DE2042687C3 - Leistungsfrequenzwandleranordnung insbesondere zur Prüfung von Elektrizitätszahlern - Google Patents
Leistungsfrequenzwandleranordnung insbesondere zur Prüfung von ElektrizitätszahlernInfo
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Description
Leistungsfrequenzwandler sind Meßwerke, die eine einer anliegenden elektrischen Leistung proportionale
Impulsfrequenz abgeben. In einfachster Form kann dieses ein herkömmlicher Elektrizitätszähler s :in,
dessen Läuferscheibe am Rand gezahnt oder so markiert ist, daß sie über entsprechende Zusatzeinrichtungen
der Zahl der Läuferumdrehungen proportionale elektrische Impulse ergibt. Es sind aber auch elektronische
Leistungsfrequenzwandler im Gebrauch, die sich durch Abgabe höherer Impulsfrequenzen auszeichnen
als sie bei elektromechanischen Meßwerken möglich sind. Solche Leistungsfrequenzwandler werden bevorzugt
als Vergleichsnormal bei Zählerprüfungen verwen^ det. Praktisch allen Leistungsfrequerizwaridlern haftet
der Nachteil an, daß sie nur in einem kleinen Meßbereich sehr genau messen und auch nur in diesem
kleinen Meßbereich als Normal verwendbar sind, obwohl die Prüflinge in einem wesentlich größeren
Meßbereich geprüft werden müssen. Aus diesem Grund werden zur Erzielung hoher Meßgenauigkeiten bei allen
vorkommenden Prüfbelastungen sog, Stufenstromwandler eingesetzt, deren Primärwicklung den Prüfströmen
entsprechend von Hand oder bei programmgesteuerten Prüfabläufen auch automatisch umgeschaltet
werden, so daß das sekundärseitig an den Stromwandler angeschaltete Vergleichsnormal stets etwa mit gleichem
Strom betrieben wird. Der Aufwand für die Umschaltung der primären Wandleranzapfungen ist dabei nicht
unerheblich, da Prüfströme bis etwa 60A geschaltet werden müssen. Eine sekundäre Wandlerumschaltung
vermeidet diesen Nachteil des Aufwandes für die Umschaltung zwar, jedoch ist ein herkömmlicher
Wandler bei erträglichem Eisen- und Kupferaufwand nicht mehr in der Lage, beispielsweise in einem
primären Strombereich von 50 mA bis 60 A praktisch fehlerlos zu arbeiten.
In der erfindungsgemäßen Anordnung wird dieser Nachteil vermieden. Sie ist dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzielung eines großen Meßbereiches bei nahezu gleichbleibender Meßgenauigkeit eine an sich
bekannte elektronisch fehlerkompensierte Stromwandleranordnung oder ein elektronisch selbstabgleichender
Stromkomparator einen Multiplikatoreingang einer elektronischen Multiplizierstufe mit einer dem Meßstrom
proportionalen Größe speist, di? zur Verminderung
des Einflusses von Driften auf die Meßgenauigkeit der Multiplizierstufe oder des Leistungs/Frequenz-
jo wandlers selbsttätige meßwert- oder meßstromabhängige
Umschaltung von sekundären Wandleranzapfungen und/oder Bürdenwiderständen relativ zur Meßgröße
oder zum Meßstrom nur in einem kleinen und in bezug auf die Meßgenauigkeit günstigen Arbeitsbereich
geändert wird, wobei bei jeder Umschaltung gleichzeitig im Analog/Frequenzwandler selbst und/oder durch
einen nachgeschalteten Frequenzumsetzer die Ausgangsfrequenz der Anordnung entsprechend der Umschaltung
vor der Multiplizierstufe wieder so herab- oder hinaufgesetzt wird, daß s'.3s Verhältnis von
Ausgangsfrequenz zur Meßgröße unabhängig von Umschaltungen der sekundären Wandleranzapfungen
und Bürdenwiderstände unverändert bleibt.
F i g. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung unter Verwendung einer elektronisch fehlerkompensierten
Wandleranordnung. Über die Klemmen 8 und 9 wird der Meßstrom der elektronisch fehlerkompensierten
Stromwandleranordnung 1 zugeführt. Die sekundären Wandlerausgänge 12 und 13 arbeiten auf die Bürde
2, die aus einem oder mehreren parallel geschalteten Widerständen besteht. Über die Schalter 3 lassen sich
Bürdenwiderstände zu- bzw. abschalten. Die an den Bürdenwiderständen 2 auftretende Spannung liegt am
Eingang der Multiplizierstufe 4, an dessen zweitem Eingang über die Klemmen 10 und 11 die der
Meßspannung U proportionale Größe liegt. Die Ausgangsgröße K (Strom oder Spannung) der Multiplizierstufe
ist der Leistung P= U ■ I cos φ proportional.
Diese Größe K speist einerseits einen Analog-Frequenz-Wandler
5, dessen Ausgangsfrequenz f\ dem Gleichstromanteil der Größe K und damit der
Eingarigsleistung P proportional ist, Und steuert
andererseits über eine Schaltung 7 die Schalter 3 (beispielsweise Relaiskontakte) für die schakbaren
Bürdenwiderständc und das UntersetzurigsVerhältnis
derUntersetzerstufc 6 in folgender Weise:
Übersteigt die Größe K einen vorgegebenen oberen Grenzwert, so wird zu den bereits eingeschalteten
Widerständen 2 ein weiterer Widerstand parallel geschaltet. Dadurch sinkt die Eingangsspannung am
Multiplizierer ab. Das Zuschalten von weiteren Widerständen erfolgt dabei so lange, bis der Ausgangswert
des Multiplizierers den oberen Grenzwert nicht mehr übersteigt Sinkt beispielsweise die Eingangsleistung
P wieder ab, so werden entsprechend Widerstände abgeschaltet, bis die Größe K der Multiplizierstufe
einen vorgegebenen unteren Grenzwert möglichst übersteigt Die Schaltung sorgt also selbsttätig dafür,
daß die Bürdenspannung am Eingang des Multiplizierers und damit auch dessen Ausgangsgröße K innerhalb
des Strommeßbereiches stets nur in einem zum Strommeßbereich relativ kleinen Bereich verbleibt, d. h.
unabhängig von dem jeweiligen Meßstrom L
Damit erhält auch der Analog/Frequenzwandler 5 stets eine Eingangsgröße, die sich nur in einem
gleichbleibenden Bereich ändert
Multiplizierstufe wie Analog/Frequenzwandler arbeiten damit in einem im Verhältnis zur möglichen
Änderung der Eingangsleistung P kleinen und in bezug auf die Meßgenauigkeit günstigen Arbeitsbereich.
Damit die Ausgangsfrequenz h der Gesamianordnung
unabhängig vom Schaltzustand der Bürdenwtderstände stets der Eingangsleistung proportional bleibt» erfolgt
synchron mit der Zu- bzw. Abschaltung der Widerstände 2 eine Herab- bzw. Hinaufsetzung des Untersetzungsverhältnisses
der Untersetzerstufe 6.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig.2 enthält die Erfindungsanordnung einen elektronisch selbstabgleichenden
Stromkomparator 21. Der Stromkomparator besteht aus dem eigentlichen FComparatorwandler 30
mit den Komparatorwicklungen 31 und 32 sowie der Indikatorwicklung 34, dem Verstärker 35 und dem
Anpassungswandler 36. Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende. Der über die Eingänge 8, 9 der
Wicklung 31 zugeführte Meßstrom /wird im Komparatorwandler
entsprechend der jeweils geschalteten sekundären Wandleranzapfung 33 untersetzt und dem
Eingang eines Pufferverstärkers 37 zugeführt Der Verstärker 35 und der Anpassungswandler 36 sorgen
dafür, daß das Verhältnis der Stromübersetzung dem Windungsverhältnis des über den Schalter 33 geschalteten
Teiles der Wicklung 32 und der primären Wicklung 31 ist Sofern zwischen den Wicklungen 31 und 32 kein
Amperewindungsgleichgewicht vorhanden ist, wird in der Wicklung 34 eine Spannung induziert, die über den
Verstärker 35 und dem Anpassungswandler 36 in dem sekundären Wandlerkreis einen solchen Zusatzstrom
erzeugt, daß sich stets nahezu Amperewindungsgleichgewicht einstellt und den K.omparatorwandler dadurch
praktisch fehlerfrei hält
Der Ausgang des Verstärkers 37 speist einen Muitiplikatoreingang der Multiplizierstufe 4. Der
weitere Teil der Schaltung entsp'-'-ht der im Beispiel
Fig. 1 gezeigten Schaltung und Wirkungsweise. Es ist
hier jedoch noch eine Alternativlösung für die Steuerung der Schaltung 7 angedeutet Diese kann
sowohl der Ausgangsgröße K der Multiplizierstufe 4 als auch der Impulsfrequenz /J am Ausgang des Analog/
Frequenzwandlers entnommen werden.
Weiterhin ist es möglich, wie im Beispiel Fig.2
angedeutet, anstelle von elektromechanischen Schaltern zur Umschaltung hinter dem Stromwandler bzw.
Stromkomparator elektronische Schalter, wie bipolare Transistoren oder Feldeffekttransistoren, zu verwenden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Anordnung bestehend aus Stromwandler, Multiplizierstufe und Analog/Frequenzwandler zur
Bestimmung der elektrischen Leistung und Energie insbesondere zur Prüfung von Elektrizitätszählern,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines großen Meßbereiches eine elektronisch
fehlerkompensierte Stromwandleranordnung oder ein elektronisch selbstabgleichender Stromkomparator
einen Multiplikatoreingang der Multipiizierstufe mit einer dem Meßstrom proportionalen
Größe speist, die zur Verminderung des Einflusses von Driften auf die Meßgenauigkeit der Multiplizierstufe
und des Analog/Frequenzwandlers durch selbsttätige meßwert- oder meßstromabhängige
Umschaltung von sekundären Wandleranzapfungen und/oder Bürdenwiderständen relativ zur Meßgröße
oder zum Meßstrom nur in einem kleinen und in bezug auf tue Meßgenauigkeit günstigen Arbeitsbereich
geändert wird, wobei bei jeder Umschaltung gleichzeitig im Analog/Frequenzwandler selbst
und/oder durch nachgeschaitete Frequenzumsetzer die Ausgangsfrequenz der Anordnung entsprechend
der Umschaltung vor der Multiplizierstufe wieder so herab- oder hinaufgesetzt wird, daß das Verhältnis
von Ausgangsfrequenz zur Meßgröße unabhängig von Umschaltungen der sekundären Wandleranzapfungen
und Büi denwiderstände unverändert bleibt.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, de'β die durch Umschaltungen bedingte
Herab- oder Hinaufsetzung der Frequenz in einem elektronischen Analog/Frequenzwandler selbst
durch Hinzu- oder Abschalten von frequenzbestimmenden Bauelementen, wie beispielsweise Widerstände,
Kondensatoren und Induktivitäten, oder durch Änderung solcher Spannungen oder Ströme
erfolgt, die in entsprechenden Schaltungsanordnungen Frequenzänderungen bewirken.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die meßwert- oder meßstromabhängige
Umschaltung von der Ausgangsgröße d*;r Multiplizierstufe oder von der Frequenz am
Ausgang des Analog/Frequenzwandlers gesteuert wird.
Priority Applications (1)
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| DE19702042687 DE2042687C3 (de) | 1970-08-28 | 1970-08-28 | Leistungsfrequenzwandleranordnung insbesondere zur Prüfung von Elektrizitätszahlern |
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| DE19702042687 DE2042687C3 (de) | 1970-08-28 | 1970-08-28 | Leistungsfrequenzwandleranordnung insbesondere zur Prüfung von Elektrizitätszahlern |
Publications (3)
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| DE2042687A1 DE2042687A1 (de) | 1972-03-02 |
| DE2042687B2 DE2042687B2 (de) | 1978-07-27 |
| DE2042687C3 true DE2042687C3 (de) | 1979-03-29 |
Family
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN102426278A (zh) * | 2011-10-12 | 2012-04-25 | 雷立 | 一种自动识别失准、失效电表 |
Families Citing this family (3)
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1970
- 1970-08-28 DE DE19702042687 patent/DE2042687C3/de not_active Expired
Cited By (1)
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Also Published As
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