DE19743929A1 - Vorrichtung zum Erzeugen von lokalen Auswölbungen in einem Bauteil - Google Patents

Vorrichtung zum Erzeugen von lokalen Auswölbungen in einem Bauteil

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen lokaler Auswölbungen in einem Bau­ teil, insbesondere in einem Karosserie-Bauteil aus Metallblech, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist bekannt, daß beim Verschweißen beschichteter, insbesondere verzinkter, überlap­ pender Bleche das Problem auftritt, daß während des Schweißvorgangs ein Teil der Be­ schichtung an der Schweißstelle verdampft, so daß es beim Schweißvorgang zu einem Ver­ spritzen des Beschichtungsmaterials in die Umgebung der Schweißstelle kommt. Dieser Vorgang führt nicht nur zu einer Beeinträchtigung der Umgebung der Schweißstelle, sondern vermindert auch die Qualität der Schweißnaht.

Zur Vermeidung dieser Schweißspritzer ist es bekannt, eines der beiden miteinander über­ lappend zu verschweißenden Bleche mit Kugelnoppenförmigen lokalen Auswölbungen auf der Überlappseite zu versehen, so daß die beiden Bleche vor dem Verschweißen nicht mehr unmittelbar aufeinander zu liegen kommen, sondern einen geringen Abstand voneinander besitzen. Diese Maßnahme aus dem Stand der Technik ist in Fig. 4 illustriert. Fig. 4 zeigt ein erstes Blech 24 sowie ein zweites Blech 25, die überlappend verschweißt werden. Beim Verschweißen der beiden verzinkten Metallbleche 24, 25 tritt an der Stelle der späteren Schweißnaht 26 die beschriebenen Schweißausgasung auf. Mittels der Kugelnoppe 20 im ersten Blech 24, der auf der abgewandten Seite des ersten Bleches 24 eine entsprechende Kugeldelle 21 zugeordnet ist, werden die beiden Bleche 24, 25 während des Schweißvor­ gangs auf einem geringen Abstand gehalten, so daß zwischen ihnen ein Freiraum 22 ver­ bleibt, in den die während des Schweißvorgangs auftretende Ausgasung 23 - die im wesent­ lichen aus verdampfendem und verspritzendem Zink aus der Zinkbeschichtung der beiden Bleche 24, 25 besteht - frei austreten und sich dort niederschlagen kann. Auf diese Weise treten keine die sichtbaren Oberflächen der beiden Bleche 24, 25 beeinträchtigenden Zink­ spritzer mehr auf und die Qualität der Schweißnaht 26 wird wesentlich verbessert.

Die beschriebenen Kugelnoppen 20 und -dellen 21 werden bekanntermaßen entweder ein­ zeln nacheinander mittels einer mechanisch nach dem Hebelprinzip mit einem einzelnen Druckstempel arbeitenden Stempelvorrichtung in das Metallblech hineingedrückt, oder es werden mehrere mechanisch nach dem Hebelprinzip arbeitende Stempelvorrichtungen zu einer Stempelmaschine verbunden. Die serielle Fertigung mittels eines Einzelstempels ist außerordentlich zeitaufwendig. Stempelmaschinen aus mehreren mechanisch arbeitenden Einzelstempelvorrichtungen sind aufwendig herzustellen. Eine Anpassung an unterschiedlich geformte Blechteile, insbesondere dreidimensional geformte Blechteile, ist entweder mit einem erheblichen Aufwand verbunden oder sogar völlig unmöglich, da für jede einzelne der zu einer Stempelmaschine verbundenen Stempelvorrichtungen ein beträchtlicher Platzbe­ darf für die auf dem Hebelprinzip beruhende mechanische Kraftübertragung benötigt wird.

Aus der DE 38 12 448 C1 ist eine Methode zum Gestalten des Verbindungsbereiches zweier beschichteter Dünnbleche mit einer Laserstrahl-Schweißnaht sowie einem Freiraum zur Aufnahme der sich beim Schweißvorgang bildenden Beschichtungsdämpfe bekannt, bei der die beiden Dünnbleche entlang der Schweißnaht mit unterschiedlichen Krümmungsradien aufeinanderstoßen und beidseitig der Schweißnaht voneinander beabstandet sind.

Diese Methode hat den Nachteil, daß in der Praxis die beiden beschichteten Dünnbleche auf ihrer gesamten Länge verformt werden müssen, um den Freiraum zur Aufnahme sich beim Schweißvorgang bildenden Beschichtungsdämpfe zu schaffen. Im Vergleich zu der bekann­ ten Methode mittels kleiner Kugelnoppen 20, die jeweils in Richtung der Schweißnaht 26 lediglich lokal ausgebildet sind und in Richtung quer zur Schweißnaht 26 nah an dieser an­ geordnet sein können, ist der Platzbedarf für die Lösung gemäß der DE 12 448 C1 wesent­ lich größer. Insbesondere ist die Gesamtdicke des Verbindungsbereiches der überlappend verschweißten Bleche wesentlich größer.

Es besteht die Aufgabe, eine Vorrichtung zum Erzeugen von lokalen Auswölbungen in ei­ nem Bauteil, insbesondere in einem Karosseriebauteil aus Metallblech, der eingangs ge­ nannten Art vorzuschlagen, die einerseits wie die bekannten nach dem Hebelprinzip arbei­ tenden mechanischen Stempelmaschinen eine gleichzeitige und damit rasche Erzeugung von mehreren bis vielen lokalen Auswölbungen auf einer Seite des Metallblechs ermöglicht, die aber andererseits einfach herzustellen und zu betreiben ist. Insbesondere soll die neu­ artige Vorrichtung einfach an verschieden geformte, insbesondere dreidimensional geformte Bauteile anpaßbar sein.

Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Druckmembran, die pneumatisch oder hydraulisch beaufschlagbar und mit den Drückelementen der Vorrichtung in Wirkverbindung bringbar ist, können mehrere bis viele Drückelemente gleichzeitig bewegt und zum Erzeugen der lokalen Auswölbungen auf einer Seite des Bauteils, insbesondere Metallblech-Karosseriebauteils, auf die andere Seite des Bauteils angedrückt werden. Die erfindungsgemäße Lösung macht komplizierte und teure Hebelsysteme, die einen großen Raum bedarf haben und nur schlecht oder überhaupt nicht an wechselnde räumliche Geometrien der mit lokalen Auswölbungen zu versehenden Bauteile anpaßbar sind, überflüssig. Der Aufwand zur Herstellung und/oder Einstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist daher gering und weitgehend unabhängig von der Größe des Karosserie-Bauteils. Auf diese Vorteile ist besonders im Hinblick auf Prototypen-Karosserieteile, Kleinserien und Modelle hinzuweisen.

Die Druckmembran wird bevorzugt durch einen dehnbaren Druckschlauch gebildet. Druck­ schläuche sind kommerziell für die verschiedensten Druckbereiche und in den unterschied­ lichsten Längen erhältlich, so daß eine erfindungsgemäße Vorrichtung leicht für vollkommen unterschiedliche Größen- und Festigkeitsbereiche von Bauteilen zu konstruieren ist.

Zum Schutz der Druckmembran wird vorteilhafterweise die Druckmembran in einem Hohl­ körper angeordnet. Die zum Bauteil gerichtete Wand des Hohlkörpers kann dabei vorteilhaf­ terweise gleichzeitig zur Haltung und Führung der Drückelemente dienen. Zum Beispiel kön­ nen in der Wand Führungsbohrungen für die Drückelemente enthalten sein.

Die Drückelemente werden bevorzugt als Druckstempel ausgebildet, die insbesondere einen mit der Druckmembran in Wirkverbindung bringbaren Kopf aufweisen. Werden die Köpfe der Drückelemente sämtlich mit gleicher Kopffläche ausgeführt, so erreicht man in Verbindung mit dem pneumatischen oder hydraulischen Wirkprinzip der Druckmembran selbsttätig, daß alle Drückelemente mit gleicher Druckkraft nach außen zum Karosseriebauteil gedrückt wer­ den. Wählt man umgekehrt die Kopfflächen der Druckstempel unterschiedlich groß, so kann man erreichen, daß in Bauteilbereichen, in denen beispielsweise die Materialstärken des Bauteils größer gewählt sind, eine höhere Anpreßkraft auftritt, um auch hier die Erzeugung der lokalen Auswölbungen in gewünschter Weise sicherzustellen.

Es wird bevorzugt, daß die Drückelemente federnd gehalten und geführt sind, wobei sie ei­ ner von dem Bauteil weggerichteten Federvorspannung unterworfen sind. Auf diese Weise sind die Drückelemente lediglich während der Druckbeaufschlagung der Druckmembran im Eingriff mit dem Bauteil, während sie ansonsten aufgrund der Federvorspannung von diesen beabstandet gehalten sind, so daß das zu bearbeitende Bauteil leicht gegen ein neues auswechselbar ist.

Im allgemeinen wird man bevorzugen, daß die Drückelemente senkrecht zur jeweils zuge­ ordneten Bauteiloberfläche gehalten und geführt sind. Dies kann man beispielsweise da­ durch erreichen, daß die Achsen der Führungsbohrungen in der Wand des Hohlkörpers je­ weils senkrecht zur zugeordneten Bauteiloberfläche ausgebildet sind.

Üblicherweise wird jedem Drückelement jeweils eine zumindest im wesentlichen der wirksa­ men Drückfläche des Drückelements entsprechende Negativform auf der anderen Seite des in die Vorrichtung eingelegten Bauteils zugeordnet. Zur leichteren Anpassung an unter­ schiedliche Formen der wirksamen Drückfläche der Drückelemente wird bevorzugt, daß die Negativformen in einem oder mehreren auswechselbaren Formeinsätzen ausgebildet sind. Üblicherweise ist die wirksame Drückfläche der Drückelemente als Teil einer Kugeloberflä­ che geformt.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung wird im folgenden anhand zweier Ausführungsbeispiele, die vorteilhafte Wei­ terbildungen der Erfindung zeigen, näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Querschnittdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Vorrichtung;

Fig. 2a, b, c eine schematische Darstellung der beim Erzeugen einer lokalen Auswölbung an einem Bauteil ablaufenden Vorgänge;

Fig. 3 eine schematische Längsschnitt-Darstellung eines zweiten Ausführungsbei­ spieles einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

Die Fig. 1 zeigt schematisch eine Drückvorrichtung 1 im Querschnitt. Die Drückvorrichtung 1 umfaßt eine Standplatte 2, mit der über ein verriegelbares Drehgelenk 3 eine Gegenplatte 4 gelenkig verbunden ist. Auf die Standplatte 2 ist ein verzinktes dünnes Metallblech 13 aufgelegt, das mit kugelkalottenförmigen lokalen Auswölbungen 8a versehen werden soll. Zur Erleichterung des Anlegens des Dünnbleches 13 verfügt die Gegenplatte 4 über einen Anschlag 14.

Unterhalb des Bereiches, in dem das Metallblech 13 mit den kugelkalottenförmigen Auswöl­ bungen 8a versehen werden soll, ist ein austauschbarer Formeinsatz 15 in die Standplatte 2 eingelegt, in dem die entsprechenden kugelmuldenförmigen Negativformen 16a als Ku­ gelmulden 16 ausgebildet sind.

Auf der anderen Seite des Metallbleches 13 befindet sich gegenüberliegend und oberhalb des Bleches 13 ein als Drückelement 6a wirkender Druckstempel 6. Die wirksame Drückflä­ che 17 des Druckstempels 6 ist als Kugelkalotte 8 gestaltet und entspricht in ihrer Form im wesentlichen der zugeordneten Kugelmulde 16.

Der Druckstempel 6 ist in einer Führungsbohrung 7 einer werkstückseitigen Wand 5b einer Stempelkammer 5 gehalten und geführt. Diese als Hohlkörper 5a ausgebildete Stempel­ kammer 5 erstreckt sich in Längsrichtung der Vorrichtung 1 senkrecht zur Zeichenebene hinein. Die Stempelkammer 5 enthält eine Vielzahl von hintereinander angeordneten einzel­ nen Druckstempeln 6.

Die Köpfe 9 der Druckstempel 6 sind jeweils mit einer Druckfeder 12 an der blechseitigen Wand 5b der Stempelkammer 5 abgestützt, so daß sie in der Fig. 1 gezeigten Ruhestellung in die Stempelkammer 5 hineinverfahren sind und die Kugelkalotte 8 des Druckstempels 6, die die wirksame Drückfläche 17 des Druckstempels 6 bildet, von der Oberseite 13b des Bleches 13 beabstandet ist.

Oberhalb des Kopfes 9 des Druckstempels 6 befindet sich in der Stempelkammer 5 ein Druckschlauch 10, dessen innere Druckkammer 11 über einen (nicht gezeigten) Pneumatik- oder Hydraulikanschluß mit einem Innendruck beaufschlagt werden kann. Der elastische Druckschlauch 10 dehnt sich dann gegenüber seinem in Fig. 1 drucklosen Zustand aus, drückt auf den Kopf 9 des Druckstempels 6 und bewegt diesen gegen die Federvorspan­ nung der Druckfeder 12 abwärts, bis die Kugelkalotte 8 des Druckstempels 6 auf das Blech 13 aufsetzt.

In den Fig. 2a, 2b, 2c sind die dann am Karosserieblech 13 stattfindenden Vorgänge ver­ größert dargestellt. Fig. 2a entspricht der in Fig. 1 dargestellten Ausgangssituation, bei der das Blechbauteil 13a auf der Standplatte 2 ruht.

Fig. 2b zeigt den abgesenkten Druckstempel mit der Kugelkalotte 8, die in die Oberseite 13b des Bauteils 13a eine kugelmuldenförmige Delle 21 hineindrückt. Entsprechend wird das Material des Metallblechs 13 auf seiner Unterseite 13c in die kugelmuldenförmige Negativ­ form 16a hineingepreßt, die sich in einem austauschbaren Formeinsatz 15 in der Standplatte 2 befindet.

Fig. 2c zeigt die Situation nach dem Wiederhochfahren des Druckstempels 6. Dazu wird die Druckkammer 11 im Druckschlauch 10 druckentlastet bzw. es wird ein Teilvakuum in der Druckkammer 11 erzeugt. Durch die Federspannung der Rückholfeder 12 wird der Druck­ stempel 6 nach oben gedrückt. Es verbleiben eine Kugelnoppe 20 sowie eine Kugeldelle 21 im Blechbauteil 13, das nun aus der Vorrichtung 1 wieder entnehmbar ist.

Zum leichteren Entnehmen des Bauteiles 13a sowie zur besseren Zugänglichkeit der Stem­ pelkammer 5 ist die Vorrichtung 1 der Fig. 1 mit einem verriegelbaren Drehgelenk 3 ausge­ rüstet. Die Gegenplatte 4 kann mittels dieses Drehgelenks nach Beendigung des geschil­ derten Kugelnoppendruckvorgangs nach oben verschwenkt werden, so daß das bearbeitete Blechbauteil 13 leicht entnommen und durch ein neues, noch unbearbeitetes ersetzt werden kann.

Aus dem Geschilderten ist die einfache Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung ersichtlich. Durch das Erfindungsprinzip der Kraftbeaufschlagung der Drückelemente mittels einer pneumatisch oder hydraulisch druckbeaufschlagbaren Druckmembran können eine Vielzahl von Drückelementen kontrolliert und gleichzeitig bewegt werden, ohne daß dazu komplizierte Hebelübertragungen notwendig sind. Durch das Erfindungsprinzip wird weiter, wie bereits oben ausgeführt, dafür gesorgt, daß alle Druckstempel 6 - vorausgesetzt ihre vom Druckluftschlauch 10 druckbeaufschlagte Kopfplatte 9 ist gleich groß - selbsttätig mit der gleichen Druckkraft beaufschlagt werden, so daß beispielsweise Abweichungen in der Längenabmessung der Druckstempel 6 oder in der Federvorspannung der Druckfeder 12 selbsttätig ausgeglichen werden. Die erreichbare Fertigungsgenauigkeit bzgl. der Höhe h der Kugelnoppen 20, die anschließend die Genauigkeit der Parallelität und des Abstands der überlappend miteinander zu verschweißenden zinkbeschichteten Bleche bestimmt, wird im wesentlichen nur durch die Genauigkeit der Negativformen 16a im Formeinsatz 15 bestimmt. Aus Versuchen bei der Anmelderin ergab sich eine Genauigkeit in der Höhe h der Kugel­ noppen 20 von mindestens 0,05 bis 0,3 mm, je nach Dicke des Metallblechs 13.

Fig. 3 demonstriert anhand eines Längsschnitts durch ein zweites Ausführungsbeispiel 1a einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, daß mittels des Erfindungsprinzips auch dreidimen­ sional verformte beschichtete Blechbauteile auf einfache Weise mit Kugelnoppen 20 als lo­ kalen Auswölbungen 8a versehen werden können. In der Fig. 3 entsprechen gleiche Be­ zugszeichen an der Vorrichtung 1a der Fig. 3 gleichen Teilen wie an der Vorrichtung 1 der Fig. 1.

Zum Einsatz bei einem zwei- oder dreidimensional verformten Karosseriebauteil 13d müs­ sen lediglich die Standplatte 2a sowie die Gegenplatte 4a grob an die Form des Blechbau­ teils 13d angepaßt sein. Eine exakte Formgebung von Standblatt 2a und Gegenplatte 4a kann entfallen, da - wie bereits oben ausgeführt - die Feinanpassung des Verfahrweges der Druckstempel 6 selbsttätig durch das pneumatische oder hydraulische Wirkprinzip der erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung erfolgt.

Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, können die einzelnen Druckstempel 6 in einer der Formgebung der Gegenplatte 4a entsprechend folgenden Stempelkammer 5 ohne weiteres so an­ geordnet werden, daß die Achsen der Druckstempel 6 jeweils senkrecht zu ihrer zugeordne­ ten Bauteiloberfläche angeordnet sind. Durch die Biegsamkeit und Elastizität des verwendeten Druckschlauches 10 ist die Vorrichtung 1a kompakt auftubauen und sicher zu betreiben.

Claims (13)

1. Vorrichtung (1, 1a) zum Erzeugen von lokalen Auswölbungen (8a) in einem Bauteil (13a, 13d), insbesondere in einem Karosseriebauteil aus Metallblech (13), mit aufgrund Beaufschlagung durch eine Kraft bewegbaren Drückelementen (6a), die zum Erzeugen der lokalen Auswölbungen (8a) auf einer Seite (13c) des Bauteils (13a, 13d) auf die andere Seite (13b) des Bauteils (13a, 13d) andrückbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (1, 1a) eine mit den Drückelementen (6a) in Wirkverbindung bring­ bare, pneumatisch oder hydraulisch beaufschlagbare Druckmembran (10a) zum An­ drücken der Drückelemente (6a) an das Bauteil (13a, 13d) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmembran (10a) durch einen dehnbaren Druckschlauch (10) gebildet ist, der mit einer pneumatischen oder hydraulischen Druckleitung koppelbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmembran (10a) in einem Hohlkörper (5a) angeordnet ist, der bauteilseitig eine Wand (5b) zur Halterung und Führung der Drückelemente (6a) aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Wand (5b) Führungs­ bohrungen (7) für die Drückelemente (6a) aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drückelemente (6a) als Druckstempel (6) ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstempel (6) je­ weils über einen Kopf (9) verfügen, der mit der Druckmembran (10a) in Wirkverbindung bringbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drückelemente (6a) federnd gehalten und geführt sind, wobei sie jeweils einer von dem Bauteil (13a) weggerichteten Federvorspannung unterworfen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7 in Verbindung mit Anspruch 6 und Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Drückelemente (6a) mit ihrem Kopf (9) gegenüber der Wand (5b), in der sie geführt sind, federnd abgestützt sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Drückelemente (6a) senkrecht zur jeweils zugeordneten Oberfläche des Bauteils (13a, 13d) gehalten und geführt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9 in Verbindung mit Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Achsen (18) der Führungsbohrungen (7) für die Drückelemente (6a) senkrecht zur Wand (5b) angeordnet sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß den Drückelementen (6a) jeweils eine zumindest im wesentlichen der wirksamen Drück­ fläche (17) des Drückelements (6a) entsprechende, gegenüberliegende Negativform (16a) für die lokale Auswölbung zugeordnet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Negativform (16a) in einem auswechselbaren Formeinsatz (15) ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Drückfläche (17) der Drückelemente (6a) jeweils zumindest im wesentli­ chen die Form eines Teils einer Kugeloberfläche besitzt.
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