DE20103538U1 - Rad, insbesondere Lauf- oder Transportrad, insbesondere für Wellpappenherstellungsanlagen - Google Patents

Rad, insbesondere Lauf- oder Transportrad, insbesondere für Wellpappenherstellungsanlagen

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RICHTER, WERDERMANN & GEERBAULET
EUROPEAN PATENT ATTORNEYS · PATENTANWÄLTE
EUROPEAN TRADEMARK ATTORNEYS
HAMBURG · BERLIN
DIPL.-ING. JOACHIM RICHTER ■ BERLIN DIPL-ING. HANNES GERBAULET · HAMBURG DIPL.-ING. FRANZ WERDERMANN · - 1986
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HAMBURG 28.02.2001
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MÖLLERING Gummi- und Kunststofftechnik GmbH Hans-Böckler-Ring 29 D-22851 Norderstedt (DE)
Titel:
Rad, insbesondere Lauf- oder Transportrad, insbesondere für Wellpappenherstellungsanlagen
Die Erfindung betrifft ein Rad, insbesondere ein Lauf- oder Transportrad, das aus einem äußeren Radkranz mit einer Lauffläche und einem Innenteil mit einer mittigen Bohrung besteht, wobei der Radkranz und das Innenteil durch Speichen verbunden sind, sowie einen aus mindestens zwei Rädern bestehenden Walzenkörper und eine Wellpappenherstellungsanlage, die ein oder mehrere aus solchen Räder beinhaltenden Walzenkörper aufweist.
Räder mit den genannten Merkmalen sowie eine Verwendung in Vorrichtungen und Förderanlagen ist aus dem Stand der Technik bekannt. Derartige Räder sind aus unterschiedlichen Materialien, wie Metall oder Hartkunststoff oder einer Kombination verschiedener Materialien gefertigt. Oft sind sie mit einer Beschichtung an der Lauffläche versehen, um die Griffigkeit zu erhöhen oder um das zu transportierende Material nicht zu beschädigen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rad bereitzustellen, das insbesondere als Lauf- oder Transportrad in Vorrichtungen und technischen Anlagen verwendet werden kann und gute Elastizitätseigenschaften bei hoher Einreißfestigkeit und Weiterreißfestigkeit, hohe Dauertemperaturbelastbarkeit sowie geringe Wasserdampfaufnahmefähigkeit aufweist.
Diese Aufgabe wird durch ein Rad mit den in den Ansprüchen 1 und 2 genannten Merkmalen gelöst.
Das erfindungsgemäße Rad gemäß Anspruch 1 zeichnet sich neben den bekannten Merkmalen äußerer Radkranz mit einer Lauffläche, Innenteil mit einer mittigen Bohrung und Speichen, die den Radkranz und das Innenteil verbinden, dadurch aus, dass alle Teile aus einem im wesentlichen elastischen Material bestehen. Die Speichen bilden Lamellen, die das Innenteil und den Radkranz in Form von flachen geraden oder gebogenen flachen Scheiben verbinden, die die selbe Breite wie diese Teile haben. Die Lamellen sind im wesentlichen in einer parallelen Orientierung vom Innenteil zum Radkranz angeordnet, wobei sie in Laufrichtung des Rades einen Winkel von mehr bzw. weniger als 90° bilden.
Das erfindungsgemäße Rad gemäß Anspruch 2 zeichnet sich neben den bekannten Merkmalen durch einen äußeren Radkranz mit einer federndelastischen Lauffläche und einem Innenteil mit einer mittigen Durchbohrung aus, wobei der Radkranz und das Innenteil durch federnd-elastische,
als Lamellen ausgebildete Speichen verbunden sind, die in einer Winkelstellung vom Innenteil zum Radkranz angeordnet und bogenförmig verlaufend sind, für den Vorschub von Flächenprodukten, insbesondere für die Wellpappenherstellung, wobei mindestens zwei Räder zu einem Walzenkörper zusammengefasst sind, wobei das Rad aus einem aus einem molekular-hochvernetzten Polyester-Polyol und TD-Isocyanat bestehenden Polyurethan-Material besteht, das eine Shore-Härte A von 55 bis 65, vorzugsweise von 58 bis 62, eine Dauertemperaturbelastbarkeit von bis zu 120° C und eine geringe bis keine Wasserdampfaufnahmefähigkeit aufweist.
Das Rad, insbesondere Lauf- oder Transportrad, besteht aus einem äußeren Radkranz mit einer federnd-elastischen Lauffläche und einem Innenteil, mit einer mittigen Durchbohrung, wobei der Radkranz und das Innenteil durch federnd-elastische, als Lamellen ausgebildeten Speichen verbunden sind, die in einer Winkelstellung vom Innenteil zum Radkranz angeordnet sind. Dieses Rad wird als Lauf- oder Transportrad für den Vorschub von Flächenprodukten, insbesondere für die Wellpappenherstellung, eingesetzt, wobei mindestens zwei Räder zu einem Walzenkörper zusammengefasst sind. Das Rad selbst besteht aus einem aus einem molekular-hochvernetzten Polyester, Polyol und TD-Isocyanat bestehenden Polyurethan-Material, das eine Shore-Härte A von 55 bis 65, vorzugsweise von 58 bis 62, eine Dauertemperaturbelastbarkeit von 120° C und eine geringe bis keine Wasserdampfaufnahmefähigkeit aufweist.
Unter „ Bohrung" bei dem Rad ist im Sinne der Erfindung eine Öffnung im wesentlichen in der Mitte des Rades zu verstehen. Diese kann jede geeignete Form aufweisen, die für eine zweckmäßige Verwendung vorteilhaft ist, wie rund, mehreckig oder konisch, wobei der Durchmesser der Bohrung vorzugsweise 40 mm bis 80 mm beträgt. Diese Bohrung dient zur Aufnahme des Rades auf einer Antriebswelle oder für die freifliegende Lagerung auf einer Welle.
Wesentlich ist bei dem Rad die Lamellenausgestaltung, wie sie in den Figuren dargestellt ist und zwar in Bezug auf Anordnung und Lage der Lamellen, auf ihre Länge und auf die bestimmte Form, die die Zwischenräume aufweisen, die vorzugsweise eine etwa dreieckförmige Form haben. Die Dreiecksform bezieht sich bei der geradlinig verlaufenden Lamellenausgestaltung jeweils zwischen zwei Lamellen und einem Teil des Radkranzes gebildet und die Winkel &agr;, &bgr; und &ggr; einschließt. Vorzugsweise ist der Winkel &agr; größer 90° und der Winkel &ggr; kleiner 90°.
Sind dagegen die Lamellen bogenförmig verlaufend, dann bilden jeweils zwei Lamellen und ein Teil des Radkranzes die Form eines ungleichschenkligen Dreiecks mit einer bogenförmig nach innen eingezogenen Basislinie und einer bogenförmig nach außen verlaufenden Seitenlinie.
Die Winkelstellung der einzelnen Lamellen zueinander und zum Außenumfang des Rades ist entscheidend sowie die Wahl des erfindungsgemäßen elastischen Materials, aus dem das Rad besteht.
Hierdurch werden die vorteilhaften Eigenschaften des erfindungsgemäßen Rades bestimmt, das sich durch hohe Dauertemperaturbelastbarkeit bis 120° C, geringen Verschleiß, hohe Einreiß- und Weiterreißfestigkeit der Lamellen aufgrund erhöhten bis hohen Vernetzungsgrades des elastischen Materials, gute Griffigkeit sowie geringe bis keine Wasserdampfaufnahmefähigkeit auszeichnet, insbesondere bei einem Einsatz von Polyurethan.
„Dauertemperaturbelastbarkeit" im Sinne der Erfindung bedeutet einen Langzeit- und Dauerbetrieb des Rades, ohne dass dabei erheblicher Verschleiß feststellbar ist.
Von besonderem Vorteil ist die geringe bis keine Wasserdampfaufnahmefähigkeit, die vorzugsweise durch eine hohe Molekülvernetzung in dem elastischen Material erreicht wird. Hierdurch wird eine Zerstörung der Molekülstruktur verhindert. Dies ist wichtig, da insbesondere im Herstellungsverfahren von Wellpappe hohe Feuchtigkeiten auftreten.
Die für die speziellen Einsatzzwecke erforderlichen Materialeigenschaften können beim Herstellungsprozess durch Variation der einzelnen Komponenten und Verfahrensbedingungen spezifisch eingestellt werden, um eine optimale Kombination von Radgestaltung und Materialeigenschaften zu erreichen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Bohrung mindestens eine Nut auf, mit der das erfindungsgemäße Rad auf einer Achse befestigt werden kann, die ein entsprechendes Gegenstück hat. Vorzugsweise ist in die Bohrung eine Metall- oder Kunststoffhülse eingearbeitet, um ein Aufziehen auf eine Achse zu erleichtern oder um das Rad mit daran angebrachten Mitteln, wie Nuten oder Ähnlichem, an der Achse zu befestigen.
Ein erfindungsgemäßes Rad kann mit jeden gewünschten Abmessungen gefertigt werden, wobei ein Rad bevorzugt ist mit einem Außendurchmesser an der Lauffläche von 140 mm bis 240 mm oder/und einer Laufflächenbreite von 20 mm bis 80 mm oder/und einer Lamellenlänge, gemessen an den Ansatzpunkten von Radkranz bzw. Innenteil, von 30 mm bis 60 mm oder/und einer Bohrung von 40 mm bis 80 mm.
Um die Griffigkeit der Lauffläche des Rades zu erhöhen kann die Lauffläche vorzugsweise aufgerauht, genoppt, gerillt oder/und mit einem anders-
artig gestalteten Profil versehen sein; auch eine glatte Lauffläche kann das Rad aufweisen.
Das Rad besteht aus einem Polyurethan-Material und zwar bestehend aus den Komponenten Polyester-Polyol und TD-Isocyanat und zwar hergestellt unter Verwendung eines speziellen Molekular-Vemetzers. Beim eingesetzten Polyester-Polyol handelt es sich um eine chemische Verbindung mit einer Alkoholgruppe. Durch die hohe Vernetzung des Materials werden vorteilhafte Eigenschaften des Rades erreicht und zwar bezüglich elastischer Verformbarkeit, Dauertemperaturbelastbarkeit, Einreißfestigkeit, Weiterreißfestigkeit und Wasserdampfaufnahmefähigkeit.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung besteht in einem Walzenkörper, der zumindest von zwei Rädern gebildet wird und die mit einem Antrieb.
Ein derartiger Walzenkörper hat den Vorteil, dass er in jeder beliebigen Breite auf einfache Weise durch zusätzliche Räder gefertigt, erweitert und verkürzt werden kann. Vorteilhaft ist dabei im Gegensatz zu üblichen Walzenkörpern, dass ein wesentlich geringerer Materialeinsatz erforderlich ist. Hierdurch ergeben sich wesentliche Kosteneinsparungen. Außerdem wird durch den Zwischenraum zwischen den einzelnen Rädern eine Luftzufuhr im Betrieb gewährleistet, die für verbesserte Kühlung sorgt.
Der Walzenkörper ist über seine Achse mit einem an sich bekannten Antriebsmittel, wie einem Elektromotor, verbunden. Hierbei sind die Räder des Walzenkörpers fest mit der Achse verbunden. Eine derartige Ausführungsform wird als Transportwalze eingesetzt, wobei die Räder des Walzenkörpers fest mit der Achse verbunden sind. Der Walzenkörper kann jedoch auch als Laufwalze ausgebildet sein. Bei dieser Ausführungsform sind die Räder freifliegend auf einer Achse angeordnet. Die Arretierung an der Achse kann über eine Nut und ein Gegenstück in der Bohrung des Rades bzw. der Achse erfolgen oder in dem die Bohrung als Dreieck oder
Mehreck ausgestaltet ist. Die Achse ist in diesem Fall an der entsprechenden Stelle als Gegenstück gefertigt. Die Befestigung kann auch über ein konisches Ineinandergreifen von Rad und Achse erfolgen. Die Befestigung des Rades auf der Achse kann zusätzlich oder ausschließlich durch zwei seitlich an dem Rad über die Achse gesteckte Platten erfolgen, die z. B. über Schrauben an der Achse befestigt sind und das Rad vermittels Pressdruck so festhalten. Des weiteren kann das Rad auf der Achse vermittels Presssitz gehalten sein. Bei dieser Ausführungsform ist der Innendurchmesser der Bohrung in dem Rad gegenüber dem Außendurchmesser der Achse geringförmig kleiner.
Die Erfindung sieht ferner die Verwendung eines Rades mit den Merkmalen der Ansprüche 1 bis 6 oder eines Walzenkörpers gemäß der Ansprüche 7 und 8 in einer Fördervorrichtung oder Wellpappenherstellungsanlage vor.
Schließlich ist Gegenstand der Erfindung eine Wellpappenherstellungs- und Wellpappenweiterverarbeitungsanlage, die mindestens ein erfindungsgemäßes Rad oder/und mindestens eine erfindungsgemäße Walzenkörper enthält. Besonders bevorzugt weisen derartige Anlagen die erfindungsgemäßen Räder oder/und Walzenkörper als angetriebene oder freilaufende Transporträder bzw. -walzen auf. Die erfindungsgemäßen Räder und Walzenkörper können hierbei für alle bisher von gebräuchlichen Rädern und Walzenkörper eingesetzten Funktionen eingesetzt werden. Darüber hinaus setzt sich eine derartige Anlage aus den für WeII-pappenherstellungs- und Wellpappenweiterverarbeitungsanlagen üblichen und dem Fachmann bekannten Bestandteilen zusammen, die deshalb hier nicht explizit genannt werden müssen.
Bekannt sind bisher in Wellpappenherstellungs- und Wellpappenweiterverarbeitungsanlagen Walzenkörper mit durchgehender Lauffläche, die eine einzige Breite aufweisen.
Als vorteilhaft bei einer erfindungsgemäßen Wellpappenherstellungs- bzw. Wellpappenweiterverarbeitungsanlagen hat es sich erwiesen, dass durch die Anordnung zahlreicher Lauf- oder Transporträder nebeneinander auf einer Achse immer eine ausreichende Anzahl von Rädern zur Verfügung stehen, um den häufigen Wechsel in Bezug auf die Breiten der herzustellenden, hergestellten oder weiterzuverarbeitenden Wellpappe hinsichtlich einer einwandfreien Funktion gerecht werden. Die Räder bzw. Walzenkörper sind entweder angetrieben oder als mitlaufende Räder bzw. Walzenkörper angeordnet. Sie dienen zum Niederdrücken der Pappe oder/und der Papierbahnen und bewirken, wenn sie als Transporträder ausgestaltet sind, ein Vorschieben der herzustellenden oder hergestellten Wellpappe.
In einer erfincjngsgemäßen Wellpappenherstellungsanlage können die erfindungsgemäßen Räder und Walzenkörper sowohl an Gegenflächen, wie Unterlagetischen als auch zwei oder mehrere solcher Räder oder/und Walzenkörper gegeneinander angeordnet sein.
Die erfindungsgemäßen Räder weisen eine auf ihren Einsatz besonders gut abgestimmte Elastizität insbesondere im Umfangsbereich auf, die durch die spezielle wie oben und in den Figuren beschriebene Ausgestaltung in Bezug auf die erfindungsgemäße Form in Kombination mit dem eingesetzten Material bewirkt wird. Diese Elastizität, insbesondere bewirkt durch die Lamellen der einzelnen Räder, dient zum Auffangen von Stößen beim Einlaufen der Wellpappe. Die Lamellen bewirken eine Art Federung, die durch die spezielle Radgestaltung und das verwendete Material erreicht wird. So wird es möglich auch bei den sehr hohen Laufgeschwindigkeiten, die bei Wellpappenherstellungsanlagen neuerlich gefahren werden, einen schonenden Materialtransport zu gewährleisten und dabei den Verschleiß der Räder zu mindern.
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Als bevorzugtes Material für das Rad wird ein Polyurethan verwendet, welches insbesondere hochvernetzt ist und das eine Shore-Härte A zwischen 55 und 65, vorzugsweise von 60 aufweist. Dadurch wird eine hohe Flexibilität erreicht. Problematisch ist, dass beim Fahren von Wellpappenherstellungsanlagen mit hohen Geschwindigkeiten auch hohe Temperaturen erzeugt werden. Durch die Verwendung der Rezeptur und der vorgegebenen Parameter für das Material des Rades ermöglicht auch in einem längeren Dauerbetrieb der Anlage, dass die auftretenden Temperaturen aufgefangen werden, bzw. zumindest wird das Einreißen stark verzögert, ohne dass es zu einem Einreißen der Lamellen in den Rädern kommt. Auch wird eine Materialermüdung verzögert und verringert, die dazu führt, dass die Räder ihre Form verlieren und nicht mehr rund drehen. Die Temperaturbereiche liegen etwa zwischen 70 und 120° C. Die Räder und Walzenkörper mit den erfindungsgemäßen Rädern halten im Einsatz eine Temperaturbelastung von bis zu 130° C, vorzugsweise bis zu 120° C aus. Als besonders vorteilhaft hat es sich beim Einsatz der Walzenkörper gezeigt, dass zwischen den Rädern ein Spalt vorhanden ist, der Lufteintritt ermöglicht und zusätzlich für Kühlung sorgt. Durch diese spezielle Ausgestaltung der Lamellen in den Rädern und ihre spezielle Orientierung wird die Umluft in Bewegung versetzt und so die Kühlung weiter verbessert. Die guten Dauertemperaturbelastbarkeitseigenschaften werden vorteilhafterweise durch das erfindungsgemäß auf 55 bis 65, vorzugsweise auf 58 bis 62 und am meisten bevorzugt auf 60 Shore-Härte A und hochvernetzte Material, nämlich Polyurethan, erreicht. Dadurch ist es möglich, dass die Räder hohen Belastungen widerstehen können und nur geringer Verschleiß auftritt.
Vorteilhaft ist insbesondere die Belastbarkeit der Räder, insbesondere der Lamellen, die durch die Ausgestaltung eine lange Lebensdauer haben und trotz Dauerbelastung nicht einreißen und es auch nicht zu einer stark verzögerten Materialermüdung kommt. Die Weiterreißfestigkeit wird insbesondere durch die in dem Material erfindungsgemäß eingestellte be-
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sondere Molekülstruktur erhalten. Vor allem bei dem eingesetzten Polyurethan liegt ein erhöhter, vorzugsweise hoher Vernetzungsgrad vor, durch den die vorteilhaften Eigenschaften des Rades noch verbessert werden.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 ein Rad 100 aus hochvernetztem elastischen Polyurethan
mit einem Radkranz 10, der an der Außenseite eine glatte oder profilierte Lauffläche 11 hat, gerade verlaufende Lamellen 15 und einem Innenteil 12, das eine mittige runde Durchbohrung 13 mit einem Durchmesser von 65 mm aufweist. Der Außendurchmesser des Rades 100 beträgt 165 mm und die Breite der Lauffläche 11 50 mm. Der Winkel &agr; 17 beträgt ca. 120°, der Winkel &ggr; 19 beträgt ca. 45°. Die Lamellen 15 haben eine Länge zwischen Winkel &agr; 17 und Winkel &bgr; 18 von ca. 37 mm und zwischen Winkel &ggr; 19 und Winkel &bgr; 18 von ca. 48 mm, gemessen an den Ansatzstellen der Lamellen 15 an Radkranz 10 und Innenteil 12,
Fig. 2 ein Rad 100, das sich im Betrieb in Laufrichtung 22 gegen
eine Gegenfläche 20, z. B. einen Untertisch, bewegt und Fördermaterial 21, z. B. Wellpappe, in Materialvorschubrichtung 24 bewegt,
Fig. 3 ein Rad 100 im Betriebszustand, das durch Druck in Druckrichtung 23, der durch das geförderte Material entsteht, eine elastische Verformung 25 aufweist, wobei der Radkranz 10, die Lauffläche 11 und die Lamellen 15 im Druckbereich durch das Zusammentreffen mit Fördermaterial verformt sind,
Fig. 4 ein Rad 100 im Betriebszustand wie Fig. 3, das im Vergleich
zu Fig. 3 in Radlaufrichtung 22 weiterbewegt wurde. Auch hier zeigt sich die für ein erfindungsgemäßes Rad typische elastische Verformung 25, die durch die besondere Ausgestaltung der Speichen in Lamellenform und ihre erfindungsgemäße Orientierung in Radlaufrichtung 22 in Zusammenspiel mit dem speziell ausgewählten elastischen Material erreicht wird. Dieses Material weist einerseits genügend Elastizität für eine gute Federungswirkung auf, andererseits ausreichende Festigkeit, um den gewünschten Widerstand gegenüber dem Fördermaterial für einen gewünschten Vorschub. Durch diese Merkmale kann der Materialvortrieb wie erforderlich eingestellt werden,
Fig. 5 ein erfindungsgemäßer Walzenkörper 300, der mehrere erfindungsgemäße Räder 100 auf einer Achse 30 (verdeckt durch Räder 100) in einem Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Wellpappenherstellungsanlage 400 darstellt,
Fig. 6 eine weitere Ausführungsform eines Rades 100' aus hoch-
vemetztem elastischen Polyurethan mit einem Radkranz 10', der an der Außenseite eine glatte oder profilierte Lauffläche 11' hat, bogenförmige Lamellen 15' und einen Innenteil 12', das eine mittige runde Durchbohrung 13' aufweist. Die Lamellen 15' sind in einer Winkelstellung vom Innenteil 12' zum Radkranz 10' angeordnet. Jeweils zwei Lamellen 15' und ein Teil des Radkranzes 10' bilden die Form eines ungleichschenkligen Dreiecks mit einer bogenförmig nach innen eingezogenen Basislinie und einer bogenförmig nach außen verlaufenden Seitenlinie. Der Durchmesser des Rades beträgt bei einer bevorzugten Ausführungsform 165 mm bei einer Lamellenstärke von 4 mm.

Claims (13)

1. Rad (100), insbesondere Lauf- oder Transportrad, aus einem äußeren Radkranz (10) mit einer federnd-elastischen Lauffläche (11) und einem Innenteil (12) mit einer mittigen Durchbohrung (13), wobei der Radkranz (10) und das Innenteil (12) durch federnd- elastische, als Lamellen (15) ausgebildeten Speichen verbunden sind, die in einer Winkelstellung vom Innenteil (12) zum Radkranz (10) angeordnet und geradlinig verlaufend sind, für den Vorschub von Flächenprodukten, insbesondere für die Wellpappenherstellung, wobei mindestens zwei Räder zu einem Walzenkörper (300) zusammengefasst sind, wobei das Rad (100) aus einem aus einem molekular-hochvernetzten Polyester-Polyol und TD-Isocyanat bestehenden Polyurethan-Material besteht, das eine Shore-Härte A von 55 bis 65, vorzugsweise von 58 bis 62, eine Dauertemperaturbelastbarkeit von bis zu 120°C und eine geringe bis keine Wasserdampfaufnahmefähigkeit aufweist.
2. Rad (100'), insbesondere Lauf- oder Transportrad, aus einem äußeren Radkranz (10') mit einer federnd-elastischen Lauffläche (11') und einem Innenteil (12') mit einer mittigen Durchbohrung (13'), wobei der Radkranz (10') und das Innenteil (12') durch federnd- elastische, als Lamellen (15') ausgebildete Speichen verbunden sind, die in einer Winkelstellung vom Innenteil (12') zum Radkranz (10') angeordnet und bogenförmig verlaufend sind, für den Vorschub von Flächenprodukten, insbesondere für die Wellpappenherstellung, wobei mindestens zwei Räder zu einem Walzenkörper (300) zusammengefasst sind, wobei das Rad (100') aus einem aus einem molekular-hochvernetzten Polyester-Polyol und TD- Isocyanat bestehenden Polyurethan-Material besteht, das eine Shore-Härte A von 55 bis 65, vorzugsweise von 58 bis 62, eine Dauertemperaturbelastbarkeit von bis zu 120°C und eine geringe bis keine Wasserdampfaufnahmefähigkeit aufweist.
3. Rad nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Lamellen (15) und ein Teil des Radkranzes (10) die Form eines ungleichschenkligen Dreiecks bilden, wobei in dem Dreieck der Winkel α (17) größer 90° und der Winkel γ (19) kleiner 90° ist.
4. Rad nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Lamellen (15') und ein Teil des Radkranzes (10') die Form eines ungleichschenkligen Dreiecks mit einer bogenförmig nach innen eingezogenen Basislinie und einer bogenförmig nach außen verlaufenden Seitenlinie bilden.
5. Rad nach einem der Ansprüche 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mittige Bohrung (13; 13') im wesentlichen rund, eckig oder konisch ausgestaltet ist und bevorzugterweise einen Durchmesser von 40 mm bis 80 mm, vorzugsweise 65 mm aufweist.
6. Rad nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (100; 100') einen Außendurchmesser von 140 mm bis 240 mm, vorzugsweise 165 mm hat und die Lauffläche (11; 11') eine Breite von 20 mm bis 80 mm, vorzugsweise 50 mm aufweist und die Lamellenstärke vorzugsweise 4 mm beträgt.
7. Rad nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (11; 11') eine Länge, gemessen von ihren Ansatzpunkten, von zwischen 30 mm und 60 mm haben.
8. Rad nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauffläche (11; 11') glatt, aufgerauht, genoppt, gerillt ist oder/und ein Profil aufweist.
9. Walzenkörper, der mindestens zwei Räder (100; 100') gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 auf einer Achse (30) aufweist.
10. Walzenkörper nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (100; 100') mit einem Antriebsmittel verbunden oder freifliegend sind.
11. Verwendung eines Rades (100; 100') gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 oder eines Walzenkörpers (300) gemäß einem der Ansprüche 9 oder 10 in einer Fördervorrichtung oder Wellpappenherstellungsanlage.
12. Wellpappenherstellungsanlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellpappenherstellungsanlage (400) mindestens ein Rad (100; 100') gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8 oder mindestens einen Walzenkörper (300) gemäß einem der Ansprüche 9 oder 10 aufweist.
13. Wellpappenherstellungsanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Rad (100; 100') als Lauf- oder Transportrad oder/und der mindestens einen Walzenkörper (300) als Lauf- oder Transportwalze ausgestaltet ist.
DE20103538U 2000-05-08 2001-03-01 Rad, insbesondere Lauf- oder Transportrad, insbesondere für Wellpappenherstellungsanlagen Expired - Lifetime DE20103538U1 (de)

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