DE2522631C3 - Selbstabgleichende Meßschaltung für Wechselstromgrößen - Google Patents
Selbstabgleichende Meßschaltung für WechselstromgrößenInfo
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Description
55
Das Hauptpatent bezieht sich auf eine selbstabgleichende Meßschaltung für Wechselstromgrößen mit
Mitteln zur getrennten digitalen Anzeige des relativen reellen bzw. imaginären Fehlers der Meßgröße in bezug
auf eine Wechselspannung, insbesondere eine Meßschaltung für die Zwecke der Prüfung von Spannungsund
Stromwandlern in bezug auf Übersetzungs- und Phasenfehler. Die Schaltung nach dem Hauptpatent
sieht den Vergleich eines zu prüfenden Wandlers mit einem die Bezugswechselspannung liefernden Normalwandler
vor, der in bezug auf Übersetzungsverhältnis und Fehlwinkel als fehlerfrei anzunehmen ist.
Bezeichnet man die vom Normalwandler gelieferte Bezugswechselspannung mit Us und die vom zu prüfenden Wandler gelieferte, gegenüber der Bezugswechselspannung Un den Phasenwinkel ό bildende Wechselspannung mit Ux und den Differenzspannungsvektor mit AU, so gilt für den Übersetzungsfehler Fdes zu prüfenden Wandlers:
Bezeichnet man die vom Normalwandler gelieferte Bezugswechselspannung mit Us und die vom zu prüfenden Wandler gelieferte, gegenüber der Bezugswechselspannung Un den Phasenwinkel ό bildende Wechselspannung mit Ux und den Differenzspannungsvektor mit AU, so gilt für den Übersetzungsfehler Fdes zu prüfenden Wandlers:
Γ
Re(AU)
Für den Phasenfehler bzw. dessen Winkel Λ gilt:
ImUx lgl) ~ ReUx '
Das in F i g. 1 wieclergegebene Vektordiagramm veranschaulicht diese Verhältnisse.
Das Hauptpatent 24 11 533 beschreibt eine Schaltung,
die den Übersetzungsfehler F und den Phasenfehler bzw. dessen Winkel ό genau zu messen geeignet ist und
sicn gegenüber den allgemein üblichen Schaltungen zur Bestimmung von Übersetzungs- und Phasenfehler
dadurch unterscheidet, daß der Phasenfehler entsprechend der obigen korrekten Gleichung und nicht nur
annäherungsweise als Quotient —y-*- gemessen wird.
Die selbstabgleichende Schaltung nach dem Hauptpatent, die der Messung und getrennten digitalen Anzeige
der reellen Komponente und der imaginären Komponente der relativen Abweichung einer Wechselspannung
gegenüber einer Bezugswechselspannung dient, insbesondere für die Zwecke der Prüfung von
Spannungs- und Stromwandlern in bezug auf Übersetzungsfehler (F) und Phasenfehler (tg ό), ist wie folgt
aufgebaut.
Ein aus der zu messenden Wechselspannung Ux und der Bezugsspannung ίΛ/gebildetes Differenzsignal AU
wird zwei Phasengleichrichtern zugeführt, von denen der eine gleichphasig und der andere um 90°
phasenversetzt von der Bezugswechselspannung Un synchronisiert ist. Zur Bildung des Übersetzungsfehlers
F werden einem ersten dividierenden Analog-Digital-Wandler als Dividendenspannung das Ausgangssignal
des erstgenannten, gleichphasig synchronisierten Phasengleichrichters und als Divisorspannung das Ausgangssignal
eines die Wechselspannung Un gleichrichtenden und von ihr synchronisierten Gleichrichters
zugeführt, und zur Bildung des tg ό-Fehlers werden
einem zweiten dividierenden Analog-Digital-Wandler als Dividendenspannung das Ausgangssignal des anderen,
um 90° phasenversetzt synchronisierten Phasengleichrichters und als Divisorspannung die Realkomponente
der Wechselspannung Ux in bezug auf die Bezugswechselspannung Unzugeführt.
Die Zusatzerfindung löst ebenfalls die dem Hauptpatent zugrundeliegende Aufgabe, den korrekten Übersetzungsfehler
Fund den Phasenfehler tg ό zu liefern.
Die Lösung der Aufgabe besteht bei dem Zusatzpatent jedorh darin, daß statt, wie es das Hauptpatent
vorsieht, zur Bildung des tg ö-Fehlersignals die dem
zweiten dividierenden Analog-Digital-Wandler als Divisorspannung zuzuführende Realkomponente der zu
messenden Wechselspannung Ux m einer Summierstufe als Summe des von dem erstgenannten, gleichphasig
synchronisierten Phasengleichrichter gelieferten Ausgangssignals und des von dem die Bezugswechselspannung
gleichrichtenden Gleichrichter gelieferten Ausgangssignals gebildet wird, die zu messende Wechsel-
spannung Ux einem von der Bezugswechselspannung
Un gleichphasig synchronisierten dritten. Phasengleichrichter zugeführt wird und das Ausgangssignal dieses
Phasengleichrichters als Divisorspannung dem zweiten dividierenden Analog-Digital-Wandler zugeführt wird.
Zur Bildung des Differenzsignals AU \st zweckmä-Qigerweise
in der Schaltung eine von der zu messenden Wechselspannung Ux und der Bezugswechselspannung
Unbeaufschlagte Subtraktionsstufe vorgesehen.
Steht das Differenzsignal AU zwischen der die Meßgröße bildenden Wechselspannung Ux und der
Bezugswechselspannilng Un zur Verfugung, so kann die
Subtraktionsstufe entfallen und das Differenzsignal AU statt des Ausgangssignals der Subtraktionsstufe den
beiden weiteren Phasengleichrichtern als gleichzurichtendes Signal zugeführt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Zusatztrfindung ist in F i g. 2 dargestellt.
Den beiden Eingangsklemmen werden die von dem zu prüfenden Wandler gelieferte Wechselspannung Un
bzw. die vom Normalwandler gelieferte Bezugswechselspannung Un zugeführt. Ein erster Phasengleichrichter 3
liefert als Ausgangssignal das Signal Ux ■ cos
<5. Eine Subtraktionsstufe 1 bildet die Differenz zwischen der Bezugswechselspannung Un und der vom zu prüfenden
Wandler gelieferten Wechselspannung Ux und führt an
ihrem Ausgang das Wechselspannungs-Differenzsignal AU. Zwei weiteren Phasengleichrichtern 4 und 5 wird
als synchronisierende Spannung die Bezugswechselspannung Un direkt bzw. über ein eine Phasendrehung
von 90° bewirkendes Phasendrehglied 2 zugeführt. Als gleichzurichtende Spannung wird den Phasengleichrichtern
4, 5 parallel die von der Subtraktionsstufe 1 erzeugte Differenzwechselspannung AU zugeführt.
Unter diesen Umständen liefert der Ausgang des Phasengleichrichters 4 das Signal A U- cos λ, und der
Ausgang des Phasengleichrichter 5 liefert die Spannung A U -sin«. Diese Spannungen werden zwei
dividierenden Analog-Digital-Wandlern 6 bzw. 7 als Dividendenspannungen zugeführt. Als Divisorspannung
wird dem zur Wiedergabe des tgo-Fehlers dienenden
Analog-Digital-Wandler 7 das Ausgtngssignal des ersten Phasengleichrichters 3, nämlich das Signal
Ux ■ cos <5, zugeführt.
Dem zur Wiedergabe des Übersetzungsfehlers F dienenden Analog-Digital-Wandler 6 wird als Divisorspannung
die Bezugswechselspannung Un zugeführt, die ähnlich wie bei der Lösung gemäß dem Hauptpatent
von einem durch die Bezugswechselspc.nnung selbst synchronisierten Phasengleichrichter 8 abgeleitet wird.
Dividierende Analog-Digital-Wandler gehören zum Stand der Technik und sind z. B. in der Zeitschrift
»Electronic Products Magazine«, 21. Juni 1971, erläutert.
Bei der in F i g. 2 wiedergegebenen Schaltung werden
die beiden Spannungen Ux und Un zugeführt, und ihre
vektorielle Differenzspannung AU wird durch den
Operationsverstärker 1 gebildet. Hierbei werden die Spannungen L/,\-und iijybei Stromwandlerprüfschaltungen
als Spannungsabfälle an Nebenwiderständen gewonnen, wobei zur Verkleinerung der Nebenwiderstände
und damit zur Verringerung der durch sie verursachten Bürden Operationsverstärker mit entsprechenden
Übersetzungsverhältnissen zwischengeschaltet werden. Die Nebenwiderstände können an die zwischengeschalteten
Operationsverstärker über entsprechend dimensionierte Zwischenwandltr angeschlossen
werden. Die Nebenwiderstände bzw. die Zwischenwandler und die gegebenenfalls zwischengeschalteten
Operationsverstärker müssen eine höhere Genauigkeit aufweisen als diejenige, die der Differenzspannung AU
entspricht.
Diese Bedingung läßt sich bei der Messung von Präzisionswandlern nur schwer erfüllen. Die Schaltung
nach F i g. 2 ist daher mehr für die Prüfung von Wandlern der minieren Klasse geeignet, wobei ihr
Vorteil darin besteht, daß auch Wandler mit verschiedenen Übersetzungsverhältnissen miteinander verglichen
werden können.
Zur Messung von Präzisionswandlern eignet sich besser eine Differentialschaltung, bei der die Differenzspannung
Δ U unmittelbar an einen Querwiderstand der in Reihe geschalteten Sekundärwicklungen abgenommen
wird, wie in Fig. 3a dargestellt ist. Eine solche
Schaltung eignet sich naturgemäß nur für den Vergleich von zwei Wandlern mit gleichen Übersetzungsverhältnissen.
Durch die Abnahme der Differenzspannung AU am Querwiderstand vereinfacht sich die zugehörige elektronische
Meßschaltung gemäß der Zusatzerfindung, die in Fig. 3b wiedergegeben ist und nicht näher erläutert
zu werden braucht. Die Schaltung nach Fig. 3 zeichnet sich bekanntlich dadurch aus, daß die Fehlergröße AU
unmittelbar gemessen wird, so daß die Fehler der diese messenden Organe nur als Fehler vom Fehler, d. h. nur
in Größen zweiter Ordnung eingehen. F i g. 3 nützt aus, daß (vgl. Fig. 1) die Imaginärkomponente von AU
gleich der Imaginärkomponente von Ux ist. Die beiden
Schaltungen nach Fig. 2 und 3 haben den Vorteil, daß sie in einfacher Weise miteinander kombiniert werden
können, um einerseits Wandler mit ungleichen Übersetzungsverhältnissen und andererseits Präzisionswandler
mit gleichen Übersetzungsverhältnissen messen zu können.
Hierzu 3 Blatt Zeichnuimen
Claims (2)
1. Selbstabgleichende Schaltung zur Me .ing und
getrennten digitalen Anzeige der reellen Komponente und der imaginären Komponente der relativen
Abweichung einer Wechselspannung gegenüber einer Bezugswechselspannung, insbesondere für die
Zwecke der Prüfung von Spannungs- und Stromwandlein in bezug auf Übersetzungsfehler und ι ο
Phasenfehler, bei der ein aus der zu messenden Wechselspannung und der Bezugsspannung gebildetes
Differenzsignal zwei Phasengleichrichtern zugeführt wird, von denen der eine Phasengleichrichter
gleichphasig und der andere Phasengleichrichter um 90° phasenversetzt von der Bezugswechselspannung
synchronisiert ist, und zur Bildung des Übersetzungsfehlersignals einem ersten dividierenden
Analog-Digital-Wandler als Dividendenspannung das Ausgangssignal des erstgenannten, gleichphasig
synchronisierten Phasengleichrichters und als Divisorspannung das Ausgangssignal eines die
Wechselspannung gleichrichtenden und von ihr synchronisierten Gleichrichters zugeführt werden
und zur Bildung des tg ό-Fehlersignals einem
zweiten dividierenden Analog-Digital-Wandler als Dividendenspannung das Ausgangssignal des anderen,
um 90° phasenversetzt synchronisierten Phasengleichrichters und als Divisorspannung die
Realkomponente der Wechselspannung in bezug auf die Bezugsspannung zugeführt werden, nach Patent
24 11533, dadurch gekennzeichnet, daß statt Bildung der Realkomponente der zu messenden
Wechselspannung (Ux) in einer Summierstufe (8) als
Summe des von dem erstgenannten, gleichphasig synchronisierten Phasengleichrichter (4) gelieferten
Ausgangssignals und des von dem die Bezugswechselspannung gleichrichtenden Gleichrichter (9) gelieferten
Ausgangssignals — die zu messende Wechselspannung (Ux) einem von der Bezugswechselspannung
(Un) gleichphasig synchronisierten dritten Phasengleichrichter (3) zugeführt wird und
das Ausgangssignal dieses Phasengleichrichters (3) als Divisorspannung dem zweiten dividierenden
Analog-Digital-Wandler (7) zugeführt wird.
2. Schaltung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß zur Bildung des Differenzsignals (AU) in der Schaltung eine von der zu messenden
Wechselspannung (Ux) und der Bezugsspannung (Un) beaufschlagte Subtraktionsstufe (1) vorgesehen
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752522631 DE2522631C3 (de) | 1975-05-22 | Selbstabgleichende Meßschaltung für Wechselstromgrößen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752522631 DE2522631C3 (de) | 1975-05-22 | Selbstabgleichende Meßschaltung für Wechselstromgrößen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2522631A1 DE2522631A1 (de) | 1976-11-25 |
| DE2522631B2 DE2522631B2 (de) | 1977-03-10 |
| DE2522631C3 true DE2522631C3 (de) | 1977-11-03 |
Family
ID=
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