DE182092C - - Google Patents

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DE182092C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F3/00Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
    • G01F3/36Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with stationary measuring chambers having constant volume during measurement

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JKg 182092 -KLASSE 42 e. GRUPPE
OTTO VENT in CHARLOTTENBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Juli 1905 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Messen von Flüssigkeiten mit zwei Meßgefäßen und darüber angeordnetem Deckelgefäße, in dem sich ein Schwimmer befindet, der unter Vermittlung von die Ein- und Auslaßventile der Meßgefäße verbindenden Hebeln die Umsteuerung dieser Ventile bewirkt.
Die Erfindung bezweckt, eine höhere Genauigkeit im Messen zu erzielen, als es bisher bei Vorrichtungen der angegebenen Gattung der Fall war. An der Schwimmerstange wird schwingbar ein Hebel angelenkt, der durch Anschläge an den die Ventile verbindenden Hebeln beim Sinken des Schwimmers umgelegt wird, so daß er beim Wiedersteigen des Schwimmers durch andere an den Verbindungshebeln sitzende Anschläge die Umsteuerung bewirken kann. Es wird also der schwingbare Hebel beim jedesmaligen Niedergange des Schwimmers gleich in die Lage gebracht, die ihn beim Steigen des Schwimmers zum Bedienen der entsprechenden Ventile befähigt. Diese Einrichtung zur Bedienung des Hebelgestänges zeichnet sich durch große bauliche Einfachheit aus und bringt ein schnelles Umschalten der Ventile hervor.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt.
Die Vorrichtung besteht aus zwei miteinander in Verbindung stehenden Meßgefäßen 1 und 2 (Fig. 1), die entweder einzeln angeordnet oder Teile eines größeren, mit einer Scheidewand 3 versehenen Behälters 4 sind.
Die Zu- und Abführung der Flüssigkeit geschieht in bekannter Weise durch Ventile. Die Einlaßventile 5 und 6 sind in dem Boden des auf den Behälter 4 aufgeschraubten Deckelgefäßes 7 untergebracht. An den höchsten Stellen des Bodens des Deckelgefäßes sind Steigrohre 8 und 9 angeordnet. Die jeweilige Höhe des Flüssigkeitsspiegels im Steigrohr bei Schluß der Füllung, deren Differenzen die Ursache für die ganz geringen Ungenauigkeiten sind, mit denen bei diesem Flüssigkeitsmesser zu rechnen ist, ist von einem im Deckelgefäß befindlichen Schwimmer 15 abhängig, der den Abschluß der jeweiligen Füllung durch Einleitung der Bewegung für die Umsteuerung der Ventile veranlaßt, für die er die Arbeit zu leisten hat.
Die Umsteuerung geschieht folgendermaßen:
Angenommen, Gefäß 2 sei gefüllt, Gefäß 1 entleert. Dann müssen, wenn wir den Moment vor Umsteuerung der Ventile betrachten, Einlaßventil 6 und Auslaßventil 12 geöffnet, Einlaßventil 5 und Auslaßventil 13 geschlossen sein. Die Hebelstellung muß so gewählt werden, daß sich zuerst Einlaßventil 6 schließt, während sich gleichzeitig Auslaßventil 12 schließt. Nach Schluß dieser beiden Ventile öffnet sich zuerst das Auslaßventil 13 und zuletzt Einlaßventil 5. Ventile 6 und 12 werden also zweckmäßig auf der einen, Ventile 5 und 13 auf der anderen Seite der Achse 14 angeordnet.
In Fig. 4 ist schematisch die Verbindung der Achse 14 mit dem Ventilgestänge dar-
gestellt. Die vier Ventilstangen io, ii, 41 und 42 sind an ihren zugehörigen und auf der Achse 14 sitzenden Hebeln 44, 46, 43 und 45 mittels je einer Gabel verbunden, d. h. bei angehobener Stellung, wie sie für die Ventile 6 und 12 dargestellt ist (Fig. 4), tragen die Hebel 43 und 44 die Ventilstangen 41 und 10·, indem diese mit dem oberen Rücken ihrer Gabeln auf den Hebein 43 und 44 aufruhen. Auf der anderen Seite der Achse 14, also bei den Ventilen 5 und 13, sind letztere in ihrer Schlußstellung, sie sitzen auf den Ventilsitzen auf. Die zugehörigen und auf der Achse 14 befestigten Hebel 45 und 46 haben sich aus ihren entsprechenden Gabeln herausbewegt. Wenn sich nun das Kippgewicht 16 aus seiner Linkslage in die Rechtslage herüberbewegt, so senken sich zuerst die Ventile 6 und 12, bis sie aufsitzen, und dann bewegen sich die Traghebel 43 und 44 aus ihren Gabeln heraus und beschreiben in ihrem weiteren Verlauf einen toten Hub nach unten. Während sich die Ventile 6 und 12 senkten, konnten die Ventile 5 und 13 sich noch nicht anheben, da noch keine Verbindung zwischen den Hebeln 45 und 46 und den Ventilstangen 42 und 11 vorhanden war. Mithin mußten die Hebel 45 und 46 derweilen einen toten Hub nach oben beschreiben. Dann greifen die Hebel 45 und 46 in die Gabeln der Ventilstangen 42 und 11 ein und heben Ventile 5 und 13 an, wobei durch verschiedene Bemessung der Gabelung eine zeitliche Verschiedenheit im Anheben der Ventile 5 und 13 noch herbeigeführt werden kann. (Entsprechend beim Anheben von 6 und 12.) Um ein sicheres Öffnen des zuletzt betätigten Einlaßventils zu gewährleisten, wird an der Achse 14 ein Kippgewicht 16 angebracht, das während der ersten Hälfte des Hubes mitgenommen werden muß, so daß es in der zweiten Hälfte Arbeit leisten kann. Die Kraftübertragung von dem Schwimmer 15 auf die Achse 14 erfolgt in der Weise, daß die Schwimmerstange 17 beim Steigen des Schwimmers abwechselnd den auf der Achse 14 befestigten Doppelhebel 18 oder den auf dem Lagerbock 19 ruhenden, um den Bolzen 20 drehbar angeordneten Doppelhebel 21, der mit dem Doppelhebel 18 durch die Gelenkstange 22 verbunden ist, aus der tiefsten in die höchste Lage bringt. Bestimmt werden die äußersten Lagen der Hebel 18 und 21 durch eine an der Achse 14 angebrachte Nase 23 (Fig. 2), die den Hub begrenzt, indem sie sich jeweils gegen ein festes Widerlager 24 bezw. 25 anlegt, oder durch an den Ventilstangen in entsprechender Höhe angebrachte Bunde, die gegen den Deckel 40 anschlagen. Auf der Schwimmerstange 17 sitzt am oberen Ende ein um den Bolzen 26 drehbarer Hebel 27, der oben auf beiden Seiten eine Nase 28 bezw. 29 trägt, die beim Sinken des Schwimmers durch Anlegen an die Winkel 30 bezw. 31 die Umsteuerung des Hebels 27 bewirken. Der Hebel 27 legt sich nach seiner Umsteuerung vermittels zweier an seinem unteren Ende beiderseits angebrachter Nasen 32 bezw. 33 gegen das Widerlager 34 bezw. 35 an die Schwimmer-Stange 17.
Demgemäß spielt sich ein Arbeitsprozeß unter den oben angenommenen Voraussetzungen nach geschehener Umsteuerung der Ventile folgendermaßen ab. Die noch im Deckelgefäß befindliche Flüssigkeit strömt durch das jetzt geöffnete Einlaßventil 5 (Fig. 1) in das Meßgefäß 1, während der Zufluß durch das Zuflußrohr 37 kontinuierlieh erfolgt. Gleichzeitig entleert sich Gefäß 2 durch Ventil 13. Damit nun der Schwimmer 15, wenn Meßgefäß 1 gefüllt ist, wieder die Umsteuerung der Ventile bewirken kann, muß also der Flüssigkeitsspiegel im Deckelgefäß 7 und mit ihm der Schwimmer 15 während der Füllung des Gefäßes I einmal so weit gesunken sein, als nötig war, damit der Hebel 27 auf die andere Seite gelegt werden konnte. Dementsprechend müssen die einzelnen Dimensionen in ihrem Verhältnis zueinander gewählt sein.
Statt Ventile zu benutzen, kann man natürlich auch Hähne anwenden, deren Küken vom Gestänge bedient werden.

Claims (1)

  1. Patent-AnSPRUCη :
    Vorrichtung zum Messen von Flüssigkeiten mit zwei Meßgefäßen und darüber angeordnetem Deckelgefäß, in dem sich ein Schwimmer befindet, der unter Vermittlung von die Ein- und Auslaßventile der Meßgefäße verbindenden Hebeln die Umsteuerung dieser Ventile bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß an der Schwimmerstange schwingbar ein Hebel angelenkt ist, der durch Anschläge an den die Ventile verbindenden Hebeln beim Sinken des Schwimmers umgelegt wird, so daß er beim Wiedersteigen des Schwimmers durch andere an den Verbindungshebeln sitzende Anschläge die Umsteuerung bewirken kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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