DE1948837C3 - Verfahren zur Herstellung von Platin (ll)-carboxylaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Platin (ll)-carboxylaten

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DE1948837C3
DE1948837C3 DE19691948837 DE1948837A DE1948837C3 DE 1948837 C3 DE1948837 C3 DE 1948837C3 DE 19691948837 DE19691948837 DE 19691948837 DE 1948837 A DE1948837 A DE 1948837A DE 1948837 C3 DE1948837 C3 DE 1948837C3
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Donald Stockton-on-Tees Tesside Wright (Großbritannien)
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Description

Die doppelte Umsetzung zwischen Carbonsäuren und einem Metalloxyd, -hydroxyd und/oder -carbonat ist bekannt. Durch diesen bekannten Reaktionstyp lassen sich jedoch keine Platin(II)-carboxylate aus Platin(IV)-halogeniden herstellen, da kein Wertigkeitswechsel stattfindet. Die in der Technik erwünschte Herstellung von schwer erhältlichen Platin(II)-salzen aus den leichter erhältlichen Platin(IV)-halogeniden ist durch die bekannten Verfahren also nicht möglich. Demgegenüber ist jedoch eine solche Herstellung von niedriger-wertigen Platinsalzen aus höher-wertigen Platinhalogeniden äußerst erwünscht.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Platin(II)-salzen aromatischer Carbonsäuren oder von C2-C22-Alkancarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Platin(IV)-halogenid mit einem Metallsalz einer aromatischen Carbonsäure oder einer C2-C22-Alkancarbonsäure bei erhöhter Temperatur in einem solchen inerten flüssigen Lösungsmittel, in dem beide Reaktionskomponenten löslich sind, jedoch das als Nebenprodukt anfallende Metallhalogenid unlöslich ist, umsetzt.
Überraschenderweise wird durch das Verfahren der Erfindung eine gegenüber den vorstehend diskutierten bekannten Verfahren nicht analoge Umsetzung unter gleichzeitiger Reduktion erzielt.
Das Verfahren gemäß der Erfindung kann geeigneterweise zur Herstellung von Platin(II)-salzen von Essig-, Butter-, Trimethylessig-, Capron-, Pelargon-, Laurin-, Stearin- und Behensäure durchgeführt werden, wobei die Säure mit niedrigeren Kohlenstoffzahlen, z. B. bis zu C6, bevorzugt sind. Das Verfahren kann ferner zur Herstellung von Platin(II)-salzen von aromatischen Carbonsäuren, wie Benzoe- und Toluylsäure, Naphthalin- und Anthracencarbonsäuren, angewandt werden.
Das bevorzugte Platin(IV)-halogenid zur Verwendung bei dem Verfahren ist Platintetrachlorid. Die Reaktion wird in einem inerten flüssigen Medium ausgeführt, in dem beide Reaktionskomponenten vorzugsweise löslich sind, in dem jedoch das als Nebenprodukt hergestellte Metallchlorid unlöslich ist. Ein geeignetes Medium ist ein gesättigter Äther, z. B. ein Älkyläther, wie Di-n-propyläther oder Diisopropyläther oder ein cyclischer Äther, wie Tetrahydrofuran. Zu anderen geeigneten Reaktionsmedien gehören Carbonsäuren, insbesondere solche zu dem Metallcarboxylat äquivalente, die unter den Reaktionsbedingungen flüssig sind, Ester, z. B. Dinonylphthalat und Äthylacetat und Ketone, z. B. Aceton und Methyläthylketon. Das bei dem Verfahren verwendete Metallcarboxylat ist von einem Metall abgeleitet, aus dem ein im Reaktionsmedium unlösliches Halogenid entsteht, wobei Silbercarboxylate bevorzugt sind.
Das Verfahren der Erfindung wird bei erhöhter Temperatur ausgeführt, z. B. bei einer Temperatur bis zu 2(XTC, vorzugsweise im Bereich von 50 bis 1500C. Das Platin(IV)-halogenid und das Metallcarboxylat können in stöchiometrischen Mengen angewendet werden; es ist jedoch im allgemeinen bevorzugt, das Metallcarboxyiat in geringem Überschuß über die stöchiometrische Menge zu verwenden, z. B. 5 Mol einwertiges Metallcarboxylat je Mol Platin(IV)-halogenid.
Das Verfahren kann durch Einverleibung einer kleinen Menge Ameisensäure in das Reaktionsmedium, geeigneterweise dem Moläquivalent des verwendeten Platin(IV)-halogenids, verbessert werden. Dies bewirkt eine Erhöhung der Geschwindigkeit, bei der das Platin(II)-carboxylat gebildet wird. Ein Überschuß an Ameisensäure sollte jedoch vermieden werden, da er zur Reduktion der Platinverbindungen bis zum Platinmetall führen kann.
Gewünschtenfalls kann die Reaktion in zwei Stufen ausgeführt werden. In der ersten Stufe wird das PIatin(IV)-halogenid mit dem Metallcarboxylat bei Umgebungstemperatur umgesetzt und das so gebildete Zwischenprodukt bei erhöhter Temperatur zersetzt, um das Platin(II)-carboxylat zu ergeben.
Beispiel 1
5 g Platintetrachloridhydrat (12,5 Millimol) und 11 g Silberacetat (66 Millimol) wurden zusammen in 300 ml Essigsäure geschüttelt. Das Gemisch wurde dann 90 Minuten lang beim Rückfluß gehalten, währenddessen ein Farbwechsel von gelblichbraun zu violett eintrat. Das Gemisch wurde gekühlt und filtriert und das Filtrat eingedampft. Der Rückstand vom Eindampfen wurde durch Extraktion mit Dichlormethan gereinigt, wobei ein purpurner Feststoff entstand, der bei Behandlung mit Triphenylphosphin das bekannte Produkt Bis-(triphenylphosphin)-platin(II)-acetat ergab. Die Ausbeute an Platin(II)-acetat betrug 3 g (75%).
Beispiel 2
2 g Platintetrachlorid in 20 ml Diäthyläther wurden mit 4,4 g Silberacetat geschüttelt, und das anfallende gelbe Pulver wurde filtriert und getrocknet. Dieses Pulver wurde dann bei Rückfluß in 100 ml Essigsäure, die 0,23 g Ameisensäure enthielt, erhitzt. Die Farbe der Lösung wechselte zu tiefblau, und nach 15 Minuten wurde diese filtriert und das Filtrat eingedampft. Nach Extraktion mit Dichlormethan wurden 1,15 g Platin(II) Extraktion mit Dichlormethan wurden 1,15 g PIatin(II)-acetat erhalten (73 %ige Ausbeute).

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Platin(II)-salzen aromatischer Carbonsäuren oder von C2-C22-Alkancarbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Platin(IV)-halogenid mit einem Metallsalz einer aromatischen Carbonsäure oder einer C2-C22-Alkancarbonsäure bei erhöhter Temperatur in einem solchen inerten flüssigen Lösungsmittel, in dem beide Reaktionskomponenten löslich sind, jedoch das als Nebenprodukt anfallende Metallhalogenid unlöslich ist, umsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das Metallcarboxylat in geringem Überschuß über die stöchiometrische Menge einsetzt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung bei einer Temperatur bis 200°C, insbesondere von 50 bis 1500C, durchführt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart einer kleinen Menge Ameisensäure durchführt.
DE19691948837 1968-10-04 1969-09-26 Verfahren zur Herstellung von Platin (ll)-carboxylaten Expired DE1948837C3 (de)

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GB47229/68A GB1214552A (en) 1968-10-04 1968-10-04 Process for the production of platinous carboxylates
GB4722968 1968-10-04

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1948837A1 DE1948837A1 (de) 1970-04-09
DE1948837B2 DE1948837B2 (de) 1976-08-26
DE1948837C3 true DE1948837C3 (de) 1977-04-14

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