DE173123C - - Google Patents

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DE173123C
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B15/00Escapements

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVl 173123 -■ KLASSE 83^. GRUPPE
OTTO HIMMELHEBER in BARCELONA.
Chronometerhemmung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Juli 1905 ab.
Die Erfindung bezweckt, der Unruhe den Antrieb ohne Stoß und ohne Reibungsverlust durch Biegen bezw. Spannen der Spiralfeder zu erteilen.
Die Anordnung sei an Hand der Fig. ι . erläutert.
A ist ein sogenanntes Karussell, welches durch das Trieb α mit dem Räderwerk des Motors (Uhrwerk) in Verbindung steht und
ίο in welchem die Unruhe B frei schwingt. C ist die Spiralfeder, die mittels des Klötzchens c an einem Arm des Karussells befestigt ist. D ist ein festliegendes Steigrad mit nach innen gerichteten Zähnen, in welche der Anker E eingreift. Dieser letztere wird mittels der Gabel g von der Unruhe hin und her bewegt.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Die Unruhe schwinge in der durch den Pfeil angedeuteten Richtung und sei eben im Begriff, die Mittellage zu überschreiten. Die Ankergabel g wird durch den Stift s nach rechts (in der Figur nach unten) bewegt und die Ankerklaue C1 gibt den Zahn dx des Steigrades frei. Das Karussell wird sich infolge der am Trieb α angreifenden Kraft drehen, und zwar entgegengesetzt der Schwingung der Unruhe, bis die Ankerklaue e2 am Zahn dx zur Ruhe kommt. Die Spiralfeder, welche durch die Schwingung der Unruhe selbst nach rechts gespannt wird, erhält durch die gegenläufige Bewegung des Karussells eine weitere zusätzliche Spannung, sie wird gleichsam aufgezogen und gibt die so empfangene Arbeit bei der Rückschwingung der Unruhe an diese ab. Bei dieser Rückschwingung wird der Anker nach links bewegt, die Ankerklaue e2 gibt den Steigradzahn dx frei, die Klaue ex fällt mit möglichst geringem Fall auf Zahn d2 in Ruhe und das Spiel wiederholt sich.
Die Vorteile der Erfindung gegenüber anderen Hemmungen sind folgende:
Durch die Elastizität der Spiralfeder erfolgt die Arbeitsübertragung auf die Unruhe ohne Stoß und naturgemäß auch ohne Verlust infolge Reibung. Die Vorrichtung kommt einer Hemmung mit konstanter Kraft sehr nahe, bei welcher vom Antriebmotor zeitweilig eine Hilfsfeder gespannt wird, die ihrerseits mit möglichst gleichbleibender Kraft die Bewegung der Hemmungsteile bewirkt. Im vorliegenden Falle ist diese Hilfsfeder die Unruhspirale selber; der Antrieb der Unruhe ist von der Veränderlichkeit des Antriebmotors beinahe unabhängig.
Um die Schwingung der Unruhe zu einer vollständig freien zu machen und noch die zeitweilige Verbindung mit dem Anker zu vermeiden, kann man, wie Fig. 2 zeigt, das Ende der Spirale statt am Karussell an der Ankergabel unmittelbar oder mittels eines um den Unruhmittelpunkt drehbaren Zwischenhebels befestigen. Je nach der Schwingung der Unruhe nach rechts oder links treten in dem Endpunkt der Spirale entsprechend gerichtete Kräfte auf, welche benutzt, werden können, um den Anker hin und her zu bewegen. Die Bewegung ist in geeigneter Weise begrenzt und nur so groß, um die Zähne des festliegenden Steigrades durchlaufen zu lassen. Den eigentlichen Antrieb
erhält die Unruhe genau wie in Fig. I durch
die aus der gegenläufigen Bewegung des
Karussells sich ergebenden Spannung . der Spirale.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Chronometerhemmung, dadurch gekennzeichnet, .daß die Unruhe den Antrieb durch sprungweise Bewegung des äußeren Befestigungspunktes der Spiralfeder erhält, zum Zweck, die beim direkten Eingriff mit Hemmungsteilen auftretenden, den Gang der Uhr ungünstig beeinflussenden Reibungs- und Stoßverluste zu vermeiden und einen von der veränderlichen Kraft des Motors möglichst unabhängigen gleichbleibenden Antrieb zu erhalten.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
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