DE2336947A1 - Korrosionsschutz - Google Patents

Korrosionsschutz

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DE2336947A1
DE2336947A1 DE19732336947 DE2336947A DE2336947A1 DE 2336947 A1 DE2336947 A1 DE 2336947A1 DE 19732336947 DE19732336947 DE 19732336947 DE 2336947 A DE2336947 A DE 2336947A DE 2336947 A1 DE2336947 A1 DE 2336947A1
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F15/00Other methods of preventing corrosion or incrustation

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Description

RINGSDORFF-WERKE GMBH Bonn-Bad Godesberg, den ■ i. JdLi 1073
Korrosionsschutz
RW 73/102
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schutz eines Metallteils gegen Korrosion, insbesondere zur Vermeidung von Passungsrost.
Zur Vermeidung von Korrosionsschäden an metallischen Konstruktionsteilen ist es bekannt, in Kontakt mit einer elektrisch leitenden Flüssigkeit stehende Metallteile mit einem zweiten, eine größere Elektronegativität aufweisenden Metall leitend zu verbinden, d.h., in einer galvanischen Kette als Kathode zu schalten. Da die Wirksamkeit des als "kathodischer Korrosionsschutz" bekannten Verfahrens u.a. durch die elektrische Leitfähigkeit des Elektrolyten bestimmt wird, ist ein ausreichender Schutz nur beim Vorliegen eines Elektrolyten mit hinreichender Leitfähigkeit zu erreichen. Eine elektrochemische Korrosion ist nach dem bekannten Verfahren insbesondere dann nicht zu vermeiden, wenn die zu schützenden Metallteile nicht ständig durch wässrige Lösungen von Elektrolyten benetzt sind. Derartige temporäre, beispielsweise durch Kondensations- oder Spritzwasser entstehende Elektrolytfilme verursachen beträchtliche Korrosionsschäden und insbesondere die Bildung von Passungsrost, zu dessen Vermeidung u.a. vorgeschlagen wurde, die Passungsflächen mit Schmierölen geringer Viskosität oder Trockenschmiermitteln zu behandeln oder luftdicht abzuschließen.
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Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, nicht ständig und nicht vollständig von einem Elektrolyten benetzte Metallteile gegen Korrosion zu schützen und die Bildung von Passungsrost zu verhindern.
Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, auf wenigstens einem Teil der Oberfläche des Metallteils ein durch Reibung mit dem Metallteil kraftschlüssig verbundenes, ein positives Berührungspotential erzeugendes Flächengebilde anzuordnen.
Als Flächengebilde, beispielsweise in der Form von Matten, Bändern oder Folien, können nach der Erfindung sämtliche Materialien verwendet werden, die durch Reibung auf ein positives Potential aufgeladen werden und hinreichend flexibel sind, wie z.B. Glasfasern, Silikatfasern oder andere keramische Fasern. Erfindungsgemäß besonders vorteilhaft sind Glasfasermatten sowie in eine Harzmatrix eingebettete Glasfasermatten. Durch die Harzmatrix, die vorteilhaft aus thermoplastischen Kunstharzen, wie z.B. Polyäthylen, Polyvinylchlorid oder insbesondere Polytetrafluoräthylen besteht, werden das verhältnismäßig spröde Fasergebilde mechanisch geschützt und zugleich die Reibungskräfte vermindert.
Die Wirkung der Erfindung beruht offensichtlich auf einer durch Reibung bedingten Ladungstrennung und Ausbildung einer Berührungsspannung zwischen dem Flächengebilde mit positiver und dem zu schützenden Metall mit negativer Oberflächenladung. Das er-
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zeugte Potential von der Größenordnung einiger Kilovolt ist hinreichend groß, um Reaktionen von im Schwitz- oder Spritzwasser vorhandenen Anionen mit dem Metall und damit dessen Schädigung sowie die Bildung von Passungsrost zu vermeiden. Da im Gegensatz zu den bekannten Verfahren des kathodischen Korrosionsschutzes die durch die Erfindung erzielte Schutzwirkung nicht durch die Beschaffenheit des Elektrolyten beeinträchtigt wird, ist das erfindungsgemäße Verfahren besonders dort von Vorteil, wo mit dem Anfall wechselnder Mengen von Schwitz- oder Spritzwasser zu rechnen ist, die im allgemeinen nur geringe Ionenmengen enthalten.
Die zur Erzeugung der Ladungstrennung erforderliche Relativbewegung zwischen dem zu schützenden Metallteil und dem anliegenden Flächengebilde gemäß der Erfindung ist in einer Vielzahl von Konstruktionen und Maschinenelementen gegeben, da ein für die Schutzwirkung hinreichendes Potential bereits durch Abrollen oder Gleiten und kleine Schwingungsbewegungen unter Pressung aufgebaut wird. Vorteilhafte Ergebnisse werden bei Verwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, z.B. in Fahrzeugen aller Art, stationären Motoren, Turbinen und dergleichen, Federn sowie Brückenlagerungen erzielt.
Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft erläutert:
Die Innenfläche von Lagerkammern für die Lager von Lokomotivrädern wurde mit etwa 0,15 mm dicken, in
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eine Polytetrafluorathylenmatrix eingebettete Glasfasermatten belegt, wobei der bedeckte Flächenanteil etwa 80 % betrug. In die Lager kammern wurden dann in der üblichen Weise Rollenlager eingesetzt und die erfindungsgemäß geschützte Anordnung über eine Betriebszeit von 18 Monaten in einer E-Lok verwendet.
Die Innenfläche der Lagerkammer und die Außenfläche der Rollenlager waren rostfrei und blank, wobei sich die Schutzwirkung ebenfalls auf die ursprünglich nicht abgedeckten Flächenanteile erstreckte. Ungeschützte, sowie mit Schmierölen und Trockenschmiermitteln, wie Molybdändisulfid und Polytetrafluoräthylen behandelte unter den gleichen Bedingungen betriebene Lager wiesen demgegenüber fleckige Schichten von rötlichem Passungsrost auf.
4 Patentansprüche
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Claims (4)

Patentansprüche
1./Verfahren zum Schutz eines Metallteils gegen Korrosion, insbesondere zur Vermeidung von Passungsrost, dadurch gekennzeichnet, daß auf wenigstens einem Teil der Oberfläche des Metallteils ein durch Reibung kraftschlüssig mit dem Metallteil verbundenes, ein positives Berührungspotential erzeugendes Flächengebilde angeordnet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß als Flächengebilde Glasfasermatten verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch g e kennzeichnet , daß als Flächengebilde in eine Harzmatrix eingebettete Glasfasermatten verwendet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge-. kennzeichnet , daß als Harzmatrix Polytetrafluoräthylen verwendet wird.
RW 73/102 Dr.We/häu
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DE19732336947 1973-07-20 1973-07-20 Verfahren zum Schutz eines Metallteils gegen Korrosion Expired DE2336947C3 (de)

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DE19732336947 DE2336947C3 (de) 1973-07-20 Verfahren zum Schutz eines Metallteils gegen Korrosion
AT586874A AT326446B (de) 1973-07-20 1974-07-16 Verfahren zum schutz eines metallteiles gegen korrosion
CH1000774A CH610352A5 (en) 1973-07-20 1974-07-19 Process for protecting a metal article against corrosion
FR7425214A FR2237977A1 (de) 1973-07-20 1974-07-19
SE7409469A SE410797B (sv) 1973-07-20 1974-07-19 Forfarande for att skydda en metalldel mot korrosion, speciellt for att undvara passningsrost

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DE19732336947 DE2336947C3 (de) 1973-07-20 Verfahren zum Schutz eines Metallteils gegen Korrosion

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2336947A1 true DE2336947A1 (de) 1975-02-20
DE2336947B2 DE2336947B2 (de) 1975-06-05
DE2336947C3 DE2336947C3 (de) 1976-01-29

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4590657A (en) * 1983-05-13 1986-05-27 Skf Industrial Trading & Development Company B.V. Method of constructing an assembly with a roller bearing to avoid fretting corrosion

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4590657A (en) * 1983-05-13 1986-05-27 Skf Industrial Trading & Development Company B.V. Method of constructing an assembly with a roller bearing to avoid fretting corrosion

Also Published As

Publication number Publication date
DE2336947B2 (de) 1975-06-05
ATA586874A (de) 1975-02-15
FR2237977A1 (de) 1975-02-14
SE7409469L (de) 1975-01-21
AT326446B (de) 1975-12-10
SE410797B (sv) 1979-11-05
CH610352A5 (en) 1979-04-12

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