DE19939734B4 - Aus Schließzylinder und Schlüssel bestehende Schließvorrichtung - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine aus einem Schließzylinder (3) und dazu passendem Schlüssel (2) bestehende Schließvorrichtung (1), wobei das Schließzylindergehäuse (7) einen einen Schlüsselkanal (16) aufweisenden Zylinderkern (9) lagert, mit von Profilierungen des Schlüssels (2) einsortierbaren, quer zur Schlüsselachse verlagerbaren, aus Kernstiften (11) und Gehäusestiften bestehende Stiftzuhaltungen, wobei im Zylinderkern (9) ein durch Einschieben des Schlüssels (2) in den Schlüsselkanal (16) axial verlagerbarer Steuerstift (37) lagert, welcher mit einem Ergänzungszuhaltungsstift (28) zusammenwirkt. Zwecks Erzielung einer erhöhten Sicherheit gegen Abtasten schlägt die Erfindung vor, dass das dem vom Schlüssel (2) beaufschlagten Ende (40') gegenüberliegende Ende des Steuerstifts (37) eine Schräge (38) ausbildet, auf welcher sich eine Gegenschräge (35) des Ergänzungszuhaltungsstiftes (28) abstützt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine aus einem Schließzylinder und dazu passendem Schlüssel bestehende Schließvorrichtung, wobei das Schließzylindergehäuse einen einen Schlüsselkanal aufweisenden Kern lagert, mit von Profilierungen des Schlüssels einsortierbaren, quer zur Schlüsselachse verlagerbaren, aus Kern- und Gehäusestiften bestehende Stiftzuhaltungen, wobei im Kern ein durch Einschieben des Schlüssels in den Schlüsselkanal axial verlagerbarer Steuerstift lagert, welcher mit einem quer zur Achse des Zylinderkerns angeordneten Ergänzungszuhaltungsstift zusammenwirkt.
  • Eine Schließvorrichtung der in Rede stehenden Art ist bekannt aus der DE 19604594 C1 , wobei der axial verlagerbare Steuerstift auf Höhe der Zylinderkernachse verschieblich angeordnet ist. Zur Verlagerung des Steuerstiftes dient die Schräge an der Schlüsselspitze. Der Steuerstift besitzt einen durchmesserverringerten Steuerabschnitt. Auf diesem sitzen Ergänzungszuhaltungsstifte nach Einschub des vorschriftsmäßigen Schlüssels auf. Die Ergänzungszuhaltungsstifte beeinträchtigen dann nicht das Drehen des Zylinderkerns. Wird der Schlüssel abgezogen, so verlagert eine dem Steuerstift zugeordnete Druckfeder den Steuerstift in Richtung der Schlüsseleinsteckseite des Zylinderkerns, was dazu führt, dass die Ergänzungszuhaltungsstifte sich auf dem durchmessergrößeren Bereich des Steuerstiftes abstützen und demgemäß zu einer Drehsperre des Zylinderkerns führen.
  • Aus der EP 0 569 997 A2 ist ein Schließzylinder bekannt, bei dem innerhalb des Zylinderkerns ein federloser Zuhaltungsstift steckt. Dieser wird einerseits durch eine Breitseitenaussparung des Schlüssels und andererseits durch eine Mulde im Gehäuseboden des Schließzylinders gesteuert. Er wirkt mit einem Axialschiebeelement zusammen, welches beim Einschub des Schlüssels verlagert werden kann.
  • Aus der FR 1533 953 ist ein Schließzylinder mit zugehörigem Schlüssel bekannt, bei dem der Schlüssel beim Einstecken in den Schlüsselkanal einen Kernstift in Schubrichtung mitverlagert. Dieser Kernstift wirkt mit einem Gehäusestift zusammen.
  • Aus der GB 2 054 028 A ist ebenfalls ein Schließzylinder bekannt, bei dem der Schlüssel bei seiner Einsteckverlagerung Zuhaltungsstifte in Richtung der Drehachse des Zylinderkerns mitverlagert.
  • Dem Gegenstand der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Schließvorrichtung bei einfachem Aufbau so auszugestalten, dass eine erhöhte Sicherheit gegen Abtasten erzielt ist.
  • Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei einer Schließvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt ist, daß das dem vom Schlüssel beaufschlagten Ende gegenüberliegende Ende des Steuerstiftes eine Schräge ausbildet, auf welcher sich eine Gegenschräge des Ergänzungszuhaltungsstiftes abstützt.
  • Zufolge derartiger Ausgestaltung ist eine aus einem Schließzylinder und dazu passendem Schlüssel bestehende Schließvorrichtung von erhöhtem Sicherheitswert angegeben. Der Ergänzungszuhaltungsstift liegt nun im Schatten des Steuerstiftes, und zwar von der Schlüsseleinsteckseite her gesehen. Dies erschwert einen Abtastversuch erheblich bzw. macht diesen weitgehend unmöglich. Hierzu trägt auch die Tatsache bei, daß die Abstützung zwischen Steuerstift und Ergänzungszuhaltungsstift über eine Schräge und Gegenschräge erfolgt, was zu einer erhöhten Permutation beiträgt. Beim vorgeschilderten Stand der Technik kann der Ergänzungszuhaltungsstift nur zwei Positionen einnehmen, welche durch den Steuerabschnitt und den Außendurchmesser des Steuerstiftes vorgegeben sind. Eine vorteilhafte Weiterbildung ist darin zu sehen, daß die Schräge und Gegenschräge von kegelförmigen Enden der jeweiligen Stifte ausgebildet werden. Auf eine Drehsicherung der Stifte kann demgemäß verzichtet werden. Sie können im Querschnitt kreisförmig ausgebildet und in entsprechenden Bohrungen geführt sein. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß der parallel zur Schlüssellängsmittelebene liegende Steuerstift von einer quer zur Einschubrichtung verlaufenden Schulter des Schlüssels beaufschlagt wird. Für unterschiedlich lange Steuerstifte kann dabei von einem stets gleichlang gestalteten Schlüssel ausgegangen werden. Die Variation resultiert dann nämlich aus der entsprechenden Positionierung der Schulter des Schlüssels. Im Detail sieht dies so aus, daß der Steuerstift von dem Ende einer Nut oder einer Schlüsselrippen-Querkante verlagerbar ist. Eine zusätzliche Sicherungsfunktion übernimmt der Steuerstift dadurch, daß Steuerstift und Zylinderkern in Achsrichtung geteilt sind und ihre Trennfugen bei nicht eingestecktem Schlüssel fluchten. Wird der einsteckseitige Zylinderkernabschnitt beispielsweise bei einem Einbruchversuch mittels eines Schraubendrehers außer Funktion gebracht, so verbleibt der jenseits davon liegende Zylinderkernabschnitt noch in seiner Sperrfunktion. Auf eine gesonderte Abfederung des Steuerstiftes ist verzichtbar, da der Steuerstift zufolge des federbeaufschlagten Ergänzungszuhaltungsstiftes in Schlüsselkanal-Auswärtsirchtung federbeaufschlagt ist. Die Anzahl der Bauteile kann dadurch reduziert werden. Sodann ist es schließtechnisch von Vorteil, daß der vom eingeschobenen Schlüssel verlagerte Steuerstift die beiden Zylinderkernhälften drehfest miteinander kuppelt. Es erfolgt demgemäß mittels des Schlüssels stets eine synchrone Verlagerung beider Zylinderkernhälften. Erhöht wird die Aufbruchsicherheit durch eine in der Trennebene angeordnete, aus anbohrfestem Material bestehende Platte, welche mit einer der beiden Kernhälften insbesondere mittels Stifte verbunden ist. Hervorzuheben ist ferner, daß der Steuerstift außerhalb der Längsmittelebene des Schlüsselkanals liegt. Dies erlaubt es, den Steuerstift mittels einer in die Schlüsselbreitfläche eingeschnittenen Nut bzw. mittels einer Schlüsselrippe zu steuern, und zwar mittels einer entsprechenden Querkante. Es bietet sich an, den Ergänzungszuhaltungsstift quer zur Längsmittelebene des Schlüsselkanals anzuordnen, beispielsweise in radialer Ausrichtung zur Zylinderkernachse. Möglich ist es jedoch auch, daß der Ergänzungszuhal tungsstift parallel zu den Zuhaltungsstiften verläuft, wobei bevorzugt eine auf Lücke versetzte Anordnung zwischen Ergänzungszuhaltungsstift und den benachbarten Zuhaltungsstiften vorgesehen wird. Anstelle eines einzigen Steuerstiftes ist es sodann möglich, jeweils beidseitig der Schließzylinder-Längsmittelebene angeordnete, jeweils mit einem Ergänzungszuhaltungsstift zusammenwirkende Steuerstifte vorzusehen. Schließlich ist noch hervorzuheben, daß die auf den Steuerstift wirkende Schulter schräg zur Einsteckrichtung des Schlüssels verläuft. Diese Maßnahme trägt ebenfalls zur Erhöhung des Sicherheitswertes der Schließvorrichtung bei, da sowohl der Schrägungswinkel als auch die Positionierung der Schulter erst das vorschriftsmäßige Einordnen des Ergänzungszuhaltungsstiftes gewährleisten.
  • Nachstehend werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt:
  • 1 eine Ansicht des Schlüssels sowie einen teilweisen Längsschnitt durch den Schließzylinder der Schließvorrichtung,
  • 2 einen Längsschnitt durch den Schließzylinder mit eingestecktem Schlüssel,
  • 3 den Schnitt nach der Linie III-III in 2, vergrößert dargestellt,
  • 4 den Schnitt nach der Linie IV-IV in 3,
  • 5 einen der 4 vergleichbaren Schnitt, jedoch bei abgezogenem Schlüssel,
  • 68 verschiedene Ansichten des Schlüssels,
  • 9 den Schnitt nach der Linie IX-IX in 6
  • 10 den Schnitt nach der Linie X-X in 6,
  • 11 den Schnitt nach der Linie XI-XI in 6,
  • 12 den Schnitt nach der Linie XII-XII in 7,
  • 13 den Schnitt nach der Linie XIII-XIII in 9,
  • 14 den Schnitt nach der Linie XIV-XIV in 10 und
  • 15 einen der 5 entsprechenden Schnitt, jedoch die zweite Ausführungsform betreffend.
  • Die als Ganzes mit der Ziffer 1 bezeichnete Schließvorrichtung besitzt einen als Wendeschlüssel gestalteten Schlüssel 2 und einen Schließzylinder 3. Im Einzelnen setzt sich der Schlüssel 2 zusammen aus einer Schlüsselhandhabe 4 mit sich diesem anschließenden Schlüsselschaft 5. Letzterer besitzt im wesentlichen eine Flachform mit von den Schlüsselbreitseiten B ausgehenden Nuten 6, welche versetzt zueinander, jedoch symmetrisch zur Schlüssellängsachse angeordnet sind.
  • Der Schließzylinder 3 besitzt ein profiliertes Schließzylindergehäuse 7, welches sich aus einem kreiszylindrischen Abschnitt A und einem radial dazu gerichteten Flanschabschnitt C zusammensetzt. In einer längsverlaufenden, zentrischen Kernbohrung 8 nimmt der kreisförmige Abschnitt A einen Zylinderkern 9 auf. Letzterer setzt sich aus zwei in Achsrichtung hintereinanderliegenden Zylinderkernhälften 9' und 9'' zusammen, welche in einer Trennfuge T aneinanderstoßen. In der Schließzylinderlängsmittelebene nehmen der Zylinderkern 9 sowie das Zylindergehäuse 7 Stiftzuhaltungen 10 auf. Gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel, dargestellt in den 114, sind der Zylinderkernhälfte 9' fünf Stiftzuhaltungen 10 und Zylinderkernhälfte 9'' eine Stiftzuhaltung 10 zugeordnet. Jede Stiftzuhaltung 10 setzt sich aus einem Kernstift 11 und einem Gehäusestift 12 zusammen, auf welch letzteren eine Stiftfeder 13 einwirkt, die den Gehäusestift 12 in Richtung des Zylinderkerns 9 belastet. Zur Aufnahme der Stiftzuhaltungen 10 besitzen das Zylindergehäuse 7 sowie der Zylinderkern 9 miteinander fluchtende Bohrungen 14, 15.
  • Die Kernstifte 11 sind mit stufenförmig abgesetzten, in einen Schlüsselkanal 16 hineinragenden Steuerabschnitten 11' ausgestattet, welche unterschiedliche Länge aufweisen. Für diese Steuerabschnitte besitzen die Bohrungen 15 einen durchmesserkleineren Bohrungsabschnitt 15'. Aufgrund dieser Ausgestaltung ist erreicht, daß bei abgezogenem Schlüssel 2 die Stifte 11 bis zum Anschlag in den Schlüsselkanal 16 hineinreichen, vergl. 1. Zum Einordnen der Stiftzuhaltungen 10 besitzt der Schlüsselschaft 5 an seinen Schmalkanten hintereinanderliegende, unterschiedlich tief ausgeführte Kerbvertiefungen 17, welche jeweils Bestandteil einer von der Schlüsselspitze ausgehenden Längsnut 18 sind. Die Schlüsselspitze besitzt eine in der Schlüssellängsmittelebene liegende dachartige Zuspitzung mit von dieser gebildeten Auflaufschrägen 19 zwecks Einordnen der in den Schlüsselkanal 16 hineinragenden Stiftzuhaltungen 10.
  • Weiterhin besitzt der Schließzylinder 3 radial zur Zylinderkernachse ausgerichtete Zusatzzuhaltungen 20.
  • Diese sind ebenfalls zweiteilig gestaltet, bestehend aus den Kernabschnitten 21 und den abgefederten Gehäuseabschnitten 22. Es liegt ebenfalls ein begrenzter Eintritt der Kernabschnitte 21 in den Schlüsselkanal 9 vor aufgrund einer abgefangenen Anordnung wie bei den Stiftzuhaltungen 10. Für diese Zusatzzuhaltungen 20 bildet der Schlüsselschaft 5 an seiner Breitseite entsprechend tief gestaltete Kerbvertiefungen 23 aus. Sodann sind dem Zylinderkern 9 beiderseitig des Schlüsselkanals 16 Sperrkugeln 24 zugeordnet. Diese liegen abgefangen in Bohrungen 25 des Zylinderkerns 9 ein, welche Bohrungen mit Vertiefungen 26 des Zylindergehäuses 7 fluchten.
  • Für diese Sperrkugeln 24 besitzt der Schlüsselschaft 5 entsprechende Ausnehmungen 27, welche versetzt angeordnet sind zu den Kerbvertiefungen 23.
  • Neben einer Zusatzzuhaltung 20 ist der gehäuseeinwärts liegenden Zylinderkernhälfte 9'' ein Ergänzungszuhaltungsstift 28 zugeordnet. Dieser ist zweiteilig gestaltet, bestehend aus dem Kernteil 29 und dem Gehäuseteil 30. Geführt sind diese in miteinander fluchtenden Radialbohrungen 31, 32 von Zylinderkern 9 und Zylindergehäuse 7. An dem Gehäuseteil 30 greift eine Druckfeder 33 an. Die Radialbohrung 31 setzt sich in einen durchmesserreduzierten Bohrungsabschnitt 31' und führt mit diesem einen stufenförmig abgesetzten Abschnitt 34 des Kernteiles 29. Der Abschnitt 34 geht seinerseits in ein kegelförmiges, eine Gegenschräge 35 bildendes Ende über. Mit diesem kegelförmigen Ende bzw. Gegenschräge 35 ragt der Ergänzungszuhaltungsstift 28 in eine parallel zum Schlüsselkanal 16 verlaufende, beidseitig begrenzte Führungsbohrung 36, deren Bohrungsabschnitte von der Trennfuge T ausgehen. Die Führungsbohrung 36 ist so angeordnet, daß sie bereichsweise den Schlüsselkanal 16 schneidet. Die Führungsbohrung 36 nimmt ihrer seits einen Steuerstift 37 auf, welcher ebenfalls mit einem kegelförmigen Ende eine Schräge 38 ausbildet, mit welcher der Steuerstift 37 an der Gegenschräge 35 des Ergänzungszuhaltungsstiftes 28 anliegt. Der Steuerstift 37 ist zweiteilig gestaltet. Bei abgezogenem Schlüssel wird von dem federbelasteten Ergänzungszuhaltungsstift 28 der Steuerstift 37 dabei so verlagert, daß die Trennfuge zwischen den beiden Stiftteilen 39, 40 auf Höhe der Trennfuge T zwischen den beiden Zylinderkernhälften 9', 9'' liegt, vergl. 5. Die Führungsbohrung 36 ist so lang bemessen, daß der nötige Bewegungsfreiraum für den Steuerstift 37 gegeben ist. Das in Schlüsseleinsteckrichtung weisende Ende des Steuerstiftes 37 ist mit einem Kegelstumpf abschnitt 40' ausgestattet, an welchem der Schlüssel 2 beim Einschieben in den Schlüsselkanal 16 angreift. Zur Verlagerung des Steuerstiftes 37 dient dabei das Ende einer von der Schlüsselspitze ausgehenden Nut 41. Durch das Ende der Nut 41 wird eine schräg zur Einsteckrichtung des Schlüssels verlaufende Schulter 42 gebildet. Der Schrägverlauf entspricht dabei dem Winkel des Kegelstumpfabschnittes 40'.
  • Da der Schlüssel 2 als Wendeschlüssel gestaltet ist, befindet sich an jeder Schlüsselbreitfläche eine solche Nut 41.
  • Es stellt sich folgende Wirkungsweise ein:
    Beim Einschieben des vorschriftsmäßigen Schlüssels 2 werden von diesem die Stiftzuhaltungen 10, wie in 2 veranschaulicht ist, vorschriftsmäßig eingeordnet. Das bedeutet, daß die Trennstellen zwischen den Kernstiften 11 und den Gehäusestiften 12 in der Kerndrehfuge liegen. Ebenfalls werden die Zusatzzuhaltungen 20 so eingeordnet, daß deren Trennstellen mit der Drehfuge des Zylinderkerns 9 fluchten. Bei eingestecktem Schlüssel 2 können ferner die Sperrkugeln 24 in die ihnen zugeordneten Ausnehmungen 27 an den Schlüsselbreitflächen eintreten. Sodann ist von der Schulter 42 der schlüsselseitigen Nut 41 der Steuerstift 37 so verschoben, daß der Ergänzungszuhaltungsstift 28 so verlagert ist, daß die Trennfuge zwischen Kernteil 29 und Gehäuseteil 30 in der Drehfuge des Zylinderkerns liegt, vergl. 4. In dieser Stellung verbindet das Stiftteil 40 des Steuerstiftes 37 beide Zylinderkernhälften 9', 9'' zu einer gemeinsam zu drehenden Einheit, so daß bei Drehung des Schlüssels 2 der Zylinderkern 9 mitgenommen wird. Nach Abzug des Schlüssels 2 kehren die Stiftzuhaltungen wieder in ihre Sperrstellung zurück.
  • Gleiche Bauteile der in 15 veranschaulichten zweiten Ausführungsform tragen gleiche Bezugsziffern. Abweichend gegenüber der ersten Ausführungsform ist nun die Zylinderkernhälfte 9' kürzer ausgeführt. Sie ist zu diesem Zweck mit vier Stiftzuhaltungen 10 ausgestattet. Die Verkürzung dient dazu, der Zylinderkernhälfte 9' eine aus anbohrfestem Material bestehenden Platte 43 zuzuordnen. Letztere ist mit der Zylinderkernhälfte 9' mittels Stifte 44 verbunden. Es sind zwei solcher Stifte 44 dazu vorgesehen. Der Durchmesser der Platte 43 entspricht dabei dem Außendurchmesser des Zylinderkerns 9. Ferner wird die Platte 43 von dem Schlüsselkanal 16 durchquert. Auch ist die Platte 43 so gestaltet, daß durch sie die Führungsbohrung 36 hindurchgeht. Da die Platte 43 drehfest mit der Zylinderkernhälfte 9' verbunden ist, ist die betreffende Trennfuge T von den einander zugekehrten Breitflächen der Zylinderkernhälfte 9'' und der Platte 43 gebildet. Die Wirkungsweise dieser zweiten Ausführungsform entspricht der vorbeschriebenen.

Claims (12)

  1. Aus einem Schließzylinder (3) und dazu passendem Schlüssel (2) bestehende Schließvorrichtung (1), wobei das Schließzylindergehäuse (7) einen einen Schlüsselkanal (16) aufweisenden Zylinderkern (9) lagert, mit von Profilierungen des Schlüssels (2) einsortierbaren, quer zur Schlüsselachse verlagerbaren, aus Kern- und Gehäusestiften (11, 12) bestehende Stiftzuhaltungen (10), wobei im Zylinderkern (9) ein durch Einschieben des Schlüssels (2) in den Schlüsselkanal (16) axial verlagerbarer Steuerstift (37) lagert, welcher mit einem quer zur Achse des Zylinderkerns (9) angeordneten Ergänzungszuhaltungsstift (28) zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass das dem vom Schlüssel (2) beaufschlagten Ende (40') gegenüberliegende Ende des Steuerstiftes (37) eine Schräge (38) ausbildet, auf welcher sich eine Gegenschräge (35) des Ergänzungszuhaltungsstiftes (28) abstützt.
  2. Schließvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schräge (38) und die Gegenschräge (35) von kegelförmigen Enden der jeweiligen Stifte (28, 37) ausgebildet werden.
  3. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der parallel zur Schlüssellängsmittelebene liegende Steuerstift (37) von einer quer zur Einschubrichtung verlaufenden Schulter (42) des Schlüssels (2) beaufschlagt wird.
  4. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerstift (37) von dem Ende einer Nut (41) oder einer Schlüsselrippen-Querkante verlagerbar ist.
  5. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Steuerstift (37) und Zylinderkern (9) in Achsrichtung geteilt sind und ihre Trennfugen (T) bei nicht eingestecktem Schlüssel (2) fluchten.
  6. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerstift (37) zufolge des federbeaufschlagten Ergänzungszuhaltungsstiftes (28) in Schlüsselkanal-Auswärtsrichtung federbeaufschlagt ist.
  7. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vom eingeschobenen Schlüssel (2) verlagerte Steuerstift (37) die beiden Zylinderkernhälften (9', 9'') drehfest miteinander kuppelt.
  8. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine in der Trennebene (T) angeordnete, aus anbohrfestem Material bestehende Platte (43), welche mit einer der beiden Kernhälften (9', 9'') insbesondere mittels Stifte (44) verbunden ist.
  9. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerstift (37) außerhalb der Längsmittelebene des Schlüsselkanals (16) liegt.
  10. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Ergänzungszuhaltungsstift (28) parallel zu den Zuhaltungsstiften (10) verläuft.
  11. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch jeweils beidseitig der Schließzylinder- Längsmittelebene angeordnete, jeweils mit einem Ergänzungszuhaltungsstift (28) zusammenwirkende Steuerstifte (37).
  12. Schließvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Steuerstift (37 wirkende Schulter (42) schräg zur Einsteckrichtung des Schlüssels (2) verläuft.
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