DE228443C - - Google Patents

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DE228443C
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gas
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10HPRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
    • C10H9/00Acetylene gas generators according to Dobereiner's principle with fixed carbide bell

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pipeline Systems (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ228443 KLASSE 26 #. GRUPPE
Apparat zur Entwickelung von Acetylen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. November 1908 ab.
Es sind Apparate zur Entwickelung von Acetylen aus Carbid bekannt, bei denen das Prinzip der kommunizierenden Röhren in Anwendung kommt, entweder um den Wasserzulauf zum Carbid bei steigender Glocke abzusperren (vgl. die deutsche Patentschrift 102899), oder um nach Maßgabe der Gasentnahme den Zulauf des Wassers zu dem Carbidbehälter bei einer bestimmten Glockenhöhe, also einem bestimmten Gasinhalt, zu unterbrechen (vgl. die deutsche Patentschrift 95678).
In beiden Fällen handelt es sich um den Zulauf des Wassers von oben auf das Carbid, welches sich in besonderen, durch einfache Rohrleitungen mit dem Gasometer und dessen Wasser verbundenen Behältern befindet.
Des weiteren sind Apparate bekannt, bei denen das Wasser aus einem besonderen Behälter dem Carbid in der Weise von unten zugeführt wird, daß mit dem Steigen der Glocke im Gasometer ein in einem abgesonderten Wasserbehälter befindlicher Verdränger gehoben wird und umgekehrt; dies bedingt eine mechanische Verbindung zwischen Glocke und Verdränger im Wasserbehälter (vgl. die britische Patentschrift 20254/1896).
Diesen bekannten Systemen gegenüber erhält der neue Apparat den Wasserzufluß zum Carbid von unten, so daß es möglich wird, etwa zu viel zugelaufenes Entwickelungswasser wieder fortzudrücken, unter voller Ausnutzung . des ganzen im Carbidbehälter und im Gasometer enthaltenen Wasserquantums. Dieser Umstand ist von wesentlicher Bedeutung, da die große Menge des notwendigerweise im Gasometer aufzuspeichernden Wassers dadurch als Entwickelungs- und Kühlwasser zur Verwendung kommt.
Entwickler und Gasometer stehen in der Weise in Verbindung miteinander, daß die Saug- und Druckwirkung des Verdrängers im Gasometer sich auf die ganze im Gasometer und Entwickler enthaltene Wassermenge überträgt. Die Wirkung des Verdrängers kommt ohne jede Mechanik mit dem Steigen und Fallen der Glocke zur Geltung, indem der Wasserstand im Entwickler dem im Gasometer, stets das Gleichgewicht halten muß.
Die Figuren der Zeichnung zeigen den Apparat in schematischer Darstellung.
2 ist der Carbidbehälter, welcher in die Entwicklerröhre ι gehängt wird; die Gas- und Wasserräume des Entwicklers und des Gasbehälters 3 stehen in Verbindung, so daß das in ι und 3 befindliche Wasser gleich hoch steht. Enthält der Carbidbehälter 2, der aus Drahtgeflecht oder gelochtem Blech besteht, Carbid, so entwickelt sich durch Berührung mit dem Wasser sofort Gas. Dieses entweicht durch Rohr 5, Wasserverschluß 6 und Aufsteigrohr 7 in den Gasbehälter 3. In den Wasserbehälter 10 taucht die aus zwei konzentrischen Röhren bestehende Gasglocke, deren innere Röhre 8 oben offen und unten geschlossen ist, während die äußere (3) unten1 offen und oben zu ist. Füllt sich nun der Behälter 3 mit Gas, so wird die Glocke allmählich gehoben. Da aber das Rohr 8 der Glocke eine große Raumverdrängung be-
wirkt, so hat dieses Aufsteigen der Glocke ein Sinken des Wasserstandes im Behälter und damit auch im Entwickler ι zur Folge.
Um ein anfängliches Eintauchen der Glocke in das Wasser des Behälters zu erreichen, wird das Rohr 8 in bekannter Weise teilweise mit Wasser gefüllt.
Durch das Steigen der Glocke und das damit erzielte Sinken des Wasserstandes gerät aber
ίο auch der Carbidkorb zunächst teilweise außer Wasser.
Wird nun aus Gasbehälter 3 Gas entnommen, so sinkt je nach der Größe der Entnahme die Glocke wieder, es findet eine Wasserverdrängung durch Rohr 8 statt, das Wasser steigt, und die Entwickelung wird wieder stärker. Es stellen sich also auf diese Weise Entwickelung und Verbrauch von. selbst ein. Hört der Verbrauch an Gas ganz auf, so wird schließlich die Glocke so weit gehoben, daß das Wasser ganz aus dem Entwickler entweicht und das Carbid nicht mehr eintaucht, die weitere Gasentwickelung also aufhört. Für die Unschädlichmachung einer etwaigen Nachentwickelung sorgt die Größe der Glocke in Verbindung mit einem in bekannter Weise angeordneten Sicherheitsrohr o. dgl.
Wie schon erwähnt, muß das Rohr 8 der Glocke beschwert werden, um einen genügend tiefen Eintritt der Glocke in das Wasser herbeizuführen. Wenn auch das Gewicht der beschwerten Glocke kein derartiges ist, daß beim höchsten Stand ein zu hoher Gasdruck in 3 und ι entstehen kann, so kann in besonderen Fällen doch eine Entlastung der Glocke wünsehenswert erscheinen. Genügt für gewöhnlich eine Beschwerung mit Sand, Steinen u. dgl., so wird im Falle der wünschenswerten Entlastung der Glocke.mit zunehmendem Steigen ein Gasdruckregler in Anwendung kommen müssen. Dies geschieht auf folgende Weise:
Der Wasserabschlußraum der Glocke 10 steht mit Rohr 8 durch einen Heber 9 in Verbindung. Steigt die Glocke infolge eintretenden Gasdruckes, so fließt das überschüssige Wasser aus 8 in das Gefäß 10; umgekehrt wird von da Wasser in das Rohr 8 fließen, sobald infolge nachlassenden Gasdruckes die Glocke wieder sinkt (s. auch die amerikanische Patentschrift

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Apparat zur Entwickelung von Acetylen, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Prinzip kommunizierender Röhren ein' Wasserzu- und -ablauf zu und von dem Carbid herbeigeführt wird, der mittels eines innerhalb der Gasglocke befindlichen Verdrängers (8) geregelt wird, welcher auf die dem Entwickler und der Gasglocke gemeinsame Wassermenge in der Weise einwirkt, daß mit dem Steigen der Glocke ein Fallen des Wassers im Entwickler und Gasbehälter eintritt und dadurch eine Hemmung und schließliche Unterbrechung der Entwickelung bewirkt wird und umgekehrt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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