DE22490C - - Google Patents

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DE22490C
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    • A—HUMAN NECESSITIES
    • A44—HABERDASHERY; JEWELLERY
    • A44B—BUTTONS, PINS, BUCKLES, SLIDE FASTENERS, OR THE LIKE
    • A44B1/00—Buttons
    • A44B1/18—Buttons adapted for special ways of fastening
    • A44B1/22—Buttons adapted for special ways of fastening attached by thread not visible to the front
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 44: Kurzwaaren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. October 1882 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Knöpfen, und zwar auf diese selbst, wie auch auf die Herstellungsweise derselben.
Die Herstellungsweise ist, wie durch die Fig. ι bis 8 auf beiliegender Zeichnung erläutert wird, folgende:
Aus Weifsblech werden zuerst kleine Plättchen, Fig. i, geschnitten, gestanzt oder sonstwie hergestellt, dann werden in diesen1 ein mittlerer und zwei seitliche Ausschnitte, Fig. 2, gemacht. Darauf steckt man in bekannter Weise angefertigte Oesen, Fig. 3, in den mittleren Ausschnitt der Plättchen und biegt die Enden der Oese um, so dafs sie an dem Plättchen festsitzt, Fig. 4. Nun legt man zwischen zwei Stanzen die seitlichen Flügel der Plättchen im rechten Winkel um, Fig. 5, beizt und lackirt schliefslich die so fertiggestellte Knopföse und hat sie nun noch in die Knopfplatte einzufügen.
Zu diesem Zwecke legt man eine Hornplatte, Fig. 6, in eine cylindrisch ausgedrehte Stanze (Matrize), deren Grundfläche der Aufsenfläche des fertigen Knopfes, Fig. 8, Schnitt A-B nach. Fig. 7, entsprechend etwas vertieft ist, und stellt die Matrize so lange auf eine glühende Ofenplatte, bis die Platte, Fig. 6, aus Horn, Huf oder anderem Material so weich geworden, dafs sie sich bequem in Formen pressen läfst. In die cylindrische Vertiefung der Matrize pafst mit wenig Spiel ein Stahlstempel (Patrize), welcher an seiner Innenfläche, der Hinterseite des fertigen Knopfes, Fig. 8, entsprechend, abgestumpft kegelförmig ausgedreht ist. Durch diese kegelförmige Vertiefung zieht sich aber wieder eine der Form des Schlitzes im Knopf, Fig. 7 und 8, entsprechende Brücke oder Steg, der seinerseits wieder in der Mitte durch eine Aussparung unterbrochen ist, die sich so tief in den Hauptkörper des Stempels erstreckt, dafs die runde Oese darin Platz findet.
Die Arbeitsfläche des Stempels entspricht also genau der Hinterseite des Knopfes, Fig. 7 und 8, alle Erhöhungen desselben erscheinen als Vertiefungen, und umgekehrt. In die Aussparung des Stempels steckt man nun die fertige Knopföse, Fig. 5, so dafs das Blech mit seinen aufgebogenen Rändern den Steg in der Mitte umfafst, dann treibt man den Stempel mit der Oese in die Matrize, bringt beides unter eine Presse und läfst es so lange unter Druck stehen, bis die Knopfmasse genügend erhärtet ist.
Die Oese befindet sich jetzt vollständig geschützt in der Knopfmasse. Die Vorzüge dieser Anordnung an Knöpfen sind folgende:
1. läfst sich der Knopf bequem und sehr fest annähen;
2. wird das Garn, mit dem der Knopf festgenäht ist, durch die geschützte Lage der Oese und das Fehlen aller scharfen Kanten vollständig gegen Durchschneiden und Durchreiben gesichert;
3. durch die tiefe Lage der Oese bekommt der Knopf festen Anschlufs an das Zeug und wird das häfsliche und unordentliche Abhängen des Knopfes gänzlich vermieden, während die
kegelförmige Gestalt der Rückseite trotz festen Schlusses ein bequemes Zuknöpfen gestattet;
4. sitzt die Oese so fest in der Knopfmasse, dafs eine Trennung nur bei Zertrümmerung des ganzen Knopfes möglich ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung von Knöpfen mit vertieft liegender Oese, dadurch gekennzeichnet, dafs man zuerst ein Plättchen, Fig. 1 und 2, mit einem mittleren uud zwei seitlichen Ausschnitten anfertigt, dann eine Oese, Fig. 3, in den mittleren Ausschnitt steckt, die Enden der Oese umbiegt, Fig. 4, die seitlichen Flügel des Plättchens umlegt, Fig. 5, und schliefslich auf die in Fig. 6, 7 und 8 und der Beschreibung angegebene Weise eine plastische Masse von Horn, Huf u. dergl. um die Oese herumprefst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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