DE1708176B2 - Ausstellvorrichtung für Kippoder Klapp-, Schwing- oder Wendeflügel - Google Patents
Ausstellvorrichtung für Kippoder Klapp-, Schwing- oder WendeflügelInfo
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- E05F—DEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
- E05F11/00—Man-operated mechanisms for operating wings, including those which also operate the fastening
- E05F11/02—Man-operated mechanisms for operating wings, including those which also operate the fastening for wings in general, e.g. fanlights
- E05F11/08—Man-operated mechanisms for operating wings, including those which also operate the fastening for wings in general, e.g. fanlights with longitudinally-moving bars guided, e.g. by pivoted links, in or on the frame
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Description
35
Die Erfindung betrifft eine Abseilvorrichtung für Kipp- oder Klapp-, Schwing- oder Wendeflügel von
Fenstern, Türen od. dgl., insbesondere aus Leichtmetall- oder Stahlprofilen, mit einer mit einem Betätigungsgestänge
verbundenen Schubstange, einer Anschraubplatte und einer zweiarmigen Ausstellschere, deren Scherenarme
mittels eines Scherenbolzens schwenkbar miteinander verbunden und mit an ihren äußeren Enden
angeordneten Führungszapfen in einer im Querschnitt U-förmigen, am Flügelrahmen angeordneten Schiene
geführt sind, wobei das innere Ende des einen Scherenarmes am Blendrahmen ortsfest schwenkbar und das
innere Ende des anderen Scherenarmes über die Schubstange längsverschieblich schwenkbar gelagert
ist.
Es ist eine Ausstellvorrichtung dieser Art bekannt, bei der der andere Scherenarm mit einem Scherenbolzen
an dem einen Scherenarm und mit einem Langzapfen in einem Herzlcch der Schubstange schwenkbar
gelagert ist (DT-Gbm 19 53 141). Infolge der Reibung zwischen Langzapfen und Herzloch sind beide einem
beträchtlichen Verschleiß unterworfen, so daß sich die Vorrichtung nach einiger Zeit nur noch schwer betätigen
läßt, wobei der Langzapfen abgeschert werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ausstellvorrichtung
der eingangs genannten Art in der Weise zu verbessern und auszubilden, daß als längsverschiebliche
Schwenklagerung ein einfaches und damit leichter betätigbares und weniger verschleißendes Zapfenlager
verwendet werden kann.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der ortsfest schwenkbar gelagerte Scherenarm
an dem über die Schubstange längsverschieblich schwenkbar gelagerten Scherenarm mit einem Führungsbolzen
in einem kreisbogenförmigen Führungsschlitz geführt ist, in dessen Krümmungsmittelpunkt
der Scherenbolzen angeordnet ist
Der dadurch erzielbare technische Fortschritt beruht auf dem Vorteil, daß mit der über die Schubstange
längsverschieblichen Schwenklagerung des inneren Endes des anderen Scherenarms nur noch dieses Scherenarmende
mit der Schubstange verbunden zu sein braucht und als einfaches Zapfenlager, d. h. als Drehkörperpaar,
ausgebildet sein kann. Ein solches einfaches zylinderförmiges, aus Zapfen und Hülse bestehendes
Lager ist aber leichter betätigbar und verschleißt weniger schnell als ein Lager, das z. B. aus einem Langzapfen
und einem Herzloch besteht
Es ist schon ein Oberlichtverschluß mit vierarmiger Hebelschere und einem über einen schwenkbar gelagerten
Hebel schwenkbar gelagerten Verschlußriegel bekannt deren Scherenarme mittels eines Scherengelenks
schwenkbar miteinander verbunden und mit ihren äußeren Enden an den inneren Ende zweier weiterer
Scherenarme schwenkbar gelagert sind, deren äußere Enden gemeinsam mittels eines Gelenkzapfens an
einem Riegelarm gelagert sind. Das innere Ende des einen Scherenarms ist an einem Anschraubstück ortsfest
schwenkbar gelagert, das innere Ende des anderen Scherenarms schwenkbar an der längsverschieblichen
Schubstange. Außerdem hat die Schwenklagerung der Schubstange eine Führungsfunktion in einem Schlitz
mit Umbiegung an seinem inneren Ende und in einem Schlitz, der sich mehr und mehr der Form eines um das
Scherengelenk geschlagenen Kreisbogens anschmiegt (DT-PS 1 98 700).
Die Anzahl der Scherenarme, die Führung der äußeren Enden der Scherenarme in einer Schiene am Flügelrahmen
und der über eiren schwenkbar gelagerten Hebel schwenkbar gelagerte Verschlußriegel ordnen
diesen bekannten Oberlichtverschluß einer anderen Gattung von Ausstellvorrichtungen zu. Ferner greifen
am Schubstangenzapfen außer der Schubstange selbst drei verschiedene Teile an, von denen zwei am Schubstangenzapfen
geführt sind. Dadurch greifen am Schubstangenzapfen vier verschiedene Kräfte an, die den
Schubstangenzapfen stark beanspruchen und einem großen Verschleiß unterwerfen.
Um den Flügelrahmen in Schließstellung sicher zu verriegeln, ist der Scherenbolzen an dem ortsfest
schwenkbar gelagerten Scherenarm in einem geradlinigen Schlitz geführt und der in dem über die Schubstange
längsverschieblich schwenkbar gelagerten Scherenarm angeordnete, kreisbogenförmige Führungsschlitz
geradlinig verlängert.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigt
F i g. 1 die Ausstellvorrichtung von oben in Offenstellung,
F i g. 2 die Ausstellvorrichtung von oben in Schließstellung,
F i g. 3 die Ausstellvorrichtung von oben in Riegelstellung,
F i g. 4 die Ausstellvorrichtung von vorn in Riegelstellung und
F i g. 5 den Schnitt nach Linie V-V der F i g. 4.
An der Unterseite des oberen Querstückes 11 eines Blendrahmens 10 ist ein Anschraubstück 13 mit einer
Anschraubleiste 13a angeschraubt. Das Anschraubstück
13 ist in seiner Mitte gekröpft und an seinem gekröpften Te:] 136, das etwas nach unten geneigt ist, mit einer
Bohrung für einen Schwenkzapfen 14 eines Scherenarms 18 versehen. Mit dem Scherenarm 18 ist ein FQhrungsbolzen
21 fest verbunden, der in einem kreisbogenförmigen Führungsschlitz 22 des anderen Scherenarms
19 um einen im Krümmungsmittelpunkt des Führungsschlitzes 22 angeordneten Scherenbolzen 20 geführt
ist, der an dem anderen Scherenarm 19 befestigt und in dem Scherenann 18 gelagert ist Der Scherenarm
19 ist an einem Schubstangenzapfen 16 schwenkbar gelagert, der an einem doppelt gekröpften Teil 15a
einer Schubstange 15 befestigt ist Das doppelt gekröpfte Teil 15a der Schubstange 15 ist ebenso wie das
einfach gekröpfte Teil 136 des Anschraubstückes 13 etwas
nach unten geneigt. Die Schubstange 15 ist auf einer Seite in einer Ecke des oberen Querstückes 11
des Blendrahmens 10 und auf der anderen Seite in der Abkröpfung des Anschraubstückes 13 geführt. Um die
Reibung der Schubstange 15 am Querstück 11 zu verringern,
ist die Schubstange auf ihrer dem Querstück 11 zugekehrten Seite mit Gleitplättchen 17 versehen. An
ihren Enden trägt die Schubstange 15 Anschlußzapfen 12, mit denen sie an ein an sich bekanntes Gestänge,
eine Eckumlenkung od. dgl. anschließbar ist.
An ihren äußeren Enden sind die Scherenarme 18 und 19 mit je einem Führungszapfen 23 versehen, die in
im Querschnitt U-förmigen Schienen 24 und 25 am oberen Rand des Flügelrahmens 26 verschiebbar sind.
In der aus F i g. 1 ersichtlichen Kippstellung trifft der Führungszapfen 23 des Scherenarms 18 gegen das unter
einer öffnung 28 in der Schiene 24 befindliche freie Ende einer Blattfeder 27. Dadurch wird die maximale
Kippstellung begrenzt Das eingespannte Ende der Feder 27 ist abgewinkelt und in einem Schlitz 24a der
Schiene 24 verklemmt Dadurch ergibt sich eine einfache, leicht herzustellende Befestigungsart für die Feder
27.
Ausgehend von der Offenstellung in F i g. 1 schwenkt jeder Scherenarm 18, 19 beim Ziehen der Schubstange
15 mittels eines nicht dargestellten Betätigungsgestänges in Pfeilrichtung 29 um seinen Schwenkzapfen 14
bzw. Schubstangenzapfen 16 und schwenken beide Scherenarme um ihren gemeinsamen Scherenbolzen 20
in die aus Fig.2 ersichtliche Schließstellung. Dabei
wird der Führungsbolzen 21 in dem kreisbogenförmigen Führungsschlitz 22 des Scherenarms 19 geführt
Da sich in dieser Schließstellung der Fensterflügel, beispielsweise durch Winddruck, von selbst öffnen
könnte, hat der kreisbogenförmige Führungschlitz 22 in Längsrichtung des Scherenarmes 19 nach einer Seite
hin eine geradlinige Verlängerung 22a. Außerdem ist das Schwenklager für den Scherenbolzen 20 in Längsrichtung
des Scherenarms 18 nach der anderen Seite zu einem geradlinigen Schlitz 20a verlängert wobei beide
Verlängerungen gleichlang ausgebildet sind. Dadurch kann die Schubstange 15 aus der Schließstellung in
Fig.2 noch weiter in Pfeilrichtung 29 bis in die in F i g. 3 veranschaulichte Riegelstellung verschoben
werden. In dieser Riegelstellung ist ein selbsttätiges öffnen des Fensterflügels nicht mehr möglich, weil der
Scherenbolzen 20 und der Führungsbolzen 21 eine Schwenkbewegung der Scherenarme zueinander nicht
zulassen.
Zum Entriegeln der Ausstellvorrichtung ist also unbedingt eine Bewegung der Schubstange 15 mittels des
Betätigungsgestänges entgegen der Pfeilrichtung 29 erforderlich. Da die Ausstellvorrichtung nur Zapfenlager
und Schlitzführungen aufweist, und da die Neigung des gekröpften Teils 136 des Anschraubstückes 13 und des
gekröpften Teils 15a der Schubstange !5 sich der Bewegung des oberen Querstückes des Flügelrahmens anpaßt
und mit Gleitplättchen 17 versehen ist, kann sie mit geringem Kraftaufwand leicht betätigt werden. Dabei
nimmt sie wenig Raum ein und kann auf engstem Raum im Rahmenpfalz leicht untergebracht werden.
Soll der Beschlag beispielsweise zum Reinigen der Fensterscheibe von dem Flügelrahmen 26 gelöst werden,
wird in der Offenstellung des Beschlages die Feder 27 niedergedrückt, der Führungszapfen 23 unter die
öffnung 28 in der Schiene 24 geschoben und durch die öffnung aus der Schiene herausgehoben. Der andere
Führungszapfen 23 kann dann durch Bewegen des Flügels und des Scherenarms 19 von Hand durch die halbe
Öffnung 29 aus der Schiene 25 ausgehoben werden. Das Einhängen der Scherenarme in die Führungsschienen
geschieht in umgekehrter Reihenfolge.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Ausstellvorrichtung für Kipp- oder Klapp-, Schwing- oder Wendeflügel von Fenstern. Türen
od. dgl, insbesondere aus Leichtmetall- oder Stahlprofilen,
mit einer mit einc:m Betätigungsgestänge verbundenen Schubstange, einer Anschraubplatte
und einer zweiarmigen Ausstellschere, deren Scherenarme mittels eines Scherenbolzens schwenkbar
miteinander verbunden und mit an ihren äußeren Enden angeordneten Führungszapfen in einer im
Querschnitt U-förmigen, am Flügelrahmen angeordneten Schiene geführt sind, wobei das innere
Ende des einen Scherenarms am Blendrahmen ortsfest schwenkbar und das innere Ende des anderen
Scherenarms über die Schubstange längsverschieblich schwenkbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der ortsfest schwenkbar gelagerte Scherenarm (18) an dem über die Schubstange
(15) längsverschieblich schwenkbar gelagerten Scherenarm (19) mit einem Führungsbolzen (21)
in einem kreisbogenförmigen Führungsschlitz (22) geführt ist, in dessen Krümmungsmittelpunkt der
Scherenbolzen (20) angeordnet ist.
2. Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Scherenbolzen (20) an dem
ortsfest schwenkbar gelagerten Scherenarm (18) in einem geradlinigen Schlitz (20a) geführt und der in
dem über die Schubstange (15) längsverschieblich schwenkbar gelagerten Scherenarm (19) angeordnete,
kreisbogenförmige Führungsschlitz (22) geradlinig verlängert ist.
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