DE182896C - - Google Patents

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DE182896C
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Germany
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star
wheel
shaft
striking mechanism
drive
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B21/00Indicating the time by acoustic means
    • G04B21/02Regular striking mechanisms giving the full hour, half hour or quarter hour
    • G04B21/14Winding-up the striking mechanism by the clockwork; winding up the clockwork by the striking mechanism

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 182896 -■ KLASSE Q3a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Dezember 1905 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein in bekannter Weise vom Gangwerk aufgezogenes und in seinem Ablauf geregeltes Uhrenschlagwerk. Dasselbe unterscheidet sich gegenüber den bekannten Vorrichtungen dieser Art vorteilhaft dadurch, daß beim Aufziehen des Schlagwerkes die rasch laufenden Gehwerksteile durch das Schlagwerk nicht gebremst werden. Dieser Vorteil wird dadurch
ίο erzielt, daß an der Platine eine Sperrklinke angeordnet ist, welche beim Ablauf des Schlagwerkes frei über die Stifte des Hebnägelrades hinweggleitet, jedoch bei dem langsam erfolgenden Aufzuge des Schlagwerkes durch das Geh werk das in bekannter Weise mit einem Gesperr versehene Hebnägelrad in einer solchen Lage festhält, daß die zeitweilig mit dem Gehwerk in Eingriff kommenden Zähne außer Eingriff stehen bleiben.
In den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Vorderansicht _des verbesserten Schlagwerkes dar. Fig. 2 veranschaulicht in größerem Maßstabe eine Vorderansicht des Schlagwerkes nach Entfernung der Vorderplatine. Fig. 3 ist eine Seitenansicht des Schlagwerkes, aus welcher einige in Fig. 2 weggelassene Einzelheiten ersichtlich sind. In den Fig. 4, 5 und 6 sind die bei dem verbesserten Schlagwerke neu hinzugekommenen Teile veranschaulicht.
4 bedeutet die Hauptfeder des Gehwerkes, 5 das Hauptrad, welches mit einem auf der Welle 9 sitzenden Trieb 7 in Eingriff steht. Auf dieser Welle 9 ist das Beisatzrad 10 des Gehwerkes aufgekeilt, welches mit einem auf der Spindel 13 sitzenden Triebrade 12 zusammen arbeitet. Auf der Spindel 13 sitzt das zweite Rad 14 des Gehwerkes, welches ein auf der Welle 17 befestigtes Triebrad 15 dreht.
Mit diesem verbunden ist das dritte Rad 19 des Gehwerkes. Das Rad 19 greift wiederum in Trieb 20 ein, der auf der Spindel 21 sitzt, die das Hemmrad 22 trägt.
Der Anker 24, die Ankergabel 25 und die Pendelstange 26 sind aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich.
27 bedeutet die Minutenwelle, welche von der Welle 9 aus vermittels der Zwischenräder 10 und 29 derart angetrieben wird, daß dieselbe in einer Stunde eine volle Drehung ausführt. Auf dieser Welle 27 ist der Minutenzeiger 30 befestigt.
Das Minutenrad 29 sitzt lose auf der Spindel 27 und wird durch eine von dem Bunde 32 gestützte federnde Scheibe 31 gegen das auf der Welle 27 festgekeilte Rad 33 gepreßt.
Dieses Rad 33 steht in bekannter Weise mit dem auf der Welle 37 sitzenden Wechselrade 35 in Eingriff, dessen Drehbewegung mittels der Räder 41 und 42 auf die den Stundenzeiger 40 tragende Welle 39 übertragen wird.
Die vorstehend beschriebenen Einrichtungen; welche bei den bekannten Gehwerken in ähnlicher Anordnung vorhanden sind, wurden nur zum besseren Verständnisse der Wirkungsweise der neuen Vorrichtung beschrieben.
45 ist ein auf der Welle 47 sitzender Trieb, 49 ein mit sechs Zähnen versehener Stern, der auf der vorerwähnten Welle lose aufsitzt
und unter normalen Umständen eine mit der Drehrichtung der Welle 47 gleichlaufende Bewegung ausführt (vergl. Pfeilrichtung Fig. 2). Die Übertragung der Drehbewegung der Welle 47 auf den Stern 49 erfolgt durch ein auf der Welle 47 befestigtes Klinkenrad 50, welches mit einer auf der Radscheibe des Sternes befestigten, abgefederten Klinke 52 zusammen arbeitet.
53 stellt eine in den Gehäuseplatten 1 und 2 des Schlagwerkes gelagerte Schwingwelle dar, auf welcher der gezahnte Kreisrechen 54 angeordnet ist, dessen Zähne in das Stiftenrad 45 eingreifen.
Auf dieser Schwingwelle 53 ist vor der Vorderplatine ein Sperrhebel 55 aufgekeilt, dessen nach auswärts gebogene Nase in später zu erläuternder Weise mit der Staffel 44 (Fig. 3) zusammen arbeitet, um die Rechtsbewegung des Kreisrechens im Bedarfsfalle zu hemmen.
57 ist ein auf der Welle 21 mittels eines Splintes 59 (Fig. 6) befestigter Sterntrieb. Der Splint 59 ist in die entsprechende Bohrung der Spindel 21 eingepaßt, während die in der Nabe des Sterntriebes vorgesehenen Bohrungen für den Splint in der Form von Langlöchern ausgebildet sind. Durch diese Maßnahme kann der Sterntrieb zu einem später zu erläuternden Zwecke bezüglich der Welle 21 um geringe Drehwinkel bewegt werden.
Die Zähne des Sternes und des Sterntriebes können zeitweilig in Eingriff kommen, und zwar in der Weise, daß bei einer Drehung des Sternes 49 im Sinne des in Fig. 2 angedeuteten Pfeils die Bewegung des Sternes 49 durch den Sterntrieb gehemmt wird.
Auf der Scheibe des Sternes 49 sind, wie aus den Fig. 2, 4 und 5 ersichtlich, sechs horizontal liegende Stifte 60 angeordnet, die bei der Umdrehung des Rades auf den oberen Hebelarm des Schlaghebels 62 einwirken, wodurch der auf dem unteren Arme dieses Hebels sitzende Hammer 63 gegen die Glocke 65 geschwungen wird.
Der Radkranz 35 (Fig. 2 und 3) ist mit drei Mitnehmerstiften versehen, in deren Drehbereich ein an dem Kreisrechen 54 vorgesehener Anschlag 66 sich befindet. Die Lage des Wechselrades 35 zu dem vorerwähnten Anschlag des Kreisrechens ist so, daß während jeder Stunde der Rechen 54 von einem der Mitnehmerstifte 67 nach links in die äußerste Grenzlage bewegt wird (Fig. 5).
Der bei dieser Linksbewegung von den Stiften des Stiftenrades freigegebene Kreisrechen wird jedoch durch später zu erläuternde Einrichtungen sofort wieder nach rechts gezogen, und zwar so weit, bis die Nase des Armes 55 auf einen Zahn der Staffel 44 schlägt. Diese Rechtsbewegung wird durch eine Spiralfeder 56 bewirkt, welche an einem auf der Nabe des Kreisrechens sitzenden Stifte 58 (Fig. 5) und einem auf der Hinterseite der Vorderplatine 1 befestigten Stifte 61 befestigt ist.
Durch die Rückwärtsbewegung des Kreisrechens wird der Stern 49 gedreht und dadurch der Schlaghebel 62 bewegt, wodurch auf die Glocke jene Zahl von Schlägen ausgeübt wird, welche dem von der Nase des Sperrhebels 55 erfaßten Zahneinschnitt der Staffel 44 entspricht.
Um zu verhüten, daß durch ein zu weites Ausschwingen nach links der Kreisrechen 54 außer Eingriff mit den Triebstiften 45 gelangt, ist auf der vorderen Platine ein Anschlagsstift 69 (Fig. 2) vorgesehen.
Bei der Linksbewegung des Kreisrechens sollte eigentlich keine Bewegung auf den Stern 49 übertragen werden, da bei dieser Drehrichtung des Rechens die auf der Radscheibe des Sternes sitzende Mitnehmerklinke
52 über die Zähne des Klinkenrades hinweggleitet.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß zwischen dem Sperrade 50 und der durch eine Feder niedergedrückten Klinke 52 hinreichende Reibung vorhanden ist, um den Stern so weit mitzunehmen, bis einer seiner Zähne mit dem Sterntrieb 57 in Berührung kommt.
Da dieser Eingriff eine Hemmung des Uhrwerkes zur Folge hätte, ist oberhalb des Sternes eine Fallklinke Jl vorgesehen, deren Schulter 70 sich in dem Drehbereich der Stifte 60 befindet.
Die Anordnung dieser Falle 71 ist derart gewählt, daß die Hemmung des Sternes gerade in jenem Momente erfolgt, wo die Zähne desselben mit jenen des Sterntriebes 57 sich nicht im Eingriff befinden (Fig. 2).
Es wurde bereits früher erwähnt, daß der Sterntrieb 57 auf der Spindel 21 innerhalb enger Grenzen drehbar gelagert ist.
Der Zweck dieser Anordnung besteht darin, daß, falls eine Zahnspitze des Sternes auf eine des Sterntriebes auftreffen sollte, wodurch eine Hemmung des Uhrwerkes hervorgerufen würde, der Sterntrieb nachgeben kann.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Schlagwerkes ist folgende:
Angenommen, die Zeit betrage 4 Uhr
53 Minuten. Bei dieser Zeit nehmen die verschiedenen Teile des Schlagwerkes die aus Fig. ι und 2 ersichtliche Stellung ein, d. h. der von einem der Mitnehmerstifte 67 des Rades 35 ausgeschwenkte Rechen 54 befindet sich beinahe in der äußersten linken Grenzstellung, während der Teil der Staffel 44, welcher der Zeitangabe 5 Uhr entspricht, der Nase des Armes 55 gegenüberliegt.
In dem Zeitpunkte, wo der Minutenzeiger eine senkrechte Stellung einnimmt, also 5 Uhr angezeigt wird, gleitet der betreffende Mitnehmerstift 67 von dem auf dem Kreisrechen 54 vorhandenen Anschlag 66 ab. Der Kreisrechen schnellt alsdann zurück, wodurch eine ruckweise Bewegung des Sternes hervorgerufen wird, welche in fünf aufeinander folgenden Schlagen durch die Stifte 60 auf den Schlaghebel 62 übertragen wird.
Es muß erwähnt werden, daß die Zahl der Zähne des Sternes und des Sterntriebes von der Bauart der Uhr, bei welcher das vorstehend beschriebene Schlagwerk angewendet werden soll, in gewisser Beziehung abhängig ist.
Beispielsweise wird bei den vorstehend beschriebenen Anordnungen der I4zähnige Sterntrieb 57 eine und eine halbe Umdrehung in einer Minute und der sechszähnige Stern 49, um zwölf schlagen zu lassen, zwei Umdrehungen vollführen.
Bei einer mit rascher Pendelbewegung versehenen Uhr müßte der Sterntrieb, falls die Glockenschläge nicht in sehr großen Zwischenräumen stattfinden sollen, eine geringere Zahl von Zähnen besitzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vom Gangwerk aufgezogenes und in seinem Ablauf geregeltes Schlagwerk, gekennzeichnet durch eine an der Platine befestigte Sperrklinke (71), welche beim Ablauf des Schlagwerkes frei über die Stifte (60) des Hebnägelrades (49) hinweggleitet, jedoch bei dem langsam erfolgenden Aufzuge des Schlagwerkes durch das Gehwerk das in bekannter Weise mit einem Gesperr versehene Hebnägelrad (49) in einer solchen Lage festhält, daß die zeitweilig mit dem Gehwerk in Eingriff kommenden Zähne außer Eingriff stehen bleiben, so daß beim Aufziehen des Schlagwerkes das Gehwerk durch das Schlagwerk nicht gebremst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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