DE2332769B2 - Für zwei Drehzahlen polumschaltbare Zweischicht-Drehstromwicklung für einen elektrischen Motor - Google Patents
Für zwei Drehzahlen polumschaltbare Zweischicht-Drehstromwicklung für einen elektrischen MotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine für zwei Drehzahlen polumschaltbare Zweischicht-Drehstromwicklung für
einen elektrischen Motor gemäß dem Oberbegriff der Patentansprüche. Eine solche Wicklung ist aus dem
r> Buch »Die Asynchron-Maschine« von W. Nürnberg,
Berlin 1952, Seiten 297-318, bekannt. Der dortigen Wicklung haftet jedoch der Mangel an, daß
für die Umschaltung bei nicht im Verhältnis 1:2 stehenden
Drehzahlverhältnissen verhältnismäßig viele
-'<> Wicklungsanschlüsse aus der Maschine herausgeführt
und durch mehrpolige Schalter unterschiedlich miteinander verbunden werden müssen. So müssen beispielsweise
bei dem in Abbildung 187 gezeigten Schaltschema zum Wechsel der Polzahl von 4 auf 6
-·"> sechs Verbindungen umgelegt werden, was bedeutet,
daß zwölf Wicklungsanschlüsse zugänglich sein müssen.
Weitere, beispielsweise aus der DE-PS 963 084 und der DE-OS 2046779 bekannte polumschaltbare
in Drehstromwicklungen lassen nur verhältnismäßig
einfache Drehzahlverhältnisse wie 1 · 2 oder 1:3 zu und benötigen darüber hinaus eine relativ hohe Zahl
von herausgeführten Wicklungsanschlüssen und ebenfalls eine große Zahl von Schalterpolen, mit de-
ii nen die Verbindungsveränderungen in der Wicklung
vorgenommen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wicklung nach dem Oberbegriff der Patentansprüche
derart zu gestalten, daß Polzahlverhältnisse wie 4:6
in und 6:8 durch einfache Umschaltvorgänge von in der
Wicklung gebildeten Hauptspulengruppen möglich sind, wozu nur sechs herausgeführte Spulenanschlüsse
und folglich ein sehr einfaches Umschaltschema erforderlich sind.
r. Diese Aufgabe wird für das Polzahlenverhältnis
4:6 mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 und für das Polzahlenvcrhältnis 6:8 mit den
kennzeichnenden Merkmalendes Anspruchs 2 gelöst. Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird erreicht,
in daß nunmehr durch Polumschaltung Drehzahlverhältnissc
von 4:6 oder 6:8 erhalten werden können,
wozu nurmehr eine einzige Wicklung erforderlich ist, wogegen Motoren, die Polumschaltungen in dem
obengenannten Verhältnis zuließen, bisher zwei ge-
Vi trennte Wicklungen haben mußten. Überdies ist die
erfindungsgemäße Wicklung so gestaltet, daß für die Umschaltung lediglich ein dreipoliger Umschalter benötigt
wird oder mit anderen Worten nur sechs Spulenanschlüsse aus der Maschine herausgeführt werden
Wi müssen und somit ein sehr einfaches Umschaltschema
entsteht.
Mit der Tatsache, daß gemäß der Erfindung nur eine einzige Wicklung im Blechpaket untergebracht
werden muß, können die Motoren mit einem besseren
h'i Ausnutzungsfaktor gebaut werden, so daß in einem
gleichen Stator- und Kotor-Magncttcil nunmehr um etwa 20% mehr Leistung untergebracht werden kann,
was, bezogen auf die cleiche Le ist uric, anders beirach-
tet eine Kosteneinsparung von etwa 15 bis 20% bedeutet.
Nachfolgend werden anhand schematicher Darstellungen
die erfindungsgemäßen Wicklungen und ihr Umschaltschema erläutert. Es zeigt
Fig. 1 das Schaltschema einer ersten Wicklung für eine Polzahl 2pj = 6,
Fig. 2 das Zeigerdiagramm der in den Teilspulen induzierten EMKe, nach Wicklungssträngen getrennt,
Fig. 3 ein Schaltschema der Spulen für eine zweite
Wicklung für eine Polzahl 2p , = 8,
Fig. 4 eine Tabelle der Verteilung der Teilspulen auf die drei Wicklungsstränge bei Schaltung der Wicklung
nach Fig. 3, wobei die Spulennumerierung in üblicher Weise nach den Spulenseiten der Oberschicht
der Zweischichtwicklung vorgenommen ist,
Fig. 5 das Zeigerdiagramm der EMKe der Grundwelle, verteilt auf die drei Wicklungssträige und
Fig. 6 das Zeigerdiagramm der EMKe der dritten Harmonischen in der Wicklung gemäß Fig. 3.
Die in den Fig. 1 und 3 dargestellte Zweischicht-Drehstromwicklungen
sind für einen Blechschnitt mit 36 Nuten vorgesehen und weisen mithin 36 Teilspulen
auf, die mit 1 bis 36 nach der Lage ihres einen Spulenschenkels h der Wicklungsoberschicht bezeichnet
sind. Die Teilspulen sind in bestimmter Weise v\\ Spulen zusammengefaßt, welche mit A, bis C, bezc ,chnet
sind und eine Reihenschaltung der nachfolgend angegebenen Teilspulen darstellen:
1, 2,3; /I1: 11, 12, 19; A}: 21, 28, 29;
35,36,7; B2: 9,16,17; ß,: 25, 26, 27;
33, 4,5; C2: 13, 14,15; C1: 23, 24, 31.
33, 4,5; C2: 13, 14,15; C1: 23, 24, 31.
Ferner sind weitere Teilspulen zu Spulen /I4, ß4,
C4 zusammengefaßt, welche in ihrer Gesamtheit als Zusatzspulen-Gruppe bezeichnet sind, diese Zusatzspulen
haben folgende Teilspulen-Reihenschaltung: /I4: 20, 8, 32; S4: 18, 6, 30; C4. 22, 10, 34.
Die Teilspulcn der Zusatzspulen-Gruppe unterscheiden sich von den übrigen Teilspulen dadurch, daß
ihre Windungszahl nur ein Drittel beträgt, und daß die Leiterquerschnitte dreimal so stark sind.
Gemäß Fig. 1 bilden die Spulengruppen A1, A-,,
A ,; By B1, B2 und C1, C, und C1 drei parallele Sterne
mit den Sternpunkten R, S, T der jeweils ersten Spulenende. Die zweiten Enden der Spulen der Hauptspulengruppen
/I1, A2, A3; ß,, ß,, R2 und C2, C1,
C1 haben jeweils einen gemeinsamen festen Verbindungspunkt
L, M bzw. N, an den jeweils eine Spule A4, ß4, C4 einer ein dreiphasiges, symmetrisches System
bildenden Zusatzspulen-Gruppe angeschlossen ist. Die zweiten Enden dieser Spulen der Zusatzspulen-Gruppe
bilden für den sechspoligen Schaltzustand der Wicklung die Wicklungsspeisepunkte R', S', 1".
Für den vierpoligen Schaltzustand werden die Speisungsklemmen des Netzes an die drei Sternpunkte R,
S, T gelegt, während die zweiten Enden der Spulen der Zusatzspulen-Gruppe /I4, ß4, C4 zu einem
gemeinsamen Sternpunkt zusammengefaßt werden.
Die in Fig. 2 dargestellten Zeigerdiagramme beziehen sich auf die Schaltung der Wicklung mit 2/;, = ft
Polen und zeigen, daß die resultierenden HMKe der Spulengruppe, die an die speisenden Phasen R, S, 7
angeschlossen sind, in einem Winkel von —30". -150° bzw. +90° zueinander stehen und gleiche
Amplituden aufweisen, also ein symmetrisches DrcipiiüSCitSyStciVi
bilden, infolge iics besonderen Aüfbaues
der Teilspulen der zusätzlichen Spulengruppe A4, B4, C4 ist die Stromdichte in diesen Spulen gleich
derjenigen in den übrigen Spulen. Der Wicklungsfaktor hat etwa einen Wert von G,933.
Bei Verwendung von zwei Dreipolschaltern können entweder die Klemmen R', S', T' oder die Klemmen
R, S, T mit den Speisungsklemmen des Drehstromnetzec verbunden werden, wobei ein mit der
Wicklung ausgestatteter Elektromotor dann Drehzahlen im Verhältnis von 3:2 aufweist, denen im wesentlichen
gleiche Drehmomente entsprechen.
Anhand der Darstellung der Fig. 3 bis 6 wird nun eine Wicklung betrachtet, die sich von der soeben beschriebenen
lediglich durch die Aufteilung der 36 Teilspulen in Spulen sowie durch das Verbindungsschema dieser Spulen zu Spulengruppen unterscheidet,
um im Motor 6 oder 8 Pole hervorzurufen. Die Spulen sind nach folgendem Schema durch Reihenschaltung
der Teilspulen gebildet:
| Al | 2, | 2, | 33; | A2: 29, | 24, | 19; | β,: | is, | 10, | 11 |
| B^ | 5, | 36, | 31; | ß,: 27, | 22, | 23; | 13, | 14, | 9; | |
| c | 3, | 34, | 35; | C1": 26, | 25, | 21; | 17, | 12, | 7. | |
Die drei Spulen der Zusatzspulengruppe /I4, ß4, C4
sind durch Reihenschaltung der Teilspulen mit folgender Bezeichnung gebildet:
A4: 6, 28, 20; ß4: 18,14, 32; C4: 17, 12, 7.
A4: 6, 28, 20; ß4: 18,14, 32; C4: 17, 12, 7.
Gemäß Fig. 3 sind folgende Spulen jeweils in Stern geschaltet: A}, R2, C1; A1, ß„ C2; A2, B1, C1; A4,
B4, C4, wobei die' parallel liegenden Sterne an ihren
äußeren Enden in drei ersten Anschlüssen R, S, T zusammengefaßt sind, die, wenn sie mit den Speisungsklemmen des Netzes in Verbindung gebracht werden,
ein achtpoliges Drehfeld hervorrufen. Erfolgt dagegen die Einspeisung der drei Phasen des Drehstroms an
den Sternpunkten 7", R', S' der oben bezeichneten Hauptspulengruppen, so wird mit der Wicklung ein
sechspoliges Drehfeld erzeugt.
Die Tabelle der Nuten oder Teilspulenseiten der Fig. 4 zeigt die Verteilung der Phasen R, S, T auf die
36Teilspulender Wicklung für den Fall, daß die Speisung
an den Klemmen R, S, T der Fig. 3 vorgenommen wird, d. h. im achtpoligen Betrieb. Das entsprechende
Zeigerdiagramm für die Grundwelle ist in der Fig. 5 dargestellt, woraus ersichtlich wird, daß die jeweiligen
resultierenden EMKe Richtungswinkel von -20°, -140° bzw. +100° haben, also bei absolut
gleichen Amplituden ein symmetrisches Dreiphasensystem bilden. Die Zeigerdiagramme der einzelnen
Phasen bei achtpoliger Schaltung der Wicklung für die dritte Harmonische,die in der Fig. 6 dargestellt sind,
lassen deutlich erkennen, daß die resultierenden EMKe der dritten Oberwelle in den einzelnen Strängen
R, S und T sich gegenseitig aufheben, also die dritte Oberwelle keinen Einfluß ausüben kann.
Auch im Falle des Wicklungsaufbaus gemäß Fig. 3
kann also mit sechs herausgeführten Wicklungsanschlüssen durch Umschalten der Speisung von den
Klemmen R, S, T auf die Klemmen R', S', 7" eine Drehzahlumschaltung im Verhältnis 4:3 erzielt werden,
welchen im wesentlichen gleiche Drehmomente entsprechen. Der Wicklungsfaktor ist in diesem Falle
ungefähr 0,91.
Als Variante können die verschiedenen Spulen der
Wicklung gemäß Fig. 3 nach dem Schaltplan der
Fig. I miteinander verbunden werden. Auch in diesem Falle werden acht Pole gebildet, wenn die WickUl't-I Uli
5 6
wenn die Wicklung über die Klemmen R, S, T versorgt mit N = 36 Nuten bzw. Teilspulen angegeben sind,
wird. Die Querschnitte und die Windungszahlen der können leicht auf eine Wicklung mit N = 36 η Teil-
Teilspulen, welche die Zusatzspulen A 4, ß4, C4 bilden, spulen übertragen werden, wobei η eine beliebige
müssen in diesem Falle so gewählt werden, daß die ganze Zahl ist. Hierfür muß in jeder der verschiedenen
Stromdichte in den Zusatzspulen und in den Haupt- >
Spulen jede Teilspule mit der Nummer α bei N = 36
spulen gleich ist. durch die Teilspulen (a — 1) · η + 1 bis a ■ η in Reihe
Alle Bedingungen, die vorstehend für Wicklungen ersetzt werden.
Hierzu S Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Für zwei Drehzahlen polumschaltbare Zweischicht-Drehstromwicklung
für einen elektrischen Motor, deren Spulen aus jeweils gleich vielen, hintereinander
geschalteten Teilspulen bestehen, wobei die Spulenden zur Bildung von drei Wicklungssträngen
miteinander und mit den Speisungsklemmen des Netzes derart verbindbar sind, daß für jede der beiden Drehzahlen jeweils eine
symmetrische Sternschaltung entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer im Polzahlverhältnis
4:6 umschaltbaren Wicklung im 6poligen Schaltzustand die ersten Enden von Spulen (A,,
A1, A3; ß,, B1, B2; C7, C3, C1)verschiedener
Hauptspulengruppen von insgesamt drei Hauptspulengruppen, wobei je ein dreiphasiges symmetrisches
System bildende Spulen als Hauptspulengruppen bezeichnet sind, in drei voneinander
getrennten Sternpunkten (R, S, T) miteinander verbunden sind und dadurch drei parallele Sterne
bilden, daß die einander entsprechenden zweiten Enden der Spulen (A1, Br C2; A2, B1, C3; /I3,
ß2, C1) der Hauptspulengruppen jeweils einen gemeinsamen
festen Verbindungspunkt (L, Af, N) aufweisen, daß an die festen Verbindungspunkte
(L, M, N) jeweils eine Spule (A 4, ß4, C4) einer
ein dreiphasiges, symmetrisches System bildenden Zusatzspulengruppe angeschlossen ist, deren
zweite Enden an die Speisungsklemmen des Netzes geführt sind, daß für den vierpoligen Schaltzustand
die Speisungsklemmcn des Netzes an den Sternpunkten (R, S, T) der drei parallelen Sterne
liegen und die zweiten Enden der Spulen der Zusatzspulengruppen (/I4, B4, C4) einen gemeinsamen
Sternpunkt bilden und daß die Spulen der Zusatzspulengruppe (A4, ß4, C4) in der Windungszahl
im Verhältnis 1:3 und im L.citerquerschnitt im Verhältnis 3:1 vom Aufbau der Spulen
der Hauptspulengruppe abweichen.
2. Für zwei Drehzahlen polumschaltbare Zweischicht-Drehstromwicklungfür
einen elektrischen Motor, deren Spulen aus jeweils gleich vielen, hintereinander
geschalteten Teilspulen bestehen, wobei die Spulenenden zur Bildung von drei Wicklungssträngen miteinander und mit den Speisungsklemmen
des Netzes derart verbindbar sind, daß für jede der beiden Drehzahlen jeweils eine
symmetrische Sternschaltung entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer im Polzahlverhältnis
6:8 umschaltbaren Wicklung die ersten Enden von Spulen (A χ, B3, C2; A1, B1, C31A3, B2, C1)
von drei verschiedenen Hauptspulengruppen, wobei je ein dreiphasiges symmetrisches System bildende
Spulen als Hauptspulengruppen bezeichnet sind, in drei voneinander getrennten Sternpunkten
(R', S', T) miteinander verbunden sind und dadurch drei parallele Sterne bilden, daß die einander
entsprechenden zweiten Enden der Spulen (A,, A7, A3; ßp B2, B3; C1, C2, C,) jeweils einen
gemeinsamen festen Verbindungspunkt (R, S, T) aufweisen, daß an die festen Verbindungspunkte
(R, S, T) jeweils eine Spule (/I4, Ii4, C4) einer
ein dreiphasiges symmetrisches System bildenden Zusatzspulengruppe angeschlossen ist, dessen
zweite Enden in einem gemeinsamen festen SternrVimUt 7,H-,mmnnnnfoRl i-irwl mir) ,|.,R ,Ii.<
Cn1,1 sungsklemmen des Netzes für den achtpoligen
Schaltzustand an die festen Verbindungspunkte (R, S, T) und für den sechspoligen Schaltzustand
an die Sternpunkte (R', S', 1") der drei parallelen Sterne geführt sind.
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