DE19624971A1 - Vorrichtung zum Abrakeln einer Druckmaschine - Google Patents

Vorrichtung zum Abrakeln einer Druckmaschine

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DE19624971A1
DE19624971A1 DE1996124971 DE19624971A DE19624971A1 DE 19624971 A1 DE19624971 A1 DE 19624971A1 DE 1996124971 DE1996124971 DE 1996124971 DE 19624971 A DE19624971 A DE 19624971A DE 19624971 A1 DE19624971 A1 DE 19624971A1
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Hubert Keller
Rainer Marquart
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Hubert Keller
Rainer Marquart
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    • B41F35/04Cleaning arrangements or devices for inking rollers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B41P2235/00Cleaning
    • B41P2235/10Cleaning characterised by the methods or devices
    • B41P2235/20Wiping devices
    • B41P2235/24Wiping devices using rolls of cleaning cloth

Description

Druckmaschinen insbesondere Offsetdruckmaschinen umfassen einen sogenannten Walzenstuhl, d. h. ein Walzenwerk, über das Farbe gleichmäßig verteilt und auf einen Plattenzylinder aufgetragen wird. Nach dem Druckvorgang wird dieses Walzenwerk durch Einspritzen einer Spülflüssigkeit gereinigt, wobei die in der Spülflüssigkeit gelöste Farbe an einer Abrakelwalze des Walzenwerks über eine sogenannte Rakellippe abgerakelt, d. h. abgestreift wird. Die Farblösung gelangt hiernach in einen sogenannten Rakelkasten, in dem sie aufgefangen wird.
Es sind bereits verschiedene Vorrichtungen, beispielsweise durch die DE 23 44 573 oder durch die DE 28 30 057, bekannt geworden, um diesen Waschvorgang zu verbessern. Bei allen bislang bekannten Vorrichtungen verbleibt jedoch der Nachteil, daß der Rakelkasten durch die aufgenommene Farblösung verdreckt. Insbesondere, nachdem das Lösungsmittel sich verflüchtigt hat, verbleibt im Rakelkasten ein zähes Altfarbengemisch, das mühsam von Hand entfernt werden muß. Die Reinigung des Rakelkastens stellt einen nicht unerheblichen Zeitaufwand während des Druckvorgangs dar. Insbesondere bei mehrstufigen Druckmaschinen, bei denen mehrere Rakelkästen vorhanden sind, tritt dieser Nachteil besonders gravierend zutage.
Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Vorrichtung zum Abrakeln einer Druckmaschine vorzuschlagen, bei der der Zeitaufwand zur Reinigung des Rakelkastens deutlich reduziert wird.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Rakelvorrichtung der einleitend genannten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
Dementsprechend zeichnet sich eine erfindungsgemäße Rakelvorrichtung dadurch aus, daß eine Auflage an der Rakellippe vorgesehen ist. Diese Auflage schützt die Rakellippe sowie das Innere des Rakelkastens vor der Verschmutzung mit der Altfarbe. Die Altfarbe sammelt sich auf der Auflage, die je nach Ausführungsform entweder nach Gebrauch entfernt oder gereinigt wird. Der Rakelkasten als solcher kommt dabei mit der Altfarbe nicht mehr in Berührung.
Die Auflage kann als Folie ausgebildet sein, die von einer Vorratsrolle abziehbar ist. Sie kann jedoch auch als Endlosband ausgeführt sein, das zwischenzeitlich einer Reinigung unterzogen wird.
Im Falle einer Folie von einer Vorratsrolle sammelt sich die Altfarbe auf der Folie, die nach Gebrauch entfernt und durch eine saubere Folie ersetzt wird. Hierdurch bleiben die Rakellippe und der Rakelkasten von den obenangeführten Verschmutzungen verschont, wodurch die genannten Reinigungsgänge entfallen. Zur Reinigung des Rakelkastens muß nunmehr nur die Folie ausgetauscht werden.
In einer vorteilhaften Ausführungsform wird die Folie unterhalb des Rakelkastens herumgeführt und über die Rakellippe ins Innere des Rakelkastens eingebracht. Auf diese Weise ist es problemlos möglich, die Folie über die Rakellippe zu legen, wodurch die komplette, mit Altfarbe in Berührung kommenden Baukomponenten ohne Unterbrechung der Folie von dieser durchgehend bedeckt werden könnten.
Vorteilhafterweise wird eine Vorratsrolle der Folie sowie eine Halterung für eine derartige Vorratsrolle vorgesehen. Hierdurch ist der Austausch der verschmutzten Folie besonders einfach durchzuführen. Die verbrauchte Folie wird einfach abgezogen, wobei durch das Abrollen von der Vorratsrolle automatisch saubere Folie über die Rakellippe und die mit Altfarbe in Berührung kommenden Bereiche des Rakelkastens gezogen wird.
Die mit Altfarbe verschmutzte Folie kann anschließend abgetrennt und entsorgt werden. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird die verbrauchte Folie jedoch nicht abgetrennt, sondern auf eine Folienrolle aufgewickelt. Hierdurch wird der Reinigungsvorgang weiter vereinfacht. Zum Austausch verbrauchter Folie wird die Folienrolle gedreht, wodurch die gebrauchte Folie aufgewickelt wird. Zugleich wird, da die Folie am Stück um den Rakelkasten und die Rakellippe herumgeführt ist, saubere Folie nachgezogen, so daß die Rakelvorrichtung sofort wieder für einen erneuten Reinigungsvorgang zur Verfügung steht. Ein Austausch der Folie wird erst dann vorgenommen, wenn die Vorratsrolle leer und die Folienrolle der verbrauchten Folie voll ist.
Im Falle eines Endlosbands wird in einer besonderen Ausführungsform ein Gummiband verwendet. Ein derartiges Gummiband ist elastisch und schmiegt sich daher gut an die Rakellippe an. Auch mit dem Endlosband wird die abgerakelte Farbe aufgefangen und abgeführt.
Damit das Endlosband dauerhaft verwendbar ist, empfiehlt es sich, das Endlosband einer Reinigung zu unterziehen. Dies wird in einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel mit Hilfe eines Lösungsmittelbads durchgeführt, durch das das Endlosband vor dem Einsatz auf der Rakellippe hindurch gezogen wird. In dem Lösungsmittelbad wird die auf dem Endlosband befindliche Altfarbe gelöst und kann somit auf einfache Weise durch Ablassen des Lösungsmittels entsorgt werden.
In einer besonderen Ausführungsform wird zusätzlich eine Reinigungsbürste für das Endlosband vorgesehen, die sich bevorzugt im Innern des Lösungsbads befindet und für eine nahezu vollständige Reinigung des Bandes sorgt.
In einer besonderen Ausführungsform wird ein zusätzlicher Abstreifer im Innern des Rakelkastens vorgesehen. Dieser Abstreifer streift die wesentliche Menge der Altfarben von der Auflage ab. Im Falle eines Endlosbandes hat dies den Vorteil, daß nur die nach dem Abstreifer verbleibenden Farbreste vom Endlosband im Nachreinigungsvorgang entfernt werden müssen. Sofern dies durch ein Lösungsmittelbad, wie oben angeführt, geschieht, ist dieses Lösungsmittelbad unter der Verwendung eines vorgeschalteten Abstreifers länger einsetzbar.
Im Falle der Verwendung einer Folie von einer Vorratsrolle, die auf einer Altfolienrolle aufgerollt wird, bewirkt der Abstreifer, daß auch hier der wesentliche Teil an Altfarbe von der Folie abgezogen wird, so daß die Altfolienrolle nicht durch abgetrocknete Altfarbe zu sehr aufgeweitet wird.
Als Auffangbehälter für die Altfarbe wird bevorzugt eine Auffangrinne in Fließrichtung der Altfarbe hinter dem Abstreifer angeordnet. Eine solche Auffangrinne stellt sicher, daß die abgestreifte Altfarbe nicht in den Rakelkasten gelangt und diesen verschmutzt.
Vorteilhafterweise wird der Abstreifer in die Auffangrinne integriert. Auf diese Weise können Auffangrinne und Abstreifer als leicht in den Rakelkasten einsetzbares Einsatzteil ausgebildet werden.
Um die Auffangrinne mit Abstreifer über längere Zeit verwenden zu können, empfiehlt es sich, einen zusätzlichen Farbtank zur Aufnahme verbrauchter Farbe aus der Auffangrinne vorzusehen. Ein derartiger Farbtank, der seitlich unterhalb der genannten Auffangrinne anbringbar ist, kann eine größere Menge von Altfarbe aufnehmen und wird sinnvollerweise mit einem Verschluß versehen, so daß die aufgefangene Altfarbe in einem vollen und verschlossenen Farbtank leicht und sauber zu handhaben ist. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird der Farbtank mit einem Einsatz versehen, z. B. in Form einer Kunststofftüte, wie sie beispielsweise als Gefrierbeutel im Handel erhältlich sind. Hierdurch bleibt der Farbtank wiederverwendbar, da nur der mit Altfarbe gefüllte Einsatz entsorgt werden muß.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform werden der Abstreifer und/oder die Auffangrinne und/oder der Farbtank und/oder der Farbtankeinsatz als Austauschteile vorgesehen. Insbesondere dann, wenn alle der genannten Bauteile als Austauschteile vorgesehen werden, wird die Reinigung der erfindungsgemäßen Rakelvorrichtung besonders einfach. Ist beispielsweise der Farbtank bzw. dessen Einsatz voll, so wird er durch einen leeren Tank bzw. einen leeren Einsatz ausgetauscht und mitsamt der darin befindlichen Farbe entsorgt.
Ebenso wird mit der Auffangrinne bzw. dem Abstreifer verfahren. Sobald eine zu große Verschmutzung durch Altfarbe aufgetreten ist, werden diese Teile dem Rakelkasten entnommen und durch ein frisches Austauschteil ersetzt. Besonders vorteilhaft läßt sich dies in Verbindung mit dem in die Auffangrinne integrierten Abstreifer realisieren. Diese Auffangrinne mit Abstreifer, die beispielsweise aus Kunststoff preiswert und in großer Stückzahl zu fertigen ist, verbleibt so lange in dem Rakelkasten zum Abstreifen und Ableiten der Altfarbe von der Folie, bis die Funktion aufgrund zu vieler Rückstände von abgetrockneter Altfarbe nicht mehr gewährleistet ist. Durch einen schnellen Austausch dieser Auffangrinne wird die Funktionsbereitschaft der Rakelvorrichtung schnell wieder hergestellt, ohne daß eine Verschmutzung der Rakelvorrichtung auftritt.
Bevorzugt wird die erfindungsgemäße Rakelvorrichtung verschiebbar angeordnet, so daß sie, wie bei bekannten Rakelkästen, von der Abrakelwalze weggezogen werden kann. Dies ist für den Druckvorgang notwendig, in dem der Rakelkasten bzw. die Rakelvorrichtung nicht zum Einsatz kommt. Erst nach abgeschlossenem Druckvorgang wird, wie oben angeführt, die Reinigungsflüssigkeit eingespritzt und der Rakelkasten bzw. die Rakelvorrichtung zum Abrakeln an die Abrakelwalze herangeschoben.
In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird ein Antrieb an der Folienrolle und in einer weiteren besonderen Ausführungsform auch an der Vorratsrolle für den Folienvorschub vorgesehen. Auf diese Weise ist das Nachziehen der Folie besonders leicht zu bewerkstelligen.
Weiterhin wird in einer besonderen Ausführungsform ein Antrieb für die Verschiebung des Rakelkastens vorgesehen. Dies ermöglicht die besonders bequeme Umstellung vom Druckvorgang auf den Rakelvorgang zur Reinigung der Druckmaschine.
Vorzugsweise wird wenigstens eine Einspritzdüse sowie ein Vorratstank für Reinigungsmittel bei einer erfindungsgemäßen Rakelvorrichtung vorgesehen. Hierdurch wird nicht nur das Abrakeln als solches, sondern auch das Einspritzen des Reinigungsmittels vereinfacht.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung wird zusätzlich eine Steuerungseinheit für den Folienvorschub und/oder den Rakelkastenversatz und/oder die Betätigung der Einspritzdüse vorgesehen. Auf diese Weise kann die gesamte Rakelvorrichtung teilweise oder vollständig automatisiert werden, je nach dem, ob eine oder mehrere der genannten Komponenten automatisch angesteuert werden. Grundsätzlich ist auf diese Weise eine vollautomatische Rakelvorrichtung realisierbar, bei der nach Beendigung des Druckvorgangs das Walzenwerk der Druckmaschine automatisch gereinigt wird und die Rakelvorrichtung selbsttätig für den nächsten Einsatz durch automatischen Folienvorschub vorbereitet wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der einzigen Figur nachstehend näher erläutert.
Im einzelnen zeigen
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Rakelvorrichtung und
Fig. 2 einen schematischen Querschnitt einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Die Rakelvorrichtung 1 gemäß Fig. 1 umfaßt einen Rakelkasten 2, der beispielsweise aus einem gespritzten Aluminiumprofil besteht. Der Rakelkasten 2 ist über beidseitig angeordnete Haltebleche 3 sowie ebenfalls beidseitig angeordnete Halterungs- und Führungsblöcke 4 an einer durchgehenden Stange 5 sowie zwei beidseitig angeordneten Stangenstummeln 6 befestigt. Die Stange 5 sowie die Stangenstummel 6 sind an der Druckmaschine angebracht. Über eine schematisch dargestellte Zahnstange 7, in der ein Zahnrad 8 kämmt, läßt sich das Halteblech und somit auch der Rakelkasten 2 in Richtung des Doppelpfeils P verschieben. Ein weiteres Zahnrad 9, das mit dem Zahnrad 8 ein Getriebe bildet, ist in Form eines Kreises angedeutet.
An der Vorderseite 10, d. h. der Seite, die zur Druckmaschine hin ausgerichtet ist, ist am Rakelkasten 2 eine Rakellippe 11 angebracht. Die Rakellippe 11 schmiegt sich an eine Abrakelwalze 12 eines nicht näher dargestellten Walzenstuhls einer Druckmaschine.
Ein Folienvorratsrolle 13 befindet sich auf der Rückseite 14 der Rakelvorrichtung 1. Die Folie 15 ist hierbei auf ein Kartonrohr 16 mit quadratischem Querschnitt aufgewickelt. Dieses Kartonrohr 16 ist auf eine Drehwelle 17 der Rakelvorrichtung 1 aufgeschoben.
Die Folie 15 ist an der Rückseite 14 der Rakelvorrichtung 1 nach unten und unterhalb des Rakelkastens 2 nach vorne und schließlich nach oben geführt. Sodann ist die Folie 15′ um die Rakellippe 11 herumgelegt, so daß sie zwischen Rakellippe 11 und Abrakelwalze 12 liegt. Anschließend ist sie in das Innere des Rakelkastens 2 geführt, wo sie über eine Umlenkstange 18 umgelenkt ist. Die Umlenkstange 18 kann hierbei drehbar oder auch fest angeordnet sein. Anschließend wird die Folie 15′′ auf eine Folienrolle 19 gewickelt. Die Folie wird dabei wiederum auf ein Vierkantkartonrohr 20 aufgewickelt, das über eine Drehwelle 21 geschoben ist.
Auf Höhe der Umlenkstange 18 ist ein Abstreifer 22 angeordnet, der in eine Auffangrinne 23 integriert ist. Die Auffangrinne 23 weist, in der Schnittdarstellung nicht sichtbar, wenigstens an einer Seite, d. h. in der vorliegenden Darstellung an ihrem vor der Zeichenebene befindlichen Ende einen Ablauf, beispielsweise in Form eines Ablaufstutzens auf, der über einem nicht näher dargestellten Farbtank angeordnet ist.
Der nicht näher dargestellte Walzenstuhl der Druckmaschine wird dadurch gereinigt, daß an der dafür vorgesehenen Stelle Reinigungsmittel eingespritzt wird. Das Reinigungsmittel verteilt sich bei laufendem Walzenstuhl auf allen zu reinigenden Walzen. Es löst dabei die zu entfernende Farbe an, die über die verschiedenen Walzen des Walzenstuhls bis zur Abrakelwalze 12 gelangen. An der Abrakelwalze 12 wird die durch das Reinigungsmittel verdünnte Farbe über die Rakellippe 11 abgestreift. Da sich die Folie 15 zwischen Rakellippe 11 und Abrakelwalze 12 befindet, wird das Farbe/Reinigungsmittelgemisch auf der Folienoberseite 24 zwischen Rakellippe 11 und Umlenkstange 18 aufgefangen. Da die Folie 15 zwischen Rakellippe 11 und Umlenkstange 18 ein Gefälle zur Auffangrinne 23 hin aufweist, fließt das Farbe/Reinigungsmittelgemisch schrägt nach unten (s. Pfeil F) in die Auffangrinne 23. Von dort läuft das Gemisch über den, wie obenangeführt, nicht näher beschriebenen Farbablauf in einen ebenfalls nicht näher dargestellten Farbtank.
Nach erfolgtem Reinigungsvorgang wird die Folienrolle 19 in Richtung des Pfeils D gedreht, so daß die alte verschmutzte Folie, die zuvor im Bereich zwischen Rakellippe 11 und Umlenkstange 18 angeordnet war, aufgewickelt wird. Insbesondere bei Verwendung sehr dünner Folie wird sicherheitshalber, um ein Abreißen der Folie zu vermeiden, auch die Vorratsrolle mitgedreht. Die Folie kann hierbei sehr dünn gewählt werden, beispielsweise mit einer Stärke von 30 µ, so daß eine große Länge von Folie auf die Vorratsrolle 13 bzw. auf die Folienrolle 19 paßt. Hierbei wird durch den Abstreifer 22 der größte Teil des Farbe/Reinigungsmittelgemisches von der Folie 15 abgestreift. Auf diese Weise kann die Folie 15 eng auf die Folienrolle 19 gewickelt werden, so daß diese nicht zu viel Platz einnimmt. Zugleich wird von der Folienvorratsrolle 13 frische Folie abgezogen und um den Rakelkasten 2 herumgeführt. Somit befindet sich saubere Folie zwischen Rakellippe 11 und dem Abstreifer 22.
Alle mit dem Farbe/Reinigungsmittelgemisch in Berührung kommenden Teile, d. h. die Folie 15 sowie die Auffangrinne 23 bzw. der nicht näher dargestellte Farbtankbeuteleinsatz sind als Austausch- und Wegwerfteile vorgesehen. Nach Verbrauch der Folie, d. h. bei leerer Vorratsrolle 13 und voller Folienrolle 19 wird eine neue Folienvorratsrolle 13 auf die Drehwelle 17 geschoben und die alte verbrauchte Folienrolle 19 durch ein leeres Kartonrohr 20 ersetzt. Die Folie wird sodann in der beschriebenen Weise von der neuen Vorratsrolle 13 bis hin zum Kartonrohr 20 geführt und dort befestigt. Somit steht die Rakelvorrichtung 1 mit frischer Folie 15 wieder zur Verfügung.
In der Darstellung gemäß Fig. 2 ist anstelle der Folie 15 ein Endlosband 25 vorgesehen. Hierbei empfiehlt sich ein Gummiband mit Gewebeeinlage, um einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Das Endlosband ist wiederum zwischen Rakellippe 11 und Abrakelwalze 12 aufgelegt. Auch das Endlosband 25 wird an der Umlenkstange 18 umgelenkt und am Abstreifer 22 vorbei geführt.
In der vorliegenden Ausführungsform erstreckt sich vom Boden des Rakelkastens 2 ein Trennsteg 26, so daß im vorderen Bereich des Rakelkastens 2 eine Wanne für ein Lösungsmittelbad 27 gebildet ist. In dieses Lösungsmittelbad wird das Endlosband 25 von der Umlenkrolle 18 hineingeführt.
Es ist um eine Transportwalze 28, bevorzugt ebenfalls aus Gummi gelegt, die über eine Stahlwelle 29 angetrieben wird. An der Vorderseite 10 befindet sich nunmehr im Rakelkasten ein Öffnungsschlitz 30 oberhalb des Lösungsmittelpegels 31, durch den das Endlosband 25 hindurchgeführt ist, so daß es zwischen Rakellippe 11 und Abrakelwalze 12 eintreten kann.
Im Betrieb wird das Endlosband in Drehrichtung D von der Transportwalze 28 angetrieben. Altfarbe, die auf Höhe der Rakellippe 11 von der Abrakelwalze 12 aufgenommen wird, wird an der Oberseite 32 des Bands 25 in Richtung des Abstreifers 22 bewegt, wo sie abgestreift und in der Sammelrinne 23 gesammelt wird. Das Endlosband taucht anschließend in das Lösungsmittelbad 27 ein, in dem die minimalen Farbreste, die auf dem Band 25 haften bleiben, gelöst werden. Die Reinigungsbürste 33 reinigt hierbei zusätzlich das Band 25. Nach der Reinigung im Lösungsmittelbad 27 steht das Endlosband 25 wieder als saubere Auflage zwischen Rakellippe 11 und Abrakelwalze 12 zur Verfügung.
Nach Beendigung des Abrakelvorgangs läuft das Endlosband noch einige Zeit nach, so daß es weitergereinigt wird.
In beiden Ausführungsformen ist die Auffangrinne 23 mit Abstreifer 22 als Wegwerfteil, beispielsweise als Kunststoff- oder Kartonrinne, ausgebildet. Sobald die Funktion durch zu viele Altfarbreste beeinträchtigt ist, wird die Auffangrinne 23 mit Abstreifer 22 aus dem Rakelkasten 2 entnommen und durch eine neue Auffangrinne 23 mit Abstreifer 22 ersetzt.
Die gesamten übrigen Bauteile der Rakelvorrichtung 1 bleiben stets sauber und kommen nicht mit Farbe in Berührung. Die genannten Austauschvorgänge sind einfach und vor allem schnell durchzuführen. Hierdurch entfällt das bisherige zeitraubende und mühsame Reinigen des Rakelkastens 2.
Bezugszeichenliste
1 Rakelvorrichtung
2 Rakelkasten
3 Halteblech
4 Halterungs- und Führungsblock
5 Stange
6 Stangenstummel
7 Zahnstange
8 Zahnrad
9 Zahnrad
10 Vorderseite
11 Rakellippe
12 Abrakelwalze
13 Folienvorratsrolle
14 Rückseite
15 Folie
16 Kartonrohr
17 Drehwelle
18 Umlenkstange
19 Folienrolle
20 Kartonrohr
21 Drehwelle
22 Abstreifer
23 Auffangrinne
24 Folienoberseite
25 Endlosband
26 Trennsteg
27 Lösungsmittelbad
28 Transportwalze
29 Stahlwelle
30 Öffnungsschlitz
31 Lösungsmittelpegel
32 Oberseite
33 Reinigungsbürste

Claims (20)

1. Vorrichtung (1) zum Abrakeln einer Druckmaschine mit einem Rakelkasten (2) und einer Rakellippe (11), dadurch gekennzeichnet, daß eine Auflage (15) zwischen der Rakellippe (11) und der Abrakelwalze (12) vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage ein Endlosband oder eine von einer Vorratsrolle abziehbare Folie ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (15) unterhalb des Rakelkastens (2) herumgeführt ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Halterung (17) für eine Vorratsrolle (13) der Folie (15) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Halterung (21) für eine Folienrolle (19) von auf gewickelter verbrauchter Folie (15) vorhanden ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Endlosband ein Gummiband ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Lösungsmittelbad (27) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reinigungsbürste (33) für das Endlosband vorgesehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Abstreifer (22) vorgesehen ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auffangrinne (23) hinter dem Abstreifer (22) angeordnet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (22) in die Auffangrinne (23) integriert ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Farbtank zur Aufnahme verbrauchter Farbe aus der Auffangrinne (23) vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein austauschbarer Einsatz im Farbtank vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer (22) und/oder die Auffangrinne (23) und/oder der Farbtank und/oder der Farbtankeinsatz als Austauschteile ausgebildet sind.
15. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rakelkasten (2) verschiebbar an der Druckmaschine angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antrieb für den Folienvorschub und/oder ein Antrieb für die Verschiebung des Rakelkastens (2) vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Einspritzdüse und ein Vorratstank für Reinigungsmittel vorhanden ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Steuerungseinheit für den Folienvorschub und/oder den Rakelkastenversatz und/oder die Betätigung der Einspritzdüse vorhanden ist.
19. Druckmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rakelvorrichtung (1) gemäß einem der vorgenannten Ansprüche vorgesehen ist.
20. Verfahren zur Reinigung einer Druckmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rakelvorrichtung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche verwendet wird.
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