DE2441744A1 - Verfahren zur spaltung von alkylaromatischen hydroperoxyden zu phenolischen produkten - Google Patents

Verfahren zur spaltung von alkylaromatischen hydroperoxyden zu phenolischen produkten

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DE2441744A1 DE2441744A DE2441744A DE2441744A1 DE 2441744 A1 DE2441744 A1 DE 2441744A1 DE 2441744 A DE2441744 A DE 2441744A DE 2441744 A DE2441744 A DE 2441744A DE 2441744 A1 DE2441744 A1 DE 2441744A1
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KTO.-NR. 397997. BLZ 700 30600
8 MÜNCHEN 2.
SC 4308
RHONE-POULENC S.A., PARIS, PRANKREICH
Verfahren zur Spaltung von alky!aromatischen
Hydroperoxyden zu phenolischen Produkten
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Spaltung gewisser alky!aromatischer Hydroperoxyde mit Hilfe von Verbindungen mit saurer Reaktion, um phenolische Produkte zu bilden. Insbesondere betrifft die Erfindung die katalytische Spaltung von primären alky!aromatischen Hydroperoxyden zur Herstellung von phenolischen Produkten.
Verschiedene Methoden können zur Durchführung der Zersetzung von alky!aromatischen Hydroperoxyden angewendet werden. Eine Methode besteht darin, wässrige Schwefelsäure mit einer Konzentration zwischen 20 und 65 Gewichtsprozent in variablen Mengenanteilen zu verwenden, wobei das Hydroperoxyd in reinem Zustand oder in Lösung in einem organischen Lösungsmittel,
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24417U
das beispielsweise der Kohlenwasserstoff sein kann, in welchem es durch Oxydation erhalten wurde, eingesetzt wird. Nach anderen Methoden verwendet man katalytische Mengen von konzentrierter Schwefelsäure in Anwesenheit eines geeigneten Lösungsmittels, wie beispielsweise Methanol.
In gewissen Fällen verläuft die saure Spaltung ziemlich schwer, und es wurde festgestellt, daß die Selektivität an phenolischen Produkten unzureichend ist, was ein Hindernis für die industrielle Durchführung solcher Verfahren ist.
So verläuft beispielsweise im Falle von p-Xylyl Hydroperoxyd die in Anwesenheit von konzentrierter Schwefelsäure in Methanol mit einem Mengenanteil Säure von 2,69 Gewichtsprozent, bezogen auf das Hydroperoxyd, durchgeführte Spaltungsreaktion in zwei konkurrierenden Richtungen, die einerseits zu p-Kresol und andererseits zu p-Toluylaldehyd mit Ausbeuten von 55 % bzw. von 25 %3 bezogen auf das zersetzte Hydroperoxyd, führen /"vgl. E.J. LORAND u. Mitarb.,J. Am. Chem. Soc, 77» 4°35 (1955;_7.
Es wurde nun ein Verfahren zur Spaltung von primären alkylaromatischen Hydroperoxyden gefunden, das in der Umsetzung des Hydroperoxyds mit einer katalytischen Menge einer Verbindung mit saurer Reaktion in einem organischen Lösungsmittelmedium besteht und dadurch gekennzeichnet ist, daß das Spaltungsmedium ein Gemisch ist, das aus
a) zumindest einem Lösungsmittel aus der Gruppe der aprotischen polaren Lösungsmittel, die aus den Polymethylensulfonen, den Carbonaten von Alkylenglykolen mit 2 bis H Kohlenstoffatomen und den aliphatischen oder aromatischen Nitrilen gebildet ist, und
b) zumindest einem hydroxylierten Lösungsmittel aus der Gruppe
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der aliphatischen Alkohole mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und der Alkylenglykole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
besteht.
Insbesondere betrifft die Erfindung die saure Spaltung von primären alky!aromatischen Hydroperoxyden der allgemeinen
Formel ·
(D
in der R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet und η den Wert 1, 2 oder 3 darstellt.
Der Rest R (wenn η den Wert 1 bedeutet) oder zumindest einer der Reste R (wenn η einen Wert über 1 darstellt) steht in ortho- oder para-Stellung zu der Hydroperoxymethylen-Gruppe.
Als Reste R kann man die Methyl-, Äthyl-, Isopropyl-, Methoxy-, Äthoxy- und Isopropoxyreste nennen. Das Verfahren eignet sich besonders gut für die Fälle, bei denen R ein Methyl- oder Methoxyrest ist.
Als spezielle Beispiele für alky!aromatische Hydroperoxyde, die sich bei der Durchführung der Erfindung eignen, kann man die folgenden nennen: o-Xylylhydroperoxyd, p-Xylylhydroper-oxyd, 2,4-Dimethylbenzylhyaroperoxyd, 3J4-Dimethylben2ylhydroperoxyd, 2,4,5-Trimethylbenzylhydroperoxyd, 2,4,6-Trimethylbenzylhydroperoxyd und p-Methoxybenzylhydroperoxyd.
Das erfindungsgemäße Spaltungsverfahren eignet sich ganz besonders gut für die o-Xylyl- und p-Xylylhydroperoxyde .·
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2U1744
Die erfindungsgemäß verwendbaren primären Hydroperoxyde sind bekannt und können nach den üblichen Methoden hergestellt werden, beispielsweise durch Einleiten eines Sauerstoff enthaltenden Gases in den entsprechenden auf die gewählte Temperatur gebrachten Kohlenwasserstoff unter nichtkatalytischen Bedingungen in flüssiger Phase. Die erhaltenen Hydroperoxyde werden nach den üblichen Methoden, wie beispielsweise überführung in das Natriumsalz und Behandlung mit Kohlendioxyd, gereinigt.
Als Polymethylensulfone, die sich zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignen, kann man diejenigen verwenden, die 3 bis 6 Methylengruppen aufweisen, wobei eine oder mehrere dieser Methylengruppen gegebenenfalls durch Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen (beispielsweise Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl) substituiert sein können.
Als spezielle Beispiele für solche Sulfone kann man Trimethylensulfon, jir-Methyltrimethylensulfon, cfc-Methyltetramethylensulfon, Tetramethylensulfon (Sulfolan), Pentamethylensulfon, «c^Methylpentamethylensulfon, Hexamethylensulfon und <*jeU-Dimethyltetramethylensulfon nennen. Eine bevorzugte Klasse von Polymethylensulfonen besteht aus Sulfolan und dessen alkylsubstituierten Derivaten, wie beispielsweise den in der französischen Patentschrift 1 342 449 beschriebenen. Innerhalb dieser bevorzugten Klasse eignet sich Sulfolan besonders gut.
Die Carbonate von Glykolen, die sich zur Durchführung der Erfindung eignen, sind insbesondere die Carbonate von Äthylenglykol, Propylenglykol und Butandiol-(2,3)·
Zu Nitrilen, die ebenfalls verwendet werden können, gehören insbesondere Acetonitril, Propionitril und Benzonitril.
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Die gleichzeitige Verwendung dieser aprotischen polaren Lösungsmittel und der hydroxylierten Lösungsmittel, wie beispielsweise Alkohole oder Alkylenglykole, ermöglicht unerwarteterweise, die Spaltung von Hydroperoxyden der Formel I in Anwesenheit katalytischer Mengen einer Verbindung mit saurer Reaktion mit einer Selektivität an phenolischen Produkten, die weit höher als diejenige ist, die man bei den bekannten Verfahren erhält, durchzuführen und so die Ausbeuten an gewünschten Produkten zu erhöhen. .
Die hydroxylierten Lösungsmittel, die sich zur Durchführung der Erfindung eignen, sind niedrige aliphatisehe Alkohole, wie beispielsweise Methylalkohol, Äthylalkohol, Propylalkohol oder Isopropylalkohol, oder Alkylenglykole, wie beispielsweise . ;
Äthylenglykol, Propandiol-(1,2) oder Butandiol~tl,4). ;
Man kann, ohne aus dem Bereich der Erfindung zu gelangen, ein ! Gemisch von zwei oder mehreren aprotischen- Lösungsmitteln mit ei&em" oder -mehreren hydroxy lierten Lösungsmitteln verwenden. Die Ge- : mische von Sulfolan und Acetonitril mit Methanol oder Äthylen- ! glykol eignen sich besonders gut. j
In der Praxis besteht eine Durchführungsweise des Verfahrens darin, das Hydroperoxyd in reinem Zustand in das Gemisch aus der Verbindung mit saurer Reaktion mit dem gewählten aprotisehen polaren Lösungsmittel mit einem der Alkohole oder einem · der vorgenannten Alkylenglykole einzuführen, das zuvor auf eine Temperatur zwischen 20°C und der Rückflußtemperatur des Gemischs und vorzugsweise auf eine Temperatur zwischen 50 und 110°C gebracht wurde. Das. Hydroperoxyd kann auch sehr gut in Form seiner Lösung in einem und/oder dem anderen der gewählten Lösungsmittel in das obige Gemisch eingebracht werden.
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2U17U
Es ist nicht erforderlich, ein vollständig reines Hydroperoxyd zu verwenden. Man kann mit Vorteil das Rohprodukt verwenden,, das sich aus der partiellen Oxydation des Kohlenwasserstoffs nach Entfernung des größeren Teils des überschüssigen nicht umgewandelten Kohlenwasserstoffs, beispielsweise durch Destillation, ergibt. Das verwendete saure Mittel kann eine anorganische oder organiseheprotonische Säure sein, die unter denjenigen gewählt wird, die im allgemeinen in den üblichen
' Verfahren verwendet werden, und insbesondere eine starke Säure. Als Säuren, die sich ganz besonders für die Durchführung der Erfindung eignen, kann man die folgenden nennen: Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Alkansulfonsäuren, wie beispielsweise Methansulfonsäure, und Ary!sulfonsäuren, wie beispielsweise Benzols'ulfonsäure und p-Tolulsulfonsäure. Die Säure wird vorzugsweise in Form der reinen Säure oder in Form von wässerigen konzentrierten Lösungen verwendet. Die protonischen Säuren stellen zwar eine bevorzugte Klasse von sauren Mitteln dar, doch kann man auch, ohne aus dem Bereich der Erfindung zu gelangen, saure Katalysatoren, wie beispielsweise wasserfreies Eisen(III)-chlorid, Bortrichlorid, Kieselerde, Diatomeenerde, Friedel-Crafts-Katalysatoren, z. B. Aluminium-
' Chlorid und Zinkchlorid,' verwenden.
Die Menge des zur.Durchführung der Spaltung der Hydroperoxyde der Formel I verwendeten reinen sauren Mittels kann in ziemlich weiten Grenzen variieren. Es wurde gefunden, daß Mengenanteile von 0,1 bis 40 Gew.JS, bezogen auf das eingesetzte Hydroperoxyd, ausreichend sind, um die Spaltungsreaktion rasch durchzuführen.
Die Konzentration des in dem Lösungsmittelgemxsch eingesetzten Hydroperoxyds ist nicht kritisch und kann in weiten Grenzen variieren. So kann sie zwischen 1 und 50 Gew.? liegen, doch kann man auch außerhalb dieser Grenzen ohne Nachteil arbeiten.
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Die Zusammensetzung des Lösungsmittelgemischs wird so bestimmt, daß das Gemisch 40 bis 98 Gew.# aprotisches polares Lösungsmittel und 60 bis 2 Gew.% hydroxyliertes Lösungsmittel enthält. Vorzugsweise, enthält das Gemisch 60 bis 96 Gew.% polares Lösungsmittel und 40 bis 4 Gew.? hydroxyliertes Lösungsmittel.
Das Molverhältnis von hydroxyliertem Lösungsmittel zu Hydroperoxyd kann zwar in weiten Grenzen variieren, doch verwendet man vorzugsweise eine Menge an hydroxyliertem Lösungsmittel, die zumindest eine Alkoholfunktion je Mol Hydroperoxyd einbringt.
Nach beendeter Einführung des Hydroperoxyds läßt man die Reaktion bei der gewünschten Temperatur für die zur Erzielung einer möglichst vollständigen Umwandlung des Hydroperoxyds erforderliche Zeit, die mit dem Minimum an Zersetzungsreaktionen vereinbar ist, fortschreiten. Die Reaktionsmasse wird dann gegebenenfalls mit einer Alkalibase neutralisiert.
Falls man eine protonische Säure verwendet, ist die verwendete kleine Menge vollständig in dem Medium löslich, so daß das Reaktionsmedium vollständig homogen ist und das Inkontaktbringen der Reagentien nur ein mäßiges Bewegen erfordert. Außerdem ist in der Stufe der Neutralisation der Aufwand an erforderlichem Neutralisationsmittel sehr gering und die entsprechende geringe Menge an Neutralisationssalzen, die teilweise in dem Medium löslich sind, ermöglicht, eine zusätzliche Abtrennungsstufe zu vermeiden.
Die zurückbleibende Lösung wird in geeigneter Weise behandelt, um die gewünschten carbonylierten und phenolischen Produkte abzutrennen, beispielsweise durch fraktionierte Destillation, Man kann gewünschtenfalls unter solchen Temperatur- und Druck-
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bedingungen arbeiten, daß das carbonylierte Derivat im Maße seiner Bildung entfernt wird.
Die folgenden Beispiele dienen zur weiteren Erläuterung der Erfindung.
Beispiele 1 bis 5
In einen mit einem zentralen Rührer, einem aufsteigenden Kühler, einem Tropftrichter und einem Thermometer ausgestatteten und von außen erhitzten Kolben bringt man die folgenden Bestandteile ein:
12,5 g eines Gemischs von SuIfolan und dem gewählten hydroxylierten Lösungsmittel mit folgender variabler Zusammensetzung: SuIfolan 95 Gevr.% - Methanol 5 Gew.% (Beispiel 1), SuIfolan 90 Gew.% - Methanol 10 Gew.% (Beispiel 2), SuIfolan 80 Gew.% - Methanol 20 Gew.% (Beispiel 3), Sulfolan 50 Gew.% -Methanol 50 Gew.# (Beispiel 4) und Sulfolan 90 Gev.% - Äthylenglykol 10 Gew.% (Beispiel 5)· und
die gewählte katalytische Menge der wässrigen Schwefelsäurelösung mit einem Gehalt von 98 Gew.% reiner Säure.
Das Reaktionsgemisch wird auf 60 C gebracht. Dann bringt man rasch 2,82 g p-Xylylhydroperoxyd mit 61,5 Gew.56 reinem Hydroperoxyd (Beispiele 1 bis 4) und 2,62 g p-Xylylhydroperoxyd mit 66 Gew.% reinem Hydroperoxyd (Beispiel 5) ein.
Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch bei der gewählten Temperatur für eine bestimmte Dauer bis zur Beendigung der Deperoxydation unter Rühren gehalten.
Man bricht anschließend das Erhitzen ab und neutralisiert die eingesetzte starke Säure mit der theoretischen Menge methanolischer ln-Natriumhydroxydlösung.
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2UT744
Die Reaktionsbilanz, das heißt die Ausbeuten an p-Kresol, an p-Toluylaldehyd, an Methylketal des p-Toluylaldehyds und an p-Methylbenzylalkohol, bezogen auf das verbrauchte Hydroperoxyd, wird durch Analysen durch Dampfphasenchroraatographie bestimmt. ■ . '
In der nachfolgenden Tabelle sind die erhaltenen Ergebnisse zusammengestellt.
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cn ο co oo
BEISPIELE . 1 2 85 % 3 '.. 4. 5
Gemisch von Lösungsmitteln:
Zusammensetzung in Gew.J
Gemisch: Gramm
' Sulfolan 95 %
Methanol 5 %
12,5
Sulfolan 90 % ■
Methanol 10 % ;
12,5 ·
6,5 %
j 6,5 %
Sulfolan 80 %
Methanol 20 %
12,5
Sulfolan 50 %
. Methanol 50 %
12,5
Sulfolan 90 %
Äthylenglykol 10 %
12,5
Reines p-Xylylhydroperoxyd,
Mol
0,0125 ! 0,0125 0,0125 0,0125 0,0125
Reine H3SO4, Mol 0,0025 ' 0,0025 0,0025 0,005 0,0025
HpSO^/Hydroperoxyd, Gew.it 14,16 ' 14,16 ; 14,16 28,32 14,16
Temperatur 0C 60 60 60 60 · 60
Dauer 12 Minuten · 30 Minuten 2 Stunden 1 Std. 45 Min. 9 Minuten
Restlicher peroxydischer
Sauerstoff, %
11 , 4' 2,6 10,6 26
Ausbeute an p-Kresol 70,2 % 73 % 64,7 % 72,8 % .
Ausbeute an p-Toluyl-
aldehyd
Ausbeute an Methylketal von
p-Toluylaldehyd
Ausbeute an p-Methyl-
benzy!alkohol
. 11,3 %
! 5 %
7,45 %
9,54 %
i.t
4,3 5S
18,8 %
, 5,7 %
7,6 %
6 55
8,6 %
Herstellung des p-Xylylhydroperoxyds
Die Oxydation wird bei 175°C in einem Autoklaven aus rostfreiem Stahl unter einem Gesamtdruck von 20 bar mit einer Luftmenge mit 8 % Sauerstoff von 320 Liter je Stunde und je Kilogramm p-Xyloi (gemessen unter Normaltemperatur- und -druckhedingungen) durchgeführt.
Nach 50 Minuten unter diesen Bedingungen kühlt man die Masse ab, bringt sie in ein Heizgefäß ein und entfernt dann das nicht umgewandelte p-Xylol durch Destillation unter vermindertem Druck, ohne 400C in dem Siedegefäß zu überschreiten. Man erhält so ein Oxydationsprodukt mit einem Gehalt von 61 bis 66 Gew.5? p-Xylylhydroperoxyd.
Beispiele 6 und 7
In einen wie in Beispiel 1 ausgestatteten und von außen erhitzten Glaskolben bringt man die folgenden Bestandteile ein:
12,5 g eines Gemischs von Sulfolan (90-Gew.^) und Methanol (10 Gew. JS, Beispiel 6),von Acetonitril (90 ί) und Methanol (10 %. Beispiel 7) und
die gewählte katalytische Menge einer wässrigen Schwefeisäurelösung mit 98 Gew.% reiner Säure.
Das Reaktionsgemisch wird auf 6O0C gebracht. Dann bringt man rasch 2,6b g o-Xylylhydroperoxyd mit einem Gehalt von 64,5 Gew. % an reinem Hydroperoxyd ein.
Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch unter Rühren bei der gewählten Temperatur für eine bestimmte Zeitspanne bis zur Beendigung der Deperoxydation gehalten. Man arbeitet dann wie in Beispiel 1. ·
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Die Ausbeuten an o-Kresol, o-Toluylaldehyd und Methylketal des o-Toluylaldehyds, bezogen auf verbrauchtes Hydroperoxyd,werden durch Analysen durch Dampfphasenchromatographie bestimmt.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt:
BEISPIEL 6 7
Gemisch von Lösungsmitteln:
Zusammensetzung in Gew.%
Gemisch: Gramn
Sulfolan 90 %
Methanol 10 %
12,5
Acetonitril 90 %
fethanol 10 %
12,5
,'Reines o-Xylylhydroperoxyd, Mol 0,0125 0,0125
ilteine H2SO11, Mol 0,0025 0,0025
!H^Ojj/Hydroperoxyd, Gew. %
j
14,16 1Ü,16
Temperatur 0C 60 60
Dauer 25 Minuten L Std. 30 Min.
Restlischer peroxydischer Sauer-
jstoff, %
5,6 H
JAusbeute an o-Kresol 73 % 65 %
Ausbeute an o-Toluylaldehyd
Ausbeute an Methylketal des o-Toluyl-
aldehyds
Ausbeute an o-Methylbenzylalkohol
3%
1,5 %
3,5 %
1 %
Herstellung des o-Xylylhydroperoxyds
Man oxydiert o-Xylol in der gleichen Weise, wie sie zuvor für das p-Xylol beschrieben wurde. Das erhaltene Hydroperoxyd besitzt eine Reinheit, die mit der des p-Xylylhydroperoxyds vergleichbar ist.
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Claims (13)

- 13 PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Spaltung von primären alky!aromatischen Hydroperoxyden zu phenolischen Produkten durch Umsetzung des Hydroperoxyds mit einer katalytischen Menge einer Verbindung mit saurer Reaktion in einem organischen Lösungsmittelmedium, dadurch gekennzeichnet, daß das Spal-\ tungsmedium ein Gemisch ist, das aus
a) zumindest einem Lösungsmittel, aus der Gruppe der aprotischen polaren Lösungsmittel,, die durch die Polymethylensulfone, die Carbonate von Alkylenglykolen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen und die aliphatischen oder aromatischen Nitrile gebildet ist, und
b) zumindest einem hydroxylierten Lösungsmittel aus der Gruppe der aliphatischen Alkohole mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und der Alkylenglykole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen '
besteht. · .
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das bei der Spaltung eingesetzte Hydroperoxyd ein Hydroperoxyd der allgemeinen Formel
CH2-OOII
ist, in der · .
R einen Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen oder einen Alkoxyrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bedeutet und ·■·■-.
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η den Wert 1, 2 oder 3 darstellt,
wobei der Rest R (wenn η den Wert 1 darstellt) oder zumindest einer der Reste R (wenn η einen Wert über 1 darstellt) sich in ortho- oder para-Stellung zur Hydroperoxymethylengruppe befindet.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R ein Methyl- oder ein Methoxyrest ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3a dadurch gekennzeichnet, daß das der Spaltungsreaktion unterzogene Hydroperoxyd o-Xylylhydroperoxyd oder p-Xylylhydroperoxyd ist.
5· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymethylensulfone 3 bis 6 Methylengruppen aufweisen, wöbe.! eine oder mehrere dieser Methylengruppen gegebenenfalls durch Alkylreste mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen substituiert sein können.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das aprotische polare Lösungsmittel SuIfolan, das Carbonat von Äthylenglykol, das Carbonat von Propylenglykol, Acetonitril oder Propionitril ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gleichzeitig mit dem aprotischen polaren Lösungsmittel verwendete hydroxylierte Verbindung Methylalkohol, Äthylalkohol, Äthylenglykol oder Propandiol-(1,2) ist.
8. .Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindung mit saurer Reaktion eine protonische anorganische Säure oder Organosulfonsäure ist.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
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protonische Säure Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, Methansulfonsäure, Benzolsulfonsäure oder p-Toluoisulfonsäure ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die protonische Säure in Form der reinen Säure oder in wässriger . konzentrierter Lösung verwendet wird. . j
11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ; saure Spaltungsreaktion in flüssiger Phase bei einer Temperatur zwischen 20°C und der Siedetemperatur der Reaktions-
O- 5
masse, vorzugsweise zwischen 50 und 110 C, durchgeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man Mengen an Verbindung mit saurer Reaktion zwischen ! 0,1 und 40 Gew.%, bezogen auf eingesetztes Hydroperoxyd, verwendet.
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch -gekennzeichnet, daß das Lösungsmittelgemisch kO bis 98 Gew.% aprotisches polares Lösungsmittel und 60 bis 2 Gew.% hydroxyliertes Lösungsmittel und vorzugsweise 60 bis 96 % aprotisches polares
Lösungsmittel und 40 bis 4 % hydroxyliertes Lösungsmittel enthält. ,
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