DE202019101807U1 - Paneel - Google Patents

Paneel

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DE202019101807U1 DE202019101807.0U DE202019101807U DE202019101807U1 DE 202019101807 U1 DE202019101807 U1 DE 202019101807U1 DE 202019101807 U DE202019101807 U DE 202019101807U DE 202019101807 U1 DE202019101807 U1 DE 202019101807U1
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    • E04F2201/041Tongues or grooves with slits or cuts for expansion or flexibility

Abstract

Paneel (1', 2') mit einem Paneelkern (14, 15), einer Paneeloberfläche (11, 12), einer Paneelunterseite (24) sowie mit wenigstens einem Kantenpaar einander gegenüberliegender komplementärer Paneelkanten (1, 2), die mit komplementären Verriegelungsmitteln (V) versehen sind, wobei die komplementären Verriegelungsmittel so gestaltet sind, dass im zusammengefügten Zustand zweier dieser Paneele unterhalb einer sichtbaren Fuge (3) mittels der zusammengefügten komplementären Verriegelungsmittel eine Verriegelungswirkung der Paneelkanten (1, 2) sowohl in einer Richtung senkrecht zur Paneeloberfläche erzielbar ist, als auch eine Verriegelungswirkung gegen ein Auseinanderbewegen der Paneele und zwar innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten erzielbar ist, mit der Maßgabe, dass die mit den komplementären Verriegelungsmitteln versehenen Paneelkanten bezogen auf die Dicke des Paneels einen oberen Teilbereich (A) und einen unteren Teilbereich (B) aufweisen, wobei im unteren Teilbereich (B) der Paneelkanten die komplementären Verriegelungsmittel angeordnet und ausgestaltet sind, wobei der obere Teilbereich (A) der Paneelkanten für die Gestaltung des oberen Fugenbereichs inklusive des sichtbaren Teils der Fuge (3) vorgesehen ist und zu dem Zweck der obere Teilbereich (A) an jeder Paneelkante des Kantenpaares eine Kantenbrechung (4, 5) aufweist, die im zusammengefügten Zustand zweier dieser Paneele eine vertiefte Fuge ausbildet, wobei im oberen Teilbereich der Paneelkanten die Kantenbrechungen der komplementären Paneelkanten unterschiedlich groß sind, und dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten die größere Kantenbrechung (4) überdeckt ist von der kleineren Kantenbrechung (5), dadurch gekennzeichnet, dass an einem unteren Ende der größeren Kantenbrechung (4) eine stumpfe Stoßfläche (8) vorgesehen ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Paneel mit einem Paneelkern, einer Paneeloberseite, einer Paneelunterseite sowie mit wenigstens einem Kantenpaar einander gegenüberliegender komplementärer Paneelkanten, die mit komplementären Verriegelungsmitteln versehen sind, wobei die komplementären Verriegelungsmittel so gestaltet sind, dass im zusammengefügten Zustand zweier dieser Paneele unterhalb einer sichtbaren Fuge mittels der zusammengefügten komplementären Verriegelungsmittel eine Verriegelungswirkung der Paneelkanten sowohl in einer Richtung senkrecht zur Paneeloberseite erzielbar ist, als auch eine Verriegelungswirkung gegen ein Auseinanderbewegen der Paneele und zwar innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten erzielbar ist, mit der Maßgabe, dass die mit den komplementären Verriegelungsmitteln versehenen Paneelkanten bezogen auf die Dicke des Paneels einen oberen Teilbereich und einen unteren Teilbereich aufweisen, wobei im unteren Teilbereich der Paneelkanten die komplementären Verriegelungsmittel angeordnet und ausgestaltet sind, wobei der obere Teilbereich der Paneelkanten für die Gestaltung des oberen Fugenbereichs inklusive des sichtbaren Teils der Fuge vorgesehen ist und zu dem Zweck der obere Teilbereich an jeder Paneelkante des Kantenpaares eine Kantenbrechung aufweist, die im zusammengefügten Zustand zweier dieser Paneele eine vertiefte Fuge ausbildet, wobei im oberen Teilbereich der Paneelkanten die Kantenbrechungen der komplementären Paneelkanten unterschiedlich groß sind, und dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten die größere Kantenbrechung überdeckt ist von der kleineren Kantenbrechung.
  • Mit dem zusammengefügten Zustand von Paneelen beziehungswiese komplementärer Paneelkanten ist grundsätzlich der Sollzustand gemeint.
  • Aus der WO97/47834 A1 ist ein Paneel bekannt, das im oberen Teilbereich eine Fugengestaltung ohne Vertiefung aufweist und im unteren Teilbereich formschlüssige Verriegelungsmittel hat, die in Form eines Nutprofils und eines Federprofils ausgestaltet sind. Aus der WO 2008/053333 ist ein Beispiel eines Paneels bekannt, das komplementäre Paneelkanten hat, die in einem oberen Teilbereich bezogen auf die Dicke des Paneels eine Gestaltung mit unterschiedlich großen Kantenbrechungen in Form einer größeren Fase und einer kleineren Fase aufweisen. Die oberen Teilbereiche der Paneelkanten sind bei diesem Stand der Technik des Weiteren so gestaltet, dass zwei dieser Paneele im zusammengefügten Zustand eine V-Fuge bilden, wobei die größere Fase von der kleineren Fase teilweise überdeckt ist. Des Weiteren definiert dieser Stand der Technik eine neutrale Position der Paneelkanten relativ zueinander, aus der heraus die Paneelkanten sich näher aufeinander zu oder weiter voneinander wegbewegen können. In der neutralen Position ist die V-Fuge an ihrem Fugengrund nicht geschlossen, sondern dort bleibt ein Spalt.
  • Die aus diesem Stand der Technik bekannte Gestaltung des oberen Teilbereichs der Paneelkante wird wegen ihrer Offenheit der Fuge für unzweckmäßig gehalten. Schmutz und Feuchtigkeit können einfach zum Paneelkern vordringen.
  • Die aus demselben Stand der Technik im unteren Teilbereich der komplementären Paneelkanten vorgesehenen komplementären Verriegelungsmittel erscheinen wenig tragfähig und ihre Haltbarkeit unbefriedigend.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Paneel vorzuschlagen, das im oberen Teilbereich der Paneelkanten eine verbesserte Gestaltung mit Kantenbrechungen aufweist.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass an einem unteren Ende der größeren Kantenbrechung eine stumpfe Stoßfläche vorgesehen ist.
  • Die beiden Kantenbrechungen können als Fase ausgebildet sein, als Radius oder als Hohlkehle, etc.
  • Zweckmäßig ist im oberen Teilbereich der Paneelkanten an jener Paneelkante mit der kleineren Kantenbrechung eine Gegenstoßfläche vorgesehen, die mit der stumpfen Stoßfläche zusammenwirkt, die unterhalb der größeren Kantenbrechung vorgesehen ist.
  • Des Weiteren wirkt die im oberen Teilbereich der Paneelkanten vorgesehene Paarung aus stumpfer Stoßfläche und Gegenstoßfläche mit den im unteren Teilbereich der Paneelkanten angeordneten Verriegelungsmitteln zusammen, mit welcher die Verriegelungswirkung gegen ein Auseinanderbewegen der Paneele innerhalb der Paneelebene und senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten bewirkt wird. Zweckmäßig sind nämlich die im unteren Teilbereich angeordneten Verriegelungsmittel so ausgelegt, dass die stumpfe Stoßfläche in Kontakt gehalten werden kann mit der Gegenstoßfläche. Auf diese Weise wird die im oberen Teilbereich der Paneelkante gewünschte Geschlossenheit der Fuge durch die im unteren Teilbereich vorgesehenen Verriegelungsmittel unterstützt.
  • Die Paneelkante mit der kleineren der beiden Kantenbrechungen weist unterhalb dieser kleineren Kantenbrechung eine hinterschnittene Gegenfläche für den überdeckten Teil der größeren Kantenbrechung auf. Zweckmäßig hat der überdeckte Teil der größeren Kantenbrechung flächigen Kontakt mit der hinterschnittenen Gegenfläche. Dies verbessert die Geschlossenheit der Fuge ebenfalls und wirkt dem Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit entgegen.
  • Eine vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass die unterhalb der kleineren Kantenbrechung vorgesehene Gegenstoßfläche so gestaltet ist, dass sie in einem oberen Bereich mit einem Übermaß versehen ist. Dadurch ist an dem oberen Bereich der Gegenstoßfläche im zusammengefügten Zustand zweier Paneele eine Pressung mit der Stoßfläche der komplementären Paneelkante erzeugbar.
  • Der Nutzen lässt dich weiter verbessern, wenn die Stoßfläche und die Gegenstoßfläche so hergerichtet sind, dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten ein keilförmiger Spalt zwischen der Stoßfläche und der Gegenstoßfläche gebildet ist, dass die Spitze des Spaltes nach oben zur Paneeloberseite weist. Der keilförmige Spalt zwischen der Stoßfläche und der Gegenstoßfläche begünstigt eine relative Bewegung zweier zusammengefügter verriegelter Paneele. Die Paneele können entlang der verriegelten Paneelkanten als Drehpunkt einen Knick bekommen, wenn sie beispielsweise auf einem unebenen Untergrund liegen. Dabei können verriegelte Paneele relativ zueinander eine Position einnehmen, bei der ihre Paneeloberflächen in einem Winkel > 180° zueinander liegen. In diesem Fall schafft der keilförmige Spalt innerhalb der verriegelten Paneelkanten Platz für die erforderliche Winkelbewegung der Paneelkanten. Die stumpfe Stoßfläche und die Gegenstoßfläche behalten Kontakt und einer Öffnung der Fuge wird auf diese entgegengewirkt.
  • Für eine geschlossene Fuge ist es nutzbringend, wenn im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten an der Spitze des keilförmigen Spaltes die stumpfe Stoßfläche und die Gegenstoßfläche einander berühren.
  • Der keilförmige Spalt kann einen Keilwinkel im Bereich von 0° - 10° und bevorzugt von 1° - 5° aufweisen, wobei eine den Keilwinkel halbierende Mittelachse des keilförmigen Spaltes entweder lotrecht zur Paneeloberseite angeordnet ist oder relativ zum Lot auf der Paneeloberseite in einem Winkelbereich von ± 5° angeordnet ist.
  • Eine Weiterbildung sieht vor, dass im unteren Teilbereich der komplementären Paneelkanten die komplementären Verriegelungsmittel als komplementäre Hakenprofile ausgebildet sind, nämlich einem nach oben offenen Aufnahmehaken und einem nach unten offenen Arretierhaken, dass beide komplementären Hakenprofile einstückig am Paneelkern vorgesehene Halteflächen aufweisen, mittels derer die Verriegelungswirkung gegen das Auseinanderbewegen der Paneele innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten erzielbar ist, und dass für die Verriegelungswirkung in der senkrecht zur Paneeloberseite liegenden vertikalen Richtung ein separates Sperrelement vorgesehen ist, wie in der EP 1 415 056 B1 definiert oder in der WO 2011/087425 A1 vorgeschlagen. Auf die Gestaltungsbeispiele für separate Sperrelemente sowie deren Anordnung an einem Paneel, wie in den beiden vorgenannten Veröffentlichungen definiert, wird hiermit Bezug genommen und diese technische Lehre miteingeschlossen.
  • Des Weiteren kann das separate Sperrelement an einer der komplementären Paneelkanten gelagert sein und ein Einrastmittel aufweisen, mit dem es in einer Rastkontur der komplementären Paneelkante einrastbar ist.
  • Eine andere technische Lösung als die vorgenannten Verriegelungsmittel mit Hakenprofilen kommt ohne ein separates Sperrelement aus und sieht vor, dass im unteren Teilbereich der komplementären Paneelkanten Verriegelungsmittel umfassend ein Nutprofil und ein komplementäres Federprofil vorgesehen sind, wobei das Nutprofil sowie das komplementäre Federprofil jene Halteflächen aufweisen, mittels derer die Verriegelungswirkung gegen das Auseinanderbewegen der Paneele innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten erzielbar ist, und dass das Federprofil an seiner Federoberseite eine Anlagefläche und das Nutprofil an einer oberen Nutwand eine komplementäre Innenfläche aufweist, womit im zusammengefügten Zustand die Verriegelungswirkung in der senkrecht zur Paneeloberseite liegenden vertikalen Richtung erzielbar ist.
  • Die Gestaltung des unteren Teilbereichs der komplementären Paneelkanten mit Verriegelungsmitteln, wenn sie als Nutprofil und komplementäres Federprofil ausgebildet sind, wie oben beschrieben wird als eigenständige Erfindung angesehen, die alternativ ohne die oben vorgeschlagene Gestaltung des oberen Teilbereichs der komplementären Paneelkanten auskommen kann. Im oberen Teilbereich können die Paneelkanten dann jedwede Gestaltung haben, beispielsweise kann auf jegliche Kantenbrechung verzichtet werden, so dass an der Oberfläche zwischen zwei verriegelten Paneelen keinerlei vertiefte Fuge auftritt. Dies gilt für alle nachfolgenden Weiterbildungen des Paneels mit Nutprofil und komplementärem Federprofil gleichermaßen.
  • Die untere Nutwand ragt günstigerweise distal weiter von der Paneelkante hervor als die obere Nutwand, wobei am freien Ende der unteren Nutwand ein Halterand vorgesehen ist, und wobei die Haltefläche für die Verriegelungswirkung gegen ein Auseinanderbewegen der Paneele in der Paneelebene, an dem genannten Halterand vorgesehen ist.
  • Das Nutprofil und das Federprofil sind hilfreich für eine Schnappverrieglung hergerichtet, bei der durch eine ebene Verschiebung zweier identischer Paneele mit den Paneelkanten senkrecht aufeinander zu verriegelt wird und/oder so hergerichtet sind, dass ein Paneel mit einem identischen Paneel durch eine Schwenkbewegung verriegelbar ist (Schwenkverrieglung), in dem das Paneel in einer schrägen Ebene relativ zur Paneelebene des identischen anderen Paneels angesetzt und das Federprofil durch anschließendes Schwenken des schräg angesetzten Paneels in die Ebene des anderen Paneels mit dessen Nutprofil verriegelbar ist.
  • Eine zusätzliche Verbesserung wird erzielt, wenn eine der Halteflächen für die Verriegelungswirkung gegen das ebene Auseinanderbewegen der Paneele an der unteren Nutwand des Nutprofil angeordnet ist, wobei sich diese Haltefläche in dem Bereich der unteren längeren Nutwand befindet, welcher sich distal über die Länge der oberen Nutwand hinaus erstreckt, wobei diese Haltefläche als schräge Ebene ausgebildet ist, welche zum Nutgrund des Nutprofils hin abfällt, und wobei die zur Haltefläche des Nutprofils komplementäre Haltefläche des Federprofils an der Federunterseite ebenfalls eine schräge Ebene ist, die im zusammengefügten Zustand an der Haltefläche des Nutprofils flächig anliegt.
  • Die Handhabung lässt sich verbessern, indem das Nutprofil und das Federprofil für eine Schwenkverrieglung hergerichtet sind, wobei an der Federunterseite eine ebene untere Absatzfläche vorgesehen ist, die parallel zur Paneeloberseite ausgerichtet ist, wobei das Nutprofil an einer unteren Nutwand eine Auflagefläche für die Absatzfläche des Federprofils hat, und wobei die Auflagefläche gleichfalls eben und zur Paneeloberseite parallel ist.
  • Zwecks guter Verriegelung in vertikaler Richtung kann die an der Federoberseite vorgesehene Anlagefläche parallel zur Paneeloberseite ausgebildet sein und die komplementäre Innenfläche der oberen Nutwand des Nutprofils kann zu dem Zweck zur Paneeloberseite parallel angeordnet sein.
  • Die Anlagefläche der Federoberseite hat ein distales Ende und ein proximales Ende und ebenso hat die Absatzfläche der Federunterseite ein distales Ende und ein proximales Ende, wobei zweckmäßig zwischen dem distalen Ende der Absatzfläche und dem proximalen Ende der Anlagefläche ein Abstand vorgesehen ist.
  • (Schwenkverbindung)
  • Für eine Verbesserung der Stabilität des Nutprofils steigt die untere Nutwand aus der Ebene der Auflagefläche zum Nutgrund hin an.
  • Eine Alternative sieht vor, dass das Nutprofil und das Federprofil für eine Schnappverrieglung hergerichtet sind, wobei das Federprofil an seiner Federunterseite eine proximale untere Absatzfläche aufweist sowie distal (nah am freien Ende des Federprofils) eine Tragefläche hat, dass das komplementäre Nutprofil zur Abstützung der Tragefläche des Federprofils an der unteren Nutwand eine Stützfläche aufweist, und dass das komplementäre Nutprofil mit einer passenden Auflagefläche für die untere Absatzfläche des Federprofils versehen ist. Bei dem Konzept der Schnappverriegelung zweier Paneele werden die Paneelkanten mit Nutprofil und Federprofil in einer Richtung senkrecht zur Längserstreckung der komplementären Paneelkanten translatorisch aufeinander zu bewegt. Um dabei eine formschlüssige Verriegelung ) zwischen Nutprofil und Federprofil herstellen zu können, müssen diese Verriegelungsmittel eine ausreichende elastische Verformung gestatten und ertragen können.
  • Die Tragefläche des Federprofils sowie auch die zugeordnete Stützfläche des Nutprofils sind zweckmäßig zur Paneeloberseite parallel angeordnet. Dabei ist die Stützfläche zweckmäßig in einem Bereich der unteren Nutwand angeordnet, welcher der oberen Nutwand gegenüberliegt. Wenn sich auf der Paneeloberseite im Bereich verriegelter Paneelkanten eine Last befindet, die einen Druck auf die oberen Nutwand ausübt, dann wird über die Innenfläche der oberen Nutwand die Kraft auf die Anlagefläche der Federoberseite übertagen und durch das Federprofil hindurch. An der Federunterseite wird die Kraft von deren Tragefläche in die Stützfläche der unteren Nutwand übertragen, die ihrerseits die Kraft nach unten in einen Untergrund ableitet, auf dem das Paneel aufliegt.
  • Die am Nutprofil vorgesehene Auflagefläche für die untere Absatzfläche des Federprofils kann in dem Bereich der unteren Nutwand angeordnet sein, welcher gegenüber der oberen Nutwand distal weiter von der Paneelkante hervorragt.
  • Die für die untere Absatzfläche des Federprofils an dem Nutprofil vorgesehene Auflagefläche ist zweckmäßig eben. Sie kann darüber hinaus mit einer in distaler Richtung abwärts gerichteten Neigung ausgebildet sein. Die Neigung liegt bevorzugt in einem Winkelbereich von 2° - 10° gegenüber der Paneeloberseite. Die Neigung hat ihre Bewandnis im Zusammenwirken mit der Gestaltung, welche die untere Nutwand im Bereich ihres freien Endes hat, wie unten näher erläutert ist.
  • Für die zwecks Schnappverbindung vorgesehene Ausführung des Paneels ist die an der Federoberseite vorgesehene Anlagefläche relativ zur Paneeloberseite günstigerweise parallel angeordnet, wobei die dazu komplementäre Innenfläche der oberen Nutwand des Nutprofils dann ebenfalls zur Paneeloberseite parallel angeordnet ist, und wobei die Innenfläche der oberen Nutwand größer ist als die an der unteren Nutwand vorgesehene Stützfläche. Gleichfalls ist die Tragefläche an der Federunterseite kleiner als die an der Federoberseite vorgesehene Anlagefläche. Daher wird eine von der Paneeloberseite eingeleitete Kraft von der oberen Nutwand über ein erstes Flächenpaar nach unten in das Federprofil übertragen. Das erste Flächenpaar besteht aus der Innenfläche der oberen Nutwand und der Anlagefläche der Federoberseite. Anschließend wird die Kraft aus dem Federprofil weiter nach unten übertragen mittels eines zweiten Flächenpaares bestehend aus der Tragefläche der Federunterseite und der Stützfläche der unteren Nutwand. Die Größe der Kontaktfläche des zweiten Flächenpaares ist geringer als die Größe der Kontaktfläche des ersten Flächenpaares. Die verringerte Kontaktfläche des zweiten Flächenpaares ist der Verbesserung der Festigkeit der unteren Nutwand geschuldet.
  • Vorzugsweise ist die Mitte der Innenfläche der oberen Nutwand näher zum Nutgrund angeordnet als die Mitte der Stützfläche der unteren Nutwand. Dies dient ebenfalls der Verbesserung der Festigkeit der unteren Nutwand.
  • Das Nutprofil kann an der Innenseite der oberen Nutwand zu deren freiem Ende hin einen Freischnitt haben, der vorzugsweise eine schräge Freischnittfläche aufweist. Dabei ist der Freischnitt zweckmäßig so hergerichtet, dass die Weite des Nutprofils zum freien Ende zunimmt und eine erweiterte Eintrittsöffnung bildet. Die derart erweiterte Eintrittsöffnung des Nutprofils wirkt für ein translatorisch in Richtung des Nutprofils bewegtes Federprofil, wie ein Trichter. Das Federprofil bekommt dann zuerst an seiner Federoberseite Kontakt mit der Freischnittfläche.
  • Das freie Ende des Federprofils kann als stumpfer keilförmiger Querschnitt ausgebildet sein, wobei die Keilfläche eine Führung und Zentrierung entlang der schrägen Freischnittfläche der oberen Nutwand begünstigt, um das Einfügen des Federprofils in das Nutprofil zu erleichtern.
  • Die Keilfläche an der Federunterseite ist länger und schafft einen größeren Freischnitt als die Keilfläche an der Federoberseite. Der Freischnitt an der Federunterseite dient dazu, Platz für die untere Nutwand zu schaffen, die verstärkt sein soll, indem die untere Nutwand zum Nutgrund hin mit einer zunehmenden Wandstärke ausgeführt ist.
  • Derjenige, am freien Ende der unteren Nutwand vorgesehene Halterand ist zweckmäßig mit einer Randoberfläche versehen, die auf einem Niveau angeordnet ist, welches ermöglicht, für eine Schnappverbindung die Federunterseite eines komplementären Paneels über die Randoberfläche gleitend zu bewegen und dabei die Federoberseite des Federprofils mit dem Freischnitt an der Innenseite der oberen Nutwand in Kontakt zu bringen. Die Federoberseite ist durch den Kontakt an der oberen Nutwand abgestützt, was der weiteren Fügebewegung nützt. Das Federprofil wird bei der weiteren Fügebewegung vorwärts tiefer in das Nutprofil hineinbewegt, wobei die Absatzfläche des Federprofils gegen die Randoberfläche des Halterandes der unteren Nutwand drückt und die untere Nutwand elastisch nach unten in Richtung der Paneelunterseite biegt. An der Federoberseite ist das Federprofil an der Innenseite der starken oberen Nutwand abgestützt. Die obere Nutwand ist aufgrund ihrer geringeren distalen Erstreckung sowie weniger nachgiebig als die untere Nutwand. Außerdem ist die Wandstärke der oberen Nutwand stärker als die Wandstärke der unteren Nutwand, was die gewünschte höhere Steifigkeit der oberen Nutwand im Vergleich zur unteren Nutwand begünstigt.
  • Des Weiteren ist die Randoberfläche zweckmäßig mit einer Neigung versehen, welche an die Neigung der Absatzfläche der Federunterseite angepasst ist, beziehungsweise mit der Neigung der Auflagefläche der unteren Nutwand identisch ist. Dies gewährleistet, dass zu Beginn der translatorischen Fügebewegung die Absatzfläche der Federunterseite flächigen Kontakt mit der Randoberfläche hat und gleichmäßig Druck auf die Randoberfläche ausgeübt werden kann, um die elastische Biegung der unteren Nutwand zu beginnen.
  • Die Federunterseite kann zwischen ihrer Tragefläche und ihrer Absatzfläche eine konkave Kontur aufweisen, wobei im zusammengefügten Zustand zweier Paneele zwischen der konkaven Kontur und der unteren Nutwand ein Freiraum ausgebildet ist. Die konkave Kontur begünstigt den Beginn der Fügebewegung. Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass für den Beginn der Fügebewegung zunächst die Federunterseite nur auf dem Halterand abgelegt wird. Dabei wurde nun gefunden, dass die Federunterseite so ungünstig geneigt sein kann, dass sie bereits ganz zu Beginn der Fügebewegung, wenn sie nur auf der Randoberfläche des Halterands abgelegt worden ist, dort herabrutschen kann. Bei einem langen Paneel kann es schwierig sein, die Federunterseite auf ganzer Länge des Paneels richtig auf dem Halterand abzulegen. Die konkave Kontur in diesem Bereich an der Federunterseite begünstigt es, das Federprofil auf dem Halterand einfach und sicher abzulegen und einem Herabrutschen von dem Halterand entgegenzuwirken.
  • Des Weiteren ergibt sich aufgrund der konkaven Kontur an der Federunterseite ein Freiraum zur unteren Nutwand. Der Freiraum begünstigt, dass die Flächenpaarung aus Tragefläche/Stützfläche aneinander anliegen kann sowie gleichzeitig auch die Paarung aus Absatzfläche/Auflagefläche flächig aneinander anliegen kann. Der Freiraum lässt darüber hinaus Platz für Partikel, die allenthalben auf der unteren Nutwand auftreten können. Solche Partikel könnten die Anlage der vorgenannten Flächenpaarungen stören und die Funktionalität der Verriegelung beeinträchtigen.
  • Im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten können zwischen Nutprofil und Federprofil mindestens drei Paarungen aus Kontaktflächen gebildet sein. Eine Kontaktflächenpaarung besteht aus der Anlagefläche der Federoberseite gepaart mit der Innenfläche der oberen Nutwand. Mindestens eine zweite Kontaktflächenpaarung besteht aus der Absatzfläche der Federunterseite gepaart mit der Auflagefläche der unteren Nutwand. Eine dritte Kontaktflächenpaarung kann aus der Tragefläche der Federunterseite gepaart mit der Stützfläche der unteren Nutwand bestehen. Im zusammengefügten Zustand zweier Paneele ist zwischen jeder der genannten Kontaktflächenpaarungen ein Freiraum gebildet.
  • Für ein Paneel mit einer unteren Nutwand, die aufgrund ihrer Wanddicke für eine Schnappverbindung zu unnachgiebig wäre, kann unterhalb des Nutgrundes des Nutprofils im Bereich des proximalen Endes der unteren Nutwand an der Paneelunterseite ein Schlitz vorgesehen sein, der sich parallel zur Paneelkante erstreckt, um die Nachgiebigkeit der unteren Nutwand zu erhöhen. Zweckmäßig hat der Schlitz einen gerundeten Boden, was Kerbspannungen reduziert. Der Schlitz kann parallele Seitenwände umfassen oder der Schlitz kann einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt haben.
  • Nachstehend ist die Erfindung in einer Zeichnung beispielhaft veranschaulicht und anhand mehrerer Ausführungsbeispiele detailliert beschrieben. Es zeigen:
    • 1 ein Paneel gemäß dem Stand der Technik,
    • 2 einen oberen Teilbereich des bekannten Paneels gemäß 1,
    • 3 einen unteren Teilbereich des bekannten Paneels gemäß 1,
    • 4 einen Ausschnitt des oberen Teilbereichs eines erfindungsgemäßen Paneels, beziehungsweise dessen komplementäre Paneelkanten in einem miteinander verriegelten Zustand,
    • 5 einen Ausschnitt gemäß 4 mit einer alternativen Gestaltung des oberen Teilbereichs eines erfindungsgemäßen Paneels,
    • 6 einen Ausschnitt gemäß 4 mit einer weiteren alternativen Gestaltung des oberen Teilbereichs eines erfindungsgemäßen Paneels,
    • 7 ein Ausschnitt zweier komplementärer Paneelkanten, die an einem erfindungsgemäßen Paneel vorgesehen sein können,
    • 8 eine Weiterbildung des Paneels gemäß 7,
    • 9 ein Ausschnitt einer weiteren Ausführung mit Darstellung zweier für eine Schwenkverriegelung vorgesehener komplementärer Paneelkanten, die an einem erfindungsgemäßen Paneel vorgesehen sein können,
    • 10 ein Ausschnitt einer weiteren Ausführung mit Darstellung zweier für eine Schnappverriegelung vorgesehener komplementärer Paneelkanten, die an einem erfindungsgemäßen Paneel vorgesehen sein können,
    • 11 ein Ausschnitt einer weiteren Ausführung mit Darstellung zweier für eine Schnappverriegelung vorgesehener komplementärer Paneelkanten, die an einem erfindungsgemäßen Paneel vorgesehen sein können.
  • Die 1 bis 3 zeigen ausschnittsweise ein Paneel gemäß dem Stand der Technik WO97/47834 A1 . In 1 sind die Paneelkanten 1 und 2 zweier Paneele 1' und 2' im zusammengefügten Zustand dargestellt. Die Paneelkanten sind formschlüssig miteinander verriegelt. Mit einer horizontalen Strich-Punkt-Linie S ist in 1 die Unterteilung der Paneelkanten in einen oberen Teilbereich A und einen unteren Teilbereich B vermerkt. Im oberen Teilbereich A ist die Gestaltung einer Fuge 3 zu sehen; bei diesem Stand der Technik wird auf eine vertiefte Fuge verzichtet. Stattdessen ist eine durchgehend ebene Gesamtoberfläche an den aneinandergrenzenden Paneelkanten 1 und 2 gebildet.
  • In 2 ist ausschnittsweise nur der obere Teilbereich A der Paneelkanten 1 und 2 gemäß 1 gezeigt und 3 stellt ausschnittsweise nur den unteren Teilbereich B der Paneelkanten 1 und 2 dar, der hier mit Verriegelungsmitteln in Form eines Nutprofils an der Paneelkante 1 und eines komplementären Federprofils an der Paneelkante 2 versehen ist.
  • Anhand der 4 bis 6 sind Ausführungsbeispiele für den oberen Teilbereich A anhand zusammengefügter komplementärer Paneelkanten gezeigt, die eine vertiefte Fuge 3 ergeben. An der rechts dargestellten Paneelkante 2 der 4 bis 6 ist jeweils eine große Kantenbrechung 4 in Form einer Fase 4' vorgesehen, die in einem Winkel α angeordnet ist, und an der links dargestellten Paneelkante 1 ist jeweils eine kleine Kantenbrechung 5 in Form einer Fase 5' im Winkel β angeordnet. Die Winkel α und β können den gleichen Winkelbetrag haben oder voneinander um einen Betrag von ± 5° abweichen. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt der Winkel α = 30° und der Winkel β beträgt 35°.
  • Die Paneelkante 1 mit der kleineren der beiden Kantenbrechungen hat einen keilförmigen Vorsprung 6 an dem unterhalb der kleineren Kantenbrechung 5 eine hinterschnittene Gegenfläche 7 angeordnet ist. Die Gegenfläche 7 dient als Kontaktfläche für den überdeckten Teil der größeren Kantenbrechung 4. Zweckmäßig hat also der überdeckte Teil der größeren Kantenbrechung 4 Kontakt mit der hinterschnittenen Gegenfläche 7. Dies verbessert die Geschlossenheit der Fuge 3 und wirkt dem Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit entgegen.
  • Wegen des oben erwähnten Winkels α = 30° der kleineren Kantenbrechung 5 und des Winkel β = 35° der größeren Kantenbrechung 4 ist bewirkt, dass die Gegenfläche 7 stets an ihrem oberen Ende mit der Fase 4' der größeren Kantenbrechung 4 in Kontakt kommt, welche auf diese Weise dicht verschlossen ist.
  • An der Paneelkante 2 mit der größeren Kantenbrechung 4 ist unterhalb der Kantenbrechung eine stumpfe Stoßfläche 8 vorgesehen. Die komplementäre Paneelkante 1 mit der kleineren Kantenbrechung 5 hat unterhalb des keilförmigen Vorsprungs 6 beziehungsweise unterhalb der hinterschnittenen Gegenfläche 7 eine Gegenstoßfläche 9, welche im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneele 1' und 2' mit der stumpfen Stoßfläche 8 in Kontakt kommt. Die stumpfe Stoßfläche und die Gegenstoßfläche 9 sind so hergerichtet, dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten ein keilförmiger Spalt 10 zwischen der stumpfen Stoßfläche 8 und der Gegenstoßfläche 9 gebildet ist. Die Spitze des Spaltes 10' ist dabei nach oben zur Paneeloberfläche 11/12 gerichtet. Dieser keilförmige Spalt begünstigt eine relative Bewegung zweier zusammengefügter verriegelter Paneele. Wenn die verriegelten Paneelkanten 1 und 2 zweier Paneele als Drehpunkt wirken, kann sich in der Gesamtoberfläche zwischen den beiden Paneelen ein Knick bilden. Dies kommt beispielsweise dann vor, wenn die Paneele 1' und 2' auf einem unebenen Untergrund liegen und insbesondere wenn die Paneele auf einem Untergrund mit einem Buckel liegen. Dann können zwei verriegelte Paneele relativ zueinander eine Position einnehmen, bei der ihre Paneeloberflächen einen Winkel > 180° zueinander einnehmen. In diesem Fall schafft der zwischen der stumpfen Stoßfläche und der Gegenstoßfläche 9 vorgesehene keilförmige Spalt 10 eine Entlastung, weil er innerhalb der verriegelten Paneelkanten 1 und 2 Platz für die erforderliche Winkelbewegung der Paneelkanten schafft. Die stumpfe Stoßfläche 8 und die Gegenstoßfläche 9 behalten an ihren oberen Enden Kontakt, so dass auf diese Weise einer Öffnung der Fuge entgegengewirkt wird.
  • Der keilförmige Spalt 10 hat in 4 einen Keilwinkel von 6° und ist zum Lot auf der Paneeloberfläche symmetrisch angeordnet. In 5 beträgt der Keilwinkel 4° und seine Mittelachse M liegt um + 2° aus dem Lot auf der Paneeloberfläche 11/12. In 6 beträgt der Keilwinkel wiederum 4° und seine Mittelachse liegt um - 2° aus dem Lot auf der Paneeloberfläche 11/12.
  • Die obigen Ausführungsbeispiele für die oberen Teilbereiche A der Paneelkanten mit den vertieften Fugen zwischen den aneinandergrenzenden Paneelkanten können beliebig kombiniert werden mit unterschiedlich gestalteten unteren Teilbereichen B der Paneelkanten, welche dazu hergerichtet sind, die Funktion der formschlüssigen Verriegelung beizutragen.
  • Ein erstes Ausführungsbeispiel für eine Kombination von oberem Teilbereich A und unterem Teilbereich B ist in 7 dargestellt. Es zeigt ausschnittsweise komplementäre Paneelkanten lund 2 im zusammengefügten verriegelten Zustand. Deren oberer Teilbereich A ist so gestaltet, wie in 4 vorgeschlagen, wobei aber darauf Wert gelegt wird, das jede andere Gestaltung des oberen Teilbereichs ebenfalls möglich ist, beispielsweise die gemäß dem Stand der Technik, wie in den 1 und 2 dargestellt. Für alle noch folgenden Ausführungsbeispiele, die den unteren Teilbereich weiterbilden, gilt dies gleichermaßen. In 7 ist der untere Teilbereich B der Paneelkanten 1 und 2 mit Verriegelungsmitteln V versehen, welche zwei zusammengefügte Paneelkanten in vertikaler und horizontaler Richtung verriegeln. Für die vertikale Verriegelungswirkung ist in diesem Ausführungsbeispiel ein separates Sperrelement 13 vorgesehen, das federelastische Eigenschaften hat. Das separate Sperrelement kann so ausgestaltet sein, wie die federelastischen Sperrelement-Ausführungen in der EP 1 415 056 B1 oder in der WO 2011/087425 A1 .
  • Für die horizontale Verriegelungswirkung sind gemäß 7 im unteren Teilbereich B der Paneelkanten 1 und 2 einstückig mit einem Paneelkern 14 beziehungsweise 15 gefertigte komplementäre Hakenprofile H vorgesehen, nämlich ein Aufnahmehaken 16 mit einem Hakenrand 17 und einer nach oben offenen Aufnahmeausnehmung 18 sowie einen Arretierhaken 19, der einen Arretierabsatz 20 und eine nach unten offene Arretierausnehmung 21 hat. Die Aufnahmeausnehmung 18 ist dazu hergerichtet, den Arretierabsatz 20 des Arretierhakens aufzunehmen.
  • Beide Hakenprofile haben je eine einstückig am Paneelkern 14 beziehungsweise 15 ausgebildete Haltefläche 22 beziehungsweise 23, mittels derer die Verriegelungswirkung gegen das Auseinanderbewegen der Paneele 1' und 2' innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten erzielbar ist (horizontal). Der Aufnahmehaken 16 ist einer Paneelunterseite 24 zugewandt und ragt an der Paneelunterseite distal von der Paneelkante 2 hervor. Die Haltefläche 22 des Aufnahmehakens 16 ist an einer proximalen Seite des Hakenrandes 17 vorgesehen. Die Flächennormale der Haltefläche ist zum Paneelkern 15 des Paneels 2' gerichtet. Ebenso hat der Arretierhaken 19 die Haltefläche 23 an einer proximalen Seite des Arretierabsatzes 20 angeordnet und ihre Flächennormale ist zum Paneelkern 14 des Paneels 1' gerichtet.
  • Der Arretierabsatz 20 hat im vorliegenden Beispiel an einer Absatzunterseite 25 eine distale Absatzfläche 26, welche einen Boden 27 der Aufnahmeausnehmung 18 berührt, sowie eine proximale Materialaussparung 28, die seitlich bis an die Haltefläche 23 des Arretierabsatzes 20 heranreicht. Die Materialaussparung 28 nützt einer guten Anlage der Halteflächen 22/23 von Arretierabsatz 20 und Hakenrand 17.
  • Die Fügebewegung verläuft für diese mit Hakenprofilen H versehene Ausführung des Paneels in einer Richtung senkrecht zur Paneelebene (vertikal). Für die kleine Kantenbrechung 5 ist zweckmäßig der keilförmige Vorsprung 6 am Arretierhaken 19 vorgesehen. Die Oberseite des keilförmigen Vorsprungs 6 bildet die kleine Kantenbrechung 5 und seine Unterseite umfasst die hinterschnittene Gegenfläche 7, welche als Kontaktfläche für den überdeckten Teil der größeren Kantenbrechung 4 dient, die am Aufnahmehaken 16 vorgesehen ist.
  • Das separate Sperrelement 13 ist zu Beginn einer Fügebewegung nur an der Paneelkante 2 gelagert. Es hat ein distal hervorstehendes Einrastmittel 29. Das Einrastmittel kann während der Fügebewegung automatisch in eine seitliche Rastausnehmung 30 einrasten, die an der komplementären Paneelkante 1 vorgesehen ist.
  • Eine Abwandlung des vorgenannten Ausführungsbeispiels ist in 8 gezeigt, die bis auf ein Detail dem Ausführungsbeispiel der 7 entspricht. Im Unterscheid zu 7 ist gemäß 8 die am Arretierhaken 19 unterhalb der kleineren Kantenbrechung 5 vorgesehene Gegenstoßfläche 9 modifiziert. Der Querschnitt des ganzen Arretierhakens 19 ist in 8 als gestrichelte Linie gezeichnet und zeigt seine neutrale Gestalt, so als wäre er nicht mit dem Aufnahmehaken zusammengefügt. Dabei zeigt sich, dass die gestrichelte Linie im Bereich der Gegenstoßfläche 9 den Querschnitt des komplementären Aufnahmehakens 16 überschneidet/überdeckt und zwar dort, wo dieser seine stumpfe Stoßfläche 8 hat. Das Maß an Überdeckung 31 ist in 8 der besseren Erkennbarkeit wegen übertrieben dargestellt. In der Praxis handelt es sich um Hundertstel- bis wenige Zehntel- Millimeter maximaler Tiefe der Überdeckung 31. Die Überdeckung bewirkt in der Praxis eine Pressung der zusammengefügten Paneelkanten zwischen Stoßfläche 8 und Gegenstoßfläche 9.
  • Diese erwünschte Pressung findet im oberen Bereich der Stoßfläche 8 und der Gegenstoßfläche 9 statt. Dafür ist die Gestaltung so hergerichtet, dass sich das Maß der Überdeckung über die halbe Höhe (X/2) des Bereiches (X) der Paneelkanten erstreckt, den die Stoßfläche 8 und die Gegenstoßfläche 9 einnehmen.
  • Eine weitere Ausführung eines erfindungsgemäßen Paneels mit komplementären Paneelkanten 1 und 2 ist in 9 dargestellt. Hier handelt es sich um ein Paneel, bei dem der untere für die Verriegelungswirkungen (horizontal/vertikal) vorgesehene Teilbereich B der Paneelkanten mit einem Nutprofil 32 an der Paneelkante 1 versehen ist sowie mit einem dazu komplementären Federprofil 33 an der Paneelkante 2. Das Nutprofil 32 hat eine obere Nutwand 34 und eine untere Nutwand 35. 9 zeigt die Ausschnitte der beiden identischen Paneelkanten 1 und 2 im zusammengefügten Zustand. Im oberen Teilbereich A ergibt dieser Typ Paneel eine Gestaltung gemäß 4, mit einer V-Fuge 3, die eine große Kantenbrechung 4 sowie eine kleine Kantenbrechung 5 aufweist, wobei die große Kantenbrechung 4 teilweise von der kleinen Kantenbrechung 5 ) überdeckt ist. Auch hier wird darauf Wert gelegt, dass alternativ jede andere Gestaltung des oberen Teilbereichs A vorgesehen sein kann, beispielsweise diejenige gemäß dem Stand der Technik, wie in den 1 und 2 zu sehen. Das Nutprofil 32 und das komplementäre Federprofil 33 im unteren Teilbereich B dieser Paneelkanten sind für eine Schwenkverriegelung vorgesehen. Für die Schwenkverriegelung wird das Paneel 2' mit dem Federprofil 33 in einem Schwenkwinkel γ positioniert, um das freie Ende des Federprofils 33 zwischen die Nutwände 34 und 35 des Nutprofils 32 einzufügen, wie mit dem als gestrichelte Linie in 9 eingezeichnetem Federprofil 33' verdeutlicht. Anschließend kann die Verriegelung einfach hergestellt werden, indem das zunächst aufwärts geschwenkte Paneel herabgeschwenkt wird in die Ebene des Paneels 1' mit dem komplementären Nutprofil 32.
  • Die untere Nutwand 35 des Nutprofils 32 tritt distal weiter von der Paneelkante 1 hervor als die obere Nutwand 34. Außerdem hat die untere Nutwand 35 an ihrem freien Ende einen Halterand 36, wobei an einer proximalen Seite des Halterands eine Haltefläche 37 vorgesehen ist, welche einem horizontalen Auseinanderbewegen verriegelter Paneele entgegenwirkt. Die Haltefläche 37 ist als schräge Ebene ausgebildet, welche zum Nutgrund 38 des Nutprofils 32 hin abfällt, wobei eine zur Haltefläche des Nutprofils 32 komplementäre Haltefläche 39 des Federprofils 33 an der Federunterseite 40 ebenfalls als schräge Ebene ausgebildet ist, die im zusammengefügten Zustand an der Haltefläche 37 des Nutprofils flächig anliegt. Die Haltefläche 37 des Nutprofils hat also eine Flächennormale, die zum Paneelkern 14 des Paneels 1' gerichtet ist. Der Halterand 36 der unteren Nutwand 35 des Nutprofils 32 hat außerdem eine Höhe R, die es nicht gestattet, ein Paneel mit dem Federprofil 33 voran horizontal über den Halterand 36 zu bewegen und das freie Ende des Federprofils 33 auf dem Weg einer Schnappverriegelung zwischen die Nutwände 34 und 35 des Nutprofils 32 positioniert zu bekommen.
  • An der Federunterseite 40 ist eine ebene untere Absatzfläche 41 vorgesehen, die parallel zur Paneeloberfläche 11 ausgerichtet ist. Passend dazu hat das Nutprofil 32 an seiner unteren Nutwand 35 eine ebene Auflagefläche 42 für die Absatzfläche 41 des Federprofils 33, die gleichfalls eben und zur Paneeloberfläche 12 parallel ausgerichtet ist.
  • Zwecks guter Verriegelung in vertikaler Richtung ist an der Federoberseite 43 eine Anlagefläche 44 vorgesehen, die ihrerseits parallel zur Paneeloberfläche 12 ausgerichtet ist. Für diese Anlagefläche der Federoberseite ist eine komplementäre Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34 des Nutprofils vorgesehen, die zur Paneeloberfläche 11 parallel angeordnet ist.
  • Die Anlagefläche 44 der Federoberseite hat ein distales Ende 44a und ein proximales Ende 44b. Ebenso hat die Absatzfläche 41 der Federunterseite ein distales Ende 41a und ein proximales Ende 41b. Zwischen dem distalen Ende 41a der Absatzfläche und dem proximalen Ende 44b der Anlagefläche 44 ist gemäß 9 ein Abstand D vorgesehen.
  • Für eine Verbesserung der Stabilität des Nutprofils 32 ist die untere Nutwand 35 aus der Ebene der Auflagefläche 42 zum Nutgrund 38 hin mit einem Anstieg 46 ausgestaltet. Dadurch ist im proximalen Bereich der unteren Nutwand 35, dort wo sie aus dem Paneelkern 14 hervortritt, ihre Wandstärke größer. Der Übergang von größerer Wandstärke der unteren Nutwand zu geringer Wandstärke ist kontinuierlich, was ebenfalls der Festigkeit der unteren Nutwand 35 zuträglich ist.
  • Innerhalb der Verriegelung gemäß 9 sind Paare von Kontaktflächen zu erkennen, wobei jeweils eine Fläche des Nutprofils 32 in Kontakt ist mit einer zugeordneten Fläche des komplementären Federprofils 33. Von oben nach unten durch die Verriegelung beginnt dies mit einer ersten Kontaktflächenpaarung, die gebildet ist aus der stumpfen Stoßfläche 8 an der Paneelkante 2 mit dem Federprofil 33 und der Gegenstoßfläche 9 an der Paneelkante 1 mit dem Nutprofil 32. Als zweite Kontaktflächenpaarung folgt die Paarung bestehend aus der horizontalen Anlagefläche 44 der Federoberseite 43 und der Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34. Zwischen den beiden erstgenannten Kontaktflächenpaarungen ist ein Freiraum 47 vorhanden. Als dritte Kontaktflächenpaarung folgt die Paarung bestehend aus der Absatzfläche 41 der Federunterseite und der Auflagefläche 42 der unteren Nutwand 35. Zwischen der zweiten und der dritten Kontaktflächenpaarung ist ebenfalls ein Freiraum 48 vorhanden, der sich am Nutgrund 38 und zwischen der Federunterseite und der unteren Nutwand 35 erstreckt. Eine vierte Kontaktflächenpaarung folgt, bestehend aus der an der Federunterseite vorgesehenen Haltefläche 39 und der an dem Halterand 36 der unteren Nutwand 35 vorgesehenen Haltefläche 37. Zwischen der dritten und der vierten Kontaktflächenpaarung ist wiederum ein Freiraum 49 vorgesehen.
  • Noch ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Paneels ist in 10 dargestellt. Es weist ein Nutprofil 32 und ein komplementäres Federprofil 33 auf, welche so ausgelegt sind, dass sie sich für eine Schnappverriegelung eignen, bei der verriegelt wird durch eine ebene Verschiebung zweier identischer Paneele 1' und 2' mit den Paneelkanten 1 und 2 frontal aufeinander zu.
  • Das Federprofil 33 weist gemäß 10 an seiner Federunterseite proximal eine untere Absatzfläche 41 auf und distal (nah am freien Ende des Federprofils) ist am Federprofil 33 eine Tragefläche 50 vorgesehen. Das komplementäre Nutprofil 32 hat an einer unteren Nutwand 35 eine Stützfläche 51 zwecks Abstützung der Tragefläche 50 des Federprofils. Für die Absatzfläche 41 des Federprofils 33 hat das Nutprofil 32 eine passende Auflagefläche 42.
  • Zwecks guter Verriegelung in vertikaler Richtung ist an der Federoberseite 43 eine Anlagefläche 44 vorgesehen, die ihrerseits parallel zur Paneeloberfläche 12 ausgerichtet ist. Für diese Anlagefläche 44 ist eine komplementäre Innenfläche 45 an der oberen Nutwand 34 des Nutprofils 32 vorgesehen, die parallel zur Paneeloberfläche 11 angeordnet ist.
  • Um bei der Herstellung der Schnappverriegelung den Formschluss zwischen dem Nutprofil 32 und dem Federprofil 33 herstellen zu können, muss insbesondere das Nutprofil 32 eine ausreichende elastische Verformung gestatten und ertragen können.
  • A190 Die Tragefläche 50 des Federprofils 33 sowie auch die zugeordnete Stützfläche 51 des Nutprofils 32 sind zweckmäßig zur Paneeloberfläche 11/12 parallel angeordnet. Dabei ist die Stützfläche 51 gemäß 10 in einem Bereich der unteren Nutwand 35 angeordnet, welcher der oberen Nutwand 34 gegenüberliegt.
  • Wenn sich auf der Paneeloberfläche 11 im Bereich verriegelter Paneelkanten eine Last befindet, die einen Druck auf die oberen Nutwand 34 ausübt, dann wird über die Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34 die Kraft auf die Anlagefläche 44 der Federoberseite übertragen und durch das Federprofil 33 hindurch nach unten zur Federunterseite geleitet. An der Federunterseite wird die Kraft von deren Tragefläche 50 in die Stützfläche 51 der unteren Nutwand 35 übertragen, die ihrerseits die Kraft weiter nach unten in einen Untergrund ableitet, auf dem das Paneel 1' aufliegt.
  • A200 Die an dem Nutprofil 32 vorgesehene Auflagefläche 42 für die untere Absatzfläche 41 des Federprofils 33 ist in dem Bereich der unteren Nutwand 35 angeordnet, welcher gegenüber der oberen Nutwand 34 distal weiter von der Paneelkante 1 hervorragt.
  • A210 Die für die untere Absatzfläche 41 des Federprofils 33 an dem Nutprofil 32 vorgesehene Auflagefläche 42 ist gemäß 10 eben ausgebildet. Sie ist darüber hinaus mit einer in distaler Richtung abwärts gerichteten Neigung ausgebildet. Die Neigung liegt bevorzugt in einem Winkelbereich von 2° - 10° gegenüber der Paneeloberfläche 11. Die Neigung hat ihre Bewandnis im Zusammenwirken mit der Gestaltung der Unteren Nutwand im Bereich von deren freiem Ende, wie unten näher erläutert ist.
  • A220 Für das Paneel gemäß 10 ist die an der Federoberseite vorgesehene Anlagefläche 44 relativ zur Paneeloberfläche 11 parallel angeordnet. Die dazu komplementäre Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34 des Nutprofils 32 ist zur Paneeloberfläche 12 parallel angeordnet.
  • Die Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34, die dem Kontakt mit der Federoberseite dient, ist in 10 größer als die Stützfläche 51 an der unteren Nutwand 35, welche an der Federunterseite den Kontakt mit dem Federprofil 33 schafft. Gleichfalls ist die Tragefläche 50 an der Federunterseite kleiner als die an der Federoberseite vorgesehene Anlagefläche 44.
  • Eine von der Paneeloberfläche eingeleitete Kraft wird von der oberen Nutwand 34 über ein erstes Flächenpaar nach unten in das Federprofil 33 übertragen. Das erste Flächenpaar besteht aus der Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34 und der Anlagefläche 44 der Federoberseite. Anschließend wird die Kraft aus dem Federprofil 33 weiter nach unten übertragen mittels eines zweiten Flächenpaares bestehend aus der Tragefläche 50 der Federunterseite und der Stützfläche 51 der unteren Nutwand 35. Die Größe der Kontaktfläche des zweiten Flächenpaares ist geringer als die Größe der Kontaktfläche des ersten Flächenpaares. Die verringerte Kontaktfläche des zweiten Flächenpaares dient der Verbesserung der Festigkeit der unteren Nutwand 35.
  • A230 Vorzugsweise ist die Mitte der Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34 näher zum Nutgrund 38 angeordnet als die Mitte der Stützfläche 51 der unteren Nutwand 35. Dies dient ebenfalls der Verbesserung der Festigkeit der unteren Nutwand 35.
  • A240 Das Nutprofil 32 hat an der Innenseite der oberen Nutwand 34 zu deren freiem Ende hin einen Freischnitt 52, der gemäß 10 als eine schräge Freischnittfläche 52' ausgebildet ist. Dieser Freischnitt ist so hergerichtet, dass die Weite des Nutprofils 32 zum freien Ende zunimmt. Auf diese Weise ist eine erweiterte Eintrittsöffnung 53 in den Nutquerschnitt des Nutprofils 32 gebildet. Für ein translatorisch in Richtung des Nutprofils 32 bewegtes Federprofil 33 wirkt die erweiterte Eintrittsöffnung 53, wie ein Trichter. Das Federprofil 33 wird in das Nutprofil 32 hinein „getrichtert“. Dabei bekommt es zuerst an seiner Federoberseite Kontakt mit der Freischnittfläche 52' der oberen Nutwand 34.
  • A250 Das freie Ende des Federprofils 33 ist als stumpfer keilförmiger Querschnitt ausgebildet, wobei eine obere Keilfläche 54 eine Führung und Zentrierung entlang der schrägen Freischnittfläche 52' der oberen Nutwand 34 ermöglicht, um das Einfügen des Federprofils 33 in das Nutprofil 32 zu erleichtern.
  • A260 Die an der Federunterseite vorgesehene untere Keilfläche 55 ist länger und schafft einen größeren Freischnitt als die obere Keilfläche 54. Der größere Freischnitt an der Federunterseite dient dazu, Platz für die untere Nutwand 35 zu schaffen, die in diesem Bereich einen Anstieg 56 aufweist und dadurch verstärkt ist, d.h. die untere Nutwand 35 ist zum Nutgrund hin mit einer zunehmenden Wandstärke ausgeführt.
  • A270 Am freien Ende der unteren Nutwand 35 ist ein Halterand 57 vorgesehen, dessen Gestaltung dazu hergerichtet ist, mit der Absatzfläche 41 des Federprofils 33 gut zusammenzuwirken.
  • Der Halterand 57 ist mit einer Randoberfläche 58 versehen, die auf einem Niveau angeordnet ist, welches ermöglicht, für eine Schnappverbindung die Federunterseite eines komplementären Paneels 2' über die Randoberfläche 58 gleitend zu bewegen und dabei die Federoberseite des Federprofils 33 mit der Freischnittfläche 52' an der Innenseite der oberen Nutwand 34 in Kontakt zu bringen. Die Federoberseite ist durch den Kontakt an der oberen Nutwand 34 dann abgestützt, was der weiteren Fügebewegung nützt. Das Federprofil 33 wird bei der weiteren Fügebewegung vorwärts tiefer in das Nutprofil 32 hineinbewegt, wobei die Absatzfläche 41 des Federprofils 33 von oben gegen die Randoberfläche 58 des Halterandes 57 der unteren Nutwand 35 drückt. Die untere Nutwand 35 wird dadurch elastisch nach unten in Richtung der Paneelunterseite gebogen. An der Federoberseite ist das Federprofil 33 an der Innenseite der dickeren und stärkeren oberen Nutwand 34 abgestützt. Die obere Nutwand 34 ist aufgrund ihrer geringeren distalen Erstreckung weniger nachgiebig als die untere Nutwand 35. Außerdem ist die Wandstärke der oberen Nutwand 34 größer als die Wandstärke der unteren Nutwand 35, was die gewünschte höhere Steifigkeit der oberen Nutwand 34 im Vergleich zur unteren Nutwand 35 herstellt.
  • Für ein gutes Zusammenwirken mit der Absatzfläche 41, die eine Neigung von 2° - 10° gegenüber der Paneeloberfläche 11 hat, ist die Randoberfläche 58 mit einer passenden Neigung versehen, welche an die Neigung der Absatzfläche 41 der Federunterseite angepasst ist, beziehungsweise mit der Neigung der Auflagefläche 42 der unteren Nutwand 35 identisch ist. Dies gewährleistet, dass zu Beginn der translatorischen Fügebewegung die Absatzfläche 41 der Federunterseite flächigen Kontakt mit der Randoberfläche 58 hat und gleichmäßig Druck auf die Randoberfläche ausgeübt werden kann, um die elastische Biegung der unteren Nutwand 35 zu beginnen.
  • Des Weiteren ist an dem Halterand proximal eine Haltefläche 37 vorgesehen, deren Flächennormale zum Paneelkern 14 gerichtet ist. An einer proximalen Fläche der Federunterseite des Federprofils 33 ist eine Haltefläche 39 vorgesehen, die im zusammengefügten Zustand gemäß 10 mit der Haltefläche 37 der unteren Nutwand zusammenwirkt.
  • A280 Die Federunterseite weist zwischen ihrer Tragefläche 50 und ihrer Absatzfläche 41 eine konkave Kontur 59 auf. Im zusammengefügten Zustand zweier Paneele ist zwischen der konkaven Kontur 59 und der unteren Nutwand 35 ein Freiraum ausgebildet. Die konkave Kontur begünstigt den Beginn der Fügebewegung. Die Federunterseite lässt des Federprofils lässt sich auf dem Halterand einfach ablegen, ohne von dort gleich zu Beginn der Fügebewegung herabzurutschen.
  • Des Weiteren ergibt aufgrund der konkave Kontur an der Federunterseite und ein Freiraum 60 zur unteren Nutwand. Der Freiraum begünstigt, dass die Flächenpaarung aus Tragefläche/Stützfläche aneinander anliegen kann sowie gleichzeitig auch die Paarung aus Absatzfläche/Auflagefläche flächig aneinander anliegen kann. Der Freiraum lässt darüber hinaus Platz für Partikel, die allenthalben auf der unteren Nutwand auftreten können. Solche Partikel könnten die Anlage der vorgenannten Flächenpaarungen stören und die Funktionalität der Verriegelung beeinträchtigen.
  • A290 Im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten sind im unteren Teilbereich B der Paneelkanten zwischen dem Nutprofil 32 und dem Federprofil 33 mindestens drei Paarungen aus Kontaktflächen gebildet. Eine Kontaktflächenpaarung besteht aus der Anlagefläche 44 der Federoberseite gepaart mit der Innenfläche 45 der oberen Nutwand 34. Eine zweite Kontaktflächenpaarung besteht aus der Absatzfläche 41 der Federunterseite gepaart mit der Auflagefläche 42 der unteren Nutwand 35. Zwischen der ersten und zweiten Kontaktflächenpaarung ist ein Freiraum 48 vorgesehen. Eine dritte Kontaktflächenpaarung besteht aus der Tragefläche 50 der Federunterseite gepaart mit der Stützfläche 51 der unteren Nutwand 35. Zwischen der zweiten und dritten Kontaktflächenpaarung ist ein Freiraum 60 vorgesehen. Des Weiteren ist im Bereich der Freischnittfläche 52' ein Freiraum 61 vorgesehen, der vom unteren Teilbereich B zum oberen Teilbereich A übergeht. Ein weiterer kleiner Freiraum 62 ist zwischen den Kontaktflächenpaarungen 41/42 und der 37/39. Hier ist an der Federunterseite ein Radius zwischen der Absatzfläche 41 und der Haltefläche 39 vorgesehen, wobei dieser Radius etwas größer ist als ein Radius, der an der unteren Nutwand zwischen deren Auflagefläche 42 und der am Halterand 57 vorgesehen Haltefläche 37 ausgebildet ist. Der Freiraum 62 befindet sich zwischen den genannten unterschiedlich großen Radien.
  • Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Paneels ist in 11 dargestellt. Mit dem Paneel gemäß 11 soll eine Schnappverriegelung herstellbar sein, ebenso, wie mit dem Ausführungsbeispiel von 10. Die Gestaltung der Querschnitte von Federprofil und Nutprofil in 11 unterscheidet sich etwas von derjenigen in 10. Sie könnte aber auch in 11 identisch sein mit der Gestaltung, die in 10 dargestellt ist. Der Wesentliche Unterscheid in 11 besteht in der geänderten untere Nutwand 35, die dicker und stärker und weniger nachgiebig ist als jene in 10.
  • Unterhalb des Nutgrundes 38 des Nutprofils 32 ist im Bereich des proximalen Endes der unteren Nutwand 35 ein Schlitz 63 an der Paneelunterseite 24 vorgesehen, der die Nachgiebigkeit der unteren Nutwand 35 erhöht. Der Schlitz 63 erstreckt sich parallel zur Paneelkante 1. Dadurch ist die Nachgiebigkeit der unteren Nutwand 35 in einem Maße erhöht, dass eine Schnappverriegelung der komplementären Paneelkanten 1 und 2 möglich ist. Der Boden G des Schlitzes ist mit einem gerundeten Querschnitt ausgeführt, um Kerbspannungen zu minimieren und einer Rissbildung entgegenzuwirken.
  • Das freie Ende der unteren Nutwand 35 ist mit einer abgestuften Kontur 64 mit mehreren Fasen 65, 66 und 67 versehen. Zwischen den Fasen beziehungsweise angrenzend an diese liegenden stumpfe Außenflächen 68, 69 und 70. Die Fase 67 ist die größte und sie reicht bis an die Paneelunterseite 24. Die Fasen sind spanabhebend mit einem einzigen Fräswerkzeug erzeugt. Das verwendete Fräswerkzeug verkörpert quasi die dargestellte abgestufte Kontur 64 des freien Endes der unteren Nutwand 35. Paneele können auf diese Weise in verschiedener Paneeldicken hergestellt werden, wobei die möglichen Paneeldicken zweckmäßig so gewählt sind, dass die jeweilige Paneelunterseite im Bereich einer der Fasen 65, 66 oder 67 liegt, welche die abgestufte Kontur 64 bietet.
  • Selbstverständlich kann die Gestaltung der Querschnitte von Federprofil und Nutprofil gemäß 11 also auch für ein dünneres Paneel vorgesehen sein. Es kann beispielsweise eine Paneeldicke haben, die dem Paneel in 10 entspricht. Die Paneelunterseite würde sich dann innerhalb der abgestuften Kontur 64 auf einem Niveau der Fase 65 befinden. Bei dieser geringen Paneeldicke fällt der Schlitz 63 weg.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Paneelkante
    1'
    Paneel
    2
    Paneelkante
    2'
    Paneel
    3
    Fuge
    4
    große Kantenbrechung
    4'
    große Fase
    5
    kleine Kantenbrechung
    5'
    kleine Fase
    6
    keilförmiger Vorsprung
    7
    Gegenfläche
    8
    stumpfe Stoßfläche
    9
    Gegenstoßfläche
    10
    keilförmiger Spalt
    10'
    Spitze des Spaltes
    11
    Paneeloberfläche
    12
    Paneeloberfläche
    13
    separates Sperrelement
    14
    Paneelkern
    15
    Paneelkern
    16
    Aufnahmehaken
    17
    Hakenrand
    18
    Aufnahmeausnehmung
    19
    Arretierhaken
    20
    Arretierabsatz
    21
    Arretierausnehmung
    22
    Haltefläche
    23
    Haltefläche
    24
    Paneelunterseite
    25
    Absatzunterseite
    26
    Absatzfläche
    27
    Boden (Aufnahmeausnehmung)
    28
    Materialaussparung
    29
    Einrastmittel
    30
    Rastausnehmung
    31
    Überdeckung
    32
    Nutprofil
    33
    Federprofil
    34
    obere Nutwand
    35
    untere Nutwand
    36
    Halterand
    37
    Haltefläche
    38
    Nutgrund
    39
    Haltefläche
    40
    Federunterseite
    41
    Absatzfläche
    41a
    distales Ende
    41b
    proximales Ende
    42
    Auflagefläche
    43
    Federoberseite
    44
    Anlagefläche
    44a
    distales Ende
    44b
    proximales Ende
    45
    Innenfläche
    46
    Anstieg
    47
    Freiraum
    48
    Freiraum
    49
    Freiraum
    50
    Tragefläche
    51
    Stützfläche
    52
    Freischnitt
    52'
    Freischnittfläche
    53
    Eintrittsöffnung
    54
    obere Keilfläche
    55
    untere Keilfläche
    56
    Anstieg
    57
    Halterand
    58
    Randoberfläche
    59
    konkave Kontur
    60
    Freiraum
    61
    Freiraum
    62
    Freiraum
    63
    Schlitz
    64
    abgestufte Kontur
    65
    Fase
    66
    Fase
    67
    Fase
    68
    stumpfe Außenfläche
    69
    stumpfe Außenfläche
    70
    stumpfe Außenfläche
    A
    oberer Teilbereich
    B
    unterer Teilbereich
    D
    Abstand
    G
    Boden
    H
    Hakenprofil
    M
    Mittelachse
    S
    Strich-Punkt-Linie
    α
    Winkel
    β
    Winkel
    γ
    Schwenkwinkel
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • WO 9747834 A1 [0003, 0043]
    • WO 2008/053333 [0003]
    • EP 1415056 B1 [0016, 0051]
    • WO 2011/087425 A1 [0016, 0051]

Claims (30)

  1. Paneel (1', 2') mit einem Paneelkern (14, 15), einer Paneeloberfläche (11, 12), einer Paneelunterseite (24) sowie mit wenigstens einem Kantenpaar einander gegenüberliegender komplementärer Paneelkanten (1, 2), die mit komplementären Verriegelungsmitteln (V) versehen sind, wobei die komplementären Verriegelungsmittel so gestaltet sind, dass im zusammengefügten Zustand zweier dieser Paneele unterhalb einer sichtbaren Fuge (3) mittels der zusammengefügten komplementären Verriegelungsmittel eine Verriegelungswirkung der Paneelkanten (1, 2) sowohl in einer Richtung senkrecht zur Paneeloberfläche erzielbar ist, als auch eine Verriegelungswirkung gegen ein Auseinanderbewegen der Paneele und zwar innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten erzielbar ist, mit der Maßgabe, dass die mit den komplementären Verriegelungsmitteln versehenen Paneelkanten bezogen auf die Dicke des Paneels einen oberen Teilbereich (A) und einen unteren Teilbereich (B) aufweisen, wobei im unteren Teilbereich (B) der Paneelkanten die komplementären Verriegelungsmittel angeordnet und ausgestaltet sind, wobei der obere Teilbereich (A) der Paneelkanten für die Gestaltung des oberen Fugenbereichs inklusive des sichtbaren Teils der Fuge (3) vorgesehen ist und zu dem Zweck der obere Teilbereich (A) an jeder Paneelkante des Kantenpaares eine Kantenbrechung (4, 5) aufweist, die im zusammengefügten Zustand zweier dieser Paneele eine vertiefte Fuge ausbildet, wobei im oberen Teilbereich der Paneelkanten die Kantenbrechungen der komplementären Paneelkanten unterschiedlich groß sind, und dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten die größere Kantenbrechung (4) überdeckt ist von der kleineren Kantenbrechung (5), dadurch gekennzeichnet, dass an einem unteren Ende der größeren Kantenbrechung (4) eine stumpfe Stoßfläche (8) vorgesehen ist.
  2. Paneel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im oberen Teilbereich (A) der Paneelkanten (1, 2) an jener Paneelkante mit der kleineren Kantenbrechung (5) eine Gegenstoßfläche (9) vorgesehen ist, die mit der stumpfen Stoßfläche (8) zusammenwirkt, die unterhalb der größeren Kantenbrechung (4) vorgesehen ist.
  3. Paneel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneelkante (1) mit der kleineren der beiden Kantenbrechungen unterhalb dieser kleineren Kantenbrechung (5) eine hinterschnittene Gegenfläche (7) für den überdeckten Teil der größeren Kantenbrechung (4) aufweist.
  4. Paneel nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenstoßfläche (9) so gestaltet ist, dass sie in ihrem oberen Bereich mit einem Übermaß versehen ist, so dass mit dem oberen Bereich der Gegenstoßfläche (9) im zusammengefügten Zustand eine Pressung gegen die stumpfe Stoßfläche (8) der komplementären Paneelkante (2) erzeugbar ist.
  5. Paneel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die stumpfe Stoßfläche (8) und die Gegenstoßfläche (9) so hergerichtet sind, dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten (1, 2) ein keilförmiger Spalt (10) zwischen der stumpfen Stoßfläche (8) und der Gegenstoßfläche (9) gebildet ist, dass die Spitze (10') des keilförmigen Spaltes (10) nach oben zur Paneeloberfläche (11, 12) weist.
  6. Paneel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten (1, 2) an der Spitze (10') des keilförmigen Spaltes (10) die stumpfe Stoßfläche (8) und die Gegenstoßfläche (9) einander berühren.
  7. Paneel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der keilförmige Spalt (10) einen Keilwinkel im Bereich von 0° - 10° und bevorzugt von 1° - 5° aufweist, und dass eine den Keilwinkel halbierende Mittelachse (M) des keilförmigen Spaltes (10) entweder lotrecht zur Paneeloberfläche (11, 12) angeordnet ist oder relativ zum Lot auf der Paneeloberfläche (11, 12) in einem Winkelbereich von ± 5° angeordnet ist.
  8. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Teilbereich (B) der komplementären Paneelkanten (1, 2) die komplementären Verriegelungsmittel (V) als komplementäre Hakenprofile (H) ausgebildet sind, nämlich einem nach oben offenen Aufnahmehaken (16) und einem nach unten offenen Arretierhaken (19), dass beide komplementären Hakenprofile einstückig am Paneelkern (14, 15) vorgesehene Halteflächen (22, 23) aufweisen, mittels derer die Verriegelungswirkung gegen das Auseinanderbewegen der Paneele innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten (1, 2) erzielbar ist, und dass für die Verriegelungswirkung in der senkrecht zur Paneeloberfläche (11, 12) liegenden vertikalen Richtung ein separates Sperrelement (13) vorgesehen ist.
  9. Paneel nach Anspruch 8, dadurch gekennzechnet, dass das separate Sperrelement (13) an einer der komplementären Paneelkanten (2) gelagert ist und ein Einrastmittel (29) aufweist, mit dem es in einer Rastausnehmung (30) der komplementären Paneelkante (1) einrastbar ist.
  10. Paneel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet , dass im unteren Teilbereich (B) der komplementären Paneelkanten (1, 2) Verriegelungsmittel (V) umfassend ein Nutprofil (32) und ein komplementäres Federprofil (33) vorgesehen sind, dass das Nutprofil (32) sowie das komplementäre Federprofil (33) Halteflächen (37, 39) aufweisen, mittels derer die Verriegelungswirkung gegen das Auseinanderbewegen der Paneele (1, 2) innerhalb der Paneelebene weg voneinander in einer Richtung senkrecht zu den verriegelten Paneelkanten erzielbar ist, und dass das Federprofil (33) an seiner Federoberseite eine Anlagefläche (44) und das Nutprofil (32) an einer oberen Nutwand (34) eine komplementäre Innenfläche (45) aufweist, womit im zusammengefügten Zustand die Verriegelungswirkung in der senkrecht zur Paneeloberfläche (11, 12) liegenden vertikalen Richtung erzielbar ist.
  11. Paneel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Nutwand (35) distal weiter von der Paneelkante (1) hervorragt als die obere Nutwand (34), dass am freien Ende der unteren Nutwand (35) ein Halterand (36) vorgesehen ist, und dass die Haltefläche (37) für die Verriegelungswirkung gegen ein Auseinanderbewegen der Paneele in der Paneelebene, an dem Halterand (36) vorgesehen ist.
  12. Paneel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Nutprofil (32) und das Federprofil (33) für eine Schnappverrieglung hergerichtet sind, bei der durch eine ebene Verschiebung zweier identischer Paneele (1', 2') mit den Paneelkanten (1, 2) senkrecht aufeinander zu verriegelt wird und/oder so hergerichtet sind, dass ein Paneel (1', 2') mit einem identischen Paneel durch eine Schwenkbewegung verriegelbar ist, in dem das Paneel in einer schrägen Ebene relativ zur Paneelebene des identischen anderen Paneels angesetzt und das Federprofil (33) durch anschließendes Schwenken des schräg angesetzten Paneels in die Ebene des anderen Paneels mit dessen Nutprofil (32) verriegelbar ist (Schwenkverrieglung).
  13. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Halteflächen (37) für die Verriegelungswirkung gegen das ebene Auseinanderbewegen der Paneele an der unteren Nutwand (35) des Nutprofils (32) angeordnet ist und dass sich diese Haltefläche in dem Bereich der unteren längeren Nutwand (35) befindet, welche sich distal über die Länge der oberen Nutwand (34) hinaus erstreckt, dass diese Haltefläche (37) als schräge Ebene ausgebildet ist, welche zum Nutgrund (38) des Nutprofils (32) hin abfällt, und dass die zur Haltefläche (37) des Nutprofils komplementäre Haltefläche (39) des Federprofils (33) an der Federunterseite (40) ebenfalls eine schräge Ebene ist, die im zusammengefügten Zustand an der Haltefläche (37) des Nutprofils (32) flächig anliegt.
  14. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet , dass das Nutprofil (32) und das Federprofil (33) für eine Schwenkverrieglung hergerichtet sind, dass an der Federunterseite (40) eine ebene untere Absatzfläche (26) vorgesehen ist, die parallel zur Paneeloberfläche (12) ausgerichtet ist, und dass das Nutprofil (32) an einer unteren Nutwand (35) eine Auflagefläche (42) für die Absatzfläche (26) des Federprofils (33) hat, wobei die Auflagefläche (42) gleichfalls eben und zur Paneeloberfläche parallel ist.
  15. Paneel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichne t, dass die der Federoberseite vorgesehene Anlagefläche (44) parallel zur Paneeloberfläche (12) ausgebildet ist und die komplementäre Innenfläche (45) der oberen Nutwand (34) des Nutprofils (32) zur Paneeloberfläche (11) parallel angeordnet ist.
  16. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 15, dadurch gekennzeichnet , dass die Anlagefläche (44) der Federoberseite ein distales Ende (44a) und ein proximales Ende (44b) hat und ebenso die Absatzfläche (41) der Federunterseite (40) ein distales Ende (41a) und ein proximales Ende (41b) hat, und dass zwischen dem distalen Ende (41a) der Absatzfläche (41) und dem proximalen Ende (44b) der Anlagefläche (44) ein Abstand (D) vorgesehen ist. (Schwenkverbindung)
  17. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Nutwand (35) aus der Ebene der Auflagefläche (42) zum Nutgrund (38) hin ansteigt.
  18. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet , dass das Nutprofil (32) und das Federprofil (33) für eine Schnappverriegelung hergerichtet sind, wobei das Federprofil (33) an seiner Federunterseite (40) proximal eine untere Absatzfläche (41) aufweist sowie distal und nah am freien Ende des Federprofils (33) eine Tragefläche (50) hat, dass das komplementäre Nutprofil (32) zur Abstützung der Tragefläche (32) des Federprofils (33) an der unteren Nutwand (35) eine Stützfläche (51) aufweist, und dass das komplementäre Nutprofil (32) mit einer passenden Auflagefläche (42) für die untere Absatzfläche (41) des Federprofils (33) versehen ist.
  19. Paneel nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragefläche (50) des Federprofils (33) sowie auch die zugeordnete Stützfläche (51) des Nutprofils (32) zur Paneeloberfläche parallel angeordnet sind, und dass die Stützfläche (51) in einem Bereich der unteren Nutwand (35) angeordnet ist, welcher der oberen Nutwand (34) gegenüberliegt.
  20. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 12, 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die am Nutprofil (32) vorgesehene Auflagefläche (42) für die untere Absatzfläche (41) des Federprofils (33) in dem Bereich der unteren Nutwand (35) angeordnet ist, welcher gegenüber der oberen Nutwand (34) distal weiter von der Paneelkante (1) hervorragt.
  21. Paneel nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die für die untere Absatzfläche (41) des Federprofils (33) an dem Nutprofil (32) vorgesehene Auflagefläche (42) eben ist und mit einer in distaler Richtung abwärts gerichteten Neigung im Bereich von 2° - 10° gegenüber der Paneelebene bzw. Paneeloberfläche (12) ausgebildet ist.
  22. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 12 oder 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Federoberseite vorgesehene Anlagefläche (44) relativ zur Paneeloberfläche parallel angeordnet ist, wobei die dazu komplementäre Innenfläche (45) der oberen Nutwand (34) des Nutprofils (32) ebenfalls zur Paneeloberfläche parallel angeordnet ist, und dass die Innenfläche (45) der oberen Nutwand (34) größer ist als die an der unteren Nutwand (35) vorgesehene Stützfläche (51).
  23. Paneel nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitte der Innenfläche (45) der oberen Nutwand (34) näher zum Nutgrund (38) angeordnet ist als die Mitte der Stützfläche (51) der unteren Nutwand (35).
  24. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 23, dadurch gekennzeichnet , dass das Nutprofil (32) an der Innenseite (45) der oberen Nutwand (34) zu deren freiem Ende hin einen Freischnitt (52) hat, und dass der Freischnitt (52) so hergerichtet ist, dass die Weite der Nut zum freien Ende zunimmt.
  25. Paneel nach einem der Ansprüche 18 bis 24, dadurch gekennzeichnet , dass das freie Ende des Federprofils (33) als stumpfer keilförmiger Querschnitt ausgebildet ist, und dass die Keilfläche (54) an der Federoberseite als auch die Keilfläche (55) an der Federunterseite (40) Platz schaffen.
  26. Paneel nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilfläche (54) an der Federunterseite (40) länger ist und einen größeren Freischnitt schafft, als die Keilfläche (54) an der Federoberseite.
  27. Paneel nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch gekennzeichnet , dass der am freien Ende der unteren Nutwand (35) vorgesehene Halterand (57) mit einer Randoberfläche (58) versehen ist, und dass die Randoberfläche (58) auf einem Niveau angeordnet ist, welches ermöglicht, für eine Schnappverriegelung die Federunterseite (40) eines komplementären Paneels (2') über die Randoberfläche (58) gleitend zu bewegen und dabei die Federoberseite des Federprofils (33) mit dem Freischnitt an der Innenseite der oberen Nutwand (34) in Kontakt zu bringen.
  28. Paneel nach einem der Ansprüche 18 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Federunterseite (40) zwischen ihrer Tragefläche (50) und ihrer Absatzfläche (41) eine konkave Kontur (59) aufweist, dass im zusammengefügten Zustand zweier Paneele zwischen der konkaven Kontur (59) der Federunterseite und der unteren Nutwand (35) ein Freiraum (60) ausgebildet ist.
  29. Paneel nach einem der Ansprüche 10 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass im zusammengefügten Zustand zweier komplementärer Paneelkanten im unteren Teilbereich (B) der komplementären Paneelkanten (1, 2) im zusammengefügten Zustand zweier Paneele mindestens drei Paarungen aus Kontaktflächen gebildet sind, dass eine Kontaktflächenpaarung aus der Anlagefläche (44) der Federoberseite gepaart mit der Innenfläche (45) an der oberen Nutwand (34) des Nutprofils (32) gebildet ist, und dass mindestens eine zweite Kontaktflächenpaarung aus der Absatzfläche (41) der Federunterseite (40) gepaart mit der Auflagefläche (42) der unteren Nutwand (35) des Nutprofils (32) gebildet ist, und dass im zusammengefügten Zustand zweier Paneele zwischen jeder der drei Kontaktflächenpaarungen ein Freiraum (48, 60) gebildet ist.
  30. Paneel nach einem der Ansprüche 18 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Nutgrundes (38) des Nutprofils (32) im Bereich des proximalen Endes der unteren Nutwand (35) an der Paneelunterseite (40) ein Schlitz (63) vorgesehen ist, der sich parallel zur Paneelkante (1) erstreckt.
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