssiggasflasche zur Verfügung steht. Der Einsatz von Kohlendioxid in komprimiertem oder verflüssigtem Zustand ermöglicht es, im praktisch interessanten Bereich jeden gewünschten Druck auf kaltem Wege zu erzeugen. Dabei wird der Ausdruck der Erzeugung von Gasdruck auf kaltem Wege hier verwendet, um den unterschied gegenüber den unter Druck arbeitenden Kaffeeherstellungsverfahren deutlich zu machen, bei denen der erhöhte Druck mittels Dampfdruck bei erhöhten Wassertemperaturen erzeugt wird.
Das neue Verfahren ermöglicht es mit Vorteil, die Temperatur des heißen Wassers, mit dem das Kaffeemehl in Berührung gebracht wird, auf eine Temperatur unter der Kochtemperatur zu begrenzen. Zweckmäßigerweise liegt dabei die Temperatur im Bereich zwischen 80 und 900C.
Nach einer frei wählbaren Kontakfezeit zwischen Wasser und Kaffeemehl wird dann die Flüssigkeit unter Vermeidung der Oxidationserscheinungen aus dem Kaffeesatz herausgepreßt.
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Aufgrund des neuen Verfahrens läßt sich eine hohe Kaffeequalität durch Verwendung von Wasser begrenzter Temperatur auf einfache Weise mit einer hohen Ausbeute des Kaffeemehls verbinden, die nur bei erhöhtem Druck erreicht werden kann.
Die Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffeemehl liegt innerhalb des üblichen Rahmens und hängt von den Geschmackswünschen des Benutzers ab. Das gleiche gilt für die Einstellung des verwendeten kalten Gasdruckes.
Das zum Einsatz kommende Kohlendioxidgas ist relativ billig. Durch die erhöhte Ausbeute bei der Extraktion des Kaffeemehls ergibt sich, insbesondere im Hinblick auf die hohen Weltmarktpreise für Kaffee, ein enormer wirtschaftlicher Vorteil. Dazu kommt, daß mit Hilfe der Einstellungsmöglichkeit des Druckes, ebenso wie der Einstellungsmöglichkeit für die Wassertemperatur, optimale Werte für Ausbeute und Kaffeequalität erzielt werden können, wie dies bei herkömmlichen Kaffeeautomaten nicht erreicht ' werden kann.
Desweiteren ergibt sich für die haushaltmäßige Herstellung von Kaffee der Vorteil, daß die Anwendung von Filterpapier oder FiI-
tertüten in Fortfall kommt. Untersuchungen haben bereits gezeigt, daß der Einsatz von Kohlendioxid im Hinblick auf die laufenden Kosten Einsparungen gegenüber dem Einsatz von Filterpapier bei der Herstellung von Haushaltskaffee bringt. Außerdem lassen ; sich Geräte zum Ausführen des Verfahrens nach der Erfindung '
auf einfache Weise herstellen und auch mit Getränkeautomaten für den Haushalt verbinden, mit denen Kohlendioxidhaltige Fruchtgetränke hergestellt werden können.

Claims (7)

5298 DR.-ING. R. DÖRING DIPL.-PHYS. DR. J. FRICKE BRAUNSCHWEIG MÜNCHEN Ansprüche
1. Verfahren zum haushaltsmäßigen Herstellen von Brühkaffee aus Kaffeemehl, bei dem Aromen und geschmackhaltige Stoffe aus einer vorbestimmten Menge an Kaffeemehl mit einer vorbestimmten Portion heißen Wassers extrahiert werden, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst die vorbestimmte Portion heißen Wassers mit der vorbestimmten Menge an Kaffeemehl für eine wählbare Zeitdauer in Kontakt gebracht und gehalten wird, worauf die Flüssigkeit von den Peststoffen unter einem gegenüber dem Umgebungsdruck höheren Druck und bei einer Temperatur unterhalb der Brühtemperatur durch Auspressen durch eine Siebfläche getrennt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Brühwasser mit dem Kaffeemehl bei einer Wassertemperatur unter 95°C, vorzugsweise zwischen 80° und 900C, in Kontakt gebracht wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser und das Kaffeemehl in einer durch eine Siebfläche und durch eine bewegliche Fläche begrenzte Kontaktzone zusammengebracht
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werden und die Flüssigkeit durch Einwirken eines inerten Druckgases auf die bewegliche Fläche ausgepreßt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser und das Kaffeemehl in einer abgeschlossenen, einerseits durch ein feinporiges Sieb begrenzten Brühzone in Kontakt gebracht werden und die Flüssigkeit durch Einleiten eines inerten Druckgases in die Kontaktzone ausgepreßt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das inerte Druckgas bei einer der Ümgebungstermperatur etwa entsprechenden Temperatur zugeleitet wird.
6. Verfahren nach Anspruch dadurch gekennzeichnet, daß als inertes Druckgas Kohlendioxidgas verwendet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,^ dadurch gekennzeichnet, daß das Kohlendioxia-einer für Haushaltszwecke üblichen Flüssiggasquelle (Druckgasflasche) entnommen und unter wählbarem Einsatzdruck der Kontaktzone zugeführt wird.
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