DE19739690A1 - Brennesselwein - Google Patents

Brennesselwein

Info

Publication number
DE19739690A1
DE19739690A1 DE1997139690 DE19739690A DE19739690A1 DE 19739690 A1 DE19739690 A1 DE 19739690A1 DE 1997139690 DE1997139690 DE 1997139690 DE 19739690 A DE19739690 A DE 19739690A DE 19739690 A1 DE19739690 A1 DE 19739690A1
Authority
DE
Grant status
Application
Patent type
Prior art keywords
wine
medicinal
nettle
stinging nettle
ingredients
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1997139690
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Armin Mueller
Original Assignee
Fritz Armin Mueller
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12GWINE; OTHER ALCOHOLIC BEVERAGES; PREPARATION THEREOF
    • C12G3/00Preparation of other alcoholic beverages
    • C12G3/04Preparation of other alcoholic beverages by mixing, e.g. liqueurs
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL, OR TOILET PURPOSES
    • A61K36/00Medicinal preparations of undetermined constitution containing material from algae, lichens, fungi or plants, or derivatives thereof, e.g. traditional herbal medicines
    • A61K36/18Magnoliophyta (angiosperms)
    • A61K36/185Magnoliopsida (dicotyledons)

Description

Diese Erfindung ist einzuordnen in das Wissensgebiet der Phytotherapie, Naturheilverfahren, Naturheilkunde.

Die Brennessel gehört zu den Heilpflanzen, die heilen und nicht nur schmerzlindernd wirken.

Zum Stand der Technik muß gesagt werden, daß die Brennessel (Urtica dioica L.) seit mehr als zwei Tausend Jahren als Heilpflanze mit unterschiedlichem Erfolg genutzt wurde. Ihre therapeutische Wirksamkeit gilt heute als empirisch begründet; Nebenwirkungen bei therapeutischen Dosen sind nicht bekannt. Eigenversuche bestätigen dies nach 6 Jahren, ärztliche Kontrolle war und ist vorhanden.

Erfahrungen beim kontrollierten Anbau der Brennessel sind seit 15 Jahren bekannt. Wildsammeln der Brennessel als Heilpflanze war normal, heute nicht mehr ratsam.

Unsere Vorfahren nutzten die Brennessel auch als Faserpflanze, was heute mit Erfolg betrieben wird und große Anstrengungen vorhanden sind, dieselbe als nachwachsenden Rohstoff mit Erfolg zu vermarkten.

Die Rhizome der Brennessel werden aufbereitet und als Phytotherapeutika bei Prostata- Erkrankungen angewendet.

Herba Urtica eignet sich als Grünfutter bei der Aufzucht von Enten- und Gänseküken genau so gut wie im getrocknetem Zustand als Winterfutter für Säugetiere wegen des hohen Eiweißgehaltes.

Das der Erfindung zugrundeliegende Problem ist, daß die Ernte von Herba Urtica erfolgt aus Beständen

  • - von Wildsammlungen, die mit unübersehbaren Gefahren verbunden sind seitens des Standortes und der sich daraus ergebenden Gehalte an Inhaltsstoffen;
  • - von unkontrollierten Wachstumsstandorten, wie Müllhalden, Ödflächen mit Wilddeponien;
  • - von Weg- und Straßenrändern mit unkontrolliertem Aufwuchs und Umwelteinflüssen;
  • - von Standorten mit einer für den Gehalt an Inhaltsstoffen ungeeigneten Anbautechnik.

Während des Wachstums der Brennessel nimmt diese Pflanze wegen ihres Luxuskonsums Nährstoffe auf, die auf den Gehalt der Inhaltsstoffe und ihre heilende Wirkung schädigend wirken können.

Ein weiteres der Erfindung zugrundeliegendes Problem ist, daß der Zeitpunkt der Ernte von Herba Urtica gebunden ist an Wachstumsstadien für einen hohen Produktionsgewinn, an beispielsweise Chlorophyll nach entsprechend gezielter Nährstoffzufuhr, wobei der heilende Gehalt an Inhaltsstoffen als Qualitätsmerkmal unberücksichtigt bleibt.

Desweiteren erfolgt die Ernte von Herba Urtica mit anschließender Trocknung zur Produktion von Tee und Dragees oder zur Gewinnung von Pflanzensäften aus der Frischmasse. Auch hierbei werden die heilenden Inhaltsstoffe hydrolytisch gespalten und somit in ihrer heilenden Wirkung vermindert.

Noch ein der Erfindung zugrundeliegendes Problem ist ein fehlender ökologischer Anbau von Urtica dioica mit ausgewählter Anbautechnik bei einer organisch-dynamischen Düngung unter Zusatz der Nährstoffe, die in unseren Böden nicht mehr vorhanden sind (siehe Patentanmeldung - Steinkohle, eine unwiederbringliche Nährstoffreserve - P 197 34 731.2). Dadurch wird der Pflanze eine ausreichende Nährstoffgabe bereitgestellt für eine optimale Produktion aller heilenden Inhaltsstoffe.

Das mit der Erfindung zu lösende Problem ist,

  • - daß Herba Urtica ökologisch angebaut wird und von diesem Standort nach einer ausgewählten Anbautechnik, versorgt mit allen notwendigen Nährstoffen des Periodischen Systems der Elemente, nun ausreichend und optimal versorgt ist, um ausreichend heilende Inhaltsstoffe im Habitus der Pflanze anzureichern.
    Der Standort soll ein fruchtbarer Boden sein mit einem pH-Wert oberhalb 6,5 und mit neutralisierter Gülle gedüngt werden - frei von schädigenden Umwelteinflüssen;
  • - daß die in der Pflanze enthaltenen heilenden Inhaltsstoffe kalt extrahiert und unbeschädigt weiterhin aufbewahrt werden können, ohne eine ihr eigene heilende therapeutische Wirkung zu mindern.

Die Erfindung begehrt patentrechtlichen Schutz für

  • - Brennesseln (Urtica dioica) gewachsen auf einem ökologischen Standort der optimal mit einer organisch-dynamischen Düngung versorgt wurde.
  • - Diese Brennesseln werden geerntet zum Zeitpunkt des höchsten Gehaltes an heilenden Inhaltsstoffen während der gesamten Vegetation und ohne Fremdeinwirkung bei der Ernte, anschließend in Glasgefäßen mit einem trockenen Weißwein zur Extraktion der heilenden Inhaltsstoffe bereitgestellt.
  • - Diese Brennesseln können auch extrahiert werden mit einer Gasstrahlumlaufanlage nach WP 88 448.
  • - Bei der Extraktion der Inhaltsstoffe aus der Brennessel ist zu gewährleisten, daß keine Verfälschung erfolgt oder diese Inhaltsstoffe hydrolytisch gespalten werden.
  • - Diese Aufbereitung der heilenden Inhaltsstoffe von Herba Urtica gewährleistet eine dosierte Einnahme des gewonnenen Brennesselweines als Naturheiltrunk während des ganzen Jahres.

Der Gegenstand der Erfindung "Brennesselwein" als Naturheiltrunk ist gewerblich herstellbar.

Herba Urtica aus kontrolliertem Anbau wird geerntet und extrahiert, wie bereits beschrieben. Diese extrahierte Lösung "Brennesselwein sollte dann in eingeweichte Glasgefäße gefüllt und bei ca. 10°C erfolgen dann im Dunklen gelagert werden.

Die vorteilhafte Wirkung der Erfindung ist, daß die vielen Inhaltsstoffe in ihrer Komplexität eine Anzahl bekannter Krankheiten heilen können. Therapeutisch bestätigt ist, daß die Inhaltsstoffe nicht nur schmerzlindernd wirksam sind, sondern heilend wirken.

Die Medikation ist täglich ein Teelöffel bis zur Heilung.

Ein Weg zum Ausführen der beanspruchten Erfindung ist beispielgebend für die heilende Wirkung des Brennesselweines.

Therapeutische Wirksamkeit des Brennesselweines bei Krankheiten, wie Rheumatischer Formenkreis, Nierenerkrankungen, Nierensteine beseitigend, blutverdünnend ist und heilt Thrombose, beseitigt Krampfadern, Asthma, Angina pectoris, verbessert den Hämoglobingehalt des Blutes, wirkt blutdrucksenkend und blutzuckersenkend, löst Herzkranzverengung.

Ein Weg zum Ausführen der beanspruchten Erfindung ist, die Ursache der Erkrankung zu diagnostizieren, die sichtbaren Kennzeichen der Erkrankung durch den Körper physiologisch zu verarbeiten und die Krankheit zu heilen mittels Heilpflanzen, die im kontrollierten Anbau gewachsen sind, wie die Brennessel.

Beispiel 1

Ernte der jungen Brennesseltriebe bis 6 cm lang im zeitigen Frühjahr, 240 g Frischmasse in einem 1500 ml Glasgefäß mit "Vino Bianca" auffüllen, mindestens fünf Monate im Dunklen bei 10°C lagern.

Abgießen und mit "Vino Bianca" 1 : 2 verdünnen, davon täglich einen Teelöffel bis zur Heilung bei Erkrankungen des Rheumatischen Formenkreises oder aller anderen genannten Krankheiten einnehmen.

Beispiel 2

Die geernteten jungen Brennesseltriebe bis 6 cm lang im Glasgefäß mit "Vino Bianca" und gleichzeitig 240 g Löwenzahnblätter nach gleicher Art ansetzen, in getrennten Gefäßen. Nach fünfmonatiger Extraktion beide Medizinalweine im Verhältnis 1 : 1 mischen und später im Verhältnis 1 : 2 verdünnen.

Dieser Medizinalwein stabilisiert zusätzlich Herz-Kreislauferkrankungen neben der heilenden Wirkung des Brennesselweines.

Beispiel 3

Die geernteten jungen Brennesseltriebe bis 6 cm lang im Glasgefäß mit "Vino Bianco" angesetzt parallel dazu andere Heilpflanzen in Glasgefäßen mit "Vino Bianco" angesetzt, können die zur Extraktion benutzten Weine nach Extraktion miteinander im Verhältnis 1 : 1 gemischt und anschließend 1 : 2 verdünnt werden.

Heilpflanzen: Brennessel - Frischmasse 175 g, Schafgarbeblüten, Anis, Fenchel, Ringelblume.

Claims (3)

1. Der Brennesselwein, ein Medizinalwein, gewonnen aus Urtica dioica L. - dadurch gekennzeichnet, daß nach Anspruch 1 die jungen Triebe gewachsen sind im definierten, kontrollierten, ökologischen Anbau mit einer organisch-dynamischen Düngung versorgt, die alle Nährstoffe für ein optimales Pflanzenwachstum enthält zur Bildung eines höchsten Gehaltes an heilenden Inhaltsstoffen und geerntet, anschließend mit einem trockenen Weißwein in eingeweichten Glasgefäßen extrahiert und im Dunklen bei 6-10°C gelagert werden.
2. Der Brennesselwein nach Anspruch 1 weiterhin gekennzeichnet ist, daß derselbe verdünnt werden kann mit trockenem Weißwein.
3. Der Brennesselwein nach Anspruch 1 noch gekennzeichnet ist, daß die Weißweinextrakte von anderen Heilpflanzen mit dem Brennesselwein gemischt können werden.
DE1997139690 1997-09-08 1997-09-08 Brennesselwein Withdrawn DE19739690A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1997139690 DE19739690A1 (de) 1997-09-08 1997-09-08 Brennesselwein

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1997139690 DE19739690A1 (de) 1997-09-08 1997-09-08 Brennesselwein

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE19739690A1 true true DE19739690A1 (de) 1999-03-11

Family

ID=7841844

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1997139690 Withdrawn DE19739690A1 (de) 1997-09-08 1997-09-08 Brennesselwein

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE19739690A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Singh Dictionary of economic plants in India
Joshi Medicinal plants
Janick Horticultural science
CAND0Ltrl et al. Yield, fruit quality, bud fertility and starch reserves of the wood as a function of leaf removal in Vitis vinifera-Evidence of compensation and stress recovering
El-Siddig Tamarind: Tamarindus Indica L.
Puri Neem: the divine tree Azadirachta indica
Raghavan et al. Arecanut: India’s popular masticatory—history, chemistry and utilization
Joshi et al. The use of medicinal plants by two village communities in the central development region of Nepal
Hu A contribution to our knowledge of ginseng
Grieve A modern herbal
Barnes et al. Effects of fertilization, irrigation, and cover cropping on flowering and on nitrogen and soluble sugar composition of slash pine
Russell The Natural History of Aleppo: Containing a Description of the City, and the Principal Natural Productions in Its Neighbourhood. Together with an Account of the Climate, Inhabitants, and Diseases; Particularly of the Plague
Sreeramu Cultivation of medicinal and aromatic crops
Cunningham et al. Trade in Prunus africana and the implementation of CITES
Whitney et al. Pathways of Nitrogen Transfer in Some Tropical Legume-Grass Associations 1
Franke et al. Chamomile: industrial profiles
Barry et al. Rootstocks and plant water relations affect sugar accumulation of citrus fruit via osmotic adjustment
Joy et al. Medicinal plants
Cunningham et al. The shade and fertiliser requirements of cacao (Theobroma cacao) in Ghana
Singh et al. Medicinal herbs with their formulations
Götsch Break-through in agriculture
Mafongoya et al. Multipurpose tree prunings as a source of nitrogen to maize under semiarid conditions in Zimbabwe
Geng et al. Potential yields and on‐farm ethanol production cost of corn, sweet sorghum, fodderbeet, and sugarbeet
Porcher Resources of the southern fields and forests, medical, economical, and agricultural
Dymock et al. Pharmacographia Indica: A history of the principal drugs of vegetable origin, met with in British India

Legal Events

Date Code Title Description
8141 Disposal/no request for examination