DE2640159B2 - Kupplungsgruppe, insbesondere fuer schiffsantriebe - Google Patents
Kupplungsgruppe, insbesondere fuer schiffsantriebeInfo
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Description
25
Die Erfindung betrifft eine Kupplungsgruppe, insbesondere für Schiffsantriebe, aus einer ein- und
ausschaltbaren Kupplung und zwei biegeelastischen Kupplungen, wobei die beiden Teile der schaltbaren
Kupplung bleibend koaxial zueinander gelagert sind.
Eine derartige Kupplungsgruppe ist aus der Zeitschrift »Shipbuilding and Marine Engineering International«,
Ausgabe Juni 1973, Seite 535 bekannt. In der in der Vorveröffentlichung dargestellten Abbildung ist auf
der linken Seite nur das hintere Lager eines hohlgebohrten Ritzelzapfens wiedergegeben. Durch die
Bohrung des Ritzels und seines Zapfens ist mit genügend Spiel eine schwimmende Torsionswelle
geführt, welche an der nicht abgebildeten linken Seite des Getriebes biegeelastisch und oft auch torsions-ela- «o
stisch mit einer Kraftmaschine verbunden ist. Als Kraftmaschine können medium-speed Dieselmotoren
angewendet werden, jedoch sind auch Dampf- oder Gasturbinen oder Kombinationen daraus möglich. Bei
Anwendung eines derartigen Getriebes an Bord eines Schiffes ist die Ausgangswelle mit dem Schiffspropeller
verbunden. Auf der rechten Seite des Zahnradgetriebes ist das Ritzel mit einem verlängerten Zapfen versehen,
woran über einen Flansch und ein Zwischenstück eine schaltbare Reibkupplung montiert ist. In dieser Kupplung
ist der Sekundärteil direkt mit dem Ritzelzapfen verbunden, während der primäre Teil mit Hilfe von
Lagern derart im sekundären Teil gelagert ist, daß beider Mittellinien bleibend zusammenfallen. Zwischen
dem Ende der Torsionswelle auf der rechten Seite und dem primären Teil der Schaltkupplung befindet sich die
zweite biege-elastische Kupplung, welche zusammen mit der biegeelastischen Kupplung der Motorseite eine
kardanische Befestigung der relativ langen Torsionswelle darstellt. Die Torsionselastizität der Torsionswel-Ie,
eventuell ergänzt mit der Torsionselastizität der motorseitigen biege-elastischen Kupplung, bilden die
Mittel um Ungleichförmigkeiten und Stöße zwischen den rotierenden Massen des Propellers, der Zahnräder
und der Kraftmaschine zu reduzieren und zu dämpfen. Derartige Ungleichförmigkeiten und Stöße können von
einem antreibenden Verbrennungsmotor, Torsions-Schwingungs-Belastungen
oder Impulsen herrühren, die durch den Propeller im Zusammenhang mit seiner Umgebung erzeugt werden.
Die bekannte Kupplungsgruppe ist vorzugsweise bestimmt für schnelle Schiffe, bei denen die gesamte
Antriebsanlage im schlanken Hinterschiff angeordnet ist. Dabei ist eine bleibend korrekte Ausrichtung
zwischen der antreibenden Maschine und dem Getriebe ausgeschlossen. Wird aber eine derartige Anlage in
einer steiferen Umgebung installiert, z. B. in einem Schlepper oder Eisbrecher, dann sind die unvermeidlichen
Ausrichtfehler und Veränderungen der Ausrichtung während des Betriebes erheblich kleiner, so daß die
relativ kostspielige Konstruktion mit der langen Torsionswelle durch das hohlgebohrte Ritzel hindurch
nicht notwendig ist. Da jedoch immer Ausrichtfehler auftreten können, auch wenn sie relativ klein sind, muß
eine bestimmte Elastizität der Kupplung vorhanden sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weniger aufwendige Kupplungsgruppe zu schaffen, die
sich für Schiffsanlagen eignet, bei denen das Fundament zwischen Motor und Getriebe relativ stabil ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die schaltbare Kupplung zwischen den beiden
biegeelastischen Kupplungen angeordnet ist und hauptsächlich durch die antriebsseitige biege-elastische
Kupplung getragen wird.
Die erfindungsgemäße Kupplungsgruppe wirkt funktionell wie eine Kardanverbindung, wobei die beiden
mindestens biege-elastischen Kupplungen funktionsmäßig mit den Kardangelenken zu vergleichen sind und die
schaltbare Kupplung wie die Kardanwelle wirkt. Hierbei wird bei einer minimalen Gesamtlänge der
Kupplungsgruppe eine relativ große Elastizität zwischen den beiden biege-elastischen Kupplungen erzielt.
Verschiedenste Formen von Kardanwellen sind an sich bekannt (DT-PS 5 12 921, DT-AS 10 65 225,
DT-Gbm 19 63 656). Weiterhin ist es bekannt, zwischen den Antrieb und eine schaltbare Kupplung eine
elastische Kupplung vorzusehen (GB-PS 9 67 949). Die Erfindung wird jedoch durch die Gesamtheit der
vorveröffentlichten Druckschriften nicht nahegelegt.
Für den Fall, daß übermäßig große Kräfte zu erwarten sind, insbesondere radiale Kräfte, die durch
äußere Beschleunigungen hervorgerufen werden, kann die schaltbare Kupplung eine sphärische Stützvorrichtung
aufweisen, welche in der abtriebsseitigen biege-elastischen Kupplung gelagert ist.
Um die Elastizität der Kupplungsgruppe noch weiter zu erhöhen, kann die antriebsseitige biege-elastische
Kupplung auch torsions-elastisch sein.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise anhand eines Schnittes durch eine bevorzugte Ausführungsform
veranschaulicht und im nachstehenden im einzelnen anhand der Zeichnung beschrieben.
Zum Verständnis der Zeichnung sei bemerkt, daß man sich die nicht dargestellte antreibende Kraftmaschine in
der Abbildung auf der rechten Seite der Gruppe denken muß und das ebenfalls nicht abgebildete Eingangsritzel
des Getriebes auf der linken Seite. Der Flansch ganz rechts in der Abbildung ist starr an die antreibende
Kraftmaschine angeflanscht; der Flansch ganz links ist starr an den Zapfen des Eingangsritzels angeflanscht,
wobei eventuell starre Zwischenstücke vorgesehen sein können.
Mit 8 wird die antriebsseitige elastische Kupplung angedeutet, welche auf jeden Fall biege-elastisch ist,
jedoch auch torsions-elastisch sein kann. Die Kupplung
ist mit radial angeordneten Blattfederpaketen 30 versehen, welche in axial verlaufende, radial gerichtete
Nuten des Primärteiles 31 eingreifen und andererseits in axial verlaufende, radial gerichtete Nuten des sekundären
ringförmigen Gehäuses eingespannt sind. Die Kupplung wird an der Ausgangsseite durch einen
Verschlußdeckel 32 geschlossen, welcher gegenüber eiern primären Teil 31 eine geringe Winkelabweichung
erlaubt, damit eine gewisse Biege-Elastizität möglich ht.
Die sekundäre Platte 32 ist fest verbunden mit der primären Platte 12 der schaltbaren Kupplung 10. Ander
Platte 12 ist das primäre ringförmige Gehäuse 13 befestigt, das an seiner inneren Umfangsfläche eine
primäre Mitnehmerverzahnung 25p aufweist. Ferner ist in koaxialer Verlängerung der Eingangsnabe 31 auf der
Platte 12 ein Achsstumpf 33 befestigt, auf welchem über die Lager 16 der Sekundärteil der schaltbaren Kupplung
derart befestigt ist, daß beider Mittellinien bleibend zusammenfallen. Der Sekundärteil der schaltbaren
Kupplung 17 ist an seiner Außenseite mit einer sekundären Mitnehmerverzahnung 25s versehen. Zwischen
der primären und sekundären Mitnehmerverzahnung 25p und 255 sind einige Reibungsplatten 18s und
18p abwechselnd eingebracht, die mit Hilfe eines pneumatisch spannbaren Schlauches 19 gegeneinander
gedrückt werden. Die Reibungspiatten 18s und 18p werden gegeneinander gedrückt zwischen einer Reaktionsplatte
und dem Schlauchträger 14, welche beide auf der sekundären Kupplungsnabe starr befestigt sind. LJm
den Verschleiß der KuppIungsplaUen zu kompensieren, sind einige derr<ontabele Füllringe zwischen der
Reaktionsplatte und der Nabe 17 montiert. Auf der linken Seite des Schlauchträgers 14 ist der Primärteil 34
der linken biege-elastischen Kupplung — befestigt.
ίο Diese treibt über die biege-elastischen Elemente 3 den
Sekundärteil 20 an. Wenn das überhängende Gewicht der schaltbaren Kupplung zu groß werden sollte, um
ausschließlich von der auf der rechten Seite angeordneten elastischen Kupplung 8 getragen zu werden, dann
kann die linke biege-elastische Kupplung durch eine sphärische Vorrichtung 28, 29 überbrückt werden,
welche in radialer Richtung Kräfte durchleiten kann, doch eine Biegung zwischen dem primären und dem
sekundären Teil der linken elastischen Kupplung zuläßt.
Um eine Kompensation in axialer Richtung der Länge der ganzen Gruppe möglich zu machen, kann die
sphärische Vorrichtung 28, 29 in axialer Richtung frei verschiebbar ausgeführt werden. Jedoch ist axiale
Blockierung gegebenenfalls auch möglich, ohne der Biegeelastizität zu schaden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Kupplungsgruppe, insbesondere für Schiffsantriebe,
aus einer ein- und ausschaltbaren Kupplung und zwei biegeelastischen Kupplungen, wobei die
beiden Teile der schaltbaren Kupplung bleibend koaxial zueinander gelagert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die schaltbare Kupplung (10) zwischen den beiden biegeelastischen Kupplungen
(8, 23) angeordnet ist und hauptsächlich durch ">
die antriebsseitige biegeelastische Kupplung (8) getragen wird.
2. Kupplungsgruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die schaltbare Kupplung (10)
eine sphärische Stützvorrichtung (28, 29) aufweist, |5 welche in der abtriebsseitigen biegeelastischen
Kupplung (23) gelagert ist.
3. Kupplungsgruppe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die antriebsseitige
biegeelastische Kupplung (8) auch torsionselastisch ist.
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