DE19611611A1 - Presse - Google Patents
PresseInfo
- Publication number
- DE19611611A1 DE19611611A1 DE1996111611 DE19611611A DE19611611A1 DE 19611611 A1 DE19611611 A1 DE 19611611A1 DE 1996111611 DE1996111611 DE 1996111611 DE 19611611 A DE19611611 A DE 19611611A DE 19611611 A1 DE19611611 A1 DE 19611611A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- tool
- press
- guides
- center
- ram
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B7/00—Presses characterised by a particular arrangement of the pressing members
- B30B7/02—Presses characterised by a particular arrangement of the pressing members having several platens arranged one above the other
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B30—PRESSES
- B30B—PRESSES IN GENERAL
- B30B15/00—Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
- B30B15/04—Frames; Guides
- B30B15/041—Guides
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Press Drives And Press Lines (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Presse, mit einem
Pressenstößel und einem Pressentisch und wenigstens einem
ein Oberwerkzeug und ein Unterwerkzeug aufweisenden
Werkzeug, wobei das Oberwerkzeug am Pressenstößel und
das Unterwerkzeug am Pressentisch angebracht sind und
der Pressenstößel Hubbewegungen bezüglich des Pressen
tisches ausführt, und wobei das Werkzeug zwischen den
Ständern der Presse angeordnet ist.
Gattungsgemäße Pressen sind aus der Praxis bekannt.
Hierbei wird manuell oder mittels geeigneter Zuführ- und/oder
Transfereinrichtungen ein zu bearbeitendes
Werkstück in das Unterwerkzeug eingelegt, wonach der
Pressenstößel und somit auch das an dem Pressenstößel
angebrachte Oberwerkzeug eine Hubbewegung in Richtung
auf das Unterwerkzeug durchführt und hierbei das Werk
stück beispielsweise umgeformt wird. Anschließend wird
das Bauteil aus dem Unterwerkzeug entnommen oder aus
gestoßen und kann gegebenenfalls in einer nächsten
Pressenstufe weiterbearbeitet werden.
Des weiteren sind aus der Praxis auch Pressen bekannt,
bei denen zwei Unterwerkzeuge nebeneinanderliegend
quer zur Teile-Transportrichtung angeordnet sind und
der Pressenstößel zwei komplementäre Oberwerkzeuge
aufweist, so daß bei einer Hubbewegung des Stößels
zwei Bauteile gleichzeitig bearbeitet werden können,
wodurch die Leistung der Presse erheblich erhöht wer
den kann.
Nachteilig bei allen vom Stand der Technik bekannten
Pressen ist jedoch, daß weitere Erhöhungen der Stück
zahl der mit den Pressen bearbeitbaren Werkstücke nur
dadurch erreicht werden können, indem mehr Hubbewegun
gen des Pressenstößels pro Zeiteinheit durchgeführt
werden, wodurch auch entsprechend mehr Werkstücke pro
duzierbar sind bzw. bearbeitet werden können. Aller
dings ist die Anzahl der Hübe pro Zeiteinheit und
Presse begrenzt, da aufgrund der vielen zu beschleu
nigenden Massen und der daraus resultierenden hohen
angreifenden Kräfte dieselbe nicht beliebig schnell
betrieben werden kann.
Eine Aneinanderreihung von mehr als zwei Werkzeugen
quer zur Transportrichtung würde den Ausstoß ebenfalls
erhöhen. Die Größe der Werkstücke und auch die vielen
zu beschleunigenden Massen und die hohen angreifenden
Kräfte schränken jedoch die Aneinanderreihung der
Werkzeuge ein.
Somit kann die Leistung einer Presse oder einer Pres
senstraße nur noch weiter erhöht werden, indem eine
zweite Presse oder Pressenstraße vorgesehen wird,
welche jedoch den Nachteil hoher Kosten und eines ent
sprechend hohen Raumbedarfs hat.
Aus der DE-OS 32 29 529 ist eine Einrichtung zum
selbsttätigen Beladen und Entladen der Werkzeugbe
stückung einer Mehretagenpresse bekannt.
Derartige Mehretagenpressen werden zum Schichten von
mehrschichtigen gedruckten Schaltungen verwendet, wo
bei Mehretagenpressen im allgemeinen zwei nebeneinan
der befindliche Stationen aufweisen, nämlich eine
Heiz-Preßstation für die Werkzeugbestückung und eine
Kühl-Preßstation.
Diese Mehretagenpressen sind zum Bearbeiten, insbe
sondere zum Umformen, von Werkstücken aus Metall nicht
geeignet.
Aus der JP-A-4-52035 (Abstract) ist eine Presse mit
mehreren übereinanderliegenden Bearbeitungsebenen be
kannt.
Die aus dem genannten Abstract bekannte Presse weist
jedoch für jede Bearbeitungsebene einen eigenen Pres
senstößel samt Pressenantrieb (Hydraulikzylinder) auf,
so daß die bekannte Presse aufwendig ist und viel Bau
raum beansprucht.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu
grunde, eine Presse vorzusehen, mit der auf kostengün
stige Weise die Leistung gegenüber den vom Stand der
Technik bekannten Pressen erhöht werden kann und die
nur wenig Bauraum beansprucht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß
zwischen dem Oberwerkzeug und dem Unterwerkzeug wenig
stens ein in Hubrichtung des Pressenstößels bewegbares
Mittelwerkzeug angeordnet ist, wobei der dem Oberwerk
zeug zugewandte Bereich des Mittelwerkzeuges als wei
teres Unterwerkzeug und der dem Unterwerkzeug zuge
wandte Bereich des Mittelwerkzeuges als weiteres Ober
werkzeug ausgebildet ist und das Mittelwerkzeug an in
Hubrichtung des Pressenstößels verlaufenden Führungen
angeordnet ist.
Durch das erfindungsgemäße Vorsehen eines Mittelwerk
zeuges zwischen dem vom Stand der Technik bekannten
Oberwerkzeug und Unterwerkzeug ist es möglich, daß mit
einem Hub des Pressenstößels doppelt so viele Bauteile
gefertigt werden können, als dies beim Stand der Tech
nik möglich ist, da die Bauteile in zwei übereinander
liegenden Ebenen bzw. Umformebenen hergestellt werden,
d. h. in einer ersten Ebene zwischen dem Unterwerkzeug
und dem weiteren Oberwerkzeug sowie in einer zweiten
Ebene zwischen dem weiteren Unterwerkzeug und dem
Oberwerkzeug. Somit werden mit jedem Hub des Pressen
stößels zwei übereinanderliegende und durch das Mit
telwerkzeug voneinander getrennte Werkstücke gleich
zeitig bearbeitet.
Da die zu bearbeitenden Werkstücke übereinander ange
ordnet sind, verändert sich die für die erfindungsge
mäße Presse notwendige Grundfläche gegenüber dem Stand
der Technik nicht, so daß gegenüber bekannten Pressen
gegebenenfalls lediglich eine etwas größere Bauhöhe
der Presse erreicht wird.
Selbstverständlich können auch bei der erfindungsge
mäßen Presse mehrere Mittelwerkzeuge nebeneinander an
geordnet werden, so daß sich die Anzahl der mit einem
Hub des Pressenstößels produzierbaren Werkstücke ent
sprechend vervielfacht.
Das wenigstens eine Mittelwerkzeug zwischen dem auf
dem Pressentisch angeordneten Unterwerkzeug und dem am
Pressenstößel angebrachten Oberwerkzeug ist auf ein
fache Weise in Führungen geführt, welche in Hubrich
tung des Pressenstößels verlaufen, wodurch eine ein
fache und kostengünstige Koppelung des wenigstens ei
nen Mittelwerkzeuges an die Linearbewegung des Pres
senstößels möglich ist.
In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann vor
gesehen sein, daß jedes Mittelwerkzeug eine durchge
hende Platte aufweist, welche in den Führungen geführt
ist, wobei auf der durchgehenden Platte wenigstens ein
weiteres Oberwerkzeug und wenigstens ein weiteres Un
terwerkzeug angebracht sind.
Durch das Vorsehen einer durchgehenden Platte können
bereits vorhandene Werkzeuge, also Ober- und Unter
werkzeuge, auf einfache Art und Weise an der erfin
dungsgemäßen Presse verwendet werden, da es lediglich
notwendig ist, die vorhandenen weiteren Ober- und Un
terwerkzeuge jeweils an der durchgehenden Platte auf
geeignete Art und Weise zu befestigen.
Hierdurch läßt sich das Herstellen eines speziellen
Mittelwerkzeuges, das gegebenenfalls einstückig sein
kann, vermeiden.
Um eine sichere Führung des Mittelwerkzeuges während
des Bearbeitungsvorganges bzw. während der Hubbewegung
des Pressenstößels sicherzustellen, kann das Mittel
werkzeug in wenigstens vier Führungen geführt sein.
Es liegt jedoch selbstverständlich im Ermessen des
Fachmannes, in Abhängigkeit von der Größe und/oder
Form des Mittelwerkzeuges auch weniger Führungen vor
zusehen, wobei jedoch beim Vorsehen von beispielsweise
nur zwei Führungen die Gefahr eines Verkantens des
Mittelwerkzeuges in den Führungen erhöht ist.
Dem Mittelwerkzeug zugewandte Enden der Führungen kön
nen mit Gewinden und Einstellmuttern versehen sein, an
denen das Mittelwerkzeug wenigstens über einen Teil
der Hubbewegung des Pressenstößels anliegt.
Durch das Vorsehen von Gewinden und Einstellmuttern
kann die Position des wenigstens einen Zwischenwerk
zeuges bezüglich dem Oberwerkzeug und dem Unterwerk
zeug schnell und genau eingestellt werden, wodurch
eine genaue und gegebenenfalls synchrone Bearbeitung
der Werkstücke in den bereits genannten übereinander
liegenden Ebenen möglich ist.
Alternativ kann jedoch auch vorgesehen sein, daß die
dem Mittelwerkzeug zugewandten Enden der Führungen mit
Flanschen oder dergleichen Erweiterungen versehen
sind, an denen das Mittelwerkzeug wenigstens über
einen Teil der Hubbewegung des Pressenstößels anliegt.
Durch das Vorsehen von Flanschen oder dergleichen
feststehenden Erweiterungen können unbeabsichtigte
Veränderungen der Position des Mittelwerkzeuges bezüg
lich des Oberwerkzeuges und Unterwerkzeuges vermieden
werden. Die Flansche können beispielsweise an die
Führungen angeschweißt sein.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
kann auch vorgesehen sein, daß die dem Mittelwerkzeug
abgewandten Enden der Führungen mit Hydraulik- oder
Pneumatikzylindern zum Vorbeschleunigen des Mittel
werkzeuges in Richtung auf den Pressentisch gekoppelt
sind.
Durch das Vorbeschleunigen des Mittelwerkzeuges in Ab
hängigkeit von der Bewegung des Pressenstößels ist ein
gesteuertes Bearbeiten der Werkstücke in den überein
anderliegenden Ebenen möglich.
So kann die Vorbeschleunigungsbewegung beispielsweise
derart erfolgen, daß die Bearbeitung der Werkstücke in
beiden Ebenen gleichzeitig erfolgt, oder die Vorbe
schleunigung des Mittelwerkzeuges kann auch derart ge
steuert werden, daß eine Bearbeitung der Bauteile in
den übereinanderliegenden Ebenen nacheinander erfolgt.
Ein weiterer Vorteil der Vorbeschleunigung des Mittel
werkzeuges in Abhängigkeit von der Hubbewegung des
Pressenstößels ist eine Dämpfung des Schlages, der
beispielsweise beim Auftreffen des Oberwerkzeuges auf
das weitere Unterwerkzeug entsteht, d. h. das Mittel
werkzeug kann wenigstens annähernd auf die Geschwin
digkeit des Pressenstößels beschleunigt werden, wie
dies von Ziehpressen bekannt ist, so daß der Pressen
stößel und das Mittelwerkzeug während des Zusammen
treffens der beiden Werkzeuge sich wenigstens an
nähernd mit derselben Geschwindigkeit bewegen.
Die Führungen des Mittelwerkzeuges können jedoch auch
direkt am Pressenstößel angebracht sein, so daß sich
das Mittelwerkzeug synchron mit dem Pressenstößel be
wegt.
Je nach dem, wie bzw. in welcher Höhe das Mittelwerk
zeug zwischen dem Oberwerkzeug und dem Unterwerkzeug
angeordnet ist, kann hierbei die Bearbeitung der Werk
stücke in den beiden übereinanderliegenden Ebenen
gleichzeitig erfolgen, oder das Mittelwerkzeug kann
zuerst auf dem Unterwerkzeug aufsetzen, während erst
zu einem späteren Zeitpunkt das Oberwerkzeug auf dem
weiteren Unterwerkzeug aufsetzt und hierbei der Be
arbeitungsvorgang in beiden Ebenen erfolgt.
Nachfolgend sind anhand der Zeichnung mehrere Aus
führungsbeispiele der vorliegenden Erfindung prinzip
mäßig beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Presse in
Durchlaufrichtung der zu bearbeitenden Werk
stücke,
Fig. 2 schematisch die Anordnung des Mittelwerkzeuges
zwischen Oberwerkzeug und Unterwerkzeug,
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung die Einzelheit III
der Fig. 2,
Fig. 4A und 4B schematisch eine erfindungsgemäße Presse, wo
bei das Mittelwerkzeug gesteuert betätigbar
ist, und
Fig. 5A und 5B eine erfindungsgemäße Presse mit einer un
gesteuerten Betätigung des Mittelwerkzeuges.
Bezug nehmend auf Fig. 1 ist eine Ansicht einer Pres
se, beispielsweise einer Karosseriepresse, zum Umfor
men von als Blechteilen ausgebildeten Werkstücken in
Durchlaufrichtung dargestellt.
Die Presse weist in bekannter Weise einen Pressentisch
1 auf, auf welchem sich Ständer 2, 2′ abstützen. In
der Ansicht nach der Fig. 1 sind nur zwei Ständer 2,
2′ dargestellt, üblicherweise weist eine Presse jedoch
vier derartige Ständer 2, 2′ auf.
Auf die Ständer 2, 2′ ist ein Kopfstück 3 aufgesetzt,
welches beispielsweise den Antrieb für den in Hubrich
tung (Doppelpfeil 4) beweglichen Pressenstößel 5 ent
hält.
Der Antrieb der Presse ist nicht dargestellt und kann
auf bekannte geeignete Art beispielsweise elektrisch
mechanisch oder elektrisch-hydraulisch erfolgen.
Auf dem Pressentisch 1 ist in bekannter Weise ein Un
terwerkzeug 6 angeordnet, während mit dem Pressenstößel 5
ein Oberwerkzeug 7 gekoppelt ist, welches in
Hubrichtung 4 zusammen mit dem Pressenstößel 5 beweg
bar ist.
Zwischen dem Unterwerkzeug 6 und dem Oberwerkzeug 7
ist ein Mittelwerkzeug 8 angeordnet, wobei das Mittel
werkzeug 8 ein dem Oberwerkzeug 7 zugewandtes weiteres
Unterwerkzeug 9 sowie an seiner Unterseite ein dem Un
terwerkzeug 6 zugewandtes weiteres Oberwerkzeug 10
aufweist.
Das Mittelwerkzeug 8 ist in vier Führungen 11, 11′ ge
führt, von denen in der Ansicht nach der Fig. 1 ledig
lich zwei Führungen 11, 11′ gestrichelt dargestellt
sind.
Die Führungen 11, 11′ verlaufen in vertikaler Rich
tung, d. h. parallel zur Hubrichtung 4, und sind an
ihren dem Mittelwerkzeug 8 abgewandten Enden mit dem
Pressenstößel 5 verbunden, so daß bei Hubbewegungen
des Pressenstößels 5 das Mittelwerkzeug 8 wenigstens
bis zum Aufsetzen auf dem Unterwerkzeug 6 synchron mit
dem Pressenstößel 5 mitbewegt wird.
Fig. 2 zeigt schematisch die Anordnung des Mittelwerk
zeuges 8 zwischen dem Unterwerkzeug 6 und dem Ober
werkzeug 7.
Auf die Darstellung des Pressenstößels 5 sowie des
Pressentisches 1 wurde in der Darstellung nach der
Fig. 2 aus Übersichtlichkeitsgründen verzichtet.
In der Darstellung nach der Fig. 2 sind die beiden
übereinanderliegenden Umformebenen für nicht darge
stellte Bauteile, nämlich eine obere Umformebene 12
sowie eine untere Umformebene 13, klar ersichtlich.
Fig. 3 zeigt in vergrößerter Darstellung die Einzel
heit III der Fig. 2. Das Mittelwerkzeug 8 weist hier
bei eine durchgehende Platte 14, die auch als Adapter
platte bezeichnet werden kann, auf, wobei sich die
durchgehende Platte 14 zwischen den Führungen 11 und
11′ (siehe Fig. 1 und 2) erstreckt, also quer zur
Durchlaufrichtung der Werkstücke durch die dargestell
te Presse, und auf der durchgehenden Platte 14 das
weitere Unterwerkzeug 9 sowie das weitere Oberwerkzeug 10
angebracht sind. D.h., das Mittelwerkzeug 8 ist in
dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel nicht
einstückig gefertigt, sondern besteht aus mehreren
Einzelteilen.
Die durchgehende Platte 14 ist im Bereich der Führun
gen 11, 11′ mit Bohrungen versehen, in welche Füh
rungsbuchsen 15 eingesetzt sind.
Die Führungsbuchsen sind hierbei aus einem Werkstoff
hergestellt, welcher ein problemloses Gleiten der
durchgehenden Platte 14 auf den Führungen 11, 11′ er
möglicht, d. h. der Werkstoff der Führungsbuchsen 15
wird in Abhängigkeit vom Werkstoff der Führungen 11,
11′ ausgewählt, so daß eine Werkstoffpaarung mit einem
geeigneten Reibungskoeffizienten vorliegt.
Anstatt der dargestellten Gleitführung zwischen der
durchgehenden Platte 14 und den Führungen 11, 11′ kön
nen jedoch selbstverständlich auch geeignete Linear
führungen mit Wälzlagern, Kugelumlaufbüchsen oder der
gleichen vorgesehen sein.
An dem in Fig. 3 dargestellten, dem Pressenstößel 5
abgewandten Ende der Führung 11 ist ein Flansch 16 an
geschweißt, auf welchem das Mittelwerkzeug 8 aufliegt.
Es liegt jedoch selbstverständlich im Ermessen des
Fachmannes, anstatt des Flansches 16 eine Einstellmut
ter (nicht dargestellt) zu verwenden, wobei die Füh
rungen 11, 11′ wenigstens teilweise mit einem Gewinde
versehen sind, so daß die Position der Einstellmutter
verändert werden kann und sich hierdurch auch die Po
sition des Mittelwerkzeuges 8 bezüglich des Unterwerk
zeuges 6 und des Oberwerkzeuges 7 (siehe Fig. 1 und 2)
verändern bzw. einstellen läßt.
Fig. 4A und 4B zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel
einer Presse, bei der die Führungen 11, 11′ für das
Mittelwerkzeug 8 nicht, wie in dem Ausführungsbeispiel
nach den Fig. 1 bis 3, am Pressenstößel 5 befestigt
sind, sondern mit einfachwirkenden Hydraulikzylindern
17, 17′ verbunden sind, die im Bereich des nicht dar
gestellten Pressentisches 1 (siehe Fig. 1) vorgesehen
sind.
Fig. 4A zeigt die Presse vor dem Beginn eines Umform- bzw.
Bearbeitungsvorganges, wobei sich der Pressen
stößel 5 in seiner Grundstellung befindet und das
Mittelwerkzeug 8 auf Abstand zu dem Unterwerkzeug 6
sowie dem Oberwerkzeug 7 angeordnet ist. In dieser
Stellung der Presse können umzuformende Werkstücke
eingelegt werden.
Durch das Eigengewicht des Mittelwerkzeuges 8 werden
in den Hydraulikzylindern 17, 17′ vorhandene Ölvolumi
na 18, 18′ in dieser Stellung komprimiert.
Ein Abfließen der Ölvolumina 18, 18′ aus den Hydrau
likzylindern 17, 17′ durch ein Leitungssystem 19 wird
durch ein Absperrventil 20 vermieden, das in der Fig.
4A in Sperrstellung dargestellt ist.
Zum Beginn des Bearbeitungsvorganges bewegt sich der
Pressenstößel 5 in Hubrichtung 4 nach unten, wobei vor
oder nach dem Beginn der Hubbewegung des Pressenstößels 5
oder gleichzeitig mit dieser das Absperrventil
20 geöffnet wird, wodurch das Öl aus den Ölvolumina 18, 18′
über das Absperrventil 20 in einen nicht dar
gestellten Tank abfließen kann, da es durch das Eigen
gewicht des Mittelwerkzeuges 8 aus den Ölvolumina 18,
18′ verdrängt wird. Somit bewegt sich das Mittelwerk
zeug 8 unabhängig von der Bewegung des Pressenstößels
5 in Hubrichtung 4 nach unten in die in der Fig. 4B
dargestellte Stellung, d. h. die Bewegung des Mittel
werkzeuges 8 nach unten erfolgt so lange, bis das Mit
telwerkzeug 8 auf dem Unterwerkzeug 6 aufsetzt.
Nachfolgend schlägt das Oberwerkzeug 7 aufgrund der
Weiterbewegung des Pressenstößels 5 auf dem Mittel
werkzeug 8 auf, wobei in beiden Umformebenen 12, 13
eine Bearbeitung der nicht dargestellten Werkstücke
erfolgt.
Durch eine Steuerung der Abflußgeschwindigkeit des
Öles oder einer anderen geeigneten Hydraulikflüssig
keit aus den Ölvolumina 18, 18′ kann die Geschwindig
keit, mit der sich das Mittelwerkzeug 8 in Richtung
auf das Unterwerkzeug 6 bewegt, gesteuert werden.
Außerdem kann auch vorgesehen sein, daß die Hydraulik
zylinder 17, 17′ als doppeltwirkende Zylinder ausge
führt sind, wodurch eine noch genauere Steuerung der
Geschwindigkeit des Mittelwerkzeuges 8 möglich ist, da
sowohl die den Hydraulikzylindern 17, 17′ zugeführten
Ölmengen als auch die abgeführten Ölmengen gesteuert
oder geregelt werden können.
Alternativ können anstatt den Hydraulikzylindern 17,
17′ auch Pneumatikzylinder verwendet werden.
Um die Presse aus der in der Fig. 4B dargestellten
Stellung wieder in die in der Fig. 4A dargestellte
Grundstellung zu fahren, wird der Pressenstößel 5 auf
bekannte Art und Weise, d. h. mittels des normalen
Pressenantriebes, nach oben bewegt, während durch das
Absperrventil 20 wieder Öl in die Ölvolumina 18, 18′
gedrückt wird, wodurch sich das Mittelwerkzeug 8 wie
der in seine Grundstellung zurückbewegt.
Die Fig. 5A und 5B zeigen ein weiteres Ausführungsbei
spiel einer Presse, bei welcher das Mittelwerkzeug 8
jedoch ungesteuert bewegt wird.
Das Mittelwerkzeug 8 ist hierbei, wie bereits im Zu
sammenhang mit den Fig. 1 bis 3 beschrieben, über die
Führungen 11, 11′ mit dem Pressenstößel 5 verbunden
und, wie in Fig. 3 dargestellt, relativ zu den Füh
rungen 11, 11′ bewegbar.
Fig. 5A zeigt die Presse in Grundstellung, wobei das
Oberwerkzeug 7 auf Abstand zu dem Mittelwerkzeug 8 und
das Mittelwerkzeug 8 gleichzeitig auch auf Abstand zu
dem Unterwerkzeug 6 vorgesehen ist. In dieser Stellung
der Presse können Werkstücke automatisch mittels ge
eigneter Einrichtungen oder manuell eingelegt werden.
Bewegt sich beim Beginn des Umformvorganges der Pres
senstößel 5 in Hubrichtung 4 nach unten, so wird das
auf mit den Führungen 11, 11′ fest verbundenen Flan
schen 16, 16′ anliegende Mittelwerkzeug 8 synchron zur
Abwärtsbewegung des Pressenstößels 5 mitbewegt werden.
Diese Synchronbewegung erfolgt so lange, bis das Mit
telwerkzeug 8 auf dem Unterwerkzeug 6 aufliegt.
Da sich zu diesem Zeitpunkt der Pressenstößel 5 noch
nicht in seinem unteren Totpunkt befindet, wird sich
der Pressenstößel 5 weiter in Hubrichtung 4 nach unten
bewegen. Hierbei bewegen sich die Führungen 11, 11′
relativ zu dem auf dem Unterwerkzeug 6 aufliegenden
Mittelwerkzeug 8. Diese Relativbewegung wird durch die
in der Fig. 3 näher dargestellten Führungen ermög
licht.
Nach dem Erreichen seines unteren Totpunktes (siehe
Fig. 5B) bewegt sich der Pressenstößel 5 in Hubrich
tung 4 wieder nach oben, wobei sich anfangs nur das
Oberwerkzeug 7 nach oben bewegen wird, während das
Mittelwerkzeug 8 erst dann in vertikaler Richtung nach
oben bewegt wird, wenn die Flansche 16 an der Unter
seite des Mittelwerkzeuges 8 anliegen und dieses mit
nach oben bewegen. In dem dargestellten Ausführungs
beispiel ist das Unterwerkzeug 6 während des gesamten
Bearbeitungs- bzw. Umformvorganges feststehend.
Durch die dargestellte Anordnung des Mittelwerkzeuges
ist eine gegenüber dem Stand der Technik wesentlich
erhöhte Leistung der Presse möglich, da eine Vielzahl
von Werkstücken, nämlich wenigstens zwei Stück, wäh
rend eines Hubes des Pressenstößels 5 gleichzeitig be
arbeitet bzw. umgeformt werden können.
Claims (9)
1. Presse, mit einem Pressenstößel und einem Pressen
tisch und wenigstens einem ein Oberwerkzeug und
ein Unterwerkzeug aufweisenden Werkzeug, wobei das
Oberwerkzeug am Pressenstößel und das Unterwerk
zeug am Pressentisch angebracht sind und der Pres
senstößel Hubbewegungen bezüglich des Pressen
tisches ausführt, und wobei das Werkzeug zwischen
den Ständern der Presse angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Oberwerkzeug (7) und dem Unterwerk
zeug (6) wenigstens ein in Hubrichtung (4) des
Pressenstößels (5) bewegbares Mittelwerkzeug (8)
angeordnet ist, wobei der dem Oberwerkzeug (7)
zugewandte Bereich des Mittelwerkzeuges (8) als
weiteres Unterwerkzeug (9) und der dem Unterwerk
zeug (6) zugewandte Bereich des Mittelwerkzeuges
(8) als weiteres Oberwerkzeug (10) ausgebildet ist
und das Mittelwerkzeug (8) an in Hubrichtung (4)
des Pressenstößels (5) verlaufenden Führungen
(11, 11′) angeordnet ist.
2. Presse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
jedes Mittelwerkzeug (8) eine durchgehende Platte (14)
aufweist, welche in den Führungen (11, 11′)
geführt ist, wobei auf der durchgehenden Platte
(14) wenigstens ein weiteres Oberwerkzeug (9) und
wenigstens ein weiteres Unterwerkzeug (10) ange
bracht sind.
3. Presse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Mittelwerkzeug (8) mit dem weiteren Unterwerk
zeug (9) und dem weiteren Oberwerkzeug (10) ein
stückig ist.
4. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Mittelwerkzeug (8) in wenigstens vier Führun
gen (11, 11′) geführt ist.
5. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Mittelwerkzeug (8) zugewandte Enden der Füh
rungen (11, 11′) mit Gewinden und Einstellmuttern
versehen sind, an denen das Mittelwerkzeug (8)
wenigstens über einen Teil der Hubbewegung des
Pressenstößels (5) anliegt.
6. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
dem Mittelwerkzeug (8) zugewandte Enden der Füh
rungen (11, 11′) mit Flanschen (16, 16′) oder der
gleichen Erweiterungen versehen sind, an denen das
Mittelwerkzeug (8) wenigstens über einen Teil der
Hubbewegung des Pressenstößels (5) anliegt.
7. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die dem Mittelwerkzeug (8) abgewandten Enden der
Führungen (11, 11′) mit Hydraulik- oder Pneumatik
zylindern (17, 17′) zum Vorbeschleunigen des Mit
telwerkzeuges (8) in Richtung auf den Pressentisch
(1) gekoppelt sind.
8. Presse nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hydraulik- oder Pneumatikzylinder (17, 17′) als
doppeltwirkende Hydraulik- oder Pneumatikzylinder
ausgebildet sind.
9. Presse nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungen (11, 11′) des Mittelwerkzeuges (8) am
Pressenstößel (5) angebracht sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996111611 DE19611611A1 (de) | 1996-03-23 | 1996-03-23 | Presse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1996111611 DE19611611A1 (de) | 1996-03-23 | 1996-03-23 | Presse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19611611A1 true DE19611611A1 (de) | 1997-09-25 |
Family
ID=7789260
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1996111611 Ceased DE19611611A1 (de) | 1996-03-23 | 1996-03-23 | Presse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19611611A1 (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0919362A1 (de) * | 1997-11-28 | 1999-06-02 | Vam Aerotecnica di Borghi Mauro | Olydinamische Gesenkpresse mit vertikaler Achsialschub, ausgestattet mit mehreren Gesenkpaaren |
| FR2802463A1 (fr) * | 1999-11-05 | 2001-06-22 | Valeo | Presse a plateaux multiples |
| DE102004013591A1 (de) * | 2004-03-19 | 2005-10-13 | Schuler Hydrap Gmbh & Co. Kg | Mehr-Etagen-Presse und Verfahren zu deren Steuerung |
| DE102005041814A1 (de) * | 2005-09-02 | 2007-03-08 | Sms Meer Gmbh | Presse zum Umformen eines Formteils |
| ITMI20091576A1 (it) * | 2009-09-15 | 2011-03-16 | Mecolpress S P A | Apparecchiatura per lo stampaggio pezzo con sbozzatura e finitura coniatura simultanea al bilanciere e pressa. |
| JP2013169575A (ja) * | 2012-02-21 | 2013-09-02 | Toyota Motor Corp | 多段プレス装置 |
-
1996
- 1996-03-23 DE DE1996111611 patent/DE19611611A1/de not_active Ceased
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0919362A1 (de) * | 1997-11-28 | 1999-06-02 | Vam Aerotecnica di Borghi Mauro | Olydinamische Gesenkpresse mit vertikaler Achsialschub, ausgestattet mit mehreren Gesenkpaaren |
| FR2802463A1 (fr) * | 1999-11-05 | 2001-06-22 | Valeo | Presse a plateaux multiples |
| DE102004013591A1 (de) * | 2004-03-19 | 2005-10-13 | Schuler Hydrap Gmbh & Co. Kg | Mehr-Etagen-Presse und Verfahren zu deren Steuerung |
| DE102005041814A1 (de) * | 2005-09-02 | 2007-03-08 | Sms Meer Gmbh | Presse zum Umformen eines Formteils |
| ITMI20091576A1 (it) * | 2009-09-15 | 2011-03-16 | Mecolpress S P A | Apparecchiatura per lo stampaggio pezzo con sbozzatura e finitura coniatura simultanea al bilanciere e pressa. |
| EP2295165A1 (de) * | 2009-09-15 | 2011-03-16 | Mecolpress S.p.A. | Presse zum simultanen Vor- und Fertigpressen / Prägen |
| JP2013169575A (ja) * | 2012-02-21 | 2013-09-02 | Toyota Motor Corp | 多段プレス装置 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69010429T2 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Formen eines rohrförmigen Rahmens. | |
| EP0163922B1 (de) | Automat für die hydroplastische Bearbeitung von Stirnrädern | |
| DE69228770T2 (de) | Index-Vorschubsystem | |
| EP1189745B1 (de) | Vorrichtung zum feinschneiden von werkstücken aus einem werkstoff | |
| DD212451A5 (de) | Maschine zur hydroplastischen bearbeitung von roherzeugnissen | |
| DE2344416C2 (de) | Abkantpresse | |
| EP3115190A1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum steuern des hauptantriebs einer feinschneidpresse | |
| DE19740293A1 (de) | Transferpressen mit automatischem Toolingwechsel | |
| DE3022844C2 (de) | ||
| DE10005023C2 (de) | Feinschneidpresse | |
| DE3208705A1 (de) | Vorrichtung zum vorschieben und ausrichten von werkstuecken in einer presse | |
| DE19611611A1 (de) | Presse | |
| DE8021267U1 (de) | Lastausgleichsvorrichtung fuer pressenwerkzeuge | |
| EP2114587B1 (de) | Umformpresse mit im schiebetisch integrierter ziehkissenfunktionalität | |
| DE3136753C2 (de) | Tiefzieheinrichtung für Platine | |
| EP0125540B1 (de) | Vorrichtung zum Herstellen von in der Mantelfläche gelochten Rohren | |
| DE2303451C2 (de) | Vorrichtung zum Schmieden von Kurbelwellen, Flanschwellen u.dgl. mittels einer Schmiedepresse | |
| DE3002039A1 (de) | Stehende hydraulische gesenkpresse | |
| DE2226555C3 (de) | Stanznietmaschine zum Eintreiben eines Drahtabschnittes durch ungelochte Werkstücke | |
| DE3875243T2 (de) | Matrizenaustausch bei pressen. | |
| DE10023879A1 (de) | Stanzvorrichtung | |
| DE3020545A1 (de) | Vorrichtung zum einbringen von loechern in einem bauelement | |
| EP1844896B1 (de) | Maschinelle Anordnung zum Positionieren von Werkstücken und/oder von Bearbeitungsresten einer Werkstückbearbeitung sowie damit versehene maschinelle Anordnung zum Bearbeiten von Werkstücken | |
| DE4032456C2 (de) | ||
| DE3734368C2 (de) |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SCHULER PRESSEN GMBH & CO. KG, 73033 GOEPPINGEN, D |
|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8131 | Rejection |