DE172179C - - Google Patents

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DE172179C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH DRILLING; MINING
    • E21BEARTH DRILLING, e.g. DEEP DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B47/00Survey of boreholes or wells
    • E21B47/02Determining slope or direction
    • E21B47/026Determining slope or direction of penetrated ground layers

Description

cfcaon ianrife.
©i/ncppttgfc bc-z
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Bestimmung des Streichens und Fallens der Schichten in Bohrlöchern kann bisher nur in der Weise vorgenommen werden, daß bei Kernbohrungen die Lage des Bohrkerns im Bohrloch durch Feststellung einer Magnetnadel oder auf photographischem Wege bestimmt wird. Bei Bohrungen, die nicht mittels Kernbohrung erfolgt sind, sowie auch bei letzterer, wenn der Bohrkern nicht mehr zur
ίο Verfügung steht, ist diese Bestimmung nicht möglich.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche die Bestimmung und Messung von Lagerstätten bezüglich ihres Streichens und Fallens aus der Beschaffenheit der Bohrlochwände gestattet, so daß sie auch eine Nachmessung für den Fall gestattet, daß Bohrkerne nicht mehr zur Verfügung stehen. Das Wesen der Vorrichtung besteht darin, daß aus der ganzen Höhe eines in das Bohrloch gesenkten Hohlkörpers nach allen Seiten durch einen von innen ausgeübten Druck Stempel mit rauher Oberfläche gegen die Bohrlochwandungen gedrückt werden und gleichzeitig in der üblichen Weise eine am Hohlkörper angebrachte Magnetnadel festgelegt wird, so daß der an den gerauhten Flächen entstandene genaue Abdruck der Bohrwandung die genaue Feststellung der Schichten ermöglicht.
' Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Vorrichtung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 teilweise einen senkrechten Schnitt, teilweise eine Ansicht, und Fig. 2 zum Teil eine Oberansicht und zum Teil einen wagerechten Schnitt.
Der in das Bohrloch zu senkende zylindrische Hohlkörper α ist mit einer mittleren Bohrung b versehen, welche oben mit einer zutage führenden Leitung c für ein Druckmittel, wie Preßluft oder Druckwasser, verbunden, unten dagegen durch ein Sicherheitsventil d abgeschlossen ist, welches sich bei übermäßigem Innendruck öffnet und einen Ausströmkanal e freilegt; der Hohlkörper besitzt in übereinanderliegenden wagerechten Ebenen je vier um 90 ° gegeneinander versetzte radiale Bohrungen f; die Bohrungen jeder Ebene stehen dabei in einem Winkel zu den Bohrungen der benachbarten Ebenen. In den Bohrungen sind unter Federdruck stehende Kolben g angeordnet, deren Stangen h durch am Zylinderumfang vorgesehene Führungsringe i hindurchgeführt sind und an ihrem äußeren Ende je ein mit zahnartigen Vorsprüngen versehenes Porzellanstück k tragen, und zwar sind die Zapfen j dieser Porzellanstücke vorteilhaft scharnierartig an der Kolbenstange befestigt und werden durch eine Feder Z o. dgl. einseitig so nach außen gedrückt, daß das Porzellanstück k unten weiter von dem Zylinderumfang absteht als oben oder umgekehrt.
Die Stempel bezw. Porzellanstücke der aufeinanderfolgenden wagerechten Ebenen sind so gegeneinander versetzt, daß. ihre Verbindungslinien auf dem Zylindermantel vier Schraubenlinien darstellen, wobei die Vorsprünge der Porzellanstücke jeder Schraubenlinie bei ihrer Projektion auf eine senkrechte Ebene eine ununterbrochene, gewellte Linie bilden. Die vier auf diese Weise an der
Umfläche des Hohlkörpers auf dessen ganze Höhe geschaffenen Linien geben, wenn die Stempel durch Preßluft oder Druckwasser gegen die Wandungen des Bohrloches gedrückt werden, zufolge der Abfärbung der Schichten (z. B. Kohle) ein genaues Bild über die Lagerung der von dem Bohrloch durchdrungenen Schichten in der entsprechenden wagerechten Ebene und auf die dem Hohlkörper entsprechende Länge. Hierbei wird zufolge der gelenkigen Verbindung der Porzellanstücke mit den Kolbenstangen beim Andrücken der ersteren an die Bohrlochwand und die hierbei erfolgende Geraderichtung der Porzellanstücke, ein wenn auch geringes Streifen der gerauhten Vorsprünge an den Bohrlochwänden bewirkt und daher ein deutlicher Abdruck erzielt.
Um nun auch das Streichen der ermittelten Schichten genau bestimmen zu können, ist auf dem Hohlkörper α eine Bussole m befestigt, deren Magnetnadel η für gewöhnlich durch einen unter der Wirkung einer Feder ρ stehenden Hebel ο festgelegt ist. Mit dem Hebel 0 ist ein Kolben q verbunden, der infolge des Drucks der Feder ρ eine in die Bohrung b des Zylinders α führende Bohrung abschließt. Beim Einlassen des Druckmittels in die Bohrung b wird der Kolben durch das Druckmittel hochgedrückt und bewirkt durch Drehen des Hebels 0 in bekannter Weise die Freigabe der Magnetnadel, welche hierdurch auf ihre Lagerspitze herabsinkt, so daß sie sich frei drehen kann. W.enn vor dem Herausziehen der Vorrichtung aus dem Bohrloch die Zuführung des Druckmittels zu der Bohrung b abgestellt wird, werden zuerst die Kolben g mit den Porzellanstücken durch den auf den Kolben lastenden Federdruck in die gezeichnete Stellung bewegt und alsdann die Magnetnadel wieder festgelegt, indem der den Hebel ο verdrehende Kolben q durch die Feder ρ in die ursprüngliche Lage gebracht wird.
Die Vorrichtung ist mittels Stangen r an einem Wirbel oder Querstück befestigt, an dem das zum Herablassen und Heben dienende Seil oder eine Kette angreift. Zum Schütze gegen Beschädigungen ist eine unten offene Schutzhülse s über den Zylinder α geschoben," welche mit Durchtrittsöffnungen für die Stangen r versehen ist und mittels einer Schnur oder Kette unabhängig von dem Zylinder bewegt werden kann. Beim Einlassen des Zylinders α in das Bohrloch wird die Schutzhülse über ihn geschoben, um abgehoben zu werden, sobald die Vorrichtung an der Stelle des Bohrloches angelangt ist, an der die Messung vorgenommen werden soll. Nach erfolgter Messung werden zuerst die Stempel in den Zylinder zurückgezogen, alsdann wird die Schutzhülse über den Zylinder gesenkt und endlich der Zylinder mit der Schutzhülse zutage gefördert.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Vorrichtung zur Bestimmung des Streichens und Fallens der Schichten in Bohrlöchern, dadurch gekennzeichnet, daß in radialen, auf Schraubenlinien des Zylindermantels mündenden Bohrungen (f) eines eine achsiale Bohrung (b) besitzenden Zylinders (a) Stempel (g, h) mit gerauhten Kopfstücken (k) angeordnet sind, welche durch ein in die Bohrung (b) geleitetes, auf den Stempel zur Wirkung gelangendes Druckmittel gegen die Bohrlochwandungen gepreßt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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