DE1590307C3 - Zeitsteuergerät, insbesondere zur Steuerung von Kochstromkreisen - Google Patents

Zeitsteuergerät, insbesondere zur Steuerung von Kochstromkreisen

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DE1590307C3 DE1966D0050335 DED0050335A DE1590307C3 DE 1590307 C3 DE1590307 C3 DE 1590307C3 DE 1966D0050335 DE1966D0050335 DE 1966D0050335 DE D0050335 A DED0050335 A DE D0050335A DE 1590307 C3 DE1590307 C3 DE 1590307C3
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    • G04F3/06—Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with electric driving mechanisms
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    • G—PHYSICS
    • G04—HOROLOGY
    • G04C—ELECTROMECHANICAL CLOCKS OR WATCHES
    • G04C23/00—Clocks with attached or built-in means operating any device at preselected times or after preselected time-intervals
    • G04C23/14—Mechanisms continuously running to relate the operation(s) to the time of day
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein Zeitsteuergerät, insbesondere zur Steuerung von Kochstromkreisen, mit mehreren Schaltwerken, an denen die Einschaltzeit einstellbar ist, und die je eine Schalteinrichtung zur Betätigung mindestens eines Schalters während der Einschaltzeit aufweisen, und mit einer durch ein Zeitlaufwerk verdrehbaren Zeitwelle sowie jedem Schaltwerk zugeordneten, einstellbaren, zeitgesteuerten Kupplungsmitteln, durch die das Schaltwerk beim Erreichen des eingestellten Einschaltzeitpunktes an die Zeitwelle ankuppelbar und nach Ablauf der Einschaltzeit beim Erreichen des eingestellten Abschaltzeitpunktes von der Zeitwelle abkuppelbar ist, wobei jedes Schaltwerk ein eigenes Einstellorgan aufweist über das die Einschaltdauer vermittels eines zugeordneten Einstellelements einstellbar ist.
Ein solches Zeitsteuergerät ist bereits vorgeschlagen worden (DE-PS 15 15 632). Dort sind zwischen der Zeitwelle und dem Schaltwerk umschaltbare Kupplungsmittel vorgesehen, durch die das Schaltwerk wahlweise für den Kurzzeitbetrieb direkt an die Zeitwelle oder für den Schaltuhrbetrieb an eine Zeitkupplung ankuppelbar ist welche das Schaltwerk erst beim Erreichen eines voreingestellten Einschaltzeitpunktes an die Zeitwelle ankuppelt. Nachteilig ist bei dem vorgeschlagenen Zeitsteuergerät daß die Umschalteinrichtung für die Kupplungsmittel zentral vorgesehen und allen Schaltwerken gemeinsam ist so daß alle Schaltwerke immer nur gemeinsam im Schaltuhrbetrieb oder im Kurzzeitbetrieb betrieben werden können.
Zur Steuerung von Kochstromkreisen sind auch bereits Zeitsteuergeräte bekannt welche mindestens ein
Schaltwerk besitzen, an dem die Einschaltzeit einstellbar ist und durch das ein Schalter während der Einschaltzeit betätigbar ist. Das Schaltwerk ist dabei an eine durch ein Zeitlaufwerk verdrehbare Zeitwelle beim Erreichen des eingestellten Einschaltzeitpunktes ankuppelbar und beim Erreichen des eingestellten Abschaltzeitpunktes von der Zeitwelle abkuppelbar.
Es ist häufig erwünscht, daß die Schaltwerke eines Zeitsteuergerätes unabhängig voneinander betrieben werden können, so daß z. B. bei einem Herd mit zwei Kochplatten automatisch ein Gericht auf der einen Platte sofort eine vorbestimmte Zeit erhitzt bzw. gekocht und ein später zuzubereitendes Gericht auf der zweiten Platte erst nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit eine bestimmte Zeit erhitzt bzw. gekocht werden kann. Sämtliche Zeiten sollen dabei durch den Benutzer voreinstellbar sein.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Zeitsteuergerät der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß sich mehrere Kochplatten zeitlich unabhängig voneinander steuern lassen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Einstellelement mit einer Umschalteinrichtung zusammenarbeitet, daß mit Hilfe der Umschalteinrichtung der Schalter entweder sofort und unabhängig von anderen Schaltwerken schließbar und das Einstellorgan unmittelbar mit der Zeitwelle kuppelbar ist, oder daß durch die Umschalteinrichtung der Schalter jedes Schaltwerkes zu einem vorwählbaren Zeitpunkt durch Ankopplung des Einstellorgans an die zeitgesteuerten Kuppelmittel einschaltbar ist.
Dadurch ergibt sich vorteilhafterweise eine wesentliche Erweiterung des Gebrauchszwecks eines Herdes, da das Zeitsteuergerät mehrere Kochplatten mit verschiedenen Ein- und Ausschaltzeitpunkten steuern kann.
Im folgenden ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung stellen dar
F i g. 1 eine schematische Darstellung des beschriebenen Zeitsteuergerätes und
F i g. 2 eine Einzelheit des in F i g. 1 dargestellten Gerätes in Seitenansicht.
In F i g. 1 treibt ein Synchronmotor 1 über Zahnräder 2, 3, 4 ein auf einer Welle 13 frei drehbar gelagertes Wechselrad 5 an, das mit einem auf einer Minutenhohlwelle 6 befestigten Ritzel 7 kämmt. Die Welle 13 ist in Werkplatten 14,15 drehbar gelagert. Auf der Minutenhohlwelle 6 ist ein Minutenzeiger 8 befestigt. Koaxial zu der Minutenhohlwelle 6 ist eine Stundenhohlwelle 9 angeordnet, die einen Stundenzeiger 10 trägt und auf der ein Zahnrad 11 befestigt ist, das mit einem mit dem Wechselrad 5 fest verbundenen Ritzel 12 im Eingriff steht. Das Zahnrad 4 ist auf einer in den Werkplatten 14, 15 drehbar gelagerten Welle 16 befestigt, während zwischen dem Zahnrad 3 und der Welle 16 eine Rutschkupplung 17 vorgesehen ist, die das Einstellen der Zeiger 8,10 gestattet.
Zur Zeigerstellung und zur Einstellung eines Abschaltzeitpunktes ist in der Minutenhohlwelle 6 eine Einstellwelle 18 verdreh- und axial verschiebbar geführt, die einen Einstellknopf 19 trägt und auf der ein Kupplungsrad 20 einer Klauenkupplung befestigt ist, deren anderes Kupplungsrad 21 mit der Minutenhohlwelle 6 fest verbunden ist Auf der Einstellwelle 18 ist weiterhin ein Ritzel 22 befestigt, das zum Einstellen des Abschaltzeitpunktes durch Axialverschieben der Einstellwelle 18 in die Verzahnung eines auf der Welle 13 befestigten Zahnrades 23 einrückbar ist. Zur Verstellung eines Zeigers 24, der den Abschaltzeitpunkt anzeigt, sitzt auf dem Ende der Welle 13 ein Ritzel 25, das mit einem auf einer den Zeiger 24 tragenden Hohlwelle 26 befestigten Zahnrad 27 im Eingriff steht.
Die Steuerung eines Schaltwerkes 28, welches seinerseits den zu steuernden Stromkreis über einen Kontakt 29 ein- und ausschaltet, erfolgt durch eine Zeitwelle 30, die durch den Motor 1 verdrehbar und durch den Knopf 19 zusammen mit dem Zeiger 24 verstellbar ist. Mit der Zeitwelle 30 ist hierzu ein Kronenrad 31 fest verbunden, das mit einem auf einer Welle 32 befestigten Ritzel 33 kämmt. Auf der in den Werkplatten 14, 15 drebar gelagerten Welle 32 ist ferner ein Zahnrad 34 befestigt, das mit einem Ritzel 35 im Eingriff steht. Das Ritzel 35 und ein mit diesem fest verbundenes Kegelrad 36 eines Differentialgetriebes sind auf der Welle 16 frei drehbar angeordnet. In gleicher Weise sitzen ein zweites Kegelrad 37 des Differentialgetriebes und ein mit diesem fest verbundenes Ritzel 38 frei drehbar auf der Welle 16. Das Ritzel 38 kämmt mit dem Zahnrad 23 und steht unter der Wirkung einer Reibungsbremse 39, derart, daß es vom Motor 1 nicht verdreht werden kann. Der Steg 40 des Differentialgetriebes mit dem Kegelrad 41' ist an der Welle 16 befestigt.
Der Motor 1 treibt die Welle 16 über die Zahnräder 2, 3 und die Rutschkupplung 7 ständig zeitgenau an. Da das Kegelrad 37 durch die Reibungsbremse 39 gebremst ist, wird die Zeitwelle 30 durch den Steg 40 über die Räder 41', 36, 35, 34, 33, 31 zeitgenau verdreht. Die Untersetzung vom Motor 1 auf die Zeitwelle 30 ist so gewählt, daß letztere eine Umdrehung in zwölf Stunden ausführt.
Zum Einstellen der Uhrzeit, d. h. der Zeiger 8,10 wird zunächst der Knopf 19 gezogen, so daß die Kupplungsräder 20, 21 miteinander gekuppelt werden. Durch Drehen des Knopfes 19 können die Zeiger 8, 10 und über die Welle 16 und das Differentialgetriebe 36,37,40, 41' die Zeitwelle 30 verstellt werden. Die Rutschkupplung 17 rutscht dabei durch.
Zum Einstellen des Abschaltzeitpunktes wird der Knopf 19 gedrückt, wobei sich das Ritzel 22 in die Verzahnung des Zahnrades 23 schiebt. Beim anschließenden Verdrehen des Knopfes 19 wird die Bremskraft der Reibungsbremse 39 überwunden und das Kegelrad 37 verdreht. Über die Räder 41', 36 wird die Zeitwelle 30 daher entsprechend dem gewünschten Abschaltzeitpunkt verstellt. Der Zeiger 24 für den Abschaltzeitpunkt wird dabei durch die Welle 13 mitverstellt.
Das Schaltwerk 28 weist eine axial verschiebbare Einstellwelle 41 auf, die durch einen Knopf 42 betätigbar ist und auf der ein Ritzel 43 befestigt ist, welches mit einem Zahnsegment 44 im Eingriff steht. Das Zahnsegment 44 ist über eine Hohlwelle 45, die auf der Zeitwelle 30 drehbar gelagert ist, mit einer Kurvenscheibe 46 verbunden, an der eine Rolle 47 eines Rollenhebels 48 federnd anliegt. Durch den Rollenhebel 48 ist ein Hebel 49 steuerbar, der auf einen Betätigungsstift 50 des beweglichen Kontaktteiles des Schalters 29 einwirkt Auf den Hebel 49 wird außerdem ein Hebel 51 ein, der durch eine Feder 52 mit seinem linken Ende gegen die Einstellwelle 18 gedrückt wird und durch diese verschwenkbar ist Der Hebel 49 steuert weiterhin einen dreiarmigen, unter der Wirkung einer Feder 59 stehenden Hebel 53, durch dessen einen Arm 54 eine frei drehbar auf der Zeitwelle 30 sitzende Kupplungsscheibe 55 einer Scheibenkupplung 56 an einem mit ihr fest verbundenen Bund 60 zum Ein- bzw. Ausrücken der
Kupplung axial verschiebbar ist. Eine Feder 57 versucht dabei die Kupplungsscheibe 55 gegen eine auf der Zeitwelle 30 befestigte Kupplungsscheibe 58 zu bewegen, d. h. die Scheiben der Scheibenkupplung 56 zusammenzudrücken. Die Kupplungsscheibe 55 ist durch einen Mitnehmer 61, der in einem Loch der Kupplungsscheibe 55 geführt und an der Kurvenscheibe 46 befestigt ist, mit der Kurvenscheibe 46 verbunden und besitzt eine Nase 62, die beim Erreichen des Einschaltzeitpunktes in eine Kerbe 63 der Kupplungsscheibe 58 einfallen kann.
Die Anzeige der Einschaltzeit erfolgt durch einen Zeiger 64 an einer Skala 65 (F i g. 2). Zur Geradführung des Zeigers 64 ist dieser mit einem an seinem Ende befestigten Stift 67 in einem Schlitz 68 einer gerätfesten Halterung 69 geführt und an einem Arm 66 angelenkt, welcher um eine gerätfeste Lagerung 70 schwenkbar ist. Zur Verstellung ist der Zeiger 64 mit einem Stift 71 in einem Schlitz 72 der Kurvenscheibe 46 geführt. Bei der Einstellung der Einschaltzeit bewegt sich der Stift 71 in dem radial verlaufenden Teil des Schlitzes 72, so daß die Zeigerverstellung und damit die Skala 65 nichtlinear und zwar am Anfang gedehnt ist. Zur beliebigen manuellen Betätigung des Schalters 29 weist dessen beweglicher Kontaktteil· einen zweiten Stift 73 auf, auf den ein Nocken 74 (F i g. 2) der mit der Kurvenscheibe 46 fest verbunden ist, einwirken kann. Durch Linksdrehen des Knopfes 42 kann der Schalter 29 manuell geschlossen werden. Der Stift 71 bewegt sich dabei in dem abgewinkelten Teil des Schlitzes 72, wobei der Zeiger 64 bis zur Marke »Hand« verstellt wird.
Die Umschaltung des Zeitsteuergerätes auf Schaltuhrbetrieb bzw. auf Kurzzeitbetrieb erfolgt durch Axialverschieben der Einstellwelle 41. Bei gezogenem Knopf 42 (gezeichnete Stellung) arbeitet das Zeitsteuergerät im Kurzzeitbetrieb und bei eingedrücktem Knopf 42 im Schaltuhrbetrieb. Der jeweilige Schaltzustand wird durch eine Fahne 75, die bei der Axialverschiebung der Einstellwelle 41 verschwenkbar ist, in einem Fenster 76 des Gehäuses angezeigt. Eine durch eine Feder 77 gegen eine auf der Einstellwelle 41 befestigte Hülse 78 gedrückte und auf der Einstellwelle 41 axial verschiebbare Scheibe 79 kommt bei eingedrücktem Knopf 42 (Stellung A) an einer Nase 80 des Hebels 53 zur Anlage. Bei gedrücktem Knopf 42 verriegelt ein schwenkbarer Sperrhebel 81 die Einstellwelle 41 mit einem federnd gegen die Hülse 78 gedrückten Ausleger 82 an einem Ansatz 83. Ein Schieber 84, der bei gezogenem Knopf 42 mit einer Nase 86 an der Hülse 78 anliegt, wird nunmehr federnd gegen einen Ausleger 85 des Rollenhebels 48 gedrückt, so daß der Sperrhebel 81 zur Freigabe der Einstellwelle 41 nach Ablauf der Einschaltzeit durch den Rollenhebel 48 verschwenkbar ist. Die Einstellwelle 41 kann unter der Wirkung einer Feder 87 in ihre dem Kurzzeitbetrieb entsprechende Stellung (Stellung T) zurückspringen.
Zur Erläuterung der Wirkungsweise des beschriebenen Zeitsteuergerätes sei zunächst angenommen, daß das von diesem gesteuerte Gerät sofort eingeschaltet und nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit wieder ausgeschaltet werden soll (Kurzzeitbetrieb). Die Einstellwelle 41 muß dabei die gezeichnete Stellung (Stellung T) einnehmen. Durch Rechtsdrehen des Knopfes 42 kann die gewünschte Einschaltzeit eingestellt werden. Über das Zahnsegment 44 und die Hohlwelle 45 wird die Kurvenscheibe 46 im Uhrzeigergegensinn (F i g. 2) verdreht, wobei sich der Stift 71 in dem radial verlaufenden Teil des Schlitzes 72 bewegt, und der Zeiger 64 auf den entsprechenden Punkt der Skala 65 eingestellt wird. Der Rollenhebel 48 wird durch die Kurvenscheibe 46 von seiner gezeichneten Ruhelage aus etwa im Uhrzeigergegensinn verschwenkt und gibt den Hebel 49 frei, so daß die Federn 57,59 den Hebel 53 etwas im Uhrzeigersinn verschwenken können. Die: Scheibenkupplung 56 kann durch die Feder 57 zusammengedrückt werden, so daß die Kurvenscheibe 46 über die Kupplungsscheibe 55 und den Mitnehmer 61
ίο an die Zeitwelle 30 angekuppelt wird; außerdem wird der Hebel 49 im Uhrzeigergegensinn verschwenkt und der Schalter 29 geschlossen.
Der fortschreitenden Zeit entsprechend wird die : Kurvenscheibe 46 durch die Zeitwelle 30 zurückgedreht und schwenkt den Rollenhebel 48 nach Ablauf der eingestellten Zeit wieder in die gezeichnete Lage ' zurück, wobei auch die Hebel 49, 53 wieder in die dargestellte Ruhestellung zurückbewegt werden und der Schalter 29 geöffnet wird. Die Kupplungsscheibe 55 wird durch den Arm 54 wieder in ihre Ruhelage verschoben und die Kurvenscheibe 46 von der Zeitwelle 30 abgekuppelt.
Soll der Schalter 29 erst nach Ablauf einer vorbestimmten Zeit eine bestimmte Zeitdauer geschlossen werden (Schaltuhrbetrieb), so kann wahlweise zuerst der Abschaltzeitpunkt mit dem Knopf 19 und dann die Einschaltzeit mit dem Knopf 42 oder umgekehrt zuerst die Einschaltzeit und dann der Abschaltzeitpunkt eingestellt werden.
Es sei angenommen, daß zunächst zur Umschaltung des Schaltwerkes 28 auf Schaltuhrbetrieb der Knopf 42 gedrückt wird (Stellung A). Die Einstellwelle 41 wird in ihrer verschobenen Stellung in der beschriebenen Weise durch den Ausleger 82 des Sperrhebels 81 verriegelt, so daß der Schieber 84 nunmehr federnd an dem Ausleger 85 des Rollenhebels 48 anliegt. Die Scheibe 79 wird federnd gegen die Nase 80 des Hebels 53 gedrückt und dieser unter Überwindung der Kraft der Feder 57 etwas im Uhrzeigergegensinn verschwenkt bis die Nase 62 der hierdurch nach rechts verschobenen Kupplungsscheibe 55 an der Kupplungsscheibe 58 federnd anliegt. Der Schalter 29 bleibt dabei geöffnet. Die Einschaltzeit wird anschließend wie oben beschrieben durch Rechtsdrehen des Knopfes 42 eingestellt, wobei die Kurvenscheibe 46 und die Kupplungsscheibe 55 entsprechend verdreht werden. Beim Verschwenken des Rollenhebels 48 im Uhrzeigergegensinn schnappt der Schieber 84 hinter dessen Ausleger 85.
Zum Einstellen des Abschaltzeitpunktes wird in der
so beschriebenen Weise der Knopf 19 eingedrückt und anschließend verdreht bis der Zeiger 24 den gewünschten Abschaltzeitpunkt anzeigt Über das Differentialgetriebe 36,37,40,41' wird die Zeitwelle 30 entsprechend verstellt.
Der fortschreitenden Zeit entsprechend verdreht sich die Zeitwelle 30, bis die Nase 62 der Kupplungsscheibe 55 beim Erreichen des Einschaltzeitpunktes in die Kerbe 63 der Kupplungsscheibe 58 einfallen kann. Die Kupplungsscheibe 55 wird dabei auf der Zeitwelle 30
W) durch die Feder 77 über den Uhrzeigergegensinn verschwenkten Hebel 53 nach rechts verschoben, wobei der Hebel 49 mitgenommen wird, so daß der Schalter 29 geschlossen wird Die Kupplungsscheibe 55 und die durch den Mitnehmer 61 mit dieser verbundene Kurvenscheibe 46 werden nunmehr durch die Zeitwelle 30 verdreht, bis der Rollenhebel 48 beim Erreichen des Abschaltzeitpunktes in die gezeichnete Ruhelage zurückspringt Der Hebel 81 wird dabei an dem jetzt
hinter den Ausleger 85 liegenden Schieber 84 im Uhrzeigergegensinn verschwenkt, so daß der Ausleger 82 die Einstellwelle 41 an der Hülse 78 freigibt. Die Einstellwelle 41 springt unter der Kraft der Feder 87 wieder in ihre gezeichnete Ausgangslage zurück, wobei der Hebel 81 und der Schieber 84 ebenfalls wieder in die gezeichnete Lage verstellt werden.
Beim Zurückspringen des Rollenhebels 48 sind auch die Hebel 49 und 53 in die gezeichnete Lage zurückverstellt worden, wobei der Schalter 29 geöffnet worden ist.
Das beschriebene Zeitsteuergerät kann, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist, mit mehreren Schaltwerken ausgerüstet werden, die alle durch die Zeitwelle 30 gesteuert werden. Die Schaltwerke können dabei
unabhängig voneinander wahlweise im Schalluhr- oder im Kurzzeitbetrieb betrieben werden. Um zu verhindern, daß die Einschaltzeit eines im Kurzbetrieb betriebenen Schaltwerkes beim Einstellen des Abschaltzeitpunktes für ein im Schaltuhrbetrieb betriebenes Schaltwerk verstellt wird, wird der Hebel 51 beim Einstellen des Abschaltzeitpunktes, d. h. beim Eindrükken des Knopfes 19 im Uhrzeigersinn verschwenkt und verstellt die Hebel 49, 53 eines im Kurzzeitbetrieb betriebenen Schaltwerkes in die gezeichnete Lage. Die Kupplungsscheibe 55 dieses Schaltwerkes wird dadurch beim Einstellen des Abschaltzeitpunktes von der Zeitwelle 30 abgekuppelt, so daß die Kurvenscheibe 46 nicht verdreht und damit die Einschaltzeit nicht verändert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
809 517/8

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Zeitsteuergerät, insbesondere zur Steuerung von Kochstromkreisen, mit mehreren Schaltwerken, an denen die Einschaltzeit einstellbar ist, und die je eine Schalteinrichtung zur Betätigung mindestens eines Schalters während der Einschaltzeit aufweisen, und mit einer durch ein Zeitlaufwerk verdrehbaren Zeitwelle sowie jedem Schaltwerk zugeordneten, einstellbaren, zeitgesteuerten Kuppelmitteln, durch die das Schaltwerk beim Erreichen des eingestellten Einschaltzeitpunktes an die Zeitwelle ankuppelbar und nach Ablauf der Einschaltzeit beim Erreichen des eingestellten Abschaltzeitpunktes von der Zeitwelle abkuppelbar ist, wobei jedes Schaltwerk is ein eigenes Einstellorgan aufweist, über das die Einschaltdauer vermittels eines zugeordneten Einstellelements einstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Einstellelement (41) mit einer Umsehalteinrichtung (79,53,44,49) zusammenarbeitet, daß mit Hilfe der Umschalteinrichtung der Schalter (29) entweder sofort und unabhängig von anderen Schaltwerken schließbar und das Einstellorgan (46) unmittelbar mit der Zeitwelle (30) kuppelbar ist, oder daß durch die Umschalteinrichtung der Schalter (29) jedes Schaltwerkes zu einem vorwählbaren Zeitpunkt durch Ankopplung des Einstellorgans (46) an die zeitgesteuerten Kuppelmittel (55,58, 62,63) einschaltbar ist
2. Zeitsteuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Anschaltung eines Schaltwerkes (28) an die Zeitwelie (30) eine Scheibenkupplung (56) vorgesehen ist, mit deren frei drehbar auf der Zeitwelle (30) sitzender Scheibe (55) das Schaltwerk (28) verbunden ist, und daß diese Kupplungsscheibe (55) mit Hilfe der Umschalteinrichtung (79,53,44,49) einerseits beim Einstellen der Einschaltzeit durch Zusammendrücken der Scheiben der Scheibenkupplung (56) direkt an die Zeitwelle (30) ankuppelbar und andererseits durch Verschieben in entgegengesetzter Richtung mit einer Nase (62) federnd gegen die fest mit der Zeitwelle (30) verbundene Scheibe (58) drückbar ist, so daß das Schaltwerk (28) erst an die Zeitwelle (30) angekuppelt wird, wenn die Nase (62) beim Erreichen des Einschaltzeitpunktes in eine Kerbe (63) der fest mit der Zeitwelle (30) verbundenen Scheibe (58) einfallen kann, wobei die Zeitwelle (30) entsprechend dem gewünschten Abschaltzeitpunkt und die auf der Zeitwelle (30) frei drehbare Kupplungsscheibe (55) entsprechend der gewünschten Einschaltzeit verdrehbar sind.
3. Zeitsteuergerät nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Schaltwerk (28) zur Einstellung der Einschaltzeit einen Knopf (42) besitzt, welcher zur Betätigung der Umschalteinrichtung (79,53,44,49) axial verschiebbar ist
4. Zeitsteuergerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Knopf (42) eine Fahne (75) bewegbar ist, welche den jeweiligen Schaltzustand des Schaltwerkes (28) in einem Fenster (76) des Gehäuses bzw. Zifferblattes anzeigt
5. Zeitsteuergerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein verschwenkbar b5 gelagerter Kupplungshebel (53) von seiner Ruhelage aus beim Verdrehen des Einstellknopfes (42) (Kurzzeitbetrieb) in der einen Richtung und beim zusätzlichen axialen Verschieben des Einstellknopfes (42) bzw. der Einstellwelle (41) (Schaltuhrbetrieb) in der anderen Richtung verschwenkbar ist, und daß die frei drehbar auf der Zeitwelle (30) angeordnete Kupplungsscheibe (55) mit Hilfe des Kupplungshebels (53) zum Zusammendrücken der Scheiben der Scheibenkupplung (56) durch Federmittel (57) in der einen Richtung und zum Andrücken ihrer Nase (62) an die fest mit der Zeitwelle verbundene Kupplungsscheibe (58) in der entgegengesetzten Richtung verschiebbar ist.
6. Zeitsteuergerät nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen von der Einstellvorrichtung (18, 19) für den Abschaltzeitpunkt gesteuerten und auf den Kupplungshebel (53) einwirkenden Hebel (51), welcher so steuerbar ist, daß der Kupplungshebel (53) beim Einstellen eines Abschaltzeitpunktes zum Abkuppeln des Schaltwerkes (28) von der Zeitwelle (30) in seiner Ruhelage gehalten wird.
7. Zeitsteuergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellwelle (41) bei eingedrücktem Einstellknopf (42) und dadurch erfolgter Umschaltung auf Schaltuhrbetrieb durch eine Verriegelungsvorrichtung (81,82,84) verriegelbar ist, welche durch einen den Schalter (29) betätigenden Hebel (48) so steuerbar ist, daß sie die Einstellwelle (41) nach Ablauf der Einschaltzeit beim öffnen des Schalters (29) freigibt, wobei die Einstellwe-lle (41) unter Federwirkung in ihre der Einstellung auf Kurzzeitbetrieb entsprechende Ruhelage zurückspringen kann.
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