DE231204C - - Google Patents

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DE231204C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromechanical Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- JVl 231204 KLASSE S3a. GRUPPE
Viertelschlagwerk mit getrennten Werken. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5.JuIi 1910 ab.
Den bekannten Doppelschlagwerken mit Rechen und Staffeln haftet der Nachteil an, daß sie, falls sie in Unordnung geraten, in der Weiterfolge falsch schlagen und die Richtigstellung der Kadraktur nur durch Nachschlagenlassen von Hand bewirkt werden kann. Dies muß jedoch wiederum von fachkundiger Seite geschehen, da dem Laien die Wirkungsweise des Schlagwerkes nicht geläufig ist.
ίο Der Gegenstand der Erfindung bezweckt bei Vermeidung dieses Mangels der gebräuchlichen Schlagwerkbauarten und Vereinfachung der Kadraktur eine Erzielung der Vorteile der Rechenschlagwerke durch die Ausbildung des Viertelschlagwerkes mit Schloßrad und Falle derart, daß bei Fehlschlagen einerseits in selbsttätiger Weise die Richtigstellung der Schlagwerkteile erreicht wird und andererseits beim Nachschlagenlassen von Hand eine Auslösung des Stundenschlagwerkes nur bei der Auslösung des Viertelschlagwerkes zum 4/4-Schlag möglich ist.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsiorm zur Darstellung gebracht.
Fig. ι zeigt die Vorderansicht unter Weglassung der Vorderplatine bei der Stellung des Viertelrades zur folgenden Auslösung für den Dreiviertelschlag und der der Schloßradscheibe für den Stundenschlag·.
Fig. 2 läßt die Vorderansicht bei der Stellung des Viertelrades vor dem folgenden Stundenschlag in außergewöhnlich gesperrtem Zustande des Viertelschlagwerkes, bei der Schloßradscheibenstellung zum Stundenschlag, und
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Fig. 3 den Grundriß zu Fig. ι erkennen; in
Fig. 4 ist eine Seitenansicht, geschnitten nach der Linie A-B, und in
Fig. 5 eine Schlagscheibe in der Stirnansicht veranschaulicht.
Das Viertelschlagwerk ist ein Schloßradschlagwerk, und zwar ist die Schloßradscheibe ι vor der Vorderplatine 2 des Werkgestelles auf der Hebnägelrad welle 3 (Fig. 4) aufgesetzt, die auf dem aus der Hinterplatine 4 vorstehenden Ende die Schlagscheiben 5 trägt. Diese sind im Bereiche des Randes mit einem Kranz Bohrungen 6 (Fig. 5) versehen, in die entsprechend der beabsichtigten Tonfolge wechselweise Hammeranreißstifte (Hebnägel) 7 eingesetzt sind. Durch die Versetzbarkeit dieser Stifte ist ein Wechsel in der Tonfolge der vier Einzelschläge der einzelnen Viertelschläge möglich. Unter dem Einfluß der Drehung der Schlagscheiben 5 erfolgt das Bewegen der Viertelhämmer 8 (Fig. 4).
Die Schloßradscheibe ι (Fig. 1 und 2) des Viertelwerkes weist am Umfang vier Kerben 9 auf und ebensoviel Kämme 10 und 11. Im Bereiche der Kämme 10 ist die Scheibe 1 als Krone ausgebildet, also verbreitert, während der Kamm 11 kronenlos, j edoch höher wie diese Kämme gehalten ist. Des weiteren ist an der hinteren Stirnseite der Schloßradscheibe 1 ein um den Hals einer Schraube 12 drehbarer Gewichtshebel 13 (Fig. 1, 2 und 4) drehbar, der mittels eines Stiftes 14 durch die eine der Kerben 9 nach vorn ragt. Im gezeichneten Falle ist dieser Stift 14 durch den von oben jeweils in eine der Schloßradscheibenkerben 9 eingreifen-
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den Fallenhebel 15 in einen an die betreffende Kerbe anschließenden und zwecks Einlegung passenden Ausschnitt des Scheibenkammes 11 gedrückt. Es dreht sich der Gewichtshebel 13 jedoch bei der Aushebung des Fallenhebels 15 aus der fraglichen Kerbe der Schloß radscheibe 1 durch die Gewichtswirkung seines unteren Armes derart, daß der Stift 14 unmittelbar unter den Fallenhebel 15 tritt und dieser beim Freiwerden nicht wieder einfallen kann.
Der Fallenhebel 15 ist ein doppelarmiger, der sich um den Hals einer am Anrichthebel 16 festsitzenden Schraube 17 (Fig. 1, 2 und 4) dreht und unter der Wirkung einer Feder 18 in der gezeichneten Lage (Fig. 1) gehalten wird, in der er mit dem von der Feder beeinflußten Stift an der Wandung eines Schlitzes des An- I richthebels anliegt. An dem nach oben gerichteten Arm des Fallenhebels 15 ist ein durch eine Durchbrechung der Vorderplatine 2 nach hinten ragender Sperrlappen 19 (Fig. 4, 1 und 2) angebracht. Dieser tritt bei der Drehung des Fallenhebels 15 aus der Ruhelage (Fig. 1) in die Stellung (Fig. 2) in den Bahnbei eich des aus einem Rad 20 des Viertelschlagwerkes nach vorn stehenden Warnurigsstiftes
21 und hält dieses Werk gegebenenfalls in der Warnungslage gesperrt. Während der gewöhnlichen Ruhelage des Viertelschlagwerkes ist dieses an einer auf einer Viertelwerkradwelle befestigten Sperrscheibe (Kerbscheibe)
22 durch einen in deren Kerbe eingreifenden Sperrarm 23 gegen Drehung gesichert. Diesel Sperrarm sitzt auf der Welle 24 des Anrichthebeis 16 fest und macht dadurch dessen Drehbewegungen mit.
Auf der gleichen Welle ist auch ein unter Fedeispannung stehender Wipphebel 25 drehbar gelagert, der auf dem feststehenden Stützstift 26 aufruht und mit einem Stift 27 gegen die Schloßradscheibe 1 (Fig. 3 und 4) zu ragt. Der Wipphebel 25 kann durch einen Schnurzug 28 entgegen der Wirkung der ihn beeinflussenden Feder gedreht werden, wobei er mit dem Mitnehmerstift 29 den Anrichthebel 16 mitnimmt. Dabei ist die Drehbarkeit des Wipphebels 25 je nach der Stellung der Schloßradscheibe 1, d.h. je nachdem er mit seinem Stift27 an der Innenwandung eines der kronenartigen Kämme 10 antrifft oder bei der gezeichneten Stellung der Scheibe frei beweglich ist, eine verschiedene. Bezweckt wird dadurch eine verschieden große Hebung des Anrichthebels 16 zwecks Auslösung des einen oder beider Schlagwerke, je nachdem ausschließlich Viertelstunden oder auch volle Stunden geschlagen werden sollen.
Der Anrichthebel 16 wird durch den um eine Festachse 30 drehbaren Auslösehebel 31 beeinflußt, der an dem Avagerechten Arm einen Warnungslappen 32 trägt und mit dem nach unten gerichteten Arm in den Bahnbereich der Auslösestifte 33, 34 ragt, die aus der Stirnfläche des Viertelrades 35 nach hinten vorstehen. Dieses Rad sitzt bekanntlich auf .der Minutenradwelle 36 (Fig. 3) fest und führt mit dieser stündlich einen Umlauf aus. Die Auslösestifte 33 sitzen der Drehachse des Viertelrades 35 näher wie der Stift 34 und dienen zur Bewirkung der Auslösung des Viertelschlagwerkes, während dieser die Auslösung des Viertel- und des Stundenschlagwerkes veranlaßt.
Das Stundenschlagwerk ist ein bekanntes Rechenschlagwerk. Der Rechen 37 ist durch die Sperrfalle 38 gehalten, auf deren Welle 39 zugleich der Sperrarm 40 für das Stundenschlagwerk angebracht ist, und zwar hält dieser das Werk an dem Radstift 41 fest. Die Rechensperrfalle 38 ist von dem Anrichthebel 16 Untergriffen und wird bei genügender Drehung desselben aus dem Rechenzahnkranz zwecks Abfalles des Rechens 37 und Anfalles desselben gegen die Stundenstaffel 42 ausgehoben. Am Ende des Anrichthebels 16 ist in ähnlicher Weise wie beim Auslösehebel 31 ein Warnungslappen 43 angebracht, der in den Bahnbereich des Warnungsstiftes 44 (Fig. 1 und 3), der aus einem Rad 45 dieses Werkes vorsteht, gebracht werden kann. Während der Tätigkeit des Stundenschlagwerkes wird der Rechen37 durch den in dessen Zahnkranz eingreifenden Schöp-■fer 46 Zahn um Zahn in die gezeichnete Lage zurückgeholt.
Die Arbeits- und Wirkungsweise des Westminsterschlagwerkes ist folgende:
Bei richtiger Stellung der Kadraktur der beiden Schlagwerke erfolgt mit dem Ablauf der Viertelstunden ein Abfallen des Auslösehebels 31 von dem jeweiligen Stift der Auslösestifte 33. Da diese Stifte des Viertelrades 35 im Gegensatz zu dem Auslösestift 34 eine entsprechend kleinere Drehung des Auslösehebels 31 veranlassen, die der Anrichthebel 16 mitzumachen gezwungen ist, so hat dies nur eine Auslösung des Viertelschlagwerkes zur Folge. Die Anzahl der jeweils auszuteilenden Viertelschlage wird hierbei durch die Kämme 10 der Schloßradscheibe 1 bestimmt, auf die sich der Anrichthebel 16 unter Vermittlung des Fallenhebels 15 stützt und die in der Länge verschieden sind. ■
Die Auslösung beider Schlagwerke geschieht unter dem Einfluß des Auslösestiftes 34. Dieser veranlaßt eine derartige Drehung des Auslösehebels 31 und damit eine solche des Anrichthebels 16, daß beide Werke in Tätigkeit treten, und zwar tritt zuerst das Viertelwerk zum Schlagen der */4-Stunden in Bewegung, während hierauf das Stundenschlagwerk einsetzt. Dabei ist im Verlauf der Viertelwerktätigkeit der Anrichthebel 16 in angehobener Lage, indem er sich mit dem Fallenhebel 15 auf dem Kamm 11 stützt. In dieser Lage ragt der
Anrichthebel i6 mit dem Warnungslappen 43 in den Bahnbereich des Warnungsstiftes 44 des Stundenschlagwerkes und hält dieses so lange in der Warnungsstellung fest, bis durch Niederfallen des Fallenhebels 15 -in die nächstfolgende der Kerben 9 der Schloßradscheibe 1 die endgültige Niederführung des Anrichthebels 16 erfolgt. Nunmehr ist das Viertelschlagwerk gesperrt ; denn der auf der Anrichthebelwelle 24 festsitzende Sperrarm 23 ist in die Kerbe der A^iertelwerksperrscheibe 22 eingefallen, wogegen das Stundenschlagwerk zum Schlagen frei geworden ist.
Gerät das Viertelschlagwerk jedoch, beispielsweise durch Ablaufen des Triebge\vichtes, .Schlagenlassen von Hand o. dgl. in Unordnung, so.findet eine selbsttätige Richtigstellung der Schlagwerkteile statt.
Zur Erklärung des Vorganges zwecks Richtigstellung der Mechanismen der A^iertelschlageinrichtung bei Fehlschlagen soll von der Stellung der Teile nach Fig. 1 ausgegangen werden. Hiernach ist die Lage des Viertelrades 35 mit den Ausl'ösestiften 33 und 34 eine derartige, daß bei der Drehung dieses Rades, die bekanntlich unter dem Einfluß des Gehwerkes in Richtung des Uhrzeigerbewegung erfolgt, die nächstfolgende Auslösung die für den 3/4-Schlag bestimmte ist, während nach der Stellung der Schloßradscheibe 1 des Viertelschlagwerkes der V^-Schlag bereits erfdgt ist und der nächstfolgende Schlag demnach der 4/4-Schlag sein würde.
Bei der Drehung des Viertelrades 35 mit den Auslösestiften 33, 34 aus der Lage (Fig. 1) in die Stellung (Fig. 2) wird der Auslösehebel 31 durch einen der Stifte 33 zunächst bis in die strichpunktiert gezeichnete Lage (Fig. 2) ausweichend gedreht, aus der er gemäß der in vollen Linien angegebenen Stellung bereits abgefallen, also in die ursprüngliche Anfangslage zurückgekehrt ist. Während dieser ausweichenden Bewegung des Auslösehebels 31 aus der voll ausgezogenen Lage (Fig. 1) in die strichpunktierte Stellung (Fig. 2) hebt dieser den Anrichthebel 16 an und tritt gleichzeitig mit dem Warnungslappen 32 in den Bahnbereich des Viertelwerkwarnungsstiftes 21. Da jedoch der Viertelwerksperrarm 23 die Drehbewegung des Anrichthebels 16 mitmacht, so ist dieser Arm hierbei aus der Kerbe der Viertelwerksperrscheibe 22 ausgetreten. Dieses Austreten hat eine Freigabe und dadurch ein kurzes Anlaufen des Viertelschlagwerkes zur Folge, da durch Antreffen des Anlauf Stiftes 21 an dem Warnungslappen 32 der Auslösehebel 31 abgefangen wird. Das Viertelschlagwerk nimmt nunmehr die Warnungsstellung ein. Durch den zur Herbeiführung der Warnungsstellung erfolgten kurzen Anlauf der Räder des Viertelschlagwerkes hat sich sowohl die Sperrscheibe 22 wie auch die Schloßradscheibe 1 um einen kleinen Winkel mitgedreht. Der Viertelwerksperrarm 23 kommt infolgedessen über den Kamm der Sperrscheibe 22 zu stehen, und der Fallenhebel 15 wird dadurch, daß der Kamm 11 der sich bei diesem Viertelwerkanlauf entgegen der Uhrzeigerbewegung drehenden Schloßrad-' scheibe 1 höher als die Kämme 10 dieser Scheibe ist und gegen den abwärts gerichteten Fallenhebelarm antrifft, etwas gedreht. . Durch diese Drehung tritt der Sperrlappen ig des Fallenhebels 15 (Fig. 1 und 2) in den Bahnbereich des Viertelwerkwarnungsstiftes 21.
Fällt mit dem Ablauf der Viertelstunde der Auslösehebel 31 aus der strichpunktierten in die in vollen Linien gezeichnete Ruhelage (Fig. 2) nieder, so wird das Viertelschlagwerk am Warnungsstift 21 freigegeben, indem ,der Warnungslappen 32 beim Hebelnieder fall aus dem Bahnbereich des betreffenden Stiftes tritt. Dieser trifft jedoch alsbald gegen den Sperrlappen 19 des Fallenhebels 15, und das Viertelschlagwerk ist sofort wieder gesperrt. Demnach erfolgt durch die Betätigung des Auslösehebeis 31 durch den für die Auslösung zum '/.,-Schlag bestimmten Auslösestift 33 bei der angenonimenen Falschstellung der Schloßradscheibe ι überhaupt kein Schlagen der Uhr. Das \7iertelschlagwerk setzt also aus, d. h. die Schloßradscheibe 1 läßt absichtlich eine Teildrehung aus und kann sich erst wieder bei der durch den Auslösestift 34 zu Ablauf der vollen Stunde erfolgenden Auslösung zur Bemessung des y^-Schlages drehen.
Der Auslösehebel 31 schwingt unter dem Einfluß des nunmehr auf ihn einwirkenden Stundenauslösestiftes 34 weiter aus wie durch den vorhergehenden Stift 33. Hierbei tritt der Auslösehebel 31 mit dem Warnungslappen 32 wiederum in den Bahnbereich des Viertelwerkwarnungsstiftes 21. Alsdann tritt der Fallenhebel 15, durch den von dem Auslösehebel 31 angehobenen Anrichthebel 16 mitgenommen, aus der Schloßradscheibenkerbe 9 (Fig. 2) aus, und kehrt unter dem Einfluß der Feder 18, in bezug auf die Lage zum Anrichthebel selbst, in die Anfangsstellung (Fig. 1) zurück. Dabei bewegt sich der Sperrlappen 19 aus dem Bereiche des Viertelwerkwarnungsstiftes 21 und das Viertelschlagwerk läuft an, wird aber durch Antreffen dieses Stiftes am Warnungslappen 32 abgefangen. Bei der Anhebung des Anrichthebels 16, d. h. beim Austritt des Fallenhebels 15 aus der betreffenden Schloßradscheibenkerbe 9 (Fig. 2) wird der Gewichtshebel 13 frei und dreht sich durch seine eigene Schwere derart, daß der Hebelstift 14 unmittelbar unter den Fallenhebel 15 zu stehen kommt. Dadurch kann dieser Hebel beim Abfallen des Auslösehebeis 31 vom Auslösestift 34 nicht wieder in die Schloßradscheibe 9, aus der er zuvor ausge-
hoben wurde, niedersinken, sondern er stützt sich auf diesen Stift, bis die Drehung der Schloßradscheibe ι so weit fortgeschritten ist, daß deren hoher Kamm ii die volle Führung
S dieses Hebels übernimmt.
Bei der erwähnten Anhebung des Anrichthebels 16 aus der Stellung (Fig. 2) in die ·■— nicht gezeichnete höhere — Stellung" zur Auslösung beider Schlagwerke, bewirkt dieser
ίο Hebel gleichzeitig eine Aushebung der Rechensperrfalle 38. Der Rechen 37 fällt gegen die Stundenstaffel 42, und das Stundenschlagwerk läuft durch Freigabe des Sperrstiftes 41 an, wird aber in der Warnungsstellung durch Antreffen des Warnungsstiftes 44 an dem Warnungslappen 43 des Anrichthebels 16 abgefangen.. Die vollständige Freigabe des Stundenschlagwerkes erfolgt erst bei Beendigung der Tätigkeit des Viertelschlagwerkes, also nach dem Niederfallen des Fallenhebels 15 in die nächste der Schloßradscheibenkerben 9. Diese Niederbewegung· macht nun der Anrichthebel 16 mit. Er gibt dabei durch den Warnungslappen 43 das Stundenschlagwerk an dessen Warnungsstift 44 frei, und dieses bewirkt das Schlagen der Stunden. Durch die beschriebene Ausbildung des Viertelschlagwerkes wird demnach erreicht, daß bei 'etwaiger Falschstellung der .Schlagwerkmechanismen mit dem jeweiligen Stundenablauf in selbsttätiger Weise deren Richtigstellung erzielt wird.
Tritt hingegen der Fall ein, daß durch Inunordnunggeraten des Viertelschlagwerkes dieses z, B. anstatt x/4 V2 schlägt, und soll, ohne den Ablauf der Stunde abzuwarten, der richtige Schlag erzielt werden, so ist der Wipphebel 25 am Schnurzug 28 zu bedienen. Dabei dreht sich dieser Hebel um die Welle 24 in Richtung der Uhrzeigerbewegung. Er nimmt durch den Stift,29 den Anrichthebel 16 mit, kommt aber beim Anschlagen des Stiftes 27 an der Innenrandfläche einer der Kammkronen 10 zur Ruhe und bewirkt dadurch, daß nur das Viertelschlagwerk zum Schlagen der 3/4-Stunde ausgelöst wird. Ist dreiviertel geschlagen und das Viertelschlagwerk wieder in Ruhe, wobei die Stellung der Viertelwerkschlagteile (Schloßradscheibe I, Fallenhebel 15 und Anrichthebel 16) die in Fig. 1 gezeichnete ist, so ist der Schnurzug 28 wiederum zu bedienen. Da bei der hierdurch bewirkten Drehung des Wipphebels 25, dessen Bewegung durch die Schloßradscheibe ι nicht begrenzt ist, weil der kronenartige Rand der Scheibenkämme 10 an dem Scheibenkamm 11 (Fig. 1) fehlt, so erfolgt eine Hebung des Anrichthebels 16 höher wie zuvor bei der Auslösung zum 3/4-Schlag. Dies hat zur Folge, daß beide Schlagwerke ausgelöst , werden. Es führt zunächst das Viertelschlagwerk den V4-Schlag und hierauf das Stunden-Schlagwerk den Voll- bzw. Stundenschlag aus. Ist wiederum der Ruhezustand eingetreten, so wird ein drittes Mal an der Schnur 28 gezogen. Der Wipphebel 25 trifft bei seiner hierdurch veranlagten Drehung mit dem Stift 27 jedoch gegen den Kronenrand des kurzen Kammes 10 der Schloßradscheibe 1. Die Hebung des Anrichthebels 16 ist infolgedessen eine beschränkte, und es wird dadurch nur das Viertelschlagwerk ausgelöst und der beabsichtigte V4-Schlag erreicht.
In der Weiterfolge schlägt die Westminsteruhr sodann bei selbsttätiger Auslösung durch die Stifte 33 und 34 des Viertelrades 35 wieder richtig. . 7S

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Viertelschlagwerk mit getrennten Werken, dadurch gekennzeichnet, daß durch Anordnung eines selbsttätig drehbaren Gewichtshebels (13) an der Schloßradscheibe
(ι) des Viertelwerkes, durch deren Ausbildung mit verschieden hohen Kämmen (10, 11) und durch die Angliederung des Fallenhebels (15) als am Anrichthebel (16) drehbaren und federnd beeinflußten Doppelhebel mit Sperrlappen (19) bei Falschschlagen infolge Verhinderung der Drehung der Viertelwerkschloßradscheibe (1) durch Abfangen des Viertelschlagwerkes mittels des Sperrlappens (19) mit dem Stundenablauf selbsttätig die Richtigstellung der Schlagwerkmechanismen erreicht wird.
2. Schlagwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ausschließlich des flach gehaltenen Teiles (11) der Umfang (10) der Schloßradscheibe (1) kronenartig verbreitert ist, in den Bahnbereich eines von Hand bedienbaren Wipphebels (25) tritt und dessen Bewegung zur Auslösung des Viertelschlagwerkes begrenzt, so daß beim Nachschlagenlassen von Hand eine Auslösung des Stundenschlagwerkes nur bei der Auslösung des Viertelschlagwerkes zum V4-Schlag erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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