Die Erfindung bezieht sich auf eine Hebevorrichtung und sei beispielsweise unter Bezugnahme auf eine besondere Ausführungsform
beschrieben, welche einen Arm aufweist, der eine Plattform trägt, wobei dieser Arm um einen teleskopartig ausstreckbaren
Teil herum vertikal und horizontal drehbar ist.
Merkmale der zu beschreibenden Ausführungsform bestehen darin,
daß der teleskopartig ausstreckbare Teil sich während des Betriebes vertikal ausstrecken kann und daß der Arm fähig ist,
sich um den ausstreckbaren Teil herum in horizontaler Richtung um 360°, und in vertikaler Richtung um nahezu 180° zu drehen.
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Es ist auch ein Merkmal der Ausführungsform der zu beschreibenden
Hebevorrichtung, daß diese zum Transport an einem Fahrzeug angebracht und auf vergleichsweise einfachem Wege in Betriebszustand
gebracht werden kann, während sie sich am Fahrzeug befindet.
Diese Ausführungsform der Erfindung sei nunmehr unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen beschrieben:
Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht einer Hebevorrichtung/ welche an einem Lastwagen in Betriebsstellung
angebracht ist;
Fig. 2 ist eine schematische Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 3 ist eine Seitenansicht des in Fig. 1 gezeigten Lastwagens mit der Vorrichtung, wobei sich die Vorrichtung
in Transportstellung befindet;
Fig. 4 ist ein schematischer Teilausschnitt in Draufsicht der Vorrichtung nach Fig. 1;
Fig. 5 ist ein Teilausschnitt in Endansicht eines Teiles der Vorrichtung;
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fr
Fig. 6 ist eine Schnittansicht auf Linie 1-1 von Fig. 5;
Fig. 7 ist eine teilweise Schnittansicht eines Bereiches eines teleskopartigen Teiles;
Fig. 8 ist eine Draufsicht auf einen Bereich des in Fig. 7 gezeigten Teiles;
Fig. 9, 10, 11 und 12 sind Schnitte auf den Linien A-A, B-B,
C-C und D-D von Fig. 7;
Fig.13 ist eine teilweise Schnittansicht von der Seite eines
Bereiches der Vorrichtung;
Fig.14 ist eine Draufsicht, teilweise im Schnitt, auf der
Linie X-X von Fig. 13 der in Fig. 13 gezeigten Anordnung; und
Fig.15 ist ein Blockschema, welches einen Teil des elektrischen
Steuerkreises der Vorrichtung veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Seitenansicht eines Lastwagens 1, an welchem eine Hebevorrichtung mit einer Anordnung angebracht ist, weichletztere
durch teleskopartig ausstreckbare rohrförmige Teile 2, 3 und 4 gebildet wird, wobei der innere Abschnitt 4 eine drehbare
äußere Hülse 5 trägt, die einen Arm 6 haltert, weichletzterer einen Fahrkorb 7 trägt, der eine Arbeitsplattform bildet.
Der Fahrkorb 7 ist an die drehbare Hülse 5 mittels eines zweiten
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Armes 8 gekoppelt, welcher in an sich bekannter Weise ein
Parallelogramm bildet und den Fahrkorb 7 während des Gebrauchs vertikal hält. Der Arm 6 ist um die Hülse 5 mittels einer Anordnung
aus Kolben 10 und Zylinder 11 vertikal drehbar. Der Fahrkorb 7 ist während des Betriebes in seiner maximalen oberen
Stellung bei 12, und in seiner maximalen unteren Stellung bei 13 gezeigt. Das Ausmaß der Bewegung des Fahrkorbes 7 ist durch
die gestrichelte Linie 14 angezeigt. Die beschriebene Vorrichtung wird teils durch den Lastwagen und teils durch Auslegerschenkel
gehaltert, von denen einer bei 15 sichtbar ist und welcher sich von der Basis der teleskopartig ausstreckbaren
Anordnung der Abschnitte 2, 3 und 4 aus auf den Boden erstreckt.
Fig. 2 veranschaulicht in einer Draufsicht bei 16 den Spielraum, welcher erforderlich ist, um zu ermöglichen, daß eine vollständige
Drehung um 360° des Fahrkorbes erzielt wird. Bei der in Fig. 2 gezeigten Ansicht ist der zweite Auslegerschenkel
deutlich sichtbar.
Fig. 3 veranschaulicht die Vorrichtung auf dem Lastwagen, wie sie zum Transport eingezogen und zusammengelegt ist.
Die Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Abschnitte 2, 3 und
4 der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung. Fig. 4 zeigt auch andere Teile der Vorrichtung, beispielsweise die Auslegerschenkel
15 und 17 sowie die Füße 18 und 19 der Schenkel in Draufsicht. Die Anordnung der teleskopartig ausstreckbaren
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Abschnitte ist mittels einer Stützanordnung 20 in der Nähe ihrer Basis über einen Anlenkstift 21 an einen Stützarm 22 angegliedert,
welchletzterer mit der Grundplatte 23 verbunden ist. Oberhalb des Anlenkstiftes 21 für die Gesamtanordnung befindet
sich ein zweiter Anlenkstift 24, an welchen eine Kolbenstange 25 drehbar angekoppelt ist. Die Kolbenstange 25 ist an einen
Kolben in einem Zylinder 26 angegliedert, welcher hydraulisch betätigt wird. Der Zylinder 26 ist über einen Stift 27 angelenkt,
welcher über einen Stützarm 28 auf dem Oberteil eines Tanks 29 gehaltert ist, wobei der Tank 29 das hydraulische
Fließmittel enthält, welches zum Betätigen der Anordnung aus Kolben 25 und Zylinder 26 gebraucht wird. Ein mit 30 angegebener
elektrisch angetriebener Motor wird verwendet, um das hydraulische Fließmittel aus dem Tank 29 durch das System zu
pumpen, wobei das hydraulische Fließmittel nicht nur gebraucht wird, um die Anordnung aus Kolben 25 und Zylinder 26 zu betäigen,
sondern auch die Füße 18, 19, die Anordnung der teleskopartig ausstreckbaren Abschnitte 2, 3 und 4 des Fahrkorbes
7, und den Arm 6, an welchen der Fahrkorb angegliedert ist. Mit 32 bezeichnete Ventile werden angewandt, um die Strömung
des hydraulischen Fließmittels durch das System zu steuern und eine Füllkappe des Tanks 29 für das hydraulische Fließmittel
ist mit 33 angegeben. Die ganze Hebevorrichtung ist auf der Grundplatte 23 angebracht, welche leicht vom Lastwagen
1 entfernt und auf andere Weise angebracht werden kann. Wenn die Vorrichtung auf einem Lastwagen angebracht ist, so bildet
der Lastwagen einen Teil der Halterung für die Vorrichtung,
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und wenn diese abgetrennt wird, wäre eine weitere Halterung
zusätzlich zu den Auslegerschenkeln 15 und 17 zu schaffen. Es sei bemerkt, daß die Bewegung der Kolbenstange 25 zum
Aufrichten der Anordnung teleskopartig ausstreckbarer Abschnitte zur vertikalen Stellung vergleichsweise kurz ist und
daher die erforderliche Zeit auf ein Mindestmaß herabsetzt.
Fig. 5 zeigt einen Schnitt durch den Auslegerschenkel 15 und läßt eine Anordnung aus Kolben 35 und Zylinder 36 erkennen,
welche es dem Fuß 18 an einer Stütze 37, weichletztere an einen inneren Zylinder 38 angegliedert ist, ermöglicht, nach
Erfordernis mittels des Kolbens 35 ausgestreckt zu werden, um es der Anordnung teleskopartig ausstreckbarer Abschnitte zu
gestatten, unabhängig von der Ebene des tragenden Untergrundes vertikal gestellt zu werden.
Fig. 6 zeigt einen Anlenkstift 40, welcher durch eine Stütze 41 gehaltert ist, die mit dem unteren Ende des inneren Zylinders
38 in Verbindung steht und die Stütze 37 trägt, an welche der Fuß 18 angelenkt ist, was es dem Fuß 18 ermöglicht, sich
schräg zu stellen und leicht und fester auf abschüssigem Grund zu ruhen, als dies sonst der Fall sein würde. Die Arbeitsweise
der Anordnung aus Kolben 35 und Zylinder 36 wird durch gesonderte Ventile der Ventile 32 auf dem Oberteil des Tanks 29 gesteuert.
Fig. 7 zeigt eine Anordnung aus Kolben 45 und Zylinder 46, welche ebenfalls über gesonderte Ventile der Ventile 32 betrieben
wird, wobei der Zylinder 46 mittels einer Stütze 47
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an den äußeren Abschnitt 2 der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung angegliedert ist. Der äußere Abschnitt 2 der teleskopartig
ausstreckbaren Anordnung ist an die Stützanordnung 20 und somit über den Anlenkstift 21 an die Grundplatte 23 angegliedert,
welche auf dem Lastwagen angebracht ist, und der Kolben 45 ist über eine Stütze 48 an den zwischenliegenden
rohrförmigen Abschnitt 3 der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung angelenkt angeschlossen. Eine Kette 49 erstreckt sich
von einem Aufsatz 50 auf dem äußeren Abschnitt 2 der teleskopartig
ausstreckbaren Anordnung über eine Rolle 51, welche an den Zwischenabschnitt 3 angegliedert ist, bis zu einem Aufsatz
52 auf dem inneren Abschnitt 4 der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung. Eine zweite Kette 53, welche mit einem Aufsatz 54
auf dem inneren Abschnitt 4 der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung verbunden ist, erstreckt sich über eine zweite
Rolle 55, die auch mit dem Zwischenabschnitt 3 in Verbindung steht, bis zu einem Aufsatz 56, der an den äußeren Abschnitt
angegliedert ist. Die bei dieser besonderen Ausführungsform angewandten Ketten 49 und 53 sind Triplexketten, d.h. sie besitzen
seitlich voneinander drei Gliederreihen und jede Kette kann auf der gegenüberliegenden Seite der Anordnung verdoppelt
werden, um zusätzliche Sicherheit zu gewährleisten. Abstandspolster 57 aus einem Material, welches es den rohrförmigen
Abschnitten 3 und 4 ermöglicht, aufeinander zu gleiten, sind vorgesehen, um den Abstand zwischen den Rohrabschnitten aufrecht
zu erhalten.
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M.
Wenn während des Betriebes der Kolben 45 veranlaßt wird, sich
aus dem Zylinder 46 heraus zu erstrecken, so wird das rohrföriuige
Zwischenglied 3 veranlaßt, sich aus dem äußeren Rohrabschnitt 2 heraus zu erstrecken und zwar als Ergebnis der
Kraft, welche über die Stütze 48 ausgeübt wird, und zur gleichen Zeit wird der innere Rohrabschnitt 4 veranlaßt, sich
aus dem mittleren Rohrabschnitt 3 um das gleiche Ausmaß herauszubewegen als Ergebnis der Wirkung der Ketten 49 und 53, welche
die Abschnitte 2, 3 und 4 miteinander verkoppeln. Es ist ersichtlich, daß die Kette 49 durch die Wirkung der Rolle 51
angezogen wird, wenn der Mittelabschnitt 3 sich aus dem Abschnitt 2 heraus erstreckt, wodurch der innere Abschnitt 4 veranlaßt
wird, durch die Kette 49 und den Aufsatz 52 angezogen zu werden und sich gleichzeitig aus dem Mittelabschnitt 3
herauszubewegen. Die Kette 53 wirkt in ähnlicher Weise beim Einziehen der Anordnung. Ein elektrisches Kabel 60 in Form
einer auseinanderziehbaren Spirale geht durch die Mitte des inneren Abschnittes 4 der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung
hindurch, um von einem Steuerpult auf dem Fahrkorb zu den elektrisch gesteuerten hydraulischen Ventilen 32 elektrische
Signale leiten zu können.
In den Fig. 13 und 14 ist das obere Ende des inneren Abschnittes
4 der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung gezeigt, an welchen ein inneres- Rohrstück 62 angeschraubt ist. Um das
innere Rohrstück 62 herum drehbar befindet sich die Hülse 5,
welche mit einer Stütze 63 in Verbindung steht, die den Arm 6
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und die Anordnung aus Kolben 10 und Zylinder 11 trägt. Mit der drehbaren Hülse 5 steht eine Schnecke 64 in Verbindung, welche
durch einen Motor 65 angetrieben wird. Die Schnecke 64 wirkt zusammen mit einem relativ feststehenden Antriebsrad 66, welches
an das innere Rohrstück 62 angegliedert ist. Die Drehung
der Schnecke 64 veranlaßt die äußere Hülse 5, an welche sie angegliedert ist, sich rings um das innere Rohrstück 62 zu
drehen, von welchem die Hülse mittels der Auflager 67 im Abstand gehalten wird. Diese Anordnung ermöglicht es im Ergebnis,
fortlaufend eine vollständige 36O°-Drehung der Hülse 5 und der Anordnung des Fahrkorbes 7, des Armes 6, der Anordnung
aus Kolben 10 und Zylinder 11 sowie des Armes 8 um den Abschnitt 4 herum zu schaffen. Hydraulisches Fließmittel zum Betreiben
der Anordnung aus Kolben 10 und Zylinder 11 ist über einen Verteiler 68 angekoppelt, welchletzterer einen feststehenden
äußeren Teil und einen drehbaren inneren Teil besitzt und welcher Fließmittel über die Leitungen 72 und 73 und die Kanäle
74 und 75 von äußeren (nicht gezeigten) Zuleitungen den Rohren 76 und 77 zuführt. Das Ankoppeln elektrischer Signale erfolgt
drehbarem
über eine Anordnung aus/Schleifring 80 und Bürste 81 sowie ein Kabel 82, welches an das Kabel 60 angeschlossen ist, das
durch die Mitte der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung hindurch zu einem Kabel 83 geht, das zu einem (nicht gezeigten)
Steuerpult auf dem Fahrkorb 7 läuft.
Ein (nicht gezeigtes) doppeltes Steuerpult ist auch auf dem Lastwagen!vorgesehen, so daß die elektrisch betätigten hydrau-
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lischen Ventile 32 sowohl vom Fahrkorb aus als auch vom Lastwagen
aus gesteuert werden können.
Während des Betriebes arbeiten elektrische Signale von einer der Steuerpulte aus auf entsprechende Ventile 32, um nach
Erfordernis eine oder mehrere der Anordnungen aus Kolben und Zylinder 10, 11; 25, 26; 35, 36; 45, 46 zu betätigen.
Die Fig. 15 zeigt eine schematische Darstellung eines Teils der elektrischen Schaltung einschließlich des doppelten Steuerpultes
85, welches auf dem Lastwagen 1 angebracht ist. Das Steuerpult 85 trägt Druckknopfschalterpaare 86 bis 91, wobei
jedes Schalterpaar mit einem entsprechenden 93 bis 98 der elektromagnetisch betätigten hydraulischen Ventile 32 in
Verbindung steht. Die Ventile 32 sind doppelt wirkend und ihr Betrieb in der einen Richtung führt zu einer ersten Wirkung
eines damit verbundenen Elementes, während ihr Betrieb in der anderen Richtung zu einer zweiten Wirkung des Elementes
führt. So steht das Ventil 93 in Verbindung mit dem Kolben 25 und dem Zylinder 26 und die Betätigung des einen der Knöpfe
86 veranlaßt das hydraulische Fließmittel, auf solchem Wege zu strömen, daß die Anordnung der teleskopartig ausstreckbaren
Abschnitte 2, 3 und 4 aufgerichtet wird, während die Betätigung des anderen Knopfes 86 die Anordnung der ausstreckbaren Abschnitte
veranlaßt, auf den Lastwagen 1 in Reisestellung abgesenkt zu werden und zwar als Ergebnis der Strömung des
hydraulischen Fließmittels in der entgegengesetzten Richtung. In ähnlicher Weise sind die Knöpfe 87 über das Ventil 94 mit
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aeni Kolben 35 und dem Zylinder 36 verbunden, damit der Auslegerschenkel
15 gehoben und gesenkt werden kann. Die Knöpfe 88 stehen über das Ventil 95 mit dem Auslegerschenkel 17 in
Verbindung zwecks Heben und Senken des Auslegerschenkeis 17.
Uni die ausstreckbaren Abschnitte 2, 3 und 4 auszustrecken oder
einzuziehen, wird der Kolben 45 veranlaßt, sich aus dem Zylinder 46 heraus bzw. in diesen hinein zu bewegen als Ergebnis
der Wirkung des hydraulischen Fließmittels, welches durch das Ventil 96 fließt gemäß dem Betrieb in der einen oder der
anderen Richtung unter der Steuerung des einen oder des anderen der Druckknöpfe 89.
Die Drehrichtung des hydraulisch betriebenen Motors 65, welcher zum Drehen der Hülse 5 benutzt wird, wird dadurch bestimmt,
welchen der Knöpfe 90 man drückt und somit in welcher Richtung das damit in Verbindung stehende Ventil 97 zur Bewegung veranlaßt
wird.
Schließlich erfolgt die Anlenkbewegung des Armes 6 in einer erforderlichen Richtung gemäß des Betriebes der Anordnung aus
Kolben 10 und Zylinder 11 unter der Steuerung des Ventiles und gemäß der Betätigung eines der entsprechenden Knöpfe 91.
Die Steuerung der Vorrichtung vom Fahrkorb 7 aus erfolgt durch die Betätigung der Druckknopfpaare 101, 102 und 103, welche
auf einem Steuerpult 104 im Fahrkorb 7 angeordnet sind. Ein
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Druckknopf 105 auf dem Pult 104 ist dazu vorgesehen, den Motor 30 erneut zu starten, falls dieses erforderlich sein sollte.
Die Betätigung eines entsprechenden Knopfes 101 veranlaßt die Abschnitte 2, 3 und 4, entweder ausgestreckt oder eingezogen
zu werden als Ergebnis der Betätigung des Ventiles 96, wie dies vorstehend beschrieben ist.
In ähnlicher Weise steuert die Betätigung eines entsprechenden Knopfes des Knopfpaares 102 bzw. 103 die Drehrichtung des
Motors 65 und damit die Drehrichtung der Hülse 5 als Ergebnis der Wirkung des Ventiles 97 sowie die Drehrichtung des Armes
6 als Ergebnis der Wirkung des Ventiles 98. Die Signale vom Pult 104 werden über Kabel 83, die Anordnung aus drehbarem
Schleifring 80 und Bürste 81 und über Kabel 60 zum Steuerpult 85 geleitet. So ist es möglich, bestimmte Operationen der
Vorrichtung entweder vom Steuerpult 85 oder vom Steuerpult 104 zu steuern. Energie mit einer Spannung von 12 Volt wird
der Schaltung von einem Anschluß 106 zugeführt und zwar über ein Gleichstrom-Netzanschlußgerät 107, wo dies nötig ist,
und über einen Zweiwegschalter 108, welcher in der einen Stellung das Pult 104 und in der anderen Stellung das Pult
aktiviert, so daß entweder vom Fahrkorb 7 aus oder vom Lastwagen
1 aus die Steuerung ermöglicht wird.
Innerhalb des Rahmens der Erfindung können mannigfaltige Variationen und Modifizierungen der gezeigten besonderen Ausführungsform
vorgenommen werden. Beispielsweise könnte man
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für die Abschnitte der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung andere Querschnittsformen anwenden. Die gezeigten rechteckigen
Querschnitte besitzen jedoch den Vorteil, daß sie eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegen Drall bieten.
Es ist auch möglich, auf der Anordnung aus Kolben 45 und Zylinder 46 eine Dämpfungsvorrichtung einzupassen, so daß während
des Einziehens der Abschnitte der teleskopartig ausstreckbaren Anordnung der letzte Teil des Einziehens mit relativ langsamer
Geschwindigkeit durchgeführt wird.
Ferner kann es auch möglich sein, eine wirksame hin- und hergehende
Drehbewegung des Fahrkorbes 7 um 360 um die sich vertikal
erstreckende Teleskopanordnung mittels einer Anordnung aus hin- und hergehender Zahnstange und einem Zahnrad anstelle
des Antriebes aus Schnecke 64 und Rad 66 zu schaffen, obgleich natürlich eine solche Anordnung nicht fortlaufend drehbar
wäre.
Bei der beschriebenen Ausführungsform wird das hydraulische
Fließmittel durch einen elektrisch angetriebenen Motor 30 gepumpt. Es ist natürlich auch möglich, die Pumpe für das hydraulische
Fließmittel durch andere Maßnahmen anzutreiben, beispielsweise durch Abnahme von der Antriebseinheit für den
Lastwagen.
Der Motor 65, welcher zum Drehen der äußeren Hülse 5 benutzt
wird, wird hydraulisch betrieben. Es wäre aber auch möglich,
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den Antrieb durch andere Mittel bereitzustellen, beispielsweise durch einen elektrisch betriebenen Motor, obgleich die
Anwendung eines solchen Motors das Erfordernis eines massigen Reduktionsgetriebes zur Folge haben kann.
Die teleskopartig sich erstreckende Anordnung der Abschnitte 2, 3 und 4 wird mittels einer hydraulisch betätigten Anordnung
aus Kolben und Zylinder betrieben und zwar.sowohl zum Ausstrecken
als auch zum Einziehen der Anordnung. Jedoch könnten auch andere Mittel angewandt werden, beispielsweise ein durch
Kabel angetriebenes System.
Bei der beschriebenen Ausführungsfbrm sind die Ventile 32 über einen Niederspannungsstromkreis von 12 Volt elektrisch gesteuert
und elektrisch betriebene Anzeiger sind vorgesehen, um den Betriebszustand anzuzeigen. Es könnte natürlich auch
möglich sein, hydraulisch gesteuerte und betriebene Ventile anzuwenden.
Der Fahrkorb 7 besteht aus Faserglas, um ihn elektrisch sicherer zu machen und es sind im hydraulischen Kreis als Sicherheitsmerkmal Absperrventile vorgesehen, um die Teleskopanordnung
an einem plötzlichen Zusammenfall zu hindern.
- Patentansprüche-
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