DE1904728B2 - Oelabscheidevorrichtung - Google Patents
OelabscheidevorrichtungInfo
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- B01D17/00—Separation of liquids, not provided for elsewhere, e.g. by thermal diffusion
- B01D17/02—Separation of non-miscible liquids
- B01D17/0208—Separation of non-miscible liquids by sedimentation
- B01D17/0211—Separation of non-miscible liquids by sedimentation with baffles
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine ölabscheidevorrichtung
zum Abscheiden von öl, das leichter als die gereinigte Flüssigkeit ist, bestehend aus einem Behälter
mit einem ölabscheider, der voneinander abgetrennte,
Von geneigten und in Abständen übereinander angeordneten Wänden gebildete Durchflußwege für die
Flüssigkeit besitzt, aus einem Zulauf für die zu reinigende Flüssigkeit un einer Seite des Abscheiders
und einem Ablauf für die gereinigte Flüssigkeit an dessen anderer Seite, sowie aus einem Überlauf
zwischen dem Abscheider und dem Ablauf.
Es sind derartige Vorrichtungen bekannt, bei denen die zu reinigende Flüssigkeit der Oberseite des
ölabscheider zuläuft und das abgeschiedene öi aufwärts entgegen der Strömungsrichtung der Flüssigkeit
abfließt, wobei die geneigten Wände des Abscheiders von gewellten Platten gebildet werden. Zur
Erzielung einer genügenden Abscheidung müssen diese bekannten Vorrichtungen verhältnismäßig lang sein,
weil die abwärts strömende Flüssigkeit bestrebt ist, das öl wieder mit sich fortzuführen.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Abscheidevorrichtung zu schaffen, die bei kürzerer
Länge eine bessere Abscheidung bewirkt. Dies wird erfindungsgemäß in erster Linie dadurch erreicht, daß
die Wände an ihrem oberen Ende mit sich verjüngenden öffnungen zwischen sich aufweisenden Fingern
versehen sind und der Flüssigkeitszulauf am unteren Ende der Wände liegt.
Hierdurch ist es möglich, das Ol mit Hilfe der aufwärts
gerichteten Strömung einer Transportrinne zuzuleiten und eine Zunahme der Strömungsgeschwindigkeit am
Abflußende des ölabscheider zu vermeiden.
Vorzugsweise steht in der senkrechten Ebene jeder Finger in einem Winkel zu den ihm benachbarten
Fingern. Dadurch wird die Strömungsgeschwindigkeit im oberen Bereich des Ölabscheider noch weiter
verlangsamt und auf diese Weise die Abscheidungsstrecke
wesentlich verkürzt.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung bind die einzelnen, voneinander getrennten Durchflußwege
weiterhin durch Trennwände quer unterteilt, wodurch ein besseres Strömungsbild der Flüssigkeit durch den
ölabscheider hindurch mit im wesentlichen gleichförmiger Strömungsgeschwindigkeit erhalten wird. Dies
fördert ebenfalls die Abscheidung.
Vorzugsweise besteht das Gebilde von Wänden, Fingern und Trennwänden aus übereinander angeordneten
Reihen von nebeneinander angeordneten umgedrehten U-förmigen Kanälen, wobei die Schenkel der
U-Profile die Trennwände und die Verbindungen der Schenkel der U-förmigen Kanäle einer Reihe die
Wände bilden und die Finger ebenfalls umgekehrte U-Form haben und von Verlängerungen der Wände
gebildet sind.
Hierdurch wird eine sehr einfache Konstruktion des ölabscheider erhalten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer ölabscheidevorrichtung nach der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch eine ölabscheidevorrichtung,
Fig.2 eine Reihe von nebeneinander angeordneten,
umgekehrt U-förmigen Kanälen mit Fingern, in vergrößerter perspektivischer Darstellung,
F i g. 3 das Geschwindigkeitsbild in einem Kanal ohne Trennwände und in einem Kanal mit Trennwänden.
Dip ölabscheidevorrichtung der F i g. 1 besitzt einen
Behälter 1 mit einem ölabscheider 2. Der Behälter 1 ist mit einem Zulauf 3 für die zu reinigende Flüssigkeit und
einem Ablauf 4 für die gereinigte Flüssigkeit versehen.
Die durch den Zulauf 3 zugeführte, zu reinigende Flüssigkeit strömt zunächst in einer Kammer 5 durcn ein
Sieb 6 für feste Bestandteile hindurch, wonach die Flüssigkeit durch eine Leitung 7 in den Behälter 1
gelangt und sodann den ölabscheider 2 durchfließt.
Nach Durchströmen des ölabscheider 2 fließt die
gereinigte Flüssigkeit unter einer Zwischenwand 8 entlang und danach über einen Überlauf 9 zu dem
Ablauf 4 für die gereinigte Flüssigkeit.
Das in dem ölabscheider 2 abgeschiedene öl, das ein
geringeres spezifisches Gewicht hat als die gereinigte Flüssigkeit, schwimmt auf dieser Flüssigkeit und kann
abgeführt werden, beispielsweise mittels eines einstell-
baren Abschöpfers 10.
Der ölabscheider 2 besitzt parallele, einen Abstand voneinander aufweisende Wände 11, die in einem
Winkel λ gegenüber der horizontalen Ebene stehen. Diese Wände 11 bilden voneinander getrennte und
übereinander liegende Durchflußwege mit einer Höhe, die kleiner ist als die Gesamthöhe des Abscheiders 2.
Infolgedessen müssen die ölpartikel nicht so weit aufsteigen wie in einem gebräuchlichen offenen
Abscheider. Es findet also schon eine grobe Abscheidung
des abzuscheidenden Öls bei schwereren, tiefer liegenden Partikeln und bei leichteren, höher liegenden
Partikeln stau.
Die Anordnung des Abscheiders 2 mit einem Neigungswinkel hat den Vorteil, daß die aufwärts
gerichtete Strömung die ölpartikel dem Abschöpfer 10 zuleitet. Infolgedessen findet die Abscheidung in der
Strömungsrichtung des Flüssigkeits-Öl-Gemisches statt,
wodurch die Abscheidungszeit und die Länge der Vorrichtung wesentlich verkürzt wird.
Die Bemessung des Winkels α richtet sich danach,
was voneinander getrennt und abgeschieden werden soll, sowie von den Aufwendungen für die Abscheidevorrichtung,
d. h. von den Abmessungen des Behälters 1. Der Winkel liegt zwischen 30° und 45".
Vorzugsweise sind die getrennten, übereinander liegenden Durchflußwege außerdem in Seitenrichtung
durch Trennwände 12 unterteilt, wie F i g. 2 zeigt, um ein besseres Strömungsbild zu erhalten, wie F i g. 3 veranschaulicht.
Hierdurch wird anstelle der ursprünglichen Parabel im Falle des NichtVorhandenseins von Trennwänden
eine Anzahl von schmaleren Parabeln erhalten, die eine sehr gleichförmige Geschwindigkeit in dem
ölabscheider 2 ergeben, wodurch die von der Geschwindigkeit abhängende öbbscheidung begunstigt
wird.
Der Ölabscheider 2 besitzt eine Anzahl von übereinander angeordneten Reihen, in F i g. 1 beispielsweise
8 Reihen, von umgedrehten und nebeneinander liegenden U-förmigen Kanälen, wobei die Schenkel der
U-Profile in jeder Reihe die Trennwände 12 und die Verbindungen der Schenkel in jeder Reihe die Wände
U bilden. Die Reihen können in einfacher Weise miteinander verbunden werden, um in senkrechter
Richtung voneinander getrennte Durchflußwege zu bilden, indem die Trennwände an ihren freien Enden mit
nicht näher dargestellten abgebogenen Stellen versehen werden oder dort Winkeleisen angeordnet werden.
Da die Eintrittsöffnung an der unteren Seite des ölabscheider 2 der Austrittsöffnung an dessen oberer
Seite entsprechen soll und da das abgeschiedene öl in de;i Kanälen im wesentlichen bis zu dem Flüssigkeitsspiegel
hochzuführen ist, weil sonst die Strömung der gereinigten Flüssigkeit das abgeschiedene öl wieder
mitnehmen würde, sind die Kanäle an der Oberseite mit Fingern 13 versehen, die das öl zur Flüssigkeitsoberfläche
leiten, wobei zwischen den Fingern eine öffnung vorhanden ist, um es der Flüssigkeit zu ermöglichen,
ohne Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit zu fließen.
Dadurch, daß jeder Finger 13 einen anderen Winkel gegenüber der Vertikalen hat als die benachbarten
Finget, ist es sogar möglich, die Strömungsgeschwindigkeit im oberen Bereich des ölabscheider zu verringern,
wodurch die ölabscheidung gefördert wird.
Fig.2 zeigt, daß die Oberseite eines Fingers 13a in
der gleichen Ebene liegt wie die Wand 11 des Kanals und daß der Finger 136 um die Linie 14 nach unten
gebogen ist.
Die Finger 13 leiten das öl zur Flüssigkeitsoberfläche.
Dazu können sie ebenfalls mit umgekehrter U-Form ausgebildet werden.
Die Dicke der ölschicht nimmt von den oberen Fingern zu den unteren Fingern hin zu. Deshalb müssen
die Finger in der gleichen Richtung einen zunehmenden Abstand von der Flüssigkeitsoberfläche aufweisen, wie
in F i g. 1 mit dem Winkel β angegeben ist. Dieser Winkel β kann 4° bis 20° betragen in Abhängigkeit
unter anderem vom Winkel sx, wobei der Winkel β mit
größer werdendem Winkel \ größer wird.
Die Gesamtlänge der geneigten Kanäle und Finger ist an der Unterseite größer als an dei Oberseite.
Infolgedessen haben die im allgemeinen am Einlaß des Abscheiders in tieferen Schichten anwesenden schwereren
Ölpartikel einen längeren Weg zurückzulegen, so daß für alle Partikel die beste Abscheidungslänge zur
Verfugung steht.
Die erfindungsgemäße Abscheidevorrichtung hat folgende Vorteile:
Aufgrund der Finger 13, die das öl im wesentlichen bis zur Flüssigkeitsoberfläche leiten, wird die Abscheidung
in Strömungsrichtung der zu reinigenden Flüssigkeit ermöglicht. Dadurch, daß jeder Finger gegenüber
den benachbarten Fingern in einem Winkel steht, wird die Abflußgeschwindigkeit vom Abscheider 2 herabgesetzt,
was die Abscheidung steigert. Dadurch, daß die Abscheidestrecke für schwerere Partikel lang und für
leichtere Partikel kurz ausgestaltet ist, ergibt sich für alle Partikel die beste Abscheidungslänge.
Durch die seitliche Unterteilung der Durchflußwege mittels der Trennwände 12 wird ein besseres Strömungsbild
ohne große Spitzenwerte erhalten.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. ölabscheidevorrichtung zum Abscheiden von öl, das leichter als die gereinigte Flüssigkeit ist,
bestehend aus einem Behälter mit einem ölabscheider, der voneinander abgetrennte, von geneigten
und in Abständen übereinander angeordneten Wänden gebildete Durchflußwege für die Flüssigkeit
besitzt, aus einem Zulauf für die zu reinigende Flüssigkeit an einer Seite des Abscheiders und einem
Ablauf für die gereinigte Flüssigkeit an dessen anderer Seite, sowie aus einem Überlauf zwischen
dem Abscheider und dem Ablauf, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (11) an ihrem
oberen Ende mit sich verjüngenden. Öffnungen zwüchen sich aufweisenden Fingern (13) versehen
sind und der Flüssigkeitszulauf am unteren Ende der Wände liegt.
2. ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in senkrechter Ebene
jeder Finger (13a^ in einem Winkel gegenüber den
ihm benachbarten Fingern (13<y steht.
3. ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, daß der Neigungswinkel (λ) der Wände (11) gegenüber der horizontalen
Ebene 30° bis 45° beträgt und daß die durch die oberen Enden der Finger (13) der Wände gelegte
Ebene einen Winkel (ß) zwischen 4° und 20° gegenüber der horizontalen Ebene aufweist.
4. ölabscheidevorrichtung· nach einem der Ansprüche
1 bis 3. dadurch gekennzeichnet, daß die Durchflußwege seitlich durch Trennwände (12)
unterteilt sind.
5. Ölabscheidevorrichturig nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Wände (11), Finger (13) und Trennwände (12) aus übereinander angeordneten
Reihen von nebeneinander angeordneten umgekehrt U-förmigen Kanälen bestehen, wobei
die Schenkel der U-Profile die Trennwände (12) und die Verbindungen zwischen den Schenkeln der
U-förmigen Kanäle jeder Reihe die Wände (11) bilden, und daß die Finger (13) gleichfalls umgekehrt
U-förmig ausgebildet und von Verlängerungen der Wände (11) gebildet sind.
6. ölabscheidevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kanal mit
wenigstens zwei Fingern (13) versehen ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6801614A NL6801614A (de) | 1968-02-05 | 1968-02-05 | |
| NL6801614 | 1968-02-05 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1904728A1 DE1904728A1 (de) | 1969-09-04 |
| DE1904728B2 true DE1904728B2 (de) | 1976-12-23 |
| DE1904728C3 DE1904728C3 (de) | 1977-10-27 |
Family
ID=
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0412658A3 (en) * | 1989-08-11 | 1992-08-19 | Burt Separators Limited | Improvements in and relating to the treatment of liquids |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0412658A3 (en) * | 1989-08-11 | 1992-08-19 | Burt Separators Limited | Improvements in and relating to the treatment of liquids |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1904728A1 (de) | 1969-09-04 |
| FR2001353A1 (de) | 1969-09-26 |
| US3529728A (en) | 1970-09-22 |
| NL6801614A (de) | 1969-08-07 |
| SE335849B (de) | 1971-06-14 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EI | Miscellaneous see part 3 | ||
| XX | Miscellaneous: |
Free format text: PATENTINHABER AENDERN IN BALLAST-NEDAM GROEP N.V. AMSTELVEEN,SKIMOVEX B.V.,DEN HAAG(NIEDERLANDE) |