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Wabenrahmen für Mittelwände
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Mittelwände sind in der Imkerei die am meisten verwendete Form von
Honigwaben. Diese Mittelwände werden in Holzrähmchen eingesetzt, die aus Rahmenteilen
zu einem starren Rechteckrahmen zusammengesetzt, z.B. geheftet werden. Der Rahmen
ist nicht zerlegbar, so daß zum Reinigen der benutzten Mittelwände die Waben längs
der Rahmenteile ausgeschnitten und zur Reinigung verschickt werden. Bei den üblichen
MittelwEnden mit Rlzrähmchen werden die Mittelwände in Drähte eingelötet, die zwischen
zwei gegenffberliegenden Rahmenteilen gespannt sind und die zum Lösen der Mittelwand
abgeschnitten werden müssen. Wird in den Rahmen eine neue bzw. gereinigte Mittelwand
eingesetzt, müssen die Drähte wieder neu gespannt werden, die Mittelwand wird darübergelegt
und die Drähte werden soweit erhitzt, daß das Material der Mittelwand z.B. Wachs,
erweicht und die Drähte schließlich in das Material eingebettet werden.
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Der Vorgang der Reinigung derartiger Bienenwaben gestaltet sich somit
recht kompliziert, weil das Herausnehmen der zu reinigenden und das Wiedereinsetzen
der gereinigten Mittelwände einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeuten.
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Eine weitere Schwierigkeit bei bekannten Rähmchen besteht im folgenden:
Wenn die Abmessungen der Mittelwand so sind, daß ihre Ränder an den Innenbegrenzungen
des Rahmens anliegen, dehnt sich das Material der Mittelwand bei Erwärmung im Bienenstock
aus und die Mittelwand verzieht sich. Aus diesem Grunde wird häufig die Mittelwand
in ihrer äußeren Dimension kleiner gewählt als den Innenabmessungen des Rahmens
entspricht, so daß ein Spalt zwischen der unteren bzw. den seitlichen Begrenzungen
der Mittelwand und den entsprechenden Rahmenteilen entsteht. Dieser Spalt ermöglicht
zwar, daß das Material der Mittelwand sich ausdehnen kann, gleichzeitig hat der
Spalt jedoch wesentliche Nachteile, z.B. ist ein freier Zugang der Bienen von einer
Wabe zurnächsten möglich, was etwa beim Einfangen einer Königin sehr zeitraubend
sein kann.
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Ziel der Erfindung ist es, einen Rahmen für Mittelwände zu schaffen,
der die vorstehenden Nachteile vermeidet und bei dem insbesondere das Wechseln der
Mittelwände, insbesondere zu Reinigungszwecken, besonders einfach und praktisch
ist, sowie ein Verziehen der Mittelwände bei einer Ausdehnung des Wabenmateriais
sicher verhindert wird.
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Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Rahmen aus Einzelelementen
zusammengesetzt ist und daß jeweils ei Einzelelemente durch eine Steck- bzw. Klemmverbindung
lösbar miteinander verbunden sind. Eine derartige lösbare Verbindung ermöglicht
ein besonders einfaches Offnen und Schließen des Rahmens zum Auswechseln der Mittelwand,
so daß der Rahmen ohne Jede Beschädigung beliebig oft zerlegt und wieder zusammengesetzt
werden kann.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß die
Einzelelemente, die den Rahmen bilden, auf den einander zugewandten Seiten durchgehende
Nuten zur Aufnahme der Mittelwand aufweisen. Damit wird erreicht, daß die Mittelwand
sich bei einer Dehnung des Materials infolge einer Erwärmung in diese Nuten hineinerstrecken
kann, so daß mit Sicherheit ein Verwerfen bzw. Verziehen der Mittelwand verhindert
wird.
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Die Steck- bzw. Xlemmverbindung ist zweckmäßigerweise an den vier
Eckpunkten des Rahmens angebracht. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist diese Verbindung als etwa~U-förmige Klammer ausgebildet, die das eine Einzelelement
umschließt und -mit den freien Enden das zugehörige benachbarte Einzelelement festlegt.
Die freien Enden der Klammer weisen dabei zweckmäßigerweise auf einander zu gerichtete
Ansätze auf, die in Aussparungen des Einzelelementes eingreifen, so daß die Klammer
die beiden miteinander zu verbindenden Einzelelemente sicher verbindet. Die Klammer
selbst ist aus Kunststoff oder Metall hergestellt, zweckmäßigerweise sind die Arme
der Klammer elastisch nachgiebig bzw.
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federnd ausgebildet, so daß sie in die Aussparungen eines Einzelelementes
unter Vorspannung eingreifen.
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Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Klammern so ausgebildet,
daß die freien Seitenflächen der Arme der Klammer Erhebungen aufweisen, deren Höhe
den Abstand zum benachbarten Rahmen festlegt. Durch Wahl der Höhe dieser Erhebungen
läßt sich somit ein beliebiger Abstand zwischen zwei benachbarte Rahmen auf besonders
einfache und zweckmäßige Weise erzielen.
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Die Erfindung ist nicht auf U-förmige Klammern beschränkt. Beispielsweise
kann diese Verbindung auch in Form einer Zapfenverbindung ausgebildet sein, wobei
ein Einzelelement einen Zapfen bzw. Bolzen an der Stirnseite aufweist, der in eine
entsprechende Aussparung auf dem zugeordneten, satt aufliegenden Teil des
benachbarten
Einzelelementes eingreift bzw. einrastet, so daß auf diese Weise eine besonders
leicht lösbare Verbindung hergestellt wird. Es liegt Jedoch auch im Rahmen vorliegender
Erfindung, die Verbindung als Schwalbenschwanzverbindung an den vier Eckpunkten
des Rahmens auszugestalten, wobei eines der Elemente der Schwalbenschwanzverbindung
am einen Einzelelement und das andere am zugeordneten benachbarten Einzelelement
vorgesehen ist. Entscheidend für die Erfindung ist, daß der Rahmen an den vier Eckpunkten
in einfacher und schonender Weise auseinandergenommen und zusammengebaut werden
kann, daß die die Verbindung bildenden Mittel eine zweckmäßige und billige wie auch
robuste Bauweise gewährleisten, und die Verbindung gleichzeitig auch Mittel enthält,
mit denen der Abstand zwischen zwei benachbarten Rahmen festgelegt wird. Bei allen
Ausführungsformen der Erfindung entfällt ein Nageln oder eine entsprechende fest
Verbindung der Rähmchen.
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Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand
eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische Darstellung
eines zusammengebauten Rahmens nach vorliegender Erfindung, Fig. 2 eine Schnittansicht
längs der Linie I-I der Fig. 2.
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In Fig. 1 ist der Rahmen der besseren Darstellung wegen in Querrichtung
verkürzt dargestellt. In der Praxis ist die Dimension des Rahmens in Querrichtung
größer als in vertikaler Richtung.
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Der Rahmen 1 besteht aus den beiden horizontalen Einzelelementen 2
und 3 sowie den vertikalen Einzelelementen 4 und 5. Die Einzelelemente 2, 3, 4 und
5 weisen jeweils eine Nut 6, 7, 8, 9 auf, so daß bei zusammengebautem Rahmen 1 eine
rundum durchgehende Nut erhalten wird, deren Dimensionen größer sind als die der
eingebauten Mittelwand, die schematisch mit M angedeutet ist.
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An den vier Eckpunkten des Rahmens 1 ist Jeweils eine Steck-bzw. Klemmverbindung
10, 11, 12, 13 vorgesehen, durch die åeweils
zwei benachbarte Einzelelemente
2, 4; 4, 3; 3, 5; 5, 2 miteinander leicht lösbar verbunden sind.
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Die Ausgestaltung einer speziellen Ausführungsform einer derartigen
Steck- bzw. Klemmverbindung ist der Figo 2 zu entnehmen.
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Die Klemmverbindungen sind an eilen vier Ecken identisch ausgebildet,
so daß die Beschreibung der speziellen Ausführungsform nur anhand der Verbindung
13 erläutert wird. Die Klemmverbindung 13 ist eine, beispielsweise aus Kunststoff
oder Metall hergestellte, etwa U-förmige Klammer, die einen Basisteil 14 und zwei
seitliche Arme 15, 16-besitst, an deren äußeren Enden Ansätze, Rasten oder dgl.
17, 18 vorgesehen sind, welche in Aussparungen 19, 20 des Einzelelementes 5 eingreifen
bzw. einrasten, so daß die Verbindung der Einzelelemente 2 und 5 beim Einsetzen
der Klammer 13 hergestellt ist. Zweckmäßigerweise sind die Arme 15, 16 und/oder
die Ansätze 17, 18 aufeinander zu vorgespannt, so daß die Klammer 13 sicher festgelegt
ist. Eine derartige nachgiebige Vorspannung ist jedoch in der Regel nicht erforderlich,
sondern die Klammer kann einfach seitlich über die Nuten 19, 20 aufgeschoben werden,
da in seitlicher Richtung keine besonderen Kräfte auf den Rahmen einwirken, wenn
letzterer in Betrieb genommen wird. Vorzugsweise sind die Ansätze 17 und 18 und
entsprechend die Nuten 19, 20 nicht horizontal, sondern gegen die Basis 14 der Klammer
13 zu gerichtet ausgebildet.
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Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform der Klammern 10,
11, 12, 13 stellt eine bevorzugte Ausführungsform dar; die Erfindung ist Jedoch
auf diese Ausführungsform nicht beschränkt; beispielsweise können anstelle der Klammern
10 - 13 Zapfenverbindungen vorgesehen sein, die in entsprechende Aussparungen des
zugeordneten Einzelelementes eingreifen, ein solcher Eingriff kann beispielsweise
unter Vorspannung erfolgen. Es ist jedoch auch möglich, die Verbindung als Schwalbenschwanzverbindung
auszugestaltens so daß die Einzelelemente ineinandergeschoben werden.
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Das Einsetzen der Mittelwand fl geschieht in der Weise, daß die obere
Begrenzung der Mittelwand M in der Nut 6 des oberen horizontalen Einzelelementes
2 festgeklemmt oder, z.B. mit Hilfe von \idhs festgelötet wird, so daß die Mittelwand
frei nach unten steht und sich bei Ausdehnung aufgrund von Wärmeeinwirkung in die
Nuten 7, 8, 9 hineinerstrecken kann, so daß eine Beformation der Mittelwand aufgrund
einer einer entsprechenden Ausdehnung durch Wärmeeinfluß entgegenwirkenden mechanischen
Begrenzung ausgeschlossen ist.