DE2604262C2 - Anwendung eines mit gesteuertem Kornwachstum arbeitenden Verfahren zur Herstellung von Kupferlegierungen mit hoher Dehnung - Google Patents

Anwendung eines mit gesteuertem Kornwachstum arbeitenden Verfahren zur Herstellung von Kupferlegierungen mit hoher Dehnung

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Description

a) Kaltverformen im geglühten Zustand,
b) Glühen bei hoher Temperatur,
c) End-Kaltverformen,
d) End-Glühen bei hoher Tempera tür
auf eine Kupferlegierung aus 15 bis 31% Zink, vorzugsweise 21 bis 25% Zink, 2 bis 4,5% Aluminium, 0,001 bis 3% Eisen, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Eisen, oder 0,001 bis 1% Chrom, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Chrom, oder 0,001 bis 1% Zirkonium, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Zirkonium, oder 0,001 bis 3% Kobalt, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Kobalt, oder Mischungen mehrerer dieser Elemente, Rest Kupfer, mit der Maßgabe, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt a) 15 bis 40% beträgt, daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt b) 625 bis 7250C beträgt, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt c) 12 bis 45% beträgt und daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt d) 600 bis 725° C beträgt.
2. Anwendung nach Anspruch 1 auf eine Kupferlegierung mit 3 bis 4% Aluminium.
3. Anwendung nach Anspruch 2 auf eine Kupferlegierung, bestehend aus 72,3 bis 74,7% Kupfer, 3,0 bis 3,8% Aluminium, 0,25 bis 0,55% Kobalt, Rest Zink.
4. Anwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 mit der Maßgabe, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt c) 20 bis 30% beträgt.
5. Anwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 mit der Maßgabe, daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt d) 625 bis 725° C beträgt.
6. Anwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5 mit der Maßgabe, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt a) 20 bis 35% beträgt, daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt b) 650 bis 7000C beträgt, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt c) 15 bis 35% beträgt und daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt d) 675 bis 725° C beträgt.
7. Anwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit der Maßgabe, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt a) etwa 30% beträgt und daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt b) etwa 700° C beträgt.
8. Anwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 mit der Maßgabe, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt c) 20 bis 30% beträgt und daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt d) etwa 700° C beträgt.
9. Anwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 mit der Maßgabe, daß die Legierung vor den Verfahrensschritten a) bis d) zusätzlich im geglühten Zustand einer Kaltverformung um 10 bis 70%, die eine Rekristallisation bei einer Temperatur von weniger als 600°C ermöglicht, unterworfen und dann zusätzlich bei einer Temperatur von 400 bis 600°Cgeglüht wird.
10. Anwendung nach Anspruch 9 mit der Maßgabe, daß die zusätzliche Kaltverformung Gegenstand der Erfindung ist die Anwendung eines mit gesteuertem Kornwachstum arbeitenden Verfahrens zur Herstellung von Kupferlegierungen mit hoher Dehnung mittels der Verfahrensschritte
a) Kaltverformen im geglühten Zustand,
b) Glühen bei hoher Temperatur,
c) End-Kaltverformen,
d) End-Glühen bei hoher Temperatur
auf eine Kupferlegierung aus 15 bis 31% Zink, vorzugsweise 21 bis 25% Zink, 2 bis 4,5% Aluminium, 0,001 bis 3% Eisen, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Eisen, oder 0,001 bis 1% Chrom, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Chrom, oder 0,001 bis 1% Zirkonium, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Zirkonium, oder 0,001 bis 3% Kobalt, vorzugsweise 0,2 bis 0,7% Kobalt, oder Mischungen mehrerer dieser Elemente, Rest Kupfer, mit der Maßgabe, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt a) 15 bis 40% beträgt, daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt b) 625 bis 725° C beträgt, daß die Kaltverformung in Verfahrensschritt c) 12 bis 45% beträgt und daß die Glühtemperatur in Verfahrensschritt d) 600 bis 725°C beträgt.
Ein mit gesteuertem Kornwachstum arbeitendes Verfahren zur Herstellung einer Kupferlegierung mit hoher Dehnung aus 2 bis 9,5% Aluminium, weniger als 1% Zink, 0,001 bis 5% Eisen oder 0,001 bis 1% Chrom oder 0,001 bis 1% Zirkonium oder 0,001 bis 5% Kobalt oder Mischungen mehrerer dieser Elemente, Rest Kupfer, ist bekannt (DE-OS 23 58 510). Büi diesem bekannten Verfahren wird die Kupferlegierung um mindestens 10% kaltverformt, bei einer Temperatur von 400 bis 600° C geglüht, um 8 bis 22% endkaltverformt und bei einer Temperatur zwischen 550 und 715° C endgeglüht.
Die Erfindung macht somit ein mit gesteuertem Kornwachstum arbeitendes Verfahrens zur Herstellung von Kupferlegierungen mit hoher Dehnung, wie es aus der DE-OS 23 58 510 bekannt ist, für Kupferlegierungen mit wesentlich höherem Zinkgehalt verfügbar, wobei im Verfahrensschritt b) eine höhere Glühtemperatur eingesetzt wird. Diese höhere Giühtemperatur würde bei der Legierung gemäß der DE-OS 23 58 510 zu ungleichmäßigem Kornwachstum führen.
Eine Kupferlegierung aus 67 bis 80% Kupfer, 15 bis 31% Zink, 1 bis 5% Aluminium, 0,1 bis 3% Kobalt und Verunreinigungen, beispielsweise Eisen, ist bekannt (US-PS 34 02 043). Die Gehaltsbereiche dieser Legierung überschneiden sich mit den Gehaltsbereichen der Legierung, auf die das mit gesteuertem Kornwachstum arbeitende Verfahren erfindungsgemäß angewandt werden soll. Bei der Verarbeitung dieser bekannten Legierung sind mehrfache Kaltverformungen im Bereich von 50 bis 60%, mehrfache Glühungen bei 538° C, eine End-Kaltverformung um 50% sowie eine End-Glühung bei 5380C oder bei 6490C eingesetzt worden. Hiervon unterscheidet sich das erfiiidungsgemäß angewandte Verfahren durch eine geringere Kaltverformung und eine höhere Glühtemperatur in den Verfahrensschritten a) und b) sowie eine geringere Kaltverformung in Verfahrensschritt c).
10
15
In der Zeitschrift »Metall«, 1970, S. 1207 bis 1214, wird die Ausbildung ungleichmäßigen Gefüges bei Kupferlegierungen, insbesondere auch bei einer Kupferlegierung aus ca. 77% Kupfer, ca. 21% Zink, ca 2% Aluminium, 0,07% Eisen sowie geringen Gehalten an Mangan, Phosphor und Arsen, untersucht Dieser Literaturstelle, insbesondere Abschnitt 2.4. und Abbildung 8, läßt sich entnehmen, daß — abgesehen von Unterschieden im Ausgangsgefüge und in der Vorbehandlung — bei End-GIühtemperaturen oberhalb von 600° ungleichmäßiges Duplexgefüge nur bei einer niedrigen, vorhergehenden End-Kaltverformung um 10% vermeidbar ist
Die in der Kupferlegierung, auf die das mit gesteuertem Kornwachstum arbeitende Verfahren zur Herstellung einer Kupferlegierung mit hoher Dehnung erfindungsgemäß angewandt werden soll, vorhandenen Zusätze an Eisen und/oder Chrom und/oder Zirkonium und/oder Kobalt wirken als kornfeinende Mittel. Einerseits wird bei mit kornfeinenden Mitteln versehenen Kupferlegierungen häufig als günstig festgestellt daß eine kleine Korngröße und gleichförmige Legierungseigenschaften über einen Bereich von Zusammensetzungen und Verarbeitungsbedingungen, insbesondere Glühtemperaturen, beibehalten werden und daß sich insbesondere die mechanischen Eigenschaften innerhalb dieser Bereiche nur wenig ändern. Andererseits beobachtet man bei mit kornfeinenden Mitteln versehenen Kupferlegierungen häufig, daß die Duktilität nicht sehr groß ist und daß jeder Versuch, die Korngröße über das durch die kornfeinenden Zusätze gegebene, stabile Niveau hinaus zu vergrößern, zu einer unkontrollierten Mischkorngröße führt die aus sehr kleinen und außergewöhnlich großen Körnern besteht Dieses ungleichmäßige Kornwachstum wird insbesondere durch sekundäre Rekristallisation verursacht und ist eine Folge der Wirkung der Zweitphasenteilchen auf die Matrix während der Kaltverformung und des nachträglichen Glühens. Legierungen, in denen ungleichmäßiges Kornwachstum stattgefunden hat, sind zur Herstellung von Teilen nicht geeignet, die glatte Oberflächen für eine Glanzbehandlung, Polieren und/oder Elektroplattieren bzw. Galvanisieren benötigen. Außerdem besitzen solche Legierungen ungleichmäßige mechanische Eigenschaften und neigen zur Ausbildung einer orangenhautartigen Oberfläche.
Mit dem erfindungsgemäß angewendeten Verfahren erhält man eine Knetlegierung mit gleichmäßiger Korngröße, hoher Duktilität, hoher Dehnung und gleichmäßigen Duktilitäts- und Festigkeitseigenschaften, insbesondere Zugfestigkeitseigenschaften. Die so Korngröße wird gesteigert, beträgt aber weniger als 0,03 mm. Die Dehnung steigt mit zunehmender Temperatur in Verfahrensschritt d). Es sind Werte von mindestens 483 N/mm2 Zugfestigkeit, mindestens 207 N/mm2 0,2-Grenze und mindestens 40% Dehnung, im Fall der CDA-Legierung 688 (72,3 bis 74,7% Kupfer; 3 bis 3,8% Aluminium; 0,25 bis 0,55% Kobalt; Rest Zink) von bis zu 510 N/mm2 Zugfestigkeit, bis 276 N/mm2 0,2-Grenze und 50% Dehnung, erreichbar.
Glühtemperaturen in den Verfahrensschritten b) und d) unterhalb der in Anspruch 1 angegebenen Untergrenze würden zu einer unangemessenen Steigerung der Dehnung und der Duktilität sowie zu einer übermäßigen Abhängigkeit der Zugfestigkeit von der Legierungszusammensetzung führen. Auch Kaltverformungen unterhalb der in Anspruch 1 angegebenen Untergrenzen würden zu unangemessener Duktilität und zur Verschlechterung anderer physikalischer Eigenschaften
30
35 führen. Wenn die in Anspruch 1 angegebenen Obergrenzen der End-Kaltverformung oder der End-Glühtemperatur überschritten werden, zeigt sich ungleichmäßiges Kornwachstum.
Im Fall von Legierungen mit höheren Aluminiumgehalten wird die Abkühlung nach den Glühbehandlungen am besten mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 75"CZi1 von der jeweiligen Glühtemperatur bis auf 500° C durchgeführt, woran sich eine Abkühlung mit herkömmlicher Geschwindigkeit bis auf Umgebungstemperatur anschließt, um etwaige gesonderte Gefügebestandteile der Beta-Phase sicher wieder aufzulösen. Im allgemeinen sind jedoch die Haltezeiten bei der Glühtemperatur und die Aufheiz- sowie die Abkühlgeschwindigkeiten bei den Glühschritten nicht kritisch. Sie können wie im Einklang mit der herkömmlichen Praxis bei diesen Legierungstypen gewünscht gewählt werden, wobei Glühzeiten von 15 min bis 1 h im allgemeinen zur Durchführung der gewünschten Rekristallisation angemessen sind.
Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet. Es sei hervorgehoben, daß vor den in Anspruch 1 angegebenen Verfahrensschritten noch andere Verfahrensschritte durchgeführt werden können, insbesondere die in Anspruch 9 angegebenen, wobei die vorgeschaltete Kaltverformung z. B. 45% betragen und die vorgeschaltete Glühung bei 575° C erfolgen kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand spezieller Beispiele erläutert.
Bei den Beispielen werden die Legierungsproben für 1 h auf der entsprechenden Glühtemperatur gehalten, wobei sich die Temperaturangabe bei jeder Glühung auf die Metalltemperatur bezieht.
Bei den Beispielen wurden die Ergebnisse mit den folgenden repräsentativen Legierungszusammensetzungen erreicht, wobei die Prozentangaben in Gewichtsprozent erfolgen:
Legie
rung
Gehalt
Zn
an
Al
Co HA) Cu
A
B
C
22,6
22,6
22,3
3,2
3,5
3,8
0,42
0,38
0,44
Rest
Rest
Rest
Beispiel
Alle oben angegebenen Legierungen werden mit herkömmlichen Mitteln in Form von Streifen von 2,29 mm Stärke und durch Glühung bei 575°C in den rekristallisierten Zustand gebracht. Sie werden dann entsprechend den in Tabelle 1 angegebenen Verfahrens-Schrittfolgen behandelt. In Tabelle 1 sind die gemessenen Eigenschaftswerte aufgeführt, einschließlich der Werte für eine Vergleichsprobe der CDA-Legierung 688 mit 72,3 bis 74,7% Kupfer, 3 bis 3,8% Aluminium, 0,25 bis 0,55 Kobalt und Zink als Rest nach repräsentativer, angegebener Behandlung. Bei jeder Probe sind die mechanischen Eigenschaften in der Reihenfolge Zugfestigkeit/0,2-Grenze/(Bruch-)Dehnung angegeben, wobei die Einheiten N/'mm2//N/mm2// Prozent sind.
Tabelle 1
Verfahrensfolge
End-Glühtemperatur
Legierung A
(D 575°C 517/290/37 490/228/45 510/255/42
(D 6500C 517/276/38 496/228/47 496/241/42
(D 7000C 496/248/41 478/200/46 483/207/47
(D 725°C 496/234/44 483/214/50
(2) Vergleichslegierung 552-586/331-379/35-38
CDA 688
Verfahrensfolgen:
(1) Kaltverformung um 45%, Glühung bei 575°C, Kaltverformung um 30%, Glühung bei 575°C, Kaltverformung um 15%, End-Glühung.
(2) Kaltverformung um 50%, Glühung bei 575°C, Kaltverformung um 50%, Glühung bei 575°C.
Bei allen angegebenen Proben ist die Korngröße gleichmäßig und kleiner als 0,03 mm, wodurch die Tatsache belegt ist, daß die End-Glühung günstigerweise bei hoher Temperatur durchgeführt werden kann, ohne daß übermäßiges Kornwachstum auftritt. Der sich ergebende Anstieg an Duktilität, wie er in den Dehnungswerten zum Ausdruck kommt, zeigt sich jedoch als vom Aluminiumgehalt abhängig und allgemein nicht so groß, wie es angesichts der Abnahme anderer Eigenschaften erwünscht ist.
Beispiel l(B)
Ein Anheben der Zwischenglühtemperatur auf 700°C führt zu den in Tabelle 2 angegebenen Werten, die analog wie in Tabelle 1 angegeben sind.
Tabelle 2 Tabelle 3
Verfahrensfolge
Legierung
A
40
496/248/41
455/200/49
476/200/46 441/172/52
483/207/47 434/152/50
Verfahrensfolgen:
(3) Kaltverformung um 45%, Glühung bei 5750C, Kaltverformung um 30%, Glühung bei 7000C, Kaltverformung um 15%, Glühung bei 7000C.
Diese Verfahrensweise ergibt also den erstrebten wesentlichen Anstieg der Duktilität, während jede Empfindlichkeit gegenüber dem Aluminiumgehalt überwunden ist. In allen Fällen sind die Korngrößen gleichmäßig und kleiner als 0,03 mm.
Beispiel 2(A)
Dieses Beispiel liefert einen direkten Vergleich des Einflusses von Änderungen im Kaltverformungsschritt vor der End-Glühung in den Verfahrensfolgen (1) und (3). So entsteht ein Vergleich zwischen einer Durchführung der Zwischenglühung bei einer niedrigen Temperatur von 575°C und bei einer hohen Temperatur von fe5 7000C. Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse bei Änderung der End-Kaltverformung in der Verfahrensfolge (1), wobei die Ergebnisse analog wie in Tabelle 1 angegeben sind.
End-Kaltverformuhg
Legierung
A
10% Übermäßiges Kornwachstum
15% 496/248/41 483/207/47
25% 503/248/41 483/214/47
40% Übermäßiges Kornwachstum
Mit den angegebenen Ausnahmen sind alle Korngrößen gleichmäßig und kleiner als 0,03 mm.
Beispiel 2(B)
Wenn man die End-Kaltverformung bei der Verfahrensfolge (3), bei der die Zwischenglühtemperatur mit 700°C hoch ist, variiert, ergeben sich die in Tabelle 4 aufgeführten Resultate, wobei die Angaben analog wie in Tabelle 1 gemacht sind.
Tabelle 4
End-Kaltverformung
Legierung
A
10% Übermäßiges Kornwachstum
15% 455/200/49 434/152/50
25% 476/221/46 462/186/50
40% 490/248/43 469/200/52
50% Übermäßiges Kornwachstum
Mit Ausnahme der um 10% und um 50% end-kaltverformten Proben sind die Korngrößen gleichmäßig und kleiner als 0,03 mm.
Die Daten der Tabellen 3 und 4 zeigen schlüssig, daß eine Zwischenglühung bei einer hohen Temperatur oberhalb von 6000C einen signifikanten Anstieg der Duktilität des Endprodukts erbringt, verglichen mit dem Produkt einer Verfahrensweise, die mit Ausnahme einer Niedrigtemperatur-Zwischenglühung identisch ist. Ferner sieht man, daß eine Erhöhung der Zwischenglühtemperatur auf über 6000C einen signifikanten Anstieg im zulässigen Bereich der End-Kaltverformung erzeugt.
Beispiel 3
Dieses Beispiel zeigt vergleichende Versuche bezüglich der Auswirkungen von Variationen des Zwischen-Kaltverformungsschritts auf der Basis der Verfahrensfolge (3): Kaltverformung um 45%, Glühung bei 575°C, variierte Zwischen-Kaltverformung, Glühung bei 7000C, Kaltverformung um 15%, Glühung bei bei 7000C.
Die Werte in Beispiel 2(B) haben belegt, daß mit dieser Verfahrensfolge ausgezeichnete Ergebnisse bei einem Zwischen-Kaltverformungsgrad von 30% erreicht werden. Bei Zwischen-Kaltverformungsgraden von 10 und 45% ergeben sich jedoch endgültige streifenförmige Produkte, die ein gewisses, beanstandbares, übermäßiges Kornwachsturn zeigen, das zuweilen als Duplexstruktur bezeichnet wird und zwangsläufig von ungleichmäßigen Dehnungswerten, Zugfestigkeitseigenschaften und unbefriedigendem Endaussehen begleitet ist.
Dementsprechend wurden als Arbeitsgrenzen für den Zwischen-Kaltverformungsschriu bei mit kornfeinenden Zusätzen versehenen Kupfer-Zink-Aluminium-Legierungen des Typs der CDA-Legierung 688 15 bis 40% festgestellt.
Die Ergebnisse der vorstehenden Beispiele zeigen deutlich die entscheidende Natur der Zwischen-Kaltverformung, der End-Kaltverformung und der Glühtemperaturen im Einklang mit dem erfindungsgemäß angewendeten Verfahren.
Die Erfindung wurde anhand einer einzigen End-Kaltverformung und End-Glühung beschrieben. Es ist jedoch klar, daß auch eine Reihe von Kaltverformungen und Glühungen in den Bereichen der End-Kaltverformung und der End-Glühung Verwendung finden kann, ohne daß es in der Legierung zu ungleichmäßigem Kornwachstum kommt. Die Erfindung umfaßt also auch eine derartige Folge von mehreren Verformungsschritten und Glühschritten innerhalb der Grenzen der End-Verformung und der End-Glühung.

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Anwendung eines mit gesteuertem Kornwachstum arbeitenden Verfahrens zur Herstellung von Kupferlegierungen mit hoher Dehnung mittels der Verfahrensschritte
mindestens 30% beträgt und daß die Glühtemperatur la Verfahrensschritt b) 650 bis 700° C beträgt
DE2604262A 1975-05-12 1976-02-04 Anwendung eines mit gesteuertem Kornwachstum arbeitenden Verfahren zur Herstellung von Kupferlegierungen mit hoher Dehnung Expired DE2604262C2 (de)

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US05/576,690 US3941619A (en) 1975-05-12 1975-05-12 Process for improving the elongation of grain refined copper base alloys containing zinc and aluminum

Publications (2)

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DE2604262A1 DE2604262A1 (de) 1976-11-25
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