Karl Kipp, Vöhringen,Krs. Horb (Neckar), Lohmerstraße 418,
Mehrzweck - Sonnenschirm
Das G-ebrauchsmuster bezieht sich auf einen Mehrzweck-Sonnenschirm,
an dessen zentralem, von einer Ständerhülse aufgenommenem Schirm pfosten eine Reihe radial angeordneter, für die Aufnahme kon zentrisch
verlaufender Wäscheseile eingerichteter Spannstreben mittels einer Gelenkhülse angelenkt und von Trägerstreben in bestimmter
Neigung gegen die Horizontale gehalten sind, die ihrerseits an einer weiteren G-elenkhülse des Schirmpfostens ansetzen,
wobei ein abnehmbarer, von der Spitze des Schirmpfostens zentral aufgenommener Schirmbehang mit den Enden der Spannstreben verspannbar
ist.
Ein Sonnenschirm dieser Gattung,der auch als Wäschetrockner be nutzt
werden kann, ist an sich bekannt.
Es ist ferner an sich bekannt, einen Sonnenschirm so auszubilden, daß er auch als Campingzelt dienen kann.
Der Neuerung liegt die technische Aufgabe zu Grunde,einen Mehrzweck-Sonnenschirm
der eingangs genannten Gattung unbeschadet seiner Eignung als Sonnenschirm so auszubilden,daß er bei erhöhter
Festigkeit leichter mit Wäschestücken beschickt werden kann und die Voraussetzungen zu seiner Verwendung als Campingzelt vorliegen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sowohl die am Schirmpfosten axial verschiebbare und arretierbare
Gelenkhülse für die zum freien Ende hin an steigenden Spannstreben, als auch die Gelenkhülse für
die Irägerstreben in einem unteren Abschnitt des Schirm pfOstens
von durchgehend gleichem Außendurchmesser- aufgenommen sind, der durch ein mit dem oberen Ende des diesen
Abschnitt bildenden Rohres lösbar und formschlüssig verbundenes
Rohrstück verlängert ist.
Der untere Abschnitt des Schirmpfostens kann durch ineinandersteckbare
Rohrstücke gleichen Außendurchmessers gebildet sein.
In Weiterbildung des Brfindungsgedankens ist vorgesehen,
daß zwecks Verwendung des Sonnenschirms als Campingzelt die Enden der Spannstreben mit Befestigungseinrichtungen
für eine Zeltplane ausgerüstet sind.
lachstehend wird die Neuerung an Hand der Zeichnung an
einem Ausführungsbeispiel erläutert;
Es zeigen:
Mg« 1 den Mehrz%ck-Sonnenschirm als Campingzelt mit
geschnittenem Schirm und Zeltplanenbehang;
Fig. 2 den unteren Abschnitt des Schirmpfostens mit Ständerhülse, teilweise im Längsschnitt;
Fig. 3 die längsgeschnittene Gelenkhülse für die Spannstreben;
Fig. 4 die Gelenkhülse für die Trägerstreben in Draufsicht ι
Fig. 5 die Gelenkhülse gemäß 3?ig. 4 in Seitenansicht;
ffig» 6 eine Einzelheit der Einrichtung zur Aufnahme des
Schirmbehanges und der Zeltplane;
Pig. 7 eine Einzelheit der Gelenkhülse für die Trägerstreben.,
die Bestandteil einer Vorrichtung ist, mit Hilfe der der Sonnenschirm mittels Zugleine
geöffnet werden kann;
8 eine Variante der Ständerhülse\
9 einen Querschnitt durch eine Spannstrebe im Bereich ihres Gelenkes?
Pig.10 die längsgeschnittene Spannstrebe gemäß Pigur
Pig«11 die Variante eines Gelenkes der Spannstrebe in Seitenansicht und
Pig.12 die zur Arretierung der Gelenkhülse für die
Trägerstreben bestimmte Plügelschraube.
Der Mehrzweck-Sonnenschirm ist von einer Ständerhülse
bzw« 3 aufgenommen. Diese kann als Bodenhülse 2 (Pig.1)
in den Boden eingerammt oder einbetoniert seinι sie
kann aber auch als Ständerfuß 3 ausgebildet sein, der auf planem Boden den Schirm durch sein Eigengewicht
zu halten vermag. Der Schirmpfosten 1,4 besteht aus einem unteren, längeren Abschnittf^äer aus ineinandersteäkbaren
Rohrstücken 1', 1tf (Pig.2) gleichen Augendiurchmessers
zusammengesetzt ist und einem oben an schließenden kürzeren Abschnitt 4. Dieser Abschnitt 4
ist durch ein mit dem obersten Rohrstück/des Abschnittes 1 lösbar und formschlüssig verbunden, vorzugsweise
verschraubt. An dem zentralen Schirmpfosten 1,4 sind eine Reihe radial angeordneter Spannstreben 6 mittels
einer Gelenkhülse 10 angelenkt. Die Spannstreben sind von Trägerstreben 8 in bestimmter Neigung gegen die
Horizontale gehalten. Die Trägerstreben 8 setzen an einer weiteren Gelenkhülse 9 äes Schirmpfostens an und
sind an ihrem äußeren Ende je mit einer Spannstrebe 6 gelenkig verbunden. Die Spannstreben 6 sind für die
Aufnahme konzentrisch verlaufender Wäscheseile einge richtet.
Sowohl die am Schirmpfosten 1, 4 axial verschiebbare
und arretierbare Gelenkhülse 10 für die zum freien Ende hin ansteigenden Spannstreben 6 als auch die Gelenkhülse
9 für die Trägerstreben 8 sind in dem Ab schnitt 1 gleichen Außendurchmessers des SohirmpfOstens
1, 4 aufgenommen. Die Gelenkhülse 9 ist ^ ab ei am obe —
ren Ende des Abschnittes durch 3?lügelsC;hrauben 9a arretiert«
Die Gelenkhülse 10, an der ein Kipphebel 11 mit Raststift 12 und Druckfeder 13 angeordnet ist, ist Bestandteil
einer Zugseilvorrichtung, die es gestattet, den Sonnenschirm durch axiales Yerschieben der Gelenkhülse
10 aufzuspannen oder zusammenzuklappen. Dabei ist der als zweiarmiger Hebel ausgebildete Kipphebel
mit seinem Raststift 12 und der Druckfeder 13 ,die den
Raststift in einem zugehörigen Rastloch hält, an seinem, dem Raststift gegenüberliegenden Kebelende an einer Zugleine
(nicht gezeichnet) befestigt. Die Zugleine ist über eine Rolle 14 an der am oberen Ende des Abschnittes
t des Schirmpfostens arretierten Gelenkhülse 9 geführt. Wird an der Zugleine gezogen, so wird der Kipphebel 11
um seine Drehachse entgegen der Wirkung der Feder 13
geschwenkt. Der Raststift 12 rastet aus und die Gelenk hülse
10 wird mitsamt den angelenkten Enden der Spannstreben β am Schirmpfosten im Abschnitt 1 hochgezogen.
Ist seine obere Endstellung erreicht (]Pig.1), so wird die Zugleine losgelassen. Die Druckfeder am Kipphebel
1t läßt den Raststift 12 in ein am Schirmpfosten dafür
vorgesehenes Loch einrasten. Ein Zusammenklappen des Schirmes ist daher auch bei Windböen ausgeschlossen.
Beim Zusammenklappen des Schirmes wird durch kurzen Zug an der Zugleine der Raststift 12 am Kipphebel 11 ausgerastet.
Die Gelenkhülse 10 gleitet sodann mit den angelenkten Enden der Spannstreben 6 nach unten und wird
unteren
mit seiner/Endstellung durch den Raststift 12 arretiert.
Der Schirmbehang ist zentral von der Spitze des Rohr— Stückes 4 des Schirmpfostens 1,4 aufgenommen und mit
den Enden der Spannstreben 6 verspannbar. Zu diesem
Zweck sind die äußeren Enden 6' der Spannstreben 6 mit Haltezapfen. 7 versehen, in die der Schirmstoff einge hängt
werden kann.
Bei Verwendung des Mehrzweck- Sonnenschirmes als Campingzelt wird um den mit dem Schirmbehang bespannten Schirm
eine Zeltplane 18 gezogen. Die Zeltplane wird in den Haltezapfen 7 eingehängt und am Boden verankert. Der Mehrzweck-Sonnenschirm
weist also bereits technisches Yor ~ ausSatzungen zur Verwendung für ein Campingzelt auf. Es
ist lediglich erforderlich, in bereits vorhandene Halte ■vorrichtungen
eine Zeltplane einzuhängen,die die Wandung des Oampingzeltes bildet. Die Spannstreben 6 können
aus Holz oder aus Profilschienen gebildet sein» Sie sind mit Gelenken 15 versehen, um zusammengelegt werden
zu können. Zur Stabilisierung von hölzernen Spannstreben wird in deren gestrecktem Zustand über den mit Gelenk 15
versehenen Bereich eine Blechmanschette 16 geschoben(Fig.11)
Bei aus Profilschienen gebildeten Spannstreben 6 wird der G-elenkbereich der Spannstrebe durch ein axial verschiebliches
Profilf'ormstück 17 verstärkt (Figuren 9 und 10), Da außer den Spannstreben 6 auch der Abschnitt 1 des
Schirmpfostens 1,4 zusammenlegbar bzw, zerlegbar ist,kann der Mehrzweckschirm zu Campingzwecken leicht transportiert
werden. Er kann je nach den bestehenden Erfordernissen drei bis sechs oder mehr Spannstreben 6 aufweisen.