DE19649769A1 - Lange Spinnmaschine - Google Patents

Lange Spinnmaschine

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Gerd Stahlecker
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H1/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
    • D01H1/14Details
    • D01H1/20Driving or stopping arrangements
    • D01H1/22Driving or stopping arrangements for rollers of drafting machines; Roller speed control

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine lange Spinnmaschine mit einer Viel­ zahl nebeneinander angeordneter, dem Verstrecken von Faser­ material dienender Streckwerke, die jeweils wenigstens drei angetriebene Unterwalzen aufweisen, die mit den Unterwalzen einer Vielzahl benachbarter Streckwerke zu langen Walzensträngen verbunden sind, von denen wenigstens der in Transportrichtung des Fasermaterials letzte Walzenstrang sich über sämtliche Streck­ werke erstreckt, wobei dieser letzte Walzenstrang an einem ersten Maschinenende an einen Hauptantriebsmotor angeschlossen und an diesem ersten Maschinenende mit den übrigen Walzensträngen durch Zahnradgetriebe verbunden ist und wobei dieser letzte Walzen­ strang am anderen, zweiten Maschinenende an einen als Drehstrom- Asynchronmotor ausgebildeten Zusatzmotor angeschlossen und an dem zweiten Maschinenende mit den übrigen Walzensträngen, sofern diese nicht ebenfalls an einen gleichartigen Zusatzmotor ange­ schlossen sind, durch Zahnradgetriebe verbunden ist.
Durch die DE 26 41 434 A1 ist eine lange Ringspinnmaschine mit drei durchgehenden Walzensträngen für die Unterwalzen bekannt. Der Hauptantriebsmotor ist dabei, gegebenenfalls über ein Zwi­ schengetriebe, mit dem in Transportrichtung des Fasermaterials letzten Walzenstrang verbunden. An dem gleichen Maschinenende sind sämtliche übrigen Walzenstränge über Zahnradgetriebe mit dem angetriebenen Walzenstrang verbunden. Auch am anderen Maschinen­ ende sind die drei Walzenstränge durch Zahnradgetriebe mitein­ ander verbunden. Zusätzlich ist dort der in Transportrichtung letzte Walzenstrang, gegebenenfalls über ein Zwischengetriebe, durch einen leistungsschwächeren Zusatzmotor angetrieben. Dieser kann ein Drehstrom-Asynchronmotor sein.
Als Variante ist in der genannten Druckschrift offenbart, daß auch einige oder alle der übrigen Walzenstränge durch solche Zusatzmotoren direkt angetrieben sein können.
Durch die in der genannten Druckschrift angegebene Konstruktion wird erreicht, daß die Torsion in den einzelnen Walzensträngen verringert wird, wodurch es möglich wird, jeder Maschinenseite mehr Spinnstellen zuzuordnen. Es ist jedoch nicht angegeben, wie die Zusatzmotoren mit dem Hauptantriebsmotor auf Gleichlauf gebracht werden, wenn dessen Drehzahl bei anderen Betriebs­ bedingungen verändert werden soll.
Durch die GB 20 71 166 A ist es bekannt, die Unterwalzenstränge in Maschinenmitte zu teilen und an beiden Maschinenenden über Zahnradgetriebe miteinander zu verbinden. Der in Transport­ richtung letzte, ebenfalls geteilte Walzenstrang ist an beiden Maschinenenden durch den gleichen Hauptantriebsmotor angetrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer langen Spinnmaschine der eingangs genannten Art die Zusatzmotoren mit dem Hauptantriebsmotor auf Gleichlauf zu bringen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der wenigstens eine Zusatz­ motor eine Motorkennlinie aufweist, die von der Drehzahl Null bis zu einer der Betriebsdrehzahl des zugehörigen Walzenstranges entsprechenden Antriebsdrehzahl ein im wesentlichen konstantes Drehmoment hat, das nicht mit zunehmender Drehzahl ansteigt.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist es nicht erforder­ lich, daß der Zusatzmotor über den praktisch gefahrenen Dreh­ zahlbereich des in Transportrichtung letzten Walzenstranges über Frequenzumrichter oder durch andere Maßnahmen angesteuert werden muß. Der Zusatzmotor muß lediglich eine Motorkennlinie aufweisen, die von der Drehzahl Null bis zu einer bestimmten Drehzahl ein weitgehend konstantes Drehmoment hat, welches auf keinen Fall über den Drehzahlbereich ansteigen soll. Der Zusatzmotor muß darüber hinaus kurzschlußfest sein. Dadurch läßt sich mit ver­ hältnismäßig geringem Aufwand ein zusätzliches Drehmoment in den Antrieb der Walzenstränge einleiten, was zur Folge hat, daß man die Spinnmaschine durch zusätzliche Spinnstellen verlängern kann. Motoren der beschriebenen Art sind auf dem Markt erhältlich.
Bei Verwendung von Zusatzmotoren mit der beschriebenen Motorkenn­ linie wird es alternativ möglich, auch weitere Walzenstränge an einem Maschinenende durch einen Zusatzmotor anzutreiben und dabei auf eine Kopplung mit einem Zahnradgetriebe zu verzichten.
Vorteilhaft sind diejenigen Walzenstränge, die beidseitig mit dem letzten Walzenstrang durch Zahnradgetriebe verbunden sind, im Bereich der Maschinenmitte unterbrochen. Dadurch läßt sich eine weitere Verringerung der Torsion der Walzenstränge erreichen. Die Drehzahl des Zusatzmotors des in Transportrichtung letzten Walzenstranges muß bei dem in Betracht kommenden Drehmoment­ bereich der Betriebsdrehzahl des letzten Walzenstranges ent­ sprechen und im Bereich zwischen 100 und 240 m/min liegen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Ringspinnmaschine,
Fig. 2 in etwas verkleinerter Darstellung eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1,
Fig. 3 eine erfindungsgemäße Motorkennlinie für den Zusatzmotor,
Fig. 4 eine Ansicht ähnlich Fig. 2 mit einer anderen Ausge­ staltung der Erfindung.
Die Erfindung ist vorzugsweise für überlange Ringspinnmaschinen geeignet, jedoch auch bei anderen Spinnmaschinen, welche Streck­ werke enthalten, anwendbar.
Die Spinnmaschine nach Fig. 1 und 2 ist auf beiden Maschinen­ seiten 1 und 2, symmetrisch zur Mittellängsebene 3 der Spinnma­ schine, mit einer Vielzahl nebeneinander angeordneter Spinnstel­ len 4 versehen. Jede Spinnstelle 4 enthält ein Streckwerk 5 und eine als Ringspindel ausgebildete Spindel 6.
Den einzelnen Spinnstellen 4 wird in Transportrichtung A jeweils ein Faserband oder Vorgarn als Fasermaterial 7 zugeführt und mittels des zugehörigen Streckwerkes 5 auf die gewünschte Fein­ heit verzogen und mittels der Spindeln 6 zu einem Faden 8 ver­ sponnen.
Jedes Streckwerk 5 enthält drei angetriebene Unterwalzen 9, 10 und 11, die zu langen Walzensträngen 12, 13 und 14 verbunden sind, die sich über eine Vielzahl von Spinnstellen 4 erstrecken. Jeder Unterwalze 9, 10 und 11 ist eine Druckwalze 15, 16 bzw. 17 zugeordnet.
Für den Antrieb sämtlicher Spindeln 6 und Streckwerke 5 ist eine Hauptantriebswelle 18 vorgesehen, die in der Mittellängsebene 3 der Spinnmaschine liegt und sich längs über die ganze Spinn­ maschine erstreckt. Sie ist von einem Hauptantriebsmotor 19 über eine Kupplung 20 angetrieben. In bestimmten Abständen, die jeweils einer Maschinensektion entsprechen, sind auf der Haupt­ antriebswelle 18 Treibscheiben 21 angeordnet, die jeweils von einem Antriebsriemen 22 umschlungen sind. Über verschiedene Umlenkrollen ist der Antriebsriemen 22 in einer endlosen Schlaufe so geführt, daß für jede Maschinensektion ein Tangentialriemen 23 entsteht, der eine Vielzahl von Spindeln 6 beider Maschinenseiten 1 und 2 antreibt. Den einzelnen Spindeln 6 sind dabei Andrück­ rollen 24 zum Andrücken des Tangentialriemens 23 zugeordnet.
Die Hauptantriebswelle 18 dient nicht nur dem Antreiben der einzelnen Spindeln 6, sondern auch dem Antrieb der die einzelnen Unterwalzen 9, 10 und 11 bildenden Walzenstränge 12, 13 und 14.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, erstreckt sich beim ersten Ausführungsbeispiel lediglich der in Transportrichtung A letzte Walzenstrang 14 über die gesamte Länge der Spinnmaschine. Die zwei vorangehenden Walzenstränge 12 und 13 sind hingegen etwa in Maschinenmitte 27 geteilt und werden dann durch etwa gleichlange gesonderte Maschinenstränge 28 und 29 fortgesetzt. Über einen Antrieb 30 wird an einem ersten Maschinenende 25 der Antrieb für den Walzenstrang 14 vom Hauptantriebsmotor 19 abgeleitet. Außer dem genannten Antrieb 30 ist am ersten Maschinenende 25 noch ein Zahnradgetriebe 31 vorhanden, welches dem Antrieb der Walzen­ stränge 12 und 13 dient. Damit werden in bekannter Weise die unterschiedlichen Drehzahlen der Unterwalzen 9, 10 und 11 zuein­ ander festgelegt.
Auch am zweiten Maschinenende 26 ist ein Zahnradgetriebe 32 vorgesehen, welches die dort befindlichen Enden der Walzenstränge 28 und 29 mit dem Walzenstrang 14 verbindet.
Hinsichtlich der Torsion ist insbesondere der mittlere Walzen­ strang 13 bzw. 29 gefährdet, der in bekannter Weise Riemchen­ führungen 33 trägt. Zur Verringerung der Torsion ist insbesondere dieser mittlere Walzenstrang in die zwei Walzenstränge 13 und 29 aufgeteilt und an beiden Maschinenenden 25 und 26 jeweils durch ein Zahnradgetriebe 31 bzw. 32 angetrieben.
Um die Torsion weiter zu verringern, ohne daß für den Antrieb ein wesentlicher zusätzlicher Aufwand anfällt, ist für den in Trans­ portrichtung A letzten, in Maschinenlängsrichtung durchlaufenden Walzenstrang 14 am zweiten Maschinenende 26 ein Zusatzmotor 34 vorgesehen, der als Drehstrom-Asynchronmotor ausgebildet ist. Er ist über eine Kupplung 35 und ein Zahnradgetriebe 36 mit dem Walzenstrang 14 verbunden.
Der Zusatzmotor 34 ist so ausgewählt, daß er unabhängig von der Drehzahl n des Walzenstranges 14 ein nahezu konstantes Drehmoment M in den Streckwerksantrieb einleitet. Der Zusatzmotor 34 muß demzufolge eine Motorkennlinie 37 gemäß Fig. 3 aufweisen, die von einer Drehzahl 0 bis zu einer Betriebsdrehzahl nB ein kon­ stantes Drehmoment Mk aufweist. Auf keinen Fall sollte das Drehmoment M über den Drehzahlbereich n ansteigen.
Der Zusatzmotor 34 muß kurzschlußfest sein, damit er bei einem Abstoppen der Walzenstranges 14 nicht durchbrennt.
Aufgrund der Motorkennlinie 37 braucht der Zusatzmotor 34 über den praktischen Drehzahlbereich von der Drehzahl 0 bis zur Betriebsdrehzahl nB nicht angesteuert zu werden. Der Zusatzmotor 34 paßt sich hinsichtlich seiner Drehzahl n somit automatisch der vom Hauptantriebsmotor 19 aufgezwungenen jeweiligen Betriebs­ drehzahl nB des Walzenstranges 14 an. Dadurch kann mit geringem Aufwand ein zusätzliches Drehmoment in den Streckwerksantrieb eingeleitet werden, was zur Folge hat, daß der Spinnmaschine weitere Spinnstellen 4 zugeordnet werden können. Zusatzmotoren 34 mit der beschriebenen Motorkennlinie 37 sind auf dem Markt er­ hältlich.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nunmehr anhand der Fig. 4 erläutert. Dabei kann hinsichtlich der Beschreibung derjenigen Bauteile, die mit denjenigen der Fig. 2 gleich­ bleibend sind, auf die dortige Beschreibung verwiesen werden. Es werden bei Fig. 4 somit lediglich die Bereiche beschrieben, die von der Ausführung nach Fig. 2 abweichen.
Die Ausgestaltung nach Fig. 4 unterscheidet sich vom bisher beschriebenen Ausführungsbeispiel zunächst dadurch, daß außer dem in Transportrichtung A letzten Walzenstrang 14 jetzt auch die zwei ersten Walzenstränge 38 und 39 sich über die gesamte Ma­ schinenlänge erstrecken. Der in Transportrichtung A erste Wal­ zenstrang 38 ist dabei nur von dem Zahnradgetriebe 31 des ersten Maschinenendes 25 angetrieben und am zweiten Maschinenende 26 ohne Antrieb.
Ein weiterer Unterschied gegenüber der bisher beschriebenen Ausführung besteht darin, daß bei der Variante nach Fig. 4 nunmehr die Walzenstränge 39 und 14 am zweiten Maschinenende 26 jeweils von einem Zusatzmotor 40 bzw. 41, jeweils über eine Kupplung 42 bzw. 43, angetrieben sind. Diese Zusatzmotoren 40 und 41 weisen die gleiche Motorkennlinie 37 auf, wie sie bereits anhand der Fig. 3 beschrieben wurde. Ein Ansteuern der Zusatz­ motoren 40 und 41 ist daher nicht erforderlich.

Claims (2)

1. Lange Spinnmaschine mit einer Vielzahl nebeneinander angeord­ neter, dem Verstrecken von Fasermaterial dienender Streckwerke, die jeweils wenigstens drei angetriebene Unterwalzen aufweisen, die mit den Unterwalzen einer Vielzahl benachbarter Streckwerke zu langen Walzensträngen verbunden sind, von denen wenigstens der in Transportrichtung des Fasermaterials letzte Walzenstrang sich über sämtliche Streckwerke erstreckt, wobei dieser letzte Wal­ zenstrang an einem ersten Maschinenende an einen Hauptantriebs­ motor angeschlossen und an diesem ersten Maschinenende mit den übrigen Walzensträngen durch Zahnradgetriebe verbunden ist und wobei dieser letzte Walzenstrang am anderen, zweiten Maschinen­ ende an einen als Drehstrom-Asynchronmotor ausgebildeten Zusatz­ motor angeschlossen und an diesem zweiten Maschinenende mit den übrigen Walzensträngen, sofern diese nicht ebenfalls an einen gleichartigen Zusatzmotor angeschlossen sind, durch Zahnrad­ getriebe verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der wenig­ stens eine Zusatzmotor (34; 40, 41) eine Motorkennlinie (37) aufweist, die von der Drehzahl (n) Null bis zu einer der Betriebsdrehzahl (nB) des zugehörigen Walzenstranges (14; 14, 39) entsprechenden Antriebsdrehzahl ein im wesentlichen konstantes Drehmoment (Mk) hat, das nicht mit zunehmender Drehzahl (n) ansteigt.
2. Lange Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diejenigen Walzenstränge (12, 13), die beidseitig mit dem letzten Walzenstrang (14) durch Zahnradgetriebe (31, 32) verbunden sind, im Bereich der Maschinenmitte (27) unterbrochen sind.
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