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B62D61/065 Motor vehicles or trailers, characterised by the arrangement or number of wheels, not otherwise provided for, e.g. four wheels in diamond pattern with only three wheels with single rear wheel

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DE242974C

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
JVr 242974 -KLASSE 63 h. GRUPPE
RUDOLF KURT WEISSKER in GERA, Reusz.
Dreirad mit in Kurven zwangläufig einstellbarem Rahmengestell.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. September 1910 ab.
Man hat bereits versucht, bei den bekannten, durch Fußantrieb fortbewegten Dreirädern eine seitliche Neigung des Fahrradrahmens beim Kurvenfahren zu erzielen, indem der Rahmen den seitlichen Neigungen des Fahrenden nach dem Kurvenmittelpunkt zu folgen kann, oder indem die seitliche Neigung des Rahmens zwangläufig beim Einlenken des Rades in eine Kurve bewirkt wird.
ίο Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine mit einfachen Mitteln erreichte, sicher wirkende Einstellungseinrichtung der letztgenannten Art. Sie ist besonders geeignet für Dreiräder mit motorischem Antrieb, da sie infolge der sicher bewirkten seitlichen Neigung des Rahmengestelles, die dem Kurvenradius entsprechend eingestellt werden kann, ein gleitloses und sturzsicheres Durchfahren der Kurven auch bei verhältnismäßig hohen Geschwindigkeiten gestattet.
Die Neuerung gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Steuergabel des Rades mit einem Kreuzgelenk in Verbindung steht, dessen wagerechte Querachse am unteren Rahmenverbindungsrohr fest gelagert ist, und dessen senkrechte Längsachse in beliebigem Winkel zur Achse des Lenkstangenschaftes von Hand einstellbar ist und die Drehachse bildet für die jeweiligen, den zu durchfahrenden Kurven entsprechenden Neigungen des Rahmengestelles.
In der Zeichnung stellt
Fig. ι eine Seitenansicht des Fahrrades gemäß der Erfindung dar.
Fig. 2 bis 4 zeigen Einzelheiten des Kreuzgelenkes, teilweise im Schnitt.
Fig. 5 ist eine teilweise Aufsicht.
Fig. 6 zeigt die Stellung der Steuergabel in einer Kurveneinstellung des Rades.
Das Rahmengestell α des Dreirades gemäß der Erfindung ruht hinten auf einem Rade b und hat vorn zwei Laufräder c, d, die von der Steuergabel aus durch eine Lenkvorrichtung f, g, h nach Art der bekannten Automobilsteuerungen lenkbar sind. Der Angriffshebel f der Lenkervorrrichtung steht mit einem Schenkel der Steuergabel e durch ein Gelenk i in Verbindung. Innerhalb der Steuergabel ist nun das Kreuzgelenk eingebaut, welches seiner Bauart und seiner Wirkung nach das Wesen der Erfindung bildet.
Auf der unteren Verbindungsstange k des Rahmengestelles ist ein Lagerbock I befestigt, der eine horizontale Bohrung mit der Achse y quer zur Fahrtrichtung besitzt. In dieser Bohrung ist ein Bolzen m gelagert, an dessen Enden die Enden einer Gabel η angreifen. Die Gabel η besitzt in ihrer Mitte einen runden Stiel 0, der die Drehachse bildet für den hülsenförmigen Stiel p einer zweiten Gabel q. Diese zweite Gabel q übergreift die erste Gabel η mit allseitigem Spiel. Die Enden der zweiten Gabel q sind an die Enden der beiden Schenkel der Steuergabel e angeschlossen. Oberhalb dieser Enden greifen zwei Stifte r der Gabel q durch kreisförmige Schlitzführungen s der verbreiterten Schenkelenden der Steuergabel. Auf die Stifte r sind Druck-
schrauben aufgesetzt, durch welche die Steuergabel in starre Verbindung mit der Gabel q gebracht werden kann.
Die Wirkung dieser kreuzgelenkartigen Verbindung ist nun folgende:
Es sei zunächst angenommen, die Mittelachse des Gabelstieles ο fiele mit der Mittelachse des Lenkstangenschaftes zusammen. Bei einer Lenkung dreht sich dann die mit der
ίο Gabel q fest verbundene Steuergabel e vermittels der Hülse ft um die Achse χ des Gabelstieles o. Die Gabel g dreht sich konzentrisch um die Gabel n. Eine Neigung des Rahmengestelles aus der Längsmittelebene hinaus kann nicht erfolgen, die Vorderräder können jedoch in der gleichen Weise verdreht bzw. gelenkt werden, als wenn das Kreuzgelenk überhaupt nicht vorhanden wäre.
Anders jedoch der Fall, wenn nach Lösen der mehrfach erwähnten Druckschrauben die beiden Gabeln η und q mit ihren Stielen 0 und p um den Drehbolzen m in Richtung des Pfeiles herumgeschwungen werden und die Achse χ in einem Winkel zur Achse ζ des Lenkstangenschaftes festgestellt wird. Die Drehachse für die mit der Gabel q wiederum fest verbundene Steuergabel e bleibt nach wie vor die Mittelachse χ des Gabelstieles 0. Da diese aber nun nicht mehr mit der Achse ζ des Lenkstangenschaftes zusammenfällt, so muß sich die Steuergabel und alle Teile des Rades, die mit der Steuergabel in fester Verbindung stehen (das Rahmengestell, mit Ausnahme der unteren Verbindungsstange k, und das Hinterrad b), um einen Winkel seitlich aus der Längsmittelebene heraus neigen, der, wie leicht ersichtlich, um so größer ist, je größer der Winkel zwischen den Achsen des Lenkstangenschaftes und des Gabelstieles 0 ist.
Die Gabel q dreht sich dabei wieder konzentrisch um die Gabel n. Die Verbindung der Rahmenstange k mit dem Rahmengestell a muß naturgemäß an der Verbindungsstelle t gelenkig sein, d. h. der Lagerbock u muß sich bei der seitlichen Neigung um das Stangenende t drehen können. Der Fahrer hat es also in der Hand, durch eine vorherige Einstellung der Achse χ in einem Winkel zur Achse ζ des Lenkstangenschaftes, dessen Größe von der durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeit in Kurven und von den durchschnittlich vorkommenden Kurvenradien abhängen wird, eine entsprechende Neigung des Rahmengestelles mit dem Hinterrade beim Durchfahren von Kurven hervorzurufen. Da der Sattel mit dem Rahmen fest verbunden ist, wird sich in der Kurve auch der > Körper des Fahrenden nach dem Kurvenmittelpunkt zu neigen. Mit einem Dreirade gemäß der Erfindung wird somit ein sicheres Durchfahren von Kurven auch mit verhältnismäßig hohen Geschwindigkeiten möglich sein, da durch die getroffene Anordnung die schädlichen Wirkungen der Zentrifugalkräfte (Gleiten des Hinterrades, Abheben des äußeren Vorderrades in 6g Kurven u. dgl.) aufgehoben werden.

Claims (1)
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  1. Patent-Anspruch:
    Dreirad mit in Kurven zwangläufig einstellbarem Rahmengestell, dadurch gekennzeichnet, daß in die Steuergabel (e) ein Kreuzgelenk eingebaut ist, dessen wagerechte Querachse (y) am unteren Rahmenverbindungsrohr (k) fest gelagert ist, und dessen senkrechte Längsachse (x) in beliebigem Winkel zur Achse des Lenkstangenschaftes (z) einstellbar ist und die Drehachse bildet für die jeweiligen, den zu durchfahrenden Kurven entsprechenden Neigungen des Rahmengestelles (a).
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.