-
V o l k s s p o r t s e r i e Die Volkssportserie kurz V-Serie genannt,
ist Sport und Spiel zugleich.
-
Sinn und Zweck der Volkssportserie ist es, jedem Können, jedem Alter
und Geschlecht, ein individuelles, begeisterungsfähiges, weitestgehend ungefährliches
Wettspiel zu ermöglichen.
-
Sinn und '7,..eck der Volkssportserie ist es, einen Freizeitsport
anzubieten, der billig ist und auf Spielwiesen, Bolzplätzen, Sportplatzen, Schulhöfen,
am Strand usw. ausgeübt werden kann.
-
Die bei uns üblichen Sportarten sind mir bekannt. Bemühungen der Ge
meinden, Krakenkassen usw. sind mir auch bekannt. Beispiele: Gesundheitspflege in
den kommunalen Haushalten, Sportprofessor Dr. med. Schoberth für die Barmer Ersatzkasse.
-
"In unserer Gesellschaftsordnung wird immer weniger körperliche Arbeit
verlangt. Der Körper braucht Bewegung. Bewegungsmangel fördert die Entstehung von
Krankheiten und mindert die geistige Aktivität." Sport wird notwendig, der Gesundheitssport
gewinnt an Bedeutung. Der Wert des Sportes ist bekannt und auch erkannt. Das beweisen
die "Trimm Dich" Bewegungen, Wandervereine, Turnvereine, Frauengymnastik usw., Sportarten
die nicht das Spiel zum Inhalt haben.
-
Das Negative aufzuzeigen gehört zur Kritik am Stand der Technik.
-
Trotz hochentwickelter Technik und obwohl der Wert des Sportes bekannt
ist, gelang es bisher nicht, einen Großteil unserer Bevölkerung, meist Frauen und
Nenner über 25 Jahren, zum Betreiben eines Sportes anzuregen Woran liegt das, wer
betreibt was, was beachtet man zu wenig, wie kann man helfen? Gründe muß man erkennen.
Erkenntnisse sind keine Erfindung aber es sind Grundlagen zu Erfindungen.
-
Zu teuer, zu gefährlich, zu schwierig, zu abhängig, das sind Gründe
mit denen man Sportarten ablehnt. Sporthallen, Rasenylätze, Tennisplätze sind zu
aufwendig und darum nicht ausreichend vorhanden.
-
mannschaftssport, von Kindern und Jugendlichen gern betrieben, ist
von mehreren Personen abh?.ngig und somit termingebunden für Berufsttige nicht inner
geeignet. Der Mannschaftssport wird auch bei Kindern und Jugendlichen viel an Bedeutung
verlieren, wenn man diesen ein geeignetes individuelles Wettspeil anbietet, das
Jungen und Mädchen bereits in den ersten Schuljahren spielen können.
-
Schlabalispiele sie Tennis, Badminton, Tischtennis, sind Sportarten
mit steigender Beliebtheit. Vor allemMadchen und Frauen finden mehr und mehr zu
diesen Sportarten. Leider erweisen sich diese Sportarten nicht immer als geeignet.
Immer wieder sehe ich, wie sich Kinder, Frauen und Männer beim Tennisspiel an senkrechten
Wänden mühen, Monate mühlen und üblen, dann dennoch die Lust verlieren und aufgeben.
Für diejenigen die durchhalten ist Tennis ein Gewinn. Ich kenne keine Sportart die
von Nichtleistungssportlern bis ins hohe Alter so gern betrieben wird wie das Tennisspiel.
Ich bin über 50 Jahre alt, Tennis spiel ich inner noch gern, dagegen sind für mich
Badminton und Tischtennis nicht mehr irteressant. Der Ball ist für mich zu schnell
geworden, das heißt ich reagiere langsamer, zu langsam. Die Augen können den Bällen
nur noch unzureichend folgen. Bei vielen Kindern, Mädchen, Frauen und auch Männern,
sind die Reflexe nicht besser als bei mir. Logisch ist die Folgerung: Es fehlt ein
geeignetes Spiel mit langsameren Bällen.
-
Ich habe mir die Aufgabe gestellt, die Sportmöglichkeit in den Schulen
und für den Gesundheitssport wesentlich zu verbessern, den Kindern mit ihren noch
schlechten Refl-exen ebenso wie den Frauen und Männern, ein begeisterndes, weitestgehend
ungefährliches Wettspiel zu ermöglichen, das, leicht erlernbar, fast jederzeit und
überall wo ein Platz zum spielen ist, mit geringem Aufwand möglich, zu zweit, zu
dritt, zu viert auch im Familienkreis gespielt werden kann.
-
Ich habe mir die Aufgabe gestellt einen Volkssport zu entwickeln.
-
Die Aufgabe ist erfindungsmäßig dadurch gelöst, daß leichte weichelastische
Bälle aus Weichschäumen verschiedenartiger Beschaffenheit, mit glatter oder geschwindigkeitshemmender
Oberfläche, jedem Können ein Schlagballspiel ermöglichen, daß eine leicht veränderliche
Spielfeldbegrenzung, den Spielenden, ein dem Können und der Personenzahl anzupassendes
Wettspiel ermöglicht.
-
Neu ist die Anpassung eines Schlrgballspiels an das Können der Stielen
den ndurch verschidenartige weichelasctische Bälle, aus Weichsäumen.
-
Neu ist die Anpassung des Spiels an das Können und die Zahl der Spielenden,
mit Hilfe einer leicht veränderlichen Spielfeldbegrenzung.
-
Erforderlich sind Schläger, weichelastische Bälle, eine variabele
Spielfeldbegrenzung und Spielregeln.
-
Schläger: Das Spiel ist mit jedem Schläger möglich. Das Angebot an
Schlägern ist reichhaltig. (Tennis, Federball, Tischtennis,) der Gebrauch kann zweckdienlich
sein. Schlager mit längerem Griff haben eine größere Reichweite, erfordern auch
mehr Geschick. Aus Erfahrung beim Tennisspiel empfehle ich leichte Schläger mit
einer Länge von etwa 55 cm. Schläger aus nur cinem Material können preiswerter hergestellt
erden. Plastikschläger mit gitterartiger Schlagfläche, in einem Arbe-itsgang hergestellt,
erfüllen den Zweck ebEi.sc wie Schlaggabeln aus Holz. Eine Schlaggabel aus Holz
ist selbst in unterentwickelten Ländern herzustellen.
-
Bälle: Der Wert von weichelastischen, verhältnismäßig langsamen Bällen
für ein Schlagballspiel wurde bisher nicht oder nur unwesentlich erkannt. Im Handel
habe ich vergeblich nach brauchbaren Bällen gesucht. Aus verschiedenen Weichschäumen
habe ich Bälle geschnitten und damit spielen lassen. Der Erfolg übertraf meine Erwartungen.
Zuerst für Kinder und Minderbegabte gedacht, sind vor allem Frauen von diesen Bällen
begeistert. Das ist verständlich denn zu wenige Sportarten bieten ihnen die Möglichkeit,
spielend zum Leistungserhalt, zur Leistungssteigerung beizutragen. Geringschätzig
oder gar mitleidig sehen manche Leistung sportler anfangs auf diese Bälle herab;
etwas breiter das Spielfeld und sie sind bekehrt.
-
Geeignete Blle lassen sich sowohl auf Latexbasis als auch auf Synthetikbasis
herstellen. Rationell dürfte die Herstellung nur'in Formen möglich sein, das heißt
der Ball erhält keine offenporöse Oberfläche, er wird somit etwas schneller. Ob
eine geschwindigkeitshemmende Ober flä.c-he anzustreben ist, muß die Praxis zeigen.
Zusätzliche Arbeit für bessere Qualität macht den Ball teurer.
-
Die Segeltheorie besagt daß dUr Sog w wirksamen ist als dcr Stau,
dem entsprechend wäre evt. ein Lochmuster in der Obcrfl?;che anzustreben.
-
Beim Zusammenkleben von Weichschäumen bemerkte ich eine Auflösung
des Weichschaums, das heißt mit Lösungsmitteln kann man die glatte Oberfläche in
eine offenporöse Oberflache umwandeln.
-
Ballgrößen von 70 bis 90 mm Durchmesser, halte ich für die geeignetesten.
-
Gut sichtbar,springt ein größerer Ball bei Bodenunebenheiten gleichmäßiger
ab.
-
Spielfe ldbe grenzung: Ohne Wettkampf bei Sport und Spiel fehlt die
Würze.
-
Zu einem Schlagballwettspiel ist eine Spielfeldbegrenzung nach Länge,
Breite und Höhe erforderlich. Für die V-Serie muß die Begrenzung variabel sein.
Ein Kind kann nicht den gleichen Spielraum beherrschen wie ein Leistungssportler
und ein Wettspiel sollte nicht nur unter annähernd gleichstarken Spielern, sondern
auch bei unterschiedlichem Können im Familienkreis möglich sein. Der Spielstärkere
erhält einen größeren Spielraum. Ein Spielfeld mit unterschiedlichen Spielräumen
macht auch das Wettspiel zu dritt möglich.
-
Mit leicht auslegbaren Bändern oder Schnüren, die in den Ecken von
Gewichten gehalten werden, lassen sich zur Verfügung stehende Plätze, ohne großen
Zeitaufwand, nach Länge und Breite abgrenzen.
-
Ein etz oder ein Band, an zwei St<:ndern aufgehängt, teilt das
Spielfeld für zwei Parteien und grenzt nach unten ab.
-
Für das beste Material zum Auslegen der Begrenzungslinien halte ich
die flexibele Nylonschnur. Auffallend eingefärbt und dauerhaft je meter markicrt,
eignet sie sich sowohl zur Abgrenzung eines einzelnen Spielfeldes, als auch zur
Einteilung eines ganzen Platzes béispielsweise eines Schulhofes, zum Abgrenzen mehrerer
Spielfelder.
-
Zwei 20 m lange Schnüren mit Anfangsschlaufen reichen aus um ein Spielfeld
abzugrenzen. Vier Gewichte von je etwa 350 g reichen aus, wenn die beiden Spielräume
gleich groß sein sollen. Vier oder acht Gewichte werden bei verschieden großen Spielraumen
benötigt. Haltegewichte werden zweckmäßig, mit offenen Ösen zum Einhängen der Schnur,
aus 6 mm Blechen gestanzt.
-
Beispiele: Abzugrenzen sind zwei Spielräume von je 5 m Länge und je
4 m Breite.
-
Die Längsseite von 10 m ist an zwei Gewichten einzuhängen, dazu sind
4 m Breite etwa rechtwinklig abzuknicken und am 3. Gewicht zu knoten.
-
Die zweite Schnur ist entsprechend gegenüber anzubringen.
-
Ein Spielraum für die Nutter soll 4 m breit und 4,5 m lang sein, der
Spielraum für den Sohn soll 5,5 m breit und 4,5 m lang sein.
-
Je eine Schnur grenzt einen Raum ab. Beispiel Sohn: Am Netz beginnend
wird die Schnur am ersten Gewicht eingeshängt, vom Netz was 4,5 m am zweiten Gewicht
eingehängt und etwa rechttwinklig abgeknickt auch am dritten Gewicht nach Naß eingehängt,
abgeknickt und am vierten Gewicht nach Naß geknotet. 1 m Schnur einmal zusammkengelegt
gibt 0,3 m.
-
Einfacher ist eine unterschiedliche Einteilung des Spielfeldus in
Trapezform, dann grenzt je eine Schnur eine Längs- und Breiseite ab.
-
Zum Aufhängen eines Neztes oder eines Bandes, in einer Höhe zwischen
0,9 m und 1,7 m, werden zwei Ständer benötigt. Ständer sind hinreichend bekannt.
An die Ständer sind oben und unten Bolzen oder Stifte enzubringen, über die die
Begrenzungschnur aufgewickelt werden kann.
-
Ständen für den privaten bedarf sollen handlich, auch im Auto leicht
unterzubringen sein. es empfichlt sich eine Teilung. Möglichkeiten mittels zwei
ineinander zu schiebenden Rohren sind bekannt.
-
Spielregeln: Bei einem Schlagballspiel können drei Möglichkeiten sinnvoll
angewandt werden.
-
1. Der Ball muß im eigenen Spielraum einmal aufsprigen. (Beisp.Tischtennis)
2. Der ball darf nicht aufspringen ( Beisp. Badminton) 3. Der dli darf im eigenen
eld aufspringen, er kann aber auch als Flugball geschlagen werden. (Beisp. Tennis)
Es ist zweckmäßig diese Varianten kurz V1, V2, V3, zu nennen. Durch anhangen eines
Buchstaben und evt. einer Zahl, wird eine Norm festgelegt.
-
(S = Schulsport, 13 = bis zu 13 Jahren) Welche Variante gewählt oder
bevorzugt wird, hängt von den Platzverhältnissen und vom jeweiligen Können ab. Dazu
erforderliche Spielregeln können jetzt nur vorläufig sein. Stieiregcln sind manchmal
änderungsbedürftig, so wird auch hier ein Verband, die Spielregeln für Leistungssportler,
nach Erfahrungen festlegen.
-
Einige Grundregeln gelten für alle Spiele der V-Serie.
-
1. der ball ist über die Höhenbegrenzung in den Spielraum des Gegners
zu schlagen.
-
2. Es zahlt als Fehler wenn der Ball eine Begrenzung berührt.
-
3. Es zahlt als Fehler wenn ein Spieler die seitliche Begrenzung berührt
oder überschreitet. (Vermeidung einseitiger Belastung)
4. Es zahlt
als Fehler wenn ein Spieler die Höhenbegrenzung berührt, or übergreift.
-
5. ur bei V1 darf die hintere Begrenzung überschritten werden.
-
6. Der Anschlag, ständig wechselnd, darf weder vor- noch nachteilig
sein.
-
Die Z£-hlweise soll gerecht und für alle Spiele der V-Serie gleich
sein.
-
Bewehrt hat sich das Zählen nach Sätzen. Gut ist das Zählen in den
Sätzen noch gewonnenen Spielen, der physisch Schwächere aber technisch Bessere hat
größcre Chancen als bei fortlaufender Zählweise.
-
Ein Spiel ist von dem Spieler gewonnen der zuerst 6 Ballwechsel für
sich entschieden hat.
-
Ein Satz ist von dem Spieler gewonnen der zuerst 6 Spiele gewonnen
hat.
-
Sieger ist er zuerst zwei Sätze gewonnen hat.
-
Eine wesentliche Verbesserung im Schulsport ist die Möglichkeit jedem
Kind, ein seiner. Können entsprechendes individuelles Wettspiel zu ermöglichen.
Wetteifern ist eine menschliche Tugend und jedes gesunde Kind hat einen Bewegungsdrang.
Eins sportliches Wettspiel ist weitaus mehr geeignet den Bewegungsdrang zu fördern
als nur ein Spiel oder gar nüchterne Freiübungen. Ein Wettspiel mit Gewinn bietet
idealen Anreiz.
-
(Urkunde, Pokal,) Die V-Serie bietet schon den Kindern der ersten
Schuljahre eine Spielmöglichkeit die-selbständig ausgeübt werden-kann.
-
Eine entscheidende Verbesserung im Gesundheitssport ist die Möglichkeit,
Frauen aktiver arn Sportgeschehen zu beteiligen. Ich kenne keine Sportart die dazu
auch nur annähernd so gut geeignet ist wie die V-Serie. Ich betrachte es als Vorteil
wenn Mann und Frau die gleiche Sportart betreiben. Die Spiele der V-Serie sind auch
bei unterschiedlichem Können, im Familienkreis möglich. Die familiäre Bindung halte
ich für mitent scheidend beim Betreiben eines Sports. iTur durch das Fehlen einer
ge eigneten Sportart, kann ich mir erklären, daß sich so wenig Männer und Frauen
über 25 J. sportliuh betätigen.
-
Erheblichen Einfluß beim Betreiben eines Sports hat die Platzfrage
und der finanzielle Aufwand. Beides spricht für die V-Serie.
-
Falls erforderlich, werde ich für die Schlaggabel und den Plastikschläger,
als Neuerung, die Zeichnu:1gen einreichen. Eine Neuerung sehe ich auch in der Möglichkeit,
beider herstellung von Bällen, mit Lösung mitteln, die entweder in die Formen oder
über die Bälle gesprüht werden, eine offenporöse Oberflche zu schaffen.
-
Für die V-Serie strebe ich ein Patent an. Die technischen Möglichkeiten
möchste ich nicht einschränken. Das Spiel soll gut und billig sein.