DE19610542A1 - Gerät zur Einbringung von wundheilendem oder wundversiegelndem Material zur Anwendung in der minimal-invasiven Chirurgie - Google Patents

Gerät zur Einbringung von wundheilendem oder wundversiegelndem Material zur Anwendung in der minimal-invasiven Chirurgie

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DE19610542A1
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets
    • A61B17/00234Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets for minimally invasive surgery
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B17/00Surgical instruments, devices or methods, e.g. tourniquets
    • A61B17/28Surgical forceps
    • A61B17/29Forceps for use in minimally invasive surgery
    • A61B2017/2926Details of heads or jaws
    • A61B2017/2927Details of heads or jaws the angular position of the head being adjustable with respect to the shaft

Description

Die Erfindung betrifft ein Gerät für die Applikation von chirurgischem Material, insbesondere von wundversiegelndem oder wundheilendem Material, in der minimal-invasiven Chirurgie.

Unter dem Begriff chirurgisches Material werden chirurgische Vliese zur Verklebung von Geweben, zur Blutstillung, insbesondere Vliese oder Folien, die mit Fibrinkleberkomponenten beschichtet sind, verstanden oder Vliese und Folien, die als Adhäsionsprophylaxe in den Körper eingebracht werden und dort ein Zusammenkleben von Gewebe verhindern sollen.

Die Durchführung von minimal-invasiven chirurgischen Eingriffen erfordert die Verwendung spezieller chirurgischer Instrumente, die an die Verwendung in Trokaren oder Laparo- bzw. Thorakoskopen angepaßt sind. Ein besonderes Problem stellt da bei die genaue und sichere Plazierung und Fixierung von chirurgischen Hilfsmitteln an der gewünschten Stelle im Körper dar.

Aus EP-A 0 543 499 ist eine Vorrichtung zum Einbringen und Positionieren einer Antiadhäsionsschicht bekannt, wo bei das Antiadhäsionsmaterial mit Hilfe einer aus einer Düse austretenden Flüssigkeit, beispielsweise einer Salzlösung an der gewünschten Stelle fixiert wird. Nachteil dieser Vorrichtung ist, daß das zu applizierende Material vor dem Einbringen in den Körper nur ungenügend an Applikator befestigt werden und daher große Geschicklichkeit bei der Handhabung erfordert.

Aus EP-A 0 535 506 ist ein Instrument zum Applizieren einer Adhäsionsprophylaxe für endoskopische Eingriffe bekannt, bei dem eine Folie in den Schlitz eines stabförmigen Folienträgers eingebracht wird, auf diesen Träger aufgewickelt wird und nach Einbringen durch einen Trokar im Körper abgewickelt wird. Nachteil dieses Instruments ist, daß die Folie im Körper nur schwer aus dem Folienträger entfernt werden kann und daher ebenfalls eine große Geschicklichkeit bei der Handhabung erforderlich ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, ein Gerät für die Anwendung in der minimal-invasiven Chirurgie bereitzustellen, bei dem die sichere Befestigung ins besondere wundversiegelnden oder wundheilenden Materials beliebig er Größe einerseits und die sichere Handhabbarkeit und genaue Plazierung des Instruments oder Hilfsmittels an der gewünschten Stelle andererseits gewährleistet wird.

Gegenstand der Erfindung ist daher ein Gerät für die Applikation von chirurgischem Material in der minimal-invasiven Chirurgie, bestehend aus einer Applikatorhülse 1 mit einer trompetenartigen Aufweitung 2 am äußeren Ende und einem Applikator 3 bestehend aus einem Schaft 4 mit Griff 4a, einem beweglich am Schaft gelagerten Schaltstück 5, das auf jeder Seite bis zum Anschlag 6 um bis zu 135° ausgelenkt werden kann und mittels einer Zugschraube 7 mit dem Schaft verbunden ist, wobei das Schaltstück eine Steuerungsvorrichtung 10 aufweist, die durch den Schaft bis an die obere Außenseite des Handgriffs geführt wird, einer im Schaltstückes drehbar gelagerten Vliesführung 8 mit einer Anschlag scheibe 8a und einer Vlieshalterung 9.

Fig. 1 zeigt die Applikatorhülse 1.

Fig. 2 zeigt den Applikator in Aufsicht.

Fig. 3 zeigt die Seitenansicht des Applikators mit einer Steuerungsvorrichtung in Form einer Schneckenstange.

In den Zeichnungen bedeutet 1 die Applikatorhülse, 2 die trompetenartige Aufweitung an deren äußeren Ende, 3 den Applikator, 4 den Schaft des Applikators, 4a den Griff, 5 das Schaltstück, 6 den Anschlagpunkt, 7 die Zugschraube, 8 die Vliesführung, 8a eine Anschlagscheibe, 9 die Vlieshalterung und 10 die Steuerungsvorrichtung.

Das Gerät besteht aus zwei Teilen, nämlich der Applikatorhülse 1 und dem Applikator 3.

Die Applikatorhülse 1 weist an ihrem äußeren Ende eine trompetenartige Aufweitung 2 auf, um ein leichteres Einführen des Applikators mit dem darauf befindlichen chirurgischen Material in die Applikatorhülse zu ermöglichen.

Die Applikatorhülse muß aus sterilisierbarem Material bestehen, vorzugsweise besteht sie aus sterilisierbarem Edelstahl.

Der Applikator 3 besteht aus einem Schaft mit einem Griff 4a, der vorzugsweise angerauht ist, um einen sicheren Halt zu gewährleisten. Am Schaft 4 des Applikators ist ein Schaltstück 5 in einem beidseitig auslenkbaren Scharniergelenk beweglich gelagert. Das Schaltstück ist mittels einer Zugschraube mit dem Schaft verbunden. Dieses Schaltstück 5 kann auf jeder Seite bis zum Anschlagpunkt ausgelenkt werden. Die Auslenkung nach jeder Seite kann bis zu 135° betragen.

Die Steuerungsvorrichtung 10 dient zum Auslenken des Gelenks vom Handgriff 4a aus. Als Steuerungsvorrichtung kommen mechanische Steuerungsvorrichtungen, wie Zahnrad, Schneckenrad, Bowdenzug, oder Miniaturkettenzug und dergleichen in Frage. Die Steuerungseinrichtung ist im Schaltstück integriert und wird durch den Schaft bis zum Handgriff geführt, von wo aus die Bedienung erfolgt.

Im Kern des Schaltstücks ist die Vliesführung 8 drehbar gelagert, wobei eine Anschlagscheibe 8a verhindert, daß das Vlies in Richtung des Gelenks abrutschen kann. Die Vlieshalterung 9 besteht aus einer längsgeschlitzten Röhre.

Die Fixierung des in den Körper einzubringenden Materials erfolgt in der Öffnung der Vlieshalterung, deren Dimension so bemessen ist, daß das in den Körper einzubringende chirurgische Material paßgenau befestigt werden kann.

Der Applikator besteht ebenfalls aus sterilisierbarem Material, vorzugsweise Edelstahl.

Applikator und Applikatorhülse sind so dimensioniert, daß der Applikator durch Einführen in die Applikatorhülse in dieser verborgen und bewegt werden kann.

Das wundheilende oder wundversiegelnde Material wird über die Vlieshalterung aufgewickelt, und durch die trompetenähnliche Erweiterung soweit in die Applikatorhülse so eingeführt, daß das aufgewickelte Vlies zunächst noch in dieser verborgen bleibt.

Der vorzugsweise angerauhte Griff dient einerseits zum Führen des Applikators, andererseits als Anschlag, um ein zu weites Einführen des Applikators zu vermeiden.

Das chirurgische Material wird in der Vlieshalterung 9 befestigt und anschließend auf dieser aufgewickelt.

Nach Einbringen in die Applikatorhülse wird diese mit dem Applikator durch einen Trokar in den Körper eingeführt. Im Körper wird mittels des Griffs 4a der Applikator mit dem auf dem Schaltstück aufgewickelten Vlies soweit aus der Applikatorhülse herausgeschoben, daß eine mühelose Auslenkung des Schaltstücks in dem jeweils erforderlichen Winkel möglich ist.

Im Körper wird das Schaltstück an der gewünschten Stelle mittels der Steuerungsvorrichtung um den erforderlichen Winkel ausgelenkt. Dabei wird durch axiale Bewegung der an der oberen Außenseite des Handgriffs befindlichen Stange die Steuerungseinrichtung in Bewegung versetzt und somit das Gelenk in die gewünschte Position gebracht.

Mit einem geeigneten Instrument, beispielsweise einer Pinzette wird anschließend das freie Ende des Vlieses erfaßt und das Vlies durch Rückwärtsbewegung des Gerätes teppichartig über die Stelle, an der das chirurgische Material befestigt werden soll, aufgerollt und gespannt. Nach Andrücken des Vlieses wird das Schaltstück mittels der Steuerungsvorrichtung wieder in seine ursprüngliche Position gebracht, der Applikator in die Applikatorhülse zurückgezogen und wieder durch den Trokar aus dem Körper entfernt.

Durch den Einsatz einer vom Handgriff aus bedienbaren Steuerungsvorrichtung werden die notwendigen Manipulationen mit chirurgischen Instrumenten im Körper auf ein Minimum beschränkt und es können auch mit anderem Applikationsinstrumentarium nicht zugängliche Bereiche erreicht bzw. versorgt werden.

Als wundversiegelndes oder wundheilendes Material kommen Gewebeklebervliese, beispielsweise TachoComb® in Betracht.

Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung kann wundheilendes und wundversiegelndes Material beliebiger Größe durch geeignete Dimensionierung von Vliesführung und Vlieshalterung in den Körper eingebracht werden.

Claims (4)

1. Gerät für die Applikation von chirurgischem Material in der minimal-invasiven Chirurgie, bestehend aus einer Applikatorhülse (1) mit einer trompetenartigen Aufweitung (2) am äußeren Ende und einem Applikator 3 bestehend aus einem Schaft (4) mit Griff (4)a, einem beweglich am Schaft gelagerten Schaltstück (5), das auf jeder Seite bis zum Anschlag (6) um bis zu 135° ausgelenkt werden kann und mittels einer Zugschraube (7) mit dem Schaft verbunden ist, wobei das Schaltstück eine Steuerungsvorrichtung (1)0 aufweist, die durch den Schaft bis an die obere Außenseite des Handgriffs geführt wird, einer im Schaltstückes drehbar gelagerten Vliesführung (8) mit einer Anschlagscheibe (8)a und einer Vlieshalterung (9).
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerungsvorrichtung ein Zahn- oder Schneckenrad eingesetzt wird.
3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerungsvorrichtung ein Bowdenzug eingesetzt wird.
4. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuerungsvorrichtung ein Kettenzug eingesetzt wird.
DE1996110542 1996-03-18 1996-03-18 Gerät zur Einbringung von wundheilendem oder wundversiegelndem Material zur Anwendung in der minimal-invasiven Chirurgie Withdrawn DE19610542A1 (de)

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JP52189597A JP3566969B2 (ja) 1995-12-13 1996-12-13 外科手術用具の使用のための器具
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WO1992006638A1 (en) * 1990-10-10 1992-04-30 W.L. Gore & Associates, Inc. A laparoscopy surgical instrument
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US5437636A (en) * 1992-07-06 1995-08-01 Catheter Imaging Systems Steerable catheter with fiberoptic scope inserting means

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