DE1584979C3 - Kläranlage für Abwasser - Google Patents

Kläranlage für Abwasser

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DE1584979C3 DE19661584979 DE1584979A DE1584979C3 DE 1584979 C3 DE1584979 C3 DE 1584979C3 DE 19661584979 DE19661584979 DE 19661584979 DE 1584979 A DE1584979 A DE 1584979A DE 1584979 C3 DE1584979 C3 DE 1584979C3
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kläranlage für Abwässer mit einem Belebungsbecken, einem mit diesem verbundenen Nachklärbecken, einem im Belebungsbecken angeordneten Oberflächenbelüfter zum Umwälzen und Belüften der Flüssigkeit im Belebungsbecken und mit einer Rückförderung des Belebtschlamms aus dem Nachklärbecken in das Belebungsbecken, welche eine im Ansaugbereich des Oberflächenbelüfters mündende Rückführleitung aufweist.
Eine Kläranlage der voranstehend beschriebenen Art ist aus der USA.-Patentschrift 32 04 768 bekannt. Diese Kläranlage ist mit einem vertikalachsigen Belüftungskreisel versehen, unterhalb dessen und in dessen Saugbereich zum Zweck der Schlammrückführung die Schlammrückführleitung aus dem Nachklärbecken mündet. Die Anlage besteht somit im wesentlichen aus einem Abwasserbecken und einem Nachklärbecken. In einer vertikalen Leitung ist der Oberflächenbelüfter in Form eines Belüftungskreisels angeordnet, durch den Abwässer angesaugt und die Schlammfeststoffe einer aeroben Zersetzung ausgesetzt werden. Für die Weiterbeförderung des anfallenden Schlamms in ein Zwischen- bzw. Eindickbecken muß zusätzliche Energie für den Betrieb einer Pumpeneinrichtung aufgewendet werden.
Aus der USA.-Patentschrift 27 98 024 ist es bekannt, den Schlamm in einen Zwischenbehälter mittels einer Pumpe zurückzuführen, die zwischen einem ersten Absetztank und einem Klärtank arbeitet. Bei dieser Kläranlage ist es gleichfalls erforderlich, zusätzliche Energie für das Betreiben der Pumpe zur Verfügung zu stellen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kläranlage der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, daß der durch den Oberflächenbelüfter entstehende Unterdruck zur Rückförderung des Rücklaufschlamms in das Belebungsbecken und zugleich zur Überführung eines Teils desselben in einen Eindickbehälter ausgenutzt wird, ohne daß zusätzliche Energie hierfür erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwischen dem Nachklärbecken und dem Belebungsbecken ein Zwischenbehälter angeordnet ist, in dessen oberem Teil eine Heberleitung mündet, welche andererseits zum Schlammsumpf des Nachklärbeckens führt, und an dessen unterem Teil die Rückführleitung angeschlossen ist und daß weiter ein Eindickbehälter vorgesehen ist, der mittels einer Zuführleitung für Rücklaufschlamm und einer Rücklaufleitung für überschüssiges Schlammwasser mit dem Zwischenbehälter verbunden ist.
Steigt bei der Kläranlage der Flüssigkeitsspiegel im Nachklärbecken bis über die Scheitelhöhe der Heberleitung, so fließt Schlamm aus dem Sumpf automatisch in den Zwischenbehälter und füllt diesen bis zum Niveauausgleich mit dem Nachklärbecken. In entsprechender Weise erfolgt die Überführung des Schlamms in den Eindickbehälter und die Rückleitung des überflüssigen Schlammwassers in den Zwischenbehälter automatisch in Anpassung an die jeweilige Höhe der Flüssigkeitsspiegel.
Mit der Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß die Rückförderung des Belebtschlamms aus dem Nachklärbecken in das Belebungsbecken und Überführung eines Teils desselben in einen Eindickbehälter im Vergleich zu bekannten Kläranlagen ohne zusätzlichen Energiebedarf erfolgt, wobei sowohl der Schlammfluß in den Zwischenbehälter als auch die Rückleitung des überschüssigen Schlammwassers aus dem Eindickbehälter in den Zwischenbehälter automatisch entsprechend der jeweiligen Höhe der Flüssigkeitsspiegel in dem Nachklärbecken erfolgt.
Am Ausfluß der Heberleitung in den Zwischenbehälter sind bevorzugt Überlaufschwellen angeordnet. Diese sind vorteilhafterweise in der Höhe verstellbar, damit die Förderung des Belebtschlamms aus dem Nachklärbecken in den Zwischenbehälter und der Überschuß an Schlammenge reguliert werden können.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Zwischenbehälter mittels Trennwänden in drei Kammern unterteilt, wobei die Heberleitung in die erste Kammer
mündet, welche durch je eine Überlaufschwelle mit der zweiten Kammer, an die die Zuführleitung angeschlossen ist, und mit der dritten Kammer verbunden ist, in die die Rücklaufleitung mündet und an die die Rückführleitung angeschlossen ist.
Der Zwischenbehälter ist zweckmäßigerweise in das Innere des Belüftungsbeckens oder des Nachklärbekkens eingebaut, wodurch eine kompakte Bauweise der Kläranlage erzielt wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Kläranlage nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, die nachstehend näher erläutert wird. Es zeigt
F i g. 1 die Kläranlage im Grundriß und
F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie H-II in F i g. 1.
Die Hauptteile der dargestellten Kläranlage sind ein Belebungsbecken 1, ein Nachklärbecken 2, ein Zwischenbehälter 3 und ein Eindickbehälter 4 für den Schlamm. Im Belebungsbecken 1 ist ein Oberflächenbelüfter 5 bekannter Bauart angeordnet.
Die im Belebungsbecken 1 behandelten Abwasser gelangen in bekannter Weise durch eine Leitung 31 in das Nachklärbecken 2, in welchem der Belebtschlamm sich am Boden absetzt. Eine Heberleitung 13, deren unteres Einlaßende 14 bis zum Schlammsumpf 15 im Nachklärbecken 2 reicht, ist mit dem oberen Ende auf der Höhe des Flüssigkeitsspiegels zum Nachklärbecken 2 hinaus und in den Zwischenbehälter 3 in dessen erste Kammer 3a hineingeführt. In diesem Behälter sind durch Trennwände 16 und 17 drei Kammern 3a, 36 und 3c abgeteilt. Die Trennwände 16,17 im Zwischenbehälter 3 sind mit verstellbaren Überlaufschwellen 18, 19, die als Dreieckswehre ausgebildet sind, versehen.
Durch die Höhenverstellbarkeit dieser Überlaufschwellen kann die Menge an Rücklaufschlamm und der Überschuß der Schlammenge reguliert werden.
Der Boden der dritten Kammer 3c des Zwischenbehälters 3 steht über eine Rückführleitung 28 mit dem Inneren des Belebungsbeckens 1 in Verbindung. Die Rückführleitung 28 ist im Inneren des Belebungsbekkens 1 bis zu dessen Mitte geführt und steigt dann in Richtung der Achse des Oberflächenbelüfters 5 in die Höhe bis unterhalb des Einlasses 37 des Oberflächenbelüfters 5 an.
Der Eindickbehälter 4 für den Schlamm ist durch eine Zuführleitung 32 mit der zweiten Kammer 3b in dem Zwischenbehälter 3 verbunden. Während der Schlamm im Eindickbehälter 4 sedimentiert und eingedickt wird, fließt das überschüssige Wasser durch eine Rücklaufleitung 35 in die dritte Kammer 3c des Zwischenbehälters 3 zurück. Aus der voranstehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß die Rückförderung des Belebtschlamms aus der Nachklärung in das Belebungsbecken, sowie die Überführung des Schlamms in den Eindickbehälter 4 ohne Pumpeneinrichtungen, mit regulierbarer Rückführmenge erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Kläranlage für Abwasser mit einem Belebungsbecken, einem mit diesem verbundenen Nachklärbecken, einem im Belebungsbecken angeordneten Oberflächenbelüfter zum Umwälzen und Belüften der Flüssigkeit im Belebungsbecken und mit einer Rückförderung des Belebtschlamms aus dem Nachklärbecken in das Belebungsbecken, welche eine im Ansaugbereich des Oberflächenbelüfters mündende Rückführleitung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Nachklärbecken (2) und dem Belebungsbecken (1) ein Zwischenbehälter (3) angeordnet ist, in dessen oberem Teil eine Heberleitung (13) mündet, weiche andererseits zum Schlammsumpf (15) des Nachklärbeckens (2) führt, und an dessen unterem Teil die Rückführleitung (28) angeschlossen ist, und daß weiter ein Eindickbehälter (4) vorgesehen ist, der mittels einer Zuführleitung (32) für Rücklaufschlamm und einer Rücklaufleitung (35) für überschüssiges Schlammwasser mit dem Zwischenbehälter (3) verbunden ist.
2. Kläranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Ausfluß der Heberleitung (13) in den Zwischenbehälter (3) Überlaufschwellen (18,19) angeordnet sind.
3. Kläranlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Überlaufschwellen (18, 19) in der Höhe verstellbar sind.
4. Kläranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenbehälter (3) mittels Trennwänden (16, 17) in drei Kammern (3a, 3b, 3c) unterteilt ist, wobei die Heberleitung (13) in die erste Kammer (3a) mündet, welche durch je eine Überlaufschwelle (18, 19) mit der zweiten Kammer (3b), an die die Zuführleitung (32) angeschlossen und mit der dritten Kammer (3c) verbunden ist, in die die Rücklaufleitung (35) mündet und an die die Rückführleitung (28) angeschlossen ist.
5. Kläranlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Zwischenbehälter (3) in das Innere des Belüftungsbeckens (1) oder des Nachklärbeckens (2) eingebaut ist.
DE19661584979 1966-04-21 1966-09-03 Kläranlage für Abwasser Expired DE1584979C3 (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH577466A CH450308A (de) 1966-04-21 1966-04-21 Kläranlage
CH577466 1966-04-21
DEP0040330 1966-09-03

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1584979A1 DE1584979A1 (de) 1970-04-30
DE1584979B2 DE1584979B2 (de) 1975-08-28
DE1584979C3 true DE1584979C3 (de) 1976-04-08

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