DE2753309A1 - Tierfuttermischung - Google Patents

Tierfuttermischung

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DE2753309A1 DE19772753309 DE2753309A DE2753309A1 DE 2753309 A1 DE2753309 A1 DE 2753309A1 DE 19772753309 DE19772753309 DE 19772753309 DE 2753309 A DE2753309 A DE 2753309A DE 2753309 A1 DE2753309 A1 DE 2753309A1
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
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    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/189Enzymes

Description

  • Tierfuttermischung
  • liochleistungstierfutter, wie sie heute üblicherweise in der Intensiv-Tierhaltung verwendet werden, enthalten eine Reihe von Zusatzstoffen mit prophylaktischer und/oder nutritiver Wirkung.
  • Hierzu zählen u. a. Antibiotika und Enzyme. Während sich die Verwendung von Antibiotika bereits in Mischfuttern aller Typen durchgesetzt hat, werden Enzyme in der Praxis noch nicht in größerem Umfange verwendet.
  • Die in der modernen Intensiv-Tierhaltung verwendeten Futtermischungen sind im allgemeinen in allen Nährstoffkomponenten so weit optimiert, das eine weitere Verbesserung nicht ohne weiteres möglich erscheint. überraschenderweise wurde jedoch gefunden, daß auch optimal zusammengesetzte Hochleistungsfutter hinsichtlich der Futterverwertung und/oder des damit erzielbaren Gewichtszuwachses noch verbessert werden können, wenn man diesen Futtern bestimmte Antibiotika zusammen mit proteolytischen Enzymen zusetzt.
  • Gegenstand der Erfindung sind dementsprechend Tierfuttermischungen auf der Basis von Kohlenhydraten, Eiweiß, Fetten und gegebenenfalls üblichen Zusatzstoffen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mehr als 20 - 150 ppm eines der Antibiotika Virginiamycin, Zink-Bacitracin oder Flavophospholipol und einer solchen Menge an proteolytischen Enzymen, daß eine enzymatische Aktivität von 0,05 - 2,5 mTU/g vorliegt.
  • Das Antibiotikum Virginamycin gehört zur Peptolid-Gruppe. Es wird von einem Stamm des Pilzes Streptomyces virginiae produziert und besteht aus den Komponenten Typ M (Bruttoformel C28H35N307) und Typ S (Bruttoformel C43H49N701o).
  • Das Antibiotikum Zink-Bacitracin gehört zur Gruppe der Polypetid-Antibiotika. Es handelt sich bei den Handelspräparaten um Mischungen verschiedener Polypeptide mit einem Zinkgehalt bis 20 v.li. Die Ausgangsform Bacitracin wird in bekannter Weise von Stämmen des Bacillus licheniformis produziert.
  • Das Antibiotikum Flavophospholipol <Flavomycin (R) ist ein phosphorhaltiges Glycolipid der Zusammensetzung 48,5 % C, 73, Z H, 37,3 % 0> 5,1 S N, 1,8 fi P und einem Molgewicht im alkalischen Bereich von 17ovo. Es wird gebildet von einer Gruppe graugrüner Streptomyceten, die bei der American Type Culture Collection unter den Nummern ATCC 13 879, ATCC 14762, ATCC 15503 und ATCC 15304 hinterlegt sind.
  • Geeignete proteolytische Enzyme werden vor allem durch Züchten von Mikroorganismen und Abtrennen aus den Nährlösungen erhalten.
  • Die Verfahren hierzu sind bekannt. Beispielsweise werden proteolytische Enzyme aus Bacillus licheniformis, Bacillus natta, Bacillus substilis usw. verwendet. Besonders bevorzugt werden saure Proteasen, z. B. aus Aspergillus niger oder aus Rhizopus rhizopodiformis entsprechend Patentanmeldung P 25 28 490.6.
  • Derartige Proteasen haben ein besonders breites Wirkungsspektrum im schwach sauren Bereich zwischen pH 2.5-6.5.
  • Handelsübliche Futtermischungen sind für die speziellen Bedürfnisse der einzelnen Tierarten möglichst optimal zusammengestellt. Die Grundlage bilden Kohlenhydrate vor allem aus Getreidekomponenten, Mais oder dgl.. Als Eiweißträger dienen in erster Linie Sojaschrot, Fischmehl,- Tierkörpermehl, Kleie und dergl.. Fehlende Aminosäuren z. B. Methionin, können zusätzlich zugegeben werden. Fette werden in Form von pflanzlichen oder tierischen Fetten oder Abfallfetten beigefügt.
  • Zum Körperaufbau werden ferner Salze, wie Dikalziumphosphat, Kalziumkarbonat, Kochsalz zugesetzt. Gegebenenfalls wird die Futtermischung durch Zugabe von Spurenelementen, Vitaminen, Ballaststoffen usw. abgerundet. Auch fermentativ hergestellte Substanzen wie Einzellerproteine aus Erdölfraktionen oder Alkoholen, diverse Hefen, Algeneiweiß oder sonstige, eventuell auch aus Abfallstoffen gewonnene Substanzen können z. T. in erheblichem Maße Bestandteil der Futterrezeptur sein.
  • Die erfindungsgemäßen Tierfuttermischungen enthalten neben den Ublichen jeweils für eine bestimmte Tierart abgestimmten Bestandteilenzusätzlich mehr als 20 - 150 ppm, vorzugsweise 40 - 80 ppm eines der genannten Antibiotika und proteolytische Enzyme in einer solchen Menge, daß die enzymatische Aktivität o,o5 - 2,5 mTU/g, vorzugsweise o,2 - 0,5 mTU/g beträgt. Insbesondere wird eine Kombination aus einem der genannten Antibiotika und einer sauren Pilz-Protease bzw. Proteasenmischung eingesetzt. Der damit erzielte Zuwachs bzw. die Verbesserung der Futterverwertung beträgt bis zu 4 % im Vergleich zu entsprechenden, lediglich eines der Antibiotika enthaltenden Kontrollmischungen.
  • Die wirksame Kombination aus den genannten Antibiotika und Enzymen bewährt sich vor allem in Ferkelstarter und -aufzuchtfutter. Sie kann jedoch auch für alle anderen Tierarten nützlich sein, bei denen die Verwendung der genannten Antibiotika alleine bereits von Vorteil ist, z. B. in der Schweinemast, in Legehennenfutter und in der Kälberaufzucht.
  • Das betreffende Antibiotikum wird zweckrnäßig in Form einer Vormischung dem Futter zugesetzt, z. B. gebunden an Sojaextraktionsschrot. Bei Verwendung von mehlförmigen Futterzusammensetzungen wird auch die Enzymkomponente als Vormischung appliziert. Als Trägersubstanz fungiert eine beliebige Futterkomponente, z. B. ebenfalls Sojaschrot. Bei Verwendung dampfpelletierten Futters muß die Zumischung der Enzyme in geeignet stabilisierter Form erfolgen, um eine Desaktivierung durch Feuchtigkeit und Hitze während des Pelletierens zu verhindern. Ein derartiges Verfahren ist Zur Bestimmung der Enzymeinheit (TU) wird die proteolytische Aktivität der Protease nach dem bekannten Prinzip von Anson ermittelt: eine geeignet verdünnte Menge Enzymlösung wird bei 4 0 C 20 Minuten mit einem gleichen Volumen einer 1,2 %igen Caseinlösung inkubiert, wobei diese o,6 % Milchsäure, 6 Mol Harnstoff und o,1 Mol Zitronen- oder Essigsäure enthält. Der pH-Wert der Caseinlösung wird durch Zusatz von 2 N Natronlauge auf 4,5 eingestellt. Nach der Inkubation wird im Volumenverhältnis 1 : 1 mit o,4 N Trichloressigsäure versetzt, der sich bildende Niederschlag von unverdautem Casein abfiltriert und im Filtrat die beim Abbau entstandenen Protein-Spaltstücke nach einer beliebigen Eiweißbestimmungsmethode ermittelt. Geeignet hierfür ist z. B. das von Layne in Methode of Enzymology 3 (1957) Seiten 448 ff. beschriebene Verfahren.
  • Für jede Meßprobe muß ein Blindwert angefertigt werden, bei dem zuerst Trichloressigsäure und dann Caseinlösung zugesetzt wird. Dieser Blindwert gibt neben dem Reagenzien-Leerwert den Anteil an niedermolekularen Peptiden an, der bereits vor der Verdauung in der Enzymlösung vorhanden ist. Die Differenz zwischen Haupt- und Blindwert wird bei der angegebenen Methode dann mit der Extinktion verglichen, die eine bestimmte Menge Tyrosin bei dieser Bestimmung liefert. Diese Menge Tyrosin ist dann ein Maß für die proteolytische Aktivität des vorliegenden Enzyms: eine Enzymeinheit (TU) ist diejenige Menge Enzym, die aus einer Caseinlösung in einer Minute Spaltprodukte freisetzt, die die gleiche Extinktion besitzen, wie eine 1 M Tyrosinlösung. Ublich ist die Angabe in mTU = lo 3 TU.
  • Beispiel 1 64 Ferkel der Rasse DL wurden beginnend mit einem durchschnittlichen Anfangslebendgewicht von ca. 10 kg 35 Tage lang mit jeweils gleichartig zusammengesetzten Futtermischungen, jedoch a) ohne Zusatz von Antibiotikum oder Enzym b) mit Zusatz von 60 ppm-Virginiamycin c) mit Zusatz von 60 ppm-Virginiamycin und o,3 mTU/g saure Proteasen aus Aspergillus niger und Rhizopus rhizopodiformis gefüttert und nach Abschluß des Versuches die tägliche Gewichtszunahme pro Tier und die Futterverwertung bestimmt.
  • Unter "Futterverwertung" wird das Verhältnis Futterverbrauch Zuwachs verstanden.
  • Futterzusammensetzung: (%) Gerste 32>o Soj as chrot 24,o Weizennachmehl 20,0 Hafer 1o lo,o Luzernegrünmehl 5,o Futterhefe 2,0 Sojaöl 1,8 Vitamin- u.Spurenelementprämix 2,4 Phosphorsaurer Futterkalk 1,5 Kohlensaurer Futterkalk o,8 Viehsalz °,5 loo,o Ergebnis a) b) c) o.Zusatz m.VGN m.VGN 4 E tägl.Zunahme/Tier 626 g 640 g 662 g Futterverwertung 2>o8 2>o8 2>o6 VGN: Virginiamycin E: proteolytische Enzyme aus den genannten Mikroorganismen Beispiel 2 52 Ferkel der Rasse DL wurden ab ca. lo kg durchschnittlichem Lebendgewicht 35 Tage lang mit jeweils gleichartig zusammengesetzten Futtermischungen, jedoch a) mit Zusatz von 80 ppm Flavophospholipol b) mit Zusatz von 80 ppm Flavophospholipol und o,38 mTU/g saure Proteasen aus Aspergillus niger und Rhizopus rhizopodiforiris gefüttert und nach Abschluß des Versuches die tägliche Gewichtszunahme pro Tier und die Futterverwertung bestimmt. Unter "Futterverwertung" wird das Verhältnis Futterverbrauch : Zuwachs verstanden.
  • Futterzusammensetzung Die Futterzusammensetzung war mit der aus Beispiel 1 identisch.
  • Ergebnis a) b) mit FL m. FL + E tägl.Zunahme/Tier 648 g 680 g Futterverwertung 2,20 2,18 FL: Flavophospholipol E: proteolytische Enzyme aus den genannten Mikroorganismen Beispiel 3 191 DL-Ferkel wurden mit ca. 12 kg durchschnittlichem Anfangslebendgewicht im Flatdeck 27 Tage mit jeweils gleichartig zusammengesetzten Futtermischungen, jedoch a) ohne Zusatz von Antibiotikum oder Enzym b) mit Zusatz von 120 ppm Zink-Bacitracin c) mit Zusatz von 120 ppm Zink-Bacitracin und o,32 mTU/g saure Proteasen aus Rhizopus rhizopodiformis gefüttert und nach Versuchsabschluß die tägl. Gewichtszunahme pro Tier und die Futterverwertung bestimmt. Unter Futterverwertung wird das Verhältnis Futterverbrauch : Zuwachs verstanden.
  • Futterzusaminensetzun (%): Gerste 20 Hafer 15 Mais 15 Weizen 1o Weizenkleie 17 Luzernegrünmehl 2 Soj aschrot 12 Fischmehl 6 Mineralfutter 3 loo Ergebnis a) b) c) o.Zusatz m.Zn-Bac m.Zn-Bac + E tägl.Zunahme/Tier 452 g 495 g 520 g Futterverwertung 2,o9 2,o4 1,9o Zn-Bac: Zink-Bacitracin E: proteolytische Enzyme aus den genannten Mikroorganismen Beispiel 4 2100 HNL-Legehennen wurden in Käfigen 6 Monate mit jeweils gleichartig zusammengesetzten Futtermischungen, jedoch a) ohne Zusatz von Antibiotikum oder Enzym b) mit Zusatz von loo ppm Zink-Bacitracin c) mit Zusatz von loo ppm Zink-Bacitracin + o,2 mTU/g saure Proteasen aus Aspergillus niger und Rhizopus rhizopodi formis gefüttert und während dieser Zeit die Legeleistung, das durchschnittliche Eigewicht, die Gesamteimasse, die Futterverwertung und der Anteil an Knickeiern bestimmt. Die Legeleistung in % bezieht sich auf das theoretische Maximum von 1 Ei/Tag, die Futterverwertung wird hier als Futterverbrauch : kg Eimasse verstanden, Knickeier können nicht verwertet werden und sind daher ein negativer Versuchsparameter.
  • Futterzusammensetzung (%) Mais 53 Maiskeimschrot 6 Maiskleberfutter 6 Gelbmaiskleber 3 Soj as chrot 19 Fett 2 Melasse 2 Fleischknochenmehl 1 kohlsaurer Kalk 7 Dicalciumphosphat 1 loo Ergebnis a) b) c) o.Zusatz m.Zn-Bac. m.Zn-Bac+ E Legeleistung 77 % 77 % 78 % durchschnittl. 59 ,1 g 59,2 g 60,7 g Eigewicht Gesamteimasse 5874,540 kg 5884,480 kg 6118,560 kg Futterverwertung 2,628 2,577 2,511 Knickeieranteil 6,o 6,5 4,o Zn-Bac: Zink-Bacitracin E: proteolytische Enzyme aus den genannten Mikroorganismen

Claims (2)

  1. Tierfuttermischung Patentansprüche 1. Tierfuttermischung auf der Basis von Kohlenhydraten, Eiweiß, Fetten und gegebenenfalls üblichen Zusatzstoffen, gekennzeichnet durch einen Gehalt von mehr als 20 - 150 ppm eines der Antibiotika Virginiamycin, Zink-Bacitracin oder F]avophospholipol und einer solchen Menge an proteolytischen Enzymen, daß eine enzymatische Aktivität von 0,05 - 2,5 mTU/g vorliegt.
  2. 2. Tierfuttermischung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die proteolytischen Enzyme saure Proteasen mit einem Wirkungsspektrum zwischen pH 2,5 - 6,5 sind.
DE2753309A 1976-07-23 1977-11-30 Expired DE2753309C2 (de)

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DE2760373A DE2760373C2 (de) 1977-11-30 1977-11-30
US05/952,410 US4218437A (en) 1976-07-23 1978-10-18 Animal feeds containing a mixture of virginiamycin, zinc bacitracin or flavophospholipol and proteolytic enzymes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0063490A1 (de) * 1981-04-20 1982-10-27 Eli Lilly And Company Verfahren zur Verbesserung der Milcherzeugung

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DE1084123B (de) * 1955-10-20 1960-06-23 Iowa State College Res Foundat Protein- und staerkehaltiges Ergaenzungs-futter fuer Saugferkel, juenger als 8 Wochen
DE2633106A1 (de) 1976-07-23 1978-01-26 Henkel Kgaa Tierfuttermischung
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DE2633105C2 (de) * 1976-07-23 1985-08-22 Henkel KGaA, 4000 Düsseldorf Futtermittelmischung, enthaltend Virginiamycin und proteolytische Enzyme

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