DE1784924C - Verfahren zum Aufstellen von Bögen und Bindern aus Stahlbetonfertigteilen. Ausscheidung aus: 1484203 - Google Patents

Verfahren zum Aufstellen von Bögen und Bindern aus Stahlbetonfertigteilen. Ausscheidung aus: 1484203

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DE1784924C
DE1784924C DE19621784924 DE1784924A DE1784924C DE 1784924 C DE1784924 C DE 1784924C DE 19621784924 DE19621784924 DE 19621784924 DE 1784924 A DE1784924 A DE 1784924A DE 1784924 C DE1784924 C DE 1784924C
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DE1784924A1 (de
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Franz Dr.-Ing. e.h. 4300 Essen Vaessen
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Hochtief AG für Hoch- und Tiefbauten vorm. Gebr. Helfmann, 4300 Essen
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufstellen von Bögen und Bindern aus Stahlbetonfertigteilen, bei dem die Stahlbetonfertigteile unter Zwischenschaltung von Stoßfugen ausgerichtet und aneinander ungeschlossen sowie mit Hilfe eines Montagegerüstes aufgestellt werden.
Binder und Bögen aus Stahlbetonfertigteilen sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt und werden häufig als Dreigelenkbogen ausgeführt. Dabei sind die Stoßfugen der Binder und Bögen an den beiden Kämpfern sowie im Scheitel als Gelenke ausgebildet, deren Gelenkteile zumeist aus Stahl sind. Die Gelenkteile können je aus einem Blech bestehen, wobei das eine Blech mit einem angeschweißten und ausgerundeten Flachstahl zur Herstellung der Gelenkwirkung versehen ist.
Bei einem bekannten Verfahren zum Aufstellen tier Bögen und Binder werden die Gelenkteile mit in die Schalung eingelegt, in der die Stahlbetonfertigteile gegossen werden. Da sich die Gelenkteile linienförmig berühren sollen, müssen sie so in die Schalung eingelegt werden, daß sie senkrecht zur Achse des Binders bzw. Bogens stehen. Diese Notwendigkeit stellt einen nicht zu übersehenden Nachteil dar. Trotz sorgfältiger Anordnung der Gelenkteile in der Schalung besteht die Gefahr, daß sie sich beim Rütteln des Stahlbetons geringfügig schiefstellen, so daß nach dem Erhärten die Stahlbetonfertigteile aus ihrer Ebene ausweichen, da sie das Bestreben haben, sich im Gelenk längs der ganzen Auflagelinie zu berühren. Zwingt man die einzelnen Stahlbetonfertigteile in eine gemeinsame Ebene, indem man sie durch die von ihnen zu tragenden Pfetten verspannt, so berühren sich die Gelenke nur punktförmig, wodurch zusätzliche hohe Biegemomente entstehen.
Im übrigen ist es bekannt (s. die deutsche Patentschrift 906 263 und die britische Patentschrift 2fi()-W5). Stahlbetonfertigteile durch Bolzen miteinander zu verbinden. Auch dieses Verfahren ist nicht frei von Nachteilen. Werden die Bolzen schon bei der Herstellung der Stahlbetonfertigteile in die Schalung mit eingelegt, so lassen sich erhebliche Ungenauigkeilen nicht vermeiden. Ein nachträgliches Einsetzen der Bolzen macht einen zusätzlichen Arbeitsgang erforderlich.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
ίο Verfahren der eingangs genannten Art zum Aufstellen von Bögen und Bind rrn aus Stahlbetonfertigteilen anzusehen", das an die Herstellung der Stahlbetonfertigteile selbst keine besonderen Anforderungen stellt und dabei eine schnolle und möglichst wenig aufwendige Montage der Stahlbetonfertigteile zu Bögen und Bindern ermöglicht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Stoß fugen, in die aus den beiden angrenzenden Stahlbe tonfertiutcilen Bewehrungseisen ragen, seitlich durch Laschen überdeckt und die Stahlbetonfertigteile mittels der Laschen so fest miteinander verbunden weiden, daß durch sie beim Ausrüsten der Stahlbetonfer tigteile die Schnittkräfte an den Stoßfugen übertragen werden können, daß dann die Stoßfugen mit einem
2S Fugenverguß, wie Beton. Fugenmörtel oder Zemenimilch. ausgepreßt werden und daß anschließend das Montagegerüst und nach dem Erhärten des Fugenver gusses die Laschen entfernt werden.
Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sine:
vor allem darin zu sehen, daß die Stahlbetonfertigteil, der Bögen und Binder ohne gesonderte Gclenktcili. gefertigt werden können und damit die eingangs beschriebenen Nachteile, die durch ungenauen Sitz der Gelenkteile bei der Montage entstehen können, fort fallen. Die Stahlbetonfertigteil können zwanglos beim Montieren in die richtige Lage gebracht werden, und die Stützlinie läuft genau mittig durch die Stoßfugen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung werden vorzugsweise Laschen, die durch aufgeschweißte Profüstähle versteift sind, und zur Verbindung der Laschen mit den Stahlbetonfertigteilen hochzugfeste Schrauben verwendet. Der Vorteil der hochzugfesten Schrauben ist bekannt: sie werden nicht mehr auf Biegung beansprucht und beanspruchen ihrerseits nicht mehr den Beton auf Lochleibung. Sie haben nur die Aufgabe, die Laschen so fest gegen den Stahlbeton zu drücken, daß die Kräfte durch Reibung zwischen den Laschen und dem Stahlbeton übertragen werden. Die Schrauben sind also nur auf Zug beansprucht und können hierzu aus höchstwertigem Material gefertigt werden. Die Befestigung der Laschen erfolgt ohne Schwierigkeiten, da man die für die Schrauben in 'Jen Stahlbetonfertigteilen vorzusehenden Löcher so groß ausführen kann, daß auch unter Berücksichtigung von Verformungen, die die Stahlbetonfertigteile beim Erhärten erfahren, unsclnver die Schrauben eingepaßt werden können.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung erläu-
So tert, die ein Ausführungsbeispiel eines nach dem Verfahren gemäß der Erfindung aufgestellten Bogens bzw. Binders im teilweise fertigen Zustand wiedergibt.
Der in der Figur in einer Seitenansicht dargestellte Bogen bzw. Binder besteht im grundsätzlichen Aufbau aus einem aus zwei Stahlbetonfertigteilen a, b zusammengesetzten Obergurt I und einem aus zwei Stahlbetonfertigteilen r, d zusammengesetzten Unter-
nun 2, wobei der Obergurt 1 und der Untergurt 2 an den Stoßfugen 3 aneinander angeschlossen werden, wahrend außerdem die beiden Stahlbetonfertigteile u. b. die den Obergurt 1 bilden, im Scheitel 4 und die Stahlbetonfertigteile c, d des Untergurtes 2 mittels nicht dargestellter Zuganker miteinander verbunden werden. Die Stoßfuge 3 zwischen dem Obergurt 1 und dem Untergurt2 ist durch entsprechende Gestaltung der Stahlbetonfertigteile a, b, c, d vorgeformt.
Die Montage des Obergurtes 1 und des Untergurles 2 zum dargestellten Bogen bzw. Binder erfolgt in üblicher Weise r/iittels eines Montagegerüstes, das in der Figur nicht dargestellt ist. Die miteinander zu verbindenden Slahlbc.onferligleile „ h cd Worte,je-•creiiiundertcsliiBcn. dann »-erden dit SloBli.su! J t " sA.lung „t-eedeek. und ,n;|' »^ ^
Anteilen möglich ist. Dazu sind die Laschen s ,
Au üh ungsbeispiel mittels hochzugfester Sc rau be" 6 an die Stahlbetonfertigteile «. b, c d hl
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufstellen von Bögen und Hindern aus Stahlbetonfertigteilen, bei dem die Stahlbetonfertigteile unter Zwischenschaltung von Stoßfugen ausgerichtet und aneinander angeschlossen sowie mit Hilfe eines Montagegerüstes aufgestellt werden. dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßfugen (3). in die aus den beiden angrenzenden Stahlbetonfertigteilen (a, c bzw. b. el) Bewehrungseisen ragen, seitlich durch Laschen (5) überdeckt und die Stahlbetonfertigteile (a. c bzw. b. ti) r^''<els der Laschen (5) so fest verbunden werden, dab durch sie beim Ausrüsten der Stahlbetonfertigteile {a. b. c, d) die Schnittkräfte an Jon Stoßfugen (3) übertragen werden können, daß dann die Stoßfugen (3) mit einem Fugemerguß. wie Beton. Fugenmörtel oder Zementmilch, ausgepreßt werden und daß anschließend das Montagegerüst und nach dem Erhärten des Fugenvergusses die Laschen (5) entfernt werden.
2. Verfahren nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß Laschen (5). die durch aufgeschweißte Profilstähle versteift sind, und hochzugfeste Schrauben (6) zur Verbindung der Laschen (5) mit den Stahlbetonfertigteilen (a. c bzw. b, d) verwendet wurden.
DE19621784924 1962-04-28 Verfahren zum Aufstellen von Bögen und Bindern aus Stahlbetonfertigteilen. Ausscheidung aus: 1484203 Expired DE1784924C (de)

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DE1784924A1 DE1784924A1 (de) 1971-10-07
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