DE242881C - - Google Patents

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DE242881C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16PSAFETY DEVICES IN GENERAL; SAFETY DEVICES FOR PRESSES
    • F16P3/00Safety devices acting in conjunction with the control or operation of a machine; Control arrangements requiring the simultaneous use of two or more parts of the body
    • F16P3/18Control arrangements requiring the use of both hands
    • F16P3/24Control arrangements requiring the use of both hands for mechanical controls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Presses And Accessory Devices Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 242881 KLASSE 47«. GRUPPE
LEO WALDRAFF in FREIBURG i. Br.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1911 ab.
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsvorrichtung an Arbeitsmaschinen, besonders Exzenter- und Kurbelpressen derjenigen Art, bei welcher zwecks Verhütung von Unglücksfällen durch Einbringen der Hände zwischen die Arbeitsflächen der Maschine die Einrückvorrichtung der letzteren während des Stillstandes der Maschine gesperrt gehalten und nur durch gleichzeitige Betätigung beider Hände freigegeben wird.
Den bekannten Einrichtungen dieser Art haftet noch der Nachteil an, daß sie leicht umgangen werden können, indem die die Hände beschäftigende Vorrichtung zwangsweise in der die Sperrung der Einrückvorrichtung aufhebenden Stellung gehalten wird.
Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß neben der eigentlichen Sperrvorrichtung eine Hilfssperrvorrichtung angeordnet ist, welche bei der Außerbetriebsetzung der Maschine den Einrückhebel derselben sperrt und so lange gesperrt hält, bis die Hauptsperrung ausgeführt ist. Auf diese Weise wird eine Umgehung der Sicherung unmöglich gemacht.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht, und zwar in
Fig. ι in Vorderansicht bei aufgehobener Sperrung,
Fig« 2 im senkrechten Schnitt nach A-B der Fig. 1 mit Innenansicht auf den Einrückhebel, wobei der Deutlichkeit halber die Druckklappen sowie die Sperrvorrichtung nebst deren Lagerung weggelassen sind.
Fig. 3 zeigt die Vorrichtung in Draufsicht und
Fig. 4 im Querschnitt nach A-B der Fig. 1 und 3 unter Weglassung einzelner Teile, wie der Schaltstange und Sperrhaken.
Fig. 5 zeigt Einzelteile.
Die Sicherheitsvorrichtung besteht aus einer auf dem Arbeitstisch der Maschine zu befestigenden Platte a, die mit senkrecht dazu angeordneten Lagerständern b versehen ist, in denen sich zwei die Hauptsperrvorrichtung bildende Sperriegel d, d1 verschiebbar führen. In ihrem vorderen Teil besitzt die Platte eine Öffnung k, die zum Durchlaß eines mit dem Einrückhebel der Maschine verbundenen Armes k1 dient. Letzterer besitzt den beiden Sperriegeln d, d1 gegenüber Durchlochungen d3 (Fig. 2), in welche die Sperriegel beim Rückgang des Einrückhebels unter der Wirkung von Federn r1 eintreten und hierdurch die Sperrung desselben bewirken.
Die Sperriegel führen sich mittels an ihnen angeordneter Zapfen e (Fig. 3) in schräg verlaufenden Schlitzen g (Fig. 1) zweier auf der Platte α sitzender Ständer f und sind mit Druckklappen h versehen, mittels welcher sie aus der Sperrstellung ausgelöst werden. Mit
dem Arm k1 ist außerdem ein um einen festen Bolzen ο schwingender Doppelhebel m verbunden, der mit seinem freien Ende an den Gelenkpunkt o1 der Schenkel η eines in Form einer Nürnberger Schere ausgebildeten Schutzrahmens angelenkt ist, dessen unteres Schenkelpaar mit der Platte α durch Schienen f1 verbunden ist und sich in Schlitzen f2 derselben führt, während das obere Schenkelpaar
ίο eine Schiene n1 trägt und in Schlitzen fs derselben seine Führung hält.
Zwischen den beiden Hauptsperriegeln d und d1 ist ein Hilfssperriegel d2 in den Lagern b verschiebbar angeordnet, der in seinem mittleren Teil Gewinde u besitzt, mit dem ein Zahnrad t in Eingriff steht. Letzteres sitzt gemeinsam mit zwei beiderseits desselben angeordneten Schalt- und Sperrädern y und y1 auf einer in Ständern υ gelagerten Welle χ (Fig. 4). Mit dem Schältrad y, welches unter ' der Einwirkung einer Feder r steht, wirkt eine Schaltstange I zusammen (Fig. 1), die mittels einer Feder w elastisch in zwei Schienen I1 des Armes k1 des Einrückhebels geführt ist und durch eine Feder w1 in ständiger Berührung mit dem Schaltrad y gehalten wird. In das Sperrad y1 greift ein winkelförmiger Sperrhaken ft (Fig. 3) ein, der um einen an dem Sperriegel dx befestigten Zapfen s drehbar ist und mit einer ebenfalls an dem Sperriegel ι befestigten Feder / in Verbindung steht, welche das Bestreben hat, den Haken ständig gegen das Sperrädchen y1 zu bewegen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist die folgende:
Beim Stillstand der Maschine befindet sich der als Fußtritthebel ausgebildete Einrückhebel in der angehobenen Stellung. Der mit ihm verbundene Arm k1 hat sich gleichfalls in dem Schlitz k der Platte in die Höhe bewegt. Dabei sind die Sperriegel d und d1 unter der Einwirkung ihrer Federn r1 in die Durchlochuhgen df des Armes k1 eingetreten und sperren diesen, so daß eine Betätigung des Fußtritthebels unmöglich ist. Soll nun die Maschine in Betrieb gesetzt werden, so werden die Klappen h gleichzeitig mit beiden Händen nach abwärts gedrückt, die Sperrriegel d bzw. d1 hierdurch gedreht und durch die sich in den schrägen Schlitzen g führenden Zapfen e nach links verschoben, so daß sie aus den Durchlochungen d3 heraustreten und dadurch den Arm k1 des Einrückhebels freigeben, der nunmehr nach abwärts bewegt werden kann. Hierbei nimmt er den Hebel m mit, dessen über den Drehpunkt 0 hinaus verlängerter Arm sich hierdurch anhebt und den. Rahmen η aufrichtet, der sich zwischen Arbeiter und Werkstück einschiebt und ein nachträgliches Berühren des Werkstückes mit den Händen, um es im letzten Augenblick noch in die richtige Lage zu führen, unmöglich macht. Beim Ausschalten der Maschine bewegt sich" der Fußtritthebel mit dem Arm k1 wieder nach aufwärts, der Rahmen h schiebt sich hierbei in sich zusammen und die Sperrriegel d und d1 legen sich von neuem in die Durchlochungen rf3 ein, so daß die Maschine wieder gesichert ist.
Sobald nun zur Umgehung der Sicherung die beiden Klappen h zwangsweise, z. B. durch Belastung, dauernd in der niedergedrückten Lage und somit die Sperriegel d, d1 ständig außer Eingriff mit dem Arm k1 gehalten werden, so bleibt der bei der Zurückführung des Sperriegels d1 (nach links) mit dem Sperrad y1 in Eingriff gekommene Sperrhaken ft mit demselben dauernd in Eingriff. Bewegt sich nun bei der Außerbetriebsetzung der Maschine der Arm k1 nach aufwärts, so kommt die Schaltstange I mit dem Schaltrad y in Eingriff und dreht dieses unter Anspannung der Feder r nach links (Fig. 1). Dabei wird das Zahnrad ft gleichfalls gedreht und bewegt den mit ihm in Eingriff stehenden Sperriegel d2 nach rechts in die Durchlochung d* des Armes k1, wodurch dieser gesperrt wird. Der in das Sperrad y1 eingreifende Sperrhaken ft verhindert ein selbsttätiges Zurückgehen des Sperrriegels d2 so lange, bis die Klappe h sich wie- go der gehoben und der Sperriegel d1 sich wieder nach rechts in die Durchbohrung dB des Armes A1 eingeschoben hat. Der Sperrhaken ft kommt hierdurch außer Eingriff mit seinem Sperrad y1, so daß sich die Welle χ durch die Feder r zurückdrehen und das Zahnrad t den Sperriegel d2 wieder außer Eingriff mit dem Arm k1 bringen kann.

Claims (1)

  1. Paten t-An sprüche:
    i. Sicherheitsvorrichtung an Arbeitsmaschinen mit einer nur durch gleichzeitige Betätigung beider Hände die Einrückvorrichtung freigebenden Sperrvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß neben der aus zwei voneinander unabhängigen Sperriegeln (d, d1) bestehenden Hauptsperrvorrichtung eine Hilfssperrvorrichtung (d2) angeordnet ist, welche zwangläufig bei der Außerbetriebsetzung der Maschine den Einrückhebel (k1) derselben sperrt und erst freigibt, nachdem die Hauptsperrvorrichtung (d, d1) in Wirksamkeit getreten ist.
    ,'. 2. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfssperrvorrichtung aus einem durch ein Zahngetriebe (v) angetriebenen Sperriegel (d2) besteht, der bei der Zurückführung des
    Einrückhebels durch eine an diesem angeordnete, in ein Schaltrad (y) des Zahngetriebes eingreifende Schaltstange (I) in eine Durchbohrung (d*) des Schalthebels (k1) eingeschoben und durch einen an der Hauptsperrvorrichtung (A) sitzenden, in ein Sperrad (y1) des Zahngetriebes eingreifenden Sperrhaken (p) so lange gehalten wird, bis durch Herstellung der Hauptsperrung der Sperrhaken (p) ausgelöst wird, worauf die Hilfssperrung zwangsweise in die ausgelöste Stellung zurückgeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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