DE235198C - - Google Patents

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DE235198C
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    • G—PHYSICS
    • G09—EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09B—EDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B19/00—Teaching not covered by other main groups of this subclass
    • G09B19/06—Foreign languages
    • G09B19/08—Printed or written appliances, e.g. text books, bilingual letter assemblies, charts

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  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Management, Administration, Business Operations System, And Electronic Commerce (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
.PATENTSCHRIFT
- JVe 235198 KLASSE 54g. GRUPPE
EDUARDWETZLICH in DRESDEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. März 1910 ab.
Für die in einem fremden Lande Reisenden, die dessen Sprache unkundig sind, ergeben sich häufig unangenehme Lagen und Unsicherheiten, weil ihnen die Möglichkeit einer zuverlässigen Verständigung fehlt. Viele schreckt dieser Umstand überhaupt davon ab, eine Reise in ein fremdsprachiges Land zu unternehmen.
Die Erfindung bietet in Form eines Über-Setzungsschiebers ein Mittel, diesen Unannehmlichkeiten zu begegnen und auch den der fremden Sprache gänzlich Unkundigen eine zweifelsfreie Verständigung zu sichern. Der Schieber enthält auf der einen Seite von aufeinander drehbaren Scheiben die gebräuchlichsten Frage- oder Befehlsformen und Wünsche, dagegen auf den Rückseiten der mit Schauöffnungen versehenen Scheiben die Übersetzungen, so daß durch Einstellung der Scheiben gegeneinander bei der Zusammensetzung zweier Redeteile deren Übersetzung auf der Rückseite erscheint.
In ähnlicher .Weise eingerichtete Schieber mit mehreren zueinander einstellbaren Scheiben sind für andere Zwecke bereits bekannt. Diese Schieber dienen in der Regel für Belehrungszwecke, zur Einstellung von bestimmten Ankündigungen, z. B. über die Zeit der Ab- oder Anwesenheit eines Arztes, Rechtsanwaits usw. Die Scheiben tragen dann etwa am Rande der einen Scheibe bestimmte Zahlenreihen und gestatten in Verbindung mit Zahlenreihen der anderen Scheibe die Ausführung von Multiplikationen und Divisionen. Auch werden die Scheiben mit Aufdrucken anderer Art, z. B. Abbildungen und Worten oder Buchstaben versehen, um dadurch belehrende Zusammenstellungen zu erhalten, die unter einer Schauöffnung erscheinen.
Diesen bekannten Übersetzungsschiebern aus mehreren aufeinander dreh- und einstellbaren sowie mit Aufdrucken und Schauöffnungen versehenen Scheiben gegenüber besteht die Erfindung darin, daß eine undurchbrochene und eine Scheibe mit vorstehendem Rande und radialen Schauöffnungen von einem auf diesem Rande feststellbaren Drehschieber umgriffen werden, der einerseits als Stellarm mit radialer Schauöffnung und andererseits als Drehscheibe mit einer doppelt so breiten radialen Schau-Öffnung als derjenigen der Scheibe mit vorstehendem Rande ausgebildet ist. Beide Scheiben tragen dann auf der dem Stellarm zugekehrten Seite die Aufdrucke der einen Sprache und auf der Rückseite die Übersetzungen in entsprechender Lage.
Diese Einrichtung kann noch durch eine Art Ersatzwörterbuch ergänzt sein, welches weniger häufig gebrauchte Ausdrücke und Worte in alphabetischer Folge auf schmalen Streifen in jeder Sprache auf jeder Seite der Streifen enthält, die nach Bedarf in die Vorrichtung eingeschoben werden können. Ebenso kann an der Vorrichtung ein besonderer freier
Raum zum Notieren von Preisangaben und ein anhängender Schreibstift vorgesehen sein. Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung der Erfindung in Fig. ι in Vorder-, in Fig. 2 in Rückansicht und in Fig. 4 im Querschnitt. Fig. 3 zeigt die mittlere Scheibe allein in Ansicht.
Die Vorrichtung besteht aus einer oberen Scheibe α ohne Ausschnitte, die auf der obej ren Seite strahlenförmig und zweckmäßig in Gruppen angeordnet die auf der Reise häufigst gebrauchten, als Wünsche im Satz auftretenden Worte der eigenen Sprache, etwa der deutschen, wie: »ein Zimmer, den Gepäckträger, der Bahnhof, ein belegtes Brötchen usw.«, enthält, während auf der anderen die entsprechenden Worte der fremden Sprache, im gewählten Beispiel der französischen, in gleicher Reihenfolge vorgesehen sind.
Die mittlere Scheibe b ist etwas größer als die obere α und besitzt am Rande Einkerbungen. Zwischen je zwei derselben enthält sie die gebräuchlichsten Redeteile in Befehls- oder Frageform aufgedruckt, wie: »Geben Sie mir . . . ., Zeigen Sie mir . . . ., Rufen Sie . . . ., Wo ist ... .«, in der einen Sprache, während die entsprechenden Wendungen der anderen Sprache auf der Rückseite der Scheibe 'b über schmalen radialen Ausschnitten b1 in Breite der Schrifthöhe vorgedruckt sind (Fig. 4), und zwar naturgemäß in einer Anordnung, welche der auf der Vorderseite entspricht.
Die untere Scheibe c besitzt einen Bügel c2, der über die anderen beiden Scheiben α und b greift und eine Schauöffnung c3 besitzt. Die Scheibe c enthält eine Schauöffnung c1 von doppelter Schrifthöhe. An der Befestigungsstelle des Bügels c2 ist ein Griff d mit einem Schieber β vorgesehen, der unter der Wirkung einer Feder oder eines Gummibandes f steht und ständig gegen den Rand der Scheibe b gezogen wird, so daß er in deren Kerben einschnappen kann.
Über dem Ausschnitt c1 ist die für »Bitte« gebrauchte Redewendung, die im Französischen bekantlich »S'il vous plait« lautet und darunter die Anrede für »Herr« oder »Meine . Dame«, also im vorliegenden Falle »Monsieur« und »Madame« vorgedruckt. Letztere beiden Worte stehen hintereinander und können abwechselnd, z. B. durch einen Schieber g, verdeckt werden, so daß jeweilig nur eines von beiden sichtbar ist.
Am unteren Rande auf der Rückseite der Scheibe c ist ein zum Schreiben etwa durch Schwärzen geeignet gemachtes Feld vorgesehen mit vorgedrucktem »frs« und >.cts«, vor denen mit einem an der Vorrichtung befestigten Schreibstift Preisangaben notiert werden können.
Die .Vorrichtung wird in folgender Weise benutzt:
Will der Reisende irgendeinen der üblichen Wünsche äußern etwa in einem Restaurant: »Geben Sie mir bitte die Speisekarte«, so hat er nur die Scheibe b so zu drehen, daß der Schieber e in die Kerbe hinter der Befehlsform »Geben Sie mir« am Rande der Scheibe δ einschnappt, und ferner die Scheibe a so weit, daß das Objekt »die Speisekarte« in der Schauöffnung c3 des Bügels c2 erscheint. Dadurch ist in der Schauöffnung c1 auf der Rückseite der Vorrichtung und unter einem radialen Schlitz δ1 der Scheibe b die übersetzte Befehlsform mit dem darunter stehenden Objekt eingestellt, also:
»donnez-moi
la Carte ä manger«.
Diese Wendung wird durch das darüber vorgedruckte »S'il vous plait Monsieur« vervollständigt. Es ist dann nur nötig, in diesem Falle z. B. dem Kellner die Rückseite der Vorrichtung zum Ablesen hinzuhalten. Um Preisangaben zu erhalten, würde etwa eingestellt werden: »Was kostet, worauf ich zeige«. Der Verkäufer hätte dann nach Überreichung der Vorrichtung den Preis am unteren Rande der Scheibe c vor »frs« und »cts« einzutragen.
Der Platz vor einer Kerbe der Scheibe b ist freigelassen, so daß hier eine beliebige andere Wendung von Hand eingetragen werden kann. Ebenso enthält die Scheibe α eine freie Stelle zum Nachtragen eines Wunsches. In der Schauöffnung c1 würde dann ebenfalls eine leere Stelle erscheinen, auf der die Übersetzung nachgetragen werden kann. Richtet sich die Anrede an eine Dajne, so wäre der Schieber g nach links zu bewegen, um das Wort »Monsieur« zu verdecken und »Madame« freizulegen.
Als Ergänzung der Vorrichtung dient eine Art Wörterbuch, das für jeweilige Zwecke zusammengestellt ist und z. B. für jede Stadt einzeln deren wichtigste Straßen, Sehenswürdigkeiten, auf beiden Seiten kleinere Streifen in jeder Sprache gedruckt enthält. Ein solcher Streifen kann in auf der Rückseite der Scheibe c vorgesehene Führungen h geschoben werden, so daß z. B. die Frage zusammenge- no stellt werden kann: »Wo ist die Schloßstraße bitte?« usw.
Statt der Scheiben kann die Vorrichtung auch aus längs gegeneinander einstellbaren Schiebern gebildet sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:.
    Übersetzungsschieber für Sprachen aus mehreren aufeinander dreh- und einstell-
    baren, mit Aufdrucken und Schauöffnungen versehenen Scheiben, dadurch gekennzeichnet, daß eine undurchbrochene Scheibe (a) und eine Scheibe (b) mit vorstehendem Rande und radialen Schauöffnungen (b1) von einem auf dem Rande der Scheibe (b) feststellbaren Drehschieber umgriffen werden, der einerseits als Stellarm fc2) mit radialer Schauöffnung (c3) und andererseits als Drehscheibe (c) mit einer doppelt so breiten radialen Schauöffnung (c1) als diejenigen der Scheibe (b) ausgebildet ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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