DE1929808A1 - Verfahren zur Herstellung von 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitro- und diaminoanthrachinonbrom- und -chlorverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitro- und diaminoanthrachinonbrom- und -chlorverbindungen

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DE1929808A1 DE19691929808 DE1929808A DE1929808A1 DE 1929808 A1 DE1929808 A1 DE 1929808A1 DE 19691929808 DE19691929808 DE 19691929808 DE 1929808 A DE1929808 A DE 1929808A DE 1929808 A1 DE1929808 A1 DE 1929808A1
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Takashi Akamatsu
Kuminasa Hamaguchi
Eiji Yamada
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Description

DR. ELISABETH JUNG1 DR. VOLKER VOSSIUS, DIPL.-ING. GERHARD COLDEWEY
8 mönchen 23 ■ siegesstrasse2s · telefon 348087 · telegramm-adresse: invent/monchen
TELEX 5 29
u.Z.: E 421 (Be/Vo) POS-18211
SUMITOMO CHEMICAL COMPANY, LTD. Osaka, Japan
"Verfahren zur Herstellung von !,e-DihydroxyMjS-dinitro- und -diaminoanthrachinonbrom- und -chlorverbindungen"
Priorität: 14. Juni 1968, Japan, Nr. 41270/68 14. Juni 1968, Japan, Nr. 41271/68
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Herstellung von 1.. 8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinonbrom- und -chlorverbindungen, die brauchbare Zwischenprodukte sind, sowie zur Herstellung von den entsprechenden !,S-Dihydroxy^jS-diaminoanthrachinonbrom- und -chlorverbindungen, die als Dispersionsfarbstoffe oder ebenfalls als Zwischenprodukte brauchbar sind.
Aus den japanischen Patentveröffentlichungen Nr. 14147/63 und 3942/63 ist ein Verfahren zur Herstellung von l,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinonhalogeniden und l,8-Dihydroxy-4,5-diaminoanthrachinonhalogeniden, nämlich den entsprechenden Bromiden und Chloriden, bekannt, wobei der Borsäureester von Chrysasin
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(1,8-Dihydroxyanthrachinon) oder 1,8-Diphenoxyanthrachinon unmittelbar in konzentrierter Schwefelsäure nitriert wird und die erhaltene Nitroanthrachinonverbindung in alkalischer Lösung hydrolysiert und l,8-Dihydroxy-4»5-dinitroanthrachinon isoliert wird. Diese Verbindung wird ansohliessend in einem alkalischen wässrigen Lösungsmittel bromiert bzw. chloriert und die entsprechende l,8~Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinonbrom- bzw. -Chlorverbindung erhalten, die gegebenenfalls nach der Iso-) lierung aus dem Reaktionsgemisch mit Traubenzucker zu der entsprechenden l,8-Dihydroxy~4,5-diarainoanthrachinonbr©m- oder -Chlorverbindung reduziert wird.
Aus der japanischen Patentveröffentlichung Nr. 9039/57 ist ferner ein Verfahren bekannt, wobei das abgetrennte 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinon mit Natriumsulfid oder einem ähnlichen Reduktionsmittel in wässriger Lösung reduziert und das erhaltene l,8-Bihydroxy-4,5-diaminoanthrachinon in konzentrierter Schwefelsäure oder in einem organischen Lösungsmittel P bromiert bzw. ohloriert wird. ,
Diese bekannten Verfahren sind jedoch umständlich durchzufuhren und daher von technischen Standpunkt her nicht als fortschrittlich zu bezeichnen, da in jedem Fall verschiedene Stufen zur Abtrennung der Zwischenprodukte, die aus Chrysazin erhalten werden, benötigt werden; und weil die chemischen Eigenschaften der zur Weiterverarbeitung benötigten Lösungsmittel unterschiedlich sein müssen, wodurch eine Zusammenfassung der verschiedenen Stuf eir in äJiher Stuf £ im gleichen Reaktionsbehälter tinmöglich itöt^ Es müssen daher viele verschiedene
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Reaktionsbehälter verwendet v/erden, von denen jeder aus einem, gegenüber den verwendeten LöeuQgsaitteXxi und Re*ktlanet«ilnefaaera widerstandsfähigen,geeigneten Material bestehen muse.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass die Broraierung bzw. Chlorierung des Borsäureesters von l,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinon zwar nicht in konzentrierter Schwefelsäure durchgeführt werden kann, wohl aber leicht und mit guten Ausbeuten in rauchender Schwefelsäure«
Es ist bekannt, dass l,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinon durch Herstellen des Borsäureesters von Chrysazin in konzentrierter Schwefelsäure und unmittelbares Nitrieren des Esters mit Salpetersäure erhalten werden kann. Nach diesem Verfahren ist jedoch die Bildung einer grossen Menge einer unerwünschten Verbindung unvermeidlich, die infolge von Nebenreaktionen mit einer Nitrogruppe in fr-stellung substituiert ist. Wie gefunden wurde, kann diese Nebenreaktion praktisch vollständig unter Kontrolle gehalten werden, wenn rauchende Schwefelsäure als Reaktionsmedium verwendet wird. Hierbei wird lP8-Dihydroxy-4i5-dinitröanthrachinon in hoher Reinheit erhalten«
Unter Nutzung dieser Befunde wurde dae erfindungsgemässe Verfahren entwickelt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Nitrierungsreaktion der ersten Stufe, die Bromierungs- bzw«
Chlorierungsreaktion der zweiten Stufe und die Reduktionsreaktion der dritten Stufe in einer einzigen Stufe durchführt·
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von 1,8-Dihydroxy-4»5-di,nitrQ-pzw, -diamino-anthrachinonbrom- oder -chlor-
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verbindungendurch Nitrieren des Borsäureester von 1,8-Dihydroxyanthrachinon mit einem Kitriennittel in Schwefelsäure. Bromieren bzw. Chlorieren der erhaltenen l.a-DihydroxyM.S-dinitroanthraohinonverbindm* und gegebenenfalls Reduzieren der erhaltenen !,S-Dihydroxy^^-Pinitroanthrachinonbrom. oder -Chlorverbindung ist dadurch gekennzeichnet, dass man das Nitrieren des Borsäureesters von 1,8-Dihydroxyanthrachinon in rauchender Schwefelsäure vornimmt und anschliessend unmittelbar das den Borsäureester von
l.e-Dihydroxy-^S-dinitroanthrachinon enthaltende Eeaktionsgemisch bromiert bzw. chloriert und entweder
a) die !»S-Dihydroxy^^-dinitroanthrachinonbrom- oder -Chlorverbindung isoliert oder
b) das bromierte bzw. chlorierte Beaktionsgemisch unmittelbar in schwefelsaurer lösung in an sich bekannter Weise reduziert und die l.a-Dihydroxy^^-diaminoanthrachinonbrom. oder -Chlorverbindung isoliert.
Die erhaltenen Produkte können durch die Formeln
Hal und , ,■ „ , Η|α
werden, in denen Hai Brom oder Chlor bedeutet. Die ale laeuneeaittel bei der nitrierung und der Broaierung bs!w. Chlorierung verwendete rauchende Schwefelsäure wird gewBhnlioh in der 5- bis 30-fachen. vorzugeweiee der etwa 10-faohen «enge des Chryeaxine verwendet. Die Anfengekonaentration von
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Schwefeltrioxid in der rauchenden Schwefelsäure beträgt 10 bis 40 j£. Die besten Ergebnisse können durch Verwendung einer rauchenden Schwofeleüurci mit einer S(K-Konzentration von 20 bis 35 f erhalten werden.
Die Anfangskongentration von SOn in der rauchenden Schwefelsäure ist sehr wichtig, weil die Konzentration einer rauchenden Schwefelsäure, deren S0,-Gehalt niedriger als 10 % liegt, oder einer konzentrierten Schwefelsäure bei der Broraierungs- bzw. Chlorierungsreaktion unter 100 f sinkt, wodurch keine
Bromierung bzw. Chlorierung stattfinden kann. Wird eine rauchende Schwefelsäure verwendet, deren anfängliche SCu-Konzentration höher als 40 $> liegt, so findet kaum eine Nitrierung statt.
Erfindungsgejaäss ist die Gegenwart von Borsäure für die Nitrierung und die Bromierung bzw. Chlorierung wesentlich. Wenn Borsäure nicht zur Bildung des Borsäureesterο zugesetzt wird, findet eine anomal ausgedehnte Nebenreaktion bei der Nitrierung oder der Bromierung bzw, Chlorierung statt, wodurch es schwierig wird, die orfindungsgemäsB herzustellenden Verbindungen zu' erhalten. Borsäure wird vorzugsweise im Molverhältnis 2:3, bezogen auf Chryeazin, verwendet.
Als Nitriermittel wird vorzugsweise Salpetersäure oder ein Gemisch aus etwa 30 i- Salpetersäure und etwa 70 f. wasserfreier Schwefelsäure vorzugsweise in der theoretisch erforderlichen Menge oder im leichten überschuss verwendet.
Das beim erfindungsgemässen Verfahren verwendete Bromierungs- bzw. ChlorterungBfflittel ist Brom oder Chlor, wobei vorzugsweise ein
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Katalysator, wie Jod, mitverwendet wird.
Die Reduktion der Nitroverbindung zur Aminoverbindung kann erfindungsgemäss mit Zinkpulver, Zinn-II-chlorid, !Traubenzucker oder Eisenpulver durchgeführt werden.
Erfindungsgeraäss wird vorzugsweise Chrysazin und Borsäure zu rauchender Schwefelsäure zugesetzt und zu den Qemlsoh troDfen- W9ise das Nitriersäuregemiech oder Salpetersäure bei einer Tempe- ψ ratur von 0 bis 500C zugefügt. Die Nitrierung wird im gleichen Temperaturbereich durchgeführt.
Nach vollzogener Nitrierung wird das Bromierungsmittel bzw. Chlorierungsmittel und vorzugsweise eine kleine Menge des Katalysators im Molverhältnis 0,5 bis 2,0 zum Reaktionsgemisch zugefügt, das den Borsäureester des l,3-Dihydroxy-4,5-dinitroanthra~ chinone enthält. Das Reaktionsgemisch wird auf eine Temperatur von 30 bis 1000C erwärmt und ausreichend lange auf dieser Temperatur gehalten, bis die Broraierung bzw. Chlorierung vollständig ψ abgelaufen ist. Es wird der Borsäureester von l,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinonbromoder-chlorverbindungen erhalten. Durch Eingiessen des Reaktionsgemisches in Eiswasser, das Natriumbisulf it enthält, wird der Borsäureester hydrolysiert und gleichseitig eine kristalline Brom- bzw. Chlorverbindung des 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinons erhalten, die abfiltriert und gewaschen wird.
Wenn die entsprechenden 4,5-Diaminoverbindungen hergestellt werden sollen, wird nach der Nitrierung und Bromierung bzw. Chlorierung Schwefelsäure einer Konzentration von 30 bis 90 %
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allmählich zum Reaktionsgemisch zugefügt, um die Konzentration der Schwefelsäure im Reaktionsgemische auf 80 bis 100 Ji zu bringen, und anschließend das Reduktionsmittel zugefügt, während die ' Temperatur auf 50 bis 1500C gehalten wird. Nach vollständiger Reduktion wird das Reaktionsgemisch auf Eiswasser gegossen und das kristalline Produkt abfiltriert, gewaschen und getrocknet.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird eine Verbindung, die einige Brom- bzw. Chloratome je Mol l,8-Dihydroxy-4,5-dinitro- oder -diamino-anthrachinon je nach dem Verwendungszweck enthält, billiger und leichter erhalten, als dies nach einem bekannten Verfahren möglich ist. Die !,e-Dihydroxy-^S-dinitroenthrachinonbrom- bzw. «chlorverbindungen sind wichtige Zwischenprodukte zur Herstellung von verschiedenen Farbstoffen. Durch übliche Reduktion kann zum Beispiel ein blauer Farbstoff hergestellt werden.
Wegen der guten Echtheitseigenschaften kann ein 1,8-Dihydroxy-4,5-diaminoanthrachinon, das durchschnittlich 0,5 bis 2 Chlor- oder Bromatome je Molekül enthält, vorzugsweise als Dispersionsfarbstoff verwendet werden. Da bei erfindungsgemässen Verfahren nur ein Minimum an Nebenreaktionen stattfindet und daher Produkte grosser Reinheit erzeugt werden, ist es möglich, einen hervorragenden Farbstoff zur Färbung von Gegenständen mit klarer Farbtönung..und hervorragenden Echtheitseigenschaften und ohne Fleckenbildung herzustellen. Bs ist besonders anzumerken, dass ein erfindungsgemäss hergestellter Farbstoff, der in bekannter Weise zusammen mit einem Dispergiermittel fein pulverisiert worden ist, vorteilhaft zur Färbung von Polyesterfasern und Acetatfasern nach den üblichen Färbeverfahren verwendet werden kann.
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Die Besonderheit und Überlegenheit des erfindungegemässen Verfahrens lässt sich gut daran messen, dass ein Versuch zur Herstellung von l^-Dihydroxy^fS-diz^troanthrachinonhalogenverbindüngen, die den erfindungsgemäss hergestellten Verbindungen nahe verwandt sind und ebenfalls sehr wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung von Dispersionsfarbstoffen sind, nach dem erfindungsgemaesen Verfahren nicht gelingt, offenbar wegen vollständig unterschiedlicher Reaktionsweisen in rauchender Schwefelsäure. Wenn unter Verwendung des erf indungsgemässen Verfahrens versucht wird, l,5~Dihydroxy-4,8-diaminoanthrachinonhalogenver-
hergestellten bindungen herzustellen, die den erfindungsgemäss/ 1,8-Dihydroxy- 4,5-diaminoanthrachinonhalogeniden eng verwandt sind und ähnlich wertvolle Dispersionsfarbstoffe darstellen, so gelingt dieser Versuch ebenfalls nicht.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert.
Beispiel 1
Es wurden 31,2 Gew.-teile Borsäure zu 500 Gew.-teilen rauchender Schwefelsäure mit 30 # S(K-Gehalt zugefügt. Das Gemisch wurde 1 Stunde bei 5O0C stehen gelassen. Zu dem Gemisch wurden bei 350C 50 Gew.-teile Chrysazin zugefügt. Das Gemisch wurde auf 5O0C erwärmt und zwei Stunden auf dieser Temperatur gehalten. Anschliessend wurden 98,7 Gew.-teile Nitriersäuregemisch, das 26,7 Gew.-^ Salpetersäure enthält, tropfenweise bei 10 bis 15°C über 2 Stunden zugegeben. Nach vollständigem Eintropfen wurde 15 Minuten gerührt. Anschliessend wurden dem Reaktionsgemisch 41 Gew.-teile Brom und 1,3 Gew.-teile Jod zugefügt. Das
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Reaktionsgemiseh wurde auf 5O0C erwärmt. Nachdem die Temperatur . 2 Stunden auf 500C und 6 Stunden auf 70 bie 75°C gehalten worden war, wurde das Gemieoh abgekühlt und in 4000 Gew.-teile Eiswasser -gegossen, das 100 Gew.-teile Natriumbisulf it enthielt« Der Niederschlag wurde abfiltriert, gewasohen und getrocknet. Es wurden 82,3 Gew.-teile l,oM)ihydroxy-4,5-dinitroantliraohinonbromid mit einem Bromgehalt von 21,8 Gew.-^ erhalten·
Beispiel 2
Es wurden 31*2 Gew.-teil· Borsäure au 500 Gew.-teilen rauchender Schwefelsaure mit einem SOyGehelt von 28 Gew.-Ji gegeben. Das Gemisch wurde 1 Stunde bei 500C stehen gelassen.
Das Gemisch wurde auf 400C gekühlt und mit 50 Gew.-teilen Chrysasin vernetzt. Nachdem das Gemieoh 2 Stunden auf 40 bis 500C gehalten worden war, wurden 98,7 Gew.-teile Nitriersäuregemisch mit einem Gehalt von 26,7 Gew.-Jt Salpetersäure tropfenweise über 2 Stunden bei 10 bis 150C zugegeben.
Das Reaktionsgemiseh wurde 30 Minuten gerührt· Ansehliessend wurden 40 Gew.-teile Brom und 1 Gew.-teil Jod sugesetst.
Nachdem das Gemieoh 2 Stunden auf 500C gehalten worden war, wurde es weitere 6 Stunden auf 70 bis 750C erwärmt.
Bas Gemieoh wurde in 4000 Gew.-teile Eiswasser gegossen, das 100 Gew.-teile Natriuftbieulfit enthielt. Die ausgefallenen Kristalle wurden abfiltriert und gewasohen· Ee wurden 84,6 Gewv .-teile (Trookengewioht) l,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinonbroeid mit einem Bromgehalt von 23,6 Gew.-Jt erhalten.
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Beispiel 3 '
Es wurden 9»38 Gew.-teile Borsäure tu 150 Gew.-teilen rauchender Schwefelsäure mit einem SCK-Gehalt von 28 Gew.-£ zugegeben. Nachdem das Gemisch 1 Stunde auf 500C gehalten worden war, wurden 15 Gew.-teile Chrysazin bei 300C lugefUgt. Bas Gemisch wurde 1 Stunde auf 5O0C gehalten· inschliessend wurden dem Gemisch 29,9 Gew.-teile Nitriersäuregemisch mit einem Gtfhalt von 26,7 Gew.-jC Salpetersäure tropfenweise bei 10 bis 150C über 2 Stunden zugefügt; ) Das Beaktionsgemisoh wurde 15 Minuten bei dieser Temperatur gerühr*,
Anecblieeeend wurde das fieaktionsgemiseh auf 500C erwärmt und gemäas Beispiel 1 weiter behandelt, wobei jedooh anstelle vor Brom Chlorgas langsam in das. Eeaktionsgemiaoh eingeleitet wurde, bis 5,1 Gew.-teile Chlor absorbiert waren. Es wurden 21,3 Gew.-teile l>8-Dihydroxy-4,5'-dinitroanthraohinonohlorid mit einem Chlorgehalt von10,2 Gew.-jt erhalten.
Beispiel 4
Es wurden 31,2 Gew.-teile Borsäure zu 500 Gew.-teilen rauchender Schwefelsäure mit eines SO^-Gehalt von 30 Gew.-Ji zugefügt. Das Gemisch wurde, nachdem es 1 Stunde auf 5O0C gehalten worden war, abgekühlt, bei 350C mit 50 Gew.-teilen Chryeaxin versetzt und ansohliessend auf 500C erwärst und 2 Stunden auf 350C gehalten.
Zu des Oeaisch wurden tropfenweise 98,7 Gew.-teile Nitriersäuregemieoh mit eines Gehalt von 26,7 Gew.-* Salpetersäure bei 10 bis 150C über etwa 2 Stunden angefügt· Kaohdes alles eingetropft war, wurde das Gemisch 15 Minuten gerührt. Anecnlieeeend wurden 41 Gew.-teile Brom und 1,3 Gew,-teile Jod sub Gemisch zugefügt. Das
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Reaktionsgemiseh wurde 2 Stunden auf 500C und 6 Stunden auf 70 biß 750C erwärmt. Es wurden 1000 Gew.-teile 74 #iger Schwefelsäure zugefügt. Das Gemisch wurde auf 9O0C erwärmt, mit 83 Gew.-teilen Eisenpulver bei 90 bis 1000C langsam versetzt und etwa 5 Stunden auf diese Temperatur erhitzt. Nachdem chromatographisch festgestellt worden war, dass die Nitrogruppen zu Aminogruppen reduziert waren, wurde das Gemisch abgekühlt und in 9000 Gew.-teile Eiswasser gegossen und anschliessend etwa 1 Stunde auf 500C erwärmt. Der Niederschlag wurde abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Es wurden 68,7 Gew.-teile 1,8-Dihydroxy-4,5-diaminoanthrachinonbromid mit einem Bromgehalt von 22,5 Gew.-^ (theoretischer Bromgehalt des Monobromids 22,9 Gew.-^) erhalten.
Beispiel 5
Es wurden 31,2 Gew.-teile Borsäure zu 500 Gew.-teilen rauchender Schwefelsäure mit einem SOy-Gehalt von 28 Gew.-# gegeben. Nachdem das Gemisch 1 Stunde auf 50°C gehalten worden war, wurde es abgekühlt und mit 50 Gew.-teilen Chrysazin bei 4O0C versetzt und 2 Stunden auf 40 bis 500C gehalten.
Eb wurden 98,7 Gew.-teile Nitriersäuregemisch mit einem Gehalt von 26,7 Gew.-JS Salpetersäure tropfenweise bei 10 bis 150C über etwa 2 Stunden zugegeben. Das Gemisch wurde etwa 30 Minuten gerührt/ mit 40 Gew.-teilen Brom und 1 G£w.-teil Jod versetzt und auf 500C erwärmt und 2 Stunden auf dieser Temperatur gehalten und anschliessend 6 Stunden auf 70 bis 75°C erwärmt. Danach wurde das Reaktionsgemisch in 4000 Gew.-teile Eiswasser, das 100 Gew.-' teile NatriumbisulfIt enthielt, gegossen. Der Niederschlag wurde abfiltriert und gewaschen.
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Die Produktausbeute betrug 84,6 Gew.-teile trockene Substanz mit einem Bromgehalt von 23,6 Gew.-^.
Der erhaltene nasse Filterkuchen wurde in 2000 Gew.-teilen Wasser suspendiert« Es wurden 250 Gew.-teile Natriumhydroxid und 68 Gew.-teile Zinkpulver zugefügt. Das Gemisch wurde 1 Stunde auf 500C gehalten. Danach wurden weitere 8 Gew.-teile Zinkpulver zugesetzt. Das Gemisch wurde 1 Stunde auf 500C gehalten und nach der Prüfung auf vollständige Reduktion durch tropfenweise Zugabe von Salzsäure stark sauer gemacht. Der erhaltene Niederschlag wurde abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Es wurden 72,6 Gew.-teile l,8-Dihydro3cy-4(,5-diaminoanthrachinonbromid erhalten. Der Bromgehalt des Produktes betrug 25,7 Gew.-^. Das Produkt wurde mit einem Dispergiermittel fein pulverisiert. Der erhaltene Farbstoff wurde zum Färben von Polyesterfasern gebraucht. Es wurde eine Färbung mit klarer .Blautönung und hervorragender Lichtechtheit und Sublimationsfestigkeit erhalten.
Beispiel 6
Es wurden 9»38 Gew.-teile Borsäure zu 150 Gew.«teilen rauchender Schwefelsäure mit einem SO^-Gehalt von 28 Gew.-^ gegeben, nachdem das Gemisch 1 Stunde auf 5O0C gehalten worden war, wurden 15 Gew.-teile Chrysazin bei 300C zugegeben. Das Gemisch wurde 1 Stunde auf 500C gehalten. Anschliessend wurden 29,S Gew*~teile Nitriersäure mit 26,7 Gew.-Ji Salpetersäure tropfenweise über 2 Stunden bei 150C zugegeben.
Nachdem das Heaktionegemisch 15 Minuten bei dieser Temperatur gerührt worden war, wurden 12,5 Gew.«teile Brom und 0,5 Gew.-teile
Jod zugefügt. Das Gemisch wurde 2 Stunden auf 500C und 6 Stunden
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auf 70 bis 750C erhitzt· Anschlieseend wurden 300 Gew.-teile 37 j£iger Schwefelsäure und 25 Gew.-teile Eisenpulver zugefügt. Das Heaktionsgemisch wurde einige Stunden auf 100 bis 1200G erwärmt, bis die Nitrogruppen zu Aminogruppen reduziert waren. Das Reaktionsgemisch wurde gekühlt, in 5000 Gew.-teile Eiewasser c gössen und 2 Stunden auf 500C gehalten. Der Niederschlag wurde abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Es wurden 22,5 Gew.-teile !,e-Dihydroxy-JVS-diaminoanthrachinonbromid mit einem Bromgehalt von 27,5 Gew.-Ji. erhalten.
Das Verfahren wurde wiederholt, jedoch wurde anstelle von 12,5 Gew.-teilen Brom dem die Nitroverbindung enthaltenden Gemisch so viel Chlorgas langsam bei 500C zugesetzt, bis 5»! Gew.-teile Chlor absorbiert waren. Es wurden 18,2 Gew.-teile 1,8-Dihydroxy-4,5~diaminoanthrachinonchlorid mit einem Chlorgehalt von 12,1 Gew.-^ erhalten.
- Patentansprüche -
9 OS 8 5 1/17 4

Claims (1)

  1. Patentansprüche
    1. Verfehren zur Herstellung von l,8-Dihydroxy-4,5-dinitrobaw. -diamino-anthrachinonbrom- oder -chlorverbindungen durch Nitrieren des Borsäureester von 1,8-Dihydroxyanthrachinon mit einem Nitriermittel in Schwefelsäure, Bromieren bzw. Chlorieren der erhaltenen l,3-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinonverbindung und gegebenenfalls Reduzieren der erhaltenen lf8-Dihydroxy-4,5-fc dinitroanthrachinonbrom- oder Chlorverbindung, dadurch g e -kennz e i ohne t, dass man das Nitrieren des Borsäureesters von 1,8-Dihydroxyanthrachinon in rauchender Schwefelsäure vornimmt und an3chliessend unmittelbar das den Borsäureester von l,S-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinon enthaltende Heaktionsgrmisch bromiert bzw. chloriert und entweder
    a) die l,8-Dihydroxy-4,5-dinitroanthrachinonbrcm- oder -Chlorverbindung isoliert oder
    b) das bromierte bzw. chlorierte Eeaktionsgemisch unmittelbar in schwefelsaurer Lösung in an sich bekannter Weise reduziert und die ll8-Dihydroxy-4t5-diaminöanthrachinonbro]Q- oder -Chlorverbindung isoliert.
    2· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichn e tf dass man eine rauchende Schwefelsäure mit einer Anfangskonzentration von Schwefeltrioxid von 10 bis 40 Gew„-$ verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch g e k e a n -zeichne t, dass man eine Menge rauchender Schwefelsäure verwendet, die der 3- bis 3Ö~fachen Menge an eingesetstem 1,8-Dihydroxyanthreehinon entspricht.
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    4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch g e k e η η ζ e lehne t, dass man ale Nitriermittel Salpetersäure oder ein Gemisch von Schwefelsäure und Salpetersäure verwendet.
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man das Bromieren bzw. Chlorieren mit
    Brom bzw. Chlor vornimmt.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als Reduktionsmittel zur Herstellung der lf8-Dihydroxy-4,5'-diaminoanthrachinonbrom'> oder -Chlorverbindung Zinkpulver oder Eisenpulver verwendet.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion in schwefelsaurer
    Lösung einer Schwefeleäurekonzentration von 30 bis 100 Gew.-5C
    vornimmt.
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DE19691929808 1968-06-14 1969-06-12 Verfahren zur Herstellung von 1,8-Dihydroxy-4,5-dinitro- und diaminoanthrachinonbrom- und -chlorverbindungen Withdrawn DE1929808A1 (de)

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GB (1) GB1245516A (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0000341A1 (de) * 1977-07-07 1979-01-24 BASF Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung von praktisch reinem 1-Amino-8-nitro-4,5-dihydroxy-anthrachinon
US4342701A (en) * 1979-03-10 1982-08-03 Bayer Aktiengesellschaft Process for the preparation of 4,5-dinitro-1,8-dihydroxyanthraquinone
DE29814114U1 (de) * 1998-08-06 1999-12-16 Brohl, Franz-Josef, 50226 Frechen Ölabsauggerät für Motorfahrzeuge

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FR2010908A1 (de) 1970-02-20
GB1245516A (en) 1971-09-08
CH521416A (de) 1972-04-15

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