DE2238876C3 - Distanzraster für die Reproduktionstechnik - Google Patents
Distanzraster für die ReproduktionstechnikInfo
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- DE2238876C3 DE2238876C3 DE19722238876 DE2238876A DE2238876C3 DE 2238876 C3 DE2238876 C3 DE 2238876C3 DE 19722238876 DE19722238876 DE 19722238876 DE 2238876 A DE2238876 A DE 2238876A DE 2238876 C3 DE2238876 C3 DE 2238876C3
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Description
Die Erfindung betrifft einen Distanzraster für die Reproduktionstechnik,
wobei die sich kreuzenden Linien teildurchlässig eingefärbt sind und die Lichtdurchlässigkeit
in den Kreuzungsstellen verringert ist.
Zur Druckformherstellung sind bekanntlich besonders solche Rasteraufnahmen geeignet, bei denen die
einzelnen Rasterpunkte nicht kreisrund oder quadratisch, sondern länglich und dabei möglichst rhombisch
ausfallen. Solche Punkte verbinden sich schon bei verhältnismäßig hellen Rastertonwertstufen zu Ketten,
während die Verbindungen zwischen den Punkten einer Kette zu denen der Nachbarketten erst bei einem
wesentlich dunkleren Tonwert entstehen.
Es ist danach erstrebenswert, Rastern derartige Strukturen zu geben, daß diese Kettenpunktbildung
automatisch bei der autotypischen Aufnahme entsteht. Zur Lösung dieser Aufgabe wurde von der Erfinderin
bereits früher vorgeschlagen, eine Kreuzlinienstruktur anzuwenden mit der Besonderheit, daß die Einfärbung
der Linien buntfarbig oder neutral in einer Dichte von weniger als 2,00 erfolgt, jedoch in Längs- und Querrichtung
in unterschiedlicher Dichte der Färbung. Auf diese Weise wird die erstrebte Kettenpunktbildung besonders
in den Mitteltönen der autotypischen Aufnahmen einwandfrei erzielt. In den dunkleren Tönen jedoch
wirkt sich die unterschiedliche Dichte der Färbung nicht mehr aus.
Es wurde nun gefunden, daß entscheidende Verbesserungen der Bilddruckqualität gerade im Rotationsdruck
erzielbar sind, wenn es gelingt, auch in den dunkleren
Mitteltönen und sogar in den Tiefen des autotypischen Bildes noch ausgeprägte Kettenpunktstrukturen
zu erzeugen. Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindun? durch eine neuartige Rasterstruktur gelöst, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß die Rasterfenster (1 bzw. 6) durch parallel zu einer der sich kreuzenden Linienscharen
verlaufende Kanäle (4 bzw. 9) miteinander verbunden sind, deren Breite 15 bis 40% der Rasterfensterbreite
beträgt und deren gedachte Mittelachsen durch die Mitten der Rasterfenster laufen.
Im allgemeinen sind die Rasterfenster der von der Erfinderin bereits früher vorgeschlagenen Raster mit
gefärbten Kreuzlinienmustern farblos, doch gibt es auch Varianten mit gefärbten Rasterfenstern, wobei
sich die Färbung der Fenster nach Farbton und Färbungsintensität wesentlich von der Färbung des eigentlichen
Rastermusters unterscheidet Auch diese Variante läßt sich natürlich mit der neuartigen Rasterstruktur
nach der vorliegenden Erfindung kombinieren, wobei es sich allein aus dem Herstellungsverfahren ergibt, daß
die Kanäle dann die gleiche Färbung erhalten wie die Rasterfenster. Als Regelfall ist jedoch die farblose Ausführung
von Rasterfenstern und Kanälen anzusehen.
Die die Rasterfenster verbindenden >/Kanäle« sollen zur Erzielung des Kettenpunkteffekts nur in einer Richtung,
d. h. parallel zu einer der beiden sich kreuzenden Lineaturen verlaufen. Grundsätzlich besteht dabei die
Möglichkeit, die gedachten Mittelachsen der Kanäle parallel zu der dunkler gefärbten Lineatur zu legen
oder parallel zu der heller gefärbten Lineatur. Es wurde gefunden, daß im Regelfall ein Verlauf der Kanäle parallel
zur dunkler gefärbten Lineatur Rasteraufnahmen entstehen läßt, die zu besonders gut druckfähigen
Druckformen führen. Die bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen Distanzrasters ist deshalb dadurch
gekennzeichnet, daß das vollständige Rastermuster aus zwei sich krsuzenden Parallellineaturen unterschiedlicher
Färbungsintensität besteht und die farblosen Kanäle die jeweils heller gefärbte Lineatur kreuzen und
parallel zur dunkler gefärbten Lineatur verlaufen.
Diese Anordnung ist in F i g. 1 dargestellt.
Die vorgeschlagene Anordnung der »Kanäle« zwischen den Rasterfenstern bewirkt eine verstärkte Kettenpunktbildung in denjenigen Tonsiufen der Rasteraufnahme, die den dunkleren Mitteltönen der Vorlage entsprechen. Jedoch werden bei dem eingangs geschilderten Rastertyp zur verstärkten Kettenpunktbildung in denjenigen Tonstufen der Rasteraufnahme, die den helleren Mitteltönen der Vorlage entsprechen, die sich kreuzenden Linien in unterschiedlicher Intensität angefärbt.
Diese Anordnung ist in F i g. 1 dargestellt.
Die vorgeschlagene Anordnung der »Kanäle« zwischen den Rasterfenstern bewirkt eine verstärkte Kettenpunktbildung in denjenigen Tonsiufen der Rasteraufnahme, die den dunkleren Mitteltönen der Vorlage entsprechen. Jedoch werden bei dem eingangs geschilderten Rastertyp zur verstärkten Kettenpunktbildung in denjenigen Tonstufen der Rasteraufnahme, die den helleren Mitteltönen der Vorlage entsprechen, die sich kreuzenden Linien in unterschiedlicher Intensität angefärbt.
Gemäß der Erfindung kann nun der gleiche Effekt auch dadurch erreicht werden, daß den durch die Fenster
und Verbindungskanäle voneinander getrennten, knotenlinienartigen Rasterstrukturen geringere Dichte
ähnlich strukturierte Rasterelemente (10,11) geringerer
Flächenausdehnung aber höherer Dichte konzentrisch einbeschrieben sind.
Diese einbeschriebene Knotenlinie hat eine doppelte
Funktion: Die Linie allein — ohne die Knoten — würde die Wirkung haben, die Durchschnittsdichte der zu den
Kanälen parallel verlaufenden Linien zu erhöhen und damit würde sie den Färbungsunterschied ersetzen.
6S Wesentlich für die Funktion des erfindungsgemäßen
Rasters ist darüber hinaus die erhöhte Dichte im Bereich der Linienkreuzung (Kontrapunkt), wodurch die
Gradation verbessert wird, indem eine kontrastreiche-
Aj.
re Lichtwiedergabe erzielt wird. Diese höhere Dichte
im Bereich der Linienkreuzung entsteht beim ersterwähnten Modell gewissermaßen von selbst. Mit dem
Wegfall dieser Linienkreuzung ist daher ^ine diese ersetzende
Maßnahme nötig, und diese Maßnahme ist die erfindungsgemäße Anbringung der »Knoten« im Abstand
der nunmehr weggefallenen Kreuzungen.
Eine dritte Variante des erfindungsgemäSen Distanzrasters
ist in Anlehnung an die zuvor beschriebene Struktur dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrisch
einbeschriebenen dunkler gefärbten Rasterelemente die Form einer unterbrochenen Linie oder Knoteniinie
haben, wobei die Unterbrechungen (12) sich in Abschnitten gedachter Querverbindungen zwischen den
Rasterfenstern befinden.
Die Form dieser Knoten ist in der noch zu behandelnden Zeichnung beispielhaft als quadratisch angegeben,
doch wird die erstrebte Wirkung ebensogut mit um 45° gedrehten Quadraten, Rhomben, Rechtecken,
Polyedern, kreisförmigen oder ovalen Knotenpunkten erreicht. Die Dimensionierung der Knoten ist ebenfalls
nur beispielhaft in der dargestellten Musterung; die Knotenfläche liegt aber vorteilhaft zwischen 20 und
60% der Fensterfläche.
Die Knolenbreite der breiteren heller gefärbten Linien
ergibt sich aus den oben gemachten Angaben über die günstigste Breite der Kanäle.
Hinsichtlich der Färbungsintensität der dünneren Knotenabschnitte wurde gefunden, daß diese im Grün-
und Blaugebiet mindestens 0,4 D (log. Dichte) über der Intensität der breiteren Knotenbereiche liegen muß.
Für die Färbung der helleren und breiteren Knotenlinie
ist am vorteilhaftesten ein Farbton wie Orange, Rotviolett, Blauviolett oder Blau bis Türkisblau. Die
Farbdichte im Spektralband des Absorptionsmaximums liegt im allgemeinen zwischen 0,9 und 1,8, während im
Absorptionsminimum Dichten zwischen 0,1 und 0,4 als vorteilhaft gefunden wurden. Diese Werte für buntfarbige
Einfärbung kommen in erster Linie für Raster zur Schwarzweißreproduktion und zur Aufrasterung von
Halbtonfarbauszügen in Frage.
Raster gemäß vorliegender Erfindung können natürlich in beiden Varianten auch als Neutralraster für direkte
Rasterauf nail men nach farbigen Aufsichts- und Durchsichtsvorlagen hergestellt werden. Die Färbungsintensitäten liegen dann im gesamten sichtbaren Spektrum
zwischen 03 bis 1,4 für die hellere Linie bei Ausführungsart
1 und zwischen 1,3 bis 2,0 für die dunklere Linie. Für die Ausführungsart 2 kommt 1,2 bis 1,8 für
die hellere Färbung und dementsprechend 1,5 bis 2,3 für die dunklere Färbung in Frage.
Die Zeichnung dient zur Erläuterung vorstehender Ausführungen. Es stellt dar
F i g. 1 (schematisch) eine Rasterstruktur nach der oben erwähnten Ausführungsform 1,
F i g. 2 eine (schematische) Rasterstruktur nach der oben erwähnten Ausführungsform 2,
F i g. 3 eine modifizierte Ausführungsform zu der nach F i g. 2.
Es sind bezeichnet in F i g. 1 mit 1 die glasklaren Rasterfenster,
mit 2 die intensiver gefärbte Parallellineatur, mit 3 die weniger intensiv gefärbte Parallellineatur,
mit 4 die diese kreuzenden »Kanäle« und mit 5 die Kreuzungsstellen beider Parallellineaturen 2 und 3, an
denen sich die Einzeldichten der Färbung summieren, bezeichnet als »Kontrapunkte«. In F i g. 2 bezeichnet 6
die Rasterfenster; 7 die breiten, hell gefärbten »Knotenlinien« und dazu 8 die Knoten der Knotenlinien 7,
ferner 9 die Kanäle zwischen den Rasterfenstern 6; mit 10 sind die Knoten der Knotenlinien 11 bezeichnet, die
dünner und intensiver gefärbt sind.
In F i g. 3 sind die Knotenlinien (nach F i g. 2) nicht
durchgezogen, sondern unterbrochen. Die Unterbrechungen 12 befinden sich in Abschnitten gedachter
Querverbindungen zwischen den Rasterfenstern.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Distanzraster für die Reproduktionstechnik mit einer Kreuzrasterstruktur, wobei die sich kreuzenden
Linien teildurchlässig eingefärbt sind und die Lichtdurchlässigkeit in den Kreuzungsstellen verringert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasterfenster durch parallel zu einer der sich
kreuzenden Linsenscharen verlaufende Kanäle (4 bzw. 9) miteinander verbunden sind, deren Breite 15
bis 40% der Rasterfensterbreite beträgt und deren gedachte Mittelachsen durch die Mitten der Rasterfenster
laufen.
2. Distanzraster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vollständige Rastermuster
aus .zwei sich kreuzenden Parallel-Lineaturen unterschiedlicher
Färbungsintensität besteht und die farblosen Kanäle die jeweils heller gefärbte Lineatur
kreuzen und parallel zur dunkler gefärbten Lineatur verlaufen.
3. Distanzraster nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß den durch die Fenster und Verbindungskanäle
voneinander getrennten, knotenlinienartigen Rasterstrukturen geringer Dichte ähnlich
strukturierte Rasterelemente (10, 11) geringerer Flächenausdehnung aber höherer Dichte konzentrisch
einbeschrieben sind.
4. Distanzraster nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrisch einbeschriebenen
dunkler gefärbten Rasterelemente die Form einer unterbrochenen Linie oder Knotenlinie haben,
wobei die Unterbrechungen (12) sich in Abschnitten gedachter Querverbindungen zwischen den Rasterfenstern
befinden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722238876 DE2238876C3 (de) | 1972-08-07 | Distanzraster für die Reproduktionstechnik |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19722238876 DE2238876C3 (de) | 1972-08-07 | Distanzraster für die Reproduktionstechnik |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2238876A1 DE2238876A1 (de) | 1974-02-21 |
| DE2238876B2 DE2238876B2 (de) | 1976-01-15 |
| DE2238876C3 true DE2238876C3 (de) | 1976-09-09 |
Family
ID=
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