DE19838637A1 - Behälter mit Zuschlagstoffen für Getränke - Google Patents

Behälter mit Zuschlagstoffen für Getränke

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DE19838637A1
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Abstract

Ein Behälter (10) enthält Zuschlagstoffe, mit denen Getränke aromatisiert oder gesüßt werden können. Dabei ist der Behälter (10) so beschaffen, daß die Zuschlagstoffe in einem Getränk freisetzbar sind.

Description

Die Erfindung betrifft einen Behälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
In letzter Zeit wächst stetig der Bedarf, kalte oder heiße Getränke mit bestimmten Zuschlagstoffen zu verfeinern. Da diese Zuschlagstoffe meist nur in großen Gefäßen vorhanden sind, beispielsweise Honig zum Verfeinern von Kaffee oder Tee oder Alkoholika, wie z. B. Rum für Tee oder Grog, ist es oft mühselig und umständlich, ein Getränk mit dem gewünschten Zu­ schlagstoff portioniert und ohne großen Aufwand zuzugeben.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Behäl­ ter der eingangs genannten Art anzugeben, der mit technisch einfachen Mitteln eine leichte und saubere Zugabe von Zu­ schlagstoffen in Getränke ermöglicht und gleichzeitig eine Dosierung erleichtert.
Diese Aufgabe wird beim Behälter der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Behälter derart be­ schaffen ist, daß die Zuschlagstoffe in einem Getränk frei­ setzbar sind.
Eine besonders einfache Ausführungsform ist dabei dann gege­ ben, wenn der Behälter zumindest teilweise aus einem im Ge­ tränk auflösbaren Material besteht, das Gelatine oder Zucker sein kann.
Je nach Zuschlagstoff ist es vorteilhaft, als Gelatine entwe­ der eine Hartgelatine oder eine Weichgelatine zu verwenden.
Falls für den Behälter eine Weichgelatine verwandt wird, ist es vorteilhaft, wenn die zum Behälterinneren weisende Ober­ fläche der Weichgelatine mit einem von dem Zuschlagstoff un­ löslichen Material beschichtet ist.
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform besteht das unlösliche Material aus Bienenwachs.
Es ist möglich, daß der Behälter vollständig aus Hart- oder Weichgelatine besteht, allerdings sind auch Ausführungsformen denkbar, bei denen der Behälter aus Kunststoff und aus einem in dem Getränk auflösbaren Material besteht.
Ferner ist es möglich, daß der Behälter vollständig aus Kunststoff besteht und Öffnungen aufweist, die mit dem in dem Getränk auflösbaren Material verschlossen sind.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfin­ dung weist der Behälter eine Kunststoffschale auf, die mit einer Schale aus dem in dem Getränk lösbaren Material verbun­ den ist.
Vorteilhaft ist es auch möglich, daß der Behälter aus zwei Kunststoffschalen besteht, die miteinander mit dem in dem Ge­ tränk auflösbaren Material verbunden sind.
Die Behälter können eine fast unbegrenzte Vielzahl von Formen aufweisen, so z. B. die Form eines Ellipsoids, eines Zylin­ ders, einer Kugel, eines Quaders, eines Würfels, eines Her­ zens oder auch anderer gewünschter Figuren, die besonders entsprechende Zielgruppen, beispielsweise Kinder, ansprechen.
Weiterhin ist es möglich, bei einem Behälter, der mindestens einen Teil aus Kunststoff aufweist, an diesem Teil aus Kunst­ stoff einen Faden zu befestigen, damit nach der Freigabe des Zuschlagstoffes in das Getränk dieser Teil aus Kunststoff einfach wieder aus dem Getränkegefäß entnommen werden kann.
Als Zuschlagstoffe können Honig, Rum oder andere Aromen ent­ haltene Stoffe verwandt werden.
Allen Ausführungsformen ist gemeinsam, daß der in ein Getränk eingebrachte Behälter die Zuschlagstoffe dadurch in das Ge­ tränk abgibt, indem das in dem Getränk auflösbare Material sich in diesem Getränk auflöst. Je nach Ausführungsform löst sich dabei der Behälter vollständig auf oder es werden die in einem Kunststoffbehälter vorhandenen Öffnungen durch Auflösen der lösbaren Materialschicht geöffnet, oder es werden zwei Halbschalen aus Kunststoff, die mit dem lösbaren Material miteinander verbunden sind, getrennt, so daß der Zuschlag­ stoff in das Getränk einfließen kann.
Dadurch ist es möglich, auf einfache und leichte und vor al­ len Dingen auf eine saubere Art und Weise Zuschlagstoffe dem Getränk portioniert beizugeben.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele so­ wie aus den Zeichnungen, auf die bezug genommen wird. Es zei­ gen:
Fig. 1 einen ersten Behälter in Form eines Ellipsoids in Seitenansicht;
Fig. 2 einen zweiten Behälter in Form eines Zylinders in Seitenansicht;
Fig. 3 einen dritten Behälter in Form einer Kugel in Sei­ tenansicht;
Fig. 4 einen vierten Behälter aus zwei Halbschalen ein­ schließlich einer Variante desselben in Seitenan­ sicht;
Fig. 5 einen fünften Behälter in Form eines Würfels in Seitenansicht; und
Fig. 6 einen sechsten Behälter in Form eines Herzens in Seitenansicht.
Anhand der Fig. 1 bis 6 werden nunmehr verschiedene Ausfüh­ rungsbeispiele von Behältern, die Zuschlagstoffe für Getränke enthalten, beschrieben.
In der Fig. 1 ist ein erster Behälter 10 dargestellt, der in diesem Fall die Form eines Ellipsoids aufweist.
Dabei kann dieses Ellipsoid entweder aus Hartgelatine beste­ hen, wobei in diesem Fall dieser Behälter 10 dann zweiteilig mit einem Deckelteil, der in der Fig. 1 nicht dargestellt ist, ausgestaltet ist.
Ferner kann dieser Behälter 10 aus einer Weichgelatine beste­ hen, wobei dieser Behälter 10 bei seiner Fertigung gleichzei­ tig mit einem Zuschlagstoff gefüllt werden kann.
Selbstverständlich ist auch möglich, den Behälter 10 in Form einer Zuckerkapsel auszugestalten.
In der Fig. 2 ist ein zweiter Behälter 20 in Form eines Zy­ linders dargestellt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um einen Behälter 20 aus Hartgelatine, beste­ hend aus einem Hauptteil 24, das mit dem Zuschlagstoff ge­ füllt wird, und aus einem Deckelteil 22, das nach dem Befüll­ vorgang auf das Hauptteil 24 aufgesetzt wird.
Selbstverständlich kann der zweite Behälter 20 dieses Ausfüh­ rungsbeispiels ebenfalls vollständig aus Weichgelatine beste­ hen, was in der Fig. 2 nicht dargestellt ist.
Auch ist es möglich, diesen zweiten Behälter 20 in Form einer Zuckerkapsel zur Verfügung stellen.
Bei den Ausführungsbeispielen gemäß den Fig. 1 und 2 ist ge­ meinsam, daß sich die ersten und zweiten Behälter 10 und 20 nach einem Einbringen in ein Getränk vollständig auflösen und somit einen Zuschlagstoff in das Getränk freigeben.
In der Fig. 3 ist ein dritter Behälter 30 dargestellt, der vollständig aus Kunststoff besteht. Um nach einer Eingabe in ein Getränk den in dem Behälter 30 enthaltenen Zuschlagstoff in das Getränk freigeben zu können, weist dieser dritte Be­ hälter 30 mehrere in beliebiger Art und Weise angeordnete Öffnungen 32 auf, die mit einem von dem Getränk lösbaren Ma­ terial verschlossen sind.
Wird daher nun dieser dritte Behälter 30 in ein Getränk ein­ gegeben, so lösen sich die die Öffnungen 32 verschließenden Materialien auf, so daß der in dem Behälter 30 enthaltene Zu­ schlagstoff in das Getränk einfließen kann.
In der Fig. 4 ist ein vierter Behälter 40 sowie eine gewisse Abwandlung eines Behälters 40' dargestellt.
Der vierte Behälter 40 besteht aus einer Halbschale 42, vor­ zugsweise Kugelhalbschale, die mit einer Schale 44 aus einem in dem Getränk lösbaren Material verbunden ist.
Wird nun dieser vierte Behälter 40 in ein Getränk eingeführt, so löst sich die Schale 44 rasch und vollständig auf und gibt somit den in dem Behälter 40 vorhandenen Zuschlagstoff an das Getränk ab.
Alternativ dazu ist es möglich, einen Behälter 40' vorzuse­ hen, der aus zwei Halbschalen 42' aus Kunststoff besteht, die mittels eines Materials, das in dem Getränk lösbar ist, mit­ einander verbunden sind.
Wird nun diese Variante eines Behälters 40' in ein Getränk eingegeben, so löst sich das die beiden Kunststoffschalen 42' verbindende Material in dem Getränk auf, so daß die beiden Halbschalen 42' voneinander getrennt werden. Dadurch ergießt sich wiederum der Zuschlagstoff in das Getränk hinein.
In den Fig. 5 und 6 sind zwei weitere Ausführungsbeispiele eines fünften bzw. eines sechsten Behälters 50 bzw. 60 ge­ zeigt, um lediglich eine kleine Auswahl der Formenvielfalt für den erfindungsgemäßen Behälter darzustellen.
So zeigt die Fig. 5 den fünften Behälter 50 in Form eines Würfels, während die Fig. 6 den sechsten Behälter 60 in Form eines Herzens zeigt.
Selbstverständlich ist eine Vielzahl anderer Formen für die Behälter möglich, die insbesondere im Hinblick auf bestimmte Kundenzielgruppen ausgewählt werden können.
Der fünfte Behälter 50 und auch der sechste Behälter 60 kön­ nen entweder vollständig aus einem in dem Getränk auflösbaren Material bestehen, also auch Hart- oder Weichgelatine oder auch aus Zucker, einer sog. Zuckerkapsel also, oder aber auch wie die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 3 und gemäß Fig. 4 ausgestaltet sein.
Falls für irgendeinen der Behälter zumindest ein Teil aus Kunststoff verwandt wird, kann vorteilhafter Weise dieser Teil aus Kunststoff noch mit einem Faden versehen sein, der eine derartige Länge aufweist, daß er nach dem Einbringen des Behälters noch aus dem Rand des Gefäßes für das Getränk her­ ausragt, so daß nach einer Abgabe des Zuschlagstoffes dieser Teil aus Kunststoff einfach wieder aus dem Gefäß entnommen werden kann.
Um die Möglichkeit eines Auflösens eines Behälters, der aus Weichgelatine besteht, durch den Zuschlagstoff selbst zu re­ duzieren oder gar zu verhindern, können die zum Behälterinne­ ren weisenden Oberflächen der Weichgelatine mit einem Materi­ al überzogen sein, das in dem Zuschlagstoff unlöslich ist. Dazu eignet sich z. B. Bienenwachs, das in Form eines hauch­ zarten Films auf die nach innen weisende Oberfläche aufge­ sprüht oder aufgetragen werden kann.
Als Zuschlagstoffe sind alle Arten von Aromen enthaltenden Stoffen denkbar. Dabei ist es allerdings von besonderem Vor­ teil, als Zuschlagstoff Honig zum Süßen und Aromatisieren von Tee und auch Kaffee zu verwenden, da dadurch der lästige Um­ gang mit klebrigen Löffeln vollständig entfällt.
Vor allem im Gastronomiebereich ist die Verwendung eines Be­ hälters mit Honig als Zuschlagstoff vorteilhaft, weil gerade im Gastronomiebereich eine praktische und auch hygienische Portionierung nicht ohne großen Aufwand gegeben ist.
Erfindungsgemäß ist es daher möglich, mit einfachsten Mitteln ein Heiß- oder Kaltgetränk mit Hilfe der Zuschlagstoffe ent­ haltenen Behälter mit der gewünschten Dosis zu aromatisieren oder zu süßen.
Bezugszeichenliste
10
Behälter
20
Behälter
22
Deckelteil
24
Hauptteil
30
Behälter
32
Öffnungen
40
Behälter
50
Behälter
60
Behälter

Claims (14)

1. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) mit Zuschlagstoffen für Getränke, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) derart beschaffen ist, daß die Zuschlagstoffe in einem Getränk freisetz­ bar sind.
2. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) zumindest teilwei­ se aus einem in dem Getränk auflösbaren Material be­ steht.
3. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Material Gelatine oder Zucker ist.
4. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelatine eine Hartgelatine oder eine Weichgela­ tine ist.
5. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Behälterinneren weisende Oberfläche der Weichgelatine mit einem von dem Zuschlagstoff unlösli­ chen Material beschichtet ist.
6. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das unlösliche Material Bienenwachs ist.
7. Behälter (10; 20; 50; 60) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10; 20; 50; 60) vollständig aus Hart- oder Weichgelatine besteht.
8. Behälter (30; 40) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (30; 40) aus Kunststoff und aus einem in dem Getränk auflösbaren Material besteht.
9. Behälter (30) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (30) aus Kunststoff besteht und Öff­ nungen (32) aufweist, die mit dem in dem Getränk auf­ lösbaren Material verschlossen sind.
10. Behälter (40) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (40) aus einer Kunststoffschale (42) und einer damit verbundenen Schale (44) aus dem in dem Getränk lösbaren Material besteht.
11. Behälter (40') nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (40') aus zwei Kunststoffschalen (42') besteht, die miteinander mit dem in dem Getränk auflös­ baren Material verbunden sind.
12. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) die Form eines El­ lipsoides, eines Zylinders, einer Kugel, eines Quaders, eines Würfels, eines Herzens oder anderer gewünschter Figuren aufweist.
13. Behälter (30; 40) nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Teil aus Kunststoff ein Faden befestigt ist.
14. Behälter (10; 20; 30; 40; 50; 60) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschlagstoff aus Honig, Rum oder anderen Aro­ men enthaltenden Stoffen besteht.
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