DE19904425A1 - Anschlußverbindungsstück für ein Rohr - Google Patents

Anschlußverbindungsstück für ein Rohr

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    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Abstract

Das Anschlußverbindungsstück hat einen im Durchmesser abgestuften Hülsenkörper, auf den sich das Rohr aufstecken läßt. Die Stufe begrenzt die Aufstecktiefe. beim Aufstecken auf die eine Ringdichtung tragende Partie kleineren Durchmessers (34) des Hülsenkörpers wird das Rohr über Widerhaken gestreift, die allein das Rohr durch Eingriff darin festhalten. Die Partie größeren Durchmessers (36) des Hülsenkörpers hat einen Außendurchmesser, der dem des Rohrs entspricht. Um das auf den Hülsenkörper aufgesteckte Rohr und um die Partie größeren Durchmessers (36) des Hülsenkörpers liegt außen bündig eine Stützhülse (40) herum.

Description

Die Erfindung betrifft ein Anschlußverbindungsstück für ein Rohr, insbesondere Verbundrohr, mit einem Hülsenkörper, der außen eine Ringdichtung trägt und auf den das Rohr aufsteckbar und an dem das aufgesteckte Rohr unter Abdichtung festlegbar ist.
Im Sanitär- und Heizungsanlagenbau kommen zunehmend Verbundrohre zum Einsatz, die einen Kern aus Metall - im allgemeinen Alumini­ um oder einer Aluminiumlegierung - mit einer inneren und äußeren Mantelschicht aus Kunststoff haben. Derartige Verbundrohre zeichnen sich durch eine hohe Druckfestigkeit und Dimensionssta­ bilität unter Druckbelastung und bei sich ändernden Temperaturen aus. Sie sind korrosionssicher, und sie genügen höchsten Hygie­ neanforderungen, da keine Schwermetalle an das Wasser abgegeben werden.
Aus der Praxis sind Anschlußverbindungsstücke für Verbundrohre bekannt, die einen Hülsenkörper haben, auf den das Verbundrohr aufgesteckt wird. Der Hülsenkörper trägt außen eine Ringdich­ tung. Das aufgesteckte Verbundrohr wird unter Abdichtung an dem Hülsenkörper festgelegt, was durch Anpressen mittels einer Preßzange oder Anziehen einer Überwurfmutter geschieht. Das ist recht umständlich, da es eines besonderen Werkzeugeinsatzes bedarf. Bisweilen besteht dafür ein Platzproblem. Die Überwurf­ mutter trägt im Außendurchmesser auf.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein im Aufbau unaufwendiges und kompaktes Anschlußverbindungsstück für ein Rohr der eingangs genannten Art zu schaffen, das sich ohne Werkzeugeinsatz montie­ ren läßt, eine hohe Stabilität gegen Biegekräfte, Druckfestig­ keit und Korrosionssicherheit bietet und höchsten Hygieneanfor­ derungen genügt.
Bei dem diese Aufgabe lösenden Anschlußverbindungsstück ist der Hülsenkörper im Durchmesser abgestuft. Die Stufe begrenzt die Aufstecktiefe des Rohrs. Beim Aufstecken auf die Partie kleineren Durchmessers des Hülsenkörpers läßt sich das Rohr über Widerhaken streifen, die allein das Rohr durch Eingriff darin festhalten. Die Partie größeren Durchmessers des Hülsen­ körpers hat einen Außendurchmesser, der dem des Rohrs ent­ spricht. Um das auf den Hülsenkörper aufgesteckte Rohr und um die Partie größeren Durchmessers des Hülsenkörpers liegt außen bündig eine Stützhülse herum.
Durch die Erfindung wird ein Anschlußverbindungsstück mit einer reinen Steckverbindung für ein Rohr geschaffen. Diese Steckver­ bindung ist sehr montagefreundlich, weil sie nur wenig Kraft braucht und keines Werkzeugeinsatzes bedarf.
Die Stufe des Hülsenkörpers bildet einen die Aufstecktiefe des Rohrs begrenzenden Anschlag. Bei der Herstellung der Anschluß­ verbindung wird das Rohr bis zum Anschlag, d. h. mit Sicherheit ausreichend weit auf den Hülsenkörper aufgesteckt. Das läßt sich gefühlsmäßig gut kontrollieren.
Die Steckverbindung ist unempfindlich gegen eventuelle Unrund­ heiten des Rohrs. Das aufgesteckte Rohr wird durch die Stützhül­ se gegen Biegekräfte stabilisiert.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stützhülse an der Partie größeren Durchmessers des Hülsenkörpers axial fi­ xiert. Sie hat dazu vorzugsweise Eingriff in eine Umfangsnut des Hülsenkörpers. Die Stützhülse kann Schnappsitz in der Um­ fangsnut haben oder in die Umfangsnut eingebördelt oder einge­ rollt sein. Bei einer bevorzugten Ausführungsform hat die Stütz­ hülse in der Umfangsnut Drehspiel.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform trägt die Partie kleineren Durchmessers des Hülsenkörpers vorn die Ringdichtung und in Aufsteckrichtung dahinter einen axial positionierten Haltering mit Widerhaken, die das Rohr durch Eingriff darin festhalten.
Durch die Anordnung der Ringdichtung in Aufsteckrichtung vor dem Haltering ist gewährleistet, daß kein Wasser an den vorzugs­ weise aus Metall bestehenden Haltering gelangt. Der Eingriff der Widerhaken des Halterings in das Rohr hat keinen Einfluß auf die Qualität der inneren Dichtfläche des Rohrs.
Durch eine Anordnung der Ringdichtung in Aufsteckrichtung mög­ lichst weit vorn werden Totwasserräume mit Stagnationswasser und die damit einhergehenden Hygieneprobleme vermieden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Haltering in einer Umfangsnut des Hülsenkörpers aufgenommen. Er hat in der Umfangs­ nut vorzugsweise Drehspiel und ein wenig axiales Verschiebe­ spiel. Nach dem Aufstecken läßt sich das Rohr mitsamt dem Halte­ ring drehen und ein wenig neigen und dadurch richten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Stützhülse am Innenmantel mit Widerhaken versehen, die das Rohr durch Eingriff darin festhalten. Dank des Drehspiels der Stützhülse an dem Hülsenkörper läßt sich das aufgesteckte Rohr mitsamt der Stütz­ hülse drehen und dadurch richten.
Wenn ein Haltering mit Widerhaken vorhanden ist, bedarf es kei­ ner Widerhaken an der Stützhülse. Wenn die Stützhülse am Innen­ mantel mit Widerhaken versehen ist, kann der Haltering entfal­ len. Es können aber auch ein Haltering mit Widerhaken und eine Stützhülse mit Widerhaken kombiniert werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Ringdichtung eine Dichtmanschette mit mehreren konzentrischen, axial versetzten Dichtwulsten. Dadurch wird Redundanz in der Abdichtung geschaf­ fen und unabhängig von eventuellen Fehlstellen an der Rohrinnen­ wand eine einwandfreie Dichtigkeit erzielt.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform liegt die Dichtmanschette vor der vorderen Stirnfläche des Hülsenkörpers. Dadurch hat man hier überhaupt keinen Totwasserraum.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform nimmt die Dichtmanschette an dem Hülsenkörper eine Raststellung ein. Das ist für die ge­ naue Positionierung bei der Vormontage der Dichtmanschette von Bedeutung.
Die Erfindung wird im folgenden anhand zweier in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 und Fig. 2 den axialen Querschnitt durch ein Anschluß­ verbindungsstück mit einem darauf sitzenden Verbundrohr und einer Stützhülse, und zwar
Fig. 1 ein Anschlußverbindungsstück mit einem Widerhaken auf­ weisenden Haltering, und
Fig. 2 ein Anschlußverbindungsstück mit Widerhaken am Innenman­ tel der Stützhülse.
Die Anschlußverbindungsstücke dienen dazu, eine Anschlußverbin­ dung für das Rohr, insbesondere Verbundrohr einer Sanitär- oder Heizungsanlage herzustellen. Bei den Anschlußverbindungsstücken kann es sich um Schraubfittings, gerade Rohrverbinder, Rohrkrüm­ mer, Rohrverzweigungen und vieles andere mehr handeln.
Das Verbundrohr hat einen kreiszylindrischen Kern 10 aus Metall, insbesondere Aluminium oder einer Aluminiumlegierung. Der Kern 10 ist innen und außen mit einer kreiszylindrischen Mantel­ schicht 12, 14 aus Kunststoff versehen.
An den Enden des Rohrs liegt das Metall des Kerns 10 stirnseitig blank. Bei der Gestaltung der Anschlußverbindung ist darauf zu achten, daß kein Wasser an die Stirnseiten des Rohrs gelangt, da sonst möglicherweise Korrosion einträte. Bekannte Anschluß­ verbindungsstücke für massive Kunststoffrohre, die das Rohr außen mit einer Muffe übergreifen und an seinem Außenmantel abdichten, kommen daher für ein Verbundrohr nicht in Betracht.
Das erfindungsgemäße Anschlußverbindungsstück hat einen kreis­ zylindrischen Hülsenkörper aus Kunststoff, der in das Rohr hin­ einragt und an dem Rohrinnenmantel 12 abdichtet.
Der Hülsenkörper trägt eine Dichtmanschette aus Gummi, die vor seiner vorderen Stirnfläche 16 und um seinen Außenmantel 18 herum liegt und drei konzentrische, axial versetzte Dichtwulste 20, 22 aufweist, die durch in der radialen Mitte dazwischen liegende, dünne umlaufende Materialstege 24 verbunden sind. Ein vorderster Dichtwulst 20 grenzt direkt an die Stirnfläche 16 des Hülsenkörpers an, so daß es hier keinen Totwasserraum gibt.
Der Hülsenkörper gemäß Fig. 1 hat hinter der Dichtmanschette einen radial nach außen abstehenden, zylindrischen Bund 26 und dahinter eine Umfangsnut 28, in der ein Haltering 30 sitzt. Der Haltering 30 besteht aus Metall oder Kunststoff. Er hat einen vorderen Ringsteg und über dessen Umfang verteilte Wider­ haken, die nach hinten und radial außen abstehen.
Der Hülsenkörper ist im Durchmesser abgestuft. Er geht an einer radialen Ringstufe 32 von der in das Rohr hineinragenden Partie kleineren Durchmessers 34 in eine äußere Partie größeren Durch­ messers 36 über, deren Außendurchmesser dem des Rohrs ent­ spricht. Die Ringstufe 32 befindet sich ein Stück hinter dem Haltering 30.
Das Rohr läßt sich auf den Hülsenkörper des Anschlußverbindungs­ stücks aufstecken. Es streift dabei über die Dichtmanschette und die Widerhaken des Halterings 30 hinweg, die nach hinten und radial innen einfedern. Der Haltering 30 gleitet in der Umfangsnut 28 ein wenig nach hinten.
Die Aufstecktiefe des Rohrs ist durch den Anschlag an der Ring­ stufe 32 begrenzt. Diese befindet sich so weit hinter dem Halte­ ring 30, daß eine ausreichende Haltelänge auch bei schräg abge­ schnittenem Rohr gewährleistet ist.
Durch den Wasserdruck wird eine axiale Kraft auf das Rohr aus­ geübt, die es von dem Hülsenkörper herunterzuziehen sucht. Es graben sich dann die ausfedernden Widerhaken des Halterings 30 in den Kunststoffinnenmantel 12 des Rohrs ein, um letzteres festzuhalten. Der Haltering 30 gleitet in der Umfangsnut 28 ein wenig nach vorn. Zwischen dem Ende des Rohrs und der Ring­ stufe 32 bildet sich ein kleiner Spalt 38, der für den Bewe­ gungsausgleich und den Ausgleich von Wärmedehnungen von Vorteil ist.
Um das aufgesteckte Rohr und die Partie größeren Durchmessers 36 des Hülsenkörpers liegt außen bündig eine kreiszylindrische Stützhülse 40 herum, deren Innenmantel im Bereich des Verbund­ rohrs glatt ist. Die Stützhülse 40 hat eine umlaufende, nach ihnen abstehende Rippe 42, die in eine Umfangsnut des Hülsenkör­ pers eingreift.
Gemäß Fig. 2 ist die Stützhülse 40 am Innenmantel mit Widerhaken 44 versehen, die das aufgesteckte Rohr festhalten. Eines Halte­ rings 30 mit Widerhaken bedarf es nicht.
Liste der Bezugszeichen
10
Kern
12
Innenmantel
14
Außenmantel
16
Stirnfläche
18
Außenmantel
20
vorderster Dichtwulst
22
Dichtwulst
24
Materialsteg
26
Bund
28
Umfangsnut
30
Haltering
32
Ringstufe
34
Partie kleineren Durchmessers
36
Partie größeren Durchmessers
38
Spalt
40
Stützhülse
42
Rippe
44
Widerhaken

Claims (12)

1. Anschlußverbindungsstück für ein Rohr, inbesondere Verbund­ rohr, mit einem Hülsenkörper, der außen eine Ringdichtung trägt und auf den das Rohr aufsteckbar und an dem das auf­ gesteckte Rohr unter Abdichtung festlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Hülsenkörper im Durchmesser abge­ stuft ist, daß die Stufe (32) die Aufstecktiefe des Rohrs begrenzt, daß das Rohr beim Aufstecken auf die Partie klei­ neren Durchmessers (34) des Hülsenkörpers über Widerhaken (44) streifbar ist, die allein das Rohr durch Eingriff darin festhalten, daß die Partie größeren Durchmessers (36) des Hülsenkörpers einen Außendurchmesser hat, der dem des Rohrs entspricht, und daß um das auf den Hülsenkör­ per aufgesteckte Rohr und um die Partie größeren Durchmes­ sers (36) des Hülsenkörpers außen bündig eine Stützhülse (40) herumliegt.
2. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Stützhülse (40) an der Partie größeren Durchmessers (36) des Hülsenkörpers axial fixiert ist.
3. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützhülse (40) in eine Umfangsnut des Hülsenkörpers Eingriff hat.
4. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Stützhülse (40) Schnappsitz in der Um­ fangsnut hat.
5. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Stützhülse (40) in die Umfangsnut einge­ bördelt oder eingerollt ist.
6. Anschlußverbindungsstück nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützhülse (40) in der Umfangsnut Drehspiel hat.
7. Anschlußverbindungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Partie kleineren Durch­ messers (34) des Hülsenkörpers vorn die Ringdichtung und in Aufsteckrichtung dahinter einen axial positionierten Haltering (30) mit Widerhaken trägt.
8. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Haltering (30) in einer Umfangsnut (28) des Hülsenkörpers aufgenommen ist.
9. Anschlußverbindungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützhülse (40) am In­ nenmantel mit Widerhaken (44) versehen ist.
10. Anschlußverbindungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtung eine Dicht­ manschette mit mehreren konzentrischen, axial versetzten Dichtwulsten (20, 22) ist.
11. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 10, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Dichtmanschette vor der vorderen Stirn­ fläche (16) des Hülsenkörpers liegt.
12. Anschlußverbindungsstück nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtmanschette an dem Hülsenkörper eine Raststellung einnimmt.
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Cited By (4)

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WO2004104466A1 (en) * 2003-05-22 2004-12-02 Yorkshire Fittings Limited Tube coupling device
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